Überwiegend richtig Evidenzsicherheit: moderat vorläufig C-WHT-05

Ernährungsweisen mit vielen schnell aufgenommenen Kohlenhydraten (hoher glykämischer Index/hohe glykämische Last) und wenig Getreideballaststoffen erhöhten das Risiko für Typ-2-Diabetes um etwa 50 %, und je 10 g/Tag Getreideballaststoffe senkten das Risiko um 25 %; raffiniertes Mehl fördere daher Diabetes.

Fazit: Ballaststoffe und Vollkorn schützen; das Archiv liegt bei der Richtung richtig, wendet die Logik aber nur auf Weizen an.

Originalaussage

النظام الغذائي الذي يجمع بين كربوهيدرات سريعة الامتصاص وفقر الألياف يرفع خطر السكري بنحو 50٪. ودراسة EPIC-InterAct الأوروبية بيّنت أن كل 10 جرامات إضافية من ألياف الحبوب يومياً تخفض الخطر 25٪

wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.

Übersetzung

Ernährungsweisen mit vielen schnell aufgenommenen Kohlenhydraten (hoher glykämischer Index/hohe glykämische Last) und wenig Getreideballaststoffen erhöhten das Risiko für Typ-2-Diabetes um etwa 50 %, und je 10 g/Tag Getreideballaststoffe senkten das Risiko um 25 %; raffiniertes Mehl fördere daher Diabetes.

Herkunft

Quellenstatus
Archiv-Redaktion
Zuschreibung
Archivredaktion (Studienauswahl und Darstellung)
Herkunft
https://eltayebat.com/rule/refined-wheat/
Unsicherheit der Zuschreibung
Von den Archivbetreibern verfasst; die Studienzitate stammen vom Archiv, es ist nicht gezeigt, dass sie von Elawady selbst stammen.
Behaupteter Wirkmechanismus

Schnelle Aufnahme und Mangel an Getreideballaststoffen.

Behaupteter gesundheitlicher Effekt

Typ-2-Diabetes.

Betroffene Bevölkerungsgruppe

Erwachsene allgemein.

Geografische Einschränkung durch Elawady

keine gefunden

Wissenschaftliche Bewertung

Überwiegend richtig – Im Kern zutreffend, aber mit Einschränkungen oder kleineren Ungenauigkeiten.

Evidenzsicherheit: moderat – Weitere Forschung könnte die Einschätzung noch beeinflussen.

1. Was wurde behauptet?

Ballaststoffarme Ernährung mit schnellen Kohlenhydraten verursache Diabetes; raffiniertes Mehl sei der Schuldige.

2. Was ist daran nachweislich richtig?

Kombination aus hohem glykämischem Index/hoher glykämischer Last und wenig Getreideballaststoffen: etwa 50 % höheres Risiko (A-WHT-07); Getreideballaststoffe RR 0,75 pro 10 g/Tag (A-WHT-14); Vollkorn RR 0,68 pro 3 Portionen/Tag (A-WHT-04).

3. Was ist falsch oder übertrieben?

Der Schritt von „wenig Getreideballaststoffe“ zu „raffiniertes Mehl verursacht Diabetes“ ist nicht gezeigt: A-WHT-04 fand keinen Zusammenhang für raffiniertes Getreide. A-WHT-14 berichtet, dass der Zusammenhang in EPIC-InterAct nach Adjustierung für BMI abgeschwächt war. Das System erlaubt zugleich unbegrenzt weißen Reis, Kartoffeln (hoher glykämischer Index), Zucker, Honig und Säfte – Lebensmittel, die die glykämische Last der Ernährung erhöhen –, das Argument zu glykämischem Index/glykämischer Last wird also selektiv angewendet.

4. Was bleibt ungeklärt?

Kausalität; wie viel über das Körpergewicht vermittelt wird. Der Schätzwert für Getreideballaststoffe (RR 0,75 pro 10 g/Tag, A-WHT-14) ist heterogen (I2 75,1 %) mit möglichem Small-Study-Bias (Egger p = 0,08), und in den eigenen europäischen EPIC-InterAct-Daten der Studie waren Getreideballaststoffe nach BMI-Adjustierung nicht signifikant mit Typ-2-Diabetes verbunden (HR 0,95, 0,83–1,08).

5. Welche Studien sprechen dafür?

A-WHT-07, A-WHT-13, A-WHT-14, A-WHT-15, A-WHT-04 (Vollkorn), A-FOOD-01, A-FOOD-02.

6. Welche Studien sprechen dagegen?

A-WHT-04 (raffiniertes Getreide: Nullbefund), I-WHT-01 (geringe Evidenzsicherheit für glykämischen Index/glykämische Last).

7. Was gilt für Deutschland und Europa?

EU-/deutsche Empfehlungen raten zu >=30 g Ballaststoffen/Tag und Vollkorn; im Einklang.

8. Was ist über Ägypten bekannt?

Die hohe Diabetesprävalenz in Ägypten macht die Kohlenhydratqualität relevant; dieselbe Logik gilt für weißen Reis, Zucker und Säfte, die das System erlaubt.

9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?

Mehr Getreideballaststoffe und Vollkorn sind sinnvoll. Konsequent angewendet, würde das Argument zu glykämischem Index/glykämischer Last auch weißen Reis, Kartoffeln, Zucker und Säfte begrenzen.

Bewertungsdetails

Begründung der Evidenzsicherheit

Getreideballaststoffe und Vollkorn sind konsistent mit einem niedrigeren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden (A-WHT-14: RR 0,75 pro 10 g/Tag Getreideballaststoffe, heterogen, I2 75,1 %, und in den eigenen EPIC-InterAct-Daten nach BMI-Adjustierung nicht signifikant; A-WHT-13; A-WHT-04). Ein hoher glykämischer Index / eine hohe glykämische Last ist mit einem mäßig höheren Risiko verbunden (A-WHT-07; A-FOOD-01; A-FOOD-02), aber Reynolds 2019 bewertete die Evidenz zu glykämischem Index / glykämischer Last als gering bis sehr gering (I-WHT-01). Raffiniertes Getreide als eigene Kategorie war im eigenen Zitat des Archivs A-WHT-04 NICHT mit Typ-2-Diabetes verbunden (RR 0,95, 0,88–1,04).

Quellenqualität

Kohorten und Metaanalysen guter Qualität; das Archiv gibt die Zahlen korrekt wieder, stellt Zusammenhänge aber als ursächlich dar.

Regionale Übertragbarkeit

Mittel; überwiegend westliche Kohorten.

Individuelle Ausnahmen

Keine spezifischen.

Regionaler Geltungsanspruch
allgemein (biologisch/medizinisch)
Zuletzt überprüft
25. Oktober 2026 vorläufig

Einfach erklärt

Studien zeigen, dass Menschen, die mehr Ballaststoffe aus Getreide und mehr Vollkorn essen, seltener Typ-2-Diabetes bekommen. Ernährungsweisen voller schnell verdaulicher Stärke und Zucker sind mit einem etwas höheren Risiko verbunden. Dieselbe Übersichtsarbeit, die das Archiv zitiert, fand jedoch für raffiniertes Getreide allein keinen klaren Zusammenhang. Das System verbietet Weißbrot, erlaubt aber weißen Reis, Zucker, Honig und Saft, die den Blutzucker ebenfalls schnell erhöhen.

Studien zu dieser Behauptung

Studien, die die Behauptung unterstützen (6)

  • Ernährung mit schnell wirkenden Kohlenhydraten und Diabetes

    Bhupathiraju SN et al.. Am J Clin Nutr 2014 · PMID 24787496 · DOI 10.3945/ajcn.113.079533
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Ernährungsweisen mit vielen schnell wirkenden Kohlenhydraten und wenig Getreideballaststoffen waren mit einem ~50 % höheren Diabetesrisiko verbunden.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Glykämischer Index/glykämische Last und Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Drei Kohorten + Metaanalyse

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    205.157 Erwachsene (Summe aus 3 Kohorten: 74.248 + 90.411 + 40.498)

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Höherer glykämischer Index/höhere glykämische Last mit Diabetes verbunden

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    Glykämischer Index +33 %; glykämische Last +10 %

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Die Qualität der Kohlenhydrate ist wichtig

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt die Empfehlung zu Ballaststoffen; gilt für alle Lebensmittel mit hoher glykämischer Last

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Mittel

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität

    Wissenschaftliche Details →

  • Getreideballaststoffe und Diabetes in Europa

    InterAct Consortium. Diabetologia 2015 · PMID 26021487 · DOI 10.1007/s00125-015-3585-9
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Je zusätzliche 10 g Getreideballaststoffe pro Tag waren mit 25 % geringerem Diabetesrisiko verbunden.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Ballaststoffe und Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Fall-Kohorten-Studie + Metaanalyse

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    11.559 Fälle

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Getreideballaststoffe schützend

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 0,75/10 g

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Getreideballaststoffe hilfreich

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtend; europäische Daten nach Berücksichtigung des Körpergewichts nicht signifikant; Schätzung von 25 % aus einer heterogenen Metaanalyse

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt Ballaststoffe, nicht den Klebstoff-Mechanismus

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Ursache

    Wissenschaftliche Details →

  • Vollkorn und Kleie und Diabetes

    de Munter JS et al.. PLoS Med 2007 · PMID 17760498 · DOI 10.1371/journal.pmed.0040261
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Höchste Vollkornaufnahme: etwa 25–37 % geringeres Diabetesrisiko.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Vollkorn und Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Kohorte + Metaanalyse

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    286.125

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Inverser Zusammenhang

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    21 % pro 2 Portionen

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Vollkorn hilfreich

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt Vollkorn

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Mittel

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Ursache

    Wissenschaftliche Details →

  • Glykämischer Index, Ballaststoffe und Diabetes bei jungen Frauen

    Schulze MB et al.. Am J Clin Nutr 2004 · PMID 15277155 · DOI 10.1093/ajcn/80.2.348
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Hoher glykämischer Index mit 59 % höherem Risiko verbunden; Getreideballaststoffe mit 36 % geringerem Risiko.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Glykämischer Index/Ballaststoffe und Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Kohorte

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    91.249

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Glykämischer Index hoch, Ballaststoffe niedrig

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 1,59/0,64

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Die Qualität der Kohlenhydrate ist wichtig

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Indirekt

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Mittel

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Ursache

    Wissenschaftliche Details →

  • Glykämische Last der gesamten Ernährung und Diabetes

    Livesey G et al.. Am J Clin Nutr 2013 · PMID 23364021 · DOI 10.3945/ajcn.112.041467
    Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Ernährungsweisen mit höherer glykämischer Last waren mit einem höheren Diabetesrisiko verbunden (45 % pro 100 g/Tag).

    Glykämische Last der gesamten Ernährung.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Glykämische Last und Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Metaanalyse von 24 Kohorten

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    7,5 Millionen Personenjahre

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Höhere glykämische Last, mehr Diabetes

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 1,45 pro 100 g glykämischer Last

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Die Kohlenhydratqualität insgesamt ist wichtig

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Gesamte Ernährung, nicht einzelne Lebensmittel

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Befasst sich nicht mit Melonen

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Anwendbar

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Wirkungen einzelner Obstsorten

    Wissenschaftliche Details →

  • Glykämischer Index/glykämische Last der Ernährung und chronische Krankheiten

    Barclay AW et al.. Am J Clin Nutr 2008 · PMID 18326601 · DOI 10.1093/ajcn/87.3.627
    Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Ernährungsweisen mit niedrigem glykämischem Index bzw. niedriger glykämischer Last sind mit geringerem Diabetes- und Herzkrankheitsrisiko verbunden.

    Glykämischer Index/glykämische Last der gesamten Ernährung.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Glykämischer Index/glykämische Last und Krankheit

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Metaanalyse

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    37 Kohorten

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Zusammenhänge für Typ-2-Diabetes, KHK

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    GL RR 1,27 Typ-2-Diabetes

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Die Qualität der Kohlenhydrate ist wichtig

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Gesamte Ernährung

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Befasst sich nicht mit Melonen

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Anwendbar

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Einzelne Obstsorten

    Wissenschaftliche Details →

Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (1)

  • Vollkorn, nicht raffiniertes Getreide, mit dem Diabetesrisiko verbunden

    Aune D et al.. Eur J Epidemiol 2013 · PMID 24158434 · DOI 10.1007/s10654-013-9852-5
    Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Mehr Vollkorn: 32 % geringeres Diabetesrisiko pro 3 Portionen/Tag; raffiniertes Getreide: kein klarer Zusammenhang.

    Raffiniertes Getreide RR 0,95.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Getreide und Diabetes

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Metaanalyse

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    16 Kohorten

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Vollkorn schützend; raffiniertes Getreide neutral

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 0,68 vs. 0,95

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Vollkorn hilft; dass raffiniertes Getreide schadet, ist nicht gezeigt

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Heterogenität

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Zeigt nicht, dass raffinierter Weizen Diabetes verursacht

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Anwendbar

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität

    Wissenschaftliche Details →

Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (5)

  • Ballaststoffe, Vollkorn und Gesundheit

    Reynolds A et al.. Lancet 2019 · PMID 30638909 · DOI 10.1016/S0140-6736(18)31809-9
    Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Hohe Aufnahme von Ballaststoffen/Vollkorn mit 15–30 % geringerem Risiko für mehrere Krankheiten verbunden; Evidenz zu glykämischem Index/glykämischer Last schwächer.

    Glykämischer Index/glykämische Last mit geringer Evidenzsicherheit.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Kohlenhydratqualität

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Systematische Reviews mit GRADE

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    185 Kohorten, 58 Studien

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Ballaststoffe und Vollkorn schützend

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    15–30 % geringeres Risiko

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Mehr Ballaststoffe und Vollkorn essen

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Kern aus Beobachtungsstudien

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt Vollkorn, nicht den Klebstoff-Mechanismus; Argumente zu glykämischem Index/glykämischer Last schwach

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Schaden durch moderate Mengen raffinierten Getreides

    Wissenschaftliche Details →

  • Glykämische Last und Herzkrankheit bei US-amerikanischen Krankenpflegerinnen

    Liu S et al.. Am J Clin Nutr 2000 · PMID 10837285 · DOI 10.1093/ajcn/71.6.1455
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Frauen mit der höchsten glykämischen Last der Ernährung hatten etwa das doppelte KHK-Risiko.

    Glykämische Last der gesamten Ernährung, nicht weizenspezifisch.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Glykämische Last und KHK

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Kohorte 10 Jahre

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    75.521 Frauen

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Höhere glykämische Last mit KHK verbunden

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 1,98

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Schnell wirkende Kohlenhydrate insgesamt könnten eine Rolle spielen

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie; nur Frauen

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Gilt für alle Lebensmittel mit hoher glykämischer Last, nicht nur für Weißbrot

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Mittel

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Ursache; weizenspezifischer Effekt

    Wissenschaftliche Details →

  • Glykämische Last und ein Entzündungsmarker

    Liu S et al.. Am J Clin Nutr 2002 · PMID 11864854 · DOI 10.1093/ajcn/75.3.492
    Querschnittsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Frauen mit einer Ernährung mit hoher glykämischer Last hatten ein höheres CRP.

    Surrogatmarker.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Glykämische Last und CRP

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Querschnittlich

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    244 Frauen

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Höheres CRP bei höherer glykämischer Last

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    3,8 vs. 1,4 mg/l

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Nur ein kleiner Hinweis

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Klein, ein einziger Messzeitpunkt

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Nicht speziell zu Weißmehl

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Begrenzt

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Wirkungen auf Krankheiten

    Wissenschaftliche Details →

  • Glykämische Last und Herzkrankheit in Italien

    Sieri S et al.. Arch Intern Med 2010 · PMID 20386010 · DOI 10.1001/archinternmed.2010.15
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Hohe glykämische Last mit KHK bei Frauen verbunden, nicht bei Männern.

    Nur Frauen.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Glykämischer Index/glykämische Last und KHK

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Kohorte

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    47.749 Italienerinnen und Italiener

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Zusammenhang nur bei Frauen

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 2,24 (Frauen)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Unklar für Männer

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Wenige Fälle

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Nicht weizenspezifisch

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität

    Wissenschaftliche Details →

  • Weißer Reis und Typ-2-Diabetes

    Hu EA et al.. BMJ 2012 · PMID 22422870 · DOI 10.1136/bmj.e1454
    Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Jede tägliche Portion weißer Reis war mit einem um 11 % höheren Diabetesrisiko verbunden; am stärksten in China/Japan.

    Qualität raffinierter Kohlenhydrate.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Weißen Reis mit Diabetes in Beziehung setzen

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Metaanalyse von 7 Kohorten

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    352.384 Erwachsene

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Höhere Reisaufnahme mit Diabetes verbunden

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    RR 1,11 pro tägliche Portion; RR 1,55 höchste vs. niedrigste Kategorie in asiatischen Kohorten; etwa 167 zusätzliche Fälle pro 100.000 Menschen und Jahr pro tägliche Portion (Schätzung der Autorinnen und Autoren)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Große tägliche Reisportionen könnten das Diabetesrisiko erhöhen

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Nur 4 Studien; beobachtend; insgesamt hohe Heterogenität; kein Protokoll; Ergebnisse für westliche Länder nicht signifikant

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht dem unbegrenzten Reis im System

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Mittel

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kann keine Kausalität zeigen

    Wissenschaftliche Details →

Regionale Einordnung

Deutschland / EU

EU-/deutsche Empfehlungen raten zu >=30 g Ballaststoffen/Tag und Vollkorn; im Einklang.

Ägypten

Die hohe Diabetesprävalenz in Ägypten macht die Kohlenhydratqualität relevant; dieselbe Logik gilt für weißen Reis, Zucker und Säfte, die das System erlaubt.

Was gilt in meinem Land?

Allgemeine wissenschaftliche Bewertung

Überwiegend richtig Ballaststoffe und Vollkorn schützen; das Archiv liegt bei der Richtung richtig, wendet die Logik aber nur auf Weizen an.

Für diese Aussage sind folgende Bereiche der Lebensmittelsicherheit relevant:

  • Pestizide und Pestizidrückstände
  • Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat)
  • Mykotoxine (Schimmelpilzgifte)

Getreide und Reis

Wählen Sie ein Land, um die geprüften Informationen dafür zu sehen.

Aussagegrenzen: Rechtliche Regeln beschreiben, was erlaubt ist, nicht, was jedes einzelne Lebensmittel enthält. Messdaten stammen aus Stichproben und sind nur mit ihren Methodenangaben aussagekräftig.

Aufenthalts- bzw. Einkaufsland Mit anderem Land vergleichen

Quellenverzeichnis

  1. Glycemic index, glycemic load, and risk of type 2 diabetes: results from 3 large US cohorts and an updated meta-analysis.. Bhupathiraju SN et al.. Am J Clin Nutr 2014 · PMID 24787496 · DOI 10.3945/ajcn.113.079533
  2. Dietary fibre and incidence of type 2 diabetes in eight European countries: the EPIC-InterAct Study and a meta-analysis of prospective studies.. InterAct Consortium. Diabetologia 2015 · PMID 26021487 · DOI 10.1007/s00125-015-3585-9
  3. Whole grain, bran, and germ intake and risk of type 2 diabetes: a prospective cohort study and systematic review.. de Munter JS et al.. PLoS Med 2007 · PMID 17760498 · DOI 10.1371/journal.pmed.0040261
  4. Glycemic index, glycemic load, and dietary fiber intake and incidence of type 2 diabetes in younger and middle-aged women.. Schulze MB et al.. Am J Clin Nutr 2004 · PMID 15277155 · DOI 10.1093/ajcn/80.2.348
  5. Is there a dose-response relation of dietary glycemic load to risk of type 2 diabetes? Meta-analysis of prospective cohort studies.. Livesey G et al.. Am J Clin Nutr 2013 · PMID 23364021 · DOI 10.3945/ajcn.112.041467
  6. Glycemic index, glycemic load, and chronic disease risk--a meta-analysis of observational studies.. Barclay AW et al.. Am J Clin Nutr 2008 · PMID 18326601 · DOI 10.1093/ajcn/87.3.627
  7. Whole grain and refined grain consumption and the risk of type 2 diabetes: a systematic review and dose-response meta-analysis of cohort studies.. Aune D et al.. Eur J Epidemiol 2013 · PMID 24158434 · DOI 10.1007/s10654-013-9852-5
  8. Carbohydrate quality and human health: a series of systematic reviews and meta-analyses.. Reynolds A et al.. Lancet 2019 · PMID 30638909 · DOI 10.1016/S0140-6736(18)31809-9
  9. A prospective study of dietary glycemic load, carbohydrate intake, and risk of coronary heart disease in US women.. Liu S et al.. Am J Clin Nutr 2000 · PMID 10837285 · DOI 10.1093/ajcn/71.6.1455
  10. Relation between a diet with a high glycemic load and plasma concentrations of high-sensitivity C-reactive protein in middle-aged women.. Liu S et al.. Am J Clin Nutr 2002 · PMID 11864854 · DOI 10.1093/ajcn/75.3.492
  11. Dietary glycemic load and index and risk of coronary heart disease in a large italian cohort: the EPICOR study.. Sieri S et al.. Arch Intern Med 2010 · PMID 20386010 · DOI 10.1001/archinternmed.2010.15
  12. White rice consumption and risk of type 2 diabetes: meta-analysis and systematic review.. Hu EA et al.. BMJ 2012 · PMID 22422870 · DOI 10.1136/bmj.e1454

← Zurück zur Übersicht