Quellen und Methodik

Wie wir vorgegangen sind – und wo die Grenzen dieser Prüfung liegen.

  1. Primärquellen
  2. Wer hat was gesagt? Quellenstatus
  3. Verifikation der zitierten Studien
  4. Unabhängige Gegenprüfung
  5. Bewertung von Studien und Aussagen
  6. Grenzen
  7. Studienregister
  8. Quellen der Fallstudie EU/Deutschland – Ägypten

Primärquellen

Am 25. Oktober 2026 haben wir folgende öffentlich zugängliche Quellen gesichert und ausgewertet:

Die Transkripte stammen laut Archiv aus YouTube-Untertiteln oder einer KI-Transkription. Sie enthalten keine Zeitstempel, können Fehler enthalten und unterscheiden nicht immer zwischen verschiedenen Sprechenden. Die Videos selbst haben wir nicht einzeln angesehen.

Wer hat was gesagt? Quellenstatus

Jede Aussage trägt einen Quellenstatus:

Verifikation der zitierten Studien

Alle 339 vom Archiv zitierten Studien wurden automatisch mit der Datenbank PubMed (über die offizielle Schnittstelle der US National Library of Medicine) bzw. mit Crossref abgeglichen: Existenz, Titel, Jahr, Fachzeitschrift, DOI, Rückzug und Korrekturhinweise.

Unabhängige Gegenprüfung

Für jede Aussage haben wir zusätzlich unabhängige Evidenz gesucht: systematische Reviews, Metaanalysen, randomisierte Studien, große Kohortenstudien, Leitlinien und Stellungnahmen von Behörden und Fachgesellschaften (u. a. WHO, EFSA, BfR, BVL, EU-Kommission, IARC, ADA/EASD, NHS). Jede hinzugefügte Studie wurde ebenfalls über PubMed geprüft, jede Behördenseite tatsächlich abgerufen. Wir haben ausdrücklich auch nach Belegen gesucht, die Elawadys Position stützen. Die Suchprotokolle sind im Projekt dokumentiert.

Bewertung von Studien und Aussagen

Die Grundlagen erklären wir unter Wissenschaft verstehen. Kurz:

Grenzen

Studienregister

IDAutorinnen und Autoren / TitleJahrDOI / PMIDStudiendesignPopulationErgebnisse7. SchwächenMethodische QualitätBehauptungen
A-ABX-01Association of antibiotics in infancy with early childhood obesity.
Bailey LC, Forrest CB, Zhang P et al.
2014PMID 25265089
DOI 10.1001/jamapediatrics.2014.1539
KohortenstudieKinder im Hausarztnetz des CHOPKinder mit 4 oder mehr Antibiotikabehandlungen vor dem 2. Lebensjahr hatten eine um etwa 11 % höhere Wahrscheinlichkeit für Adipositas.Beobachtungsstudie; Residual Confounding; Infektionen könnten als Störfaktor wirkenmoderatC-ABX-05
A-ABX-02Infant antibiotic exposures and early-life body mass.
Trasande L, Blustein J, Liu M et al.
2013PMID 22907693
DOI 10.1038/ijo.2012.132
KohortenstudieKinder mit Geburtsgewicht >=2500 g, geboren in Avon, Vereinigtes Königreich, 1991–1992 (92,6 % weiß; etwas wohlhabender als die britische Bevölkerung; 85 % der infrage kommenden Geburten erfasst)Antibiotika vor dem 6. Lebensmonat waren mit einer etwas höheren Körpermasse im späteren Alter verbunden.Erinnerung der Eltern an den Antibiotikagebrauch über 3–9 Monate; keine Art, Dosis oder Verabreichungsweg; Confounding durch die Indikation (Infektionen) nicht behandelt; Residual Confounding von den Autoren eingeräumtmoderatC-ABX-05
A-ABX-03Altering the intestinal microbiota during a critical developmental window has lasting metabolic consequences.
Cox LM, Yamanishi S, Sohn J et al.
2014PMID 25126780
DOI 10.1016/j.cell.2014.05.052
TierstudieLabormäuse (C57BL/6J, männlich und weiblich; keimfreie weibliche Swiss-Webster-Empfänger)Niedrig dosiertes Penicillin im frühen Leben machte Mäuse über ihre Darmbakterien dicker.Mäuse; sehr kleine Gruppen (3–10) mit vielen t-Tests und ohne Korrektur für Multiplizität; Subtherapeutische kontinuierliche Dosierung (Leistungsförderer-Modell), anders als kurze therapeutische Behandlungen beim MenschenmoderatC-ABX-05 C-RES-05
A-ABX-04Antibiotic exposure in the first two years of life and development of asthma and other allergic diseases by 7.5 yr: a dose-dependent relationship.
Hoskin-Parr L, Teyhan A, Blocker A et al.
2013PMID 24299467
DOI 10.1111/pai.12153
KohortenstudieKinderMehr Antibiotikabehandlungen waren mit mehr Asthma im Alter von 7 Jahren verbunden.Angaben der Mütter; Protopathischer Bias wahrscheinlichmoderatC-ABX-06
A-ABX-05Antibiotic exposure by 6 months and asthma and allergy at 6 years: Findings in a cohort of 1,401 US children.
Risnes KR, Belanger K, Murk W et al.
2011PMID 21190986
DOI 10.1093/aje/kwq400
KohortenstudieKinder in den USAAntibiotika vor dem 6. Lebensmonat waren mit Asthma im Alter von 6 Jahren verbunden.Klein; Zwei Korrekturen (Errata)moderatC-ABX-06
A-ABX-06Antibiotic use in children is associated with increased risk of asthma.
Marra F, Marra CA, Richardson K et al.
2009PMID 19255032
DOI 10.1542/peds.2008-1146
KohortenstudieGeburten in British Columbia 1997–2003Antibiotika im Säuglingsalter waren mit einem leicht erhöhten Asthmarisiko verbunden.Kein GeschwistervergleichmoderatC-ABX-06
A-ABX-07Antibiotics associated with increased risk of new-onset Crohn's disease but not ulcerative colitis: a meta-analysis.
Ungaro R, Bernstein CN, Gearry R et al.
2014PMID 25223575
DOI 10.1038/ajg.2014.246
Metaanalyse7208 Patientinnen und Patienten mit CEDAntibiotika-Exposition war mit höheren Odds für Morbus Crohn verbunden, besonders bei Kindern.Nur Beobachtungsstudien; Heterogenität nicht im AbstractmoderatC-ABX-07
A-ABX-08Antibiotic exposure and IBD development among children: a population-based cohort study.
Kronman MP, Zaoutis TE, Haynes K et al.
2012PMID 23008454
DOI 10.1542/peds.2011-3886
KohortenstudieKinder im Vereinigten KönigreichCED kam nach gegen Anaerobier wirksamen Antibiotika häufiger vor, aber die absoluten Raten blieben niedrig.Protopathischer Bias möglichmoderatC-ABX-07
A-ABX-09Incomplete recovery and individualized responses of the human distal gut microbiota to repeated antibiotic perturbation.
Dethlefsen L, Relman DA
2011PMID 20847294
DOI 10.1073/pnas.1000087107
Fallserie / Fallbericht3 gesunde ErwachseneBei 3 Personen veränderten sich die Darmbakterien schnell und kehrten nicht vollständig in den ursprünglichen Zustand zurück.n=3; Keine klinischen EndpunktemoderatC-ABX-04
A-ABX-10Short-term antibiotic treatment has differing long-term impacts on the human throat and gut microbiome.
Jakobsson HE, Jernberg C, Andersson AF et al.
2010PMID 20352091
DOI 10.1371/journal.pone.0009836
KohortenstudieBehandelte Erwachsene vs. unbehandelte KontrollenVeränderungen und Resistenzgene blieben bei manchen Menschen bis zu 4 Jahre bestehen.KleinmoderatC-ABX-04
A-ABX-11Natural history of the infant gut microbiome and impact of antibiotic treatment on bacterial strain diversity and stability.
Yassour M, Vatanen T, Siljander H et al.
2016PMID 27306663
DOI 10.1126/scitranslmed.aad0917
Kohortenstudie39 KinderKinder, die Antibiotika bekamen, hatten weniger vielfältige Darmbakterien.n=39moderatC-ABX-04
A-ABX-12Meta-analysis of antibiotics and the risk of community-associated Clostridium difficile infection.
Brown KA, Khanafer N, Daneman N et al.
2013PMID 23478961
DOI 10.1128/AAC.02176-12
MetaanalyseNicht hospitalisiertEinige Antibiotika (z. B. Clindamycin) erhöhen das C.-difficile-Risiko stark; Tetracycline taten es nicht.Wenige StudienmoderatC-ABX-09
A-ABX-13Azithromycin and the risk of cardiovascular death.
Ray WA, Murray KT, Hall K et al.
2012PMID 22591294
DOI 10.1056/NEJMoa1003833
KohortenstudieVersicherte von Tennessee Medicaid im Alter von 30–74 Jahren ohne lebensbedrohliche nicht kardiovaskuläre Erkrankung (Azithromycin-Anwender 77,5 % Frauen, Durchschnittsalter 48,6)Azithromycin war im Vergleich zu Amoxicillin mit etwa 47 zusätzlichen Herztodesfällen pro Million Behandlungen verbunden.Beobachtungsstudie; Residual Confounding (Rauchen, BMI, Schwere der Infektion) möglich, wie eingeräumt; Geringe Ereigniszahlen (29 kardiovaskuläre Todesfälle unter Azithromycin)hochC-ABX-08
A-ABX-14Increased risk of achilles tendon rupture with quinolone antibacterial use, especially in elderly patients taking oral corticosteroids.
van der Linden PD, Sturkenboom MC, Herings RM et al.
2003PMID 12912715
DOI 10.1001/archinte.163.15.1801
Fall-Kontroll-StudieHausarztpatientinnen und -patienten im Vereinigten KönigreichDie aktuelle Einnahme von Chinolonen war mit etwa 4-fach höheren Odds für einen Achillessehnenriss verbunden.Fall-Kontroll-StudiemoderatC-ABX-09
A-ABX-15Risk of Aortic Dissection and Aortic Aneurysm in Patients Taking Oral Fluoroquinolone.
Lee CC, Lee MT, Chen YS et al.
2015PMID 26436523
DOI 10.1001/jamainternmed.2015.5389
Fall-Kontroll-Studie1 Million VersicherteDie aktuelle Anwendung war mit einem höheren Risiko für seltene Aortenereignisse verbunden.BeobachtungsstudiemoderatC-ABX-09
A-ABX-16Fluoroquinolone use and risk of aortic aneurysm and dissection: nationwide cohort study.
Pasternak B, Inghammar M, Svanström H
2018PMID 29519881
DOI 10.1136/bmj.k678
KohortenstudieBehandlungsepisodenEtwa 82 zusätzliche Fälle pro Million Behandlungen im Vergleich zu Amoxicillin.BeobachtungsstudiehochC-ABX-09
A-ABX-17Antibiotic use in relation to the risk of breast cancer.
Velicer CM, Heckbert SR, Lampe JW et al.
2004PMID 14970061
DOI 10.1001/jama.291.7.827
Fall-Kontroll-StudieFrauen >19 JahreMehr Antibiotika-Anwendung war mit Brustkrebs verbunden, aber Ursache und Wirkung ließen sich nicht bestimmen.Minimale Adjustierung; Confounding durch die IndikationniedrigC-ABX-10
A-ABX-18Global burden of bacterial antimicrobial resistance in 2019: a systematic analysis.
Antimicrobial Resistance Collaborators
2022PMID 35065702
DOI 10.1016/S0140-6736(21)02724-0
RisikobewertungWeltweitEtwa 1,27 Millionen Todesfälle wurden 2019 direkt durch resistente Bakterien verursacht.Modellbasiert; spärliche Daten in vielen LändernhochC-ABX-02 C-ABX-03 C-ABX-12
A-ABX-19Prevalence of Inappropriate Antibiotic Prescriptions Among US Ambulatory Care Visits, 2010-2011.
Fleming-Dutra KE, Hersh AL, Shapiro DJ et al.
2016PMID 27139059
DOI 10.1001/jama.2016.4151
QuerschnittsstudieAmbulante Arztbesuche in den USAEtwa 30 % der ambulanten Antibiotika-Verordnungen wurden als unnötig eingestuft.Angemessenheit geschätzt, nicht anhand von Patientenakten geprüfthochC-ABX-01 C-ABX-12
A-ABX-20Effect of antibiotic prescribing in primary care on antimicrobial resistance in individual patients: systematic review and meta-analysis.
Costelloe C, Metcalfe C, Lovering A et al.
2010PMID 20483949
DOI 10.1136/bmj.c2096
MetaanalysePatientinnen und PatientenNach einem Antibiotikum sind resistente Bakterien über Monate häufiger.Überwiegend BeobachtungsstudienmoderatC-ABX-01
A-ABX-21Risk of meticillin resistant Staphylococcus aureus and Clostridium difficile in patients with a documented penicillin allergy: population based matched cohort study.
Blumenthal KG, Lu N, Zhang Y et al.
2018PMID 29950489
DOI 10.1136/bmj.k2400
KohortenstudieErwachsene im Vereinigten KönigreichMenschen mit eingetragener Penicillinallergie hatten mehr MRSA und C. difficile, teilweise wegen alternativer Antibiotika.BeobachtungsstudiehochC-ABX-09
A-BAR-01Perioperative safety in the longitudinal assessment of bariatric surgery.
Longitudinal Assessment of Bariatric Surgery (LABS) Consortium, Flum DR, Belle SH et al.
2009PMID 19641201
DOI 10.1056/NEJMoa0901836
KohortenstudieErwachsene mit extremer Adipositas (medianer BMI 46,5), bei denen erstmals ein RYGB oder LAGB durchgeführt wurdeEtwa 3 von 1000 Patientinnen und Patienten starben innerhalb von 30 Tagen; 4,3 % hatten eine schwere Komplikation.Nur 30-Tage-Endpunkte; Schlauchmagen (n=117) von den Endpunktanalysen ausgeschlossenhochC-BAR-01
A-BAR-02Effects of bariatric surgery on mortality in Swedish obese subjects.
Sjöström L, Narbro K, Sjöström CD et al.
2007PMID 17715408
DOI 10.1056/NEJMoa066254
KohortenstudieErwachsene mit Adipositas in SchwedenÜber etwa 11 Jahre hatten Operierte ein um rund 24-29 % niedrigeres Sterberisiko als gematchte Kontrollpersonen.Nicht randomisiert (Selbstselektion); Überwiegend ältere Verfahren (VBG, Magenband); wenige Bypässe, kein SchlauchmagenmoderatC-BAR-01 C-BAR-12
A-BAR-03Long-term mortality after gastric bypass surgery.
Adams TD, Gress RE, Smith SC et al.
2007PMID 17715409
DOI 10.1056/NEJMoa066603
KohortenstudieSchwer adipöse Erwachsene, UtahDie Todesfälle insgesamt waren nach der Operation um 40 % niedriger, während Todesfälle durch Unfälle und Suizid häufiger waren (11,1 vs. 6,4 pro 10.000 Personenjahre).Retrospektiv; Kontrollen aus dem Führerscheinregister mit begrenzten Gesundheitsdaten; Residual Confounding (verbleibende Störfaktoren)moderatC-BAR-01 C-BAR-07 C-BAR-12
A-BAR-04Weight and Metabolic Outcomes 12 Years after Gastric Bypass.
Adams TD, Davidson LE, Litwin SE et al.
2017PMID 28930514
DOI 10.1056/NEJMoa1700459
KohortenstudieErwachsene von 18–72 Jahren mit schwerer Adipositas (mittlerer Ausgangs-BMI etwa 45–47; 84 % Frauen in der Operationsgruppe)Die Hälfte der Patientinnen und Patienten mit Diabetes war nach 12 Jahren noch in Remission; neuer Diabetes war etwa 90 % seltener als bei nicht Operierten.Nicht randomisiert; Residual Confounding (verbleibende Störfaktoren) von den Autorinnen und Autoren eingeräumt; Kleine Untergruppe mit Diabetes (n=84–88) mit breiten KIs für die Remissions-ORsmoderatC-BAR-08 C-BAR-14
A-BAR-05Life Expectancy after Bariatric Surgery in the Swedish Obese Subjects Study.
Carlsson LMS, Sjöholm K, Jacobson P et al.
2020PMID 33053284
DOI 10.1056/NEJMoa2002449
KohortenstudieSchwedische Erwachsene mit Adipositas; Referenzstichprobe aus der AllgemeinbevölkerungOperierte lebten etwa 3 Jahre länger als nicht operierte Menschen mit Adipositas, aber immer noch etwa 5,5 Jahre kürzer als die Allgemeinbevölkerung (nicht Operierte: etwa 8,5 Jahre kürzer).Nicht randomisiert; Alte Verfahren; wenige Daten zum SchlauchmagenmoderatC-BAR-01 C-BAR-09 C-BAR-10 C-BAR-12
A-BAR-06Seven-Year Weight Trajectories and Health Outcomes in the Longitudinal Assessment of Bariatric Surgery (LABS) Study.
Courcoulas AP, King WC, Belle SH et al.
2018PMID 29214306
DOI 10.1001/jamasurg.2017.5025
KohortenstudieUS-Erwachsene, bei denen eine Adipositasoperation durchgeführt wurdeEtwa 60 % der Bypass-Patientinnen und -Patienten mit Diabetes waren nach 7 Jahren noch in Remission.Keine nicht operierte Kontrollgruppe; Kein SchlauchmagenmoderatC-BAR-08
A-BAR-07Effect of Laparoscopic Sleeve Gastrectomy vs Roux-en-Y Gastric Bypass on Weight Loss, Comorbidities, and Reflux at 10 Years in Adult Patients With Obesity: The SLEEVEPASS Randomized Clinical Trial.
Salminen P, Grönroos S, Helmiö M et al.
2022PMID 35731535
DOI 10.1001/jamasurg.2022.2229
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene von 18-60 Jahren mit schwerer Adipositas (medianer BMI 44,6)Eine Ösophagitis fand sich bei 31 % nach Schlauchmagen vs. 7 % nach Bypass; Barrett-Ösophagus lag in beiden Gruppen bei 4 %.77 % durchgeführte Endoskopien; Kein nicht operierter ArmhochC-BAR-02 C-BAR-03 C-BAR-04 C-BAR-10 C-BAR-14
A-BAR-08Reflux, Sleeve Dilation, and Barrett's Esophagus after Laparoscopic Sleeve Gastrectomy: Long-Term Follow-Up.
Felsenreich DM, Kefurt R, Schermann M et al.
2017PMID 28593484
DOI 10.1007/s11695-017-2748-9
Fallserie / FallberichtSG-Patientinnen und -Patienten ohne präoperativen symptomatischen Reflux oder HiatushernieViele Patientinnen und Patienten hatten Reflux und 15 % Barrett-Veränderungen, aber die Studie war sehr klein.Sehr klein; Frühe SG-TechnikniedrigC-BAR-02 C-BAR-04
A-BAR-09Systematic Endoscopy 5 Years After Sleeve Gastrectomy Results in a High Rate of Barrett's Esophagus: Results of a Multicenter Study.
Sebastianelli L, Benois M, Vanbiervliet G et al.
2019PMID 30666544
DOI 10.1007/s11695-019-03704-y
QuerschnittsstudieSG-Patientinnen und -Patienten ohne präoperativen BarrettEtwa 1 von 5 hatte Barrett-Veränderungen; Refluxbeschwerden stiegen von 22 % auf 76 %.Klein; Keine KontrolleniedrigC-BAR-02 C-BAR-03 C-BAR-04
A-BAR-10Causes of small bowel obstruction after Roux-en-Y gastric bypass: a review of 2,395 cases at a single institution.
Elms L, Moon RC, Varnadore S et al.
2014PMID 24380988
DOI 10.1007/s00464-013-3361-1
Fallserie / FallberichtLRYGB-Patientinnen und -PatientenEtwa 4 von 100 Patientinnen und Patienten brauchten wegen eines möglichen Darmverschlusses eine weitere Operation.Einzelnes Zentrum; RetrospektivniedrigC-BAR-14
A-BAR-11Risk Factors for Marginal Ulcer After Gastric Bypass Surgery for Obesity: A Population-based Cohort Study.
Sverdén E, Mattsson F, Sondén A et al.
2016PMID 26106845
DOI 10.1097/SLA.0000000000001300
KohortenstudieMagenbypass-Patientinnen und -PatientenDiabetes und frühere Geschwüre erhöhten das Risiko für Geschwüre an der neuen Magenverbindung.RegisterdatenmoderatC-BAR-14
A-BAR-12Early complications after laparoscopic gastric bypass surgery: results from the Scandinavian Obesity Surgery Registry.
Stenberg E, Szabo E, Agren G et al.
2014PMID 24374541
DOI 10.1097/SLA.0000000000000431
KohortenstudiePatientinnen und Patienten mit primärem LRYGBSchwere Komplikationen 3,4 %; Todesfälle innerhalb von 90 Tagen 4 von 10.000.Nur kurzfristighochC-BAR-01
A-BAR-13Prevalence of alcohol use disorders before and after bariatric surgery.
King WC, Chen JY, Mitchell JE et al.
2012PMID 22710289
DOI 10.1001/jama.2012.6147
KohortenstudieErwachsene (78,8 % weiblich, 87,0 % weiß, medianes Alter 47, medianer BMI 45,8) mit einem ersten adipositaschirurgischen Eingriff (69,9 % RYGB, 25,2 % LAGB, 2,6 % Schlauchmagen, 1,5 % Banded Bypass, 0,8 % BPD-DS)Symptome einer Alkoholkonsumstörung stiegen von 7,6 % vor der Operation auf 9,6 % im zweiten Jahr, vor allem nach Magenbypass.Keine nicht-chirurgische Kontrollgruppe (Autorinnen und Autoren); Selbstauskunft; mögliche Untererfassung vor der Operation und nach Auslösen einer Sicherheitsüberweisung (Autorinnen und Autoren)moderatC-BAR-07
A-BAR-14Alcohol and other substance use after bariatric surgery: prospective evidence from a U.S. multicenter cohort study.
King WC, Chen JY, Courcoulas AP et al.
2017PMID 28528115
DOI 10.1016/j.soard.2017.03.021
KohortenstudieErwachsene mit schwerer Adipositas und erstem RYGB oder LAGB (79,2 % Frauen, medianes Alter 47, medianer BMI 45,6, 87,0 % weiß)Jede fünfte Bypass-Patientin bzw. jeder fünfte Bypass-Patient berichtete innerhalb von 5 Jahren neue Symptome eines Alkoholproblems.Keine nicht-chirurgische Kontrollgruppe und keine Randomisierung; die Befunde lassen sich nicht zwingend der Operation zuschreiben (Autorinnen und Autoren); Haltequote 66–78 % pro Jahr; MAR-AnnahmemoderatC-BAR-07 C-BAR-14
A-BAR-15Self-harm Emergencies After Bariatric Surgery: A Population-Based Cohort Study.
Bhatti JA, Nathens AB, Thiruchelvam D et al.
2016PMID 26444444
DOI 10.1001/jamasurg.2015.3414
KohortenstudieErwachsene in Ontario mit Adipositasoperation (98,5 % Magenbypass)Notaufnahmebesuche wegen Selbstverletzung stiegen nach der Operation von 2,33 auf 3,63 pro 1000 Patientenjahre.Zeitliche Trends nicht kontrolliert; Nur MagenbypassmoderatC-BAR-07
A-BAR-16Risk of suicide and non-fatal self-harm after bariatric surgery: results from two matched cohort studies.
Neovius M, Bruze G, Jacobson P et al.
2018PMID 29329975
DOI 10.1016/S2213-8587(17)30437-0
KohortenstudieSchwedische Erwachsene mit Adipositas, die abnehmen wollten. SOS: Alter 37–60, BMI >=34 (Männer)/>=38 (Frauen), ohne Drogen-/Alkoholmissbrauch und psychiatrische Kontraindikationen. SOReg/Itrim: Alter >=18, BMI 30–49,9Selbstverletzung und Suizid waren nach der Operation häufiger, aber die absoluten Risiken waren gering.Nicht randomisiert; Selektionsbias und Residual Confounding eingeräumt (Selbstverletzung in der Vorgeschichte häufiger in der SOS-Operationsgruppe: 3,4 % gegenüber 1,9 %); Itrim-Teilnehmende bezahlten die Behandlung (sozioökonomische Selektion), teilweise durch Adjustierung berücksichtigtmoderatC-BAR-01 C-BAR-07
A-BAR-17Risk of fracture after bariatric surgery in the United Kingdom: population based, retrospective cohort study.
Lalmohamed A, de Vries F, Bazelier MT et al.
2012PMID 22867649
DOI 10.1136/bmj.e5085
KohortenstudieErwachsene im Vereinigten Königreich mit BMI>=30Kein signifikanter Anstieg der Knochenbrüche in den ersten 2-3 Jahren.Mittlere Nachbeobachtung 2,2 Jahre; Wahrscheinlich viele Magenband-EingriffemoderatC-BAR-06
A-BAR-18Bone loss after bariatric surgery: discordant results between DXA and QCT bone density.
Yu EW, Bouxsein ML, Roy AE et al.
2014PMID 23929784
DOI 10.1002/jbmr.2063
KohortenstudieKrankhaft adipöse ErwachseneDie Knochendichte der Wirbelsäule sank in einem Jahr um etwa 3 %; der in der DXA gesehene Verlust an der Hüfte bestätigte sich im CT nicht.Klein; 1 JahrmoderatC-BAR-06
A-BAR-19Bone Density and Trabecular Morphology at Least 10 Years After Gastric Bypass and Gastric Banding.
Lindeman KG, Rushin CC, Cheney MC et al.
2020PMID 32663365
DOI 10.1002/jbmr.4112
Querschnittsstudie25 RYGB, 25 AGB, BMI-gematchte KontrollpersonenBypass-Patientinnen und -Patienten hatten eine schwächere Knochenstruktur als gleich schwere Menschen; Magenband-Patientinnen und -Patienten nicht.Klein; QuerschnittsstudiemoderatC-BAR-06
A-BAR-20Bariatric surgery and long-term nutritional issues.
Lupoli R, Lembo E, Saldalamacchia G et al.
2017PMID 29204255
DOI 10.4239/wjd.v8.i11.464
Narrativer ÜbersichtsartikelAdipositaschirurgische Patientinnen und PatientenMängel sind häufig, lassen sich aber mit lebenslanger Nahrungsergänzung und Kontrolle verhindern.Nicht systematischer narrativer Übersichtsartikel; Auswahl der zitierten Studien nicht beschrieben; Breite Prävalenzspannen aus heterogenen Studien und DefinitionenniedrigC-BAR-05 C-BAR-10
A-BAR-21Nutritional deficiencies after bariatric surgery.
Bal BS, Finelli FC, Shope TR et al.
2012PMID 22525731
DOI 10.1038/nrendo.2012.48
Narrativer ÜbersichtsartikelAdipositaschirurgische Patientinnen und PatientenEiweiß, Vitamine und Mineralstoffe können in einen Mangel geraten; viele Patientinnen und Patienten hatten schon vor der Operation einen Mangel.Nicht systematisch; 2012niedrigC-BAR-05
A-BAR-22Outcomes of pregnancy after bariatric surgery.
Johansson K, Cnattingius S, Näslund I et al.
2015PMID 25714159
DOI 10.1056/NEJMoa1405789
KohortenstudieEinlingsschwangerschaftenWeniger Schwangerschaftsdiabetes und weniger große Babys, aber mehr kleine Babys.Geringe Zahl von TodesfällenmoderatC-BAR-01
A-BAR-23Association of bariatric surgery with long-term remission of type 2 diabetes and with microvascular and macrovascular complications.
Sjöström L, Peltonen M, Jacobson P et al.
2014PMID 24915261
DOI 10.1001/jama.2014.5988
KohortenstudieSOS-Teilnehmende mit Typ-2-Diabetes zu StudienbeginnDie Remission sank nach der Operation von 72 % nach 2 Jahren auf 30 % nach 15 Jahren (Kontrollen: 16 % auf 6,5 %); Diabeteskomplikationen wurden etwa halbiert.Geringe Teilnahme nach 15 Jahren (41-47 %); Nicht randomisiertmoderatC-BAR-08
A-BAR-24Bariatric Surgery versus Intensive Medical Therapy for Diabetes - 5-Year Outcomes.
Schauer PR, Bhatt DL, Kirwan JP et al.
2017PMID 28199805
DOI 10.1056/NEJMoa1600869
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene von 20–60 Jahren mit unkontrolliertem Typ-2-Diabetes (HbA1c >7,0 %) und BMI 27–43; analysierte Patientinnen und Patienten: mittleres Alter 49, 66 % Frauen, HbA1c 9,2 %, BMI 37 (37 % BMI <35), Diabetesdauer 8,4 Jahre, 44 % mit InsulinNach 5 Jahren erreichten 23-29 % der Operierten einen nahezu normalen HbA1c-Wert vs. 5 % mit Medikamenten allein.Ein einzelnes Zentrum, klein; zu geringe Power für harte klinische Endpunkte und für Unterschiede zwischen RYGB und Schlauchmagen (Autorinnen und Autoren); Nicht verblindetmoderatC-BAR-08 C-BAR-10 C-BAR-14
A-CHK-01Multidrug-Resistant Staphylococcus aureus in US Meat and Poultry.
Waters AE, Contente-Cuomo T, Buchhagen J et al.
2011PMID 21498385
DOI 10.1093/cid/cir181
QuerschnittsstudieRindfleisch (Hackfleisch), Hähnchen (Brust, Schenkel), Schweinefleisch (Koteletts, Hackfleisch) und Pute (Hackfleisch, Schnitzel) aus dem Einzelhandel von 80 Marken in 26 LebensmittelgeschäftenFast die Hälfte der Fleischproben trug S. aureus; etwa die Hälfte der Isolate war multiresistent, bei Hähnchen war es jedoch etwa ein Viertel, und auf Hähnchen wurde kein MRSA gefunden.Kleine Stichprobe; die Autoren erklären, sie reiche nicht aus, um die Prävalenz genau zu schätzen; Gelegenheitsstichprobe; Zeitraum der Probenahme nicht berichtetmoderatC-CHK-05
A-CHK-02Dutch patients, retail chicken meat and poultry share the same ESBL genes, plasmids and strains.
Leverstein-van Hall MA, Dierikx CM, Cohen Stuart J et al.
2011PMID 21463397
DOI 10.1111/j.1469-0691.2011.03497.x
QuerschnittsstudieHähnchenfleisch aus dem Einzelhandel, Geflügel, klinische Proben von Menschen aus 31 LaborenDie meisten Hähnchenfleischproben aus dem Handel enthielten ESBL-Bakterien, und viele Isolate von Menschen hatten dieselben Gene und Plasmide.Querschnittsdesign; Übertragungsrichtung nur abgeleitet; Daten von 2009hochC-CHK-05
A-CHK-03Extended-spectrum β-lactamase genes of Escherichia coli in chicken meat and humans, The Netherlands.
Overdevest I, Willemsen I, Rijnsburger M et al.
2011PMID 21762575
DOI 10.3201/eid1707.110209
QuerschnittsstudieHähnchenfleisch aus dem Einzelhandel; Patientinnen und Patienten in 4 KrankenhäusernVier von fünf Hähnchenproben enthielten ESBL-Gene, die denen bei Menschen entsprachen.Richtung nur abgeleitet; Stichprobengrößen nicht im AbstractmoderatC-CHK-05
A-CHK-04Roxarsone, inorganic arsenic, and other arsenic species in chicken: a U.S.-based market basket sample.
Nachman KE, Baron PA, Raber G et al.
2013PMID 23694900
DOI 10.1289/ehp.1206245
Mess-/RückstandsstudieKonventionelles, antibiotikafreies und Bio-Hähnchen aus dem Einzelhandel in 10 US-GroßstadtregionenKonventionelles Hähnchen enthielt etwa dreimal so viel anorganisches Arsen wie Bio-Hähnchen; das geschätzte zusätzliche Krebsrisiko war klein.Speziierung nur in Proben mit Gesamt-As >=10 ug/kg TG (Auswahl von Proben mit höherem Arsengehalt); Nur Brustfleisch; ein einziger Probenahmezeitraum (2010–2011) vor dem Rückzug von Roxarson in den USAmoderatC-CHK-07
A-CHK-05Global trends in antimicrobial use in food animals.
Van Boeckel TP, Brower C, Gilbert M et al.
2015PMID 25792457
DOI 10.1073/pnas.1503141112
SonstigesNutztiere weltweit (Rinder, Hühner, Schweine)Modelle schätzten einen Verbrauch von etwa 63.000 Tonnen im Jahr 2010 mit einem prognostizierten Anstieg um 67 % bis 2030.Hochrechnung aus Daten von Ländern mit hohem Einkommen; Modellunsicherheit größer, als die angegebene SD vermuten lässtmoderatC-CHK-05
A-CHK-06Modern organic and broiler chickens sold for human consumption provide more energy from fat than protein.
Wang Y, Lehane C, Ghebremeskel K et al.
2010PMID 19728900
DOI 10.1017/S1368980009991157
SonstigesGanze Hähnchen und Teilstücke (hautlose Brustfilets, Brust mit Haut, Keulen mit Haut, ganze Vögel mit Haut) von Biohöfen und aus Supermärkten („farmed“ = konventionell); ein wilder Fasan als ReferenzGanze Hähnchen mit Haut lieferten mehr Energie aus Fett als aus Protein; hautlose Brust war mager, und Bio-Hähnchen waren ähnlich.Gesamtstichprobengröße nicht berichtet; sehr kleine Untergruppen (oft n=2–3); Opportunistische Beschaffung einschließlich von Medien gelieferter Proben; kein StichprobenrahmenniedrigC-CHK-11
A-CHK-07Fluoroquinolone-resistant Campylobacter infections: eating poultry outside of the home and foreign travel are risk factors.
Kassenborg HD, Smith KE, Vugia DJ et al.
2004PMID 15095200
DOI 10.1086/381597
Fall-Kontroll-StudiePatientinnen und Patienten mit Campylobacter-Infektion und gematchte KontrollpersonenIm Inland erworbene resistente Infektionen hingen mit dem Verzehr von Hähnchen oder Pute in Restaurants zusammen.Sehr breites KI (nur 33 Paare); Erinnerungsverzerrung (Recall-Bias)moderatC-CHK-05 C-CHK-09
A-CHK-08Fluoroquinolone-resistant Campylobacter species and the withdrawal of fluoroquinolones from use in poultry: a public health success story.
Nelson JM, Chiller TM, Powers JH et al.
2007PMID 17342653
DOI 10.1086/512369
Narrativer ÜbersichtsartikelUSASorgen wegen Resistenzen führten dazu, dass die USA Enrofloxacin 2005 für Geflügel zurückzogen.Narrativ; Autorinnen und Autoren aus US-BehördenmoderatC-CHK-05
A-CHK-09High concentrations of the carcinogen 2-amino-1-methyl-6-phenylimidazo- [4,5-b]pyridine (PhIP) occur in chicken but are dependent on the cooking method.
Sinha R, Rothman N, Brown ED et al.
1995PMID 7553619Mess-/RückstandsstudieHähnchenbrüste und ganze HähnchenDurchgegrillte oder durchgebratene Hähnchenbrust hatte hohe PhIP-Gehalte; geschmortes Hähnchen hatte keine.Daten von 1995; Kein gesundheitlicher EndpunktmoderatC-CHK-10
A-CHK-10A large prospective study of meat consumption and colorectal cancer risk: an investigation of potential mechanisms underlying this association.
Cross AJ, Ferrucci LM, Risch A et al.
2010PMID 20215514
DOI 10.1158/0008-5472.CAN-09-3929
KohortenstudieErwachsene in den USARotes und verarbeitetes Fleisch sowie einige beim Garen entstehende Mutagene waren mit Darmkrebs verbunden.Selbstangaben zur Zubereitung; Schätzungen aus Datenbanken; Rotes/verarbeitetes Fleisch, nicht GeflügelmoderatC-CHK-10
A-CHK-11Emergence of plasmid-mediated colistin resistance mechanism MCR-1 in animals and human beings in China: a microbiological and molecular biological study.
Liu YY, Wang Y, Walsh TR et al.
2016PMID 26603172
DOI 10.1016/S1473-3099(15)00424-7
SonstigesE. coli und K. pneumoniae aus Nutztieren, Rohfleisch und von stationären Patientinnen und Patienten in fünf ProvinzenEin übertragbares Gen, das Bakterien gegen das Reserveantibiotikum Colistin resistent macht, wurde in Tieren, Fleisch und bei einigen Patientinnen und Patienten gefunden.Surveillance nur in China; Indexstamm von einem Schwein; Anteil bei Geflügel im Abstract nicht angegebenhochC-CHK-05
A-CHK-12Consumption of meat and dairy and lymphoma risk in the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition.
Rohrmann S, Linseisen J, Jakobsen MU et al.
2011PMID 20473877
DOI 10.1002/ijc.25387
KohortenstudieEuropäische ErwachseneInsgesamt kein Zusammenhang; Geflügel war mit einigen Lymphom-Subtypen verbunden, möglicherweise zufällig.Viele Subgruppentests; Autorinnen und Autoren halten Zufall für plausibelmoderatC-CHK-01
A-CHK-13Human infections with the emerging avian influenza A H7N9 virus from wet market poultry: clinical analysis and characterisation of viral genome.
Chen Y, Liang W, Yang S et al.
2013PMID 23623390
DOI 10.1016/S0140-6736(13)60903-4
Fallserie / FallberichtVier stationäre Krankenhauspatienten (3 Männer, 1 Frau; Alter 39–68, Mittelwert 56) mit laborbestätigter H7N9-Pneumonie in drei Krankenhäusern in Zhejiang; 86 Vögel (20 Hühner, 4 Wachteln, 5 Tauben, 57 Enten) von sechs epidemiologisch verknüpften LebendtiermärktenVier Patientinnen und Patienten steckten sich nach Kontakt mit lebendem Geflügel mit H7N9 an; zwei starben.Nur vier Patienten, alle schwere hospitalisierte Fälle (Auswahl zugunsten schwerer Verläufe); Genomvergleich für nur ein Paar Mensch–HuhnmoderatC-CHK-13
A-CHK-14MRSA in conventional and alternative retail pork products.
O'Brien AM, Hanson BM, Farina SA et al.
2012PMID 22276147
DOI 10.1371/journal.pone.0030092
QuerschnittsstudieSchweinefleisch aus 36 GeschäftenOhne Antibiotika erzeugtes Schweinefleisch trug genauso oft MRSA wie konventionelles.Schweinefleisch, nicht GeflügelmoderatC-CHK-05
A-CHK-15Lower prevalence of antibiotic-resistant Enterococci on U.S. conventional poultry farms that transitioned to organic practices.
Sapkota AR, Hulet RM, Zhang G et al.
2011PMID 21827979
DOI 10.1289/ehp.1003350
Querschnittsstudie10 konventionelle und 10 neu auf Bio umgestellte GeflügelställeGeflügelställe, die auf Bio umgestellt hatten, hatten deutlich weniger multiresistente Bakterien.Geringe Zahl an Ställen; Stallumgebung, nicht FleischmoderatC-CHK-05
A-CHK-16Poultry Consumption and Arsenic Exposure in the U.S. Population.
Nigra AE, Nachman KE, Love DC et al.
2017PMID 27735790
DOI 10.1289/EHP351
QuerschnittsstudieUS-Teilnehmende ab 6 Jahren mit nicht nachweisbarem ArsenobetainMenschen, die viel Geflügel aßen, hatten etwa 12 % mehr Arsen im Urin.Einmaliges 24-Stunden-Ernährungsprotokoll; QuerschnittsstudiemoderatC-CHK-07
A-CHK-17National Outbreak of Multidrug Resistant Salmonella Heidelberg Infections Linked to a Single Poultry Company.
Gieraltowski L, Higa J, Peralta V et al.
2016PMID 27631492
DOI 10.1371/journal.pone.0162369
Ausbruchsbericht634 Erkrankte mit laborbestätigtem S. Heidelberg (1 von 7 PFGE-Mustern) in 29 Bundesstaaten und Puerto Rico (77 % Kalifornien); medianes Alter 18 Jahre (<1–93)634 Menschen erkrankten an resistenten Salmonellen, die auf Hähnchen eines einzigen Unternehmens zurückverfolgt wurden.Keine formale analytische Studie; Vergleich mit einer älteren Bevölkerungsbefragung (2006–2007); Erinnerungsbias bei Lebensmitteln und Marken (Befragungen Wochen nach Krankheitsbeginn); Markenangaben nur für 175 Fälle verfügbarmoderatC-CHK-05 C-CHK-08 C-CHK-09
A-CHK-18Increased risk of pneumonia in residents living near poultry farms: does the upper respiratory tract microbiota play a role?
Smit LAM, Boender GJ, de Steenhuijsen Piters WAA et al.
2017PMID 28702305
DOI 10.1186/s41479-017-0027-0
Querschnittsstudie(i) 92.548 Hausarztpatienten (70.142 Erwachsene 18–70 J., 22.406 Kinder) in Noord-Brabant, einer Region mit dichter intensiver Tierhaltung; (ii) 126 wegen CAP hospitalisierte Erwachsene nahe Tilburg (26 wohnhaft <1 km, 100 >=1 km von einem Geflügelbetrieb entfernt), keine Antibiotika in den vorangegangenen 2 Wochen, C.-burnetii-negativMenschen, die im Umkreis von etwa 1 km um Geflügelfarmen wohnten, hatten 11 % mehr Lungenentzündungen.Das Kernel-Modell enthält keine Adjustierung für Störfaktoren auf individueller Ebene (z. B. Rauchen, sozioökonomischer Status, Altersstruktur); Die Exposition ist nur die Wohnortentfernung; kein gemessener Feinstaub/Endotoxin; Fehlklassifikation durch Aktivitätsmuster eingeräumtmoderatC-CHK-13
A-CHK-19Broiler chickens, broiler chicken meat, pigs and pork as sources of ExPEC related virulence genes and resistance in Escherichia coli isolates from community-dwelling humans and UTI patients.
Jakobsen L, Spangholm DJ, Pedersen K et al.
2010PMID 20656368
DOI 10.1016/j.ijfoodmicro.2010.06.025
Querschnittsstudie964 E.-coli-IsolateE. coli aus Fleisch hatten ähnliche Virulenzgene wie E. coli von Patientinnen und Patienten mit Harnwegsinfektionen.Nachweis von Genen, kein Beweis einer ÜbertragungmoderatC-CHK-05
A-CHM-01Early detection of anthracycline cardiotoxicity and improvement with heart failure therapy.
Cardinale D, Colombo A, Bacchiani G et al.
2015PMID 25948538
DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.114.013777
KohortenstudieHeterogene erwachsene Kohorte unter anthrazyklinhaltiger ChemotherapieEtwa 9 von 100 Patientinnen und Patienten bekamen einen messbaren Rückgang der Pumpleistung des Herzens, meist innerhalb eines Jahres; die meisten erholten sich mit Herzmedikamenten ganz oder teilweise.Ein einzelnes Zentrum; heterogene Krebsarten; Keine unbehandelte VergleichsgruppemoderatC-CHM-01
A-CHM-02Late cardiac effects of doxorubicin therapy for acute lymphoblastic leukemia in childhood.
Lipshultz SE, Colan SD, Gelber RD et al.
1991PMID 1997853
DOI 10.1056/NEJM199103213241205
KohortenstudieKinder, die 1–15 Jahre zuvor wegen ALL mit Doxorubicin behandelt wurden, in anhaltender RemissionMehr als die Hälfte von 115 Überlebenden einer Leukämie im Kindesalter hatte Auffälligkeiten der Herzfunktion, häufiger bei höheren Dosen.Kleine Stichprobe aus einer einzelnen Einrichtung; Historisch hohe kumulative DosenmoderatC-CHM-01
A-CHM-03Cardiac outcomes in a cohort of adult survivors of childhood and adolescent cancer: retrospective analysis of the Childhood Cancer Survivor Study cohort.
Mulrooney DA, Yeazel MW, Kawashima T et al.
2009PMID 19996459
DOI 10.1136/bmj.b4606
Kohortenstudie5-Jahres-Überlebende einer Krebserkrankung im Kindesalter, diagnostiziert mit <21 Jahren in 1970–1986Überlebende berichteten etwa 6-mal so häufig von Herzschwäche wie ihre Geschwister (1,7 % vs. 0,2 %); 30 Jahre nach der Diagnose hatten etwa 4 % eine Herzschwäche. Das Risiko stieg mit der Anthrazyklin-Dosis und der Bestrahlung des Herzens.Selbst bzw. stellvertretend berichtete Endpunkte; Validierung anhand der Krankenakten versucht, aber aufgegeben (z. B. Akten nur für 103 von 292 Personen mit berichteter CHF beschaffbar); Möglicher Überwachungsbias (exponierte Überlebende werden engmaschiger kontrolliert), der die relativen Risiken erhöht (Autorinnen und Autoren)moderatC-CHM-01 C-CHM-06
A-CHM-04Risk of ischemic heart disease in women after radiotherapy for breast cancer.
Darby SC, Ewertz M, McGale P et al.
2013PMID 23484825
DOI 10.1056/NEJMoa1209825
Fall-Kontroll-StudieFrauen, die 1958–2001 wegen Brustkrebs bestrahlt wurdenJedes zusätzliche Gray durchschnittlicher Herzdosis erhöhte die Rate schwerer koronarer Ereignisse um etwa 7 %.Historische Techniken mit höheren Herzdosen; Fall-Kontroll-DesignhochC-CHM-02 C-CHM-01
A-CHM-05Trastuzumab plus adjuvant chemotherapy for operable HER2-positive breast cancer.
Romond EH, Perez EA, Bryant J et al.
2005PMID 16236738
DOI 10.1056/NEJMoa052122
Randomisierte kontrollierte StudieFrauen mit operativ entferntem HER2-positivem BrustkrebsWeniger Rückfälle und ein Drittel weniger Todesfälle; ernste Herzprobleme bei etwa 3–4 von 100 behandelten Frauen.Zwischenanalyse (ein vorzeitiger Abbruch kann den Effekt überschätzen); Gemeinsame Analyse nachträglich (post hoc) geänderthochC-CHM-01 C-CHM-09
A-CHM-06Breast cancer following radiotherapy and chemotherapy among young women with Hodgkin disease.
Travis LB, Hill DA, Dores GM et al.
2003PMID 12876089
DOI 10.1001/jama.290.4.465
Fall-Kontroll-Studie3.817 Frauen, die eine HD mindestens 1 Jahr überlebten, diagnostiziert im Alter von <=30 Jahren, 1965–1994Das Risiko war bei >=4 Gy an der Brust etwa 3-mal und bei >40 Gy 8-mal so hoch.Breite KI; Historische Mantelfeld-Dosen viel höher als bei moderner Involved-Site-RThochC-CHM-03
A-CHM-07Proportion of second cancers attributable to radiotherapy treatment in adults: a cohort study in the US SEER cancer registries.
Berrington de Gonzalez A, Curtis RE, Kry SF et al.
2011PMID 21454129
DOI 10.1016/S1470-2045(11)70061-4
KohortenstudieErwachsene ab 20 Jahren mit einer ersten invasiven soliden Primärkrebserkrankung an 15 routinemäßig strahlentherapeutisch behandelten Lokalisationen (Mundhöhle/Rachen, Speicheldrüse, Rektum, Anus, Kehlkopf, Lunge, Weichteile, Brust, Gebärmutterhals, Endometrium, Prostata, Hoden [Seminom], Auge/Orbita, Gehirn/ZNS, Schilddrüse), SEER-9-Register, Überleben >=5 JahreEtwa 5 zusätzliche Krebsfälle pro 1.000 behandelte Patientinnen und Patienten innerhalb von 15 Jahren; 8 % der Zweitkrebse bei Bestrahlten.Keine Randomisierung; Confounding durch die Indikation (Autorinnen und Autoren); Keine Daten zu Rauchen, Chemotherapie oder Hormontherapie; höhere RR für rauchbedingte Zweitkrebserkrankungen deuten auf Residual Confounding durch Rauchen hin (Autorinnen und Autoren)moderatC-CHM-03 C-CHM-09
A-CHM-08Endometrial cancer in tamoxifen-treated breast cancer patients: findings from the National Surgical Adjuvant Breast and Bowel Project (NSABP) B-14.
Fisher B, Costantino JP, Redmond CK et al.
1994PMID 8133536
DOI 10.1093/jnci/86.7.527
Randomisierte kontrollierte StudieNodal-negativer ER-positiver invasiver BrustkrebsGebärmutterkrebs etwa 1,6 vs. 0,2 pro 1.000 Frauen pro Jahr; 38 % weniger rückfallartige Ereignisse.Geringe Zahl von Endometrium-Ereignissen; Im Abstract offengelegtes Problem mit der Datenintegrität (gefälschte Datensätze eines Prüfarztes)moderatC-CHM-03 C-CHM-09
A-CHM-09Neuropsychologic impact of standard-dose systemic chemotherapy in long-term survivors of breast cancer and lymphoma.
Ahles TA, Saykin AJ, Furstenberg CT et al.
2002PMID 11786578
DOI 10.1200/JCO.2002.20.2.485
QuerschnittsstudieKrankheitsfreie 5-Jahres-Überlebende von Brustkrebs oder Lymphom39 % der mit Chemotherapie behandelten vs. 14 % der lokal behandelten Überlebenden lagen bei Gedächtnis-/Denktests im untersten Viertel.Kleine Stichprobe; Querschnittlich; kein Ausgangswert vor der BehandlungniedrigC-CHM-04
A-CHM-10Meta-analysis of cognitive functioning in breast cancer survivors previously treated with standard-dose chemotherapy.
Jim HS, Phillips KM, Chait S et al.
2012PMID 22927526
DOI 10.1200/JCO.2011.39.5640
MetaanalyseBrustkrebsüberlebendeBrustkrebsüberlebende schnitten in zwei von acht Denkbereichen etwas schlechter ab.Heterogene Designs; Kleine GesamtstichprobemoderatC-CHM-04
A-CHM-11Reduction in Late Mortality among 5-Year Survivors of Childhood Cancer.
Armstrong GT, Chen Y, Yasui Y et al.
2016PMID 26761625
DOI 10.1056/NEJMoa1510795
KohortenstudieFünfjahresüberlebende von Krebs im Kindesalter, diagnostiziert <21 Jahre mit Leukämie, ZNS-Malignom, Hodgkin-Lymphom, Non-Hodgkin-Lymphom, Wilms-Tumor, Neuroblastom, Weichteilsarkom oder Knochentumor, erstbehandelt 1970–1999 an 31 Einrichtungen in den USA/Kanada (etwa 20 % der in diesem Zeitraum diagnostizierten Kinder in den USA)Die 15-Jahres-Sterberate nach 5 überlebten Jahren sank zwischen den 1970er- und 1990er-Jahren von 12,4 % auf 6,0 %.Beobachtender Vergleich von Behandlungsären; Veränderungen bei unterstützender Versorgung, Screening und medizinischer Versorgung nicht messbar (Autorinnen und Autoren); Gesundheitsbedingte Todesfälle können nicht direkt Behandlungsfolgen zugeschrieben werden (Autorinnen und Autoren)hochC-CHM-06 C-CHM-09 C-CHM-13
A-CHM-12Chronic health conditions in adult survivors of childhood cancer.
Oeffinger KC, Mertens AC, Sklar CA et al.
2006PMID 17035650
DOI 10.1056/NEJMsa060185
KohortenstudieErwachsene mit einer 1970–1986 diagnostizierten Krebserkrankung im Kindesalter62 % hatten mindestens eine chronische Erkrankung und 27,5 % eine schwere.Selbst berichtete Erkrankungen; Historische BehandlungenhochC-CHM-06
A-CHM-13Comprehensive Audiometric Analysis of Hearing Impairment and Tinnitus After Cisplatin-Based Chemotherapy in Survivors of Adult-Onset Cancer.
Frisina RD, Wheeler HE, Fossa SD et al.
2016PMID 27354478
DOI 10.1200/JCO.2016.66.8822
QuerschnittsstudieNordamerikanische männliche Überlebende eines KeimzelltumorsFast 1 von 5 Hodenkrebsüberlebenden hatte einen schweren bis hochgradigen Hörverlust; 40 % hatten Tinnitus.Querschnittlich; Nur eine Krebsart, nur MännermoderatC-CHM-05
A-CHM-14Toxicities Associated with Cisplatin-Based Chemotherapy and Radiotherapy in Long-Term Testicular Cancer Survivors.
Fung C, Dinh P, Ardeshir-Rouhani-Fard S et al.
2018PMID 29670654
DOI 10.1155/2018/8671832
Narrativer ÜbersichtsartikelLangzeitüberlebende von Hodenkrebs (TCS), krankheitsfrei >=5 Jahre nach Primärbehandlung mit cisplatinbasierter Chemotherapie und/oder Strahlentherapie; Carboplatin-Einzeldosis und 1–2 Zyklen BEP im Stadium I ausdrücklich nicht betrachtetDas relative 10-Jahres-Überleben beträgt 95 %; Herzerkrankungen und Zweitkrebse sind die wichtigsten ernsten Spätfolgen.Narrativer Übersichtsartikel; keine systematische Suche, Eignungskriterien oder Bewertung des Biasrisikos; Auswahl der zitierten Studien nicht reproduzierbar; überlappende Registerkohorten in der SMN-Tabelle (Autorinnen und Autoren vermerken die Überlappung)niedrigC-CHM-05 C-CHM-09 C-CHM-13 C-CHM-11
A-CHM-15Clinical-cytogenetic associations in 306 patients with therapy-related myelodysplasia and myeloid leukemia: the University of Chicago series.
Smith SM, Le Beau MM, Huo D et al.
2003PMID 12623843
DOI 10.1182/blood-2002-11-3343
Fallserie / FallberichtSeit 1972 mit t-MDS/t-AML überwiesene Patientinnen und PatientenBei 306 Patientinnen und Patienten betrug das mediane Überleben nach der Diagnose 8 Monate.Kein Nenner; Inzidenz nicht schätzbar; ÜberweisungsbiasniedrigC-CHM-03
A-CHM-16Early palliative care for patients with metastatic non-small-cell lung cancer.
Temel JS, Greer JA, Muzikansky A et al.
2010PMID 20818875
DOI 10.1056/NEJMoa1000678
Randomisierte kontrollierte StudieAmbulante Patientinnen und Patienten mit neu diagnostiziertem metastasiertem NSCLCBessere Lebensqualität, weniger Depression und längeres medianes Überleben (11,6 vs. 8,9 Monate), wenn sie zur Krebsbehandlung hinzukam.Ein einzelnes Zentrum, klein; Überleben ein sekundärer EndpunktmoderatC-CHM-07
A-CHM-17Chemotherapy Use, Performance Status, and Quality of Life at the End of Life.
Prigerson HG, Bao Y, Shah MA et al.
2015PMID 26203912
DOI 10.1001/jamaoncol.2015.2378
KohortenstudieErwachsene (>=20 J.) mit Krebs im Endstadium (Fernmetastasen, refraktär gegenüber >=1 Chemotherapielinie, ärztlich geschätzte Lebenserwartung <=6 Monate) mit einer informellen Pflegeperson; ECOG 0: 2,9 %, 1: 39,1 %, 2: 37,2 %, 3: 18,6 %, 4: 2,2 %Bei Patientinnen und Patienten in noch gutem Zustand war Chemotherapie kurz vor dem Tod mit einer schlechteren Qualität der letzten Woche verbunden.Nicht randomisiert; starkes Confounding durch die Indikation (Personen mit Chemotherapie jünger, fitter, an akademischen Zentren) und keine Adjustierung in den stratumspezifischen Modellen; Nur Verstorbene analysiert (312 von 661 Teilnehmenden); Patientinnen und Patienten, die länger lebten – möglicherweise dank der Behandlung –, sind ausgeschlossenmoderatC-CHM-07
A-CHM-18Aggressiveness of cancer care near the end of life: is it a quality-of-care issue?
Earle CC, Landrum MB, Souza JM et al.
2008PMID 18688053
DOI 10.1200/JCO.2007.15.8253
Narrativer ÜbersichtsartikelKrebspatientinnen und -patienten kurz vor dem Tod (US-Daten)Übersicht über Überversorgung mit Chemotherapie und späte Hospizüberweisung in den USA.Narrativ; keine Zahlen im AbstractniedrigC-CHM-07
A-CHM-19The financial toxicity of cancer treatment: a pilot study assessing out-of-pocket expenses and the insured cancer patient's experience.
Zafar SY, Peppercorn JM, Schrag D et al.
2013PMID 23442307
DOI 10.1634/theoncologist.2012-0279
QuerschnittsstudieVersicherte US-Krebspatientinnen und -patienten, die sich an eine Stiftung zur Zuzahlungshilfe wandten, plus Vergleichsgruppe aus einem Universitätszentrum42 % berichteten eine schwere finanzielle Belastung, und viele ließen Medikamente weg, um Geld zu sparen.Pilotstudie, ausgewählte Stichprobe; US-spezifischniedrigC-CHM-08
A-DRY-01Milk intake and risk of mortality and fractures in women and men: cohort studies.
Michaëlsson K, Wolk A, Langenskiöld S et al.
2014PMID 25352269
DOI 10.1136/bmj.g6015
Kohortenstudie61.433 Frauen im Alter von 39–74 Jahren (Ausgangserhebung 1987–90) und 45.339 Männer im Alter von 45–79 Jahren (Ausgangserhebung 1997) in drei mittelschwedischen Provinzen.Frauen, die 3 oder mehr Gläser am Tag tranken, hatten ein 1,93-fach erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu weniger als 1 Glas (17,7 vs. 10,7 Todesfälle pro 1.000 Personenjahre); sie hatten nicht weniger Hüftbrüche. Joghurt/fermentierte Milch und Käse zeigten das Gegenteil: eine geringere Sterblichkeit.Beobachtungsstudie; Residual Confounding eingeräumt (sozioökonomische Feinheiten; bei Männern ging ein hoher Milchkonsum mit niedrigerer Bildung und mehr Rauchen einher); Umgekehrte Kausalität von den Autorinnen und Autoren nicht ausgeschlossenmoderatC-DRY-02 C-DRY-03 C-DRY-11
A-DRY-02Dairy products, calcium, and prostate cancer risk: a systematic review and meta-analysis of cohort studies.
Aune D, Navarro Rosenblatt DA, Chan DS et al.
2015PMID 25527754
DOI 10.3945/ajcn.113.067157
MetaanalyseMänner in prospektiven Kohorten.Etwa 7 % höheres Risiko pro 400 g Milchprodukte am Tag und 9 % pro 50 g Käse am Tag.Kleine relative Risiken; Mögliche Entdeckungsverzerrung (PSA-Screening)hochC-DRY-04 C-DRY-11
A-DRY-03Dairy products, calcium, and prostate cancer risk in the Physicians' Health Study.
Chan JM, Stampfer MJ, Ma J et al.
2001PMID 11566656
DOI 10.1093/ajcn/74.4.549
KohortenstudieUS-amerikanische ÄrzteMehr als 2,5 Portionen/Tag: 34 % höheres relatives Risiko.Verkürzter Ernährungsfragebogen; Nur eine Erhebung zu StudienbeginnmoderatC-DRY-04
A-DRY-04Consumption of milk and calcium in midlife and the future risk of Parkinson disease.
Park M, Ross GW, Petrovitch H et al.
2005PMID 15781824
DOI 10.1212/01.WNL.0000154532.98495.BF
KohortenstudieJapanisch-amerikanische Männer im Alter von 45–68 Jahren auf HawaiiDie Inzidenz stieg von 6,9 auf 14,9 pro 10.000 Personenjahre.Einzige Ernährungserhebung Jahrzehnte vor dem Endpunkt; Wenige Fälle (128)moderatC-DRY-09
A-DRY-05Dairy products and ovarian cancer: a pooled analysis of 12 cohort studies.
Genkinger JM, Hunter DJ, Spiegelman D et al.
2006PMID 16492930
DOI 10.1158/1055-9965.EPI-05-0484
MetaanalyseFrauen in 12 Kohorten (Nordamerika, Europa)Kein Zusammenhang für Milch, Käse, Joghurt oder Calcium; grenzwertiges Ergebnis nur bei sehr hoher Lactoseaufnahme.Wenige Fälle pro Untergruppe; Nur eine Ernährungserhebung in vielen KohortenhochC-DRY-05
A-DRY-06Milk and lactose intakes and ovarian cancer risk in the Swedish Mammography Cohort.
Larsson SC, Bergkvist L, Wolk A
2004PMID 15531686
DOI 10.1093/ajcn/80.5.1353
KohortenstudieSchwedische Frauen im Alter von 38–76 JahrenSeröser Eierstockkrebs etwa doppelt so häufig bei ≥2 Gläsern Milch/Tag; andere Subtypen ohne Zusammenhang.Wenige Fälle (125 serös); Untergruppenbefund; multiples TestenmoderatC-DRY-05
A-DRY-07High school dietary dairy intake and teenage acne.
Adebamowo CA, Spiegelman D, Danby FW et al.
2005PMID 15692464
DOI 10.1016/j.jaad.2004.08.007
QuerschnittsstudieUS-amerikanische Krankenschwestern (NHS II), die 1998 ihre Ernährung in der Highschool-Zeit und 1989 schwere Akne im Teenageralter angabenMilch insgesamt PR 1,22 (1,03–1,44)Selbst berichtete Akne; Erinnerung an die Ernährung in der Jugend Jahrzehnte später (A-DRY-07)niedrigC-DRY-08
A-DRY-08Milk consumption and acne in adolescent girls.
Adebamowo CA, Spiegelman D, Berkey CS et al.
2006PMID 17083856KohortenstudieMädchen in der Growing Up Today StudyHöchste (≥2 Portionen/Tag) vs. niedrigste (<1/Woche) Kategorie: Milch insgesamt PR 1,20 (1,09–1,31), Vollmilch 1,19 (1,06–1,32), fettarme Milch 1,17 (1,04–1,31), Magermilch 1,19 (1,08–1,31).Selbst berichtete Akne; Akne einmalig per Fragebogen erhobenmoderatC-DRY-08
A-DRY-09Milk consumption and acne in teenaged boys.
Adebamowo CA, Spiegelman D, Berkey CS et al.
2008PMID 18194824
DOI 10.1016/j.jaad.2007.08.049
KohortenstudieJungen in der Growing Up Today StudyHöchste (>2 Portionen/Tag) vs. niedrigste (<1/Woche) Kategorie: Milch insgesamt PR 1,16 (1,01–1,34), Vollmilch/2 % 1,10 (0,94–1,28), fettarme Milch 1,17 (0,99–1,39), Magermilch 1,19 (1,01–1,40).Selbst berichtete Akne; Akne einmalig per Fragebogen erhobenmoderatC-DRY-08
A-DRY-10Effects of milk containing only A2 beta casein versus milk containing both A1 and A2 beta casein proteins on gastrointestinal physiology, symptoms of discomfort, and cognitive behavior of people with self-reported intolerance to traditional cows' milk.
Jianqin S, Leiming X, Lu X et al.
2016PMID 27039383
DOI 10.1186/s12937-016-0147-z
Randomisierte kontrollierte StudieHan-chinesische Erwachsene im Alter von 25–68 Jahren (im Mittel 46,6 +/- 14,0 J.; 21 Männer, 24 Frauen) mit unregelmäßigem Milchkonsum und selbst berichteten leichten bis mäßigen Verdauungsbeschwerden nach Milch; 23/45 laut Urin-Galaktose-Test laktoseintolerant. Rekrutiert über Aushänge in Gemeindekrankenhäusern; Reizdarmsyndrom, Verstopfung und unbehandelte IBD ausgeschlossen.Menschen, die Milch nach eigenem Empfinden nicht vertrugen, hatten mit normaler Milch mehr Beschwerden als mit A2-Milch.Industriefinanziert; ein Firmenmitarbeiter konzipierte die Studie und wählte die Endpunkte aus; von der Firma gelieferte Produkte und von der Firma finanziertes medizinisches Schreiben; Kleine explorative Studie (n=45), keine Fallzahlberechnung, 2-wöchige PhasenniedrigC-DRY-02 C-DRY-07
A-DRY-11Intake of dairy foods and risk of Parkinson disease.
Hughes KC, Gao X, Kim IY et al.
2017PMID 28596209
DOI 10.1212/WNL.0000000000004057
KohortenstudieUS-amerikanische Krankenschwestern und Angehörige von GesundheitsberufenMager-/fettarme Milch HR 1,39; Milchprodukte insgesamt in diesen Kohorten nicht signifikant.Beobachtungsstudie; Mäßige EffektemoderatC-DRY-09
A-DRY-12Effect of Hydrolyzed Infant Formula vs Conventional Formula on Risk of Type 1 Diabetes: The TRIGR Randomized Clinical Trial.
Writing Group for the TRIGR Study Group, Knip M, Åkerblom HK et al.
2018PMID 29297078
DOI 10.1001/jama.2017.19826
Randomisierte kontrollierte StudieSäuglinge mit HLA-bedingter Anfälligkeit und einem Verwandten ersten Grades mit T1DTyp-1-Diabetes bei 8,4 % vs. 7,6 %; kein signifikanter Unterschied.Spezielle Gruppe von Säuglingen mit hohem Risiko; Vergleicht Arten von Säuglingsnahrung, nicht Milchprodukte vs. keine Milchprodukte bei ErwachsenenhochC-DRY-12
A-DRY-13Dairy Product Consumption and Risk of Non-Hodgkin Lymphoma: A Meta-Analysis.
Wang J, Li X, Zhang D
2016PMID 26927171
DOI 10.3390/nu8030120
MetaanalyseTeilnehmende aus 16 ArtikelnKohortenstudien fanden keinen Zusammenhang (RR 1,02).Zusammenhang von Fall-Kontroll-Studien getragen (Erinnerungsverzerrung); Kein Effekt in KohortenstudienniedrigC-DRY-12
A-DRY-14Does milk intake promote prostate cancer initiation or progression via effects on insulin-like growth factors (IGFs)? A systematic review and meta-analysis.
Harrison S, Lennon R, Holly J et al.
2017PMID 28361446
DOI 10.1007/s10552-017-0883-1
Systematischer ReviewMenschen (Beobachtungs- und experimentelle Studien) und TiereIGF-I +0,10 SD pro SD Milch; Prostatakrebs OR 1,09 pro SD IGF-I.Die Effektgröße Milch–IGF ist eine visuelle Schätzung aus Albatross-Plots, keine gepoolte Schätzung; heterogene Expositionen (Milch, Milchprodukte, Milchprotein); Die größten Effekte Milch–IGF stammen aus sehr kleinen Kurzzeitstudien bei Kindern mit hohen DosenhochC-DRY-04 C-DRY-06
A-DRY-15Galactose-Induced Skin Aging: The Role of Oxidative Stress.
Umbayev B, Askarova S, Almabayeva A et al.
2020PMID 32655772
DOI 10.1155/2020/7145656
Narrativer ÜbersichtsartikelIn-vitro- und Tiermodelle; GalaktosämieBeschreibt, wie hoch dosierte Galaktose in Experimenten Zellen altern lässt; keine Daten zum Milchtrinken.Narrativ, nicht systematisch; Tier-/In-vitro-Modelle mit D-Galaktose verwenden Dosen/Verabreichungswege, die nicht der Ernährung entsprechensehr niedrigC-DRY-12
A-EGG-01The Belgian PCB and dioxin incident of January-June 1999: exposure data and potential impact on health.
van Larebeke N, Hens L, Schepens P et al.
2001PMID 11333188
DOI 10.1289/ehp.01109265
Mess-/RückstandsstudieBelgische Lebensmittelkette (Futtermittel, Rinder, Schweinefleisch, Geflügel, Eier, Milch, fetthaltige Lebensmittel); Bevölkerung von 10 MillionenNachdem kontaminiertes Futter verteilt worden war, erreichten manche Eier sehr hohe Dioxin- und PCB-Werte; die modellierten zusätzlichen Krebsfälle lagen zwischen 40 und 8.000.Vorfallspezifisch; Maximalwerte sind nicht repräsentativ für das normale Angebot; Die Krebsschätzung ist ein Modell mit einer 200-fachen SpannemoderatC-EGG-08
A-EGG-02Level changes and human dietary exposure assessment of halogenated flame retardant levels in free-range chicken eggs: A case study of a former e-waste recycling site, South China.
Huang CC, Zeng YH, Luo XJ et al.
2018PMID 29631140
DOI 10.1016/j.scitotenv.2018.03.386
Mess-/RückstandsstudieHühnereier aus Freilandhaltung aus dem Dorf BaiheDie Schadstoffwerte sanken nach der Regulierung; im ungünstigsten Fall deuteten die Sicherheitsabstände (MOE) auf mögliche Bedenken hin.Ein einziger stark belasteter Standort; Worst-Case-Szenario (stark belastete Eier)moderatC-EGG-08
A-EGG-03PCDD/Fs and Dioxin-like PCBs in Chicken Eggs and Soils in Dong Nai Province, Southern Vietnam: Impacts of Raising Methods and Nearby Pollution Sources.
Nghiem TX, Hoang AQ, Nguyen TD et al.
2022PMID 35037074
DOI 10.1007/s00128-021-03419-w
Mess-/RückstandsstudieHühnereier und Böden in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts Bien Hoa und von IndustriegebietenManche Eier, besonders von Freilandhühnern, hatten Dioxinwerte deutlich über den EU-Grenzwerten; das typische Ei (Median) lag viel niedriger.Hotspot-Gebiet (ehemaliger Agent-Orange-Luftwaffenstützpunkt); Stichprobengröße nicht im AbstractmoderatC-EGG-08
A-EGG-04Dioxins, PCBs, chlorinated pesticides and brominated flame retardants in free-range chicken eggs from peri-urban areas in Arusha, Tanzania: Levels and implications for human health.
Polder A, Müller MB, Brynildsrud OB et al.
2016PMID 26897409
DOI 10.1016/j.scitotenv.2016.02.021
Mess-/Rückstandsstudie159 Eier von Haushalten an fünf OrtenEinige Eier aus Hinterhofhaltung überschritten die EU-Grenzwerte für Dieldrin und Dioxine; offene Feuer im Hinterhof waren eine wahrscheinliche Quelle.Gepoolte Proben; Nur Eier aus freilaufender HinterhofhaltungmoderatC-EGG-08
A-EGG-05Reviewing the relevance of dioxin and PCB sources for food from animal origin and the need for their inventory, control and management.
Weber R, Herold C, Hollert H et al.
2018PMID 30464877
DOI 10.1186/s12302-018-0166-9
Narrativer ÜbersichtsartikelLebensmittelliefernde Tiere (Legehennen mit Auslauf, Mutterkuhkälber, Rindfleisch)In Deutschland sind kontaminierte Böden und alte PCB-haltige Materialien die Hauptquellen; Hühner mit Auslauf können die EU-Grenzwerte selbst bei geringen Bodenwerten überschreiten.Narrativ, nicht systematisch; Nur Abstract geprüftmoderatC-EGG-08 C-CHK-12
A-EGG-06Per- and poly-fluoroalkyl substances in commercial organic eggs via fishmeal in feed.
Granby K, Ersbøll BK, Olesen PT et al.
2024PMID 37944762
DOI 10.1016/j.chemosphere.2023.140553
Mess-/RückstandsstudieHandelsübliche Eier von größeren dänischen Betrieben (Freiland-, Boden-, Biohaltung)Bio-Eier enthielten PFAS aus Fischmehl; normale Eier aus Freiland- und Bodenhaltung enthielten wenig oder keine; das Weglassen von Fischmehl löste das Problem.Exposition am 95. Perzentil und ausschließlich aus Eiern; Geringe Zahl an BetriebenmoderatC-EGG-08
A-EGG-07Potential Health Effects of Heavy Metals and Carcinogenic Health Risk Estimation of Pb and Cd Contaminated Eggs from a Closed Gold Mine Area in Northern Thailand.
Aendo P, De Garine-Wichatitsky M, Mingkhwan R et al.
2022PMID 36140919
DOI 10.3390/foods11182791
Mess-/RückstandsstudieHühnerbetriebe, Entenbetriebe und Betriebe mit frei weidenden Enten <25 km und >25 km von einer Goldmine entferntEier von frei weidenden Enten in der Nähe der Mine enthielten mehr Quecksilber und Blei.Bergbau-Hotspot; Annahmen des ILCR-Modells (Steigungsfaktor für die Kanzerogenität von Pb)niedrigC-EGG-08
A-EGG-08Heavy metals in eggs and chicken and the associated human health risk assessment in the mining areas of Singhbhum copper belt, India.
Giri S, Singh AK
2019PMID 29236582
DOI 10.1080/19338244.2017.1407284
Mess-/RückstandsstudieÖrtlich aufgezogene Hühner und EierDie meisten Metallgehalte lagen unter den nationalen Standards; der kombinierte Risikoindex lag an einigen Standorten knapp über 1.Hotspot; HI nur an einigen Standorten über 1niedrigC-EGG-08
A-EGG-09Antibiotic residues in poultry tissues and eggs: human health concerns?
Donoghue DJ
2003PMID 12710482
DOI 10.1093/ps/82.4.618
Narrativer ÜbersichtsartikelGeflügelangebot in den USADer Autor sagt, dass Geflügelprodukte in den USA überwacht werden und sehr sicher sind.Narrativ, 2003; Keine Daten im AbstractniedrigC-EGG-10
A-EGG-10Prevalence and Genetic Analysis of Salmonella enterica from a Cross-Sectional Survey of the New Zealand Egg Production Environment.
Kingsbury JM, Thom K, Erskine H et al.
2019PMID 31742446
DOI 10.4315/0362-028X.JFP-19-159
Querschnittsstudie28 kommerzielle LegehennenbetriebeStallproben aus Betrieben mit Käfighaltung waren weit häufiger positiv (44 %) als aus käfigfreien Betrieben (3 %). Die meisten Betriebe hatten keine Salmonellen.Umweltproben, keine Eier; Confounding durch PraktikenmoderatC-EGG-09
A-EGG-11Egg, red meat, and poultry intake and risk of lethal prostate cancer in the prostate-specific antigen-era: incidence and survival.
Richman EL, Kenfield SA, Stampfer MJ et al.
2011PMID 21930800
DOI 10.1158/1940-6207.CAPR-11-0354
KohortenstudieUS-amerikanische männliche Gesundheitsfachkräfte in der Health Professionals Follow-up Study, 1994 krebsfrei und mit angegebenem PSA-Test (PSA-Ära); Analyse nur der Fälle bei Männern, bei denen nach 1994 ein klinisch lokalisierter oder regionaler Prostatakrebs diagnostiziert wurdeMänner, die 2,5 oder mehr Eier pro Woche aßen, hatten eine höhere Rate an tödlichem Prostatakrebs (insgesamt 199 Fälle), der Zusammenhang wurde jedoch schwächer und war in einer Prüfung auf umgekehrte Kausalität nicht signifikant.Wenige Ereignisse (199; 55 in der höchsten Eierkategorie); geringer Eierkonsum begrenzt die statistische Aussagekraft, wie die Autoren anmerken; Der Zusammenhang mit Eiern schwächte sich bei 2–6 Jahren Zeitversatz ab und war nicht signifikant (HR 1,50, 0,90–2,48), was Bedenken hinsichtlich umgekehrter Kausalität/Instabilität aufwirftmoderatC-EGG-06
A-EGG-12Associations of Dietary Cholesterol or Egg Consumption With Incident Cardiovascular Disease and Mortality.
Zhong VW, Van Horn L, Cornelis MC et al.
2019PMID 30874756
DOI 10.1001/jama.2019.1572
KohortenstudieErwachsene in den USA (Durchschnittsalter 51,6; 31,1 % Schwarze)Mehr Eier oder mehr Nahrungscholesterin gingen mit etwas mehr Herzerkrankungen und Todesfällen einher. Der Zusammenhang mit Eiern verschwand, wenn die Cholesterinaufnahme berücksichtigt wurde.Ernährung nur einmal zu Studienbeginn erfasst; Residual Confounding (verbleibende Störfaktoren)moderatC-EGG-04
A-EGG-13Intestinal microbial metabolism of phosphatidylcholine and cardiovascular risk.
Tang WH, Wang Z, Levison BS et al.
2013PMID 23614584
DOI 10.1056/NEJMoa1109400
Kohortenstudie(1) 40 gesunde Erwachsene ohne chronische Erkrankung oder kürzliche Antibiotika/Probiotika (6 erhielten Antibiotika); (2) 4.007 stabile Patientinnen und Patienten mit elektiver diagnostischer Herzkatheteruntersuchung ohne akutes Koronarsyndrom (Durchschnittsalter 63, 64 % Männer, 32 % Diabetes, 72 % Bluthochdruck, 42 % früherer Herzinfarkt)Darmbakterien bilden TMAO aus Bestandteilen des Eigelbs; Herzpatienten mit dem höchsten TMAO hatten mehr Ereignisse (etwa 1,4-fach nach Adjustierung, 2,5-fach nicht adjustiert); der Eierkonsum selbst wurde nicht im Hinblick auf Endpunkte untersucht.Die Kohorte maß nur Plasma-TMAO, nicht die Aufnahme von Eiern oder Phosphatidylcholin; Die Effektgröße schrumpft von HR 2,54 (nicht adjustiert) auf 1,43 (vollständig adjustiert), was auf erhebliches Confounding hinweist (Alter, Nierenfunktion, Krankheitsschwere)moderatC-EGG-05
A-EGG-14Egg consumption and risk of type 2 diabetes: a meta-analysis of prospective studies.
Djoussé L, Khawaja OA, Gaziano JM
2016PMID 26739035
DOI 10.3945/ajcn.115.119933
Metaanalyse12 KohortenInsgesamt kein Zusammenhang. Ein höheres Risiko zeigte sich nur in US-Studien.Hohe Heterogenität; Beobachtende PrimärstudienmoderatC-EGG-07
A-EGG-15Vitamins A, E and fatty acid composition of the eggs of caged hens and pastured hens
Karsten H.D., Patterson P.H., Stout R. et al.
2010
DOI 10.1017/S1742170509990214
Sonstiges75 Geschwisterhennen in Weidehaltung und 50 Geschwisterhennen in KäfighaltungHennen mit Weidehaltung legten Eier mit mehr Omega-3-Fett und Vitamin E.Klein, nur ein Standort; Nährstoffzusammensetzung, keine gesundheitlichen EndpunktemoderatC-EGG-11
A-FSH-01Global assessment of organic contaminants in farmed salmon.
Hites RA, Foran JA, Carpenter DO et al.
2004PMID 14716013
DOI 10.1126/science.1091447
Mess-/RückstandsstudieZucht-Atlantiklachs aus Farmen/Handel in Europa, Nord- und Südamerika; wilder PazifiklachsUm 2002 enthielt Zuchtlachs – besonders aus Europa – mehr PCB und Dioxine als wilder Pazifiklachs.Vergleicht Zucht-Atlantiklachs mit wildem Pazifiklachs (verschiedene Arten); Historische Proben (ca. 2002)hochC-FSH-01 C-FSH-02
A-FSH-02Global assessment of polybrominated diphenyl ethers in farmed and wild salmon.
Hites RA, Foran JA, Schwager SJ et al.
2004PMID 15506184
DOI 10.1021/es049548m
Mess-/RückstandsstudieDieselben Lachsproben wie A-FSH-01Zuchtlachs enthielt um 2002 mehr PBDE-Flammschutzmittel als Wildlachs.Historisch; Keine Kennzahl zum Gesundheitsrisiko im AbstractmoderatC-FSH-01 C-FSH-02
A-FSH-03Polychlorinated biphenyls in salmon and salmon feed: global differences and bioaccumulation.
Carlson DL, Hites RA
2005PMID 16245806
DOI 10.1021/es048023r
Mess-/RückstandsstudieZucht-Atlantiklachs weltweit; Wildlachs aus dem Nordostpazifik; FutterprobenDie PCB-Muster in Zuchtlachs entsprachen ihrem Futter.Historisch; Wenige FutterprobenmoderatC-FSH-01
A-FSH-04Risk-based consumption advice for farmed Atlantic and wild Pacific salmon contaminated with dioxins and dioxin-like compounds.
Foran JA, Carpenter DO, Hamilton MC et al.
2005PMID 15866762
DOI 10.1289/ehp.7626
RisikobewertungHypothetische erwachsene Person mit 70 kg; Lachsproben von Hites 2004Je nach Sicherheitskriterium erlaubte nordeuropäischer Zuchtlachs (Proben von 2002) unter 4 oder unter 1 Mahlzeit pro Monat.Konservative Kriterien (20 % über Hintergrund; Entwurf des Steigungsfaktors der US-EPA); Proben von 2002moderatC-FSH-03
A-FSH-05Quantitative analysis of the benefits and risks of consuming farmed and wild salmon.
Foran JA, Good DH, Carpenter DO et al.
2005PMID 16251623
DOI 10.1093/jn/135.11.2639
RisikobewertungModellierte Verbraucherinnen und VerbraucherDer Omega-3-Nutzen von Lachs gleicht das Schadstoffrisiko teilweise aus; mancher Zuchtlachs war mit Wildlachs vergleichbar.Derselbe konservative Rahmen für das Krebsrisiko; Alte ProbenmoderatC-FSH-03
A-FSH-06Lipid composition and contaminants in farmed and wild salmon.
Hamilton MC, Hites RA, Schwager SJ et al.
2005PMID 16323755
DOI 10.1021/es050898y
Mess-/Rückstandsstudie459 Zucht-Atlantiklachse, 135 wilde Pazifiklachse, 144 Supermarktfilets (16 Städte)Zuchtlachs hatte mehr Fett, ein niedrigeres Omega-3:Omega-6-Verhältnis (3–4 vs. ~10) und mehr Schadstoffe, war aber dennoch eine gute Omega-3-Quelle.Historisch; Verschiedene Arten verglichenhochC-FSH-01 C-FSH-04 C-FSH-05
A-FSH-07Consumption advisories for salmon based on risk of cancer and noncancer health effects.
Huang X, Hites RA, Foran JA et al.
2006PMID 16198332
DOI 10.1016/j.envres.2005.08.011
RisikobewertungZuchtlachs aus 8 Regionen, Filets aus dem Handel in 16 Städten, 5 wilde PazifikartenNach einer strengen US-Methode erhielt nordeuropäischer Zuchtlachs (Proben von 2002) die Empfehlung einer Mahlzeit pro 5 Monate; auch Wildlachs wurde eingeschränkt.Annahme additiver Gemischwirkung mit Steigungsfaktoren als obere Schranke; Proben von 2002moderatC-FSH-03
A-FSH-08Investigation of polychlorinated dibenzo-p-dioxins, dibenzo-p-furans and selected coplanar biphenyls in Scottish farmed Atlantic salmon (Salmo salar).
Jacobs M, Ferrario J, Byrne C
2002PMID 11993634
DOI 10.1016/s0045-6535(01)00201-6
Mess-/RückstandsstudieSchottischer Zucht- und wilder AtlantiklachsSchottischer Zuchtlachs hatte 1999 relativ hohe Dioxin-/PCB-Gehalte.Klein, 1999, nur eine RegionniedrigC-FSH-01
A-FSH-09The content of favorable and unfavorable polyunsaturated fatty acids found in commonly eaten fish.
Weaver KL, Ivester P, Chilton JA et al.
2008PMID 18589026
DOI 10.1016/j.jada.2008.04.023
Mess-/RückstandsstudieFischprobenZuchtlachs und -forelle hatten gute Omega-3-Profile; Tilapia und Wels hatten wenig Omega-3.Wenige Proben pro Art; Keine gesundheitlichen EndpunkteniedrigC-FSH-06 C-FSH-07
A-FSH-10Polyunsaturated fatty acid content of wild and farmed tilapias in Thailand: effect of aquaculture practices and implications for human nutrition.
Karapanagiotidis IT, Bell MV, Little DC et al.
2006PMID 16756360
DOI 10.1021/jf0581877
Mess-/RückstandsstudieNil-Tilapia und rote Hybrid-TilapiaIntensiv gezüchtete Tilapia hatte weniger Omega-3 als wilde Tilapia.Nur ThailandmoderatC-FSH-06
A-FSH-11Antimicrobial use in aquaculture re-examined: its relevance to antimicrobial resistance and to animal and human health.
Cabello FC, Godfrey HP, Tomova A et al.
2013PMID 23711078
DOI 10.1111/1462-2920.12134
Narrativer ÜbersichtsartikelDie meisten Antibiotika aus der Aquakultur gelangen in die Umwelt und könnten Resistenzgene auf humane Krankheitserreger übertragen.Narrativ, nicht systematisch; Die 80-%-Angabe ist eine SchätzungmoderatC-FSH-08
A-FSH-12Aquaculture as yet another environmental gateway to the development and globalisation of antimicrobial resistance.
Cabello FC, Godfrey HP, Buschmann AH et al.
2016PMID 27083976
DOI 10.1016/S1473-3099(16)00100-6
Narrativer ÜbersichtsartikelAntibiotika aus der Aquakultur können zur weltweiten Ausbreitung von Resistenzen beitragen.NarrativmoderatC-FSH-08
A-FSH-13Reconnaissance of 47 antibiotics and associated microbial risks in seafood sold in the United States.
Done HY, Halden RU
2015PMID 25449970
DOI 10.1016/j.jhazmat.2014.08.075
Mess-/RückstandsstudieGarnelen, Lachs, Wels, Forelle, Tilapia, Pangasius (Swai) aus 11 LändernSpuren von fünf Antibiotika wurden gefunden; alle Proben lagen innerhalb der US-Grenzwerte.Kleine, gepoolte Stichprobe; Ein Rückstand wurde in WILDEN Garnelen gefundenmoderatC-FSH-09
A-FSH-14Aquaculture practices and potential human health risks: current knowledge and future priorities.
Sapkota A, Sapkota AR, Kucharski M et al.
2008PMID 18565584
DOI 10.1016/j.envint.2008.04.009
Narrativer ÜbersichtsartikelAquakultur kann Arzneimittelrückstände, resistente Bakterien und Schadstoffe einbringen; die Risiken im Vergleich zu Wildfisch brauchen mehr Forschung.Narrativ; „können führen“niedrigC-FSH-08
A-FSH-15Negative effects of the sea lice therapeutant emamectin benzoate at low concentrations on benthic communities around Scottish fish farms.
Bloodworth JW, Baptie MC, Preedy KF et al.
2019PMID 30878944
DOI 10.1016/j.scitotenv.2019.02.430
QuerschnittsstudieLebensgemeinschaften des MeeresbodensDas Mittel wurde in 97 % der Meeresbodenproben gefunden und war mit weniger kleinen Krebstieren verbunden.Querschnittlich; KollinearitätmoderatC-FSH-10
A-FSH-16Salmon lice in the Pacific Ocean show evidence of evolved resistance to parasiticide treatment.
Godwin SC, Bateman AW, Kuparinen A et al.
2022PMID 35347162
DOI 10.1038/s41598-022-07464-1
SonstigesLachsläuse, gesammelt in Farmen für Atlantischen Lachs im Broughton Archipelago, British Columbia (11 Farmen mit Bioassays; alle BA-Farmen für Behandlungsdaten)Pazifische Lachsläuse sind seit 2010 deutlich weniger empfindlich gegenüber Emamectin geworden.Eine Region (11 Farmen), geringe Zahl an Bioassays (34); Keine genetische Bestätigung der Resistenz (Läuse nicht aufbewahrt)moderatC-FSH-10
A-FSH-17Levels of synthetic antioxidants (ethoxyquin, butylated hydroxytoluene and butylated hydroxyanisole) in fish feed and commercially farmed fish.
Lundebye AK, Hove H, Måge A et al.
2010PMID 20931417
DOI 10.1080/19440049.2010.508195
Mess-/RückstandsstudieZuchtlachs, -heilbutt, -kabeljau, Regenbogenforelle; FutterEine Portion Zuchtlachs lieferte bis zu 75 % der duldbaren täglichen Aufnahmemenge von BHT.Daten von 2010moderatC-FSH-02
A-FSH-18Determining the arsenic, cadmium, lead, copper and chromium contents by atomic absorption spectrometry in Pangasius fillets from Vietnam.
Molognoni L, Vitali L, Ploêncio LA et al.
2016PMID 26439310
DOI 10.1002/jsfa.7486
Mess-/RückstandsstudieNach Brasilien exportierte PangasiusfiletsDie meisten giftigen Metalle waren nicht nachweisbar; einige Proben überschritten den Cadmium-Grenzwert.n=20niedrigC-FSH-02
A-FSH-19Effect of aquaculture on world fish supplies.
Naylor RL, Goldburg RJ, Primavera JH et al.
2000PMID 10890435
DOI 10.1038/35016500
Narrativer ÜbersichtsartikelDie Zucht fleischfressender Fische verbraucht viel Wildfisch als Futter, aber insgesamt erhöht die Aquakultur das Fischangebot.Alt (2000)moderatC-FSH-11
A-FSH-20Mercury Levels in the Worldwide Farmed Fish: A Systematic Review.
de Oliveira Novaes E, de Oliveira AT, Araruna LT et al.
2025PMID 39715977
DOI 10.1007/s12011-024-04493-x
Systematischer ReviewZuchtfisch (50 Arten)Zuchtfisch hatte wenig Quecksilber und wurde als sicherer als Wildfisch eingestuft.Nur 18 Studien; Wenige LänderniedrigC-FSH-02 C-FSH-14
A-FSH-21Contaminant levels in Norwegian farmed Atlantic salmon (Salmo salar) in the 13-year period from 1999 to 2011.
Nøstbakken OJ, Hove HT, Duinker A et al.
2015PMID 25454244
DOI 10.1016/j.envint.2014.10.008
Mess-/RückstandsstudieNorwegischer Atlantischer Zuchtlachs in Marktgröße (3–5 kg), gesammelt in Verarbeitungsbetrieben in allen Küstenregionen mit AquakulturDie Schadstoffgehalte sanken von 1999 bis 2011, und keine Probe überschritt die EU-Grenzwerte; die Autoren berechneten bis zu 1,3 kg pro Woche bis zum damals geltenden Sicherheitsgrenzwert, den die EFSA inzwischen deutlich verschärft hat.Verwendet die SCF-TWI von 2001 (14 pg TEQ/kg KG/Woche); die EFSA senkte die TWI 2018 auf 2 pg TEQ/kg KG/Woche (I-FSH-17), daher ist die Zahl von 1,3 kg veraltet; Andere Nahrungsquellen bei den Verzehrgrenzen nicht berücksichtigthochC-FSH-01 C-FSH-02 C-FSH-03 C-FSH-13
A-FSH-22Organic contaminants in imported salmon feed and their effects on reef ecosystems in New Zealand.
McMullin RM, Chen R, Niu S et al.
2022PMID 35033615
DOI 10.1016/j.envpol.2022.118853
Mess-/RückstandsstudieFutter; RiffartenImportiertes Lachsfutter hatte relativ geringe Schadstoffgehalte.Spezifisch für NeuseelandmoderatC-FSH-02
A-INS-01Effects of intensive glucose lowering in type 2 diabetes.
Action to Control Cardiovascular Risk in Diabetes Study Group, Gerstein HC, Miller ME et al.
2008PMID 18539917
DOI 10.1056/NEJMoa0802743
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes, mittleres Alter 62,2 Jahre, medianer HbA1c 8,1 %, bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung oder zusätzliche RisikofaktorenDen HbA1c unter 6 % zu drücken, erhöhte die Todesfälle um etwa ein Fünftel. Herzinfarkte und Schlaganfälle wurden nicht signifikant seltener.Strategiestudie: Schaden lässt sich keinem bestimmten Medikament zuordnen; Intensiv-Arm vorzeitig abgebrochenhochC-INS-04 C-INS-11
A-INS-02Intensive versus conventional glucose control in critically ill patients.
NICE-SUGAR Study Investigators, Finfer S, Chittock DR et al.
2009PMID 19318384
DOI 10.1056/NEJMoa0810625
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene Intensivpatientinnen und -patienten mit erwartetem Aufenthalt >=3 TageNormale Blutzuckerwerte bei Intensivpatientinnen und -patienten anzustreben, erhöhte die Todesfälle von 24,9 % auf 27,5 %.Intensivpopulation, kein ambulant behandelter Diabetes; Offen (nicht verblindet)hochC-INS-04
A-INS-03Glucose control and vascular complications in veterans with type 2 diabetes.
Duckworth W, Abraira C, Moritz T et al.
2009PMID 19092145
DOI 10.1056/NEJMoa0808431
Randomisierte kontrollierte StudieMilitärveteranen, mittleres Alter 60,4 Jahre, Diabetesdauer 11,5 Jahre, 40 % mit früherem kardiovaskulärem EreignisEin niedrigerer Zucker senkte Herzereignisse oder Todesfälle nicht. Nebenwirkungen (vor allem Unterzuckerungen) waren häufiger.Kleinere Stichprobe, begrenzte Power; Überwiegend MännermoderatC-INS-04
A-INS-04Risk of malignancies in patients with diabetes treated with human insulin or insulin analogues: a cohort study.
Hemkens LG, Grouven U, Bender R et al.
2009PMID 19565214
DOI 10.1007/s00125-009-1418-4
KohortenstudieErwachsene (>=18 Jahre), die erstmals eine Insulintherapie ausschließlich mit einem Insulintyp (Humaninsulin, Aspart, Lispro oder Glargin) begannen, 1 Jahr insulinnaiv waren und in den 3 Jahren vor Eintritt keine Krebsdiagnose und keinen Krebsverdacht hatten; Typ-1- und Typ-2-Diabetes nicht unterscheidbar (überwiegend Typ 2: 77–92 % mit oralen Antidiabetika). Mittleres Alter 66–70 Jahre.Ohne Adjustierung hatten Glargin-Anwendende sogar etwas weniger Krebserkrankungen. Erst nach einer statistischen Anpassung an die Dosis sah Glargin etwas schlechter aus. Die Nachbeobachtung dauerte weniger als 2 Jahre.Sehr kurze Nachbeobachtung (Mittel 1,63 Jahre; Glargin 1,31 Jahre), unplausibel kurz für eine insulininduzierte Karzinogenese; Entdeckung oder Förderung bereits bestehender Tumoren nicht abgrenzbar; Die Richtung des Glargin-Effekts kehrt sich durch die Dosisadjustierung um (rohe HR 0,85 -> adjustiert 1,09–1,31); das Ergebnis hängt vom Dosis-Interaktionsmodell abniedrigC-INS-06
A-INS-05Insulin glargine use and short-term incidence of malignancies-a population-based follow-up study in Sweden.
Jonasson JM, Ljung R, Talbäck M et al.
2009PMID 19588120
DOI 10.1007/s00125-009-1444-2
KohortenstudieAlle Einwohnerinnen und Einwohner im Alter von 35–84 Jahren mit >=1 zwischen dem 1. Juli und 31. Dezember 2005 abgegebenen Insulinverordnung, die am 1. Januar 2006 lebten; 61 % als Typ 2, 15 % als Typ 1, 23 % mit unbekanntem Diabetestyp klassifiziert.Die Krebsraten insgesamt waren gleich. Frauen, die nur Glargin anwendeten, hatten mehr Brustkrebs (25 Fälle). Laut den Autorinnen und Autoren kann das Zufall sein.Nur 2 Jahre Nachbeobachtung; Glargin seit 2003 auf dem schwedischen Markt, unplausibel kurze Latenz für Karzinogenese (Autorinnen und Autoren); Brustkrebs-Signal beruht auf 25 Fällen in einer von mehreren Subgruppen und Lokalisationen; keine Korrektur für multiple VergleichemoderatC-INS-06
A-INS-06Long-term effects of insulin glargine on the risk of breast cancer.
Suissa S, Azoulay L, Dell'Aniello S et al.
2011PMID 21614572
DOI 10.1007/s00125-011-2190-9
KohortenstudieFrauen im Alter von >=40 Jahren mit Typ-2-Diabetes und >=1 Insulinverordnung zwischen dem 1. September 2002 und dem 31. Dezember 2006 (mittleres Alter 65); ausgeschlossen: Schwangerschaftsdiabetes, Typ-1-Diabetes, früherer Brustkrebs.In den ersten fünf Jahren kein Anstieg von Brustkrebs. Später möglicherweise ein Anstieg in einer Untergruppe.Positiver Befund beruht auf 10 Fällen in einer Subgruppe (>5 Jahre, prävalente Anwenderinnen) mit weitem KI; p=0,031 aus wiederholten stratifizierten Analysen (Autorinnen und Autoren räumen Zufall ein); Ergebnisse insgesamt und für die ersten 5 Jahre null; bei erstmaligen Glargin-Anwenderinnen überhaupt keine Fälle nach >5 JahrenmoderatC-INS-06
A-INS-07Basal insulin and cardiovascular and other outcomes in dysglycemia.
ORIGIN Trial Investigators, Gerstein HC, Bosch J et al.
2012PMID 22686416
DOI 10.1056/NEJMoa1203858
Randomisierte kontrollierte StudiePersonen im Alter von >=50 Jahren mit kardiovaskulären Risikofaktoren (59 % mit früherem kardiovaskulärem Ereignis) plus abnormer Nüchternglukose, gestörter Glukosetoleranz oder frühem Typ-2-Diabetes (mittlere Diabetesdauer 5,4 Jahre, medianer HbA1c 6,4 %, BMI ~29,9); mittleres Alter 63,5, 35 % Frauen.Über sechs Jahre veränderte Insulin die Zahl der Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Krebserkrankungen nicht. Es führte aber zu mehr Unterzuckerungen und 2 kg Gewichtsunterschied.Offenes Design (Unterzuckerung und andere von Patientinnen und Patienten berichtete Endpunkte anfällig für Erfassungsbias); Finanzierung durch den Sponsor (Sanofi) und Vertretung im LenkungsausschusshochC-INS-03 C-INS-05 C-INS-06
A-INS-08Mortality and other important diabetes-related outcomes with insulin vs other antihyperglycemic therapies in type 2 diabetes.
Currie CJ, Poole CD, Evans M et al.
2013PMID 23372169
DOI 10.1210/jc.2012-3042
KohortenstudiePatientinnen und Patienten mit neu aufgetretenem Typ-2-Diabetes in der britischen Primärversorgung (mittleres Alter 61,9); Anwendende einer Insulin-Monotherapie hatten eine längere Diabetesdauer (5,2 vs. 1,5 Jahre bei Metformin), einen höheren HbA1c (9,5 % vs. 8,5 %), häufiger vorbestehende Erkrankungen großer Gefäße (22,3 % vs. 11,1 %), häufiger Kreatinin >130 umol/L (21,1 % vs. 2,2 %), einen höheren Charlson-Index (2,4 vs. 1,6) und mehr Hausarztkontakte (16,8 vs. 10,9/Jahr).Menschen, die nur mit Insulin behandelt wurden, hatten etwa die doppelte Sterberate wie Metformin-Nutzende. Sie waren aber auch kränker.Starkes Confounding durch die Indikation: Insulin wird spät bei fortschreitender Erkrankung begonnen; Insulinanwendende hatten eine 3,5-fach längere Diabetesdauer, häufiger eingeschränkte Nierenfunktion (Metformin kontraindiziert), mehr Gefäßerkrankungen und Begleiterkrankungen; Kurze Nachbeobachtung (~3 Jahre) für Krebsendpunkte (Autorinnen und Autoren)sehr niedrigC-INS-05 C-ODD-11
A-INS-09Survival as a function of HbA(1c) in people with type 2 diabetes: a retrospective cohort study.
Currie CJ, Peters JR, Tynan A et al.
2010PMID 20110121
DOI 10.1016/S0140-6736(09)61969-3
KohortenstudieTyp-2-Diabetes, >=50 Jahre, Intensivierung auf orale Kombinationstherapie oder InsulinSowohl sehr niedrige (6,4 %) als auch sehr hohe (10,5 %) HbA1c-Werte gingen mit mehr Todesfällen einher. Das geringste Risiko lag bei etwa 7,5 %.Beobachtungsstudie; Confounding durch die IndikationniedrigC-INS-05
A-INS-10Glucose-lowering with exogenous insulin monotherapy in type 2 diabetes: dose association with all-cause mortality, cardiovascular events and cancer.
Holden SE, Jenkins-Jones S, Morgan CL et al.
2015PMID 25399739
DOI 10.1111/dom.12412
KohortenstudieTyp-2-Diabetes mit Übergang zur Insulin-Monotherapie ab 2000Menschen mit höheren Insulindosen starben häufiger. Höhere Dosen brauchen aber kränkere, stärker insulinresistente Menschen.Die Dosis spiegelt Insulinresistenz und Krankheit wider; Umgekehrte KausalitätniedrigC-INS-03 C-INS-05
A-INS-11Increased cancer-related mortality for patients with type 2 diabetes who use sulfonylureas or insulin.
Bowker SL, Majumdar SR, Veugelers P et al.
2006PMID 16443869
DOI 10.2337/diacare.29.02.06.dc05-1558
KohortenstudieNeue Anwenderinnen und Anwender von Metformin oder SulfonylharnstoffenInsulin-Nutzende hatten mehr Krebstodesfälle als Metformin-Nutzende, möglicherweise wegen anderer Unterschiede.Kein BMI/Rauchen; ConfoundingniedrigC-INS-05
A-INS-12Glucose-lowering agents and cancer mortality rates in type 2 diabetes: assessing effects of time-varying exposure.
Bowker SL, Yasui Y, Veugelers P et al.
2010PMID 20407744
DOI 10.1007/s00125-010-1750-8
KohortenstudieNeuanwendende von Metformin oder Sulfonylharnstoffen im Alter von >=30 Jahren mit >=1 Jahr vorheriger Arzneimittelversicherung und >=1 Jahr Arzneimittelexposition nach dem Indexdatum; Schwangerschaftsdiabetes ausgeschlossen. Das angewendete Insulin war Humaninsulin (Zeit vor den Analoga).Mehr Insulinverordnungen gingen mit mehr Krebstodesfällen einher. Das kann daran liegen, dass sehr kranke Menschen mehr Insulin brauchen.Keine Daten zu BMI, Rauchen, HbA1c, Alkohol (Autorinnen und Autoren); Adjustierung nur für Alter, Geschlecht und einen arzneimittelbasierten Komorbiditätsscore; Die Insulin-„Dosis“ ist die Zahl der Abgaben, die mit Krankheit, Krankenhausentlassung und Versorgung am Lebensende steigt – starke umgekehrte Kausalität/protopathischer Bias für KrebstodniedrigC-INS-05
A-INS-13Association between intensification of metformin treatment with insulin vs sulfonylureas and cardiovascular events and all-cause mortality among patients with diabetes.
Roumie CL, Greevy RA, Grijalva CG et al.
2014PMID 24915260
DOI 10.1001/jama.2014.4312
KohortenstudieUS-Veteranen (95 % Männer, ~70 % weiß), medianes Alter 60, neue Metformin-Anwendende 2001–2008 mit regelmäßiger VHA-Versorgung; median 14 Monate unter Metformin und medianer HbA1c 8,1 % zum Zeitpunkt der Intensivierung; Hospiz/Dialyse ausgeschlossen.Veteranen, die Insulin ergänzten, starben häufiger als jene, die einen Sulfonylharnstoff ergänzten. Herzinfarkte und Schlaganfälle waren aber nicht häufiger.Residual Confounding durch Gebrechlichkeit/Schwere des Diabetes (Autorinnen und Autoren); vor dem Matching hatten Insulinanwendende weit mehr Krankenhausaufenthalte (35 % vs. 14 % im letzten Jahr) und Begleiterkrankungen; Überschuss beschränkt auf nicht kardiovaskuläre, besonders Krebstodesfälle (aHR 1,85) innerhalb von ~1 Jahr – als Arzneimitteleffekt unplausibel und ein Hinweis auf Confounding/umgekehrte KausalitätmoderatC-INS-03 C-INS-05
A-INS-14The association between symptomatic, severe hypoglycaemia and mortality in type 2 diabetes: retrospective epidemiological analysis of the ACCORD study.
Bonds DE, Miller ME, Bergenstal RM et al.
2010PMID 20061358
DOI 10.1136/bmj.b4909
KohortenstudieACCORD-Teilnehmende mit Typ-2-Diabetes, HbA1c 7,5–11 %, Alter 40–79 mit Herz-Kreislauf-Erkrankung oder 55–79 mit subklinischer Atherosklerose/Risikofaktoren; ausgeschlossen: kürzliche/häufige schwere Unterzuckerung, BMI >45, Kreatinin >133 umol/L.Menschen mit schweren Unterzuckerungen starben häufiger. Das erklärte aber nicht, warum die Intensivgruppe mehr Todesfälle hatte.Post-hoc-Beobachtungsanalyse innerhalb einer RCT: Unterzuckerung ist nicht randomisiert; Confounding durch Gebrechlichkeit/Begleiterkrankungen wahrscheinlich (Autorinnen und Autoren); Keine kontinuierliche Glukosemessung; unerkannte Unterzuckerung kurz vor dem Tod nicht auszuschließen; Blutzucker fehlt bei 15 % der HMA-EpisodenmoderatC-INS-02 C-INS-04 C-INS-09 C-ODD-03
A-INS-15Severe hypoglycemia and risks of vascular events and death.
Zoungas S, Patel A, Chalmers J et al.
2010PMID 20925543
DOI 10.1056/NEJMoa1003795
KohortenstudiePatientinnen und Patienten im Alter von >=55 mit nach dem 30. Lebensjahr diagnostiziertem Typ-2-Diabetes und makro-/mikrovaskulärer Erkrankung oder >=1 kardiovaskulären Risikofaktor; Personen mit klarer Indikation für eine Langzeit-Insulintherapie zu Studienbeginn waren nicht teilnahmeberechtigt; der intensive Arm verwendete Gliclazid mit veränderter Wirkstofffreisetzung (ein Sulfonylharnstoff) plus andere Medikamente nach Bedarf (Ziel-HbA1c <=6,5 %).Auf schwere Unterzuckerungen folgten mehr Herzereignisse und Todesfälle. Wahrscheinlich teilweise, weil gebrechliche Menschen sie häufiger bekommen.Nur 231 Patientinnen und Patienten mit schwerer Unterzuckerung; post hoc, nicht randomisierte Exposition; Zusammenhänge mit nicht verwandten Endpunkten (Haut, Verdauung, Atemwege) und fehlende Dosis-Wirkungs-Beziehung weisen auf Confounding/Gebrechlichkeit hin (Autorinnen und Autoren)moderatC-INS-02 C-INS-04 C-INS-09 C-ODD-03
A-INS-16Intensive blood-glucose control with sulphonylureas or insulin compared with conventional treatment and risk of complications in patients with type 2 diabetes (UKPDS 33). UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group.
UKPDS Group
1998PMID 9742976Randomisierte kontrollierte StudieNeu diagnostizierter Typ-2-Diabetes, medianes Alter 54 JahreEine bessere Zuckereinstellung mit Tabletten oder Insulin senkte Augen- und Nierenkomplikationen um ein Viertel. Insulin führte zu mehr Gewichtszunahme und Unterzuckerungen.Offen (nicht verblindet); Ältere TherapieschematahochC-INS-01 C-INS-03 C-INS-04 C-INS-05 C-INS-09 C-ODD-11 C-DIAB-01
A-INS-17Increase of body weight during the first year of intensive insulin treatment in type 2 diabetes: systematic review and meta-analysis.
Pontiroli AE, Miele L, Morabito A
2011PMID 21645195
DOI 10.1111/j.1463-1326.2011.01433.x
MetaanalyseTyp-2-Diabetes bei Beginn/Intensivierung einer InsulintherapieJe intensiver die Insulinbehandlung, desto mehr Gewicht nehmen Menschen im ersten Jahr zu.Effektgrößen nicht im Abstract; Heterogene StudienmoderatC-INS-01
A-INS-18Intensive conventional insulin therapy for type II diabetes. Metabolic effects during a 6-mo outpatient trial.
Henry RR, Gumbiner B, Ditzler T et al.
1993PMID 8422777
DOI 10.2337/diacare.16.1.21
Fallserie / FallberichtAmbulante Patientinnen und Patienten mit Typ-2-DiabetesDer Blutzucker normalisierte sich, aber die Patientinnen und Patienten nahmen in sechs Monaten fast 9 kg zu.n=14; Keine Kontrollgruppesehr niedrigC-INS-01
A-INS-19Combination of insulin and metformin in the treatment of type 2 diabetes.
Wulffelé MG, Kooy A, Lehert P et al.
2002PMID 12453950
DOI 10.2337/diacare.25.12.2133
Randomisierte kontrollierte StudieMit Insulin behandelter Typ-2-DiabetesMetformin verbesserte die Zuckereinstellung und verringerte den Insulinbedarf und die Gewichtszunahme.Kurze Dauer; Mehr Studienabbrüche unter MetforminmoderatC-INS-01 C-INS-05 C-INS-10 C-INS-11
A-INS-20Insulin Injection Into Lipohypertrophic Tissue: Blunted and More Variable Insulin Absorption and Action and Impaired Postprandial Glucose Control.
Famulla S, Hövelmann U, Fischer A et al.
2016PMID 27411698
DOI 10.2337/dc16-0610
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-1-Diabetes mit LipohypertrophieInsulin, das in knotiges Fettgewebe gespritzt wird, wirkt schwächer und weniger vorhersehbar.Kleines nmoderatC-INS-09
A-INS-21Hyperinsulinemia as an independent risk factor for ischemic heart disease.
Després JP, Lamarche B, Mauriège P et al.
1996PMID 8596596
DOI 10.1056/NEJM199604113341504
Fall-Kontroll-StudieMänner ohne Diabetes, 45–76 JahreMänner mit höherem Nüchterninsulin hatten häufiger Herzerkrankungen.Geringe Zahl an Fällen; Nur MännermoderatC-INS-03
A-INS-22Insulin and risk of cardiovascular disease: a meta-analysis.
Ruige JB, Assendelft WJ, Dekker JM et al.
1998PMID 9529268
DOI 10.1161/01.cir.97.10.996
MetaanalyseKohorten der AllgemeinbevölkerungHöheres Insulin hing nur schwach mit Herzerkrankungen zusammen (18 % höheres Risiko).Alte Messmethoden; HeterogenitätmoderatC-INS-03
A-INS-23Overweight, obesity and cancer: epidemiological evidence and proposed mechanisms.
Calle EE, Kaaks R
2004PMID 15286738
DOI 10.1038/nrc1408
Narrativer Übersichtsartikelnicht zutreffendNicht bewertet (kein Abstract verfügbar).Narrativer Übersichtsartikel; Nicht gelesenniedrigC-INS-06
A-LEG-01Favism and Glucose-6-Phosphate Dehydrogenase Deficiency.
Luzzatto L, Arese P
2018PMID 29298156
DOI 10.1056/nejmra1708111
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffend (Übersichtsarbeit)Renommierter Übersichtsartikel zum Favismus; uns lag kein Abstract vor.Kein Abstract verfügbar; Inhalt von uns nicht überprüftmoderatC-LEG-03
A-LEG-02Glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency.
Cappellini MD, Fiorelli G
2008PMID 18177777
DOI 10.1016/S0140-6736(08)60073-2
Narrativer ÜbersichtsartikelWeltweitG6PD-Mangel betrifft über 400 Millionen Menschen; eine Hämolyse wird durch äußere Stoffe ausgelöst und lässt sich durch deren Vermeidung verhindern.Narrativ, nicht systematisch; Abstract erwähnt Ackerbohnen nicht ausdrücklichmoderatC-LEG-03 C-LEG-04 C-LEG-05
A-LEG-03Red kidney bean poisoning in the UK: an analysis of 50 suspected incidents between 1976 and 1989.
Rodhouse JC, Haugh CA, Roberts D et al.
1990PMID 2249712
DOI 10.1017/s095026880004810x
AusbruchsberichtVorfälle, die dem PHLS Food Hygiene Laboratory oder dem Communicable Disease Surveillance Centre (Colindale) gemeldet wurden, mit mehr als 200 Fällen50 Vergiftungsfälle durch rohe oder nicht durchgegarte Kidneybohnen; gründliches Kochen macht das Gift unwirksam.Passive Meldung; die Autoren dokumentieren eine deutliche Untererfassung; 23 von 32 Vorfällen nur anhand der klinischen Vorgeschichte diagnostiziert; bei 6 davon hatten die Bohnen <400 HAU/gmoderatC-LEG-06 C-LEG-07
A-LEG-04Antinutritional properties of plant lectins.
Vasconcelos IM, Oliveira JT
2004PMID 15302522
DOI 10.1016/j.toxicon.2004.05.005
Narrativer ÜbersichtsartikelTiere, Insekten (Übersichtsarbeit)Aktive pflanzliche Lektine schaden Tieren bei hoher Aufnahme; Relevanz für gekochte Lebensmittel beim Menschen nicht gezeigt.Überwiegend Tier- und Insektendaten; Keine Dosis-Wirkungs-Beziehung beim MenschenmoderatC-LEG-01 C-LEG-07
A-LEG-05Iron bioavailability and dietary reference values.
Hurrell R, Egli I
2010PMID 20200263
DOI 10.3945/ajcn.2010.28674F
Narrativer ÜbersichtsartikelMenschen (Isotopen- und Aufnahmestudien)Aus vegetarischer Ernährung wird weniger Eisen aufgenommen als aus Mischkost; bei abwechslungsreicher Ernährung spielen einzelne Hemmstoffe eine geringere Rolle als der Eisenstatus.Narrativ; Nicht spezifisch für HülsenfrüchtemoderatC-LEG-08
A-LEG-06Bioavailability of minerals in legumes.
Sandberg AS
2002PMID 12498628
DOI 10.1079/BJN/2002718
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendPhytat verringert die Aufnahme von Eisen und Zink, aber Verarbeitung senkt den Phytatgehalt, und bei ausgewogener Ernährung besteht kein Risiko.NarrativmoderatC-LEG-04 C-LEG-08
A-LEG-07Exposure of infants to phyto-oestrogens from soy-based infant formula.
Setchell KD, Zimmer-Nechemias L, Cai J et al.
1997PMID 9217716
DOI 10.1016/S0140-6736(96)09480-9
Mess-/Rückstandsstudie4 Monate alte SäuglingeMit Soja ernährte Säuglinge hatten Isoflavon-Blutspiegel, die hundertfach höher waren als bei anderen Säuglingen.Sehr kleines n; Keine klinischen EndpunktemoderatC-LEG-10
A-LEG-08Goitrogenic and estrogenic activity of soy isoflavones.
Doerge DR, Sheehan DM
2002PMID 12060828
DOI 10.1289/ehp.02110s3349
Narrativer ÜbersichtsartikelRatten, Menschen (Übersichtsarbeit)Sojaverbindungen hemmen im Labor ein Schilddrüsenenzym, aber die Schilddrüsenfunktion bei Ratten blieb normal; Jodmangel ist entscheidend.Tier/in vitro; Auf Besorgnis ausgerichtete Darstellung der AutorenniedrigC-LEG-10
A-LEG-09Soy Formula and Epigenetic Modifications: Analysis of Vaginal Epithelial Cells from Infant Girls in the IFED Study.
Harlid S, Adgent M, Jefferson WN et al.
2017PMID 27539829
DOI 10.1289/EHP428
KohortenstudieGesunde, reif geborene Mädchen (Einlinge), die ab der Geburt ausschließlich Soja- oder Kuhmilch-Säuglingsnahrung erhielten (IFED-Kohorte, Philadelphia); Mütter überwiegend Schwarze, viele mit High-School-Abschluss oder niedrigerer BildungEine kleine Studie fand Unterschiede in der Genmethylierung bei mit Soja ernährten Mädchen; gesundheitliche Bedeutung unbekannt.Entdeckungsscan mit nur 10 Säuglingen, ohne Korrektur für multiples Testen über 427.097 CpGs; Im Scan unterschieden sich Soja-Proben (4-8 Wochen) und Kuhmilch-Proben (20-32 Wochen) stark im Alter, während die Methylierung mit dem Alter abnimmt – erhebliches Confounding des EntdeckungssignalsniedrigC-LEG-10
A-LEG-10A diet low in FODMAPs reduces symptoms of irritable bowel syndrome.
Halmos EP, Power VA, Shepherd SJ et al.
2014PMID 24076059
DOI 10.1053/j.gastro.2013.09.046
Randomisierte kontrollierte Studie30 Reizdarmpatientinnen und -patienten, 8 gesunde KontrollpersonenEine Ernährung mit wenig fermentierbaren Zuckern halbierte die Beschwerdewerte bei Reizdarmpatienten; gesunde Personen hatten bei keiner der beiden Ernährungsformen Beschwerden.Klein; Einfach verblindetmoderatC-LEG-12
A-LEG-11Fatalities due to anaphylactic reactions to foods.
Bock SA, Muñoz-Furlong A, Sampson HA
2001PMID 11150011
DOI 10.1067/mai.2001.112031
Fallserie / FallberichtAn das AAAAI-Register gemeldete TodesfälleDie meisten der 32 Todesfälle durch Lebensmittelallergie gingen auf Erdnüsse oder Baumnüsse zurück, fast alle bei Menschen mit bereits bekannter Allergie.Freiwillige Meldungen; Keine Bezugsgröße (Nenner)moderatC-LEG-11
A-LEG-12Further fatalities caused by anaphylactic reactions to food, 2001-2006.
Bock SA, Muñoz-Furlong A, Sampson HA
2007PMID 17306354
DOI 10.1016/j.jaci.2006.12.622
Fallserie / FallberichtUS-RegisterRegisterbrief; Inhalt lag uns nicht vor.Kein Abstract; Inhalt nicht überprüftniedrigC-LEG-11
A-LEG-13Cross-allergenicity of peanut and lupine: the risk of lupine allergy in patients allergic to peanuts.
Moneret-Vautrin DA, Guérin L, Kanny G et al.
1999PMID 10518837
DOI 10.1016/s0091-6749(99)70303-9
QuerschnittsstudiePatientinnen und Patienten mit ErdnussallergieViele Patienten mit Erdnussallergie reagierten auch auf Lupinenmehl.Kleine ausgewählte StichprobemoderatC-LEG-11
A-LEG-14Incidence of fatal food anaphylaxis in people with food allergy: a systematic review and meta-analysis.
Umasunthar T, Leonardi-Bee J, Hodes M et al.
2013PMID 24118190
DOI 10.1111/cea.12211
MetaanalyseMenschen mit Nahrungsmittelallergie (Nenner geschätzt durch Anwendung einer angenommenen Prävalenz von Nahrungsmittelallergien auf definierte Allgemeinbevölkerungen)Bei Menschen mit Lebensmittelallergie kommen tödliche Reaktionen etwa 1,8-mal pro Million Personenjahre vor, seltener als tödliche Unfälle.Die Nenner beruhen auf einer angenommenen Prävalenz von Nahrungsmittelallergien, nicht auf gemessenen Allergiker-Kohorten; Hohe Heterogenität; unterschiedliche Fallerfassung (Register, Medien, Rechtsmedizin/Coroner, Wohltätigkeitsorganisationen)moderatC-LEG-11
A-ODD-01Effect of rosiglitazone on the risk of myocardial infarction and death from cardiovascular causes.
Nissen SE, Wolski K
2007PMID 17517853
DOI 10.1056/NEJMoa072761
MetaanalyseTyp-2-Diabetes in Studien >24 Wochen, mittleres Alter 56 Jahre, HbA1c 8,2 %Die Zusammenfassung von 42 Studien deutete auf 43 % mehr Herzinfarkte hin. Der Anstieg der Herztodesfälle war statistisch nicht gesichert.Keine Daten auf Patientenebene; Seltene Ereignisse, Fixed-Effects-ModellmoderatC-ODD-05 C-ODD-09
A-ODD-02Heart failure events with rosiglitazone in type 2 diabetes: data from the RECORD clinical trial.
Komajda M, McMurray JJ, Beck-Nielsen H et al.
2010PMID 20118174
DOI 10.1093/eurheartj/ehp604
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes, Alter 40–75, BMI >25 kg/m2, HbA1c >7,0–<=9,0 % unter Metformin- oder Sulfonylharnstoff-Monotherapie in Maximaldosis; ausgeschlossen: frühere Herzinsuffizienz, kürzliches schweres kardiovaskuläres Ereignis, eingeschränkte Nierenfunktion, unkontrollierter Bluthochdruck.Herzinsuffizienz verdoppelte sich unter Rosiglitazon (2,6 zusätzliche Fälle pro 1.000 Patientenjahre). Die Herztodesfälle insgesamt nahmen aber nicht zu.Offenes Design (von Prüfärztinnen und Prüfärzten erkannte Ereignisse können durch das Wissen um Flüssigkeitsretention unter TZD beeinflusst sein, obwohl die Adjudikation verblindet war); Der Sponsor (GSK) wertete die Daten aus; Autorinnen und Autoren mit umfangreichen Verbindungen zur IndustriehochC-ODD-05 C-ODD-09
A-ODD-03Pioglitazone use and risk of bladder cancer: population based cohort study.
Tuccori M, Filion KB, Yin H et al.
2016PMID 27029385
DOI 10.1136/bmj.i1541
KohortenstudiePatientinnen und Patienten im Alter von >=40, neu mit nicht-insulinären Antidiabetika behandelt, die 2000–2013 eine neue Wirkstoffklasse begannen; ausgeschlossen: frühere Insulinanwendung, Schwangerschaftsdiabetes, PCOS, früherer Blasenkrebs, <1 Jahr Nachbeobachtung. Mittleres Alter 63,7; 56,8 % Männer.Pioglitazon-Nutzende hatten 63 % mehr Blasenkrebs. Das sind etwa 3 zusätzliche Fälle pro 10.000 Menschen pro Jahr.Beobachtungsstudie; Residual Confounding (berufliche Expositionen, Ernährung, ethnische Zugehörigkeit) möglich; Nur 54 exponierte Fälle; Stufen der Dosis-Wirkungs-Beziehung unpräzise und über die Dosiskategorien nahezu flachmoderatC-ODD-05 C-ODD-12
A-ODD-04Long term treatment with metformin in patients with type 2 diabetes and risk of vitamin B-12 deficiency: randomised placebo controlled trial.
de Jager J, Kooy A, Lehert P et al.
2010PMID 20488910
DOI 10.1136/bmj.c2181
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten im Alter von 30–80 mit insulinbehandeltem Typ-2-Diabetes in drei nicht universitären Krankenhausambulanzen; mittlere Diabetesdauer 12–14 Jahre, mittlere Insulindosis ~61–64 IE/Tag.Über 4 Jahre senkte Metformin das B12 um 19 %. Etwa 1 von 14 Nutzenden bekam dadurch einen Mangel.Sekundäranalyse; die Teststärke der Studie war auf andere Endpunkte ausgelegt; Ungleichgewicht zu Studienbeginn trotz Randomisierung (Metformin-Gruppe älter, 64 vs. 59 Jahre; weniger Rauchende 19 % vs. 30 %)hochC-ODD-05 C-ODD-07
A-ODD-05Association of biochemical B₁₂ deficiency with metformin therapy and vitamin B₁₂ supplements: the National Health and Nutrition Examination Survey, 1999-2006.
Reinstatler L, Qi YP, Williamson RS et al.
2012PMID 22179958
DOI 10.2337/dc11-1582
QuerschnittsstudieNicht in Einrichtungen lebende Erwachsene in den USA im Alter von >=50 Jahren; Typ-2-Diabetes definiert als ärztliche Diagnose nach dem 30. Lebensjahr ohne Insulin innerhalb von 1 Jahr. Ausgeschlossen: HIV, hohes Kreatinin, verordnete B12-Injektionen, Prädiabetes, Schwangerschaft, Typ-1-Diabetes, Metformin-Anwendende ohne Diabetes.5,8 % der Metformin-Nutzenden hatten einen B12-Mangel, gegenüber 2,4 % der anderen Menschen mit Diabetes.Querschnittsstudie; nur Zusammenhänge, keine zeitliche Abfolge (Autorinnen und Autoren); Nur aktuelle Metformin-Anwendung; Nicht-Anwendende könnten Metformin abgesetzt haben (möglicherweise wegen niedrigem B12)moderatC-ODD-05 C-ODD-07
A-ODD-06Long-term Metformin Use and Vitamin B12 Deficiency in the Diabetes Prevention Program Outcomes Study.
Aroda VR, Edelstein SL, Goldberg RB et al.
2016PMID 26900641
DOI 10.1210/jc.2015-3754
Randomisierte kontrollierte StudieMenschen mit Prädiabetes und ÜbergewichtJedes Jahr Metformin erhöhte die Chance (Odds) auf einen B12-Mangel um etwa 13 %.Placebogruppe nach DPP teilweise entblindet; SekundäranalysemoderatC-ODD-05 C-ODD-07
A-ODD-07Comparative effectiveness of sulfonylurea and metformin monotherapy on cardiovascular events in type 2 diabetes mellitus: a cohort study.
Roumie CL, Hung AM, Greevy RA et al.
2012PMID 23128859
DOI 10.7326/0003-4819-157-9-201211060-00003
KohortenstudieVeteranen im Alter von >=18 Jahren, die nach >=365 Tagen ohne Antidiabetika mit Metformin oder einem Sulfonylharnstoff (Glyburid oder Glipizid) begannen; ausgeschlossen: Herzinsuffizienz, Krebs, HIV, Transplantation, Nieren-/Lebererkrankung im Endstadium, respiratorische Insuffizienz, Kokainkonsum, Kreatinin >=1,5 mg/dL. 97 % Männer, 75 % weiß, medianes Alter 62; medianer HbA1c 7,0–7,3 %.Wer mit einem Sulfonylharnstoff statt mit Metformin begann, hatte etwa 1–4 zusätzliche Herzereignisse oder Todesfälle pro 1.000 Personen und Jahr.Beobachtungsstudie; Residual Confounding durch die Indikation (Sulfonylharnstoff-Anwendende älter, mehr Schleifendiuretika/Digoxin, niedrigerer BMI) trotz Adjustierung; Sehr kurze mediane Nachbeobachtung (~0,6–0,8 Jahre) mit starker Zensierung (66–73 % beendeten die Therapie) – möglicherweise informativmoderatC-ODD-05 C-ODD-11
A-ODD-08Saxagliptin and cardiovascular outcomes in patients with type 2 diabetes mellitus.
Scirica BM, Bhatt DL, Braunwald E et al.
2013PMID 23992601
DOI 10.1056/NEJMoa1307684
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes mit kardiovaskulären Ereignissen oder Risiko dafürKeine Wirkung auf Herzinfarkte oder Schlaganfälle, aber mehr Krankenhausaufnahmen wegen Herzschwäche (3,5 % vs. 2,8 %, also 0,7 Prozentpunkte).Kurze Nachbeobachtung; IndustriefinanzierthochC-ODD-04 C-ODD-05
A-ODD-09Canagliflozin and Cardiovascular and Renal Events in Type 2 Diabetes.
Neal B, Perkovic V, Mahaffey KW et al.
2017PMID 28605608
DOI 10.1056/NEJMoa1611925
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes (HbA1c 7,0–10,5 %), Alter >=30 mit symptomatischer atherosklerotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung oder >=50 mit >=2 kardiovaskulären Risikofaktoren; eGFR >30. Mittleres Alter 63,3, 35,8 % Frauen, Diabetesdauer 13,5 Jahre, 65,6 % mit Herz-Kreislauf-Vorerkrankung, 14,4 % Herzinsuffizienz, 2,3 % frühere Amputation.Weniger Herzinfarkte, Schlaganfälle und Herztodesfälle (−14 %), aber mehr Amputationen an Zehen und Fuß.Vom Sponsor erstellter Randomisierungsplan, Mitauswertung durch den Sponsor und Angestellte als Autorinnen bzw. Autoren; Integrierte Analyse zweier Studien, teilweise notwendig geworden durch entblindete Zwischendaten, die im Zulassungsantrag verwendet wurden (CANVAS)hochC-ODD-05 C-ODD-06
A-ODD-10Diabetic Ketoacidosis and Related Events in the Canagliflozin Type 2 Diabetes Clinical Program.
Erondu N, Desai M, Ways K et al.
2015PMID 26203064
DOI 10.2337/dc15-1251
SonstigesPatientinnen und Patienten mit Typ-2-Diabetes im RCT-Programm zu Canagliflozin (Vorgeschichte von Typ-1-Diabetes oder diabetischer Ketoazidose ausgeschlossen); ~31 % mit Hintergrund-Insulin.Ketoazidose war selten (7 pro 10.000 Patientinnen und Patienten), oft bei Insulinmangel oder Auslösern.Analyse des Sponsors durch angestellte Autorinnen und Autoren; keine unabhängige Adjudikation; Erfassung über von Prüfärztinnen und Prüfärzten gemeldete Begriffe für unerwünschte Ereignisse – wahrscheinlich Untererfassung (Autorinnen und Autoren)niedrigC-INS-08 C-ODD-02 C-ODD-05
A-ODD-11Risk of Diabetic Ketoacidosis after Initiation of an SGLT2 Inhibitor.
Fralick M, Schneeweiss S, Patorno E
2017PMID 28591538
DOI 10.1056/NEJMc1701990
Kohortenstudienicht überprüfbarInhalt nicht verifiziert (kein Abstract).Nicht gelesen; Letter-FormatniedrigC-ODD-02 C-ODD-05
A-ODD-12Fournier Gangrene Associated With Sodium-Glucose Cotransporter-2 Inhibitors: A Review of Spontaneous Postmarketing Cases.
Bersoff-Matcha SJ, Chamberlain C, Cao C et al.
2019PMID 31060053
DOI 10.7326/M19-0085
Fallserie / FallberichtAn FAERS gemeldete Erwachsene mit DiabetesDie FDA erhielt 55 Meldungen dieser seltenen Genitalinfektion unter SGLT2-Medikamenten. Meldungen können nicht zeigen, wie häufig sie wirklich auftritt.Keine Häufigkeit/Kausalität; Meldeverzerrung (vermehrte Meldungen nach Warnhinweisen)sehr niedrigC-ODD-05 C-ODD-08
A-ODD-13Effects of Canagliflozin on Fracture Risk in Patients With Type 2 Diabetes Mellitus.
Watts NB, Bilezikian JP, Usiskin K et al.
2016PMID 26580237
DOI 10.1210/jc.2015-3167
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-DiabetesMehr Knochenbrüche in einer Studie mit älteren Hochrisiko-Patientinnen und -Patienten, nicht in den anderen.Gepoolt, nachträglich (post hoc)moderatC-ODD-05
A-ODD-14Glucagonlike peptide 1-based therapies and risk of hospitalization for acute pancreatitis in type 2 diabetes mellitus: a population-based matched case-control study.
Singh S, Chang HY, Richards TM et al.
2013PMID 23440284
DOI 10.1001/jamainternmed.2013.2720
Fall-Kontroll-StudieErwachsene 18–64 Jahre mit Typ-2-DiabetesAnwenderinnen und Anwender hatten etwa die doppelte Chance (Odds) auf eine Pankreatitis. Sie hatten aber auch mehr Risikofaktoren.Starkes Confounding; AbrechnungsdatenniedrigC-ODD-04 C-ODD-05
A-ODD-15Risk of Gastrointestinal Adverse Events Associated With Glucagon-Like Peptide-1 Receptor Agonists for Weight Loss.
Sodhi M, Rezaeianzadeh R, Kezouh A et al.
2023PMID 37796527
DOI 10.1001/jama.2023.19574
Kohortenstudienicht überprüfbarNicht verifiziert (kein Abstract).Nicht gelesenniedrigC-ODD-04 C-ODD-05
A-ODD-16Risk of Nonarteritic Anterior Ischemic Optic Neuropathy in Patients Prescribed Semaglutide.
Hathaway JT, Shah MP, Hathaway DB et al.
2024PMID 38958939
DOI 10.1001/jamaophthalmol.2024.2296
KohortenstudieVon Neuroophthalmologinnen und -ophthalmologen an einer Universitätseinrichtung untersuchte Patientinnen und PatientenIn einem Register einer Augenklinik hatten Semaglutid-Nutzende etwa 4-mal mehr NAION. Die Fallzahlen waren aber klein.Überweisungspopulation (Selektionsbias); Wenige EreignisseniedrigC-ODD-05 C-ODD-10
A-ODD-17Effects of intensive glucose lowering in type 2 diabetes.
Action to Control Cardiovascular Risk in Diabetes Study Group, Gerstein HC, Miller ME et al.
2008PMID 18539917
DOI 10.1056/NEJMoa0802743
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes, mittleres Alter 62,2 Jahre, medianer HbA1c 8,1 %, bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung oder zusätzliche RisikofaktorenDen HbA1c unter 6 % zu drücken, erhöhte die Todesfälle um etwa ein Fünftel. Herzinfarkte und Schlaganfälle wurden nicht signifikant seltener.Strategiestudie: Schaden lässt sich keinem bestimmten Medikament zuordnen; Intensiv-Arm vorzeitig abgebrochenhochC-INS-04
A-ODD-18Glucose control and vascular complications in veterans with type 2 diabetes.
Duckworth W, Abraira C, Moritz T et al.
2009PMID 19092145
DOI 10.1056/NEJMoa0808431
Randomisierte kontrollierte StudieMilitärveteranen, mittleres Alter 60,4 Jahre, Diabetesdauer 11,5 Jahre, 40 % mit früherem kardiovaskulärem EreignisEin niedrigerer Zucker senkte Herzereignisse oder Todesfälle nicht. Nebenwirkungen (vor allem Unterzuckerungen) waren häufiger.Kleinere Stichprobe, begrenzte Power; Überwiegend MännermoderatC-INS-04
A-ORG-01Association of Long-Term Risk of Respiratory, Allergic, and Infectious Diseases With Removal of Adenoids and Tonsils in Childhood.
Byars SG, Stearns SC, Boomsma JJ
2018PMID 29879264
DOI 10.1001/jamaoto.2018.0614
KohortenstudieIn Dänemark 1979-1999 geborene KinderKinder, die operiert wurden, hatten später mehr Atemwegserkrankungen (2- bis 3-mal so häufig bei Erkrankungen der oberen Atemwege), aber die Studie kann nicht beweisen, dass die Operation dies verursacht hat.Confounding durch die Indikation (Kinder, die wegen wiederkehrender Infektionen/Atemwegsverlegung operiert werden, könnten anfälliger für Atemwegserkrankungen sein); Breite KIs für spezifische EndpunktemoderatC-ORG-01 C-ORG-03 C-ORG-16
A-ORG-02Tonsillectomy associated with an increased risk of autoimmune diseases: A national cohort study.
Ji J, Sundquist J, Sundquist K
2016PMID 27344241
DOI 10.1016/j.jaut.2016.06.007
KohortenstudieAlle Personen in Schweden mit TonsillektomieMenschen, denen die Mandeln entfernt wurden, erhielten 34 % häufiger die Diagnose einer Autoimmunerkrankung als die Allgemeinbevölkerung.Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung, nicht mit gematchten nicht operierten Personen mit ähnlichen Infektionen; Keine Adjustierung für Störfaktoren über die Standardisierung hinausniedrigC-ORG-04 C-ORG-16
A-ORG-03A randomized trial of adenotonsillectomy for childhood sleep apnea.
Marcus CL, Moore RH, Rosen CL et al.
2013PMID 23692173
DOI 10.1056/NEJMoa1215881
Randomisierte kontrollierte StudieKinder von 5–9 Jahren mit OSA (AHI >=2 oder OAI >=1) ohne anhaltende Sauerstoffentsättigung, für eine Operation geeignet; 53 % Schwarze, etwa 47 % übergewichtig/adipösDie Operation normalisierte die Schlafuntersuchungen bei 79 % vs. 46 % beim Abwarten und verbesserte Verhalten und Lebensqualität.Kurze Nachbeobachtung (7 Monate); Primärer Endpunkt negativhochC-ORG-01 C-ORG-03 C-ORG-15
A-ORG-04Appendectomy and protection against ulcerative colitis.
Andersson RE, Olaison G, Tysk C et al.
2001PMID 11248156
DOI 10.1056/NEJM200103153441104
KohortenstudieSchwedische Patientinnen und Patienten mit Appendektomie vor dem 50. LebensjahrMenschen, denen ein entzündeter Blinddarm vor dem 20. Lebensjahr entfernt wurde, hatten später seltener Colitis ulcerosa; die Entfernung eines nicht entzündeten Blinddarms zeigte keinen Unterschied.Beobachtungsstudie; Kann die Wirkung der Entfernung nicht von der Wirkung der Entzündung trennenmoderatC-ORG-05 C-ORG-16
A-ORG-05Risk of Gastrointestinal Cancers among Patients with Appendectomy: A Large-Scale Swedish Register-Based Cohort Study during 1970-2009.
Song H, Abnet CC, Andrén-Sandberg Å et al.
2016PMID 26959234
DOI 10.1371/journal.pone.0151262
KohortenstudieAlle vor 2003 geborenen Patientinnen und Patienten mit Appendektomie in Schweden 1970–2009 (mittleres Alter 32,5 Jahre; 54,7 % Frauen); 327.496 Appendizitis, 152.886 andere Diagnosen (negative oder beiläufige Appendektomie)Kein erhöhtes Risiko für Magen-, Dickdarm- oder Rektumkrebs nach Blinddarmentfernung.SIR-Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung; keine Adjustierung für BMI, Rauchen, Ernährung, sozioökonomischen Status (Autorinnen und Autoren); Überwachungs-/Entdeckungsbias (Autorinnen und Autoren; z. B. früher Überschuss an Kardiakarzinomen)moderatC-ORG-05 C-ORG-16 C-ORG-17
A-ORG-06Intestinal cancer after cholecystectomy: is bile involved in carcinogenesis?
Lagergren J, Ye W, Ekbom A
2001PMID 11522737
DOI 10.1053/gast.2001.27083
KohortenstudieSchwedische Patientinnen und Patienten mit CholezystektomieNach Gallenblasenentfernung waren seltene Dünndarmkrebsarten etwa 1,8-mal und rechtsseitiger Dickdarmkrebs 1,16-mal so häufig wie in der Bevölkerung.Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung; Gallensteinerkrankung selbst und Lebensstil nicht kontrolliert; Keine Adjustierung für StörfaktorenniedrigC-ORG-06 C-ORG-16
A-ORG-07Cholecystectomy and NAFLD: does gallbladder removal have metabolic consequences?
Nervi F, Arrese M
2013PMID 23735917
DOI 10.1038/ajg.2013.84
SonstigesEine US-Erhebung fand Fettleber häufiger bei Menschen ohne Gallenblase; Ursache unklar.Editorial; zugrunde liegende Querschnittsdaten; umgekehrte Kausalität möglichsehr niedrigC-ORG-06 C-ORG-16
A-ORG-08Small Intestinal Bacterial Overgrowth Diagnosed by Glucose Hydrogen Breath Test in Post-cholecystectomy Patients.
Sung HJ, Paik CN, Chung WC et al.
2015PMID 26351251
DOI 10.5056/jnm15020
QuerschnittsstudiePatientinnen und Patienten mit Beschwerden nach Cholezystektomie, Patientinnen und Patienten mit FGID, gesunde KontrollpersonenAtemtests waren bei Patientinnen und Patienten mit Beschwerden nach Gallenblasenentfernung häufiger positiv.Klein; Ausgewählte Patientinnen und Patienten mit BeschwerdenniedrigC-ORG-16
A-ORG-09Postcholecystectomy diarrhoea rate and predictive factors: a systematic review of the literature.
Farrugia A, Attard JA, Khan S et al.
2022PMID 35177439
DOI 10.1136/bmjopen-2020-046172
Systematischer ReviewErwachsene (18–85 Jahre) nach Cholezystektomie (1855 laparoskopisch, 378 offen, soweit berichtet; 2250 Frauen, 787 Männer, soweit berichtet)Etwa 13 % der Patientinnen und Patienten bekamen nach der Operation Durchfall.Rohes ungewichtetes Poolen; keine KIs oder Bewertung der Heterogenität trotz einer Spanne von 2,1–57,2 %; Die meisten eingeschlossenen Studien hatten keine ausreichende Power für PCD, keine Kontrollgruppen und nutzten nicht validierte Fragebögen und Erinnerungsangaben (Autorinnen und Autoren)niedrigC-ORG-01 C-ORG-08
A-ORG-10Hysterectomy and risk of cardiovascular disease: a population-based cohort study.
Ingelsson E, Lundholm C, Johansson AL et al.
2011PMID 21186237
DOI 10.1093/eurheartj/ehq477
KohortenstudieSchwedische Frauen mit Hysterektomie wegen gutartiger ErkrankungFrauen, die vor dem 50. Lebensjahr operiert wurden, hatten später etwa 18 % mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen.Confounding im Register (Indikationen, Stoffwechselprofil)moderatC-ORG-10 C-ORG-16
A-ORG-11Cardiovascular and metabolic morbidity after hysterectomy with ovarian conservation: a cohort study.
Laughlin-Tommaso SK, Khan Z, Weaver AL et al.
2018PMID 29286988
DOI 10.1097/GME.0000000000001043
KohortenstudieFrauen im Olmsted CountySpätere Herz- und Stoffwechselprobleme waren mäßig häufiger, besonders nach einer Operation im Alter von 35 Jahren oder jünger.Ein einzelner County; BeobachtungsstudiemoderatC-ORG-10 C-ORG-16
A-ORG-12Long term effects of hysterectomy on mortality: nested cohort study.
Iversen L, Hannaford PC, Elliott AM et al.
2005PMID 15930026
DOI 10.1136/bmj.38483.669178.8F
KohortenstudieFrauen im Vereinigten KönigreichFrauen mit Hysterektomie starben über etwa 20 Jahre nicht früher.Ovarektomie-Status im Abstract nicht getrenntmoderatC-ORG-10 C-ORG-16
A-ORG-13Long-term mortality associated with oophorectomy compared with ovarian conservation in the nurses' health study.
Parker WH, Feskanich D, Broder MS et al.
2013PMID 23635669
DOI 10.1097/AOG.0b013e3182864350
KohortenstudieNHS-Teilnehmerinnen mit Hysterektomie wegen gutartiger ErkrankungDie Entfernung der Eierstöcke war mit etwas höheren Sterberaten verbunden (16,8 % vs. 13,3 % über 28 Jahre), vor allem bei Frauen unter 50, die nie Östrogen eingenommen hatten.Beobachtungsstudie; Gründe für die Ovarektomie unbekannt (von den Autoren genannte Einschränkung); Selbstberichtete Ovarektomie (>90 % korrekt)moderatC-ORG-09 C-ORG-16
A-ORG-14Increased risk of cognitive impairment or dementia in women who underwent oophorectomy before menopause.
Rocca WA, Bower JH, Maraganore DM et al.
2007PMID 17761551
DOI 10.1212/01.wnl.0000276984.19542.e6
KohortenstudieFrauen im Olmsted County, Ovarektomie vor der Menopause, Indikation ohne KrebsFrauen, denen vor der Menopause die Eierstöcke entfernt wurden, hatten später ein um 46 % höheres Risiko für kognitive Beeinträchtigung oder Demenz.Interviews mit Angehörigen; BeobachtungsstudiemoderatC-ORG-11 C-ORG-16
A-ORG-15Accelerated Accumulation of Multimorbidity After Bilateral Oophorectomy: A Population-Based Cohort Study.
Rocca WA, Gazzuola-Rocca L, Smith CY et al.
2016PMID 27693001
DOI 10.1016/j.mayocp.2016.08.002
KohortenstudiePrämenopausale Frauen mit beidseitiger Ovarektomie <50Frauen, denen vor dem 46. Lebensjahr beide Eierstöcke entfernt wurden, sammelten schneller chronische Krankheiten an.Höhere Multimorbidität zu StudienbeginnmoderatC-ORG-09 C-ORG-16
A-ORG-16Long-term risks after splenectomy among 8,149 cancer-free American veterans: a cohort study with up to 27 years follow-up.
Kristinsson SY, Gridley G, Hoover RN et al.
2014PMID 24056815
DOI 10.3324/haematol.2013.092460
KohortenstudieKrebsfreie US-Veteranen mit Splenektomie unter >4 Millionen stationär behandelten VeteranenSchwere Infektionen waren nach Milzentfernung 2- bis 3-mal und Blutgerinnsel etwa 2-mal so häufig.Indikationen für die Splenektomie (Trauma, hämatologische Erkrankung) können Confounding verursachen; Nur männliche VeteranenmoderatC-ORG-12 C-ORG-13 C-ORG-16
A-ORG-17Risk of cardiovascular events and pulmonary hypertension following splenectomy - a Danish population-based cohort study from 1996-2012.
Rørholt M, Ghanima W, Farkas DK et al.
2017PMID 28572164
DOI 10.3324/haematol.2016.157008
KohortenstudieDänische SplenektomierteIm Vergleich zu Menschen mit denselben Erkrankungen blieb nur das Schlaganfallrisiko erhöht; das Herzinfarktrisiko wurde durch die Grunderkrankung erklärt.5 Jahre NachbeobachtunghochC-ORG-13 C-ORG-16
A-ORG-18Overwhelming post-splenectomy sepsis in patients with asplenia and hyposplenia: a retrospective cohort study.
Chong J, Jones P, Spelman D et al.
2017PMID 27776576
DOI 10.1017/S0950268816002405
KohortenstudieAsplenische oder hyposplenische Registrierte des Victorian Spleen Registry (medianes Alter bei Splenektomie 38 Jahre; im Mittel 11 Jahre seit Splenektomie)Schwere Infektionen mit Intensivbehandlung traten bei etwa 1 pro 1000 Patientenjahre auf.Retrospektive Selbstauskunft bei der Registrierung (Erinnerungsbias; Todesfälle vor der Registrierung nicht erfasst; mögliche Registrierung wegen einer Infektion); Kein Vergleich mit Personen ohne Splenektomie, daher lässt sich das Zusatzrisiko nicht quantifizierenmoderatC-ORG-12
A-ORG-19Current thyroid cancer trends in the United States.
Davies L, Welch HG
2014PMID 24557566
DOI 10.1001/jamaoto.2014.1
Ökologische StudieErwachsene in 9 SEER-GebietenDie Diagnosen haben sich von 1975 bis 2009 fast verdreifacht, während die Todesfälle bei etwa 0,5 pro 100.000 blieben.Ökologisch; kann keine individuelle Überdiagnose beweisenhochC-ORG-14 C-ORG-15
A-ORG-20The enigma of persistent symptoms in hypothyroid patients treated with levothyroxine: A narrative review.
Perros P, Van Der Feltz-Cornelis C, Papini E et al.
2023PMID 33783849
DOI 10.1111/cen.14473
Narrativer ÜbersichtsartikelEine Minderheit behält trotz normaler Blutwerte Beschwerden; die Ursachen sind umstritten.NarrativniedrigC-ORG-16
A-PPI-01Proton Pump Inhibitor Use and the Risk of Chronic Kidney Disease.
Lazarus B, Chen Y, Wilson FP et al.
2016PMID 26752337
DOI 10.1001/jamainternmed.2015.7193
KohortenstudieARIC: Erwachsene aus der Allgemeinbevölkerung (Visite 4, mittleres Alter ~62,5 J.) aus vier US-Gemeinden mit eGFR >=60; Geisinger: Patientinnen und Patienten eines ländlichen Gesundheitssystems in Pennsylvania mit ambulanter eGFR >=60 (mittleres Alter ~50 J.)Bei PPI-Anwendenden trat neue chronische Nierenkrankheit etwa 1,2- bis 1,5-mal so häufig auf wie bei Nichtanwendenden oder Anwendenden von H2-Blockern.Beobachtend; PPI-Anwendende waren häufiger adipös, hatten häufiger Bluthochdruck und nahmen mehr Medikamente – Residual Confounding durch die Indikation; Nur 322 PPI-Anwendende zu Studienbeginn in ARIC; Exposition weitgehend einmalig zu Studienbeginn erfasst (Aktualisierungen ab 2006)moderatC-PPI-01
A-PPI-02Long-term kidney outcomes among users of proton pump inhibitors without intervening acute kidney injury.
Xie Y, Bowe B, Li T et al.
2017PMID 28237709
DOI 10.1016/j.kint.2016.12.021
KohortenstudieNeuanwendende von SäurehemmernIm Vergleich zu Anwendenden von H2-Blockern war bei PPI-Anwendenden eine Verschlechterung der Nierenfunktion um 19–30 % häufiger.Überwiegend ältere männliche Veteranen; Residual ConfoundingmoderatC-PPI-01
A-PPI-03Association Between Proton Pump Inhibitor Use and Risk of Progression of Chronic Kidney Disease.
Klatte DCF, Gasparini A, Xu H et al.
2017PMID 28583827
DOI 10.1053/j.gastro.2017.05.046
KohortenstudieNeuanwendende von PPI und H2-Blockern in StockholmWer neu mit PPI begann, hatte ein um etwa 26 % höheres Risiko für eine Verschlechterung der Nierenfunktion als Personen, die neu mit H2-Blockern begannen.Kurze Nachbeobachtung; Die Autorinnen und Autoren räumen Residual Confounding einmoderatC-PPI-01
A-PPI-04Association of Proton Pump Inhibitors With Risk of Dementia: A Pharmacoepidemiological Claims Data Analysis.
Gomm W, von Holt K, Thomé F et al.
2016PMID 26882076
DOI 10.1001/jamaneurol.2015.4791
KohortenstudiePersonen ≥75 Jahre ohne DemenzBei regelmäßigen PPI-Anwendenden wurde 1,44-mal so häufig eine Demenz diagnostiziert.Diagnosen aus Abrechnungsdaten; Keine Daten zu Bildung, LebensstilniedrigC-PPI-09
A-PPI-05Proton pump inhibitors therapy and risk of Clostridium difficile infection: Systematic review and meta-analysis.
Trifan A, Stanciu C, Girleanu I et al.
2017PMID 29085200
DOI 10.3748/wjg.v23.i35.6500
MetaanalyseErwachsene in 56 BeobachtungsstudienPPI-Anwendende hatten etwa doppelt so hohe Odds (Chancen) für eine C.-difficile-Infektion.Beobachtende Primärstudien; Hohe HeterogenitätmoderatC-PPI-02
A-PPI-06Clostridium difficile-associated diarrhea and proton pump inhibitor therapy: a meta-analysis.
Janarthanan S, Ditah I, Adler DG et al.
2012PMID 22710578
DOI 10.1038/ajg.2012.179
MetaanalyseStationär behandelte Patientinnen und PatientenGepoolt war das Risiko unter PPI etwa 1,7-fach höher.Beobachtungsstudien als Grundlage; Nur Medline/PubMed durchsuchtmoderatC-PPI-02
A-PPI-07Use of acid-suppressive drugs and risk of pneumonia: a systematic review and meta-analysis.
Eom CS, Jeon CY, Lim JW et al.
2011PMID 21173070
DOI 10.1503/cmaj.092129
MetaanalyseErwachsene in 31 StudienIn Beobachtungsstudien hatten PPI-Anwendende um 27 % höhere Odds für eine Lungenentzündung, mit großen Unterschieden zwischen den Studien.Sehr hohe Heterogenität bei PPI; PPI-Evidenz nur aus BeobachtungsstudienmoderatC-PPI-05
A-PPI-08Long-term proton pump inhibitor therapy and risk of hip fracture.
Yang YX, Lewis JD, Epstein S et al.
2006PMID 17190895
DOI 10.1001/jama.296.24.2947
Fall-Kontroll-StudiePatientinnen und Patienten >50 Jahre mit PPI oder ohne SäurehemmerEine Einnahme über mehr als ein Jahr ging mit um 44 % höheren Odds für eine Hüftfraktur einher.Beobachtungsstudie; Confounding durch Gebrechlichkeit, Begleiterkrankungen und SturzrisikomoderatC-PPI-05
A-PPI-09Proton pump inhibitor and histamine 2 receptor antagonist use and vitamin B12 deficiency.
Lam JR, Schneider JL, Zhao W et al.
2013PMID 24327038
DOI 10.1001/jama.2013.280490
Fall-Kontroll-StudieKPNC-MitgliederEine PPI-Versorgung über zwei oder mehr Jahre ging mit um 65 % höheren Odds für einen B12-Mangel einher.Fall-Kontroll-Studie; Testing Bias (Anwendende werden möglicherweise häufiger getestet)moderatC-PPI-03 C-PPI-04
A-PPI-10Proton pump inhibitors and hypomagnesemia in the general population: a population-based cohort study.
Kieboom BC, Kiefte-de Jong JC, Eijgelsheim M et al.
2015PMID 26123862
DOI 10.1053/j.ajkd.2015.05.012
QuerschnittsstudieAllgemeinbevölkerung ≥45PPI-Anwendende hatten doppelt so hohe Odds für einen niedrigen Magnesiumspiegel, besonders bei langer Einnahme und zusammen mit Schleifendiuretika.Einmalige Mg-Messung; QuerschnittsanalysemoderatC-PPI-03 C-PPI-04
A-PPI-11Long-term proton pump inhibitors and risk of gastric cancer development after treatment for Helicobacter pylori: a population-based study.
Cheung KS, Chan EW, Wong AYS et al.
2018PMID 29089382
DOI 10.1136/gutjnl-2017-314605
KohortenstudieErwachsene nach Clarithromycin-basierter Triple-TherapieEine langfristige PPI-Einnahme ging mit mehr Magenkrebs einher, etwa 4 zusätzliche Fälle pro 10.000 Personenjahre.Wenige Ereignisse (153); Breite KIsmoderatC-PPI-09
A-PPI-12Estimates of all cause mortality and cause specific mortality associated with proton pump inhibitors among US veterans: cohort study.
Xie Y, Bowe B, Yan Y et al.
2019PMID 31147311
DOI 10.1136/bmj.l1580
KohortenstudieNeuanwendende von PPI oder H2-BlockernBei PPI-Anwendenden gab es schätzungsweise 45 Todesfälle pro 1.000 mehr über etwa 10 Jahre als bei Anwendenden von H2-Blockern.Ältere, weiße, männliche Veteranen; Residual Confounding und Channeling Bias von den Autorinnen und Autoren eingeräumtmoderatC-PPI-01
A-PPI-13Risk of death among users of Proton Pump Inhibitors: a longitudinal observational cohort study of United States veterans.
Xie Y, Bowe B, Li T et al.
2017PMID 28676480
DOI 10.1136/bmjopen-2016-015735
KohortenstudieNeuanwendende von PPI oder H2-Blockern; dazu Kohorten PPI vs. kein PPIPPI-Anwendende hatten je nach Methode ein um etwa 15–34 % höheres Sterberisiko (Hazard).Beobachtungsstudie; Dieselbe Datenbank wie A-PPI-12 (nicht unabhängig)moderatC-PPI-01
A-PPI-14Proton-pump inhibitor therapy induces acid-related symptoms in healthy volunteers after withdrawal of therapy.
Reimer C, Søndergaard B, Hilsted L et al.
2009PMID 19362552
DOI 10.1053/j.gastro.2009.03.058
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde FreiwilligeNach dem Absetzen von Esomeprazol hatten 44 % der gesunden Freiwilligen Säurebeschwerden, gegenüber 15 % unter Placebo.Klein; Kurze Nachbeobachtung nach dem Absetzen (4 Wochen)hochC-PPI-06 C-PPI-07
A-PPI-15Proton pump inhibitors alter the composition of the gut microbiota.
Jackson MA, Goodrich JK, Maxan ME et al.
2016PMID 26719299
DOI 10.1136/gutjnl-2015-310861
QuerschnittsstudieGesunde ZwillingePPI-Anwendende hatten im Stuhl weniger typische Darmbakterien und mehr Mundbakterien.Veränderte Zusammensetzung ≠ Krankheit; Hauptanalyse im QuerschnittmoderatC-PPI-02
A-PPI-16Proton pump inhibitors affect the gut microbiome.
Imhann F, Bonder MJ, Vich Vila A et al.
2016PMID 26657899
DOI 10.1136/gutjnl-2015-310376
QuerschnittsstudieDrei niederländische KohortenPPI-Anwendende hatten weniger vielfältige Darmbakterien und mehr potenziell schädliche Bakterien.Querschnittsanalyse; Zusammensetzung ≠ EndpunktmoderatC-PPI-02
A-PPI-17Proton pump inhibitor use and the risk of small intestinal bacterial overgrowth: a meta-analysis.
Lo WK, Chan WW
2013PMID 23270866
DOI 10.1016/j.cgh.2012.12.011
MetaanalyseErwachsene in 11 StudienEin Zusammenhang fand sich nur mit dem Kulturtest, nicht mit Atemtests.Kleine Studien; PublikationsbiasniedrigC-PPI-02
A-PPI-18Analysis of Ranitidine-Associated N-Nitrosodimethylamine Production Under Simulated Physiologic Conditions.
Braunstein LZ, Kantor ED, O'Connell K et al.
2021PMID 33512515
DOI 10.1001/jamanetworkopen.2020.34766
Labor-/ZellstudieHandelsübliche Ranitidin-Tabletten zu 150/300 mgIn simulierter Magenflüssigkeit mit sehr viel Nitrit erzeugte eine Tablette bis zu 320.000 ng NDMA.Nur in vitro; Sehr hohe NitritkonzentrationenniedrigC-PPI-08
A-SOD-01Sugar-sweetened beverages and risk of metabolic syndrome and type 2 diabetes: a meta-analysis.
Malik VS, Popkin BM, Bray GA et al.
2010PMID 20693348
DOI 10.2337/dc10-1079
MetaanalyseErwachsene in prospektiven KohortenMenschen in der Gruppe mit dem höchsten Konsum hatten ein um 26 % höheres Risiko für Typ-2-Diabetes als Menschen, die fast keine solchen Getränke tranken.Nur MEDLINE, nur Englisch; keine Protokollregistrierung; Keine formale Bewertung des Biasrisikos der KohortenniedrigC-SOD-01
A-SOD-02Sugar- and Artificially Sweetened Beverages and the Risks of Incident Stroke and Dementia: A Prospective Cohort Study.
Pase MP, Himali JJ, Beiser AS et al.
2017PMID 28428346
DOI 10.1161/STROKEAHA.116.016027
KohortenstudieTeilnehmende der Framingham Heart Study Offspring (überwiegend europäischer Abstammung): Schlaganfall-Stichprobe Alter >45 (Mittel 62, 45 % Männer); Demenz-Stichprobe Alter >60 (Mittel 69, 46 % Männer)Menschen, die täglich Diät-Limonade tranken, hatten etwa dreimal so viele ischämische Schlaganfälle und Alzheimer-Erkrankungen, allerdings bei sehr wenigen Fällen und großer Unsicherheit.Wenige Ereignisse; sehr breite KIs; Umgekehrte Kausalität/Confounding durch die Indikation: Personen, die täglich ASB tranken, hatten häufiger Diabetes (22 % gegenüber 7 %), einen höheren BMI und häufiger eine BluthochdruckbehandlungmoderatC-SOD-06
A-SOD-03Colas, but not other carbonated beverages, are associated with low bone mineral density in older women: The Framingham Osteoporosis Study.
Tucker KL, Morita K, Qiao N et al.
2006PMID 17023723
DOI 10.1093/ajcn/84.4.936
QuerschnittsstudieÄltere Frauen und MännerFrauen, die täglich Cola tranken, hatten eine um 3,7 % niedrigere Knochendichte an der Hüfte; andere Sprudelgetränke zeigten keinen Zusammenhang.Querschnittsstudie; Effekt nur bei Frauen und an der HüftemoderatC-SOD-08 C-SOD-13 C-SOD-14
A-SOD-04Relation between consumption of sugar-sweetened drinks and childhood obesity: a prospective, observational analysis.
Ludwig DS, Peterson KE, Gortmaker SL
2001PMID 11229668
DOI 10.1016/S0140-6736(00)04041-1
KohortenstudieSchulkinder im Alter von ~11,7 J.Jedes zusätzliche tägliche zuckerhaltige Getränk war mit einem höheren BMI und um 60 % höheren Odds für Adipositas verbunden.Kleine Stichprobe; Kurze NachbeobachtungmoderatC-SOD-02
A-SOD-05Long-Term Consumption of Sugar-Sweetened and Artificially Sweetened Beverages and Risk of Mortality in US Adults.
Malik VS, Li Y, Pan A et al.
2019PMID 30882235
DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.118.037401
KohortenstudieUS-Krankenpflegerinnen (NHS, bei Eintritt 30–55 Jahre) und männliche Gesundheitsfachkräfte (HPFS, 40–75 Jahre), überwiegend nicht-hispanische Weiße, zu Studienbeginn frei von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung und KrebsZwei oder mehr zuckerhaltige Getränke am Tag: 21 % höheres Sterberisiko; Diätgetränke waren nur beim höchsten Konsum und nur bei Frauen mit dem Risiko verbunden.Beobachtungsstudie; Residual Confounding (SSB-Trinkende rauchen mehr, ernähren sich schlechter; AHEI 42,7 gegenüber 50,6); Umgekehrte Kausalität bei ASB wahrscheinlich (höherer BMI und mehr Bluthochdruck bei ASB-Trinkenden) (Autorinnen und Autoren)hochC-SOD-03 C-SOD-10
A-SOD-06Soft drinks, fructose consumption, and the risk of gout in men: prospective cohort study.
Choi HK, Curhan G
2008PMID 18244959
DOI 10.1136/bmj.39449.819271.BE
KohortenstudieMännliche Beschäftigte in Gesundheitsberufen ohne GichtZwei oder mehr zuckerhaltige Limonaden am Tag: 85 % höheres Gichtrisiko; auch Fruchtsaft war damit verbunden; Diät-Limonade nicht.Nur männliche Beschäftigte in Gesundheitsberufen; Breites KI beim höchsten KonsummoderatC-SOD-05 C-SUG-06
A-SOD-07Consuming fructose-sweetened, not glucose-sweetened, beverages increases visceral adiposity and lipids and decreases insulin sensitivity in overweight/obese humans.
Stanhope KL, Schwarz JM, Keim NL et al.
2009PMID 19381015
DOI 10.1172/JCI37385
SonstigesÜbergewichtige/adipöse Erwachsene von 40–72 Jahren (BMI 25–35), postmenopausale Frauen und Männer; ohne Diabetes, Nieren-/Lebererkrankung, Bluthochdruck, TG >400 mg/dl; Nichtrauchende; gewohnheitsmäßige Aufnahme <=1 zuckergesüßtes Getränk/TagIn sehr hohen Dosen erhöhten Fruktosegetränke das Bauchfett und verschlechterten die Blutfette stärker als Glukosegetränke.Kleine Stichprobe (32 mit vollständiger Teilnahme); DNL-Teilgruppe nur 18; Zuteilung per Matching; Randomisierung nicht beschriebenniedrigC-SOD-04 C-SRC-37
A-SOD-08Consumption of sugar sweetened beverages, artificially sweetened beverages, and fruit juice and incidence of type 2 diabetes: systematic review, meta-analysis, and estimation of population attributable fraction.
Imamura F, O'Connor L, Ye Z et al.
2015PMID 26199070
DOI 10.1136/bmj.h3576
MetaanalyseErwachsene ohne DiabetesJedes tägliche zuckerhaltige Getränk war mit 13–18 % mehr Diabetes verbunden; auch Diätgetränke und Saft zeigten (möglicherweise verzerrte) Zusammenhänge.Protokoll nicht registriert; Hohe Heterogenität bei SSB (I2 79–89 %)hochC-SOD-01 C-SOD-10 C-SUG-06
A-SOD-09Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota.
Suez J, Korem T, Zeevi D et al.
2014PMID 25231862
DOI 10.1038/nature13793
TierstudieMäuse; gesunde menschliche Probandinnen und ProbandenBei Mäusen veränderten Süßstoffe die Darmbakterien und verursachten eine Glukoseintoleranz; ein kleiner Test am Menschen zeigte ähnliche Effekte.Humandaten gering (Größe nicht im Abstract); Handelsübliche Zubereitungen enthielten Glukose-Füllstoffe (nicht im Abstract)moderatC-SOD-07
A-SOD-10Sugar-sweetened beverages, weight gain, and incidence of type 2 diabetes in young and middle-aged women.
Schulze MB, Manson JE, Ludwig DS et al.
2004PMID 15328324
DOI 10.1001/jama.292.8.927
KohortenstudieJunge bis mittelalte FrauenFrauen, die täglich ein oder mehr zuckerhaltige Getränke tranken, hatten ein um 83 % höheres Diabetesrisiko; bei Fruchtpunsch ähnlich.Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich; Selbst berichtete ErnährungsaufnahmehochC-SOD-01 C-SOD-02
A-SOD-11Added Sugars and Cardiovascular Disease Risk in Children: A Scientific Statement From the American Heart Association.
Vos MB, Kaar JL, Welsh JA et al.
2017PMID 27550974
DOI 10.1161/CIR.0000000000000439
Leitlinie / StellungnahmeKinderDie AHA empfiehlt für Kinder höchstens etwa 6 Teelöffel zugesetzten Zucker am Tag und unter 2 Jahren gar keinen.Narrativer, nicht systematischer Literaturreview; kein Protokoll, keine formale Bewertung des Biasrisikos der eingeschlossenen Studien; Die Endpunkte sind kardiovaskuläre Risikofaktoren bei Kindern, keine klinischen kardiovaskulären EreignissemoderatC-SOD-03 C-SUG-01
A-SOD-12Sugar-sweetened beverage, diet soda, and fatty liver disease in the Framingham Heart Study cohorts.
Ma J, Fox CS, Jacques PF et al.
2015PMID 26055949
DOI 10.1016/j.jhep.2015.03.032
QuerschnittsstudieErwachseneWer täglich zuckerhaltige Getränke trank, hatte um 61 % höhere Odds für eine Fettleber; Diät-Limonade zeigte keinen Zusammenhang.Querschnittsstudie; Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglichmoderatC-SOD-04
A-SOD-13Carbonated beverages and chronic kidney disease.
Saldana TM, Basso O, Darden R et al.
2007PMID 17525693
DOI 10.1097/EDE.0b013e3180646338
Fall-Kontroll-StudieNeu diagnostizierte CKD-Patientinnen und -Patienten und Kontrollen aus der BevölkerungMenschen mit Nierenerkrankung gaben häufiger an, zwei oder mehr Colas am Tag zu trinken; die Autoren nannten dies vorläufig.Fall-Kontroll-Studie: Erinnerungs- und Selektionsbias; Alte DatenniedrigC-SOD-09
A-SOD-14Sweetened beverage consumption, incident coronary heart disease, and biomarkers of risk in men.
de Koning L, Malik VS, Kellogg MD et al.
2012PMID 22412070
DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.111.067017
KohortenstudieMännliche Beschäftigte in GesundheitsberufenMänner mit dem höchsten Konsum zuckerhaltiger Getränke hatten 20 % mehr Herzkrankheiten; Diätgetränke zeigten keinen Zusammenhang.Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich; Selbst berichtete ErnährungsaufnahmehochC-SOD-03 C-SOD-10
A-SOD-15Sweetened beverage consumption and risk of coronary heart disease in women.
Fung TT, Malik V, Rexrode KM et al.
2009PMID 19211821
DOI 10.3945/ajcn.2008.27140
KohortenstudieFrauen im Alter von 34–59 Jahren ohne KHK, Schlaganfall, DiabetesZwei oder mehr zuckerhaltige Getränke am Tag: 35 % höheres Risiko für Herzkrankheiten; Diätgetränke nicht damit verbunden.Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich; Selbst berichtete ErnährungsaufnahmehochC-SOD-03 C-SOD-10
A-SOD-16Added sugar intake and cardiovascular diseases mortality among US adults.
Yang Q, Zhang Z, Gregg EW et al.
2014PMID 24493081
DOI 10.1001/jamainternmed.2013.13563
KohortenstudieUS-Erwachsene (national repräsentativ)Menschen, die 25 % oder mehr ihrer Kalorien aus zugesetztem Zucker bezogen, hatten ein fast dreimal so hohes Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, wie Menschen unter 10 %.Nur eine Exposition zu Studienbeginn; über bis zu 18 Jahre nicht aktualisiert (Autorinnen und Autoren); Nur ~8 % der NHANES-III-Teilnehmenden hatten ein zweites 24-h-Protokoll für das Modell der üblichen AufnahmemoderatC-SOD-03 C-SUG-01
A-SOD-17Association Between Soft Drink Consumption and Mortality in 10 European Countries.
Mullee A, Romaguera D, Pearson-Stuttard J et al.
2019PMID 31479109
DOI 10.1001/jamainternmed.2019.2478
KohortenstudieEPIC-Teilnehmende aus der Allgemeinbevölkerung von 10 europäischen Ländern; mittleres Alter 50,8 Jahre; 71,1 % Frauen; zu Studienbeginn frei von Krebs, Herzerkrankung, Schlaganfall und DiabetesZwei oder mehr Erfrischungsgetränke am Tag waren mit höheren Sterberaten verbunden; bei Diätgetränken war der Zusammenhang sogar stärker, was teilweise daran liegen könnte, wer sich für Diätgetränke entscheidet.Nur eine Erhebung des Softdrink-Konsums zu Studienbeginn (Autorinnen und Autoren); Residual Confounding von den Autorinnen und Autoren eingeräumthochC-SOD-03 C-SOD-10
A-SOD-18Reducing consumption of sugar-sweetened beverages is associated with reduced blood pressure: a prospective study among United States adults.
Chen L, Caballero B, Mitchell DC et al.
2010PMID 20497980
DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.109.911164
KohortenstudieErwachsene mit erhöhtem Blutdruck (Mittel 134,9/84,8)Ein zuckerhaltiges Getränk weniger pro Tag war mit einem um etwa 1,8 mmHg niedrigeren systolischen Blutdruck verbunden.Beobachtende Analyse innerhalb einer Studie; Selbst berichteter KonsummoderatC-SOD-03
A-SOD-19Effect of sugar-sweetened beverages on oral health: a systematic review and meta-analysis.
Valenzuela MJ, Waterhouse B, Aggarwal VR et al.
2021PMID 32830237
DOI 10.1093/eurpub/ckaa147
MetaanalyseAllgemeinbevölkerungen, Kinder und Erwachsene (21 Studien bleibendes Gebiss, 9 Milchgebiss, 8 Wechselgebiss)Mehr zuckerhaltige Getränke gingen mit mehr Karies und Zahnerosion einher, zunehmend mit der Menge.Fast ausschließlich Querschnittsstudien: zeitliche Abfolge nicht belegt; Gepoolte Daten nicht für Störfaktoren wie sozioökonomischen Status und Fluoridierung adjustiert (Autorinnen und Autoren)niedrigC-SOD-11
A-SOD-20Sugar-sweetened beverages and weight gain in children and adults: a systematic review and meta-analysis.
Malik VS, Pan A, Willett WC et al.
2013PMID 23966427
DOI 10.3945/ajcn.113.058362
MetaanalyseKinder und ErwachseneDas Hinzufügen zuckerhaltiger Getränke erhöhte in Studien das Gewicht Erwachsener um etwa 0,85 kg; Kohorten zeigen eine Gewichtszunahme pro Portion.RCT-Schätzung bei Kindern ungenau (KI bei Random Effects schließt 0 ein); Überschneidung mit anderen ReviewshochC-SOD-02
A-SOD-21Liquid versus solid carbohydrate: effects on food intake and body weight.
DiMeglio DP, Mattes RD
2000PMID 10878689
DOI 10.1038/sj.ijo.0801229
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde Erwachsene (7 Männer, 8 Frauen)Die Teilnehmenden aßen weniger, um die Kalorien aus Jelly Beans auszugleichen, nicht aber bei Kalorien aus Limonade, und nahmen nur mit Limonade zu.Sehr klein; Randomisierung im Abstract nicht beschriebenniedrigC-SOD-02
A-SOD-22Consumption of high-fructose corn syrup in beverages may play a role in the epidemic of obesity.
Bray GA, Nielsen SJ, Popkin BM
2004PMID 15051594
DOI 10.1093/ajcn/79.4.537
Ökologische StudieUS-BevölkerungDer HFCS-Konsum stieg in den USA zur selben Zeit wie die Adipositas; das deutet auf einen Zusammenhang hin, beweist ihn aber nicht.Ökologisch: kann keine Kausalität zeigen; HFCS ist US-spezifischsehr niedrigC-SOD-04
A-SOD-23Sugar and artificially sweetened beverages and risk of obesity, type 2 diabetes mellitus, hypertension, and all-cause mortality: a dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.
Qin P, Li Q, Zhao Y et al.
2020PMID 32529512
DOI 10.1007/s10654-020-00655-y
MetaanalyseErwachseneJede zusätzlichen 250 ml/Tag zuckerhaltiger Getränke waren mit einem um 12–19 % höheren Risiko für Adipositas und Diabetes verbunden; Diätgetränke zeigten ähnliche Zusammenhänge.Hohe Heterogenität; Nur KohortenmoderatC-SOD-01 C-SOD-02 C-SOD-03 C-SOD-10
A-SUP-01Effect of calcium supplements on risk of myocardial infarction and cardiovascular events: meta-analysis.
Bolland MJ, Avenell A, Baron JA et al.
2010PMID 20671013
DOI 10.1136/bmj.c3691
MetaanalyseÜberwiegend ältere Frauen (medianes Alter auf Patientenebene 74,5 J., ~78 % Frauen, 97 % weiß) in Studien mit Calcium >=500 mg/Tag, >=100 Teilnehmenden, mittlerem Alter >40, >1 Jahr; Studien mit Calcium+Vitamin D vs. Placebo ausgeschlossenIn den Studien hatten Menschen, die Calcium einnahmen, 31 % mehr Herzinfarkte als unter Placebo (143 vs. 111 Ereignisse).Kardiovaskuläre Ereignisse waren keine primären Endpunkte und wurden uneinheitlich erfasst; verblindete Beurteilung nur in einigen Studien; Grenzwertige Signifikanz (P=0,035/0,038); Schlaganfall, kombinierter Endpunkt und Tod nicht signifikantmoderatC-SUP-04
A-SUP-02Calcium supplements with or without vitamin D and risk of cardiovascular events: reanalysis of the Women's Health Initiative limited access dataset and meta-analysis.
Bolland MJ, Grey A, Avenell A et al.
2011PMID 21505219
DOI 10.1136/bmj.d2040
MetaanalysePostmenopausale Frauen (WHI) + 8 StudienBei Frauen, die nicht bereits Calcium einnahmen, ging Calcium plus Vitamin D mit etwa 13–22 % mehr kardiovaskulären Ereignissen einher.Post-hoc-Subgruppenanalyse; Dieselbe AutorengruppemoderatC-SUP-04
A-SUP-03Meta-analysis: high-dosage vitamin E supplementation may increase all-cause mortality.
Miller ER, Pastor-Barriuso R, Dalal D et al.
2005PMID 15537682
DOI 10.7326/0003-4819-142-1-200501040-00110
Metaanalyse135.967 Teilnehmende in 19 StudienIn den Studien mit hoher Dosis gab es mit Vitamin E 39 Todesfälle pro 10.000 Menschen mehr.Hochdosisstudien klein, an chronisch kranken Patientinnen und Patienten (von den Autorinnen und Autoren genannte Einschränkung); Übertragbarkeit auf gesunde Erwachsene unsichermoderatC-SUP-03
A-SUP-04Effects of a combination of beta carotene and vitamin A on lung cancer and cardiovascular disease.
Omenn GS, Goodman GE, Thornquist MD et al.
1996PMID 8602180
DOI 10.1056/NEJM199605023341802
Randomisierte kontrollierte StudieRauchende, ehemals Rauchende, asbestexponierte ArbeiterLungenkrebs trat mit den Präparaten um 28 % häufiger auf; die Studie wurde vorzeitig abgebrochen.Ein vorzeitiger Abbruch kann Effekte übertreiben; Nur HochrisikopopulationhochC-SUP-02
A-SUP-05The effect of vitamin E and beta carotene on the incidence of lung cancer and other cancers in male smokers.
Alpha-Tocopherol, Beta Carotene Cancer Prevention Study Group
1994PMID 8127329
DOI 10.1056/NEJM199404143301501
Randomisierte kontrollierte StudieMännliche Raucher, 50–69 JahreBeta-Carotin erhöhte Lungenkrebs um 18 % und Todesfälle um 8 %; Vitamin E beugte Lungenkrebs nicht vor.Nur männliche Raucher; Niedrige Vitamin-E-DosishochC-SUP-02 C-SUP-03
A-SUP-06Dietary supplements and mortality rate in older women: the Iowa Women's Health Study.
Mursu J, Robien K, Harnack LJ et al.
2011PMID 21987192
DOI 10.1001/archinternmed.2011.445
KohortenstudiePostmenopausale Frauen im Alter von 55-69 im Jahr 1986 (Mittel 61,6 J.), 99 % weiß, IowaMehrere Präparate gingen mit etwas mehr Todesfällen einher; Calcium mit weniger.Beobachtend; Confounding durch die Indikation und umgekehrte Kausalität (z. B. Eisen wegen krankheitsbedingter Anämie) möglich; Selbst angegebene Supplementeinnahme; Supplement-Fragebogen nicht gesondert validiertniedrigC-SUP-04 C-SUP-06
A-SUP-07n-3 fatty acids and cardiovascular events after myocardial infarction.
Kromhout D, Giltay EJ, Geleijnse JM et al.
2010PMID 20929341
DOI 10.1056/NEJMoa1003603
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten nach MI, 60–80 JahreKeine Verringerung kardiovaskulärer Ereignisse.Niedrige Dosis über Margarine; Gut behandelte Patientinnen und PatientenhochC-SUP-01 C-SUP-05
A-SUP-08Marine n-3 Fatty Acids and Prevention of Cardiovascular Disease and Cancer.
Manson JE, Cook NR, Lee IM et al.
2019PMID 30415637
DOI 10.1056/NEJMoa1811403
Randomisierte kontrollierte StudieMänner ≥50, Frauen ≥55Keine Verringerung schwerer kardiovaskulärer Ereignisse oder von Krebs.Sekundärer Nutzen bei MIhochC-SUP-01 C-SUP-05
A-SUP-09Effects of n-3 Fatty Acid Supplements in Diabetes Mellitus.
ASCEND Study Collaborative Group, Bowman L, Mafham M et al.
2018PMID 30146932
DOI 10.1056/NEJMoa1804989
Randomisierte kontrollierte StudieDiabetes ohne ASCVDKeine Verringerung schwerer vaskulärer Ereignisse.Olivenöl-PlacebohochC-SUP-01 C-SUP-05
A-SUP-10Effect of High-Dose Omega-3 Fatty Acids vs Corn Oil on Major Adverse Cardiovascular Events in Patients at High Cardiovascular Risk: The STRENGTH Randomized Clinical Trial.
Nicholls SJ, Lincoff AM, Garcia M et al.
2020PMID 33190147
DOI 10.1001/jama.2020.22258
Randomisierte kontrollierte StudieMit Statinen behandelt, hohes kardiovaskuläres Risiko, Hypertriglyzeridämie, niedriges HDLKein Nutzen gegenüber Maisöl; mehr Magen-Darm-Nebenwirkungen.Wegen Aussichtslosigkeit (Futility) abgebrochenhochC-SUP-01 C-SUP-05
A-SUP-11Effect of Long-Term Marine ɷ-3 Fatty Acids Supplementation on the Risk of Atrial Fibrillation in Randomized Controlled Trials of Cardiovascular Outcomes: A Systematic Review and Meta-Analysis.
Gencer B, Djousse L, Al-Ramady OT et al.
2021PMID 34612056
DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.121.055654
MetaanalyseTeilnehmende an RCTs mit kardiovaskulären EndpunktenOmega-3-Kapseln erhöhten das Risiko für Vorhofflimmern um 25 %, bei höheren Dosen stärker.Vorhofflimmern oft nicht vorab festgelegt; Wenige StudienhochC-SUP-05
A-SUP-12Omega-3 fatty acids for the primary and secondary prevention of cardiovascular disease.
Abdelhamid AS, Brown TJ, Brainard JS et al.
2020PMID 32114706
DOI 10.1002/14651858.CD003177.pub5
MetaanalyseErwachsene in 86 RCTsWenig oder kein Effekt auf Todesfälle; kleine Verringerung koronarer Ereignisse (niedrige Sicherheit).Niedrige Sicherheit für den kleinen NutzenhochC-SUP-01 C-SUP-05
A-SUP-13Glucosamine, chondroitin sulfate, and the two in combination for painful knee osteoarthritis.
Clegg DO, Reda DJ, Harris CL et al.
2006PMID 16495392
DOI 10.1056/NEJMoa052771
Randomisierte kontrollierte StudieSymptomatische KniearthroseInsgesamt nicht besser als Placebo.Hohes Placebo-Ansprechen; Explorative SubgruppehochC-SUP-01 C-SUP-07
A-SUP-14Ascorbic acid supplements and kidney stone incidence among men: a prospective study.
Thomas LD, Elinder CG, Tiselius HG et al.
2013PMID 23381591
DOI 10.1001/jamainternmed.2013.2296
KohortenstudieMänner (laut Titel)Nicht gelesen (kein Abstract).Letter-Format; nicht gelesenniedrigC-SUP-07
A-SUP-15Effects of long-term selenium supplementation on the incidence of type 2 diabetes: a randomized trial.
Stranges S, Marshall JR, Natarajan R et al.
2007PMID 17620655
DOI 10.7326/0003-4819-147-4-200708210-00175
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten dermatologischer Kliniken ohne T2D, Gebiete mit niedrigem SelengehaltSelentabletten gingen mit mehr neuem Diabetes einher (HR 1,55).Sekundärer Endpunkt; Selbstberichtete DiagnosemoderatC-SUP-07
A-SUP-16Vitamin A intake and hip fractures among postmenopausal women.
Feskanich D, Singh V, Willett WC et al.
2002PMID 11754708
DOI 10.1001/jama.287.1.47
KohortenstudiePostmenopausale FrauenFrauen mit der höchsten Retinolaufnahme hatten ein etwa 1,9-faches Risiko für eine Hüftfraktur.Beobachtungsstudie; Messfehler des FFQ (Ernährungsfragebogens)moderatC-SUP-07
A-SUP-17Folic acid for the prevention of colorectal adenomas: a randomized clinical trial.
Cole BF, Baron JA, Sandler RS et al.
2007PMID 17551129
DOI 10.1001/jama.297.21.2351
Randomisierte kontrollierte StudieKürzlich aufgetretene kolorektale Adenome in der VorgeschichteKeine Vorbeugung von Polypen; möglicher Anstieg fortgeschrittener Läsionen (grenzwertig).Zweite Nachuntersuchung 59,5 %; Grenzwertige ErgebnissemoderatC-SUP-06
A-SUP-18Cancer incidence and mortality after treatment with folic acid and vitamin B12.
Ebbing M, Bønaa KH, Nygård O et al.
2009PMID 19920236
DOI 10.1001/jama.2009.1622
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten mit ischämischer HerzkrankheitMehr Krebs und Todesfälle mit Folsäure plus B12 bei Herzpatientinnen und -patienten.Beobachtende Nachbeobachtung nach Studienende; Für Krebs nicht vorab festgelegtmoderatC-SUP-06
A-SUP-19Homocysteine lowering with folic acid and B vitamins in vascular disease.
Lonn E, Yusuf S, Arnold MJ et al.
2006PMID 16531613
DOI 10.1056/NEJMoa060900
Randomisierte kontrollierte StudieGefäßerkrankung oder Diabetes, ≥55 JahreKeine Verringerung schwerer kardiovaskulärer Ereignisse; weniger Schlaganfälle.hochC-SUP-07
A-SUP-20Annual high-dose oral vitamin D and falls and fractures in older women: a randomized controlled trial.
Sanders KM, Stuart AL, Williamson EJ et al.
2010PMID 20460620
DOI 10.1001/jama.2010.594
Randomisierte kontrollierte StudieSelbstständig lebende Frauen ≥70 mit hohem FrakturrisikoMehr Stürze und Frakturen mit 500.000 IE einmal pro Jahr.Ungewöhnliches Bolus-SchemahochC-SUP-07
A-SUP-21Monthly High-Dose Vitamin D Treatment for the Prevention of Functional Decline: A Randomized Clinical Trial.
Bischoff-Ferrari HA, Dawson-Hughes B, Orav EJ et al.
2016PMID 26747333
DOI 10.1001/jamainternmed.2015.7148
Randomisierte kontrollierte Studie≥70 Jahre mit früherem SturzMit den höheren monatlichen Dosen stürzten mehr Menschen.Klein; Stürze als sekundärer EndpunktmoderatC-SUP-07
A-SUP-22Vitamin D Supplements and Prevention of Cancer and Cardiovascular Disease.
Manson JE, Cook NR, Lee IM et al.
2019PMID 30415629
DOI 10.1056/NEJMoa1809944
Randomisierte kontrollierte StudieMänner ≥50, Frauen ≥55Keine Vorbeugung von Krebs oder Herzkrankheiten; keine Sicherheitsprobleme.Überwiegend ausreichend mit Vitamin D versorgte PopulationhochC-SUP-01 C-SUP-07
A-SUP-23Vitamin E and the risk of prostate cancer: the Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT).
Klein EA, Thompson IM, Tangen CM et al.
2011PMID 21990298
DOI 10.1001/jama.2011.1437
Randomisierte kontrollierte StudieRelativ gesunde Männer im Alter von >=50 (Afroamerikaner) oder >=55 (andere) mit PSA <=4,0 ng/mL und unauffälliger DRU; medianes Alter 62-63; 79 % weiß, 12-13 % afroamerikanischVitamin-E-Kapseln erhöhten Prostatakrebs um 17 % (1,6 zusätzliche Fälle pro 1.000 Männer pro Jahr).Absoluter Effekt klein (1,6 pro 1000 Personenjahre); Etwa 16-21 % der Krebserkrankungen wurden während der entblindeten Nachbeobachtung nach Absetzen der Supplemente diagnostizierthochC-SUP-03
A-SUP-24Mortality in randomized trials of antioxidant supplements for primary and secondary prevention: systematic review and meta-analysis.
Bjelakovic G, Nikolova D, Gluud LL et al.
2007PMID 17327526
DOI 10.1001/jama.297.8.842
MetaanalyseErwachsene in 68 RCTsIn Studien mit niedrigem Biasrisiko gingen Beta-Carotin, Vitamin A und Vitamin E mit etwas mehr Todesfällen einher.Der Ausschluss von Studien ohne Todesfälle und die Methoden waren umstritten; Heterogene PopulationenmoderatC-SUP-02 C-SUP-03
A-SUP-25Multivitamins in the prevention of cardiovascular disease in men: the Physicians' Health Study II randomized controlled trial.
Sesso HD, Christen WG, Bubes V et al.
2012PMID 23117775
DOI 10.1001/jama.2012.14805
Randomisierte kontrollierte StudieMännliche US-Ärzte ≥50Keine Verringerung von Herzinfarkten oder Schlaganfällen; kein Anstieg der Todesfälle.Gesunde ÄrztehochC-SUP-01 C-SUP-06
A-SUP-26Multivitamin-multimineral supplementation and mortality: a meta-analysis of randomized controlled trials.
Macpherson H, Pipingas A, Pase MP
2013PMID 23255568
DOI 10.3945/ajcn.112.049304
MetaanalyseSelbstständig lebende ErwachseneKein Effekt auf die Sterblichkeit.Heterogene ProduktehochC-SUP-01 C-SUP-06
A-SUP-27Long-term multivitamin supplementation and cognitive function in men: a randomized trial.
Grodstein F, O'Brien J, Kang JH et al.
2013PMID 24490265
DOI 10.7326/0003-4819-159-12-201312170-00006
Randomisierte kontrollierte StudieMännliche Ärzte ≥65Kein Nutzen für die Kognition.Gut ernährt; niedrige DosishochC-SUP-01
A-SUP-28Enough is enough: Stop wasting money on vitamin and mineral supplements.
Guallar E, Stranges S, Mulrow C et al.
2013PMID 24490268
DOI 10.7326/0003-4819-159-12-201312170-00011
SonstigesMeinung; nicht gelesen.Meinung, keine Datensehr niedrigC-SUP-01
A-SUP-29Supplemental Vitamins and Minerals for CVD Prevention and Treatment.
Jenkins DJA, Spence JD, Giovannucci EL et al.
2018PMID 29852980
DOI 10.1016/j.jacc.2018.04.020
MetaanalyseRCT-TeilnehmendeMeist kein Effekt; Folsäure könnte Schlaganfälle verringern; Antioxidantien-Mischungen könnten die Sterblichkeit erhöhen.Abstract enthält keine ZahlenmoderatC-SUP-01 C-SUP-04
A-SUP-30Vitamin, Mineral, and Multivitamin Supplementation to Prevent Cardiovascular Disease and Cancer: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement.
US Preventive Services Task Force, Mangione CM, Barry MJ et al.
2022PMID 35727271
DOI 10.1001/jama.2022.8970
Leitlinie / StellungnahmeSelbstständig lebende, nicht schwangere ErwachseneRät von Beta-Carotin und Vitamin E ab; für die meisten anderen ist die Evidenz unzureichend.Schließt Schwangerschaft und Mangelzustände aushochC-SUP-01 C-SUP-02 C-SUP-03 C-SUP-10
A-UPF-01Ultra-Processed Diets Cause Excess Calorie Intake and Weight Gain: An Inpatient Randomized Controlled Trial of Ad Libitum Food Intake.
Hall KD, Ayuketah A, Brychta R et al.
2019PMID 31105044
DOI 10.1016/j.cmet.2019.05.008
Randomisierte kontrollierte Studie10 Männer und 10 Frauen, gewichtsstabil, Alter 31,2±1,6 J. (Mittelwert±SE), BMI 27±1,5 kg/m2Mit hochverarbeiteter Kost aßen die Teilnehmenden etwa 500 Kalorien mehr pro Tag und nahmen zu.Klein (n=20) und kurz (2 Wochen pro Kostform); Keine Einlauf- oder Auswaschphase; mögliches Carry-over (Autorinnen und Autoren)hochC-UPF-02 C-SRC-22
A-UPF-02Association Between Ultraprocessed Food Consumption and Risk of Mortality Among Middle-aged Adults in France.
Schnabel L, Kesse-Guyot E, Allès B et al.
2019PMID 30742202
DOI 10.1001/jamainternmed.2018.7289
KohortenstudieErwachsene >=45 J., 73 % FrauenJede 10 % mehr hochverarbeitete Lebensmittel waren mit einem um 14 % höheren Sterberisiko verbunden.Freiwilligenkohorte, überwiegend Frauen; Wenige TodesfällemoderatC-UPF-03
A-UPF-03Association between consumption of ultra-processed foods and all cause mortality: SUN prospective cohort study.
Rico-Campà A, Martínez-González MA, Alvarez-Alvarez I et al.
2019PMID 31142450
DOI 10.1136/bmj.l1949
KohortenstudieSpanische Hochschulabsolventinnen und -absolventen von 20–91 Jahren (mittleres Alter 37,6, SD 12,3); 12.113 Frauen, 7786 Männer; Teilnehmende mit bestehenden Erkrankungen wurden eingeschlossen und dafür adjustiertMehr als vier Portionen am Tag waren mit einem um 62 % höheren Sterberisiko verbunden.Wenige Todesfälle (335), daher ungenaue Schätzungen; ursachenspezifische Analysen mit zu geringer Power und nicht signifikant; FFQ nicht für NOVA konzipiert; einige UPF-Items fehlen; Portionszählungen können fehlklassifizierenmoderatC-UPF-03
A-UPF-04Ultra-processed food intake and risk of cardiovascular disease: prospective cohort study (NutriNet-Santé).
Srour B, Fezeu LK, Kesse-Guyot E et al.
2019PMID 31142457
DOI 10.1136/bmj.l1451
KohortenstudieFranzösische Erwachsene ab 18 Jahren ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung zu Studienbeginn; 79,2 % Frauen; mittleres Alter 42,7 (SD 14,5); gesünder, gebildeter, seltener übergewichtig und diabetisch als die französische BevölkerungJede 10 % mehr hochverarbeitete Lebensmittel waren mit 12 % mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.Kurze mediane Nachbeobachtung (5,2 Jahre); Fast die Hälfte der Ereignisse sind transitorische ischämische Attacken (674/1409) und viele Angioplastien; wenige Herzinfarkte (106) und Schlaganfälle (155)moderatC-UPF-03
A-UPF-05Ultraprocessed Food Consumption and Risk of Type 2 Diabetes Among Participants of the NutriNet-Santé Prospective Cohort.
Srour B, Fezeu LK, Kesse-Guyot E et al.
2020PMID 31841598
DOI 10.1001/jamainternmed.2019.5942
KohortenstudieErwachsene >=18, 79 % FrauenJede 10 % mehr hochverarbeitete Lebensmittel waren mit 15 % mehr Diabetes verbunden.Fehlklassifikation nach NOVA möglich; Residual ConfoundingmoderatC-UPF-03
A-UPF-06Consumption of ultra-processed foods and cancer risk: results from NutriNet-Santé prospective cohort.
Fiolet T, Srour B, Sellem L et al.
2018PMID 29444771
DOI 10.1136/bmj.k322
KohortenstudieFranzösische erwachsene Freiwillige ab 18 Jahren ohne Krebs zu Studienbeginn; 78,3 % Frauen; mittleres Alter 42,8 (SD 14,8)Jede 10 % mehr hochverarbeitete Lebensmittel waren mit 12 % mehr Krebs verbunden.Kurze mediane Nachbeobachtung (5 Jahre) im Verhältnis zur Latenzzeit von Krebs (Autorinnen und Autoren); Freiwillige, gesundheitsbewusste, überwiegend weibliche Kohorte (Autorinnen und Autoren)moderatC-UPF-03
A-UPF-07Ultra-processed food consumption is associated with increased risk of all-cause and cardiovascular mortality in the Moli-sani Study.
Bonaccio M, Di Castelnuovo A, Costanzo S et al.
2021PMID 33333551
DOI 10.1093/ajcn/nqaa299
KohortenstudieErwachsene, mittleres Alter 55Die Gruppe mit dem höchsten Konsum hatte ein um 58 % höheres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben; der Zuckergehalt erklärte etwa ein Drittel des Zusammenhangs mit Herzkrankheit und Schlaganfall.Fehlklassifikation nach NOVA möglich; Residual ConfoundingmoderatC-UPF-03
A-UPF-08Ultraprocessed food consumption and risk of overweight and obesity: the University of Navarra Follow-Up (SUN) cohort study.
Mendonça RD, Pimenta AM, Gea A et al.
2016PMID 27733404
DOI 10.3945/ajcn.116.135004
KohortenstudieHochschulabsolventinnen und -absolventen mittleren Alters, zu Beginn nicht übergewichtigDie Gruppe mit dem höchsten Konsum hatte ein um 26 % höheres Risiko, übergewichtig zu werden.Fehlklassifikation nach NOVA möglich; Residual ConfoundingmoderatC-UPF-02
A-UPF-09Ultra-processed food intake in association with BMI change and risk of overweight and obesity: A prospective analysis of the French NutriNet-Santé cohort.
Beslay M, Srour B, Méjean C et al.
2020PMID 32853224
DOI 10.1371/journal.pmed.1003256
KohortenstudieErwachsene, 78 % FrauenJede 10 % mehr hochverarbeitete Lebensmittel: 11 % höheres Risiko für Übergewicht.Fehlklassifikation nach NOVA möglich; Residual ConfoundingmoderatC-UPF-02
A-UPF-10Consumption of ultra-processed foods and body fat during childhood and adolescence: a systematic review.
Costa CS, Del-Ponte B, Assunção MCF et al.
2018PMID 28676132
DOI 10.1017/S1368980017001331
Systematischer ReviewGesunde Kinder und JugendlicheDie meisten Studien fanden mehr Körperfett bei Kindern, die mehr hochverarbeitete Lebensmittel essen, einschließlich Süßigkeiten und Erfrischungsgetränken.Kein Pooling; Heterogene ExpositionenniedrigC-UPF-02
A-UPF-11Prospective association between ultra-processed food consumption and incident depressive symptoms in the French NutriNet-Santé cohort.
Adjibade M, Julia C, Allès B et al.
2019PMID 30982472
DOI 10.1186/s12916-019-1312-y
KohortenstudieErwachsene im Alter von 18–86 ohne depressive Symptome zu BeginnJede 10 % mehr hochverarbeitete Lebensmittel: 21 % mehr neue depressive Symptome.Symptomskala, keine Diagnose; Fehlklassifikation nach NOVA möglichmoderatC-UPF-04
A-UPF-12Association of ultra-processed food intake with risk of inflammatory bowel disease: prospective cohort study.
Narula N, Wong ECL, Dehghan M et al.
2021PMID 34261638
DOI 10.1136/bmj.n1554
KohortenstudieErwachsene von 35–70 Jahren aus 21 Ländern mit niedrigem, mittlerem und hohem Einkommen (u. a. Iran, Palästina, Saudi-Arabien, VAE, Türkei; kein westeuropäisches Land außer Schweden und Polen)Fünf oder mehr Portionen am Tag: 82 % höheres CED-Risiko; Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Gemüse zeigten keinen Zusammenhang.Wenige Fälle (467), besonders Morbus Crohn (90): ungenaue Schätzungen; Selbst berichtete CED; nur ~20 % validiert; systematische Erfassung erst ab 2014 (Autorinnen und Autoren)moderatC-UPF-05
A-UPF-13Ultra-processed food exposure and adverse health outcomes: umbrella review of epidemiological meta-analyses.
Lane MM, Gamage E, Du S et al.
2024PMID 38418082
DOI 10.1136/bmj-2023-077310
Systematischer ReviewGepoolte Populationen über die Lebensspanne (überwiegend Erwachsene; 5 gepoolte Analysen bei Kindern/Jugendlichen)Hochverarbeitete Lebensmittel waren mit 32 von 45 gesundheitlichen Endpunkten verbunden; die Evidenzsicherheit war meist niedrig.Die gesamte zugrunde liegende Evidenz stammt aus Beobachtungsstudien; Adjustierung für Störfaktoren und Sensitivitätsanalysen der Primärstudien nicht bewertet (Autorinnen und Autoren); Viele gepoolte Analysen beruhen auf 2–4 Studien, oft Querschnittsstudien (z. B. Angst, häufige psychische Störungen, Adipositas)hochC-UPF-03 C-UPF-04 C-UPF-05
A-UPF-14Consumption of ultra-processed foods and health status: a systematic review and meta-analysis.
Pagliai G, Dinu M, Madarena MP et al.
2021PMID 32792031
DOI 10.1017/S0007114520002688
MetaanalyseErwachseneDie Gruppe mit dem höchsten Konsum hatte in Kohorten ein um 25 % höheres Sterberisiko und ein um 29 % höheres Herz-Kreislauf-Risiko.Wenige Studien pro EndpunktmoderatC-UPF-03 C-UPF-04
A-UPF-15Dietary emulsifiers impact the mouse gut microbiota promoting colitis and metabolic syndrome.
Chassaing B, Koren O, Goodrich JK et al.
2015PMID 25731162
DOI 10.1038/nature14232
TierstudieMäuse (meist 4 Wochen alt zu Beginn; auch 4 Monate alte Mäuse); innerhalb der Experimente männlich oder weiblichZwei häufige Emulgatoren verursachten bei Mäusen Darmentzündungen und Stoffwechselprobleme.Tiermodell; Relevanz für den Menschen unbekannt (Autorinnen und Autoren); Exposition 0,1–1,0 % im gesamten Trinkwasser oder Futter; Verhältnis zur tatsächlichen Aufnahme beim Menschen nicht quantifiziertmoderatC-UPF-05 C-UPF-06
A-UPF-16Randomized Controlled-Feeding Study of Dietary Emulsifier Carboxymethylcellulose Reveals Detrimental Impacts on the Gut Microbiota and Metabolome.
Chassaing B, Compher C, Bonhomme B et al.
2022PMID 34774538
DOI 10.1053/j.gastro.2021.11.006
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde ErwachseneSieben Menschen, die 11 Tage lang CMC aßen, hatten Veränderungen der Darmbakterien und leichte Beschwerden.Sehr klein; KurzmoderatC-UPF-06
A-UPF-17Artificial sweeteners induce glucose intolerance by altering the gut microbiota.
Suez J, Korem T, Zeevi D et al.
2014PMID 25231862
DOI 10.1038/nature13793
TierstudieMäuse; gesunde MenschenDieselbe Arbeit wie A-SOD-09.Duplikat von A-SOD-09moderatC-SOD-07
A-UPF-18Artificial sweeteners and cancer risk: Results from the NutriNet-Santé population-based cohort study.
Debras C, Chazelas E, Srour B et al.
2022PMID 35324894
DOI 10.1371/journal.pmed.1003950
KohortenstudieErwachseneMenschen mit höherem Süßstoffkonsum hatten 13 % mehr Krebs.Selektionsbias, Residual Confounding, umgekehrte Kausalität (laut Autoren)moderatC-UPF-07
A-UPF-19Artificial sweeteners and risk of cardiovascular diseases: results from the prospective NutriNet-Santé cohort.
Debras C, Chazelas E, Sellem L et al.
2022PMID 36638072
DOI 10.1136/bmj-2022-071204
KohortenstudieErwachsene, 79,8 % FrauenHöhere Süßstoffaufnahme: 9 % höheres Herz-Kreislauf-Risiko.Umgekehrte Kausalität; Residual ConfoundingmoderatC-UPF-07
A-UPF-20Carcinogenicity of aspartame, methyleugenol, and isoeugenol.
Riboli E, Beland FA, Lachenmeier DW et al.
2023PMID 37454664
DOI 10.1016/S1470-2045(23)00341-8
RisikobewertungNicht zutreffendDie IARC stufte Aspartam auf Grundlage begrenzter Evidenz in Gruppe 2B („möglicherweise krebserregend“) ein.Gefahrenidentifizierung, keine Risikobewertung: behandelt nicht, ab welcher Dosis ein Risiko auftritt; Evidenz beim Menschen beschränkt auf wenige Beobachtungsstudien zu ASB mit möglichem Einfluss von Zufall, Verzerrung oder ConfoundingmoderatC-UPF-08
A-UPF-21Safety assessment of titanium dioxide (E171) as a food additive.
EFSA Panel on Food Additives and Flavourings (FAF), Younes M, Aquilina G et al.
2021PMID 33976718
DOI 10.2903/j.efsa.2021.6585
RisikobewertungNicht zutreffendDie EFSA konnte DNA-Schäden nicht ausschließen und kam zu dem Schluss, dass E171 nicht mehr sicher ist; die EU verbot es daraufhin.Vorsorgliche Schlussfolgerung, getragen von einem ungeklärten Genotoxizitätsverdacht, nicht von nachgewiesenem Schaden beim Menschen; Keine Daten zu Endpunkten beim Menschen; keine angemessene Kanzerogenitätsstudie zu TiO2-NanopartikelnhochC-UPF-09 C-UPF-11
A-UPF-22Ultra-processed foods: what they are and how to identify them.
Monteiro CA, Cannon G, Levy RB et al.
2019PMID 30744710
DOI 10.1017/S1368980018003762
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendDie NOVA-Autoren erklären, dass Produkte mit industriellen Zutaten oder kosmetischen Zusatzstoffen (z. B. Emulgatoren, Aromen, Schmelzsalze) hochverarbeitet sind.Kommentar; Verlässlichkeit hier nicht geprüftmoderatC-UPF-01 C-UPF-12 C-SUG-05
A-UPF-23Trans fatty acids and cardiovascular disease.
Mozaffarian D, Katan MB, Ascherio A et al.
2006PMID 16611951
DOI 10.1056/NEJMra054035
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendEin Übersichtsartikel zu Transfetten und Herzkrankheiten; es war kein Abstract zur Bewertung verfügbar.Inhalt nicht gesichtet (kein Abstract)moderatC-UPF-03
A-VEG-01Multistate Outbreak of Escherichia coli O157:H7 Infections Associated with Consumption of Fresh Spinach: United States, 2006.
Sharapov UM, Wendel AM, Davis JP et al.
2016PMID 28221950
DOI 10.4315/0362-028X.JFP-15-556
AusbruchsberichtErkrankte in 27 Bundesstaaten225 Menschen erkrankten und 5 starben nach dem Verzehr von verunreinigtem abgepacktem Spinat.Einzelnes EreignishochC-VEG-03
A-VEG-02German outbreak of Escherichia coli O104:H4 associated with sprouts.
Buchholz U, Bernard H, Werber D et al.
2011PMID 22029753
DOI 10.1056/NEJMoa1106482
AusbruchsberichtHUS-Fälle und Kontrollpersonen; RestaurantgästeDie Untersuchung identifizierte Sprossen, nicht Gurken, als Quelle.Erinnerungsbias; Stamm nicht auf den Samen nachgewiesenhochC-VEG-04
A-VEG-03Multistate Outbreak of Listeriosis Associated with Packaged Leafy Green Salads, United States and Canada, 2015-2016.
Self JL, Conrad A, Stroika S et al.
2019PMID 31310227
DOI 10.3201/eid2508.180761
AusbruchsberichtErkrankte33 Listeriose-Fälle wurden auf Salate aus einem Werk zurückgeführt.KleinhochC-VEG-03
A-VEG-04Outbreak of Salmonella Newport infections linked to cucumbers--United States, 2014.
Angelo KM, Chu A, Anand M et al.
2015PMID 25695319AusbruchsberichtErkrankte in 29 Bundesstaaten + DC275 Menschen infiziert; Gurken wahrscheinlich die Quelle.Belege „deuten darauf hin“moderatC-VEG-03
A-VEG-05Dietary oxalate and calcium oxalate nephrolithiasis.
Khan SR, Glenton PA, Byer KJ
2007PMID 17870111
DOI 10.1016/j.juro.2007.06.046
TierstudieMännliche Sprague-Dawley-RattenRatten, die eine Oxalat-Vorstufe erhielten, entwickelten Nierenkristalle, die sich nach dem Absetzen teilweise zurückbildeten.Tiermodell; Vorstufe, nicht GemüseniedrigC-VEG-05
A-VEG-06Oxalate nephropathy due to 'juicing': case report and review.
Getting JE, Gregoire JR, Phul A et al.
2013PMID 23830537
DOI 10.1016/j.amjmed.2013.03.019
Fallserie / FallberichtIndexpatient + 65 Patienten der Mayo Clinic mit bioptisch gesicherten CaOx-Kristallen in der NiereSeltenes Nierenversagen durch exzessives Trinken oxalatreicher Säfte, vor allem bei Menschen mit Nierenerkrankung.Fallserie; SelektionniedrigC-VEG-06
A-VEG-07Myxedema coma induced by ingestion of raw bok choy.
Chu M, Seltzer TF
2010PMID 20484407
DOI 10.1056/NEJMc0911005
Fallserie / FallberichtEin PatientEine ältere Frau mit extrem hohem Verzehr von rohem Pak Choi; keine Verallgemeinerung möglich.Einzelfall; Kein Abstractsehr niedrigC-VEG-10
A-VEG-08Methemoglobinemia caused by the ingestion of courgette soup given in order to resolve constipation in two formula-fed infants.
Savino F, Maccario S, Guidi C et al.
2006PMID 16809905
DOI 10.1159/000094301
Fallserie / FallberichtZwei mit Säuglingsnahrung ernährte Säuglinge im Alter von 1 und 2 MonatenZwei Säuglinge unter 3 Monaten entwickelten durch konzentrierte Zucchinisuppe eine Methämoglobinämie.Zwei FälleniedrigC-VEG-07 C-VEG-08
A-VEG-09[Food poisoning by cucurbitacines].
Jung C, Steuber B, Schwörer H
2020PMID 32668470
DOI 10.1055/a-1163-9741
Fallserie / FallberichtEine 66-jährige FrauEine Frau entwickelte nach dem Verzehr bitterer Zucchini eine blutige Darmentzündung; nach 2 Tagen erholt.EinzelfallniedrigC-VEG-09
A-VEG-10Hair Loss Associated With Cucurbit Poisoning.
Assouly P
2018PMID 29590275
DOI 10.1001/jamadermatol.2017.6128
Fallserie / FallberichtFall/FälleFallbericht; Inhalt lag uns nicht vor.Kein Abstractsehr niedrigC-VEG-09
A-VEG-11Toxic squash syndrome: a case report.
Prudhomme N, Pan A, Hendin A
2022PMID 35869358
DOI 10.1007/s43678-022-00358-1
Fallserie / FallberichtFallFallbericht; Inhalt lag uns nicht vor.Kein Abstractsehr niedrigC-VEG-09
A-VEG-12Profilin is a relevant melon allergen susceptible to pepsin digestion in patients with oral allergy syndrome.
Rodriguez-Perez R, Crespo JF, Rodríguez J et al.
2003PMID 12642849
DOI 10.1067/mai.2003.74
Labor-/ZellstudiePatienten mit durch DBPCFC bestätigtem orales Allergiesyndrom auf MeloneAllergiker reagieren auf Profilin in Melone und verwandten Kürbisgewächsen; es wird im Magen schnell verdaut.Kleine ausgewählte GruppemoderatC-VEG-11
A-VEG-13Organic diets significantly lower children's dietary exposure to organophosphorus pesticides.
Lu C, Toepel K, Irish R et al.
2006PMID 16451864
DOI 10.1289/ehp.8418
SonstigesKinder im Alter von 3-11 Jahren aus öffentlichen und Montessori-Grundschulen in Vororten von Seattle mit ausschließlich konventioneller Ernährung; ausgewählt danach, dass sie beim Geschmack nicht sehr wählerisch sindPestizidspuren im Urin von Kindern fielen unter die Nachweisgrenze, wenn sie Bio-Lebensmittel aßen.Sehr kleine, nicht repräsentative Stichprobe (Autoren: nicht verallgemeinern); Keine gesundheitlichen Endpunkte; kein Vergleich mit duldbaren täglichen AufnahmemengenmoderatC-VEG-13
A-VEG-14Organophosphorus pesticide exposure of urban and suburban preschool children with organic and conventional diets.
Curl CL, Fenske RA, Elgethun K
2003PMID 12611667
DOI 10.1289/ehp.5754
QuerschnittsstudieKinder im VorschulalterKinder mit konventioneller Ernährung hatten etwa sechsmal mehr Pestizidmetaboliten im Urin.Klein; QuerschnittsstudiemoderatC-VEG-13
A-VEG-15Do dietary lectins cause disease?
Freed DL
1999PMID 10205084
DOI 10.1136/bmj.318.7190.1023
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendMeinungsbeitrag mit der Frage, ob Lektine Krankheiten verursachen; Inhalt lag uns nicht vor.Meinung; keine Datensehr niedrigC-LEG-07
A-VEG-16Cryptic diversity of cellulose-degrading gut bacteria in industrialized humans.
Moraïs S, Winkler S, Zorea A et al.
2024PMID 38484069
DOI 10.1126/science.adj9223
SonstigesAus Metagenomen assemblierte Genome (4941 Pansen-MAGs, 92.143 menschliche MAGs) und 1989 Darm-Metagenomproben von Menschen (industrialisiert, ländlich, Jäger und Sammler, 1000-2000 Jahre alte Paläofäzes) und 75 Tierarten (nicht menschliche Primaten, Wiederkäuer)Menschen tragen celluloseverdauende Bakterien; sie sind in traditionellen Bevölkerungen häufig und in industrialisierten selten.Keine gesundheitlichen Endpunkte und keine Messung der tatsächlichen Cellulose-Fermentation beim Menschen; Die Prävalenzvergleiche sind ökologisch und durch Ernährung, Antibiotika, Sequenziertiefe und Kohortenmethoden verzerrt (Confounding)hochC-VEG-01 C-VEG-02
A-VEG-17Interaction Between Dietary Vitamin K Intake and Anticoagulation by Vitamin K Antagonists: Is It Really True?: A Systematic Review.
Violi F, Lip GY, Pignatelli P et al.
2016PMID 26962786
DOI 10.1097/MD.0000000000002895
Systematischer ReviewMit Vitamin-K-Antagonisten behandelte Patientinnen und Patienten (überwiegend Warfarin; auch Phenprocoumon, Acenocoumarol) wegen Vorhofflimmern, künstlicher Herzklappen oder VTEDer Review fand keine guten Belege dafür, dass Patienten unter Warfarin Blattgemüse einschränken sollten; wichtig ist eine gleichbleibende Aufnahme.Nur MEDLINE und Cochrane durchsucht; Keine Protokollregistrierung; keine MetaanalyseniedrigC-VEG-12
A-WHT-01Associations of cereal grains intake with cardiovascular disease and mortality across 21 countries in Prospective Urban and Rural Epidemiology study: prospective cohort study.
Swaminathan S, Dehghan M, Raj JM et al.
2021PMID 33536317
DOI 10.1136/bmj.m4948
KohortenstudieErwachsene im Alter von 35–70 Jahren, städtisch und ländlich, in 21 Ländern mit niedrigem, mittlerem und hohem EinkommenMenschen, die etwa 7 Portionen raffiniertes Getreide pro Tag aßen, hatten eine um 27 % höhere Sterblichkeit und 33 % mehr schwere Herzereignisse als diejenigen, die sehr wenig davon aßen.Ernährung nur einmal zu Beginn per Ernährungsfragebogen (FFQ) erfasst; Residual Confounding von den Autorinnen und Autoren eingeräumthochC-WHT-03 C-WHT-01 C-GRN-05
A-WHT-02Whole grain consumption and risk of cardiovascular disease, cancer, and all cause and cause specific mortality: systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies.
Aune D, Keum N, Giovannucci E et al.
2016PMID 27301975
DOI 10.1136/bmj.i2716
MetaanalyseTeilnehmende prospektiver KohortenJe 3 Portionen Vollkorn pro Tag waren mit 17 % geringerer Sterblichkeit und 19 % weniger KHK verbunden.Beobachtende Primärstudien; Confounding durch gesundheitsbewusstes Verhalten (Healthy User) und sozioökonomische Faktoren eingeräumt; Hohe Heterogenität bei der Gesamtsterblichkeit (I2 83 %) und der DiabetessterblichkeithochC-WHT-04 C-WHT-03 C-GRN-08 C-GRN-04
A-WHT-03White rice consumption and risk of type 2 diabetes: meta-analysis and systematic review.
Hu EA, Pan A, Malik V et al.
2012PMID 22422870
DOI 10.1136/bmj.e1454
MetaanalyseErwachsene ohne selbst berichteten Diabetes zu Studienbeginn in 4 prospektiven Kohortenstudien (7 Kohortenanalysen): Shanghai Women's Health Study (China), JPHC (Japan; Männer und Frauen getrennt analysiert), HPFS, NHS, NHS II (USA), Melbourne Collaborative Cohort Study (Australien); Alter 26-87 JahreJede tägliche Portion weißer Reis war mit einem um 11 % höheren Diabetesrisiko verbunden; am stärksten in China/Japan.Nur 4 Artikel / 7 Vergleiche; Egger-Test mit zu geringer Teststärke; Erhebliche Gesamtheterogenität (I2=72,2 %); die einzelne Gesamtschätzung vermischt sehr unterschiedliche AufnahmebereichemoderatC-GRN-05 C-WHT-05
A-WHT-04Whole grain and refined grain consumption and the risk of type 2 diabetes: a systematic review and dose-response meta-analysis of cohort studies.
Aune D, Norat T, Romundstad P et al.
2013PMID 24158434
DOI 10.1007/s10654-013-9852-5
MetaanalyseKohortenteilnehmendeMehr Vollkorn: 32 % geringeres Diabetesrisiko pro 3 Portionen/Tag; raffiniertes Getreide: kein klarer Zusammenhang.Hohe Heterogenität; BeobachtungsstudiemoderatC-WHT-05 C-GRN-05
A-WHT-05A prospective study of dietary glycemic load, carbohydrate intake, and risk of coronary heart disease in US women.
Liu S, Willett WC, Stampfer MJ et al.
2000PMID 10837285
DOI 10.1093/ajcn/71.6.1455
Kohortenstudie75.521 US-amerikanische Frauen im Alter von 38–63 JahrenFrauen mit der höchsten glykämischen Last der Ernährung hatten etwa das doppelte KHK-Risiko.Nur Frauen, US-amerikanische Krankenpflegerinnen; Die glykämische Last ist ein Maß der gesamten ErnährungmoderatC-WHT-05
A-WHT-06Relation between a diet with a high glycemic load and plasma concentrations of high-sensitivity C-reactive protein in middle-aged women.
Liu S, Manson JE, Buring JE et al.
2002PMID 11864854
DOI 10.1093/ajcn/75.3.492
Querschnittsstudie244 gesunde FrauenFrauen mit einer Ernährung mit hoher glykämischer Last hatten ein höheres CRP.Klein, querschnittlich; Surrogat-EndpunktniedrigC-WHT-05
A-WHT-07Glycemic index, glycemic load, and risk of type 2 diabetes: results from 3 large US cohorts and an updated meta-analysis.
Bhupathiraju SN, Tobias DK, Malik VS et al.
2014PMID 24787496
DOI 10.3945/ajcn.113.079533
Kohortenstudie74.248 Frauen der NHS, 90.411 Frauen der NHS II, 40.498 Männer der HPFSErnährungsweisen mit vielen schnell wirkenden Kohlenhydraten und wenig Getreideballaststoffen waren mit einem ~50 % höheren Diabetesrisiko verbunden.Beobachtungsstudie; US-amerikanische GesundheitsfachkräftehochC-WHT-05 C-FRU-01
A-WHT-08Dietary glycemic load and index and risk of coronary heart disease in a large italian cohort: the EPICOR study.
Sieri S, Krogh V, Berrino F et al.
2010PMID 20386010
DOI 10.1001/archinternmed.2010.15
Kohortenstudie15.171 Männer, 32.578 FrauenHohe glykämische Last mit KHK bei Frauen verbunden, nicht bei Männern.Wenige Fälle bei Frauen (158); Geschlechtsspezifische BefundemoderatC-WHT-05
A-WHT-09Whole- and refined-grain intakes are differentially associated with abdominal visceral and subcutaneous adiposity in healthy adults: the Framingham Heart Study.
McKeown NM, Troy LM, Jacques PF et al.
2010PMID 20881074
DOI 10.3945/ajcn.2009.29106
Querschnittsstudie2834 Erwachsene im Alter von 32–83 JahrenMehr raffiniertes Getreide, mehr Bauchfett um die Organe; mehr Vollkorn, weniger.Querschnittlich; FFQmoderatC-WHT-06
A-WHT-10Glycemic load, glycemic index, bread and incidence of overweight/obesity in a Mediterranean cohort: the SUN project.
de la Fuente-Arrillaga C, Martinez-Gonzalez MA, Zazpe I et al.
2014PMID 25335643
DOI 10.1186/1471-2458-14-1091
Kohortenstudie9267 spanische Hochschulabsolventinnen und -absolventen2+ Portionen Weißbrot pro Tag waren mit 40 % höheren Odds verbunden, übergewichtig zu werden, aber nicht mit jährlicher Gewichtszunahme.Nur Hochschulabsolventinnen und -absolventen; Gemischte ErgebnissemoderatC-WHT-06
A-WHT-11Associations of Whole Grain and Refined Grain Consumption With Metabolic Syndrome. A Meta-Analysis of Observational Studies.
Guo H, Ding J, Liang J et al.
2021PMID 34277690
DOI 10.3389/fnut.2021.695620
MetaanalyseTeilnehmende von BeobachtungsstudienRaffiniertes Getreide war in gepoolten Beobachtungsstudien mit einem um 37 % höheren Risiko für das metabolische Syndrom verbunden.Zur Hälfte Querschnittsstudien; Breites KIniedrigC-WHT-06
A-WHT-12Whole-grain intake is favorably associated with metabolic risk factors for type 2 diabetes and cardiovascular disease in the Framingham Offspring Study.
McKeown NM, Meigs JB, Liu S et al.
2002PMID 12145012
DOI 10.1093/ajcn/76.2.390
Querschnittsstudie2941 ErwachseneVollkorn mit leicht besseren Markern verbunden; raffiniertes Getreide zeigte keinen Trend.QuerschnittlichniedrigC-WHT-06
A-WHT-13Whole grain, bran, and germ intake and risk of type 2 diabetes: a prospective cohort study and systematic review.
de Munter JS, Hu FB, Spiegelman D et al.
2007PMID 17760498
DOI 10.1371/journal.pmed.0040261
Kohortenstudie161.737 US-amerikanische FrauenHöchste Vollkornaufnahme: etwa 25–37 % geringeres Diabetesrisiko.BeobachtungsstudiehochC-WHT-05 C-WHT-04
A-WHT-14Dietary fibre and incidence of type 2 diabetes in eight European countries: the EPIC-InterAct Study and a meta-analysis of prospective studies.
InterAct Consortium
2015PMID 26021487
DOI 10.1007/s00125-015-3585-9
KohortenstudieEPIC-InterAct: 340.234 geeignete EPIC-Teilnehmende; analysiert 26.088 (11.559 neu aufgetretene Fälle von Typ-2-Diabetes, Subkohorte 15.258 einschließlich 729 Fällen), mittleres Alter der Subkohorte 52,4 Jahre. Metaanalyse: 617.968 Teilnehmende, 41.066 Fälle (8 US-amerikanische, 5 europäische, 3 australische, 3 asiatische Kohorten)Je zusätzliche 10 g Getreideballaststoffe pro Tag waren mit 25 % geringerem Diabetesrisiko verbunden.EPIC-InterAct: Zusammenhänge nach BMI-Adjustierung null (der BMI kann Störfaktor und Mediator sein); Ernährung nur zu Studienbeginn erfasst; Messfehler der FFQhochC-WHT-05
A-WHT-15Glycemic index, glycemic load, and dietary fiber intake and incidence of type 2 diabetes in younger and middle-aged women.
Schulze MB, Liu S, Rimm EB et al.
2004PMID 15277155
DOI 10.1093/ajcn/80.2.348
Kohortenstudie91.249 FrauenHoher glykämischer Index mit 59 % höherem Risiko verbunden; Getreideballaststoffe mit 36 % geringerem Risiko.Beobachtungsstudie; glykämische Last: NullbefundmoderatC-WHT-05
A-WHT-16Gliadin, zonulin and gut permeability: Effects on celiac and non-celiac intestinal mucosa and intestinal cell lines.
Drago S, El Asmar R, Di Pierro M et al.
2006PMID 16635908
DOI 10.1080/00365520500235334
Labor-/ZellstudieIEC6-, Caco2-Zellen; Biopsien von Patientinnen und Patienten mit Zöliakie (in Remission) und ohne ZöliakieGliadin lockerte Darmgewebeproben kurzzeitig; stark bei Gewebe mit Zöliakie, leicht bei anderen.Nur Labor/ex vivo; keine klinischen EndpunktemoderatC-WHT-09
A-WHT-17Gliadin induces an increase in intestinal permeability and zonulin release by binding to the chemokine receptor CXCR3.
Lammers KM, Lu R, Brownley J et al.
2008PMID 18485912
DOI 10.1053/j.gastro.2008.03.023
Labor-/ZellstudieZelllinien, Mäuse, BiopsienGliadin bindet an einen Rezeptor und erhöht die Durchlässigkeit in Mausgewebe.Labor; InteressenkonfliktmoderatC-WHT-09
A-WHT-18White rice consumption and risk of cardiometabolic and cancer outcomes: A systematic review and dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.
Lai H, Sun M, Liu Y et al.
2023PMID 35852223
DOI 10.1080/10408398.2022.2101984
MetaanalyseKohortenMehr weißer Reis war mit mehr Diabetes verbunden (16 Fälle mehr pro 1000), nicht mit Herzkrankheit oder Krebs.BeobachtungsstudiemoderatC-GRN-05
A-FOOD-01Is there a dose-response relation of dietary glycemic load to risk of type 2 diabetes? Meta-analysis of prospective cohort studies.
Livesey G et al.
2013PMID 23364021
DOI 10.3945/ajcn.112.041467
MetaanalyseGesunde Erwachsene in prospektiven KohortenErnährungsweisen mit höherer glykämischer Last waren mit einem höheren Diabetesrisiko verbunden (45 % pro 100 g/Tag).Glykämische Last der gesamten Ernährung, nicht einzelner Lebensmittel; BeobachtungsstudiehochC-FRU-01 C-WHT-05
A-FOOD-02Glycemic index, glycemic load, and chronic disease risk--a meta-analysis of observational studies.
Barclay AW et al.
2008PMID 18326601
DOI 10.1093/ajcn/87.3.627
MetaanalyseKohortenteilnehmendeErnährungsweisen mit niedrigem glykämischem Index bzw. niedriger glykämischer Last sind mit geringerem Diabetes- und Herzkrankheitsrisiko verbunden.Maße der gesamten Ernährung; BeobachtungsstudiemoderatC-FRU-01 C-WHT-05
I-ABX-01Global burden of bacterial antimicrobial resistance 1990-2021: a systematic analysis with forecasts to 2050.
GBD 2021 Antimicrobial Resistance Collaborators
2024PMID 39299261
DOI 10.1016/S0140-6736(24)01867-1
RisikobewertungWeltweitEtwa 1,14 Millionen Todesfälle wurden 2021 durch Resistenzen verursacht; bessere Versorgung und Zugang zu Antibiotika könnten zig Millionen Todesfälle verhindern.Spärliche Daten in vielen LMIC; 7 Länder ohne Daten; starke Abhängigkeit von Kovariaten und Modellierung; Resistenz vor 2000 größtenteils modellierthochC-ABX-02 C-ABX-12
I-ABX-02The burden of bacterial antimicrobial resistance in the WHO Eastern Mediterranean Region 1990-2021: a cross-country systematic analysis with forecasts to 2050.
EMR Antimicrobial Resistance Collaborators
2025PMID 41082884
DOI 10.1016/S2468-2667(25)00201-4
RisikobewertungLänder der EMREtwa 92.800 Todesfälle in der Region wurden 2021 Resistenzen zugerechnet.ModellbasierthochC-ABX-02
I-ABX-03Antibiotics in fetal and early life and subsequent childhood asthma: nationwide population based study with sibling analysis.
Örtqvist AK et al.
2014PMID 25432937
DOI 10.1136/bmj.g6979
KohortenstudieIn Schweden 2006–2010 geborene Kinder aus ab 1. Juli 2005 begonnenen Schwangerschaften, nachbeobachtet bis Ende 2011 (höchstens Schulalter)Beim Vergleich von Geschwistern verschwand der Großteil des Zusammenhangs zwischen Antibiotika und Asthma.Indikation (Atemwegsinfektion) nicht erfasst; Residual Confounding durch die Indikation und umgekehrte Kausalität bei Atemwegsantibiotika; Geschwisteranalysen beruhen auf hinsichtlich der Exposition diskordanten Paaren; breitere KI (z. B. Harnwege/Haut 0,47–1,55); anfällig für nicht geteiltes Confounding und MessfehlerhochC-ABX-06
I-ABX-04Early-life exposure to antibiotics and excess body weight in childhood and adolescence: A systematic review and meta-analysis.
Chagas AP et al.
2023PMID 37573229
DOI 10.1016/j.orcp.2023.07.001
MetaanalyseKinder und JugendlicheEin kleiner Zusammenhang (etwa 9–10 % höhere Odds) wurde gefunden, aber die Evidenzsicherheit war sehr gering.Beobachtende PrimärstudienmoderatC-ABX-05
I-ABX-05Antibiotic exposure in early life and childhood overweight and obesity: A systematic review and meta-analysis.
Rasmussen SH et al.
2018PMID 29359849
DOI 10.1111/dom.13230
Metaanalyse527.504 KinderLeicht höheres Risiko, vor allem bei wiederholter oder sehr früher Behandlung.BeobachtungsstudiemoderatC-ABX-05
I-ABX-06Antibiotic use and the development of inflammatory bowel disease: a national case-control study in Sweden.
Nguyen LH et al.
2020PMID 32818437
DOI 10.1016/S2468-1253(20)30267-3
Fall-Kontroll-StudieEinwohnerinnen und Einwohner Schwedens im Alter von >=16 Jahren mit neu aufgetretener, histologisch bestätigter CED (2007–2016), bis zu 5 nach Alter, Geschlecht, Provinz und Kalenderjahr gematchte Kontrollen aus der Allgemeinbevölkerung, plus CED-freie leibliche VollgeschwisterMehr Antibiotikaeinsatz war mit CED verbunden, auch im Vergleich mit Geschwistern.Indikation für die Antibiotika nicht verfügbar; Confounding durch die Indikation (z. B. Infektionen, prodromale Magen-Darm-Beschwerden) trotz Vorlaufzeitraum möglich; Residual Confounding durch Inanspruchnahmeverhalten und Begleiterkrankungen (nur über Kontaktzahlen und Bildung adjustiert)hochC-ABX-07
I-ABX-07Time to Treatment and Mortality during Mandated Emergency Care for Sepsis.
Seymour CW et al.
2017PMID 28528569
DOI 10.1056/NEJMoa1703058
KohortenstudieErwachsene (>17 Jahre) mit schwerer Sepsis oder septischem Schock (Sepsis-2-Kriterien) und in der Notaufnahme innerhalb von 6 h nach Ankunft begonnenem Sepsis-Protokoll, in 149 Krankenhäusern in New York (medianes Alter 73)Jede Stunde Verzögerung bei Antibiotika war mit etwa 4 % höheren Odds zu sterben verbunden.Nicht randomisiert; Residual Confounding (z. B. diagnostische Schwierigkeiten, die die Behandlung verzögern); Angemessenheit der Antibiotikawahl nicht bekannthochC-ABX-12
I-ABX-08Duration of hypotension before initiation of effective antimicrobial therapy is the critical determinant of survival in human septic shock.
Kumar A et al.
2006PMID 16625125
DOI 10.1097/01.CCM.0000217961.75225.E9
KohortenstudieErwachsene mit septischem SchockJede Stunde Verzögerung verringerte das Überleben im Durchschnitt um etwa 7,6 %.RetrospektivmoderatC-ABX-12
I-ABX-09Antibiotics for acute otitis media in children.
Venekamp RP et al.
2023PMID 37965923
DOI 10.1002/14651858.CD000219.pub5
Systematischer ReviewKinder mit akuter Mittelohrentzündung (AOM)Antibiotika halfen nur wenig gegen Schmerzen und verursachten Nebenwirkungen; schwere Komplikationen waren in beiden Fällen selten.Nur Settings mit hohem EinkommenhochC-ABX-12
I-ABX-10Pelvic Inflammatory Disease: Diagnosis, Management, and Prevention.
Curry A et al.
2019PMID 31524362Narrativer ÜbersichtsartikelSexuell aktive FrauenEine unbehandelte Infektion (oft Gonorrhö oder Chlamydien) kann Unfruchtbarkeit verursachen; Antibiotika sind die Behandlung.Narrativer ÜbersichtsartikelmoderatC-ABX-13
I-ABX-11Antibiotic-associated Vulvovaginal Candidiasis.
Xu J & Sobel JD
2003PMID 14642189
DOI 10.1007/s11908-003-0091-x
Narrativer ÜbersichtsartikelFrauenAntibiotika können Pilzinfektionen auslösen, aber die Evidenz ist begrenzt und widersprüchlich.Alt; NarrativniedrigC-ABX-11
I-BAR-01Association of metabolic-bariatric surgery with long-term survival in adults with and without diabetes: a one-stage meta-analysis of matched cohort and prospective controlled studies with 174 772 participants.
Syn NL et al.
2021PMID 33965067
DOI 10.1016/S0140-6736(21)00591-2
MetaanalyseErwachsene mit schwerer AdipositasBei 174.772 Menschen war die Operation mit etwa halbiertem Sterberisiko und etwa 6 Jahren mehr medianer Lebenserwartung verbunden; der Schlauchmagen zeigte ähnliche Effekte wie der Bypass.Beobachtende Primärstudien (Confounding, Auswahl gesünderer Patientinnen und Patienten); Rekonstruierte IPDmoderatC-BAR-01 C-BAR-09 C-BAR-10
I-BAR-02Long-Term Outcomes of Medical Management vs Bariatric Surgery in Type 2 Diabetes.
Courcoulas AP et al.
2024PMID 38411644
DOI 10.1001/jama.2024.0318
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes, mittlerer BMI 36,4Die Blutzuckerkontrolle blieb nach der Operation besser; eine vollständige Remission war in beiden Gruppen selten, nach der Operation aber häufiger (12,7 % vs. 0 %).86 % in die Nachbeobachtung aufgenommen; Crossover 25 %moderatC-BAR-05 C-BAR-06 C-BAR-08
I-BAR-03Metabolic surgery versus conventional medical therapy in patients with type 2 diabetes: 10-year follow-up of an open-label, single-centre, randomised controlled trial.
Mingrone G et al.
2021PMID 33485454
DOI 10.1016/S0140-6736(20)32649-0
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes >5 Jahre, BMI>=35Mehr als die Hälfte derjenigen, die nach 2 Jahren in Remission waren, erlitt einen Rückfall. Ihre Blutzuckerkontrolle blieb aber gut (HbA1c 6,7 %), und es gab weniger Komplikationen als mit Medikamenten allein.Sehr klein; MonozentrischmoderatC-BAR-08 C-BAR-14
I-BAR-04Risk of De Novo Barrett's Esophagus Post Sleeve Gastrectomy: A Systematic Review and Meta-Analysis of Studies With Long-Term Follow-Up.
Chandan S et al.
2025PMID 39059544
DOI 10.1016/j.cgh.2024.06.041
MetaanalyseSG-Patientinnen und -PatientenEtwa 5,6 % entwickelten einen neuen Barrett-Ösophagus; Reflux und die Einnahme säurehemmender Medikamente waren nach Schlauchmagen etwa 3-mal so häufig.Überwiegend beobachtend, heterogen; Vorher-nachher-Vergleich, keine nicht operierte KontrollgruppemoderatC-BAR-02 C-BAR-03 C-BAR-04 C-BAR-12
I-BAR-05Effect of Laparoscopic Sleeve Gastrectomy vs Laparoscopic Roux-en-Y Gastric Bypass on Weight Loss in Patients With Morbid Obesity: The SM-BOSS Randomized Clinical Trial.
Peterli R et al.
2018PMID 29340679
DOI 10.1001/jama.2017.20897
Randomisierte kontrollierte StudieKrankhafte Adipositas, mittlerer BMI 43,9Der Reflux wurde nach Schlauchmagen bei etwa 32 % schlimmer, nach Bypass bei 6 %.Reflux als explorativer EndpunkthochC-BAR-02 C-BAR-03 C-BAR-14
I-BAR-06Risk of Suicide and Self-harm Is Increased After Bariatric Surgery-a Systematic Review and Meta-analysis.
Castaneda D et al.
2019PMID 30343409
DOI 10.1007/s11695-018-3493-4
MetaanalyseBariatrische Patientinnen und PatientenSelbstverletzungsversuche waren nach der Operation etwa doppelt so häufig wie davor; Suizide kamen bei etwa 2,7 von 1000 Patientinnen und Patienten vor.Beobachtungsstudien; Überschneidung mit Bhatti/NeoviusmoderatC-BAR-07
I-BAR-07Change in fracture risk and fracture pattern after bariatric surgery: nested case-control study.
Rousseau C et al.
2016PMID 27814663
DOI 10.1136/bmj.i3794
Fall-Kontroll-StudieErwachsene mit schwerer Adipositas und Adipositasoperation in Quebec (72,3 % Frauen, mittleres Alter 42,6 Jahre), nach Alter (+-3 Jahre) und Geschlecht 1:3 mit adipösen und 1:10 mit nicht adipösen Kontrollpersonen gematchtKnochenbrüche waren etwa 38 % häufiger als bei Kontrollen mit Adipositas, eindeutig nur nach biliopankreatischer Diversion.Adipöse Kontrollpersonen nicht nach BMI gematcht; die Operationsgruppe hatte mehr Begleiterkrankungen und Ausgangsfrakturen (Autorinnen und Autoren); Verwaltungsdaten; keine Informationen zu Medikamenten, körperlicher Aktivität, Rauchen, Alkohol, Schwere des Traumas, Gewichtsverlust (Autorinnen und Autoren)moderatC-BAR-06
I-BAR-08Fracture Risk After Gastric Bypass Surgery: A Retrospective Cohort Study.
Axelsson KF et al.
2018PMID 30011091
DOI 10.1002/jbmr.3553
KohortenstudieSchwedische Patientinnen und Patienten mit AdipositasDas Frakturrisiko war etwa 26–32 % höher als bei ähnlichen Menschen ohne Operation.Mediane Nachbeobachtung 3,1 JahremoderatC-BAR-06 C-BAR-14
I-BAR-09Clinical Practice Guidelines for the Perioperative Nutrition, Metabolic, and Nonsurgical Support of Patients Undergoing Bariatric Procedures - 2019 Update (Executive Summary).
Mechanick JI et al.
2019PMID 31682518
DOI 10.4158/GL-2019-0406
Leitlinie / StellungnahmeErnährungs- und Stoffwechselnachsorge ist ein verpflichtender Bestandteil der bariatrischen Versorgung.Viele Empfehlungen mit niedrigem Evidenzgrad; Genaue Dosierungen der Nahrungsergänzung nicht im AbstractmoderatC-BAR-05
I-BAR-10Body-mass index and all-cause mortality: individual-participant-data meta-analysis of 239 prospective studies in four continents.
Global BMI Mortality Collaboration
2016PMID 27423262
DOI 10.1016/S0140-6736(16)30175-1
MetaanalyseErwachsene von 20–90 Jahren, BMI 15–<60, in 32 Ländern (Asien, Australien/Neuseeland, Europa, Nordamerika); Primäranalyse beschränkt auf Nie-Rauchende ohne bekannte chronische Erkrankung zu Studienbeginn, die 5 Jahre überlebtenSchwere Adipositas (BMI 40+) war mit fast dem 3-fachen Sterberisiko im Vergleich zu Normalgewicht verbunden.Beobachtungsdaten; BMI ist das einzige Maß für Körperfett (Autorinnen und Autoren); Studienergebnisse im Allgemeinen nicht für ethnische Zugehörigkeit oder sozioökonomischen Status adjustiert (Autorinnen und Autoren)hochC-BAR-01 C-BAR-09
I-BAR-112022 American Society of Metabolic and Bariatric Surgery (ASMBS) and International Federation for the Surgery of Obesity and Metabolic Disorders (IFSO) Indications for Metabolic and Bariatric Surgery.
Eisenberg D et al.
2023PMID 36336720
DOI 10.1007/s11695-022-06332-1
Leitlinie / StellungnahmeChirurgische Fachgesellschaften empfehlen sie ab einem BMI über 35 und erwägen sie ab BMI 30 bei Stoffwechselerkrankungen.Chirurgische Fachgesellschaften (berufliches Eigeninteresse); Nur Abstract geprüftmoderatC-BAR-10
I-BAR-12Ursodeoxycholic acid for the prevention of gallstones and subsequent cholecystectomy after bariatric surgery: a meta-analysis of randomized controlled trials.
Mulliri A et al.
2022PMID 35704084
DOI 10.1007/s00535-022-01886-4
MetaanalyseBariatrische Patientinnen und PatientenEin Gallensäure-Medikament verringerte neue Gallensteine nach der Operation um etwa 75 %, auch nach Schlauchmagen.Inzidenz in der Kontrollgruppe nicht im AbstractmoderatC-BAR-11
I-CAN-01Mortality in relation to smoking: 50 years' observations on male British doctors.
Doll R et al.
2004PMID 15213107
DOI 10.1136/bmj.38142.554479.AE
KohortenstudieMännliche britische ÄrzteRauchen verdreifachte die Sterberaten; ein Rauchstopp mit 30 vermied fast das gesamte zusätzliche Risiko.Nur Männer, nur ÄrztehochC-CAN-02 C-CAN-01 C-SYS-01 C-SYS-03 C-SRC-62
I-CAN-02Proportion and number of cancer cases and deaths attributable to potentially modifiable risk factors in the United States, 2019.
Islami F et al.
2024PMID 38990124
DOI 10.3322/caac.21858
RisikobewertungUS-Erwachsene >=30 J.Rauchen war für 19 % der Krebsfälle und 29 % der Krebstodesfälle verantwortlich; es folgten Übergewicht und Alkohol.Setzt ursächliche RR voraus; US-spezifische PrävalenzmoderatC-CAN-02 C-CAN-01 C-CAN-07 C-CAN-08 C-CAN-06 C-SYS-03 C-SRC-62
I-CAN-03The global burden of cancer attributable to risk factors, 2010-19: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2019.
GBD 2019 Cancer Risk Factors Collaborators
2022PMID 35988567
DOI 10.1016/S0140-6736(22)01438-6
RisikobewertungWeltbevölkerung; 204 Länder und Territorien, nach Alter, Geschlecht, Region und Soziodemografischem Index (SDI)44 % der Krebstodesfälle weltweit im Jahr 2019 waren auf bekannte Risikofaktoren zurückzuführen, an erster Stelle das Rauchen; die Ernährung machte etwa 5–6 % der Krebslast aus.Modellbasiert; spärliche Register- und Expositionsdaten in vielen Ländern mit niedrigem SDI, mit größerer Unsicherheit (Autorinnen und Autoren); Verbleibende Messverzerrung der Exposition trotz Adjustierung wahrscheinlich; Leistungsfähigkeit der Expositionsmodelle nicht formal bewertet (Autorinnen und Autoren)moderatC-CAN-01 C-CAN-02 C-CAN-07 C-CAN-08 C-SYS-02 C-SRC-62
I-CAN-04Familial Risk and Heritability of Cancer Among Twins in Nordic Countries.
Mucci LA et al.
2016PMID 26746459
DOI 10.1001/jama.2015.17703
KohortenstudieGleichgeschlechtliche monozygote und dizygote Zwillinge aus den nationalen Zwillingsregistern Dänemarks, Finnlands, Norwegens und Schwedens (Geburtskohorten 1870–2004)Die Erblichkeit von Krebs insgesamt betrug bei 200.000 nordischen Zwillingen 33 %.Die Annahme gleicher Umwelt in Zwillingsmodellen ist nicht überprüfbar (Autorinnen und Autoren); Unvollständige Registerabdeckung und Voraussetzung des Überlebens bis zum Alter von 6 Jahren in frühen Geburtskohorten (Selektion)hochC-CAN-01 C-SYS-03
I-CAN-05Global burden of cancer attributable to infections in 2018: a worldwide incidence analysis.
de Martel C et al.
2020PMID 31862245
DOI 10.1016/S2214-109X(19)30488-7
RisikobewertungGlobalH. pylori, HPV und Hepatitis-B/C-Viren verursachen die meisten infektionsbedingten Krebserkrankungen.Modellbasierte AnteilemoderatC-CAN-01 C-SYS-03
I-CAN-06Definition and classification of cancer cachexia: an international consensus.
Fearon K et al.
2011PMID 21296615
DOI 10.1016/S1470-2045(10)70218-7
Leitlinie / StellungnahmeKrebspatientinnen und -patientenFachleute definieren Kachexie als Muskelverlust, der durch die Wirkungen des Tumors auf Stoffwechsel und Appetit angetrieben wird und durch Essen nicht vollständig umkehrbar ist.ExpertenmeinungmoderatC-CAN-05 C-SYS-01 C-SRC-32
I-CAN-07Dietary sugar consumption and health: umbrella review.
Huang Y et al.
2023PMID 37019448
DOI 10.1136/bmj-2022-071609
Systematischer ReviewMenschen ohne Erkrankung zu StudienbeginnDie Evidenz für Gewichtszunahme ist mittel; Zusammenhänge mit Krebsarten sind meist von geringer Qualität.Überwiegend Beobachtungsdaten, Evidenz geringer Qualität für KrebsendpunktemoderatC-CAN-06
I-CHK-01Restricting the use of antibiotics in food-producing animals and its associations with antibiotic resistance in food-producing animals and human beings: a systematic review and meta-analysis.
Tang KL et al.
2017PMID 29387833
DOI 10.1016/S2542-5196(17)30141-9
MetaanalyseLebensmittel liefernde Tiere; MenschenWeniger Antibiotika in der Tierhaltung verringerten resistente Bakterien bei Tieren und, in weniger Studien, bei Menschen.Die zugrunde liegenden Studien sind überwiegend Querschnittsstudien, von denen nur wenige für Störfaktoren adjustieren; Extreme Heterogenität (I2 bis 99,4 %; Menschen 97,4 %)hochC-CHK-05
I-CHK-02Regulation (EC) No 1831/2003 on additives for use in animal nutrition (original text, Article 11 and recitals 25-26)
European Parliament and Council
2003Leitlinie / StellungnahmeFuttermittel in der EUSeit 2006 dürfen Antibiotika in der EU nicht als wachstumsfördernde Futtermittelzusatzstoffe verwendet werden.Therapeutischer und prophylaktischer tierärztlicher Einsatz separat geregelt (nicht abgedeckt)nicht anwendbarC-CHK-05 C-CHK-07
I-CHK-03Arsenic-based Animal Drugs and Poultry (FDA web page, last updated 29 April 2022)
US Food and Drug Administration
2022Leitlinie / StellungnahmeGeflügel in den USAArsenhaltige Geflügelarzneimittel wurden in den USA zwischen 2013 und 2015 vom Markt genommen.Seite deckt keine anderen Länder abnicht anwendbarC-CHK-07
I-CHK-04The European Union summary report on antimicrobial resistance in zoonotic and indicator bacteria from humans, animals and food in 2021-2022.
EFSA, ECDC
2024PMID 38419967
DOI 10.2903/j.efsa.2024.8583
SonstigesEU-MitgliedstaatenResistenz bei Bakterien aus Geflügel ist häufig und unterscheidet sich je nach Land, aber zentrale Indikatoren haben sich in mehreren Ländern verbessert.Unterschiede zwischen Ländern bei der ProbenahmehochC-CHK-05
I-CHK-05Update and review of control options for Campylobacter in broilers at primary production.
EFSA BIOHAZ Panel
2020PMID 32874298
DOI 10.2903/j.efsa.2020.6090
RisikobewertungMasthähnchenproduktion in der EUMaßnahmen im Betrieb könnten Campylobacter-Infektionen beim Menschen durch Hähnchenfleisch deutlich verringern.Breite, sich überlappende Wahrscheinlichkeitsintervalle machen die Rangfolge unsicher; Stützt sich auf Risikofaktorstudien mit Überrepräsentation der nordischen Länder und auf eine veraltete Ausgangserhebung von 2008hochC-CHK-09 C-CHK-08
I-CHK-06Carcinogenicity of consumption of red and processed meat.
Bouvard V et al.
2015PMID 26514947
DOI 10.1016/S1470-2045(15)00444-1
Leitlinie / StellungnahmeEvidenzbasis beim MenschenVerarbeitetes Fleisch verursacht Krebs, rotes Fleisch wahrscheinlich auch; Geflügel wurde nicht bewertet; die Evidenz zur Garmethode reichte nicht aus.Geflügel nicht bewertethochC-CHK-01 C-CHK-10
I-CHK-07Meat consumption and risk of 25 common conditions: outcome-wide analyses in 475,000 men and women in the UK Biobank study.
Papier K et al.
2021PMID 33648505
DOI 10.1186/s12916-021-01922-9
KohortenstudieTeilnehmende der UK Biobank im Alter von ~40–69 Jahren bei der Rekrutierung (2006–2010) aus 22 Untersuchungszentren, ohne bestehende KrebserkrankungMehr Geflügel ging mit etwas mehr Reflux, Gastritis und Diabetes einher, teilweise durch das Körpergewicht erklärt, und mit weniger Blutarmut.Residual Confounding, besonders durch Adipositas und Energieaufnahme (Gesamtenergie nicht gemessen); Fleischarten nicht wechselseitig adjustierthochC-CHK-01 C-CHK-04
I-CHK-08Association between total, processed, red and white meat consumption and all-cause, CVD and IHD mortality: a meta-analysis of cohort studies.
Abete I et al.
2014PMID 24932617
DOI 10.1017/S000711451400124X
Metaanalyse13 KohortenVerarbeitetes und rotes Fleisch gingen mit einem höheren Sterberisiko einher, weißes Fleisch (einschließlich Geflügel) nicht.Hohe Heterogenität; ÄltermoderatC-CHK-01
I-CHK-09Antimicrobial resistance profiles and virulence genotyping of Salmonella enterica serovars recovered from broiler chickens and chicken carcasses in Egypt.
Elkenany R et al.
2019PMID 31029108
DOI 10.1186/s12917-019-1867-z
QuerschnittsstudieFünf kleine Masthähnchenbetriebe (Tiere in der 3. Woche des Mastzyklus; Betriebsumgebung einschl. Wasser, Futter, Einstreu, Ventilatoren, Hände der Beschäftigten) und fünf Einzelhandelsgeschäfte (frisch geschlachtete ganze Schlachtkörper, äußere Haut)Etwa 29 % der Hähnchenschlachtkörper im Einzelhandel und 32 % der Hühner in Betrieben einer ägyptischen Provinz hatten Salmonellen, meist multiresistent.Nur 5 Betriebe und 5 Geschäfte in einer Provinz, eine einzige Sommersaison; kleine Cluster (34 Schlachtkörper pro Geschäft) nicht berücksichtigt; Auswahl der Betriebe und Geschäfte nicht beschriebenmoderatC-CHK-05 C-CHK-08 C-CHK-09
I-CHK-10Avian Influenza A(H5N1) Virus in Egypt.
Kayali G et al.
2016PMID 26886164
DOI 10.3201/eid2203.150593
Narrativer ÜbersichtsartikelGeflügel in kommerziellen/halbkommerziellen Betrieben, Schlachthöfen, Hinterhofhaltungen und Lebendgeflügelmärkten in ägyptischen Gouvernements; H5N1-Fälle beim Menschen in ÄgyptenDie Vogelgrippe hat sich im ägyptischen Geflügel festgesetzt und viele Infektionen beim Menschen verursacht.Nicht zufällige Auswahl der Vögel; ungleichmäßige Probenahme über die Gouvernements; Falldaten beim Menschen aus offiziellen Berichten; tatsächliche Krankheitslast unsichermoderatC-CHK-13
I-CHK-11Breast muscle myopathies: twists and turns in modern broilers.
Greene ES et al.
2025PMID 40658058
DOI 10.1080/03079457.2025.2533454
Narrativer ÜbersichtsartikelModerne MasthähnchenMuskelerkrankungen wie Woody Breast sind bei schnell wachsenden Masthähnchen weit verbreitet.NarrativmoderatC-CHK-03 C-CHK-06
I-CHK-12Health risk assessment of enrofloxacin, oxytetracycline, and sulfadimidine residues in broiler chicken carcasses marketed in Mit Ghamr, Egypt.
Noah SM et al.
2026PMID 42527435
DOI 10.1038/s41598-026-63227-2
Mess-/RückstandsstudieGewebe von Masthähnchenschlachtkörpern (Brust, Schenkel, Leber; Schlachtkörper ~1,25 kg), gekauft in Geflügelgeschäften in Mit Ghamr City, Dakahlia, ÄgyptenViele Hähnchenproben enthielten Antibiotikarückstände über den gesetzlichen Grenzwerten, besonders in der Leber, aber das geschätzte Gesundheitsrisiko war gering.Eine Stadt; Anzahl der Geschäfte und Probenahmeverfahren unklar; kleines n pro Gewebe (60); HPLC-PDA ohne bestätigende LC-MS/MS (von den Autoren eingeräumt)moderatC-EGG-10 C-CHK-05 C-CHK-12
I-CHK-13Overview of Colistin Resistance in the Middle East and North Africa (MENA) Region.
Saniour R et al.
2026PMID 42655038
DOI 10.3390/microorganisms14081693
Narrativer ÜbersichtsartikelMenschen, Tiere, Lebensmittel, UmweltResistenzen gegen das Reserveantibiotikum Colistin werden aus Ägypten und anderen Ländern berichtet, auch bei Geflügel.Narrativ; heterogene QuellenniedrigC-CHK-05
I-CHK-14Dietary Intake of Meat Cooking-Related Mutagens (HCAs) and Risk of Colorectal Adenoma and Cancer: A Systematic Review and Meta-Analysis.
Chiavarini M et al.
2017PMID 28524104
DOI 10.3390/nu9050514
MetaanalyseBeobachtungsstudienEine höhere Aufnahme von Mutagenen, die beim Garen entstehen, war mit mehr Darmpolypen und Darmkrebs verbunden.Mutagenaufnahme aus Fragebögen geschätzt; HeterogenitätmoderatC-CHK-10
I-CHK-15Salmonella enterica serotypes isolated from squabs reveal multidrug resistance and a distinct pathogenicity gene repertoire.
Osman KM et al.
2014PMID 25812222
DOI 10.20506/rst.33.3.2336
QuerschnittsstudieSquabs (junge Tauben)Etwa jede achte Jungtaube trug Salmonellen, oft multiresistente.Kleine StichprobeniedrigC-CHK-12
I-CHM-01Comparisons between different polychemotherapy regimens for early breast cancer: meta-analyses of long-term outcome among 100,000 women in 123 randomised trials.
EBCTCG
2012PMID 22152853
DOI 10.1016/S0140-6736(11)61625-5
MetaanalyseFrauen mit frühem BrustkrebsIn 123 Studien mit 100.000 Frauen senkten moderne Therapieschemata die Brustkrebstodesfälle um etwa ein Drittel, und auch die Todesfälle insgesamt gingen zurück.Die Studien Chemotherapie vs. keine sind alt (medianer Beginn 1986), zur Hälfte ohne endokrine Therapie, mit suboptimaler unterstützender Versorgung; 3 Taxan-Studien (n~7000) nicht verfügbar; kurze Nachbeobachtung bei Taxanen (meist <=8 Jahre)hochC-CHM-09 C-CHM-10 C-CHM-12 C-CHM-13 C-SYS-06
I-CHM-02Effect of radiotherapy after breast-conserving surgery on 10-year recurrence and 15-year breast cancer death: meta-analysis of individual patient data for 10,801 women in 17 randomised trials.
EBCTCG
2011PMID 22019144
DOI 10.1016/S0140-6736(11)61629-2
MetaanalyseFrauen nach brusterhaltender OperationRückfälle innerhalb von 10 Jahren sanken von 35 % auf 19 % und Brustkrebstodesfälle innerhalb von 15 Jahren von 25 % auf 21 %.Ältere Strahlentherapie, Chirurgie, Pathologie und systemische Therapie (Studien 1976–99); mit moderner Pathologie wären die Schnittränder anders (Autorinnen und Autoren); Kategorien zur Risikovorhersage aus denselben Daten abgeleitet, nicht extern validiert (Autorinnen und Autoren)hochC-CHM-09 C-CHM-02 C-CHM-10 C-CHM-12 C-CHM-13
I-CHM-03Use of Alternative Medicine for Cancer and Its Impact on Survival.
Johnson SB et al.
2018PMID 28922780
DOI 10.1093/jnci/djx145
KohortenstudieNicht metastasierter Brust-, Prostata-, Lungen- oder DarmkrebsDas Sterberisiko war insgesamt 2,5-mal und bei Brustkrebs 5,7-mal so hoch.Kleine AM-Gruppe; Beobachtungsstudie; Residual ConfoundingmoderatC-CHM-09 C-CHM-10 C-CHM-12 C-CAN-04 C-SYS-01 C-SYS-06 C-SRC-32 C-SRC-45
I-CHM-04Complementary Medicine, Refusal of Conventional Cancer Therapy, and Survival Among Patients With Curable Cancers.
Johnson SB et al.
2018PMID 30027204
DOI 10.1001/jamaoncol.2018.2487
KohortenstudieNicht metastasierter Brust-, Prostata-, Lungen-, Darmkrebs 2004–2013Nutzende von Komplementärmedizin lehnten Chemotherapie oder Strahlentherapie weit häufiger ab und hatten ein etwa doppelt so hohes Sterberisiko.Beobachtungsstudie; Erfassung der CM unvollständigmoderatC-CHM-12 C-CHM-09 C-CAN-04 C-SRC-32
I-CHM-05Improved survival for children and adolescents with acute lymphoblastic leukemia between 1990 and 2005: a report from the children's oncology group.
Hunger SP et al.
2012PMID 22412151
DOI 10.1200/JCO.2011.37.8018
KohortenstudieKinder/Jugendliche 0–22 J. mit ALLDas 5-Jahres-Überleben bei ALL im Kindesalter stieg bis 2000–2005 auf 90,4 %.Nur StudienteilnehmendehochC-CHM-06 C-CHM-09 C-CHM-11 C-CHM-12 C-CHM-13 C-SYS-06
I-CHM-06Estimating the Risks of Breast Cancer Radiotherapy: Evidence From Modern Radiation Doses to the Lungs and Heart and From Previous Randomized Trials.
Taylor C et al.
2017PMID 28319436
DOI 10.1200/JCO.2016.72.0722
MetaanalyseFrauen, randomisiert auf RT vs. keine RTEtwa 0,3 % Risiko für strahlenbedingten Herztod oder Lungenkrebs bei Nichtrauchenden, höher bei Rauchenden.Raucherstatus in den Studien nicht verfügbar (modelliert)hochC-CHM-02 C-CHM-01 C-CHM-03 C-CAN-02
I-CHM-07Mortality due to cancer treatment delay: systematic review and meta-analysis.
Hanna TP et al.
2020PMID 33148535
DOI 10.1136/bmj.m4087
MetaanalysePatientinnen und Patienten, die eine kurative, neoadjuvante oder adjuvante Operation, systemische Behandlung oder Strahlentherapie bei Blasen-, Brust-, Kolon-, Rektum-, Lungen-, Gebärmutterhals- sowie Kopf-Hals-Krebs erhieltenSo war zum Beispiel jede 4-wöchige Verzögerung einer Brustoperation mit einer um 8 % höheren Sterblichkeit verbunden.Alle Primärstudien retrospektiv beobachtend: Residual Confounding durch Begleiterkrankungen/Leistungsstatus (Hauptlimitation laut Autorinnen und Autoren); Eine einzige Datenbank (Medline) plus Literaturverzeichnisse/Google; nur Englisch; kein registriertes Protokoll berichtetmoderatC-CHM-10 C-CHM-12 C-CAN-04
I-CHM-08Five-Year Survival with Combined Nivolumab and Ipilimumab in Advanced Melanoma.
Larkin J et al.
2019PMID 31562797
DOI 10.1056/NEJMoa1910836
Randomisierte kontrollierte StudieZuvor unbehandeltes fortgeschrittenes Melanom5-Jahres-Überleben 52 % mit kombinierter Immuntherapie vs. 26 % mit dem älteren Medikament.Industriefinanziert; Aktiver VergleichhochC-CAN-03 C-CHM-13 C-CAN-01
I-CHM-09Adriamycin, 14-hydroxydaunomycin, a new antitumor antibiotic from S. peucetius var. caesius.
Arcamone F et al.
1969PMID 5365804
DOI 10.1002/bit.260110607
Sonstigesnicht zutreffendDie Entdeckungsarbeit von 1969 nennt Streptomyces peucetius als Quelle.Nur Titel gelesenmoderatC-CHM-14
I-CHM-10Platinum compounds: a new class of potent antitumour agents.
Rosenberg B et al.
1969PMID 5782119
DOI 10.1038/222385a0
Sonstigesnicht zutreffendSeine Wirkung gegen Krebs wurde bei Platinverbindungen entdeckt, nicht bei Pilzen.Nur Titel gelesenmoderatC-CHM-14
I-CHM-11Inhibition of Hedgehog signaling enhances delivery of chemotherapy in a mouse model of pancreatic cancer.
Olive KP et al.
2009PMID 19460966
DOI 10.1126/science.1171362
TierstudieKPC-Mäuse mit autochthonem duktalem Adenokarzinom des Pankreas; Mäuse mit transplantierten (Xenograft-, orthotopen, syngenen) Tumoren; 18 menschliche PDA-Präparate vs. normales Pankreas (5) und chronische Pankreatitis (5)Die Verringerung des Stützgewebes des Tumors ließ kurzzeitig mehr Medikament den Tumor erreichen.Mausmodell; eine Tumorart (PDA); Kleine Gruppen; Randomisierung, Verblindung und Fallzahlplanung nicht berichtetmoderatC-CHM-11
I-CHM-12Cancer statistics, 2024.
Siegel RL et al.
2024PMID 38230766
DOI 10.3322/caac.21820
SonstigesUS-BevölkerungMehr als 4 Millionen Krebstodesfälle seit 1991 verhindert – dank weniger Rauchen, früherer Entdeckung und besserer Behandlung.Die Zuordnung zu den Ursachen wird im Abstract nicht je Ursache beziffertmoderatC-CHM-09 C-CHM-13 C-CAN-02
I-DRY-01Associations of dairy intake with risk of mortality in women and men: three prospective cohort studies.
Ding M et al.
2019PMID 31776125
DOI 10.1136/bmj.l6204
Kohortenstudie168.153 Frauen (NHS 74.805; NHS II 93.348) und 49.602 Männer (HPFS), Beschäftigte in US-Gesundheitsberufen (~95 % europäischer Abstammung), zu Beginn frei von Herz-Kreislauf-Erkrankung und Krebs (1984 NHS, 1989 NHS II, 1986 HPFS)Nur die höchste Aufnahme (etwa 4,2 Portionen/Tag) zeigte eine um 7 % höhere Sterblichkeit.Beobachtungsstudie; Residual Confounding eingeräumt (Vollmilch könnte einen ungesunden Lebensstil anzeigen); Überwiegend weiße Beschäftigte in US-Gesundheitsberufen; begrenzte ÜbertragbarkeithochC-DRY-03 C-DRY-04
I-DRY-02Milk and dairy consumption and risk of cardiovascular diseases and all-cause mortality: dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.
Guo J et al.
2017PMID 28374228
DOI 10.1007/s10654-017-0243-1
Metaanalyse938.465 Teilnehmende in 29 KohortenKein Zusammenhang für Milch oder Milchprodukte insgesamt; fermentierte Milchprodukte leicht invers.Finanzierung durch die Milchindustrie/Interessenkonflikte von mehreren Autorinnen und Autoren angegeben; Hohe Heterogenität (I2 bis zu 94 %)moderatC-DRY-03
I-DRY-03Dairy product consumption and risk of hip fracture: a systematic review and meta-analysis.
Bian S et al.
2018PMID 29357845
DOI 10.1186/s12889-018-5041-5
MetaanalyseErwachsene in Kohorten- und Fall-Kontroll-StudienJoghurt RR 0,75 und Käse RR 0,68 in jeweils 3 Kohortenstudien; Milch RR 0,91 (nicht signifikant), wobei die Dosiskurve der Kohorten bis etwa 600 g/Tag anstieg.Die Schätzungen für Joghurt und Käse beruhen auf nur jeweils 3 Kohortenstudien, für Sahne auf 1; für sie war keine Subgruppen- oder Heterogenitätsanalyse möglich; Hohe Heterogenität bei Milch (I2 75–87 %)moderatC-DRY-03 C-DRY-11
I-DRY-04Milk A1 β-casein and health-related outcomes in humans: a systematic review.
Küllenberg de Gaudry D et al.
2019PMID 30722004
DOI 10.1093/nutrit/nuy063
Systematischer ReviewMenschen in 15 RCTs, 2 Fall-Kontroll-Studien, 8 ökologischen StudienMäßige Evidenzsicherheit für Verdauungssymptome; gering/sehr gering für andere Endpunkte.Wenige, kleine, oft von der Industrie finanzierte Primärstudien; Ökologische Daten schwachhochC-DRY-07 C-DRY-10
I-DRY-05Systematic Review of the Gastrointestinal Effects of A1 Compared with A2 β-Casein.
Brooke-Taylor S et al.
2017PMID 28916574
DOI 10.3945/an.116.013953
Systematischer ReviewNagetiere und Menschen (39 Studien)Evidenz am Menschen auf wenige Studien beschränkt.Autorinnen und Autoren berieten A2-Unternehmen bzw. erhielten Unterstützung von ihnen; Überwiegend TierdatenniedrigC-DRY-07
I-DRY-06A Meta-analysis of Individual Participant Data Reveals an Association between Circulating Levels of IGF-I and Prostate Cancer Risk.
Travis RC et al.
2016PMID 26921328
DOI 10.1158/0008-5472.CAN-15-1551
MetaanalyseMänner in 19 StudienOberstes vs. unterstes Fünftel: OR 1,29.Behandelt nicht die Ernährung; BeobachtungsstudiehochC-DRY-04 C-DRY-06
I-DRY-07Dairy foods intake and risk of Parkinson's disease: a dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.
Jiang W et al.
2014PMID 24894826
DOI 10.1007/s10654-014-9921-4
Metaanalyse304.193 Personen; 1.083 PD-FälleAbsolutes Risiko: 2–4 zusätzliche Fälle pro 100.000 Personenjahre pro 200 g Milch am Tag.Wenige Studien; BeobachtungsstudienmoderatC-DRY-09 C-DRY-11
I-DRY-08Dairy intake and acne development: A meta-analysis of observational studies.
Aghasi M et al.
2019PMID 29778512
DOI 10.1016/j.clnu.2018.04.015
MetaanalyseTeilnehmende von BeobachtungsstudienMilch insgesamt OR 1,48.Beobachtungsstudien, heterogen; Stichprobengrößen nicht im AbstractmoderatC-DRY-08 C-DRY-11
I-DRY-09Dairy Intake and Acne Vulgaris: A Systematic Review and Meta-Analysis of 78,529 Children, Adolescents, and Young Adults.
Juhl CR et al.
2018PMID 30096883
DOI 10.3390/nu10081049
MetaanalyseKinder, Jugendliche, junge ErwachseneJegliche Milchprodukte OR 1,25; Käse 1,22; Joghurt 1,36.Publikationsbias; Nicht adjustierte SchätzungenmoderatC-DRY-08
I-DRY-10Dairy consumption and risk of type 2 diabetes: 3 cohorts of US adults and an updated meta-analysis.
Chen M et al.
2014PMID 25420418
DOI 10.1186/s12916-014-0215-1
KohortenstudieUS-amerikanische Männer (HPFS) und Frauen (NHS, NHS II)Jede tägliche Portion Joghurt: in der Metaanalyse etwa 18 % geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes.Beobachtungsstudie; Residual Confounding eingeräumt, besonders bei Joghurt (Marker eines gesunden Lebensstils); Beschäftigte in Gesundheitsberufen überwiegend europäischer Abstammung (91–99 % weiß); begrenzte ÜbertragbarkeithochC-DRY-11
I-DRY-11Dairy products and colorectal cancer risk: a systematic review and meta-analysis of cohort studies.
Aune D et al.
2012PMID 21617020
DOI 10.1093/annonc/mdr269
MetaanalyseErwachsene in 19 KohortenMilchprodukte insgesamt RR 0,83 pro 400 g/Tag.BeobachtungsstudienhochC-DRY-04
I-DRY-12Milk consumption and multiple health outcomes: umbrella review of systematic reviews and meta-analyses in humans.
Zhang X et al.
2021PMID 33413488
DOI 10.1186/s12986-020-00527-y
Systematischer ReviewMenschen in den eingeschlossenen MetaanalysenMilch war häufiger mit Vorteilen (Herz, Schlaganfall, Darmkrebs, Diabetes, Knochen) verbunden als mit Schäden (Prostatakrebs, Parkinson, Akne); die meiste Evidenz wurde als wenig sicher eingestuft.Kein registriertes Protokoll berichtet; nur englischsprachig; Screening durch zwei Begutachtende nicht klar beschrieben; keine Liste ausgeschlossener Studien; Pro Endpunkt nur eine (neueste/größte) Metaanalyse ausgewählt; Überschneidung der Primärstudien zwischen Metaanalysen nicht bewertetniedrigC-DRY-01 C-DRY-03 C-DRY-04 C-DRY-11
I-DRY-13Lactose Residual Content in PDO Cheeses: Novel Inclusions for Consumers with Lactose Intolerance.
Facioni MS et al.
2021PMID 34574346
DOI 10.3390/foods10092236
Mess-/Rückstandsstudie25 g.U.-Weich-, Schnitt- und Hartkäse, in italienischen Supermärkten gekauft (inkl. Cheddar, Brie, Emmentaler, Le Gruyère); Mozzarella di Bufala Campana g.U. als Positivkontrolle. Befragung: 1.398 laktoseintolerante Verbraucherinnen und Verbraucher (91,2 % Frauen, Durchschnittsalter 35), rekrutiert über den Patientenverband AILI auf Facebook; 57 Ernährungsfachkräfte.Alle bis auf einen von 25 g.U.-Käsen (selbst einige, die nur 20–35 Tage gereift waren) hatten weniger als 10 mg/kg Laktose; frischer Mozzarella hatte etwa 3.500 mg/kg.Industriefinanzierung und finanzielles Interesse der Autorinnen und Autoren an der Laktosefrei-Zertifizierung; die Schlussfolgerungen bewerben die Marke der Autorinnen und Autoren; Frischkäse, Joghurt, Schmelzkäse und ägyptische Produkte (Romi, Schmelzkäse-Ecken) nicht analysiertmoderatC-DRY-10 C-DRY-11
I-DRY-14Nutritional management of lactose intolerance: the importance of diet and food labelling.
Facioni MS et al.
2020PMID 32590986
DOI 10.1186/s12967-020-02429-2
Narrativer ÜbersichtsartikelMenschen mit LactoseintoleranzDie meisten Erwachsenen weltweit bilden weniger Laktase, aber die meisten laktoseintoleranten Menschen vertragen kleine Mengen Laktose und meist auch Joghurt; der Verzicht auf alle Milchprodukte kann den Knochen schaden.Narrativer Übersichtsartikel ohne Suchstrategie, Auswahlkriterien oder Qualitätsbewertung; Von einem Zertifizierungsunternehmen für Laktosefreiheit finanziert und teilweise verfasst; bewirbt die eigene Marke (Lfree)niedrigC-DRY-02 C-DRY-10 C-DRY-11
I-DRY-15Cheese consumption and risk of cardiovascular disease: a meta-analysis of prospective studies.
Chen GC et al.
2017PMID 27517544
DOI 10.1007/s00394-016-1292-z
MetaanalyseErwachsene in 15 prospektiven StudienHoher vs. niedriger Käseverzehr: Herz-Kreislauf-Erkrankungen RR 0,90.Beobachtungsstudien; Korrektur (Erratum) veröffentlichtmoderatC-DRY-11
I-DRY-16The prevalence of aflatoxin M1 in milk of Middle East region: A systematic review, meta-analysis and probabilistic health risk assessment.
Rahmani J et al.
2018PMID 29902498
DOI 10.1016/j.fct.2018.06.016
RisikobewertungMilchproben aus Ländern des Nahen OstensÄgyptische Rohmilch: 38 % der Proben positiv; geschätzter Gefahrenindex 0,84 für Kinder.Heterogene Probenahme; Der Gefahrenindex-Ansatz ist für ein genotoxisches Karzinogen umstrittenmoderatC-DRY-01
I-DRY-17Hormones in Dairy Foods and Their Impact on Public Health - A Narrative Review Article.
Malekinejad H et al.
2015PMID 26258087Narrativer ÜbersichtsartikelentfälltMilch enthält kleine Mengen Hormone (mehr in Butter und Sahne als in Milch); die Autorinnen und Autoren äußern eine Krebssorge, liefern aber keine neuen Daten zu Endpunkten beim Menschen.Narrativ, nicht systematisch; keine Auswahl oder Bewertung der Evidenz; Die Schlussfolgerung im Abstract („important risk factor for various cancers“, wichtiger Risikofaktor für verschiedene Krebsarten) ist stärker als der Haupttext, der die Krebsevidenz als „very controversial“ (sehr umstritten) bezeichnet und eine geringe Bioverfügbarkeit mehrerer Hormone vermerktsehr niedrigC-DRY-01 C-DRY-11
I-DRY-18Effects of dairy products consumption on inflammatory biomarkers among adults: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.
Moosavian SP et al.
2020PMID 32409275
DOI 10.1016/j.numecd.2020.01.011
Metaanalyse663 Teilnehmende in 11 RCTsCRP mit mehr Milchprodukten leicht niedriger (−0,24 mg/L); kein Effekt in Crossover-Studien.Kleine Studien, kurze Dauer; SurrogatmarkermoderatC-DRY-02
I-DRY-19Dairy products and inflammation: A review of the clinical evidence.
Bordoni A et al.
2017PMID 26287637
DOI 10.1080/10408398.2014.967385
Systematischer ReviewTeilnehmende von 52 StudienInsgesamt entzündungshemmender Score; entzündungsfördernd nur bei Menschen mit Allergie.Ad-hoc-Bewertungsmethode (Score); Heterogene StudienmoderatC-DRY-02 C-DRY-10
I-EGG-01Egg consumption and risk of cardiovascular disease: three large prospective US cohort studies, systematic review, and updated meta-analysis.
Drouin-Chartier JP et al.
2020PMID 32132002
DOI 10.1136/bmj.m513
MetaanalyseUS-Frauen und -Männer ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes und Krebs; Metaanalyse weltweiter KohortenBis zu ein Ei am Tag war nicht mit Herzkrankheiten oder Schlaganfall verbunden.Beobachtungsdaten; Personen mit höherem Eierkonsum waren weniger gesund (höherer BMI, mehr rotes Fleisch, mehr T2D), daher Residual Confounding möglich; Kohorten von Gesundheitsfachkräften können die Übertragbarkeit einschränkenhochC-EGG-02 C-EGG-04 C-EGG-05 C-EGG-11
I-EGG-02Association of egg intake with blood lipids, cardiovascular disease, and mortality in 177,000 people in 50 countries.
Dehghan M et al.
2020PMID 31965140
DOI 10.1093/ajcn/nqz348
KohortenstudiePURE-Allgemeinbevölkerung (21 Länder) und Patientinnen und Patienten mit Gefäßerkrankungen (ONTARGET/TRANSCEND)Ein Ei am Tag war nicht mit den Cholesterinwerten, Herzkrankheiten oder Todesfällen verbunden.Nur ein FFQ; Wenige Personen mit sehr hohem VerzehrhochC-EGG-02 C-EGG-04 C-EGG-05 C-EGG-11
I-EGG-03Associations of egg consumption with cardiovascular disease in a cohort study of 0.5 million Chinese adults.
Qin C et al.
2018PMID 29785957
DOI 10.1136/heartjnl-2017-312651
KohortenstudieErwachsene von 30–79 Jahren aus 10 Regionen, ohne Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankung, DiabetesWer täglich Eier aß, hatte ein geringeres Risiko für Herzkrankheiten und Schlaganfall.Geringe Spannweite der Verzehrmengen; Umgekehrte Kausalität möglichhochC-EGG-04
I-EGG-04Egg consumption and cardiovascular risk: a dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.
Godos J et al.
2021PMID 32865658
DOI 10.1007/s00394-020-02345-7
Metaanalyse39 Studien, ~2 Millionen PersonenModerater Eierverzehr war nicht mit mehr Herzkrankheiten verbunden; bei 1 oder mehr Eiern pro Tag möglicherweise höheres Risiko für Herzschwäche.Überschneidung mit anderen Metaanalysen; Niedrige SicherheitmoderatC-EGG-04
I-EGG-05Egg Consumption and Risk of All-Cause and Cause-Specific Mortality: A Systematic Review and Dose-Response Meta-analysis of Prospective Studies.
Mousavi SM et al.
2022PMID 35396834
DOI 10.1093/advances/nmac040
MetaanalyseAllgemeinbevölkerungEierverzehr war nicht mit Todesfällen insgesamt oder durch Herzkrankheiten verbunden; ein kleiner Zusammenhang mit Krebstodesfällen wurde gefunden.Überschneidung mit anderen Metaanalysen; HeterogenitätmoderatC-EGG-02 C-EGG-04 C-EGG-11
I-EGG-06Dietary Cholesterol and Cardiovascular Risk: A Science Advisory From the American Heart Association.
Carson JAS et al.
2020PMID 31838890
DOI 10.1161/CIR.0000000000000743
Leitlinie / StellungnahmeAllgemeinbevölkerungStudien zeigen keinen klaren Zusammenhang zwischen Nahrungscholesterin und Herzkrankheiten, aber hohe Mengen können das LDL erhöhen; entscheidend ist die Ernährung insgesamt.Kein formaler systematischer ReviewmoderatC-EGG-04 C-EGG-11 C-SRC-05
I-EGG-07Meta-regression analysis of the effects of dietary cholesterol intake on LDL and HDL cholesterol.
Vincent MJ et al.
2019PMID 30596814
DOI 10.1093/ajcn/nqy273
MetaanalyseStudienteilnehmendeMehr Nahrungscholesterin erhöht das LDL-Cholesterin mäßig.Surrogat-EndpunktmoderatC-EGG-04
I-EGG-08Egg consumption and risk of type 2 diabetes: findings from 3 large US cohort studies of men and women and a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies.
Drouin-Chartier JP et al.
2020PMID 32453379
DOI 10.1093/ajcn/nqaa115
MetaanalyseUS-Kohorten; weltweite KohortenInsgesamt kein Zusammenhang; ein höheres Risiko nur in US-Studien.HeterogenitäthochC-EGG-07
I-EGG-09Egg intake and cancers of the breast, ovary and prostate: a dose-response meta-analysis of prospective observational studies.
Keum N et al.
2015PMID 26293984
DOI 10.1017/S0007114515002135
MetaanalyseTeilnehmende prospektiver Kohorten, eingebetteter Fall-Kontroll-/Fall-Kohorten-Studien und gepoolter Kohortenstudien (Nordamerika, Europa, Asien)Ein möglicher Zusammenhang mit tödlichem Prostatakrebs, den kleine Studien aber überzeichnen könnten; kein Zusammenhang mit Prostatakrebs insgesamt.Schätzung für tödlichen Prostatakrebs beruht auf nur 4 Studien und 609 Fällen, mit Effekten kleiner Studien (P Egger 0,04); Der Zusammenhang mit tödlichem Prostatakrebs verliert unter der alternativen Portionsgrößenannahme die Signifikanz (RR 1,23, 0,97–1,55)niedrigC-EGG-06
I-EGG-10Dietary Choline Supplements, but Not Eggs, Raise Fasting TMAO Levels in Participants with Normal Renal Function: A Randomized Clinical Trial.
Wilcox J et al.
2021PMID 33872583
DOI 10.1016/j.amjmed.2021.03.016
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde Freiwillige aus dem Raum Cleveland, Ohio, mit normaler Nierenfunktion (medianes Alter 28,0 [IQR 24,0–38,8]; 41,5 % männlich; 81,7 % weiß; medianer BMI 26,9)Vier Eier täglich über vier Wochen erhöhten den Nüchtern-TMAO-Wert nicht; Cholin-Tabletten schon.Kleine Arme (10–20); keine Powerberechnung; die fehlende Signifikanz bei Eiern (P=0,20) schließt einen kleinen Anstieg nicht aus; Fünfter (PC-)Arm später eingeschlossen, d. h. nicht gleichzeitig randomisiertmoderatC-EGG-05
I-EGG-11Prevalence estimates of eight big food allergies in Europe: Updated systematic review and meta-analysis.
Spolidoro GCI et al.
2023PMID 37405695
DOI 10.1111/all.15801
MetaanalyseEuropäische Bevölkerungen, alle AltersgruppenEine bestätigte Eiallergie betrifft etwa 0,8 % der Menschen; 2,4 % glauben, sie zu haben.Die meisten Studien mit mittlerem BiasrisikohochC-EGG-01 C-SRC-05
I-EGG-12Dreams of the Rarebit Fiend: food and diet as instigators of bizarre and disturbing dreams.
Nielsen T, Powell RA
2015PMID 25741294
DOI 10.3389/fpsyg.2015.00047
QuerschnittsstudieStudierende in Psychologiekursen des ersten Studienjahres an einer kanadischen Universität, die dafür teilweise Studienleistungspunkte erhielten; 130 Männer (Durchschnittsalter 21,6), 264 Frauen (Durchschnittsalter 21,4), 2 ohne AngabeEtwa jede bzw. jeder sechste Studierende glaubte, dass Essen die Träume beeinflusst, meist Milchprodukte.Gelegenheitsstichprobe junger Psychologiestudierender, die Studienleistungspunkte erhielten; Selbst berichtete, retrospektive Wahrnehmungen; selbst entwickelte, nicht validierte Fragen zu Träumen und LebensmittelnniedrigC-EGG-01 C-CHK-02
I-EGG-13More dreams of the rarebit fiend: food sensitivity and dietary correlates of sleep and dreaming.
Nielsen T et al.
2025PMID 40667395
DOI 10.3389/fpsyg.2025.1544475
QuerschnittsstudiePsychologiestudierende im Grundstudium an der MacEwan University, Kanada (Durchschnittsalter 20,3 +/- 3,68, Spanne 17–54; 721 Frauen, 338 Männer, 23 andere/ohne Angabe; 46,4 % weiß, 22,2 % asiatisch, 7,9 % Schwarz, 6,3 % arabisch); Studienleistungspunkte (2 % der Endnote)Nur 5,5 % der Studierenden glaubten, dass Essen ihre Träume beeinflusst, meist Süßigkeiten und Milchprodukte; Eier wurden selten genannt. Menschen mit Nahrungsmittelallergie oder Laktoseintoleranz berichteten mehr Albträume.Gelegenheitsstichprobe von Studierenden mit Studienleistungspunkten; Alle Expositionen und Endpunkte selbst berichtet; Nahrungsmittelunverträglichkeiten nicht klinisch überprüftniedrigC-EGG-01 C-CHK-02
I-EGG-14The European Union One Health 2024 Zoonoses Report.
EFSA, ECDC
2025PMID 41377167
DOI 10.2903/j.efsa.2025.9759
Sonstiges27 EU-Mitgliedstaaten, Vereinigtes Königreich (Nordirland), 8 Nicht-MitgliedstaatenCampylobacter und Salmonellen sind die häufigsten lebensmittelbedingten Infektionen in der EU; etwa 5 % der Proben frischen Hähnchenfleischs und 0,3 % der Eierproben enthielten Salmonellen.Unterschiede in der Meldung zwischen Ländern; Probenahme durch Unternehmer und Behörden unterscheidet sichhochC-EGG-09 C-CHK-08 C-CHK-09
I-EGG-15Salmonella control in poultry flocks and its public health impact.
EFSA BIOHAZ Panel
2019PMID 32626222
DOI 10.2903/j.efsa.2019.5596
RisikobewertungGeflügelherden in der EUInsgesamt haben Legehennenherden außerhalb von Käfigen tendenziell weniger Salmonellen, aber die Studien widersprechen sich; enge Haltung, große Betriebe und Stress erhöhen sie eindeutig.Evidenz zur Haltung größtenteils aus Studien vor dem EU-Verbot konventioneller Käfige 2012; Käfigeffekt durch Herdengröße, Besatzdichte, Reinigung und Infektionsgeschichte verzerrt (die EFSA erklärt, die Ursache sei unklar)hochC-EGG-09
I-EGG-16Risk to human health related to the presence of perfluoroalkyl substances in food.
EFSA CONTAM Panel
2020PMID 32994824
DOI 10.2903/j.efsa.2020.6223
RisikobewertungEuropäische BevölkerungDie EFSA legte eine sichere wöchentliche Aufnahmemenge für PFAS fest und nannte Fisch, Obst und Eier als wichtigste Nahrungsquellen.Unsicherheit zwischen Lower-Bound- und Upper-Bound-SchätzunghochC-EGG-08
I-EGG-17Council Directive 1999/74/EC laying down minimum standards for the protection of laying hens (as summarised by the European Commission)
European Commission
1999Leitlinie / StellungnahmeLegehennen in der EUDie EU hat 2012 die kahlen Legebatterien verboten; ausgestaltete Käfige und käfigfreie Systeme bleiben erlaubt.Ausgestaltete Käfige sind weiterhin erlaubtnicht anwendbarC-EGG-09
I-FAST-01Fuel metabolism in starvation.
Cahill GF
2006PMID 16848698
DOI 10.1146/annurev.nutr.26.061505.111258
Narrativer ÜbersichtsartikelHungernde Menschen (historische Studien)Bei langem Fasten nutzt das Gehirn Ketone aus Fett, was das Überleben ermöglicht.Narrativ; Keine quantitativen Daten im AbstractmoderatC-FAST-01 C-FAST-02 C-FAST-03 C-FAST-04 C-SYS-04
I-FAST-02Effect of Alternate-Day Fasting on Weight Loss, Weight Maintenance, and Cardioprotection Among Metabolically Healthy Obese Adults: A Randomized Clinical Trial.
Trepanowski JF et al.
2017PMID 28459931
DOI 10.1001/jamainternmed.2017.0936
Randomisierte kontrollierte StudieKörperlich inaktive Erwachsene mit Adipositas/Übergewicht im Alter von 18–65 (BMI 25,0–39,9; Mittel 34), 86 % Frauen, mittleres Alter 44; überwiegend metabolisch gesund; ausgeschlossen: Herz-Kreislauf-Erkrankung, Diabetes, Rauchende, gewichtsbeeinflussende Medikation.Beide Ansätze führten nach einem Jahr zu ähnlichem Gewichtsverlust; beim Fasten gab es mehr Abbrüche und ein höheres LDL.Kleine Stichprobe (100); Teststärke für den primären Vergleich auf 60 % gesunken; Hohe und unterschiedliche Abbruchraten (38 % ADF), mehr ADF-Abbrüche wegen Unzufriedenheit mit der Diät – möglicher SelektionsbiasmoderatC-FAST-02 C-FAST-04 C-FAST-05 C-SRC-22
I-FAST-03Calorie Restriction with or without Time-Restricted Eating in Weight Loss.
Liu D et al.
2022PMID 35443107
DOI 10.1056/NEJMoa2114833
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit AdipositasEin zusätzliches 8-Stunden-Essensfenster zur Kalorienrestriktion verbesserte den Gewichtsverlust nicht signifikant.Nur ein LandhochC-FAST-02 C-FAST-04 C-FAST-05 C-SRC-22
I-FAST-04Effects of Time-Restricted Eating on Weight Loss and Other Metabolic Parameters in Women and Men With Overweight and Obesity: The TREAT Randomized Clinical Trial.
Lowe DA et al.
2020PMID 32986097
DOI 10.1001/jamainternmed.2020.4153
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit BMI 27–43Nicht mehr Gewichtsverlust als mit drei Mahlzeiten am Tag und etwas mehr Verlust an muskelbezogener fettfreier Masse.Kurz; Selbst berichtete TherapietreuemoderatC-FAST-02 C-FAST-05
I-FAST-05Metabolic Effects of Intermittent Fasting.
Patterson RE et al.
2017PMID 28715993
DOI 10.1146/annurev-nutr-071816-064634
Narrativer ÜbersichtsartikelNagetiermodelle (überwiegend männliche Mäuse) und Erwachsene in kleinen Studien am Menschen (n=8–107) sowie Beobachtungsstudien.Fastenschemata scheinen beim Abnehmen zu helfen und könnten den Stoffwechsel verbessern; vieles ist noch Hypothese.Nicht systematischer narrativer Übersichtsartikel: eine einzige Datenbank, kein Protokoll, keine Bewertung des Biasrisikos, keine Zusammenfassung der Daten; Die Evidenz am Menschen besteht aus kleinen, kurzen, oft unkontrollierten Studien; viele mechanistische Überlegungen von männlichen Nagetieren übertragenniedrigC-FAST-01 C-FAST-02 C-FAST-05
I-FAST-06Similar weight loss with low-energy food combining or balanced diets.
Golay A et al.
2000PMID 10805507
DOI 10.1038/sj.ijo.0801185
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten mit AdipositasDas Trennen von Lebensmittelgruppen brachte keinen zusätzlichen Gewichtsverlust.Kurz; KleinmoderatC-FAST-06
I-FAST-07Evidence-based recommendations for optimal dietary protein intake in older people: a position paper from the PROT-AGE Study Group.
Bauer J et al.
2013PMID 23867520
DOI 10.1016/j.jamda.2013.05.021
Leitlinie / StellungnahmeErwachsene > 65Menschen über 65 sollten jeden Tag mindestens 1,0–1,2 g Protein pro kg Körpergewicht essen.ExpertenkonsensmoderatC-FAST-04 C-FAST-05 C-FAST-07 C-FAST-08
I-FAST-08"Drink at least eight glasses of water a day." Really? Is there scientific evidence for "8 x 8"?
Valtin H
2002PMID 12376390
DOI 10.1152/ajpregu.00365.2002
Narrativer ÜbersichtsartikelGesunde ErwachseneKein Beleg für 8 Gläser bei gesunden Erwachsenen in mildem Klima, aber bei Hitze, schwerer Arbeit und manchen Erkrankungen ist mehr nötig.Narrativ; AltmoderatC-FAST-09 C-FAST-10 C-GUT-08
I-FAST-09Urinary volume, water and recurrences in idiopathic calcium nephrolithiasis: a 5-year randomized prospective study.
Borghi L et al.
1996PMID 8583588Randomisierte kontrollierte StudieMenschen mit erstmaligem idiopathischem Kalziumstein (plus 101 Kontrollpersonen)Über fünf Jahre kamen die Steine bei 12 % derjenigen zurück, die viel tranken, gegenüber 27 % ohne Empfehlung.Nicht verblindet; MonozentrischmoderatC-FAST-09 C-FAST-10 C-GUT-08
I-FAST-10A population-based study of diabetes and its characteristics during the fasting month of Ramadan in 13 countries: results of the epidemiology of diabetes and Ramadan 1422/2001 (EPIDIAR) study.
Salti I et al.
2004PMID 15451892
DOI 10.2337/diacare.27.10.2306
QuerschnittsstudieMusliminnen und Muslime mit Typ-1- oder Typ-2-DiabetesSchwere Unterzuckerung war während des Ramadan 4,7-mal (Typ 1) bzw. 7,5-mal (Typ 2) häufiger.Retrospektiv, ErinnerungmoderatC-FAST-03 C-FAST-05 C-FAST-07
I-FAST-11Diabetes and Ramadan: Practical guidelines 2021.
Hassanein M et al.
2022PMID 35016991
DOI 10.1016/j.diabres.2021.109185
Leitlinie / StellungnahmeMenschen mit Diabetes, die fastenMenschen mit Diabetes, die fasten, brauchen eine individuelle Risikobewertung und ärztliche Anleitung.nur Abstract geprüftmoderatC-FAST-03 C-FAST-10
I-FAST-12Primary care-led weight management for remission of type 2 diabetes (DiRECT): an open-label, cluster-randomised trial.
Lean ME et al.
2018PMID 29221645
DOI 10.1016/S0140-6736(17)33102-1
Randomisierte kontrollierte StudieAlter 20–65, T2D < 6 Jahre, BMI 27–45, kein Insulin46 % der Menschen im Programm waren nach einem Jahr frei von Diabetes und Medikamenten.Offen (open-label); Ausgewählte PopulationhochC-INS-10 C-DIAB-03 C-INS-01
I-FAST-13Durability of a primary care-led weight-management intervention for remission of type 2 diabetes: 2-year results of the DiRECT open-label, cluster-randomised trial.
Lean MEJ et al.
2019PMID 30852132
DOI 10.1016/S2213-8587(19)30068-3
Randomisierte kontrollierte StudieWie DiRECT36 % waren nach zwei Jahren noch in Remission.Offen (open-label)hochC-DIAB-03
I-FAST-145-year follow-up of the randomised Diabetes Remission Clinical Trial (DiRECT) of continued support for weight loss maintenance in the UK: an extension study.
Lean ME et al.
2024PMID 38423026
DOI 10.1016/S2213-8587(23)00385-6
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene im Alter von 20–65 mit innerhalb von 6 Jahren diagnostiziertem Typ-2-Diabetes (mittlere Dauer 3,0 Jahre), BMI 27–45 kg/m2 (Mittel ~34–35), die KEIN Insulin erhielten, in Schottland und Tyneside.Nur 13 % derjenigen, die weiter Unterstützung erhielten, waren nach 5 Jahren noch in Remission. Menschen mit langjährigem Diabetes oder mit Insulin wurden nicht untersucht.Verlängerungsgruppe selbst ausgewählt (engagierte Teilnehmende) – nicht randomisierter Vergleich; Viele fehlende Daten, besonders in der Kontrollgruppe (45 % ohne Gewicht im 5. Jahr)moderatC-DIAB-03
I-FAT-01Reduction in saturated fat intake for cardiovascular disease.
Hooper L et al.
2020PMID 32827219
DOI 10.1002/14651858.CD011737.pub3
MetaanalyseErwachsene mit oder ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung (15 RCTs, 16 Vergleiche)17 % weniger kombinierte Herz-Kreislauf-Ereignisse (RR 0,83); kein klarer Effekt auf Todesfälle.Alte Studien mit heterogenen Interventionen; Heterogenität (I2 67 %)hochC-FAT-01 C-FAT-02 C-MEAT-04
I-FAT-02Low-density lipoproteins cause atherosclerotic cardiovascular disease. 1. Evidence from genetic, epidemiologic, and clinical studies. A consensus statement from the European Atherosclerosis Society Consensus Panel.
Ference BA et al.
2017PMID 28444290
DOI 10.1093/eurheartj/ehx144
Leitlinie / StellungnahmeGesamtheit der Evidenz (>2 Millionen Teilnehmende)Genetische Studien, Kohorten und Medikamentenstudien stimmen überein: Mehr LDL über die Zeit bedeutet mehr Atherosklerose.Kein systematischer Review: kein Protokoll, Auswahl der Metaanalysen teilweise durch Diskussion im Gremium, keine formale Bewertung des Biasrisikos oder GRADE-Bewertung; Umfangreiche finanzielle Verbindungen der Gremiumsmitglieder zu Herstellern LDL-senkender Medikamente; Tagungslogistik von MSD und Amgen finanziertmoderatC-FAT-01 C-FAT-02 C-FAT-05
I-FAT-03Is Butter Back? A Systematic Review and Meta-Analysis of Butter Consumption and Risk of Cardiovascular Disease, Diabetes, and Total Mortality.
Pimpin L et al.
2016PMID 27355649
DOI 10.1371/journal.pone.0158118
MetaanalyseErwachsene (Durchschnittsalter 44–71 Jahre) in Kohorten der Allgemeinbevölkerung in den USA, den Niederlanden, Schweden, Finnland (inkl. einer Kohorte männlicher Raucher, ATBC) und 8 europäischen EPIC-Ländern.Pro Esslöffel/Tag: Herz-Kreislauf-Erkrankungen RR 1,00; Sterblichkeit RR 1,01.Nur Beobachtungsstudien; keine RCTs; Residual Confounding eingeräumt (wer Butter isst, ernährt sich bzw. lebt ungünstiger); Wenige unabhängige Kohorten je Endpunkt (Herz-Kreislauf-Erkrankung 4, KHK 3, Sterblichkeit 2 Publikationen); Subgruppenanalysen nicht möglich; Egger-Test mit geringer TeststärkemoderatC-FAT-01
I-FAT-04Primary Prevention of Cardiovascular Disease with a Mediterranean Diet Supplemented with Extra-Virgin Olive Oil or Nuts.
Estruch R et al.
2018PMID 29897866
DOI 10.1056/NEJMoa1800389
Randomisierte kontrollierte Studie7.447 Erwachsene im Alter von 55–80 Jahren mit hohem kardiovaskulärem RisikoHR 0,69; Ereignisse 3,8 % vs. 4,4 %.Unregelmäßigkeiten bei der Randomisierung in einigen Zentren (korrigierte Analyse); Intervention mit der gesamten Ernährung, nicht Olivenöl alleinmoderatC-FAT-03 C-FAT-04
I-FAT-05Dietary linoleic acid and risk of coronary heart disease: a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies.
Farvid MS et al.
2014PMID 25161045
DOI 10.1161/CIRCULATIONAHA.114.010236
Metaanalyse310.602 Personen; 12.479 KHK-EreignisseKHK-Ereignisse RR 0,85 höchste vs. niedrigste Aufnahme.BeobachtungsstudienmoderatC-FAT-04
I-FAT-06Re-evaluation of the traditional diet-heart hypothesis: analysis of recovered data from Minnesota Coronary Experiment (1968-73).
Ramsden CE et al.
2016PMID 27071971
DOI 10.1136/bmj.i1246
Randomisierte kontrollierte Studie9.423 in Einrichtungen lebende Frauen und Männer im Alter von 20–97 JahrenKein Nutzen für die Sterblichkeit; HR 1,22 für Tod pro 30 mg/dL Cholesterinsenkung.In Einrichtungen lebende Bevölkerung; bei vielen kurze Exposition; Kontrolldiät enthielt transfetthaltige MargarinenniedrigC-FAT-04
I-FAT-07Saturated Fats and Health: A Reassessment and Proposal for Food-Based Recommendations: JACC State-of-the-Art Review.
Astrup A et al.
2020PMID 32562735
DOI 10.1016/j.jacc.2020.05.077
Narrativer ÜbersichtsartikelentfälltBehauptet, Vollfett-Milchprodukte und unverarbeitetes Fleisch seien nicht mit mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.Narrativ, nicht systematisch; Möglicher InteressenkonfliktniedrigC-FAT-01
I-FAT-08Saturated fatty acid and trans-fatty acid intake for adults and children: WHO guideline
World Health Organization
2023Leitlinie / StellungnahmeErwachsene und KinderDurch Pflanzenöle mit vielen ungesättigten Fettsäuren ersetzen.Empfehlungen auf BevölkerungsebenehochC-FAT-01 C-FAT-03 C-FAT-04
I-FRU-01Fruit consumption and risk of type 2 diabetes: results from three prospective longitudinal cohort studies.
Muraki I et al.
2013PMID 23990623
DOI 10.1136/bmj.f5001
Kohortenstudie66.105 + 85.104 Frauen, 36.173 MännerHeidelbeeren, Weintrauben und Äpfel mit geringerem Diabetesrisiko verbunden; Saft und Cantaloupe-Melone mit leicht höherem Risiko; die glykämische Last erklärte die Unterschiede nicht.US-amerikanische Gesundheitsfachkräfte; Wassermelone nicht regelmäßig erfassthochC-FRU-01 C-FRU-03 C-FRU-04 C-FRU-05
I-FRU-02Consumption of sugar sweetened beverages, artificially sweetened beverages, and fruit juice and incidence of type 2 diabetes: systematic review, meta-analysis, and estimation of population attributable fraction.
Imamura F et al.
2015PMID 26199070
DOI 10.1136/bmj.h3576
MetaanalyseErwachsene >=18 Jahre ohne Diabetes in 17 prospektiven Kohorten (USA, Finnland, Japan, Frankreich, Singapur, 8 EPIC-Länder); PAF in NHANES 2009-10 (n=4729, repräsentativ für 189,1 Millionen) und UK NDNS 2008-12 (n=1932, repräsentativ für 44,7 Millionen)Zuckerhaltige Getränke waren mit mehr Typ-2-Diabetes verbunden. Fruchtsaft zeigte höchstens einen kleinen, instabilen Zusammenhang (Evidenz niedriger Qualität); Saft ist also keine erwiesen gesunde Alternative.Beobachtungskohorten: Residual Confounding und umgekehrte Kausalität (gesundheitsbewusste Menschen oder Menschen mit hohem Risiko ändern ihre Getränkewahl); Protokoll nicht registriert; Screening von Titel/Abstract durch eine PersonhochC-FRU-03
I-FRU-03Fruit and vegetable consumption and the risk of type 2 diabetes: a systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies.
Halvorsen RE et al.
2021PMID 35028521
DOI 10.1136/bmjnph-2020-000218
MetaanalyseErwachsene ohne Typ-2-Diabetes zu Studienbeginn in 23 prospektiven Kohorten-, Fall-Kohorten- oder eingebetteten Fall-Kontroll-Studien (42 Publikationen): 10 aus Amerika, 5 aus Europa, 5 aus Asien, 3 aus Australien; Nachbeobachtung 4-30 JahreMehr Obst zu essen war mit einem um etwa 7 % geringeren Diabetesrisiko verbunden. Weintrauben/Rosinen und Äpfel schnitten günstig ab; Cantaloupe-Melone und gesüßte Fruchtgetränke waren mit einem höheren Risiko verbunden, allerdings in sehr wenigen Studien. 100-%-Fruchtsaft zeigte keinen klaren Zusammenhang.Kein registriertes Protokoll (von den Autorinnen und Autoren angegeben); Analysen der Unterarten auf Basis von 2-6 Studien, viele aus denselben US-Kohorten (NHS, NHS II, HPFS); mögliche selektive BerichterstattungmoderatC-FRU-01 C-FRU-03 C-FRU-05
I-FRU-04Glycemic indices of five varieties of dates in healthy and diabetic subjects.
Alkaabi JM et al.
2011PMID 21619670
DOI 10.1186/1475-2891-10-59
Sonstiges13 gesunde Freiwillige (7 F, 6 M; mittleres Alter 40,2 Jahre, BMI 27,4) und 10 Erwachsene mit Typ-2-Diabetes, eingestellt mit Diät mit oder ohne Metformin (HbA1c <=8 %; mittlerer HbA1c 6,6 %, Alter 40,8 Jahre, BMI 30,7), rekrutiert über Plakatwerbung in Al AinFünf Dattelsorten hatten einen glykämischen Index von 46–55.Sehr kleine Stichprobe (13 + 10); große SEMs (bis zu 8,6 GI-Einheiten); Testreihenfolge nicht randomisiert (von den Autorinnen und Autoren genannte Einschränkung); alle Referenztests vor den TestlebensmittelnmoderatC-FRU-05 C-FRU-01
I-FRU-05[Food poisoning by cucurbitacines].
Jung C et al.
2020PMID 32668470
DOI 10.1055/a-1163-9741
Fallserie / Fallbericht1 Frau, 66 JahreEine Frau bekam nach dem Verzehr bitterer Zucchini schweren Durchfall; bitterer Geschmack ist das Warnzeichen.EinzelfallniedrigC-FRU-02
I-FRU-06WHO calls on countries to reduce sugars intake among adults and children (news release on WHO Guideline: Sugars intake for adults and children, 2015).
World Health Organization
2015Leitlinie / StellungnahmeErwachsene und KinderDie WHO empfiehlt weniger als 10 % der Energie aus freien Zuckern, zu denen Fruchtsaft und Honig zählen, ganzes Obst aber nicht.Pressemitteilung; vollständiges PDF nicht gelesenhochC-FRU-03 C-FRU-05
I-FSH-01Impact of sustainable feeds on omega-3 long-chain fatty acid levels in farmed Atlantic salmon, 2006-2015.
Sprague M et al.
2016PMID 26899924
DOI 10.1038/srep21892
Mess-/RückstandsstudieSchottischer Atlantischer Zuchtlachs (Standardqualitäts-Teilstücke, ganzjährig von Erzeugern und Futtermittelherstellern geliefert); Vergleiche: 21 Wildlachse (hauptsächlich pazifisch) aus Supermärkten sowie Makrele, Kabeljau, Thunfisch, Sardinen, Rind, Hähnchen, Lamm, Schwein aus dem Einzelhandel (2014/2015)Der Omega-3-Gehalt von schottischem Zuchtlachs halbierte sich von 2006 bis 2015 ungefähr (2,74 auf 1,36 g pro 100 g), er hatte aber immer noch mehr Omega-3 pro 100 g als der getestete Wildlachs (0,76 g) und die meisten anderen Lebensmittel.Von der Industrie eingereichte Gelegenheitsproben; Repräsentativität nicht überprüft; Wildlachs n=21, meist pazifische Arten aus Supermärkten (kein wilder Atlantiklachs)hochC-FSH-04 C-FSH-05 C-FSH-11 C-FSH-13
I-FSH-02Lower levels of Persistent Organic Pollutants, metals and the marine omega 3-fatty acid DHA in farmed compared to wild Atlantic salmon (Salmo salar).
Lundebye AK et al.
2017PMID 28189073
DOI 10.1016/j.envres.2017.01.026
Mess-/RückstandsstudieWilder und gezüchteter AtlantiklachsWildlachs enthielt mehr Dioxine, PCB und Quecksilber als Zuchtlachs; beide waren gute Omega-3-Quellen.Autorinnen und Autoren eines norwegischen staatlichen Instituts (keine Interessenkonflikte angegeben); Stichprobengröße nicht im AbstractmoderatC-FSH-01 C-FSH-02 C-FSH-03 C-FSH-04 C-FSH-05 C-FSH-13 C-FSH-14
I-FSH-03Fish intake, contaminants, and human health: evaluating the risks and the benefits.
Mozaffarian D & Rimm EB
2006PMID 17047219
DOI 10.1001/jama.296.15.1885
Systematischer ReviewErwachsene, Frauen im gebärfähigen AlterFür Erwachsene überwiegt der Nutzen, 1–2 Mal pro Woche Fisch zu essen, die Risiken durch Schadstoffe.Nicht vollständig systematisch; Für viele Endpunkte Grundlage aus BeobachtungsstudienmoderatC-FSH-02 C-FSH-03 C-FSH-05 C-FSH-14
I-FSH-04Maternal seafood consumption in pregnancy and neurodevelopmental outcomes in childhood (ALSPAC study): an observational cohort study.
Hibbeln JR et al.
2007PMID 17307104
DOI 10.1016/S0140-6736(07)60277-3
KohortenstudieSchwangere und KinderKinder von Müttern, die in der Schwangerschaft mehr Fisch und Meeresfrüchte aßen, hatten bessere Entwicklungswerte.Beobachtungsstudie; FFQmoderatC-FSH-14
I-FSH-05Evidence on the human health effects of low-level methylmercury exposure.
Karagas MR et al.
2012PMID 22275730
DOI 10.1289/ehp.1104494
Narrativer ÜbersichtsartikelAllgemeinbevölkerung (ohne sehr hohe Verzehrer)Methylquecksilber ist ein Nervengift; bei niedrigen Werten mögliche Wirkungen auf die frühe Entwicklung von Babys, unklare Wirkungen auf Herz und Immunsystem.Kein systematischer Review: begrenzte Suche (zwei Datenbanken, Stichwörter), kein Protokoll, keine Auswahl in Doppelbegutachtung, keine Bewertung der Studienqualität, keine quantitative Synthese; Schließt die aussagekräftigsten Kohorten mit mäßiger Exposition bewusst ausniedrigC-FSH-14
I-FSH-06Global trends in antimicrobial use in aquaculture.
Schar D et al.
2020PMID 33318576
DOI 10.1038/s41598-020-78849-3
Systematischer ReviewArtengruppen der Aquakultur2017 wurden etwa 10.000 Tonnen eingesetzt, überwiegend in Asien; Lachs hatte den geringsten Einsatz pro kg.Nur 25 Erhebungen aus 12 Ländern; China und Karpfen unterrepräsentiert; Extrem breite UI (z. B. Wels 9–2.751 mg/kg)moderatC-FSH-08
I-FSH-07Occurrence and human health risks of pesticides and antibiotics in Nile tilapia along the Rosetta Nile branch, Egypt.
Eissa F et al.
2020PMID 33384941
DOI 10.1016/j.toxrep.2020.03.004
Mess-/RückstandsstudieWilder Nil-Tilapia (Oreochromis niloticus), gemeinsam mit örtlichen Fischern 1 km flussaufwärts der Abflussmündungen El-Rahawy (Gizeh), Sabal (Minufiya) und Tala (Gharbiya) am Rosetta-Arm gefangenDie meisten nahe Abflüssen beprobten wilden Flusstilapia hatten Pestizidspuren (Chlorpyrifos bei 45 % über dem EU-Grenzwert), und ein Fünftel hatte Antibiotikaspuren, darunter in der EU verbotene Wirkstoffe; das geschätzte nicht krebsbedingte Risiko war gering.Wilde Flussfische, beprobt nahe Abflussmündungen (Standorte mit ungünstigsten Bedingungen), keine Markt- oder Zuchtfische; Kleines n pro Standort und Jahreszeit; Antibiotikabefunde von einer Standort-Jahreszeit-Kombination getrieben (Sabal, Frühjahr)moderatC-FSH-12 C-FSH-16 C-RES-01 C-RES-02
I-FSH-08Potential health risk assessment of some bioaccumulated metals in Nile tilapia (Oreochromis niloticus) cultured in Kafr El-Shaikh farms, Egypt.
Shaaban NA et al.
2021PMID 34043970
DOI 10.1016/j.envres.2021.111358
Mess-/Rückstandsstudie200 Zucht-Tilapia aus 3 BetriebenDie Metallgehalte im Muskelfleisch wurden als sicher eingestuft, auch wenn Fischgewebe in Betrieben mit Drainagewasser Schäden zeigte.Kein Quecksilber; Drei BetriebemoderatC-FSH-12
I-FSH-09Heavy Metals Assessment and Health Risk to Consumers of Two Commercial Fish Species from Polyculture Fishponds in El-Sharkia and Kafr El-Sheikh, Egypt: Physiological and Biochemical Study.
Abbas MMM et al.
2024PMID 38129339
DOI 10.1007/s12011-023-04007-1
Mess-/RückstandsstudieTilapia (Bolti) und Meeräsche (Topara)Überwiegend sicher, aber Cadmium in Tilapia aus einem Gouvernement war ein Warnsignal für ein Krebsrisiko bei Kindern.Stichprobengröße nicht im AbstractmoderatC-FSH-12
I-FSH-10One health risk assessment of heavy-metal contamination in Nile tilapia (Oreochromis niloticus) from contrasting aquaculture systems in Egypt.
Farahat Abdelmawla M et al.
2026PMID 42662802
DOI 10.1016/j.toxrep.2026.102331
Mess-/RückstandsstudieNil-Tilapia, 4 OrteSelbst an einem stark verschmutzten Drain blieb das Muskelfleisch der Tilapia innerhalb der Grenzwerte, aber bei Blei war der Abstand knapp.Wenige OrtemoderatC-FSH-12
I-FSH-11Hysterical tetracycline in intensive poultry farms accountable for substantial gene resistance, health and ecological risk in Egypt- manure and fish.
Mahmoud MAM & Abdel-Mohsein HS
2019PMID 31521994
DOI 10.1016/j.envpol.2019.113039
Mess-/RückstandsstudieGeflügelmist/-kot; Tilapia aus dem Nil und aus AquakulturZucht-Tilapia hatte mehr Tetracyclinrückstände als Fluss-Tilapia; Geflügelmist könnte Resistenzen verbreiten.Stichprobengrößen nicht im Abstract; Risikoaussage für Fisch im Abstract nicht quantifiziertmoderatC-FSH-12
I-FSH-12Comparative analysis of virulence genes, antibiotic resistance and gyrB-based phylogeny of motile Aeromonas species isolates from Nile tilapia and domestic fowl.
Abu-Elala N et al.
2015PMID 26280543
DOI 10.1111/lam.12484
SonstigesIsolate aus Nil-Tilapia und HausgeflügelIntegrierte Fischbetriebe verwenden Geflügelkot oft als Futter und Dünger.Kleine mikrobiologische StudieniedrigC-FSH-12
I-FSH-13Systems-thinking approach to identify and assess feasibility of potential interventions to reduce antibiotic use in tilapia farming in Egypt.
Desbois AP et al.
2021PMID 34276104
DOI 10.1016/j.aquaculture.2021.736735
SonstigesBeteiligte aus der AquakulturAntibiotika gelangen über Arzneifuttermittel und Drainagewasser in die Betriebe.QualitativniedrigC-FSH-08 C-FSH-12
I-FSH-14Carcinogenic and non-carcinogenic health risks associated with heavy metal exposure in commonly consumed marine fish in Egypt.
Elshebrawy HA et al.
2026PMID 42632867
DOI 10.1038/s41598-026-67201-w
Mess-/RückstandsstudieGroßkopf-Meeräsche (Mugil cephalus, n=50), Ohrensardine (Sardinella aurita, n=100) und Atlantische Makrele (Scomber scombrus, n=100; tiefgefroren importiert, laut Händlern überwiegend aus Norwegen und den Niederlanden) aus sechs Einzelhandelsgeschäften in Ost-MansuraBis zu einem Fünftel der Proben von Meeräsche, Sardine und Makrele überschritt die Grenzwerte für Quecksilber; wer viel davon isst, könnte die sichere Aufnahmemenge für Quecksilber und Blei überschreiten (das Arsenrisiko ist wahrscheinlich überschätzt).Für das Krebsrisiko wurde Gesamtarsen verwendet; laut den Autorinnen und Autoren ist mehr als 90 % des Arsens in Meeresfisch organisch und nur 0,02-11 % anorganisch, sodass das Krebsrisiko erheblich überschätzt wird; Hg als Gesamt-Hg gemessen (als MeHg behandelt)moderatC-FSH-14
I-FSH-15Toxic trace elements in fish and seafood from North African coasts: A systematic review and meta-analysis of contamination levels and health risk assessment.
Nahal A & Mehouel F
2026PMID 42250752
DOI 10.1016/j.yrtph.2026.106156
MetaanalyseFisch und MeeresfrüchteQuecksilber und Cadmium in Fisch und Meeresfrüchten deuteten auf mögliche Bedenken in Ägypten und Tunesien hin.Heterogene Studien; Gemischt Zucht/WildmoderatC-FSH-14
I-FSH-16Prevalence of fish and shellfish allergy: A systematic review.
Moonesinghe H et al.
2016PMID 27613460
DOI 10.1016/j.anai.2016.07.015
Systematischer ReviewAllgemeinbevölkerungBei ordnungsgemäßer Nahrungsmittelprovokation waren weniger als 1 % der Menschen gegen Schalentiere allergisch.Heterogene DiagnosemethodenmoderatC-FSH-15
I-FSH-17Risk for animal and human health related to the presence of dioxins and dioxin-like PCBs in feed and food.
EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) et al.
2018PMID 32625737
DOI 10.2903/j.efsa.2018.5333
RisikobewertungEU-Bevölkerung; NutztiereDie EFSA hat einen strengeren wöchentlichen Grenzwert für Dioxine festgelegt (2 pg TEQ/kg/Woche), den viele Europäerinnen und Europäer über ihre gesamte Ernährung überschreiten.Eine einzige kritische StudiehochC-FSH-02 C-FSH-03
I-FSH-18Risk to human health related to the presence of perfluoroalkyl substances in food.
EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (EFSA CONTAM Panel) et al.
2020PMID 32994824
DOI 10.2903/j.efsa.2020.6223
RisikobewertungEU-BevölkerungFischfleisch, Obst und Eier waren die wichtigsten PFAS-Quellen in der Ernährung; die EFSA legte einen wöchentlichen Grenzwert von 4,4 ng/kg Körpergewicht fest, den Teile der Bevölkerung überschreiten. Süßwasserfische wie Aal hatten die höchsten Gehalte; Lachs/Forelle lagen niedrig.92 % der Ergebnisse linkszensiert; große Lücke zwischen LB und UB; Vorkommensdaten auf 3 Länder konzentrierthochC-FSH-14
I-FSH-19Risk to human health related to the presence of perfluorooctane sulfonic acid and perfluorooctanoic acid in food.
EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM) et al.
2018PMID 32625773
DOI 10.2903/j.efsa.2018.5194
RisikobewertungEU-BevölkerungFisch und Meeresfrüchte waren wichtige Quellen für PFOS und PFOA in der Ernährung; viele Menschen in Europa überschritten die wöchentlichen Grenzwerte der EFSA von 2018 (13 und 6 ng/kg).Hoher Anteil linkszensierter Daten und unempfindliche Methoden; große Lücke zwischen LB und UB; Daten von Deutschland dominiert (62 %)hochC-FSH-14
I-FSH-20Scientific Opinion on the risk for public health related to the presence of mercury and methylmercury in food (EFSA press release: 'Mercury in food - EFSA updates advice on risks for public health', 20 December 2012)
EFSA CONTAM Panel
2012
DOI 10.2903/j.efsa.2012.2985
RisikobewertungEU-BevölkerungDie EFSA hat einen wöchentlichen Sicherheitsgrenzwert für Methylquecksilber festgelegt; Thunfisch, Schwertfisch und Hecht gehören zu den Hauptquellen.Nur die Pressemitteilung wurde gelesenhochC-FSH-14
I-FSH-21Statement on the benefits of fish/seafood consumption compared to the risks of methylmercury in fish/seafood (EFSA press release 'Fish: scenarios indicate benefits versus risks', 22 January 2015)
EFSA Scientific Committee
2015
DOI 10.2903/j.efsa.2015.3982
RisikobewertungBevölkerungsgruppen in der EUFisch 1–4 Mal pro Woche zu essen bringt Nutzen; Kinder und Frauen im gebärfähigen Alter sollten quecksilberarme Arten wählen.Nur Pressemitteilung gelesenhochC-FSH-14
I-GRN-01Fructan, Rather Than Gluten, Induces Symptoms in Patients With Self-Reported Non-Celiac Gluten Sensitivity.
Skodje GI et al.
2018PMID 29102613
DOI 10.1053/j.gastro.2017.10.040
Randomisierte kontrollierte Studie59 Erwachsene mit selbst begonnener glutenfreier Ernährung, Zöliakie ausgeschlossenBei Menschen, die glauben, auf Gluten zu reagieren, verursachte ein Weizenzucker (Fruktan) mehr Beschwerden als Gluten.Klein; kurze ProvokationenhochC-GRN-01 C-WHT-09
I-GRN-02European Society for the Study of Coeliac Disease (ESsCD) guideline for coeliac disease and other gluten-related disorders.
Al-Toma A et al.
2019PMID 31210940
DOI 10.1177/2050640619844125
Leitlinie / StellungnahmeErwachsene und Kinder mit Zöliakie (CD), Dermatitis herpetiformis, Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS), Glutenataxie und anderen glutenbedingten ErkrankungenZöliakie erfordert eine strikte, lebenslange glutenfreie Ernährung; Gluten steckt in Weizen, Roggen und Gerste (nicht in nicht kontaminiertem Reis, Mais oder Hafer); eine Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität wird anerkannt, nachdem Zöliakie und Weizenallergie ausgeschlossen wurden.Literatursuche nur in PubMed; kein systematischer Review, keine Evidenztabellen und keine ausdrücklichen Kriterien für die Studienauswahl; Konsens durch ein kleines Gremium (8 Autorinnen und Autoren); keine Beteiligung von Patientinnen und Patienten, Ernährungsfachkräften oder Methodikern berichtetmoderatC-GRN-01 C-GRN-02 C-GRN-03 C-WHT-02
I-GRN-03White Rice Intake and Incident Diabetes: A Study of 132,373 Participants in 21 Countries.
Bhavadharini B et al.
2020PMID 32873587
DOI 10.2337/dc19-2335
KohortenstudiePURE-Teilnehmende im Alter von 35-70 Jahren ohne Diabetes zu Studienbeginn, mit vollständigen Ernährungsdaten und >=1 Nachbeobachtungsbesuch (148.858 mit Ernährungsdaten abzüglich 16.485 mit Diabetes zu Studienbeginn); mittleres Alter 50 Jahre; Südasien n=26.419, China n=41.727, übrige Welt n=64.227Sehr hohe Aufnahme von weißem Reis (>=3 Tassen/Tag) mit 20 % höherem Diabetesrisiko verbunden.Ernährung nur einmal zu Studienbeginn per FFQ erfasst; keine Daten zur Reisart (Parboiled, Basmati usw.); Residual Confounding möglich (die Autorinnen und Autoren nennen nicht gemessenen Alkoholkonsum, Luftverschmutzung, Pestizide; südasiatische Vielverzehrende unterscheiden sich deutlich: niedrigerer BMI, Ballaststoffe 10,8 vs. 24,2 g/Tag, 71 % der Energie aus Kohlenhydraten)hochC-GRN-05 C-SRC-18
I-GRN-04Total and specific potato intake and risk of type 2 diabetes: results from three US cohort studies and a substitution meta-analysis of prospective cohorts.
Mousavi SM et al.
2025PMID 40769531
DOI 10.1136/bmj-2024-082121
KohortenstudieUS-amerikanische Krankenschwestern (NHS n=72.712; NHS II n=90.232) und männliche Gesundheitsfachkräfte (HPFS n=42.163), zu Studienbeginn ohne Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung und Krebs; >90 % europäischer Abstammung. Metaanalyse: 13 Kohorten (5 USA, 4 Europa, 2 Asien, 2 Australien), 587.081 Teilnehmende3-mal pro Woche mehr Pommes frites zu essen war mit einem um 20 % höheren Diabetesrisiko verbunden; gekochte, gebackene oder pürierte Kartoffeln und Kartoffel-/Maischips zeigten keinen klaren Zusammenhang. Kartoffeln durch Vollkorn zu ersetzen war mit einem niedrigeren Risiko verbunden, sie durch weißen Reis zu ersetzen mit einem höheren.Beobachtend: Residual Confounding (wer viele Kartoffeln/Pommes frites aß, hatte eine schlechtere Ernährungsqualität und war weniger aktiv); Gesundheitsfachkräfte, >90 % europäischer Abstammung; Effektmodifikation durch Ethnie und BMIhochC-GRN-07 C-GRN-05
I-GRN-05Fried potato consumption is associated with elevated mortality: an 8-y longitudinal cohort study.
Veronese N et al.
2017PMID 28592612
DOI 10.3945/ajcn.117.154872
Kohortenstudie4440 Erwachsene im Alter von 45–79 JahrenFrittierte Kartoffeln 3+ Mal pro Woche waren in einer kleinen Kohorte mit etwa doppeltem Sterberisiko verbunden.Geringe Zahl von Todesfällen; Befund in einer UntergruppeniedrigC-GRN-07
I-GRN-06Update of the risk assessment of inorganic arsenic in food.
EFSA CONTAM Panel
2024PMID 38239496
DOI 10.2903/j.efsa.2024.8488
RisikobewertungEU-BevölkerungDie Arsenaufnahme über Lebensmittel, vor allem Reis, ist gesundheitlich bedenklich; die EU begrenzt Arsen in Reis.Unsicherheiten eingeräumthochC-GRN-06
I-GRN-07International tables of glycemic index and glycemic load values 2021: a systematic review.
Atkinson FS et al.
2021PMID 34258626
DOI 10.1093/ajcn/nqab233
Systematischer ReviewGetestete LebensmittelObst hat meist einen niedrigen glykämischen Index; die meisten Kartoffeln haben einen hohen.Nur Abstract; lebensmittelspezifische Werte nicht extrahierthochC-FRU-01 C-GRN-07 C-SRC-18
I-GUT-01Management of Helicobacter pylori infection: the Maastricht VI/Florence consensus report.
Malfertheiner P et al.
2022PMID 35944925
DOI 10.1136/gutjnl-2022-327745
Leitlinie / StellungnahmeWeltweitH. pylori ist eine Infektionskrankheit; Infizierte sollten behandelt werden.Interessenkonflikte mehrerer Autorinnen und Autoren mit der Industrie; Nur Abstract gelesenmoderatC-GUT-06 C-SRC-50
I-GUT-02Eradication therapy for peptic ulcer disease in Helicobacter pylori-positive people.
Ford AC et al.
2016PMID 27092708
DOI 10.1002/14651858.CD003840.pub5
MetaanalyseH.-pylori-positive Patientinnen und Patienten mit GeschwürRückfälle des Zwölffingerdarmgeschwürs sanken von 64 % ohne Behandlung auf 13 % mit Eradikation.Niedriges/sehr niedriges GRADE-Niveau für einige Endpunkte (ältere Studien)hochC-GUT-06
I-GUT-03Helicobacter pylori eradication therapy to prevent gastric cancer: systematic review and meta-analysis.
Ford AC et al.
2020PMID 32205420
DOI 10.1136/gutjnl-2020-320839
MetaanalyseGesunde H.-pylori-positive Erwachsene; Patientinnen und Patienten nach endoskopischer ResektionDie Eradikation halbierte in Studien die Magenkrebsinzidenz nahezu.Überwiegend ostasiatisch; Interessenkonflikt eines AutorshochC-GUT-06
I-GUT-04Fructan, Rather Than Gluten, Induces Symptoms in Patients With Self-Reported Non-Celiac Gluten Sensitivity.
Skodje GI et al.
2018PMID 29102613
DOI 10.1053/j.gastro.2017.10.040
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit selbst begonnener glutenfreier Ernährung, Zöliakie ausgeschlossenBei Menschen, die sich für glutenempfindlich hielten, verstärkten Fruktane (Zuckerbausteine im Weizen) Blähungen und Beschwerden; Gluten tat das nicht.Klein; Ausgewählte PopulationmoderatC-GUT-01
I-GUT-05ACG Clinical Guideline: Management of Irritable Bowel Syndrome.
Lacy BE et al.
2021PMID 33315591
DOI 10.14309/ajg.0000000000001036
Leitlinie / StellungnahmePatientinnen und Patienten mit ReizdarmsyndromEmpfohlen wird ein Versuch mit einer Low-FODMAP-Diät, zusammen mit Medikamenten und Psychotherapie.Nur AbstracthochC-GUT-01 C-GUT-02
I-GUT-06Intra-abdominal hypertension and the abdominal compartment syndrome: updated consensus definitions and clinical practice guidelines from the World Society of the Abdominal Compartment Syndrome.
Kirkpatrick AW et al.
2013PMID 23673399
DOI 10.1007/s00134-013-2906-z
Leitlinie / StellungnahmeKritisch kranke Patientinnen und PatientenSchädlicher Druck beginnt bei anhaltend ≥12 mmHg, und zwar bei kritisch Kranken.Evidenzbasis von niedriger QualitätmoderatC-GUT-04 C-UPF-10
I-GUT-07Carbohydrate quality and human health: a series of systematic reviews and meta-analyses.
Reynolds A et al.
2019PMID 30638909
DOI 10.1016/S0140-6736(18)31809-9
MetaanalyseErwachsene ohne chronische ErkrankungMenschen mit der höchsten Ballaststoffaufnahme hatten ein um 15–30 % niedrigeres Risiko für Tod und schwere chronische Krankheiten.Hauptendpunkte aus Beobachtungsstudien; Korrektur (Erratum)hochC-GUT-05
I-GUT-08Gut-microbiota-targeted diets modulate human immune status.
Wastyk HC et al.
2021PMID 34256014
DOI 10.1016/j.cell.2021.06.019
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde ErwachseneFermentierte Lebensmittel erhöhten in einer kleinen Studie die Vielfalt der Darmbakterien und senkten Entzündungsmarker.Sehr klein; Primärer Endpunkt ohne EffektniedrigC-GUT-05
I-GUT-09Dietary interventions for multiple sclerosis-related outcomes.
Parks NE et al.
2020PMID 32428983
DOI 10.1002/14651858.CD004192.pub4
Systematischer ReviewErwachsene mit MSKeine verlässliche Evidenz, dass die Ernährung Schübe oder Behinderung bei MS verändert.Evidenz mit niedriger Sicherheit; Interessenkonflikte von Autorinnen und AutorenhochC-AUTO-01
I-GUT-10EULAR recommendations for the management of systemic lupus erythematosus: 2023 update.
Fanouriakis A et al.
2024PMID 37827694
DOI 10.1136/ard-2023-224762
Leitlinie / StellungnahmePatientinnen und Patienten mit SLE (einschl. Lupusnephritis, kutaner, neuropsychiatrischer, hämatologischer Erkrankung, SLE-assoziiertem APS)Hydroxychloroquin für alle Patientinnen und Patienten; Immunsuppressiva und Biologika zur Kontrolle der Krankheit.Umfangreiche Industrieverbindungen der Gremiumsmitglieder, die für die empfohlenen Biologika relevant sind; SLR auf zwei Datenbanken und englische Sprache beschränkthochC-AUTO-01 C-EGG-03
I-INS-01Intensive blood glucose control and vascular outcomes in patients with type 2 diabetes.
ADVANCE Collaborative Group; Patel A et al.
2008PMID 18539916
DOI 10.1056/NEJMoa0802987
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes, diagnostiziert im Alter von >=30 Jahren, Alter >=55 (Mittel 66), mit schwerer makro- oder mikrovaskulärer Erkrankung in der Vorgeschichte oder >=1 weiteren vaskulären Risikofaktor; mittlere Diabetesdauer 7,9 Jahre, mittlerer HbA1c 7,5 %; 91 % mit oralen Antidiabetika, ~1,5 % mit Insulin; eindeutige Indikation für Langzeit-Insulin ausgeschlossen.Weniger Nierenkomplikationen und keine zusätzlichen Todesfälle, aber mehr schwere Unterzuckerungen.Offener Blutzucker-Vergleich; mehr Visiten im intensiven Arm (31 vs. 11) – Ko-Intervention (z. B. niedrigerer Blutdruck); Protokolländerung während der Studie mit Hinzufügung eines gemeinsamen primären Endpunkts (laut Angabe verblindet gegenüber den Ergebnissen)hochC-INS-04 C-ODD-11
I-INS-0210-year follow-up of intensive glucose control in type 2 diabetes.
Holman RR et al.
2008PMID 18784090
DOI 10.1056/NEJMoa0806470
Randomisierte kontrollierte StudieNeu diagnostizierter Typ-2-Diabetes aus UKPDSMenschen, die früh intensiv mit Sulfonylharnstoffen oder Insulin behandelt wurden, hatten Jahre später 15 % weniger Herzinfarkte und 13 % weniger Todesfälle.Therapie nach Studienende nicht kontrolliert; Nachbeobachtung per FragebogenhochC-INS-03 C-INS-04 C-INS-05 C-ODD-01 C-ODD-11 C-DIAB-01
I-INS-03The effect of intensive treatment of diabetes on the development and progression of long-term complications in insulin-dependent diabetes mellitus.
Diabetes Control and Complications Trial Research Group; Nathan DM et al.
1993PMID 8366922
DOI 10.1056/NEJM199309303291401
Randomisierte kontrollierte StudieInsulinabhängiger Diabetes (Typ 1)Intensives Insulin senkte das Risiko für Augenschäden um drei Viertel und für Nervenschäden um 60 %, bei mehr Unterzuckerungsepisoden.Offen (open-label); Ausgewählte junge PopulationhochC-INS-02 C-INS-04 C-INS-07 C-INS-09 C-INS-10 C-ODD-03 C-DIAB-01 C-DIAB-03
I-INS-04Association of glycaemia with macrovascular and microvascular complications of type 2 diabetes (UKPDS 35): prospective observational study.
Stratton IM et al.
2000PMID 10938048
DOI 10.1136/bmj.321.7258.405
KohortenstudieUKPDS-Patientinnen und -Patienten (weiß, indisch-asiatisch, afrokaribisch)Jedes 1 % niedrigerer HbA1c war mit 21 % weniger Diabetes-Todesfällen und 37 % weniger Augen-/Nierenschäden verbunden.BeobachtendmoderatC-INS-09 C-ODD-06 C-DIAB-01 C-DIAB-02
I-INS-05The association of basal insulin glargine and/or n-3 fatty acids with incident cancers in patients with dysglycemia.
Bordeleau L et al.
2014PMID 24574355
DOI 10.2337/dc13-1468
Randomisierte kontrollierte StudieDysglykämie mit hohem kardiovaskulärem Risiko, mittleres Alter 63,5Die Krebsraten waren mit Glargin und Standardversorgung identisch (jeweils 1,32 pro 100 Personenjahre).Industriefinanzierung; 6 Jahre könnten für manche Krebsarten kurz seinhochC-INS-05 C-INS-06
I-INS-06Insulin glargine and cancer risk in patients with diabetes: a meta-analysis.
Tang X et al.
2012PMID 23284776
DOI 10.1371/journal.pone.0051814
MetaanalysePatientinnen und Patienten mit DiabetesGlargin war nicht mit mehr Krebs verbunden, auch nicht mit Brustkrebs.Sehr hohe Heterogenität (I2 = 93 % Krebs insgesamt; ~80 % Brustkrebs); Kein RoB-Instrument auf Studienebene; 3 von 11 Studien nicht für Störfaktoren adjustiert; wenige für Metformin oder Diabetestyp adjustiertniedrigC-INS-06
I-INS-07Hyperglycemic Crises in Adults With Diabetes: A Consensus Report.
Umpierrez GE et al.
2024PMID 39052901
DOI 10.2337/dci24-0032
Leitlinie / StellungnahmeErwachsene mit DiabetesInsulin, Flüssigkeit und Kalium sind die Kernbehandlung; damit sterben weniger als 1 % der Erwachsenen.Konsens, keine StudiehochC-INS-02 C-INS-07 C-INS-08 C-INS-09 C-INS-10 C-FAST-03 C-FAST-10 C-DIAB-02
I-INS-08Diabetic ketoacidosis.
Dhatariya KK et al.
2020PMID 32409703
DOI 10.1038/s41572-020-0165-1
Narrativer ÜbersichtsartikelErwachsene und Kinder mit DiabetesDie diabetische Ketoazidose ist ein Notfall, der tödlich sein kann. Sie wird mit Flüssigkeit, Insulin und Salzen behandelt. Bei Typ-1-Diabetes darf Insulin auch dann nicht abgesetzt werden, wenn man nicht isst.Narrativer Review ohne systematische Such-, Auswahl- oder Bewertungsmethoden; Epidemiologische Zahlen aus heterogenen Primärstudien zitiert, nicht gepooltmoderatC-INS-02 C-INS-07 C-INS-08 C-INS-10 C-ODD-03 C-FAST-01 C-FAST-03 C-DIAB-02
I-INS-09Calorie for Calorie, Dietary Fat Restriction Results in More Body Fat Loss than Carbohydrate Restriction in People with Obesity.
Hall KD et al.
2015PMID 26278052
DOI 10.1016/j.cmet.2015.07.021
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit Adipositas (BMI >30; Mittel 35,9 +/- 1,1 kg/m2), 10 Männer und 9 Frauen, gewichtsstabil, ohne Diabetes gemäß Ausschluss beeinflussender Erkrankungen/MedikamenteWeniger Fett zu essen führte zu mehr Fettverlust als weniger Kohlenhydrate, obwohl weniger Kohlenhydrate das Insulin stärker senkten.Sehr kurze (6-tägige) Diätperioden; langfristige Schlüsse beruhen auf einer Modellsimulation; Kleine Stichprobe (19 randomisiert, 17 vollständige Crossover)hochC-INS-01 C-SRC-22
I-INS-106. Glycemic Goals, Hypoglycemia, and Hyperglycemic Crises: Standards of Care in Diabetes-2026.
American Diabetes Association Professional Practice Committee for Diabetes*
2026PMID 41358894
DOI 10.2337/dc26-S006
Leitlinie / StellungnahmeMenschen mit DiabetesDie meisten Erwachsenen sollten einen HbA1c unter 7 % anstreben, Unterzuckerungen vermeiden und bei Risiko Ketone messen.US-zentriert; Teilweise gelesenhochC-INS-04 C-INS-08 C-INS-11 C-ODD-01 C-ODD-02 C-FAST-01 C-FAST-03 C-DIAB-02
I-INTA-01Association between tea consumption and gastroesophageal reflux disease: A meta-analysis.
Cao H et al.
2019PMID 30681584
DOI 10.1097/MD.0000000000014173
MetaanalyseTeilnehmende von 23 Beobachtungsstudien (30 Schätzungen), veröffentlicht 2004-2017: 17 Schätzungen aus Ostasien, 5 aus Europa, 5 aus dem Nahen Osten, 2 aus Nordamerika, 1 aus SüdasienÜber 30 Studien hinweg hatten Teetrinkende insgesamt nicht signifikant häufiger eine Refluxkrankheit (OR 1,12; 0,98–1,27).Überwiegend Daten aus Querschnitts- und Fall-Kontroll-Studien; nur 3 Kohortenschätzungen (alle ohne Zusammenhang); Die Mehrheit der eingeschlossenen Studien adjustierte nicht für Störfaktoren (Angabe der Autorinnen und Autoren)niedrigC-SRC-24
I-INTA-02Tea consumption and risk of all-cause, cardiovascular disease, and cancer mortality: a meta-analysis of thirty-eight prospective cohort data sets.
Kim Y et al.
2024PMID 38938012
DOI 10.4178/epih.e2024056
MetaanalyseErwachsene Allgemeinbevölkerung in prospektiven Kohorten (Studien, die auf Personen mit einer bestimmten Erkrankung beschränkt waren, ausgeschlossen); Kohorten aus Asien, Europa, USA und Ozeanien; mittlere Nachbeobachtung 12,3 Jahre (5-23 Jahre)Bei fast 2 Millionen Menschen hatten Teetrinkende etwa 10 % niedrigere Sterberaten als Menschen, die keinen Tee tranken.Beobachtungskohorten: Residual Confounding und Healthy-User-Effekte; die Adjustierungen unterscheiden sich; Hohe Heterogenität (I2 75-82 %)moderatC-SRC-24
I-INTA-03Tea Consumption and Health Outcomes: Umbrella Review of Meta-Analyses of Observational Studies in Humans.
Yi M et al.
2019PMID 31216091
DOI 10.1002/mnfr.201900389
Systematischer ReviewAlle menschlichen Populationen in den eingeschlossenen MetaanalysenÜber 96 Metaanalysen hinweg zeigte Tee mehr Nutzen als Schaden; nur sehr heißer Tee (>55–60 °C) war mit Speiseröhren- und Magenkrebs verbunden.Nur Beobachtungsevidenz; Überlappende MetaanalysenmoderatC-SRC-24
I-INTA-04The effect of tea on iron absorption.
Disler PB et al.
1975PMID 1168162
DOI 10.1136/gut.16.3.193
SonstigesFreiwillige VersuchspersonenTee zu den Mahlzeiten verringerte bei Freiwilligen die Aufnahme von pflanzlichem Eisen (Nicht-Häm-Eisen).Alte Studie; Stichprobengröße im Abstract nicht angegebenmoderatC-SRC-24
I-INTA-05Analysis of oxytocin in milk samples and intake pattern in different age groups of Indian population.
Mishra M et al.
2014PMID 24712660
DOI 10.3109/15376516.2014.910851
Mess-/RückstandsstudieMilchproben aus Lucknow, Indien; Verbraucherinnen und Verbraucher verschiedener AltersgruppenIn 55 Milchproben aus einer indischen Stadt wurde Oxytocin in Proben von Milchhändlern gefunden; die Autorinnen und Autoren berichten von wahllosen Injektionen bei Rindern.Kleine Stichprobe, eine Stadt; Keine gesundheitlichen EndpunkteniedrigC-SRC-29
I-INTA-06Induction of milk ejection and milk removal in different production systems.
Bruckmaier RM et al.
2008PMID 17709779
DOI 10.2527/jas.2007-0335
Narrativer ÜbersichtsartikelMilchküheOxytocin setzt beim Melken die im Euter gespeicherte Milch frei; langfristige Injektionen führen dazu, dass Kühe schwächer auf ihr eigenes Oxytocin reagieren.Narrativer Übersichtsartikel; Nur Abstract geprüftmoderatC-SRC-29
I-INTA-07Endocrinology of milk production.
Svennersten-Sjaunja K et al.
2005PMID 15876512
DOI 10.1016/j.domaniend.2005.03.006
Narrativer ÜbersichtsartikelMilchküheTrächtigkeitshormone, Wachstumshormon und Prolaktin bauen die Milchproduktion auf und halten sie in Gang; Oxytocin setzt die Milch nur frei.Narrativer Übersichtsartikel; Nur Abstract geprüftmoderatC-SRC-29
I-INTA-08Fasting mimicking diet as an adjunct to neoadjuvant chemotherapy for breast cancer in the multicentre randomized phase 2 DIRECT trial.
de Groot S et al.
2020PMID 32576828
DOI 10.1038/s41467-020-16138-3
Randomisierte kontrollierte StudieFrauen >=18 Jahre mit HER2-negativem Brustkrebs im Stadium II/III unter neoadjuvanter Chemotherapie mit AC-T oder FEC-T in 11 niederländischen Zentren; BMI >19 kg/m2, kein Diabetes, WHO 0-2, ausreichende Organfunktion; medianes Alter 49-51 Jahre, medianer BMI etwa 26Bei 131 Frauen mit Brustkrebs verringerte eine Fasten imitierende Diät rund um die Chemotherapie weder schwere Nebenwirkungen, noch führte sie häufiger zum vollständigen Verschwinden des Tumors (die Hauptendpunkte); ein Schrumpfen des Tumors in der Bildgebung war häufiger, dies war aber ein sekundäres Ergebnis.Primärer Endpunkt (Toxizität Grad III/IV) nicht erreicht; pCR (geplanter primärer Endpunkt der Phase III) nicht unterschiedlich; Die positiven Befunde betreffen sekundäre Endpunkte mit P-Werten nahe 0,05 und breiten KIs; pathologischer Nutzen nur in der Per-Protocol-Analyse (Selektionsbias von den Autorinnen und Autoren eingeräumt)moderatC-SRC-32
I-INTA-09ESPEN guidelines on nutrition in cancer patients.
Arends J et al.
2017PMID 27637832
DOI 10.1016/j.clnu.2016.07.015
Leitlinie / StellungnahmeErwachsene Krebspatientinnen und -patientenEuropäische Leitlinien sagen, dass Krebskranke auf Mangelernährung untersucht werden und genug Energie und Eiweiß bekommen sollten.Nur Abstract gelesen; Evidenzlücken werden eingeräumthochC-SRC-32
I-INTA-10Impact of intermittent fasting on patients with cancer undergoing chemotherapy and/or targeted therapies: a systematic review of the literature.
Maes J et al.
2025PMID 40970988
DOI 10.1007/s00520-025-09907-7
Systematischer ReviewKrebskranke unter Chemotherapie oder zielgerichteter Therapie (überwiegend Brustkrebs)Neun kleine Studien fanden Fasten unter ärztlicher Aufsicht durchführbar und sicher, zeigten aber keine nachgewiesene Wirkung auf Behandlungsergebnisse oder Nebenwirkungen.Wenige, kleine Studien; Überwiegend BrustkrebsmoderatC-SRC-32
I-INTA-11Growth, efficiency, and yield of commercial broilers from 1957, 1978, and 2005.
Zuidhof MJ et al.
2014PMID 25260522
DOI 10.3382/ps.2014-04291
SonstigesMasthähnchenküken: Kontrolllinien der University of Alberta, seit 1957 bzw. 1978 nicht selektiert, und Ross 308 (2005)Moderne Masthähnchen wuchsen mit demselben Futter über viermal schneller als Tiere von 1957 – das zeigt die Rolle der Züchtung.Einzelnes Experiment; Das Abstract erwähnt keinen AntibiotikaeinsatzmoderatC-RES-05
I-INTA-12Aetiology and associations of halitosis: A systematic review.
Memon MA et al.
2023PMID 35212093
DOI 10.1111/odi.14172
Systematischer ReviewStudien an Menschen mit Mundgeruch80–90 % des Mundgeruchs kommen aus dem Mund selbst (Zungenbelag, Zahnfleischerkrankung, mangelnde Hygiene).Narrative Synthese; Begrenztes ZeitfenstermoderatC-SRC-05
I-INTA-13Egg intake and cognitive function in healthy adults: A systematic review of the literature.
Sultan N et al.
2025PMID 41061594
DOI 10.1016/j.jnha.2025.100696
Systematischer ReviewErwachsene >=18 Jahre ohne diagnostizierte chronische Stoffwechsel-/Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Kohorten mit statistischer Adjustierung für chronische Erkrankungen; überwiegend ältere Erwachsene; 11 Studien (1 Vorher-nachher-Studie, 6 prospektive Kohorten, 3 Querschnittsstudien, 1 Fall-Kontroll-Studie) aus China (6), USA (3), Thailand (1), Finnland (1)Elf überwiegend beobachtende Studien zeigten nicht, dass Eier Demenz verursachen; mehrere fanden keinen Zusammenhang, einige fanden bessere Ergebnisse bei moderatem Verzehr, und eine Querschnittsstudie fand beim höchsten Verzehr mehr leichte kognitive Beeinträchtigungen.Nur Englisch; kleine Zahl heterogener Studien; keine Metaanalyse; Überwiegend beobachtend (Querschnitts- und Fall-Kontroll-Studien eingeschlossen); Residual Confounding und umgekehrte Kausalität (kognitiver Abbau kann die Ernährung verändern)moderatC-SRC-05
I-INTA-14Effect of different cooking methods on glycaemic index of Indian and Pakistani basmati rice varieties.
Gunathilaka MD et al.
2015PMID 26132185
DOI 10.4038/cmj.v60i2.7545
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde Erwachsene im Alter von 20–30 Jahren, BMI 18,5–23,5Zwei Basmatisorten hatten bei 10 Freiwilligen einen niedrigen (indisch) bzw. mittleren (pakistanisch) glykämischen Index.n = 10; Große SDniedrigC-SRC-18
I-INTA-15Rice variety and processing: contribution to glycaemic response.
Nisanka T U et al.
2016PMID 28076944
DOI 10.4038/cmj.v61i4.8381
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde FreiwilligeBei 11 Freiwilligen hatte eine Basmatisorte einen hohen GI (73), parboiled Reis dagegen einen niedrigen GI (40).n = 11; Lokale SortenniedrigC-SRC-18
I-INTA-16Relationship between Physicochemical and Cooking Quality Parameters with Estimated Glycaemic Index of Rice Varieties.
Pereira CL et al.
2023PMID 38201163
DOI 10.3390/foods13010135
Labor-/ZellstudieHandelsübliche ReissortenIn Labortests hatten Basmati und ein Langkornreis den niedrigsten geschätzten glykämischen Index.In-vitro-Schätzung, kein GI am MenschenniedrigC-SRC-18
I-INTA-17The Glycemic Index of Rice and Rice Products: A Review, and Table of GI Values.
Kaur B et al.
2016PMID 25590950
DOI 10.1080/10408398.2012.717976
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendNein: Die Wirkung von Reis auf den Blutzucker hängt von der Sorte ab, davon, wie er verarbeitet wird, und davon, womit er gegessen wird.Narrativ; Das Abstract nennt keine konkreten WertemoderatC-SRC-18
I-INTA-18Impact of Peptide Structure on Colonic Stability and Tissue Permeability.
Taherali F et al.
2023PMID 37514143
DOI 10.3390/pharmaceutics15071956
Labor-/ZellstudieNicht zutreffendPeptidhormone wie Oxytocin werden im Darm abgebaut und schlecht aufgenommen; deshalb werden sie meist gespritzt.In vitro/ex vivo; Dickdarmmodell, keine Verdauung von Milch im gesamten DarmniedrigC-SRC-29
I-INTB-01Mechanisms of Insulin Action and Insulin Resistance.
Petersen MC, Shulman GI
2018PMID 30067154
DOI 10.1152/physrev.00063.2017
Narrativer ÜbersichtsartikelPhysiologische Literatur zu Mensch und TierInsulinresistenz in Muskel, Leber und Fettgewebe ist ein zentraler Prozess beim Typ-2-Diabetes; einige Mechanismen sind noch umstritten.Narrativ, nicht systematisch; Nur Abstract geprüftmoderatC-SRC-37
I-INTB-02Slow glucose removal rate and hyperinsulinemia precede the development of type II diabetes in the offspring of diabetic parents.
Warram JH et al.
1990PMID 2240915
DOI 10.7326/0003-4819-113-12-909
Kohortenstudie155 normoglykämische Nachkommen von zwei Elternteilen mit Typ-2-Diabetes und 186 Kontrollpersonen ohne Familienanamnese, Alter 16–60Bei Nachkommen mit hohem Risiko sagte eine langsame Glukoseverwertung mit hohen Insulinspiegeln einen Diabetes ein bis zwei Jahrzehnte später voraus.Ausgewählte Hochrisikobevölkerung (beide Eltern mit Diabetes); Der IVGTT ist ein indirekter Index der InsulinempfindlichkeitmoderatC-SRC-37
I-INTB-03Insulin resistance and hyperinsulinemia: is hyperinsulinemia the cart or the horse?
Shanik MH et al.
2008PMID 18227495
DOI 10.2337/dc08-s264
Narrativer ÜbersichtsartikelTier- und HumanstudienDie Belege deuten darauf hin, dass hohes Insulin sowohl Folge als auch Treiber der Insulinresistenz sein kann.Narrativ, selektiv; Überwiegend Tierdaten und indirekte HumandatenniedrigC-SRC-37
I-INTB-04Neoadjuvant chemotherapy induces breast cancer metastasis through a TMEM-mediated mechanism.
Karagiannis GS et al.
2017PMID 28679654
DOI 10.1126/scitranslmed.aan0026
TierstudieMäuse mit Mammakarzinomen im Frühstadium (~11 je Gruppe geplant; bis zu 25 % je Teilabbildung entfernt); 20 Patientinnen mit ER+/HER2- Brustkrebs und Resterkrankung (RCB 2–3) nach neoadjuvantem wöchentlichem Paclitaxel, gefolgt von 4 Zyklen Doxorubicin plus Cyclophosphamid; separate Feinnadelaspirate von 5 Patientinnen vor und 1 Woche nach der zweiten Paclitaxel-DosisBei Mäusen und in menschlichen Resttumoren erhöhte Chemotherapie Marker für die Ausstreuung von Krebszellen.Vorwiegend Tierdaten; Dosierungsschemata weichen von der klinischen Praxis ab; Analyse am Menschen: nur 20 ausgewählte Patientinnen mit Resterkrankung (Non-Responder), unverblindete TMEM-Bewertung, nur Surrogatmarker, keine Rezidiv- oder Überlebensanalyse (Nachbeobachtung unzureichend)moderatC-CHM-10
I-INTB-05Twenty-five-year follow-up of a randomized trial comparing radical mastectomy, total mastectomy, and total mastectomy followed by irradiation.
Fisher B et al.
2002PMID 12192016
DOI 10.1056/NEJMoa020128
Randomisierte kontrollierte Studie1079 Frauen mit klinisch nodal-negativem und 586 mit klinisch nodal-positivem BrustkrebsÜber 25 Jahre lebten Frauen ohne routinemäßige Achsellymphknoten-Entfernung ebenso lange wie Frauen mit radikaler Mastektomie.Älterer Kontext von Chirurgie und systemischer Therapie; Nur Abstract geprüfthochC-SRC-45
I-INTB-06Effect of Axillary Dissection vs No Axillary Dissection on 10-Year Overall Survival Among Women With Invasive Breast Cancer and Sentinel Node Metastasis: The ACOSOG Z0011 (Alliance) Randomized Clinical Trial.
Giuliano AE et al.
2017PMID 28898379
DOI 10.1001/jama.2017.11470
Randomisierte kontrollierte StudieFrauen mit klinischem invasivem Brustkrebs T1–T2, ohne tastbare Lymphknotenvergrößerung, mit 1–2 positiven Wächterlymphknoten, behandelt mit Lumpektomie, Ganzbrustbestrahlung und systemischer TherapieBei Frauen mit 1–2 positiven Wächterlymphknoten verschlechterte der Verzicht auf die vollständige Achsellymphknoten-Entfernung das 10-Jahres-Überleben nicht.Vorzeitig beendet: 891 von 1900 geplanten Patientinnen und 110 von 500 geplanten Todesfällen, daher zu geringe Power; weite Nichtunterlegenheitsgrenze (HR 1,3); Obergrenze der adjustierten HR (1,28) nahe an der GrenzehochC-SRC-45
I-INTB-07Completion Dissection or Observation for Sentinel-Node Metastasis in Melanoma.
Faries MB et al.
2017PMID 28591523
DOI 10.1056/NEJMoa1613210
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten im Alter von 18–75 Jahren mit klinisch lokalisiertem kutanem Melanom, ECOG 0–1, einer Lebenserwartung ohne Melanom von >=10 Jahren und einem tumorpositiven Wächterlymphknoten (nach Standardpathologie oder Multimarker-RT-PCR-Test); geringe Tumorlast in den Lymphknoten (Median der größten Ablagerung 0,61–0,67 mm)Die komplettierende Lymphknotenentfernung verbesserte das melanomspezifische Überleben nicht, verursachte aber mehr Lymphödeme.Kurze mediane Nachbeobachtung (43 Monate) für das melanomspezifische Überleben; Ergebnisse nach einer Zwischenanalyse veröffentlicht; Der Haupttext berichtet die Per-Protokoll- statt der ITT-Analyse; 140 Patientinnen und Patienten der Dissektionsgruppe lehnten die Operation ab (unterschieden sich in prognostischen Faktoren)hochC-SRC-45
I-INTB-08Incidence of unilateral arm lymphoedema after breast cancer: a systematic review and meta-analysis.
DiSipio T et al.
2013PMID 23540561
DOI 10.1016/S1470-2045(13)70076-7
MetaanalyseBrustkrebsüberlebendeEtwa 1 von 5 Überlebenden entwickelt ein Armlymphödem; das Risiko ist nach vollständiger Achsellymphknoten-Entfernung etwa viermal höher.Heterogene Diagnoseverfahren; BeobachtungsstudienmoderatC-SRC-45
I-INTB-09Frequency and impact of nonadherence to immunosuppressants after renal transplantation: a systematic review.
Butler JA et al.
2004PMID 15021846
DOI 10.1097/01.tp.0000110408.83054.88
MetaanalyseErwachsene NierentransplantierteDie Nichteinnahme von Immunsuppressiva war mit etwa siebenfach höheren Odds eines Transplantatversagens verbunden.Therapietreue überwiegend per Selbstauskunft gemessen; Ältere StudienmoderatC-SRC-46
I-INTB-10A prospective, randomized, double-blind, placebo-controlled multicenter trial comparing early (7 day) corticosteroid cessation versus long-term, low-dose corticosteroid therapy.
Woodle ES et al.
2008PMID 18936569
DOI 10.1097/SLA.0b013e318187d1da
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene Empfängerinnen und Empfänger von Nieren verstorbener und lebender Spender ohne verzögerte Transplantatfunktion, unter Tacrolimus/MMF/AntikörperinduktionBei fortgesetztem Tacrolimus und MMF führte ein frühes Absetzen der Steroide zu ähnlichem 5-Jahres-Transplantatüberleben, aber zu mehr leichten Abstoßungen.Ausgewählte Transplantierte mit niedrigem Risiko; Nur Abstract geprüfthochC-SRC-46
I-INTB-11KDIGO clinical practice guideline for the care of kidney transplant recipients.
KDIGO Transplant Work Group
2009PMID 19845597
DOI 10.1111/j.1600-6143.2009.02834.x
Leitlinie / StellungnahmeErwachsene und Kinder nach NierentransplantationGibt Empfehlungen zu Immunsuppression und Kontrollen nach Nierentransplantation.Nur Abstract geprüft; konkreter Empfehlungstext hier nicht überprüft; 2009moderatC-SRC-46
I-INTB-12Global, regional, and national burden of chronic kidney disease, 1990-2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017.
GBD Chronic Kidney Disease Collaboration
2020PMID 32061315
DOI 10.1016/S0140-6736(20)30045-3
RisikobewertungBevölkerungen von 195 Ländern und Territorien (GBD 2017), alle Altersgruppen, beide GeschlechterEtwa 9 % der Weltbevölkerung (698 Millionen Menschen) hatten 2017 eine chronische Nierenerkrankung (CKD), davon etwa 7,1 Millionen in Ägypten; Diabetes verursachte fast ein Drittel der Krankheitslast.Vielen Ländern fehlen bevölkerungsbasierte CKD-Primärdaten; Schätzungen stützen sich auf Kovariaten und Nachbarländer; Eine einzelne eGFR/ACR-Messung kann die Prävalenz um 25–50 % überschätzen (Autoren)moderatC-SRC-47
I-INTB-13Vaccines for preventing influenza in healthy adults.
Demicheli V et al.
2018PMID 29388196
DOI 10.1002/14651858.CD001269.pub6
MetaanalyseGesunde Erwachsene von 16–65 Jahren einschließlich SchwangererDie Impfung halbiert bestätigte Influenzafälle ungefähr (2,3 % auf 0,9 %); der absolute Nutzen ist bescheiden.Alte Studien; Saisonale SchwankungenhochC-SRC-47 C-SRC-56
I-INTB-14Non-invasive diagnostic tests for Helicobacter pylori infection.
Best LM et al.
2018PMID 29543326
DOI 10.1002/14651858.CD012080.pub2
MetaanalyseMenschen mit Verdacht auf eine H.-pylori-InfektionAtemtests sind sehr genau, Blut- und Stuhltests etwas weniger; in einem Modellszenario etwa 46 falsch-positive Ergebnisse pro 1000 Getestete.Indirekte Vergleiche; Unterschiedliche GrenzwertehochC-SRC-50
I-INTB-15Contribution of vaccination to improved survival and health: modelling 50 years of the Expanded Programme on Immunization.
Shattock AJ et al.
2024PMID 38705159
DOI 10.1016/S0140-6736(24)00850-X
RisikobewertungBevölkerungen von 194 WHO-Mitgliedstaaten, alle AltersgruppenImpfstoffe gegen 14 Krankheiten haben seit 1974 schätzungsweise 154 Millionen Todesfälle verhindert (etwa 94 Millionen allein durch die Masernimpfung), überwiegend bei kleinen Kindern.Das kontrafaktische Szenario (keine Impfungen) ist nicht beobachtbar; die Ergebnisse hängen von Modellstruktur und Annahmen ab; Keine interpretierbaren Unsicherheitsintervalle für die Endschätzungen (Aussage der Autoren)moderatC-SRC-56
I-INTB-16Vaccines for measles, mumps, rubella, and varicella in children.
Di Pietrantonj C et al.
2021PMID 34806766
DOI 10.1002/14651858.CD004407.pub5
Systematischer ReviewGesunde Kinder bis 15 JahreEine Dosis verhindert etwa 95 % der Masernfälle; schwere Nebenwirkungen sind selten, und ein Zusammenhang mit Autismus wurde nicht gefunden.Zur Wirksamkeit überwiegend Beobachtungsdaten; Nur Abstract geprüfthochC-SRC-56
I-INTB-17Vaccines are not associated with autism: an evidence-based meta-analysis of case-control and cohort studies.
Taylor LE, Swerdfeger AL, Eslick GD
2014PMID 24814559
DOI 10.1016/j.vaccine.2014.04.085
MetaanalyseKinderBei über 1,2 Millionen Kindern war die Impfung nicht mit Autismus verbunden.Beobachtungsdaten; Nur Abstract geprüftmoderatC-SRC-56
I-INTB-18Efficacy and safety of more intensive lowering of LDL cholesterol: a meta-analysis of data from 170,000 participants in 26 randomised trials.
CTT Collaboration, Baigent C et al.
2010PMID 21067804
DOI 10.1016/S0140-6736(10)61350-5
MetaanalyseTeilnehmende von 26 randomisierten Statinstudien: 5 Studien zu intensiverer vs. weniger intensiver Statintherapie (8.659 Patientinnen und Patienten mit akutem Koronarsyndrom und 30.953 mit stabiler koronarer Herzkrankheit) und 21 Studien zu Statin vs. Kontrolle (u. a. Primärprävention, Diabetes, Hämodialyse, Herzinsuffizienz, koronare Herzkrankheit)Jede LDL-Senkung um 1 mmol/L verringerte schwere Gefäßereignisse um etwa ein Fünftel und Todesfälle um 10 %, ohne mehr Krebs.Die meisten Studien industriefinanziert; IPD fehlen für 3 geeignete Studien (11.342 Patientinnen und Patienten); unter Einbeziehung ihrer publizierten Daten zu hämorrhagischen Schlaganfällen ergibt sich ein signifikanter ÜberschusshochC-SRC-60
I-INTB-19Effect of statin therapy on muscle symptoms: an individual participant data meta-analysis of large-scale, randomised, double-blind trials.
Cholesterol Treatment Trialists' Collaboration
2022PMID 36049498
DOI 10.1016/S0140-6736(22)01545-8
MetaanalyseTeilnehmende von 19 doppelblinden Studien Statin vs. Placebo (Durchschnittsalter 63 Jahre, 27,9 % Frauen, 48,1 % mit vorbestehender Gefäßerkrankung, 18,5 % Diabetes) und 4 doppelblinden Studien intensiver vs. weniger intensiver Statintherapie (alle mit Gefäßerkrankung, Durchschnittsalter 62)Statine verursachen ein kleines Mehr an leichten Muskelschmerzen, überwiegend im ersten Jahr; die meisten Muskelbeschwerden werden nicht durch das Statin verursacht.Heterogene Erfassung von Muskelbeschwerden zwischen den Studien (Meldungen im ersten Jahr 1,0 % bis 60,5 %); CK bei <6,2 % der Symptommeldungen gemessenhochC-SRC-60
I-INTB-20Statins and risk of incident diabetes: a collaborative meta-analysis of randomised statin trials.
Sattar N et al.
2010PMID 20167359
DOI 10.1016/S0140-6736(09)61965-6
MetaanalyseTeilnehmende von Statin-EndpunktstudienEtwa ein zusätzlicher Diabetesfall pro 255 Menschen, die 4 Jahre behandelt werden.Diabetes war kein primärer Endpunkt der Studien; Nur Abstract geprüfthochC-SRC-60
I-INTB-21Low cigarette consumption and risk of coronary heart disease and stroke: meta-analysis of 141 cohort studies in 55 study reports.
Hackshaw A et al.
2018PMID 29367388
DOI 10.1136/bmj.j5855
MetaanalyseAllgemein gesunde Erwachsene in prospektiven Kohorten (reine Hochrisikokohorten ausgeschlossen); für KHK bei Männern etwa 3,07 Millionen Teilnehmende und >75.000 Fälle; Schlaganfall bei Männern etwa 3,53 Millionen und >73.000 Fälle; KHK bei Frauen etwa 2,56 Millionen und >36.000 Fälle; Schlaganfall bei Frauen etwa 3,78 Millionen und 62.000 FälleEine Zigarette am Tag bringt etwa die Hälfte des Herzkrankheitsrisikos von 20 am Tag mit sich.Eine einzige Datenbank (Medline), nur Englisch; kein registriertes Protokoll; Nur aggregierte Daten; log-lineare Modellierung von Kategoriemittelpunkten; Korrelation innerhalb der Studien nicht vollständig modelliertmoderatC-SRC-62
I-INTB-22A longitudinal study of plasma and urinary cortisol in pregnancy and postpartum.
Jung C et al.
2011PMID 21367926
DOI 10.1210/jc.2010-2395
Kohortenstudie20 Schwangere, 12 Anwenderinnen oraler Kontrazeptiva, 15 KontrollpersonenDas Gesamtcortisol stieg bis zum dritten Trimester etwa auf das Dreifache, das freie Cortisol auf das 1,6-Fache.Kleine Stichprobe; Nur Abstract geprüftmoderatC-SRC-65
I-INTB-23Intra-abdominal pressure, intra-abdominal hypertension, and pregnancy: a review.
Chun R, Kirkpatrick AW
2012PMID 22873421
DOI 10.1186/2110-5820-2-S1-S5
Narrativer ÜbersichtsartikelSchwangere und Frauen rund um die Geburt, insbesondere kritisch kranke Gebärende; Fall einer 16-Jährigen in etwa der 32. Woche mit ARDS durch Influenza ADer Druck im Bauchraum ist gegen Ende der Schwangerschaft wahrscheinlich erhöht, aber die meisten Frauen passen sich daran an; eine Rolle bei Präeklampsie ist nur eine Hypothese. Cortisol wird nicht erörtert.Narrativer Übersichtsartikel ohne systematische Suche oder Bewertung; Die Evidenz für einen Zusammenhang zwischen IAH und Präeklampsie beschränkt sich auf Hypothesen, zwei Fallberichte und historische/tierexperimentelle DatenniedrigC-SRC-65
I-INTC-01Water, hydration, and health.
Popkin BM et al.
2010PMID 20646222
DOI 10.1111/j.1753-4887.2010.00304.x
Narrativer ÜbersichtsartikelAllgemeinbevölkerung (Review)Wasser ist ein lebenswichtiger Nährstoff; ohne Wasser stirbt ein Mensch innerhalb von Tagen. Langzeitstudien zur idealen Zufuhr fehlen.Narrativer, nicht systematischer Review; Von einem Flaschenwasser-Unternehmen (Nestlé Waters) finanziert, mit Beratung durch Mitarbeitende des UnternehmensmoderatC-SYS-04 C-SYS-05 C-GUT-08
I-INTC-02Risk-benefit analysis of micronutrients.
Renwick AG et al.
2004PMID 15500928
DOI 10.1016/j.fct.2004.07.013
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffend (Methodenpapier)Die Risikobewertung von Nährstoffen wägt das Risiko eines Mangels gegen das Risiko eines Übermaßes ab.Methodischer Vorschlag; keine empirischen Endpunktdaten; Nur MikronährstoffemoderatC-SYS-04 C-SYS-05
I-INTC-035. Facilitating Positive Health Behaviors and Well-being to Improve Health Outcomes: Standards of Care in Diabetes-2026.
American Diabetes Association Professional Practice Committee
2026PMID 41358898
DOI 10.2337/dc26-S005
Leitlinie / StellungnahmeMenschen mit Prädiabetes oder DiabetesEs gibt nicht die eine Diät bei Diabetes; die Mahlzeiten sollten mit einer Ernährungsfachkraft individuell geplant werden, und Medikamente müssen bei einer Ernährungsumstellung gegebenenfalls angepasst werden.Auf die USA ausgerichtet; Nur die hier zitierten Ernährungspassagen wurden im Detail gelesenhochC-SYS-08
I-INTC-04Executive summary of the KDIGO 2024 Clinical Practice Guideline for the Management of Lupus Nephritis.
Rovin BH et al.
2024PMID 38182299
DOI 10.1016/j.kint.2023.09.001
Leitlinie / StellungnahmePatientinnen und Patienten mit LupusnephritisEine Nierenbeteiligung bei Lupus wird mit spezifischen Medikamenten behandelt; die Leitlinie wurde 2024 nach der Zulassung zweier neuer Medikamente aktualisiert.Nur das Abstract wurde gelesen; die Empfehlungen selbst wurden nicht geprüfthochC-EGG-03
I-INTC-05Bologna guidelines for diagnosis and management of adhesive small bowel obstruction (ASBO): 2017 update of the evidence-based guidelines from the world society of emergency surgery ASBO working group.
Ten Broek RPG et al.
2018PMID 29946347
DOI 10.1186/s13017-018-0185-2
Leitlinie / StellungnahmePatientinnen und Patienten mit DünndarmverschlussEin Darmverschluss ist ein Notfall mit Schmerzen, Erbrechen und Schwellung; er wird meist durch Narbengewebe nach Operationen, Hernien oder Tumoren verursacht.Einige Empfehlungen beruhen auf begrenzter EvidenzhochC-GUT-03 C-GUT-09 C-UPF-10
I-INTC-06Incretin hormones: Their role in health and disease.
Nauck MA et al.
2018PMID 29364588
DOI 10.1111/dom.13129
Narrativer ÜbersichtsartikelMenschen (Physiologie und klinische Studien)Nach dem Essen bringen Darmhormone und steigender Blutzucker die Bauchspeicheldrüse dazu, Insulin auszuschütten; Glukose über den Mund löst 2- bis 3-mal mehr Insulin aus als Glukose, die in eine Vene gegeben wird.Narrativer Übersichtsartikel; Nur Abstract geprüftmoderatC-GUT-03
I-INTC-07Saliva and gastrointestinal functions of taste, mastication, swallowing and digestion.
Pedersen AM et al.
2002PMID 12108756
DOI 10.1034/j.1601-0825.2002.02851.x
Narrativer ÜbersichtsartikelMenschenKauen und Speichel beginnen die Verdauung und helfen, einen schluckbaren Bissen zu formen.Narrativ; Abstract ohne quantitative DatenmoderatC-GUT-09
I-INTC-08Review of the diagnosis and management of gastrointestinal bezoars.
Iwamuro M et al.
2015PMID 25901212
DOI 10.4253/wjge.v7.i4.336
Narrativer ÜbersichtsartikelPatientinnen und Patienten mit BezoarenBezoare verursachen 0,4–4,8 % der Darmverschlüsse, vor allem bei Menschen mit Magenoperation oder langsamer Magenentleerung.Narrativ; beruht teilweise auf einer eigenen kleinen FallserieniedrigC-GUT-09
I-INTC-09Bariatric surgery and the incidence of rheumatoid arthritis - a Swedish Obese Subjects study.
Maglio C et al.
2020PMID 31321442
DOI 10.1093/rheumatology/kez275
KohortenstudieErwachsene im Alter von 37–60 Jahren mit Adipositas (BMI >=34 Männer, >=38 Frauen) ohne bestehende RA, rekrutiert in 25 chirurgischen Abteilungen und 480 Zentren der PrimärversorgungÜber im Median 21 Jahre entwickelten Menschen nach einer Operation zur Gewichtsabnahme nicht häufiger eine rheumatoide Arthritis als gematchte Kontrollpersonen.Nicht randomisiert (Ethikkommissionen erlaubten 1987 keine Randomisierung); die Operationsgruppe hatte zu Beginn höheren BMI, höheres CRP und mehr Rauchende; RA war kein vorab festgelegter SOS-Endpunkt; die Autoren geben an, dass die Studie möglicherweise zu wenig Power hat (92 Ereignisse)moderatC-BAR-13
I-INTC-10Systematic review: Outcomes of bariatric surgery in patients with inflammatory bowel disease and de-novo IBD development after bariatric surgery.
Mian A et al.
2023PMID 35660070
DOI 10.1016/j.surge.2022.04.008
Systematischer ReviewPatientinnen und Patienten mit oder ohne CED, die sich einer Adipositasoperation unterziehenEinige Studien berichten über eine neue chronisch-entzündliche Darmerkrankung nach einer Operation zur Gewichtsabnahme, aber wie häufig das ist und ob die Operation sie verursacht, ist unbekannt.Überwiegend Fallberichte/-serien und Beobachtungsdaten; Kein Inzidenzvergleich im AbstractniedrigC-BAR-13
I-INTC-11Fibromyalgia and obesity: A comprehensive systematic review and meta-analysis.
D'Onghia M et al.
2021PMID 33676126
DOI 10.1016/j.semarthrit.2021.02.007
MetaanalysePatientinnen und Patienten mit FibromyalgieEtwa jeder dritte Mensch mit Fibromyalgie hat Adipositas; erste Studien deuten darauf hin, dass Gewichtsabnahme, auch durch eine Operation, die Beschwerden lindern könnte.Hohes Biasrisiko der eingeschlossenen Studien; Wenige Studien zur GewichtsabnahmemoderatC-BAR-13
I-INTC-12Does breast feeding provide protection against acute appendicitis? A case-control study.
Alves JG et al.
2008PMID 18820196
DOI 10.1258/td.2008.070404
Fall-Kontroll-StudieKinder mit histologisch bestätigter Blinddarmentzündung und ihre GeschwisterIn einer kleinen Studie hatten länger gestillte Kinder seltener eine Blinddarmentzündung als ihre Geschwister.Klein; Erinnerung an das StillenniedrigC-ORG-02
I-INTC-13Risk factors of obstructive sleep apnea syndrome in children.
Xu Z et al.
2020PMID 32131901
DOI 10.1186/s40463-020-0404-1
QuerschnittsstudieKinder im Alter von 2–15 Jahren mit Schnarchen, die im Schlafzentrum des Beijing Children's Hospital eine Polysomnographie erhielten, überwiegend von HNO- oder Lungenfachärzten überwiesenVergrößerte Mandeln und Polypen, Adipositas und männliches Geschlecht waren mit Schlafapnoe verbunden; Stillen ebenfalls, wahrscheinlich wegen anderer Faktoren.Stark selektierte überwiesene Population (schnarchende Kinder, 64 % OSAS); nicht auf die Allgemeinbevölkerung übertragbar; Querschnittsstudie; Exposition Jahre später von den Eltern erinnertniedrigC-ORG-02
I-INTC-14Breastfeeding in the 21st century: epidemiology, mechanisms, and lifelong effect.
Victora CG et al.
2016PMID 26869575
DOI 10.1016/S0140-6736(15)01024-7
MetaanalyseKinder und Mütter weltweitStillen schützt Kinder vor Infektionen und hat weitere Vorteile; dass es Operationen an Mandeln oder Blinddarm verhindert, wird hier nicht gezeigt.Für viele Endpunkte beobachtende Evidenz; Endpunkte zu Mandeln, Polypen und Blinddarmentzündung im Abstract nicht erwähnthochC-ORG-02
I-INTC-15Instant noodle intake and dietary patterns are associated with distinct cardiometabolic risk factors in Korea.
Shin HJ et al.
2014PMID 24966409
DOI 10.3945/jn.113.188441
QuerschnittsstudieErwachsene von 19–64 JahrenFrauen, die zweimal pro Woche oder öfter Instantnudeln aßen, hatten häufiger ein metabolisches Syndrom (OR 1,68).Querschnittlich; Auf Verzehrshäufigkeitsfragebogen (FFQ) basierendmoderatC-UPF-10
I-LEG-01Legume Consumption and Risk of All-Cause and Cause-Specific Mortality: A Systematic Review and Dose-Response Meta-Analysis of Prospective Studies.
Zargarzadeh N et al.
2023PMID 36811595
DOI 10.1016/j.advnut.2022.10.009
MetaanalyseErwachsene Allgemeinbevölkerungen (Alter >=18 J.) ohne Vorerkrankung; 5 US-amerikanische, 14 europäische, 10 asiatische, 1 australische und 2 internationale KohortenMenschen, die mehr Hülsenfrüchte aßen, hatten ein um etwa 6 % geringeres Risiko, an irgendeiner Ursache zu sterben.Beobachtungsdaten: Residual Confounding (verbleibende Störfaktoren) und Healthy-User-Effekte möglich; Erhebliche Heterogenität (I2 ~65 % für Gesamtsterblichkeit)moderatC-LEG-01 C-LEG-02 C-LEG-04 C-LEG-07 C-LEG-13 C-VEG-16
I-LEG-02Effect of dietary pulse intake on established therapeutic lipid targets for cardiovascular risk reduction: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.
Ha V et al.
2014PMID 24710915
DOI 10.1503/cmaj.131727
MetaanalyseErwachsene in RCTsEtwa eine Portion Hülsenfrüchte täglich senkte in randomisierten Studien das LDL-Cholesterin.Kurze Studien; Qualität unterschiedlichmoderatC-LEG-01 C-LEG-04 C-LEG-07 C-LEG-13 C-VEG-16
I-LEG-03Effects of non-soy legume consumption on C-reactive protein: a systematic review and meta-analysis.
Salehi-Abargouei A et al.
2015PMID 25837205
DOI 10.1016/j.nut.2014.10.018
MetaanalyseErwachsene in RCTsStudien fanden keinen Anstieg des CRP durch den Verzehr von Hülsenfrüchten; die Werte sanken eher.Klein; Insgesamt nicht signifikantmoderatC-LEG-01 C-LEG-02
I-LEG-04Consumption of nuts and legumes and risk of incident ischemic heart disease, stroke, and diabetes: a systematic review and meta-analysis.
Afshin A et al.
2014PMID 24898241
DOI 10.3945/ajcn.113.076901
MetaanalyseErwachseneRegelmäßiger Verzehr von Hülsenfrüchten war mit einem um 14 % geringeren Risiko für Herzkrankheiten verbunden.Wenige Studien zu Hülsenfrüchten (5 zur ischämischen Herzkrankheit)moderatC-LEG-01 C-LEG-04 C-LEG-13
I-LEG-05Study of Glucose-6-Phosphate Dehydrogenase Deficiency: 5 Years Retrospective Egyptian Study.
Hagag AA et al.
2018PMID 28982343
DOI 10.2174/1871530317666171003160350
Fallserie / FallberichtKinder mit Anämie bei G6PD-Mangel, Universitätsklinikum TantaBei 1.000 ägyptischen Kindern mit G6PD-Mangel wurde die Hämolyse am häufigsten durch Ackerbohnen und Falafel ausgelöst.Retrospektiv; Auslöser aus der Anamnese; Einzelnes ZentrumniedrigC-LEG-03 C-LEG-05
I-LEG-06Prevalence of glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency in jaundiced Egyptian neonates.
Abo El Fotoh WM et al.
2016PMID 26866975
DOI 10.3109/14767058.2016.1148133
QuerschnittsstudieNeugeborene mit indirekter HyperbilirubinämieEtwa 9 % der Neugeborenen mit Gelbsucht hatten einen G6PD-Mangel.Ausgewählte Stichprobe (Neugeborene mit Gelbsucht); keine BevölkerungsprävalenzniedrigC-LEG-03
I-LEG-07Glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency and sulfadimidin acetylation phenotypes in Egyptian oases.
Hussein L et al.
1992PMID 1590743
DOI 10.1007/BF02399702
QuerschnittsstudieMänner aus zwei Oasen5,9 % von 1.315 in zwei Oasen untersuchten Männern hatten einen G6PD-Mangel.Nur Oasen; altniedrigC-LEG-03
I-LEG-08Glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency.
Luzzatto L et al.
2020PMID 32702756
DOI 10.1182/blood.2019000944
Narrativer ÜbersichtsartikelWeltweitEtwa 500 Millionen Menschen haben einen G6PD-Mangel; Ackerbohnen, manche Medikamente und Infektionen lösen eine Hämolyse aus.NarrativmoderatC-LEG-03 C-LEG-05
I-LEG-09The global prevalence of glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency: a systematic review and meta-analysis.
Nkhoma ET et al.
2009PMID 19233695
DOI 10.1016/j.bcmd.2008.12.005
MetaanalyseBevölkerungen in 88 LändernWeltweit haben etwa 400 Millionen Menschen einen G6PD-Mangel; am häufigsten in Afrika südlich der Sahara.Heterogenität; Länderzahlen nicht im AbstractmoderatC-LEG-03
I-LEG-10Exposure to soy-based formula in infancy and endocrinological and reproductive outcomes in young adulthood.
Strom BL et al.
2001PMID 11497534
DOI 10.1001/jama.286.7.807
KohortenstudieErwachsene im Alter von 20–34 JahrenKeine wesentlichen gesundheitlichen Unterschiede im jungen Erwachsenenalter; etwas längere Menstruationsblutung bei Frauen.Selbstauskunft; Viele Endpunkte (multiples Testen)moderatC-LEG-10
I-LEG-11Randomized trial of peanut consumption in infants at risk for peanut allergy.
Du Toit G et al.
2015PMID 25705822
DOI 10.1056/NEJMoa1414850
Randomisierte kontrollierte StudieSäuglinge im Alter von 4 bis <11 Monaten mit schwerem Ekzem, Hühnereiallergie oder beidem; Haut-Prick-Quaddel 0 mm (n=542) oder 1-4 mm (n=98); Säuglinge mit Quaddeln >4 mm (76/834 Gescreenten, 9,1 %) ausgeschlossenBabys mit hohem Risiko, die früh Erdnuss aßen, entwickelten weit seltener eine Erdnussallergie als diejenigen, die sie mieden.Offen (open-label); kein Placebo; Nur Säuglinge mit hohem Risiko; solche mit SPT >4 mm ausgeschlossenhochC-LEG-11
I-LEG-12Food anaphylaxis in the United Kingdom: analysis of national data, 1998-2018.
Baseggio Conrado A et al.
2021PMID 33597169
DOI 10.1136/bmj.n251
Ökologische StudieGesamte Bevölkerung des Vereinigten Königreichs (England, Schottland, Wales, Nordirland)Erdnuss/Baumnuss verursachten mindestens 46 % der Todesfälle durch Lebensmittelanaphylaxie; Kuhmilch ist bei Schulkindern inzwischen die häufigste Einzelursache.Fehler in der administrativen Kodierung (Auslöser und Diagnose); Fälle nur in der Notaufnahme ausgeschlossen; Krankenhausaufnahmen sind ein schlechter Surrogatmarker für die Anaphylaxie-Inzidenz (Autoren)moderatC-LEG-11
I-LEG-13Efficacy of a low FODMAP diet in irritable bowel syndrome: systematic review and network meta-analysis.
Black CJ et al.
2022PMID 34376515
DOI 10.1136/gutjnl-2021-325214
MetaanalyseReizdarmpatientinnen und -patientenÜber 13 Studien hinweg war eine Low-FODMAP-Ernährung die wirksamste Ernährungsform gegen Reizdarmbeschwerden.Probleme mit der Verblindung; Keine Daten zur WiedereinführungmoderatC-LEG-12
I-MEAT-01IARC Monographs Volume 114: Red Meat and Processed Meat (with IARC Q&A and Press Release No. 240)
International Agency for Research on Cancer (IARC)
2018 (evaluation 2015)RisikobewertungEpidemiologische und mechanistische LiteraturEtwa 18 % höheres Risiko pro 50 g verarbeitetes Fleisch am Tag; rotes Fleisch etwa 17 % pro 100 g, falls ursächlich.Gefahrenidentifizierung, nicht Ausmaß des Risikos; Evidenz für rotes Fleisch begrenzthochC-MEAT-01 C-MEAT-04
I-MEAT-02Carcinogenicity of consumption of red and processed meat.
Bouvard V et al.
2015PMID 26514947
DOI 10.1016/S1470-2045(15)00444-1
RisikobewertungentfälltGleiche Schlussfolgerungen wie I-MEAT-01 (kein Abstract verfügbar).Kein Abstract; Volltext nicht eingesehenmoderatC-MEAT-01
I-MEAT-03Red and processed meat and colorectal cancer incidence: meta-analysis of prospective studies.
Chan DS et al.
2011PMID 21674008
DOI 10.1371/journal.pone.0020456
MetaanalyseErwachsene in 24 prospektiven Studien: 12 nordamerikanische, EPIC (10 europäische Länder), Finnland, Niederlande, Japan (je 2), Australien, Kanada, Schweden, China, Singapur; 13 gemischtgeschlechtliche, 3 männliche, 8 weibliche Kohorten.Frisches rotes Fleisch RR 1,17 pro 100 g/Tag; verarbeitetes Fleisch RR 1,18 pro 50 g/Tag.Beobachtungsstudien; Residual Confounding kann nicht ausgeschlossen werden (Autorinnen und Autoren); der Zusammenhang war in einigen besser adjustierten Analysen abgeschwächt (z. B. NHS/HPFS); Keine formale Bewertung von Biasrisiko/Qualität der eingeschlossenen StudienmoderatC-MEAT-01
I-MEAT-04Reduction of Red and Processed Meat Intake and Cancer Mortality and Incidence: A Systematic Review and Meta-analysis of Cohort Studies.
Han MA et al.
2019PMID 31569214
DOI 10.7326/M19-0699
Metaanalyse>6 Millionen Teilnehmende (56 Kohorten)Sehr kleine absolute Verringerungen; geringe Evidenzsicherheit.Methodische Entscheidungen umstritten (Kommentare in der Literatur); Artikel korrigierthochC-MEAT-01
I-MEAT-05Unprocessed Red Meat and Processed Meat Consumption: Dietary Guideline Recommendations From the Nutritional Recommendations (NutriRECS) Consortium.
Johnston BC et al.
2019PMID 31569235
DOI 10.7326/M19-1621
Leitlinie / StellungnahmeErwachseneSchwache Empfehlung, den derzeitigen Verzehr beizubehalten.Umstritten; widerspricht den meisten Leitliniengremien; Artikel korrigiertmoderatC-MEAT-01
I-MEAT-06Teratogenicity of high vitamin A intake.
Rothman KJ et al.
1995PMID 7477116
DOI 10.1056/NEJM199511233332101
KohortenstudieSchwangere mit AFP-Screening oder AmniozenteseÜber 15.000 IE/Tag: 3,5-mal mehr Fehlbildungen von Strukturen an Kopf/Gesicht.Vitamin A aus der Nahrung selbst angegeben; Wenige exponierte FällemoderatC-MEAT-03
I-MEAT-07Foods to avoid in pregnancy (NHS)
NHS (UK National Health Service)
accessed 2026Leitlinie / StellungnahmeSchwangereLeber enthält viel Vitamin A, das dem Baby schaden kann.Spezifisch für das Vereinigte Königreich; keine Evidenzzusammenfassung auf der SeitehochC-MEAT-03
I-MEAT-08Purine-rich foods, dairy and protein intake, and the risk of gout in men.
Choi HK et al.
2004PMID 15014182
DOI 10.1056/NEJMoa035700
Kohortenstudie47.150 Männer ohne GichtFleisch RR 1,41; Milchprodukte RR 0,56.Nur Männer; Angehörige von Gesundheitsberufen; Innereien im Abstract nicht gesondert analysiertmoderatC-MEAT-03
I-MEAT-09Heme iron from meat and risk of colorectal cancer: a meta-analysis and a review of the mechanisms involved.
Bastide NM et al.
2011PMID 21209396
DOI 10.1158/1940-6207.CAPR-10-0113
Metaanalyse566.607 Personen; 4.734 FälleHöchste vs. niedrigste Häm-Aufnahme RR 1,18.Beobachtungsstudien; Häm-Schätzungen aus FFQmoderatC-MEAT-01
I-MEAT-10Well-done meat intake, heterocyclic amine exposure, and cancer risk.
Zheng W et al.
2009PMID 19838915
DOI 10.1080/01635580802710741
Narrativer ÜbersichtsartikelEpidemiologische StudienStudien deuten auf ein höheres Krebsrisiko bei durchgegartem Fleisch und HCA hin.Narrativ; Erfassung des Garungsgrads als Exposition unsicherniedrigC-MEAT-04
I-ODD-01Effect of intensive blood-glucose control with metformin on complications in overweight patients with type 2 diabetes (UKPDS 34). UK Prospective Diabetes Study (UKPDS) Group.
UKPDS Group
1998PMID 9742977Randomisierte kontrollierte StudieÜbergewichtige Personen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetes, mittleres Alter 53Metformin verringerte die Todesfälle jeglicher Ursache über 10 Jahre um etwa ein Drittel.Kleine Studienarme; Offen (open-label)moderatC-INS-11 C-ODD-01 C-ODD-05 C-ODD-06 C-ODD-07 C-ODD-11
I-ODD-02Empagliflozin, Cardiovascular Outcomes, and Mortality in Type 2 Diabetes.
Zinman B et al.
2015PMID 26378978
DOI 10.1056/NEJMoa1504720
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes mit hohem kardiovaskulärem RisikoDie Todesfälle sanken über etwa 3 Jahre von 8,3 % auf 5,7 %.Industriefinanziert; Ausgewählte HochrisikopopulationhochC-ODD-02 C-ODD-05 C-ODD-06
I-ODD-03Dapagliflozin in Patients with Chronic Kidney Disease.
Heerspink HJL et al.
2020PMID 32970396
DOI 10.1056/NEJMoa2024816
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit CKD (eGFR 25–75 ml/min/1,73 m2, Albumin-Kreatinin-Quotient im Urin 200–5000 mg/g) unter stabilem ACE-Hemmer/ARB, sofern verträglich; 67,5 % mit Typ-2-Diabetes; mittleres Alter 61,8 Jahre; 33,1 % Frauen; mittlere eGFR 43,1; mediane UACR 949Forxiga verringerte Nierenversagen und Todesfälle; die Studie wurde vorzeitig beendet, weil der Nutzen eindeutig war.Wegen Nutzens vorzeitig beendet (408 von geplanten 681 Ereignissen), was die Effektgröße überschätzen kann und die Teststärke für sekundäre Endpunkte verringert; Industriegesponsert mit Angestellten des Sponsors unter den Autorinnen und AutorenhochC-ODD-02 C-ODD-05 C-ODD-06
I-ODD-04Dapagliflozin in Patients with Heart Failure and Reduced Ejection Fraction.
McMurray JJV et al.
2019PMID 31535829
DOI 10.1056/NEJMoa1911303
Randomisierte kontrollierte StudieHFrEF NYHA II–IV, EF <= 40 %, mit/ohne DiabetesWeniger Verschlechterungen der Herzinsuffizienz und weniger Todesfälle mit Forxiga.Industriefinanziert; Ausgewählte HochrisikopopulationhochC-ODD-02 C-ODD-05 C-ODD-06
I-ODD-05Canagliflozin and Renal Outcomes in Type 2 Diabetes and Nephropathy.
Perkovic V et al.
2019PMID 30990260
DOI 10.1056/NEJMoa1811744
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene im Alter von >=30 Jahren mit Typ-2-Diabetes (HbA1c 6,5–12,0 %), eGFR 30 bis <90 ml/min/1,73 m2 und UACR >300–5000 mg/g unter stabilem, maximal verträglichem ACE-Hemmer/ARB; mittleres Alter 63,0 Jahre, 33,9 % Frauen, mittlerer HbA1c 8,3 %, mittlere eGFR 56,2, mediane UACR 927; 50,4 % mit Herz-Kreislauf-Erkrankung; 5,3 % frühere AmputationNierenversagen und Herzprobleme gingen um etwa ein Drittel zurück. Amputationen und Knochenbrüche waren nicht erhöht, aber die seltene Ketoazidose kam häufiger vor (11 vs. 1 Fall).Bei der Zwischenanalyse vorzeitig beendet (kann die Effektgröße überschätzen; geringere Teststärke für sekundäre Endpunkte), wie die Autorinnen und Autoren einräumen; Industriesponsoring und finanzielle Verbindungen der Autorinnen und AutorenhochC-ODD-05 C-ODD-06 C-ODD-02
I-ODD-06Liraglutide and Cardiovascular Outcomes in Type 2 Diabetes.
Marso SP et al.
2016PMID 27295427
DOI 10.1056/NEJMoa1603827
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes, HbA1c >=7,0 %, Alter >=50 mit bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung/CKD Stadium >=3/Herzinsuffizienz NYHA II–III oder Alter >=60 mit >=1 kardiovaskulären Risikofaktor; 81,3 % hatten eine bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung und/oder CKD; mittlere Diabetesdauer 12,8 Jahre; mittlerer HbA1c 8,7 %Weniger Herztodesfälle und weniger Todesfälle insgesamt. Pankreatitis war nicht erhöht, aber es gab mehr Gallensteinerkrankungen und einen kleinen, nicht signifikanten Überschuss an Bauchspeicheldrüsenkrebs.Industriegesponsert; der Sponsor wertete die Daten mit aus, und vier Autorinnen bzw. Autoren sind Angestellte des Sponsors mit Patenten; Population mit hohem Risiko (HbA1c >=7 %, überwiegend bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung); begrenzte Übertragbarkeit auf Patientinnen und Patienten mit niedrigerem RisikohochC-ODD-04 C-ODD-05 C-ODD-06
I-ODD-07Semaglutide and Cardiovascular Outcomes in Patients with Type 2 Diabetes.
Marso SP et al.
2016PMID 27633186
DOI 10.1056/NEJMoa1607141
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes, 83 % mit Herz-Kreislauf-Erkrankung/chronischer NierenerkrankungWeniger Herzinfarkte/Schlaganfälle, aber mehr diabetische Augenkomplikationen und Magen-Darm-Nebenwirkungen.Industriefinanziert; Ausgewählte HochrisikopopulationhochC-ODD-05 C-ODD-06
I-ODD-08Risk of fatal and nonfatal lactic acidosis with metformin use in type 2 diabetes mellitus.
Salpeter SR et al.
2010PMID 20393934
DOI 10.1002/14651858.CD002967.pub4
Systematischer ReviewTyp-2-Diabetes in Studien/Kohorten >= 1 MonatKeine Fälle von Laktatazidose in etwa 70.000 Patientenjahren der Metformin-Anwendung.Studien schlossen oft Hochrisikopatientinnen und -patienten aushochC-ODD-01
I-ODD-09Sodium-Glucose Cotransporter-2 Inhibitors and the Risk for Diabetic Ketoacidosis : A Multicenter Cohort Study.
Douros A et al.
2020PMID 32716707
DOI 10.7326/M20-0289
KohortenstudieNeuanwendende mit Typ-2-DiabetesEtwa 2 von 1.000 Anwendenden pro Jahr entwickelten eine Ketoazidose, fast 3-mal mehr als mit DPP-4-Medikamenten.Keine Labordaten; Nicht gemessenes ConfoundinghochC-ODD-02 C-FAST-03
I-ODD-10Euglycemic Diabetic Ketoacidosis: A Potential Complication of Treatment With Sodium-Glucose Cotransporter 2 Inhibition.
Peters AL et al.
2015PMID 26078479
DOI 10.2337/dc15-0843
Fallserie / Fallbericht9 Patientinnen und Patienten (8 Frauen, 1 Mann; Alter 26–64) unter Canagliflozin: 7 mit Typ-1-Diabetes (Off-Label-Anwendung, Insulinpumpe oder MDI) und 2 mit Typ-2-Diabetes (beide postoperativ)Mehrere Patientinnen und Patienten entwickelten eine Ketoazidose bei nahezu normalem Zucker, daher wurde sie spät erkannt.Zufällige, nicht systematische Fallsammlung; kein Nenner, daher kann die Inzidenz nicht geschätzt werden; 7 von 9 Patientinnen und Patienten wendeten das Medikament Off-Label bei Typ-1-Diabetes an; häufig Insulinreduktion/-auslassung, Alkohol und Krankheit als Kofaktorensehr niedrigC-ODD-02 C-ODD-03 C-FAST-03
I-ODD-11Glucagon-like peptide-1 receptor agonists and risk of acute pancreatitis in patients with type 2 diabetes.
Storgaard H et al.
2017PMID 28105738
DOI 10.1111/dom.12885
MetaanalyseTyp-2-DiabetesIn großen verblindeten Studien war Pankreatitis mit GLP-1-Medikamenten nicht häufiger als mit Placebo.Nur 3 Studien; Seltener EndpunkthochC-ODD-04
I-ODD-12Fournier's gangrene and sodium-glucose co-transporter-2 inhibitors: A meta-analysis of randomized controlled trials.
Silverii GA et al.
2020PMID 31637829
DOI 10.1111/dom.13900
MetaanalyseTyp-2-Diabetes in RCTsÜber 84 Studien hinweg war Fournier-Gangrän nicht häufiger, aber es gab zu wenige Fälle, um sicher zu sein.Sehr wenige Ereignisse; FG nicht systematisch adjudiziertmoderatC-ODD-05 C-ODD-08
I-ODD-13Rosiglitazone evaluated for cardiovascular outcomes in oral agent combination therapy for type 2 diabetes (RECORD): a multicentre, randomised, open-label trial.
Home PD et al.
2009PMID 19501900
DOI 10.1016/S0140-6736(09)60953-3
Randomisierte kontrollierte StudieTyp-2-Diabetes unter Metformin oder SU, HbA1c 7,9 %Die Herz-Endpunkte insgesamt waren nicht schlechter, aber die Herzinsuffizienz verdoppelte sich; Wirkung auf Herzinfarkte unklar.Offen (open-label); Vom Hersteller finanziertmoderatC-ODD-05 C-ODD-09
I-ODD-14Semaglutide and the Risk of Nonarteritic Ischemic Optic Neuropathy: A Systematic Review and Certainty of Evidence Meta-Analysis.
Abdelaal A et al.
2026PMID 41692115
DOI 10.1016/j.ophtha.2026.02.013
MetaanalyseErwachsene unter Semaglutid oder VergleichstherapienKein konsistenter Gesamtanstieg gefunden; möglicher Anstieg bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes; schwache Evidenz.Beobachtende Ausgangsdaten; Extreme HeterogenitätmoderatC-ODD-10
I-ODD-15Glucagon-like Peptide-1 Receptor Agonists and Risk of Nonarteritic Anterior Ischemic Optic Neuropathy: Systematic Review and Meta-Analysis.
Dhivagaran T et al.
2026PMID 42060879
DOI 10.1212/WNL.0000000000214864
MetaanalyseAnwendende vs. Nichtanwendende von GLP-1-RARisiko etwa 2,5-mal höher, aber absolutes Risiko etwa 1 pro 1.000 Anwendende.Beobachtende Ausgangsdaten; Heterogene InzidenzmoderatC-ODD-10
I-ODD-169. Pharmacologic Approaches to Glycemic Treatment: Standards of Care in Diabetes-2026.
American Diabetes Association Professional Practice Committee for Diabetes*
2026PMID 41358900
DOI 10.2337/dc26-S009
Leitlinie / StellungnahmeMenschen mit Typ-1- und Typ-2-DiabetesInsulin ist bei Typ-1-Diabetes unverzichtbar; SGLT2-/GLP-1-Medikamente werden zum Schutz von Herz und Nieren empfohlen; Nebenwirkungen sind aufgeführt.Teilweise gelesenhochC-INS-07 C-INS-10 C-INS-11 C-ODD-04 C-ODD-07 C-ODD-08 C-ODD-10 C-DIAB-03
I-ODD-17Management of Hyperglycemia in Type 2 Diabetes, 2022. A Consensus Report by the American Diabetes Association (ADA) and the European Association for the Study of Diabetes (EASD).
Davies MJ et al.
2022PMID 36148880
DOI 10.2337/dci22-0034
Leitlinie / StellungnahmeErwachsene mit Typ-2-DiabetesGewichtsmanagement plus herz- und nierenschützende Medikamente stehen im Zentrum der Versorgung bei Typ-2-Diabetes.nur Abstract geprüfthochC-INS-11 C-ODD-06
I-ORG-01Korea's thyroid-cancer "epidemic"--screening and overdiagnosis.
Ahn HS, Kim HJ, Welch HG
2014PMID 25372084
DOI 10.1056/NEJMp1409841
SonstigesDer Titel deutet auf Screening-bedingte Überdiagnose hin; Inhalt hier nicht überprüft.Inhalt von diesem Projekt über die Metadaten hinaus nicht überprüftmoderatC-ORG-14
I-ORG-02Thyroid Cancer Screening in South Korea Increases Detection of Papillary Cancers with No Impact on Other Subtypes or Thyroid Cancer Mortality.
Ahn HS et al.
2016PMID 27627550
DOI 10.1089/thy.2016.0075
Ökologische StudieRegionen, die mehr untersuchten, fanden weit mehr kleine papilläre Karzinome, ohne jeden Effekt auf die Todesfälle durch Schilddrüsenkrebs.Ökologischer FehlschlussmoderatC-ORG-14 C-ORG-15
I-ORG-03Screening for Thyroid Cancer: US Preventive Services Task Force Recommendation Statement.
US Preventive Services Task Force
2017PMID 28492905
DOI 10.1001/jama.2017.4011
Leitlinie / StellungnahmeScreening schadet mehr als es nützt, weil es viele harmlose Krebsfälle findet.Indirekte EvidenzhochC-ORG-14 C-ORG-15
I-ORG-04Tonsillectomy or adenotonsillectomy versus non-surgical treatment for chronic/recurrent acute tonsillitis.
Burton MJ et al.
2014PMID 25407135
DOI 10.1002/14651858.CD001802.pub3
Systematischer ReviewDie Operation verringerte Halsschmerzen im ersten Jahr in geringem Maß (bei Kindern etwa 0,6 Episoden weniger); vielen Kindern geht es auch ohne Operation besser.Kurze Nachbeobachtung; Wenige Daten bei ErwachsenenhochC-ORG-01 C-ORG-03
I-ORG-05Conservative management versus tonsillectomy in adults with recurrent acute tonsillitis in the UK (NATTINA): a multicentre, open-label, randomised controlled trial.
Wilson JA et al.
2023PMID 37209706
DOI 10.1016/S0140-6736(23)00519-6
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene ab 16 Jahren, neu an die fachärztliche HNO-Versorgung überwiesen, mit wiederkehrender akuter Mandelentzündung nach britischen (SIGN-)Kriterien (>=7 Episoden in 1 Jahr, >=5/Jahr über 2 Jahre oder >=3/Jahr über 3 Jahre); medianes Alter 23, 78 % weiblich, 90 % weißDie Operation halbierte die Tage mit Halsschmerzen über 2 Jahre etwa, aber 19 % hatten Blutungskomplikationen.Offen (Open-Label); selbst berichteter primärer Endpunkt ohne Bestätigung per Abstrich; Hoher Anteil an Wechsel/Nichteinhaltung (35 % erhielten nicht die zugeteilte Intervention)hochC-ORG-01 C-ORG-15
I-ORG-06Clinical Practice Guideline: Tonsillectomy in Children (Update).
Mitchell RB et al.
2019PMID 30798778
DOI 10.1177/0194599818801757
Leitlinie / StellungnahmeAbwartendes Beobachten wird empfohlen, außer wenn Infektionen sehr häufig sind; bei dokumentierter Schlafapnoe wird die Operation empfohlen.US-spezifischhochC-ORG-01 C-ORG-15 C-ORG-02
I-ORG-07A Randomized Trial Comparing Antibiotics with Appendectomy for Appendicitis.
CODA Collaborative; Flum DR et al.
2020PMID 33017106
DOI 10.1056/NEJMoa2014320
Randomisierte kontrollierte StudieAntibiotika wirkten für die allgemeine Gesundheit nach 30 Tagen etwa gleich gut, aber 29 % brauchten innerhalb von 90 Tagen trotzdem eine Operation.Nicht verblindet; Kurzer primärer EndpunkthochC-ORG-15 C-ORG-17
I-ORG-08Five-Year Follow-up of Antibiotic Therapy for Uncomplicated Acute Appendicitis in the APPAC Randomized Clinical Trial.
Salminen P et al.
2018PMID 30264120
DOI 10.1001/jama.2018.13201
Randomisierte kontrollierte StudieEtwa 61 % der mit Antibiotika Behandelten mussten sich in 5 Jahren nie den Blinddarm entfernen lassen.Offene Appendektomie (nicht laparoskopisch)hochC-ORG-17
I-ORG-09Laparoscopic cholecystectomy versus conservative management for adults with uncomplicated symptomatic gallstones: the C-GALL RCT.
Innes K et al.
2024PMID 38943314
DOI 10.3310/MNBY3104
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit symptomatischer unkomplizierter Gallensteinerkrankung (Gallenkolik oder akute Cholezystitis), an die fachärztliche Versorgung überwiesen; mittleres Alter 51, überwiegend weiblich, 86 % weißÜber 18 Monate waren die allgemeinen Schmerzwerte ähnlich, aber etwa 30 % der „Abwarten“-Gruppe brauchten eine Operation, 11,5 % hatten vor einer Operation Gallensteinkomplikationen, und die gallensteinspezifische Lebensqualität war nach der Operation besser.Teilnehmende und Chirurginnen/Chirurgen unverblindet; alle Endpunkte von Patientinnen und Patienten berichtet oder unverblindet (Autorinnen und Autoren); Erheblicher Wechsel (29,5 % der konservativen Gruppe wurden operiert; 29,5 % der Operationsgruppe bis 24 Monate nicht operiert)hochC-ORG-01 C-ORG-07
I-ORG-10Long-term outcomes of hysterectomy with bilateral salpingo-oophorectomy: a systematic review and meta-analysis.
Hassan H et al.
2024PMID 37364803
DOI 10.1016/j.ajog.2023.06.043
MetaanalyseFrauen mit Hysterektomie plus BSO aus gutartigen Gründen (ohne Krebsbehandlung, Geschlechtsangleichung, hohes Eierstockkrebsrisiko); Studien aus den USA, Europa, Australien, Kanada, AsienBei jüngeren Frauen mit weniger Brustkrebs, aber mehr Herzkrankheiten, Demenz und anderen Erkrankungen verbunden; der Effekt auf die Sterblichkeit war uneinheitlich.Poolen mit festen Effekten trotz erheblicher Heterogenität bei mehreren Endpunkten (I2 bis zu 92 %); Kein formales Biasrisiko-Instrument je Studie (nur GRADE)moderatC-ORG-09 C-ORG-11
I-ORG-11Risk of infection and death among post-splenectomy patients.
Bisharat N et al.
2001PMID 11798256
DOI 10.1053/jinf.2001.0904
Systematischer ReviewIn älteren Studien bekamen etwa 3 % über rund 7 Jahre schwere Infektionen, und 1,4 % starben daran.Alte Literatur 1966–96; Vor der modernen ImpfpraxisniedrigC-ORG-12
I-PPI-01Safety of Proton Pump Inhibitors Based on a Large, Multi-Year, Randomized Trial of Patients Receiving Rivaroxaban or Aspirin.
Moayyedi P et al.
2019PMID 31152740
DOI 10.1053/j.gastro.2019.05.056
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit stabiler koronarer oder peripherer arterieller Verschlusskrankheit (Alter >=65 oder jünger mit zusätzlichen Kriterien) ohne klinischen Bedarf an einer PPI-Langzeittherapie; mittleres Alter 67,6, 78 % männlich; ausgeschlossen: hohes Blutungsrisiko, schwere Herzinsuffizienz, deutlich eingeschränkte Nierenfunktion (GFR <15), Demenz, schwere COPDÜber drei Jahre waren nur Darminfektionen unter Pantoprazol häufiger (1,4 % vs. 1,0 %).Nicht für Sicherheitsendpunkte gepowert; seltene Ereignisse (C. difficile, Magenschleimhautatrophie) mit zu geringer Power; Nicht kardiovaskuläre Endpunkte selbst berichtet ohne Adjudikation (nicht differenzielle Fehlklassifikation verzerrt in Richtung Nulleffekt)hochC-PPI-01 C-PPI-02 C-PPI-04 C-PPI-05 C-PPI-09
I-PPI-02Proton pump inhibitors and risk of all-cause and cause-specific mortality: A cohort study.
Brown JP et al.
2021PMID 33393677
DOI 10.1111/bcp.14728
KohortenstudieErwachsene mit neuer PPI- oder H2RA-Verordnung in für die Verknüpfung geeigneten CPRD-GOLD-Praxen; sekundäre Kohorte aus PPI-Anwendenden und nach Alter/Geschlecht/Jahr/Praxis gematchten Nichtanwendenden von SäureblockernDer Zusammenhang zwischen PPI und Tod wurde mit besserer Adjustierung kleiner und zeigte sich sogar bei Todesursachen, die PPI plausibel nicht verursachen können.Beobachtend; nicht gemessene Gebrechlichkeit/Krankheitsschwere wahrscheinlich; Verordnungsbasierte Exposition; rezeptfreie Anwendung und Nicht-Adhärenz nicht erfassthochC-PPI-01
I-PPI-03The Risks and Benefits of Long-term Use of Proton Pump Inhibitors: Expert Review and Best Practice Advice From the American Gastroenterological Association.
Freedberg DE et al.
2017PMID 28257716
DOI 10.1053/j.gastro.2017.01.031
Leitlinie / StellungnahmeLangzeitanwender von PPIPPI sind bei definierten Indikationen gerechtfertigt; die Risiken erfordern keine routinemäßige Überwachung.Expertenmeinung; Nur AbstractmoderatC-PPI-01 C-PPI-02 C-PPI-03 C-PPI-05 C-PPI-10 C-PPI-11
I-PPI-04AGA Clinical Practice Update on De-Prescribing of Proton Pump Inhibitors: Expert Review.
Targownik LE et al.
2022PMID 35183361
DOI 10.1053/j.gastro.2021.12.247
Leitlinie / StellungnahmeAmbulante PPI-AnwenderPPI ohne eindeutige Indikation absetzen; bei Barrett-Ösophagus, schwerer Ösophagitis und hohem Blutungsrisiko beibehalten; mit vorübergehendem Rebound rechnen.Kein systematischer Review; keine formale EvidenzbewertungmoderatC-PPI-01 C-PPI-06 C-PPI-07 C-PPI-10 C-PPI-11
I-PPI-05Deprescribing proton pump inhibitors: Evidence-based clinical practice guideline.
Farrell B et al.
2017PMID 28500192Leitlinie / StellungnahmeErwachsene, die PPI ≥4 Wochen wegen Sodbrennen/leichtem bis mittelschwerem GERD/Ösophagitis einnehmen, mit abgeklungenen BeschwerdenPPI können bei vielen Patientinnen und Patienten reduziert oder abgesetzt werden, aber nicht bei Barrett-Ösophagus, schwerer Ösophagitis oder nach blutenden Geschwüren.Nur Abstract gelesenmoderatC-PPI-07 C-PPI-10 C-PPI-11
I-PPI-06Systematic review: symptoms of rebound acid hypersecretion following proton pump inhibitor treatment.
Lødrup AB et al.
2013PMID 23311977
DOI 10.3109/00365521.2012.746395
Systematischer ReviewFreiwillige und Refluxpatientinnen und -patientenFreiwillige bekommen oft bis zu 4 Wochen leichte Beschwerden; Studien an Patientinnen und Patienten zeigen keinen klaren Rebound.Nur PubMed; 5 Studien; Zu den Autoren gehört Reimer (A-PPI-14) – nicht unabhängigmoderatC-PPI-06 C-PPI-07
I-PPI-07Effect of Oral Ranitidine on Urinary Excretion of N-Nitrosodimethylamine (NDMA): A Randomized Clinical Trial.
Florian J et al.
2021PMID 34180947
DOI 10.1001/jama.2021.9199
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde ErwachseneRanitidin erhöhte das NDMA im Urin im Vergleich zu Placebo nicht.Klein; NDMA im Urin ist ein indirekter MarkermoderatC-PPI-08
I-PPI-08Clopidogrel with or without omeprazole in coronary artery disease.
Bhatt DL et al.
2010PMID 20925534
DOI 10.1056/NEJMoa1007964
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten mit Indikation für Aspirin + ClopidogrelGI-Ereignisse sanken unter Omeprazol von 2,9 % auf 1,1 %.Vorzeitig abgebrochen (Wegfall der Finanzierung); Von der Industrie finanziert (Cogentus)hochC-PPI-10
I-PPI-09Esomeprazole and aspirin in Barrett's oesophagus (AspECT): a randomised factorial trial.
Jankowski JAZ et al.
2018PMID 30057104
DOI 10.1016/S0140-6736(18)31388-6
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene mit histologisch gesichertem Barrett-Ösophagus >=1 cm ohne hochgradige Dysplasie oder Adenokarzinom und ohne NSAR-Einnahme; ~80 % Männer (Frauen auf ~500 begrenzt); medianes Alter 58-59; überwiegend weißÜber etwa 9 Jahre verbesserte hochdosiertes Esomeprazol einen kombinierten Endpunkt aus Tod, Krebs und schwerer Dysplasie.Offen (open-label); kein Placebo- oder PPI-freier Arm (vergleicht nur Dosen); Nutzen getragen von Gesamtsterblichkeit und Dysplasie; keine Wirkung auf das Adenokarzinom selbsthochC-PPI-10
I-PPI-10ACG Clinical Guideline for the Diagnosis and Management of Gastroesophageal Reflux Disease.
Katz PO et al.
2022PMID 34807007
DOI 10.14309/ajg.0000000000001538
Leitlinie / StellungnahmePatientinnen und Patienten mit GERDGewichtsabnahme sowie der Verzicht auf späte Mahlzeiten und Auslöser-Lebensmittel helfen; PPI sind bei erosiver Ösophagitis am besten.Einige Empfehlungen beruhen auf Evidenz niedriger QualitäthochC-PPI-10 C-GUT-01 C-GUT-02 C-GUT-07
I-RES-01Commission Regulation (EU) No 37/2010 of 22 December 2009 on pharmacologically active substances and their classification regarding maximum residue limits in foodstuffs of animal origin
European Commission
2010Leitlinie / StellungnahmeDie EU legt Rückstandsgrenzwerte fest (z. B. Emamectin 100 µg/kg in Fisch) und verbietet einige Arzneimittel wie Chloramphenicol und Nitrofurane.Angenommene Fassung; spätere Änderungen nicht geprüfthochC-FSH-10 C-RES-03 C-MEAT-02
I-RES-02Council Directive 96/22/EC concerning the prohibition on the use in stockfarming of certain substances having a hormonal or thyrostatic action and of beta-agonists
Council of the EU
1996Leitlinie / StellungnahmeDie EU verbietet hormonelle Leistungsförderer bei Nutztieren.Nur Titel-/Inhaltsseite gelesenhochC-FSH-16 C-RES-04
I-RES-03Regulation (EC) No 396/2005 on maximum residue levels of pesticides in or on food and feed of plant and animal origin
European Parliament and Council
2005Leitlinie / StellungnahmeDas EU-Recht legt Rückstandshöchstgehalte für Pestizide in allen Lebensmitteln fest.Nur Titelseite gelesenhochC-RES-01
I-RES-04Regulation (EC) No 1831/2003 on additives for use in animal nutrition, Article 11
European Parliament and Council
2003Leitlinie / StellungnahmeSeit dem 1. Januar 2006 dürfen Antibiotika in Futtermitteln in der EU nicht als Leistungsförderer verwendet werden.hochC-RES-04 C-RES-05
I-RES-05The 2023 European Union report on pesticide residues in food (EFSA news: 'Pesticides residues in food: what's the situation in the EU?')
EFSA
2025
DOI 10.2903/j.efsa.2025.9398
Mess-/RückstandsstudieLebensmittelprobenEtwa 98 % der Proben hielten die EU-Grenzwerte ein; die EFSA schätzte das Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher als gering ein.Risikobasierte Probenahme nicht repräsentativ für die durchschnittliche Ernährung (MANCP)hochC-RES-01 C-RES-02
I-RES-06The 2024 European Union report on pesticide residues in food (summary: 'EFSA's 2024 pesticide residue report finds 98.8% of tested EU foods compliant')
EFSA
2026
DOI 10.2903/j.efsa.2026.10054
Mess-/RückstandsstudieLebensmittelproben98,8 % der getesteten gängigen Lebensmittel hielten die EU-Grenzwerte ein.Sekundäre EU-Zusammenfassungsseite, nicht der EFSA-Bericht selbsthochC-RES-01 C-RES-02
I-RES-07Report for 2023 on the results from the monitoring of veterinary medicinal product residues and other substances in live animals and animal products (EFSA news: 'Veterinary drug residues in food - non-compliance stays low in 2023')
EFSA
2025Mess-/RückstandsstudieTiere und tierische ErzeugnisseNur 0,11 % von über einer halben Million Proben waren nicht konform.Aquakultur auf der gelesenen Seite nicht gesondert berichtethochC-FSH-09 C-FSH-16 C-RES-02 C-RES-04 C-MEAT-02
I-RES-08Health risk assessment of enrofloxacin, oxytetracycline, and sulfadimidine residues in broiler chicken carcasses marketed in Mit Ghamr, Egypt.
Noah SM et al.
2026PMID 42527435
DOI 10.1038/s41598-026-63227-2
Mess-/RückstandsstudieBrust, Schenkel und Leber von Masthähnchen aus verschiedenen Geflügelgeschäften in Mit Ghamr, ÄgyptenDie meisten Hähnchenproben hatten Antibiotikarückstände, oft über den gesetzlichen Grenzwerten, aber die geschätzte Aufnahme lag weit unter schädlichen Mengen.Eine Stadt; Probenahme auf Ebene der Geschäfte ohne dokumentierte Herkunft aus den Betrieben; Keine bestätigende LC-MS/MS (von den Autorinnen und Autoren genannte Einschränkung); PDA-Identifizierung nur über Retentionszeit und SpektrummoderatC-FSH-16 C-RES-01 C-RES-02 C-RES-03
I-RES-09Hormonal residues in chicken and cattle meat: A risk threat the present and future consumer health.
Kamaly HF & Sharkawy AA
2023PMID 37956705
DOI 10.1016/j.fct.2023.114172
Mess-/Rückstandsstudie92 Hähnchen-, 56 RindfleischprobenEine kleine Studie berichtete hohe Hormonwerte, aber ihre Methode kann natürliche nicht von zugesetzten Hormonen unterscheiden.ELISA kann körpereigene nicht von verabreichten Hormonen unterscheiden; KleinniedrigC-RES-04 C-MEAT-02
I-SOD-01Systematic review: the effects of carbonated beverages on gastro-oesophageal reflux disease.
Johnson T et al.
2010PMID 20055784
DOI 10.1111/j.1365-2036.2010.04232.x
Systematischer ReviewIm Abstract nicht angegebenSprudelnde Getränke senken kurz den pH-Wert in der Speiseröhre, aber es gibt keine direkte Evidenz, dass sie die Refluxkrankheit verursachen.Alt (2010); Begrenzte PrimärevidenzmoderatC-SOD-12 C-SOD-13 C-SOD-14
I-SOD-02Effects of carbonated water on functional dyspepsia and constipation.
Cuomo R et al.
2002PMID 12352219
DOI 10.1097/00042737-200209000-00010
Randomisierte kontrollierte StudiePatientinnen und Patienten mit Dyspepsie und sekundärer VerstopfungIn einer kleinen Studie verbesserte Sprudelwasser Verdauungsbeschwerden und Verstopfung im Vergleich zu Leitungswasser.Sehr klein; KurzniedrigC-SOD-12 C-SOD-14
I-SOD-03Personalized microbiome-driven effects of non-nutritive sweeteners on human glucose tolerance.
Suez J et al.
2022PMID 35987213
DOI 10.1016/j.cell.2022.07.016
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde ErwachseneSaccharin und Sucralose verschlechterten bei manchen Menschen die Blutzuckerreaktion; Aspartam und Stevia nicht signifikant.Kurz (2 Wochen); Klinische Relevanz unbekannthochC-SOD-07
I-SOD-04Effect of fructose on markers of non-alcoholic fatty liver disease (NAFLD): a systematic review and meta-analysis of controlled feeding trials.
Chiu S et al.
2014PMID 24569542
DOI 10.1038/ejcn.2014.8
MetaanalyseGesunde TeilnehmendeFruktose erhöhte das Leberfett nur, wenn sie große Mengen zusätzlicher Kalorien lieferte.Wenige, kleine, kurze Studien von geringer QualitätmoderatC-SOD-04
I-SOD-05Fructose intake and risk of gout and hyperuricemia: a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies.
Jamnik J et al.
2016PMID 27697882
DOI 10.1136/bmjopen-2016-013191
MetaanalyseÜberwiegend weiße Beschäftigte im GesundheitswesenEine hohe Fruktoseaufnahme war in zwei Kohorten mit einem um 62 % höheren Gichtrisiko verbunden; Sicherheit niedrig.Nur 2 Kohorten; Indirekte PopulationmoderatC-SOD-05
I-SOD-06Artificially Sweetened Beverages and Stroke, Coronary Heart Disease, and All-Cause Mortality in the Women's Health Initiative.
Mossavar-Rahmani Y et al.
2019PMID 30802187
DOI 10.1161/STROKEAHA.118.023100
KohortenstudieFrauen nach der Menopause, 50–79 JahreFrauen, die täglich zwei oder mehr Diätgetränke tranken, hatten 31 % mehr ischämische Schlaganfälle; weit weniger als die Zahl „dreifach“.Umgekehrte Kausalität; Einzelne PopulationhochC-SOD-06
I-SOD-07Sugar-sweetened beverage consumption and bone health: a systematic review and meta-analysis.
Ahn H, Park YK
2021PMID 33952276
DOI 10.1186/s12937-021-00698-1
MetaanalyseKinder und ErwachseneEin höherer Konsum zuckerhaltiger und sprudelnder Getränke war bei Erwachsenen mit geringerer Knochendichte verbunden.Beobachtend; Kleine metaanalysierte StichprobemoderatC-SOD-08
I-SOD-08WHO advises not to use non-sugar sweeteners for weight control in newly released guideline (Use of non-sugar sweeteners: WHO guideline, 2023) — news release
World Health Organization
2023Leitlinie / StellungnahmeAlle Menschen außer Personen mit bereits bestehendem DiabetesDie WHO rät, Süßstoffe nicht zur Gewichtskontrolle zu verwenden, weil kein langfristiger Nutzen gezeigt wurde; mögliche Schäden könnten durch Störfaktoren verzerrt sein.Bedingt; Beobachtungsevidenz für SchädenhochC-SOD-06 C-SOD-10
I-SOD-09Aspartame hazard and risk assessment results released (IARC and WHO/FAO JECFA, 14 July 2023) — news release
WHO / IARC / JECFA
2023RisikobewertungAllgemeinbevölkerungDie IARC sprach auf Grundlage begrenzter Evidenz von „möglicherweise krebserregend“; das JECFA behielt die sichere Tagesgrenze von 40 mg/kg bei.Begrenzte EvidenzbasishochC-UPF-07 C-UPF-08
I-SUG-01Dietary sugars and body weight: systematic review and meta-analyses of randomised controlled trials and cohort studies.
Te Morenga L et al.
2012PMID 23321486
DOI 10.1136/bmj.e7492
MetaanalyseErwachsene und KinderMehr Zucker zu essen erhöhte das Körpergewicht, weniger zu essen senkte es – über die zusätzlichen Kalorien.Heterogenität in einer Analyse; Studien mit Kindern mit geringer TherapietreuehochC-SOD-02 C-SUG-01
I-SUG-02Dietary sugar consumption and health: umbrella review.
Huang Y et al.
2023PMID 37019448
DOI 10.1136/bmj-2022-071609
Systematischer ReviewMenschen ohne akute oder chronische Erkrankung (Kinder und Erwachsene)In 73 Metaanalysen war eine hohe Zuckeraufnahme mit 45 ungünstigen Endpunkten verbunden; die Autorinnen und Autoren raten zu weniger als 25 g zugesetztem Zucker pro Tag.Evidenz von SSB dominiert (58/73 Metaanalysen); wenige Daten zu festen Zuckern, Honig oder Zucker in Lebensmitteln; Überwiegend beobachtend; fast alle Endpunkte von niedriger oder sehr niedriger Qualität; keine Evidenz der Klasse IhochC-SOD-01 C-SOD-03 C-SOD-05 C-SUG-01
I-SUG-03Tolerable upper intake level for dietary sugars.
EFSA NDA Panel et al.
2022PMID 35251356
DOI 10.2903/j.efsa.2022.7074
RisikobewertungEuropäische Allgemeinbevölkerung (Kinder, Erwachsene, Schwangere)Die EFSA fand keine sichere Aufnahmemenge und rät, zugesetzte und freie Zucker so niedrig wie möglich zu halten.Evidenz aus RCTs nur zu Surrogatendpunkten, meist bei Aufnahmen >=10 % der Energie; Kohortenanalysen meist isokalorisch, was das Erkennen energievermittelter Effekte begrenzthochC-SOD-01 C-SUG-01 C-SUG-05 C-SRC-22 C-SOD-03 C-SOD-05 C-SOD-11
I-SUG-04Systematic Review of the Effect on Caries of Sugars Intake: Ten-Year Update.
Moores CJ et al.
2022PMID 35302414
DOI 10.1177/00220345221082918
Systematischer ReviewKinder und ErwachseneDie meisten Studien verbinden mehr Zucker mit mehr Karies; Zucker unter 10 % der Energie zu halten, senkt die Karies.Stimmenauszählung (Vote Counting); Überwiegend beobachtendmoderatC-SOD-11 C-SUG-01
I-SUG-05WHO calls on countries to reduce sugars intake among adults and children (Guideline: Sugars intake for adults and children, 2015) — news release
World Health Organization
2015Leitlinie / StellungnahmeErwachsene und KinderDie WHO empfiehlt, freie Zucker, einschließlich Honig- und Saftzucker, unter 10 % der Energie zu halten.Bedingte Empfehlung für <5 %hochC-SOD-02 C-SOD-11 C-SUG-01 C-SUG-02 C-SUG-05 C-SUG-06
I-SUG-06USDA FoodData Central: Honey (FDC 169640) and Sugars, granulated (FDC 169655), SR Legacy
US Department of Agriculture
SR LegacyMess-/RückstandsstudieNicht zutreffendHonig besteht zu etwa 82 % aus Zucker und zu 17 % aus Wasser; weißer Zucker ist fast 100 % Zucker.Proben aus den USA; die Zusammensetzung von Honig variiert je nach HerkunfthochC-SUG-02 C-SUG-03
I-SUG-07Enteroendocrine hormonal response after the ingestion of cola beverages with sucrose and non-nutritive sweeteners in healthy adults: A randomized crossover trial.
Galicia-Ayala C et al.
2026PMID 41016269
DOI 10.1016/j.nut.2025.112938
Randomisierte kontrollierte StudieGesunde ErwachseneZuckergesüßte Cola erhöhte Blutzucker und Insulin am stärksten; Diät-Cola und Sprudelwasser nicht.Klein; Nur akutmoderatC-SUG-04 C-SUG-07
I-SUP-01Prevention of neural tube defects: results of the Medical Research Council Vitamin Study. MRC Vitamin Study Research Group.
MRC Vitamin Study Research Group
1991PMID 1677062Randomisierte kontrollierte StudieFrauen mit einer früheren von einem Neuralrohrdefekt betroffenen SchwangerschaftFolsäure senkte Neuralrohrdefekte um 72 %.Population mit hohem Risiko (Wiederauftreten, nicht erstes Auftreten); Folsäuredosis im Abstract nicht angegebenhochC-SUP-10
I-SUP-02Effects and safety of periconceptional oral folate supplementation for preventing birth defects.
De-Regil LM et al.
2015PMID 26662928
DOI 10.1002/14651858.CD007950.pub3
MetaanalyseFrauen im gebärfähigen AlterFolsäure senkte Neuralrohrdefekte um etwa 69 %.Nur eine Studie mit niedrigem Biasrisiko; Interessenkonflikt einer Autorin (NGO)hochC-SUP-10
I-SUP-03Folic Acid Supplementation to Prevent Neural Tube Defects: US Preventive Services Task Force Reaffirmation Recommendation Statement.
US Preventive Services Task Force et al.
2023PMID 37526713
DOI 10.1001/jama.2023.12876
Leitlinie / StellungnahmePersonen, die eine Schwangerschaft planen oder schwanger werden könnenAlle, die schwanger werden können, sollten täglich 400–800 µg Folsäure einnehmen (Grad A).US-KontexthochC-SUP-10
I-SUP-04Daily oral iron supplementation during pregnancy.
Peña-Rosas JP et al.
2015PMID 26198451
DOI 10.1002/14651858.CD004736.pub5
MetaanalyseSchwangere FrauenTägliches Eisen senkte die Anämie am Geburtstermin um 70 %.Heterogenität; Evidenz niedriger Qualität für die HauptendpunktehochC-SUP-09 C-SUP-10
I-SUP-05Vitamin D for the Prevention of Disease: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline.
Demay MB et al.
2024PMID 38828931
DOI 10.1210/clinem/dgae290
Leitlinie / StellungnahmeAllgemeinbevölkerung nach Altersgruppe, Schwangerschaft, PrädiabetesSchlägt Vitamin D für Kinder, in der Schwangerschaft, für Menschen ≥75 Jahre und bei Prädiabetes mit hohem Risiko vor.Bedingte Empfehlungen; Korrekturen (Errata)hochC-SUP-07 C-SUP-10
I-SUP-06Calcium Intake and Cardiovascular Disease Risk: An Updated Systematic Review and Meta-analysis.
Chung M et al.
2016PMID 27776363
DOI 10.7326/M16-1165
MetaanalyseIm Allgemeinen gesunde ErwachseneKein Zusammenhang zwischen einer Calciumaufnahme innerhalb der Obergrenzen und Herzerkrankungen.Herz-Kreislauf-Erkrankungen nur als sekundäre Endpunkte; Finanziert von der National Osteoporosis Foundation (mögliches Eigeninteresse)moderatC-SUP-04
I-SUP-07Effects of folic acid supplementation on overall and site-specific cancer incidence during the randomised trials: meta-analyses of data on 50,000 individuals.
Vollset SE et al.
2013PMID 23352552
DOI 10.1016/S0140-6736(12)62001-7
MetaanalyseTeilnehmende von 10 Studien zur Herz-Kreislauf-Prävention (n=46.969; Menschen mit oder mit hohem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, einschl. einer Nierenstudie) und 3 Studien zu kolorektalen Adenomen (n=2652); zwei Drittel Männer, mittleres Alter 64Kein signifikanter Effekt von Folsäure auf Krebs über etwa 5 Jahre.Nur Nachbeobachtung während der Studien (~5 Jahre); Spätwirkungen nicht behandelt; Suche auf PubMed und Literaturverzeichnisse beschränkthochC-SUP-06
I-SUP-08Vitamin and Mineral Supplements for the Primary Prevention of Cardiovascular Disease and Cancer: Updated Evidence Report and Systematic Review for the US Preventive Services Task Force.
O'Connor EA et al.
2022PMID 35727272
DOI 10.1001/jama.2021.15650
Systematischer ReviewErwachsene ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung, Krebs oder bekannten MangelNahrungsergänzungsmittel boten wenig oder keinen Schutz; Beta-Carotin war schädlich; mit Multivitaminen etwas weniger Krebsfälle.Schließt Mangelzustände und Schwangerschaft aushochC-SUP-01 C-SUP-02 C-SUP-03 C-SUP-06
I-SUP-09Cardiovascular Risk Reduction with Icosapent Ethyl for Hypertriglyceridemia.
Bhatt DL et al.
2019PMID 30415628
DOI 10.1056/NEJMoa1812792
Randomisierte kontrollierte StudieMit Statinen behandelte Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung oder Diabetes + Risikofaktoren, TG 135–499 mg/dLHochdosiertes gereinigtes EPA senkte kardiovaskuläre Ereignisse bei Patientinnen und Patienten mit hohem Risiko um 25 %; mehr Vorhofflimmern.Von der Industrie finanziert (Amarin); Wahl des Placebos umstritten (nicht im Abstract)hochC-SUP-01 C-SUP-05
I-SUP-10Liver injury from herbal and dietary supplements.
Navarro VJ et al.
2017PMID 27677775
DOI 10.1002/hep.28813
Narrativer ÜbersichtsartikelUS-Fälle von LebertoxizitätVor allem Bodybuilding-Steroide, Grüntee-Extrakt und Produkte mit mehreren Inhaltsstoffen.Narrativer Übersichtsartikel ohne systematische Methoden für Suche, Auswahl oder Bewertung; Nur Anteile aus Fallserien/Registern; kein Nenner der Anwendenden, daher kein Risiko pro AnwendendemmoderatC-SUP-08
I-SUP-11International Society of Sports Nutrition position stand: safety and efficacy of creatine supplementation in exercise, sport, and medicine.
Kreider RB et al.
2017PMID 28615996
DOI 10.1186/s12970-017-0173-z
Narrativer ÜbersichtsartikelSportlerinnen und Sportler sowie PatientengruppenKreatin wurde bei Gesunden bis zu 30 g/Tag über 5 Jahre als sicher berichtet.Narrativ; Autorinnen und Autoren mit Verbindungen zur Industrie (Sporternährung)niedrigC-SUP-08
I-SYS-01Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990-2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017.
GBD 2017 Diet Collaborators
2019PMID 30954305
DOI 10.1016/S0140-6736(19)30041-8
RisikobewertungErwachsene >=25 J., 195 Länder11 Millionen Todesfälle im Jahr 2017 wurden Ernährungsrisiken zugeschrieben, vor allem zu viel Salz und zu wenig Vollkorn und Obst.Überwiegend RR aus Beobachtungsstudien als Grundlage; Gemischte Quellen für ErnährungsdatenmoderatC-SYS-02 C-SYS-03 C-CAN-08 C-CAN-07
I-SYS-02Global burden of 87 risk factors in 204 countries and territories, 1990-2019: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2019.
GBD 2019 Risk Factors Collaborators
2020PMID 33069327
DOI 10.1016/S0140-6736(20)30752-2
RisikobewertungGlobal2019 war hoher Blutdruck mit 10,8 Millionen und Tabak mit 8,7 Millionen Todesfällen verbunden.Modellbasiert; spärliche und selbst berichtete Expositionsdaten an vielen Orten (Autorinnen und Autoren); Die Unsicherheitsintervalle spiegeln Unterschiede in der Evidenzstärke oder im Biasrisiko zwischen den Risiko-Endpunkt-Paaren nicht wider (Autorinnen und Autoren)moderatC-SYS-02 C-SYS-03 C-SYS-07
I-SYS-03Sleep duration and all-cause mortality: a systematic review and meta-analysis of prospective studies.
Cappuccio FP et al.
2010PMID 20469800
DOI 10.1093/sleep/33.5.585
MetaanalyseAllgemeinbevölkerungenKurzschläfer hatten ein um 12 % und Langschläfer ein um 30 % höheres Sterberisiko.Selbst berichteter Schlaf; Beobachtungsstudien; bei langem Schlaf umgekehrte Kausalität möglichmoderatC-LIFE-04 C-LIFE-03
I-SYS-04Dose-response associations between accelerometry measured physical activity and sedentary time and all cause mortality: systematic review and harmonised meta-analysis.
Ekelund U et al.
2019PMID 31434697
DOI 10.1136/bmj.l4570
MetaanalyseErwachsene mittleren und höheren AltersDas aktivste Viertel hatte etwa ein Viertel des Sterberisikos der am wenigsten Aktiven.Beobachtungsstudien; umgekehrte KausalitätmoderatC-LIFE-03 C-LIFE-02
I-SYS-05Effect of Low-Fat vs Low-Carbohydrate Diet on 12-Month Weight Loss in Overweight Adults and the Association With Genotype Pattern or Insulin Secretion: The DIETFITS Randomized Clinical Trial.
Gardner CD et al.
2018PMID 29466592
DOI 10.1001/jama.2018.0245
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene 18–50, BMI 28–40, kein DiabetesNach einem Jahr betrug der Gewichtsverlust 5,3 kg vs. 6,0 kg – kein echter Unterschied.Unterschiedliche Einhaltung im AlltaghochC-LIFE-01 C-SRC-22
I-SYS-06Isolated aerobic exercise and weight loss: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials.
Thorogood A et al.
2011PMID 21787904
DOI 10.1016/j.amjmed.2011.02.037
MetaanalyseÜbergewichtige/adipöse Erwachsene6–12 Monate Ausdauertraining verringerten das Gewicht um etwa 1,6–1,7 kg.Wenige Studien; Moderate TrainingsumfängemoderatC-LIFE-02
I-SYS-07Constrained Total Energy Expenditure and Metabolic Adaptation to Physical Activity in Adult Humans.
Pontzer H et al.
2016PMID 26832439
DOI 10.1016/j.cub.2015.12.046
QuerschnittsstudieErwachsene im Alter von 25–45 Jahren (55 % Frauen) aus fünf Bevölkerungen: Ghana, Südafrika, Seychellen, Jamaika, Vereinigte Staaten.Der tägliche Energieverbrauch flacht bei höherer Aktivität ab.Querschnittlich (Hauptlimitation laut Autorinnen und Autoren); ein Vergleich zwischen Personen kann keine Anpassung innerhalb einer Person über die Zeit zeigen; Akzelerometrie ist ein unvollkommenes Maß für den Energieaufwand von AktivitätmoderatC-LIFE-02 C-SRC-22
I-SYS-08How Breath-Control Can Change Your Life: A Systematic Review on Psycho-Physiological Correlates of Slow Breathing.
Zaccaro A et al.
2018PMID 30245619
DOI 10.3389/fnhum.2018.00353
Systematischer ReviewGesunde Probandinnen und ProbandenKleine Studien zeigen mehr Entspannung und Herzfrequenzvariabilität.Wenige kleine Studien; Gesunde Probandinnen und Probanden; keine harten EndpunkteniedrigC-LIFE-05 C-LIFE-03
I-UPF-01Ultraprocessed or minimally processed diets following healthy dietary guidelines on weight and cardiometabolic health: a randomized, crossover trial.
Dicken SJ et al.
2025PMID 40760353
DOI 10.1038/s41591-025-03842-0
Randomisierte kontrollierte StudieErwachsene in England mit BMI >=25 bis <40 kg/m2 und gewohnheitsmäßiger UPF-Aufnahme >=50 % der Energie (Mittelwert 67,4 %); mittleres Alter 43,2 Jahre; 90,9 % Frauen; überwiegend NHS-Personal (z. B. 43,6 % Pflegekräfte); mittlerer BMI 32,7Beide Ernährungsformen führten zu Gewichtsabnahme, mit gering verarbeiteten Lebensmitteln aber etwa doppelt so stark.Kleine Stichprobe (50 ITT, 43 PP), 91 % Frauen, überwiegend Personal im Gesundheitswesen; Beobachtete Differenz (1,01 %) viel kleiner als die 2,7 %, für die die Studie gepowert war; P=0,024 mit KI nahe nullhochC-UPF-02
I-UPF-02Ultra-processed foods: how functional is the NOVA system?
Braesco V et al.
2022PMID 35314769
DOI 10.1038/s41430-022-01099-1
SonstigesFranzösische Fachleute für Lebensmittel und ErnährungFachleute waren sich bei der Einordnung von Lebensmitteln in NOVA-Gruppen oft uneinig, typische UPF wurden aber überwiegend gleich eingestuft.Nur französische Fachleute; Autorinnen und Autoren mit Verbindungen zur IndustriemoderatC-UPF-01
I-UPF-03Ultra-processed foods in human health: a critical appraisal.
Gibney MJ et al.
2017PMID 28793996
DOI 10.3945/ajcn.117.160440
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendKritiker argumentieren, die UPF-Kategorie sei zu weit gefasst und bringe über die Nährstoffe hinaus wenig.Meinungsbeitrag; älter als die RCTs (Hall 2019, Dicken 2025)niedrigC-UPF-01 C-UPF-03
I-UPF-04Food additive emulsifiers and risk of cardiovascular disease in the NutriNet-Santé cohort: prospective cohort study.
Sellem L et al.
2023PMID 37673430
DOI 10.1136/bmj-2023-076058
KohortenstudieFranzösische Erwachsene ohne bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankung; mittleres Alter 43,1 (SD 14,5); 79,0 % Frauen; gebildeter und gesundheitsbewusster als die AllgemeinbevölkerungEine höhere Aufnahme einiger Emulgatoren, darunter CMC, war mit etwas mehr Herzerkrankungen verbunden.Einzelne Freiwilligenkohorte (79 % Frauen, gesundheitsbewusst); begrenzte Verallgemeinerbarkeit (Autorinnen und Autoren); Sehr kleine HRs pro SD (1,03–1,11); absolute Risiken nicht berichtetmoderatC-UPF-06 C-UPF-11
I-UPF-05Food additive emulsifiers and the risk of type 2 diabetes: analysis of data from the NutriNet-Santé prospective cohort study.
Salame C et al.
2024PMID 38663950
DOI 10.1016/S2213-8587(24)00086-X
KohortenstudieErwachsene, 79 % FrauenMehrere Emulgatoren waren mit einem etwas höheren Diabetesrisiko verbunden.Einzelne Kohorte; Multiples TestenmoderatC-UPF-06 C-UPF-11
I-UPF-06European Commission: Re-evaluation of food additives (incl. Q&A on titanium dioxide, Regulation (EU) 2022/63) and EU rules on food additives (Regulation (EC) No 1333/2008)
European Commission (DG SANTE)
2026 (accessed)Leitlinie / StellungnahmeNicht zutreffendZusatzstoffe in der EU brauchen eine Zulassung, werden neu bewertet, und E171 wurde 2022 verboten.Der Rechtsstatus kann sich ändernhochC-UPF-09 C-UPF-11
I-VEG-01Carbohydrate quality and human health: a series of systematic reviews and meta-analyses.
Reynolds A et al.
2019PMID 30638909
DOI 10.1016/S0140-6736(18)31809-9
MetaanalyseErwachsene ohne chronische ErkrankungEine hohe Ballaststoffaufnahme ist mit 15–30 % niedrigeren Sterbe- und Erkrankungsraten verbunden; Studien zeigen bessere Werte für Gewicht, Blutdruck und Cholesterin.Beobachtend für harte EndpunktehochC-LEG-09 C-VEG-01 C-VEG-02 C-VEG-16
I-VEG-02Fruit and vegetable intake and the risk of cardiovascular disease, total cancer and all-cause mortality-a systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies.
Aune D et al.
2017PMID 28338764
DOI 10.1093/ije/dyw319
MetaanalyseProspektive Kohorten der erwachsenen Allgemeinbevölkerung: 44 aus Europa, 26 USA, 20 Asien, 5 Australien; keine Kohorten aus Afrika, Westasien oder LateinamerikaJede zusätzlichen 200 g Obst und Gemüse pro Tag waren mit einem um 10 % geringeren Sterberisiko verbunden; auch grünes Blattgemüse und Salate waren schützend assoziiert.Beobachtend: Residual Confounding durch gesunden Lebensstil und Zugang zur Gesundheitsversorgung möglich (eingeräumt); Hohe Heterogenität für Gesamtsterblichkeit und SchlaganfallhochC-VEG-01 C-VEG-08 C-VEG-10 C-VEG-13 C-VEG-15 C-VEG-16
I-VEG-03From Dietary Fiber to Host Physiology: Short-Chain Fatty Acids as Key Bacterial Metabolites.
Koh A et al.
2016PMID 27259147
DOI 10.1016/j.cell.2016.05.041
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendDarmbakterien verwandeln Ballaststoffe in kurzkettige Fettsäuren, die dem Körper als Brennstoff und Signal dienen.Mechanistisch; viele TierdatenmoderatC-LEG-09 C-VEG-01 C-VEG-02
I-VEG-04Attribution of foodborne illnesses, hospitalizations, and deaths to food commodities by using outbreak data, United States, 1998-2008.
Painter JA et al.
2013PMID 23622497
DOI 10.3201/eid1903.111866
SonstigesUS-AusbruchsdatenBlattgemüse verursachte die meisten Ausbruchserkrankungen (22 %), Geflügel die meisten Todesfälle.Ausbruchsdaten bilden sporadische Erkrankungen möglicherweise nicht abmoderatC-VEG-03
I-VEG-05Oxalate intake and the risk for nephrolithiasis.
Taylor EN, Curhan GC
2007PMID 17538185
DOI 10.1681/ASN.2007020219
KohortenstudieUS-Beschäftigte im GesundheitswesenDie höchste Oxalataufnahme erhöhte das Steinrisiko in manchen Gruppen nur moderat (um etwa 20 %); Autoren: kein wesentlicher Risikofaktor.FFQ-Schätzungen des Oxalats ungenau; Selbst berichtete SteinehochC-VEG-05
I-VEG-06DASH-style diet associates with reduced risk for kidney stones.
Taylor EN et al.
2009PMID 19679672
DOI 10.1681/ASN.2009030276
KohortenstudieUS-Beschäftigte im GesundheitswesenMenschen mit einer Ernährung reich an Gemüse, Obst und Hülsenfrüchten hatten etwa 40–45 % weniger Nierensteine.BeobachtendhochC-LEG-13 C-VEG-05 C-VEG-16
I-VEG-07Contribution of Dietary Oxalate and Oxalate Precursors to Urinary Oxalate Excretion.
Crivelli JJ et al.
2020PMID 33379176
DOI 10.3390/nu13010062
Narrativer ÜbersichtsartikelNicht zutreffendOxalat aus der Nahrung trägt zum Oxalat im Urin bei, beeinflusst durch Darmbakterien und Calcium.Narrativ; Beratertätigkeit für die IndustriemoderatC-VEG-05
I-VEG-08Infant methemoglobinemia: the role of dietary nitrate in food and water.
Greer FR, Shannon M
2005PMID 16140723
DOI 10.1542/peds.2005-1497
Leitlinie / StellungnahmeSäuglingeBabys können vor allem durch Nitrat aus Brunnenwasser oder selbst gekochter Gemüsekost vergiftet werden; gestillte Babys sind nicht gefährdet.Nicht systematischmoderatC-VEG-07
I-VEG-09Inorganic nitrate and beetroot juice supplementation reduces blood pressure in adults: a systematic review and meta-analysis.
Siervo M et al.
2013PMID 23596162
DOI 10.3945/jn.112.170233
MetaanalyseErwachseneNitrat aus Rote-Bete-Saft senkte in kurzen Studien den systolischen Blutdruck um etwa 4 mm Hg.Klein, kurz (2 h – 15 Tage)moderatC-VEG-08
I-VEG-10Poisoning by non-edible squash: retrospective series of 353 patients from French Poison Control Centers.
Le Roux G et al.
2018PMID 29323540
DOI 10.1080/15563650.2018.1424891
Fallserie / FallberichtAn französische Giftinformationszentren gemeldete Expositionen353 Fälle, meist mild, keine Todesfälle; bittere Kürbisse entsorgen.Passive MeldungenmoderatC-VEG-09
I-VEG-11Pesticide Residues in Vegetables and Fruits from Farmer Markets and Associated Dietary Risks.
El-Sheikh EA et al.
2022PMID 36432173
DOI 10.3390/molecules27228072
Mess-/RückstandsstudieGemüse- und Obst-Mischproben (je 3 kg von 3 Händlern) von drei BauernmärktenEtwa 4 von 10 nachgewiesenen Rückständen überschritten die gesetzlichen Grenzwerte; manche könnten Risiken darstellen.Kleine Stichprobe (120 Mischproben) aus einem Gouvernement; nicht national repräsentativ; Überschreitungen pro Rückstandsbefund angegeben, nicht pro ProbemoderatC-VEG-14
I-VEG-12Monitoring of pesticide residues in Egyptian fruits and vegetables during 1997.
Dogheim SM et al.
2002PMID 12456272
DOI 10.1080/02652030210157655
Mess-/Rückstandsstudie2.318 inländische Proben von 8 MärktenDie meisten Proben hatten keine nachweisbaren Rückstände; 1,9 % überschritten die Grenzwerte.Alt (1997)moderatC-VEG-14
I-VEG-13Effect of increased potassium intake on cardiovascular risk factors and disease: systematic review and meta-analyses.
Aburto NJ et al.
2013PMID 23558164
DOI 10.1136/bmj.f1378
MetaanalyseAugenscheinlich gesunde Erwachsene und Kinder ohne gestörte renale Kaliumausscheidung; akut Erkrankte, stationär Behandelte und HIV-positive Personen ausgeschlossenMehr Kalium senkte den Blutdruck bei Menschen mit Bluthochdruck und war mit einem um 24 % geringeren Schlaganfallrisiko verbunden.Die meisten RCTs testeten Supplemente, daher ist die lebensmittelbasierte Evidenz für Gemüse indirekt; Hohe Heterogenität in der Gesamtanalyse des Blutdrucks (durch Ausschluss von Ausreißern verringert)hochC-VEG-16
I-VEG-14Commission Regulation (EU) 2023/915 on maximum levels for certain contaminants in food (Annex I, section 6.1 Nitrates)
European Commission
2023Leitlinie / StellungnahmeNicht zutreffendDie EU begrenzt Nitrat in Spinat, Kopfsalat und Rucola und legt für Babynahrung einen viel niedrigeren Grenzwert fest.Keine begutachtete StudiemoderatC-VEG-07 C-VEG-08
I-VEG-15Pesticide residues in food: what's the situation in the EU? (EFSA news on the 2023 EU report)
EFSA
2025RisikobewertungNicht zutreffendNur etwa 2 % der zufälligen EU-Proben überschritten die gesetzlichen Grenzwerte; die EFSA bewertete das Verbraucherrisiko als gering.Keine begutachtete StudiemoderatC-VEG-13
I-VEG-16EFSA Task Force report on tracing seeds in relation to the STEC O104:H4 2011 outbreaks (press release 5 July 2011)
EFSA
2011RisikobewertungNicht zutreffendDie EFSA führte den Ausbruch auf Bockshornkleesamen aus Ägypten zurück, die für Sprossen verwendet wurden.Keine begutachtete StudiemoderatC-VEG-04
I-VEG-17Vorsicht beim Verzehr von bitteren Zucchini (Mitteilung Nr. 027/2015)
BfR (German Federal Institute for Risk Assessment)
2015Leitlinie / StellungnahmeNicht zutreffendBittere Zucchini sollten entsorgt werden; Zucchini aus dem Anbau sind so gezüchtet, dass ihnen das Gift fehlt; Vergiftungen sind selten und meist mild.Keine begutachtete StudiemoderatC-VEG-09
I-WHT-01Carbohydrate quality and human health: a series of systematic reviews and meta-analyses.
Reynolds A et al.
2019PMID 30638909
DOI 10.1016/S0140-6736(18)31809-9
MetaanalyseErwachsene ohne chronische KrankheitHohe Aufnahme von Ballaststoffen/Vollkorn mit 15–30 % geringerem Risiko für mehrere Krankheiten verbunden; Evidenz zu glykämischem Index/glykämischer Last schwächer.Kern aus BeobachtungsstudienhochC-WHT-04 C-WHT-05 C-WHT-03 C-GRN-08
I-WHT-02Refined grain intake and cardiovascular disease: Meta-analyses of prospective cohort studies.
Gaesser GA
2024PMID 36075506
DOI 10.1016/j.tcm.2022.08.002
MetaanalyseKohortenteilnehmendeGepoolte Kohorten zeigten keinen klaren Zusammenhang zwischen raffiniertem Getreide und Herzkrankheiten.Einzelne Autorin/einzelner Autor; Wahrscheinlich Verbindungen zur IndustrieniedrigC-WHT-03 C-WHT-04 C-GRN-05
I-WHT-03Dietary intake and the risk of gastro-oesophageal reflux disease: a cross sectional study in volunteers.
El-Serag HB et al.
2005PMID 15591498
DOI 10.1136/gut.2004.040337
QuerschnittsstudieBeschäftigte des Houston VAMCMehr Ballaststoffe mit weniger Refluxbeschwerden verbunden; mehr Fett mit mehr Beschwerden.Klein, querschnittlich; FreiwilligeniedrigC-WHT-01 C-WHT-08
I-WHT-04Global Prevalence of Celiac Disease: Systematic Review and Meta-analysis.
Singh P et al.
2018PMID 29551598
DOI 10.1016/j.cgh.2017.06.037
MetaanalyseAllgemeinbevölkerungWeltweit hat etwa 1 von 70 Menschen Zöliakie-Antikörper und etwa 1 von 140 eine durch Biopsie bestätigte Erkrankung.Heterogene QuellenmoderatC-WHT-02 C-GRN-01 C-GRN-03
I-WHT-05Food groups and the likelihood of non-alcoholic fatty liver disease: a systematic review and meta-analysis.
He K et al.
2020PMID 32138796
DOI 10.1017/S0007114520000914
MetaanalyseTeilnehmende von BeobachtungsstudienRaffiniertes Getreide war nicht mit Fettleber verbunden; Softdrinks und rotes Fleisch schon.Keine prospektiven StudienniedrigC-WHT-07
I-WHT-06Associations between types and sources of dietary carbohydrates and liver fat: a UK Biobank study.
Orliacq J et al.
2023PMID 37968623
DOI 10.1186/s12916-023-03135-8
KohortenstudieErwachsene der UK Biobank ohne Diabetes/Lebererkrankung/Herz-Kreislauf-ErkrankungStärke aus raffiniertem Getreide war in einer Analyse mit Leberfett verbunden, im MRT jedoch nicht; freie Zucker waren im MRT damit verbunden.Ernährung per 24-Stunden-Erinnerungsprotokoll erfasst; Inkonsistent zwischen den AnalysenmoderatC-WHT-07
I-WHT-07Long term gluten consumption in adults without celiac disease and risk of coronary heart disease: prospective cohort study.
Lebwohl B et al.
2017PMID 28465308
DOI 10.1136/bmj.j1892
Kohortenstudie64.714 Krankenschwestern (NHS) und 45.303 männliche Gesundheitsfachkräfte (HPFS) ohne KHK, Schlaganfall, Bypass-OP, Krebs oder selbst angegebene Zöliakie, mit plausibler Energieaufnahme im FFQ von 1986Wer mehr Gluten aß, hatte über 26 Jahre nicht mehr Herzkrankheiten.Gluten indirekt aus dem FFQ mit einem festen Umrechnungsfaktor von 75 % des Proteins geschätzt; nicht direkt validiert; Menschen, die sich glutenfrei ernährten oder glutenfreie Ersatzprodukte aßen, konnten nicht identifiziert werden; nicht diagnostizierte Zöliakie nicht ausgeschlossenhochC-WHT-09 C-GRN-01

Quellen der Fallstudie EU/Deutschland – Ägypten

  1. Regulation (EC) No 178/2002 laying down the general principles and requirements of food law, establishing EFSA (General Food Law); consolidated version 01.01.2026 (CELEX 02002R0178-20260101) – European Parliament and Council, 2002. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2002/178/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft (Cellar-Kennzeichen in_force=true). Art. 14 Abs. 1: „Lebensmittel, die nicht sicher sind, dürfen nicht in Verkehr gebracht werden.“ Errichtet die EFSA und das Schnellwarnsystem (RASFF).
  2. Regulation (EU) 2017/625 on official controls (Official Controls Regulation); consolidated version 05.01.2025 – European Parliament and Council, 2017. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2017/625/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Regelt die amtlichen Kontrollen von Lebens- und Futtermitteln in den Mitgliedstaaten und beim Eingang von Waren aus Drittländern; Rechtsgrundlage für Drittlandlisten (Art. 127) und verstärkte Einfuhrkontrollen.
  3. Regulation (EC) No 396/2005 on maximum residue levels of pesticides in or on food and feed – European Parliament and Council, 2005. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2005/396/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Art. 18 Abs. 1 Buchst. b: Standard-Rückstandshöchstgehalt von 0,01 mg/kg für Erzeugnisse, für die kein spezifischer MRL festgelegt ist; Erwägungsgrund: Wo Anwendungen nicht zugelassen sind, werden MRL auf der unteren analytischen Bestimmungsgrenze festgesetzt.
  4. Commission Regulation (EU) No 37/2010 on pharmacologically active substances and their classification regarding maximum residue limits in foodstuffs of animal origin; consolidated 16.08.2026 – European Commission, 2010. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2010/37/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Listet zulässige Stoffe mit MRL sowie verbotene Stoffe (Tabelle 2) für Lebensmittel liefernde Tiere auf.
  5. Regulation (EU) 2019/6 on veterinary medicinal products; consolidated 28.01.2022 – European Parliament and Council, 2019. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2019/6/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Art. 107 Abs. 1: Antimikrobielle Arzneimittel „dürfen nicht routinemäßig angewendet werden oder dazu dienen, mangelnde Hygiene, unzureichende Tierhaltung … auszugleichen“; Art. 107 Abs. 2: nicht „zur Wachstumsförderung oder Ertragssteigerung“ anzuwenden; Art. 107 Abs. 3: Prophylaxe nur in Ausnahmefällen, antibiotische Prophylaxe auf ein einzelnes Tier beschränkt; Art. 107 Abs. 4: Metaphylaxe nur bei hohem Ausbreitungsrisiko und wenn keine geeigneten Alternativen verfügbar sind. Art. 105: Eine tierärztliche Verschreibung für antimikrobielle Arzneimittel „gilt fünf Tage ab dem Datum ihrer Ausstellung“. Art. 118 Abs. 1: Verbote zur Wachstumsförderung und zu reservierten antimikrobiellen Mitteln auf Einfuhren ausgeweitet.
  6. Council Directive 96/22/EC concerning the prohibition on the use in stockfarming of certain substances having a hormonal or thyrostatic action and of beta-agonists; consolidated 18.12.2008 – Council of the EU, 1996. https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/1996/22/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Art. 3: Die Mitgliedstaaten verbieten die Verabreichung der aufgeführten Stoffe an Nutztiere oder Tiere in Aquakultur. Art. 4/5 erlauben eng definierte therapeutische/tierzüchterische Anwendungen durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt; Wortlaut von Art. 4: „junge Fische dürfen während der ersten drei Lebensmonate zur Geschlechtsumwandlung mit Tierarzneimitteln mit androgener Wirkung behandelt werden“ (nur zugelassene Arzneimittel).
  7. Commission Regulation (EU) 2023/915 on maximum levels for certain contaminants in food (repealing Reg. 1881/2006); consolidated 19.08.2026 – European Commission, 2023. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2023/915/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft (1881/2006 seit 2023-05-24 nicht mehr in Kraft). In Anhang I gelesene Werte: Aflatoxin M1 in Rohmilch/wärmebehandelter Milch 0,050 µg/kg; Erdnüsse für den unmittelbaren Verzehr B1 2,0 / Summe 4,0 µg/kg (8,0/15,0 vor dem Sortieren); Eier (außer Gänseeier) Summe Dioxine 2,5 pg WHO-TEQ/g Fett, Dioxine + dl-PCB 5,0 pg/g Fett, ndl-PCB 40 ng/g Fett; PFAS in Eiern PFOS 1,0, PFOA 0,30, PFNA 0,70, PFHxS 0,30, Summe der 4 PFAS 1,7 µg/kg; Blei in Muskelfleisch von Fischen 0,30 mg/kg; Cadmium in Muskelfleisch von Fischen (die meisten Arten) 0,050 mg/kg; Quecksilber in Muskelfleisch von Fischen (die meisten Arten) 0,50 mg/kg; Nitrat in frischem Spinat 3.500 mg/kg, frischem Salat 2.000–5.000 mg/kg je nach Art/Jahreszeit/Anbau unter Abdeckung, Rucola bis 7.000 mg/kg.
  8. Commission Regulation (EC) No 2073/2005 on microbiological criteria for foodstuffs; consolidated 01.07.2026 – European Commission, 2005. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2005/2073/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Lebensmittelsicherheitskriterium 1.28: frisches Geflügelfleisch – Salmonella Typhimurium und S. Enteritidis „in 25 g nicht nachweisbar“ (n=5, c=0). Prozesshygienekriterien für Salmonellen/Campylobacter auf Geflügelschlachtkörpern (Halshaut). Kriterien für Eiprodukte und verzehrfertige Lebensmittel mit rohem Ei.
  9. Regulation (EC) No 2160/2003 on the control of salmonella and other specified food-borne zoonotic agents; consolidated 21.04.2021 – European Parliament and Council, 2003. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2003/2160/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Verpflichtet die Mitgliedstaaten, nationale Salmonellen-Bekämpfungsprogramme in Geflügelpopulationen mit Unionszielen zur Verringerung durchzuführen.
  10. Commission Regulation (EU) No 517/2011 – Union target for reduction of Salmonella serotypes in laying hens; and Commission Regulation (EU) No 200/2012 – Union target for S. Enteritidis and S. Typhimurium in broiler flocks – European Commission, 2011/2012. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/517/oj ; https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2012/200/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Beide in Kraft. Legehennen: Verringerung auf „höchstens 2 % positive Herden adulter Legehennen“ (Zielserovare S. Enteritidis/Typhimurium). Masthähnchen: Höchstanteil der für S. Enteritidis/Typhimurium positiven Herden „höchstens 1 %“.
  11. Regulation (EU) No 1169/2011 on the provision of food information to consumers; consolidated 01.04.2025 – European Parliament and Council, 2011. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2011/1169/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Verpflichtende Lebensmittelinformationen (Zutaten, Allergene, Nährwertdeklaration, Herkunftsregeln). Der EFSA-Pestizidbericht 2024 nennt sie als Teil der Pflicht, das Ursprungsland zu melden.
  12. Directive (EU) 2020/2184 on the quality of water intended for human consumption (recast) – European Parliament and Council, 2020. https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2020/2184/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Parameter für die Qualität des Trinkwassers in der EU, risikobasierter Ansatz; in Deutschland durch die TrinkwV 2023 umgesetzt.
  13. Trinkwasserverordnung (TrinkwV) vom 20. Juni 2023 (BGBl. 2023 I Nr. 159) – Bundesministerium für Gesundheit (Germany), 2023. https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/BJNR09F0B0023.html (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Setzt die Richtlinie (EU) 2020/2184 um. Gelesene Werte: Nitrat 50 mg/l (mit Nitrat/50 + Nitrit/3 ≤ 1); Pestizide 0,00010 mg/l je Stoff; „Summe PFAS-20“ 0,00010 mg/l, anzuwenden ab 12. Januar 2026; „Summe PFAS-4“ 0,000020 mg/l, anzuwenden ab 12. Januar 2028.
  14. Commission Implementing Regulation (EU) 2019/1793 on the temporary increase of official controls and emergency measures governing the entry of certain goods from certain third countries; consolidated text 30.06.2026 – European Commission, 2019. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2019/1793/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Einträge in Anhang I (verstärkte Nämlichkeits- und Warenuntersuchungen) für Ägypten (EG), Gefahr „Pestizidrückstände“: Gemüsepaprika und andere Capsicum-Paprika 30 %; Orangen 10 %; Zimtäpfel 30 %; Weinblätter 50 %; Mango 20 %; Erdbeeren (frisch, gekühlt oder gefroren) 20 %. Anhang II (besondere Bedingungen einschl. amtlicher Bescheinigung): Ägypten Erdnüsse, Erdnussbutter und Zubereitungen, Erdnussölkuchen/-mehle – Aflatoxine, 30 %.
  15. Regulation (EC) No 1831/2003 on additives for use in animal nutrition; consolidated 27.03.2021 – European Parliament and Council, 2003. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2003/1831/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. „Antibiotika, ausgenommen Kokzidiostatika und Histomonostatika, dürfen nicht als Futtermittelzusatzstoffe zugelassen werden“; Übergangsbestimmung Art. 11 Abs. 2: Solche Antibiotika „dürfen nur bis zum 31. Dezember 2005 als Futtermittelzusatzstoffe in Verkehr gebracht und verwendet werden; ab dem 1. Januar 2006 werden diese Stoffe aus dem Register gestrichen“.
  16. Commission Delegated Regulation (EU) 2023/905 on the application of the prohibition of use of certain antimicrobial medicinal products in animals or products of animal origin exported from third countries into the Union – European Commission, 2023. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_del/2023/905/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Art. 3: In die EU exportierten Tieren/Erzeugnissen dürfen keine antimikrobiellen Mittel zur Wachstumsförderung/Ertragssteigerung und keine dem Menschen vorbehaltenen antimikrobiellen Mittel verabreicht worden sein (Durchführungsverordnung 2022/1255). Die Bedingungen gelten 24 Monate nach dem Durchführungsrechtsakt mit der Liste; laut Durchführungsverordnung 2026/1189 ist dies der 3. September 2026.
  17. Commission Implementing Regulation (EU) 2026/1189 amending Implementing Regulation (EU) 2021/405 as regards the restrictions on the use of certain antimicrobial medicinal products (repealing Implementing Reg. 2024/2598) – European Commission, 2026. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2026/1189/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft; Art. 1 gilt ab dem 3. September 2026. Der neue Anhang XVIa der Verordnung 2021/405 listet Drittländer mit Garantien für die Einhaltung von Art. 3 der Verordnung 2023/905. Die Zeile Ägyptens hat nur in der Spalte „Därme“ ein „X“ (kein Eintrag für Rinder, Geflügel, Aquakultur, Milch, Eier, Honig). Erwägungsgrund 17: Die Einträge Brasiliens für Geflügel, Aquakultur usw. wurden mangels Garantien gestrichen.
  18. Commission Implementing Regulation (EU) 2021/405 laying down the lists of third countries authorised for entry into the Union of certain animals and goods intended for human consumption; consolidated 03.09.2026 – European Commission, 2021. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_impl/2021/405/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Anhang -I (genehmigte Rückstandsüberwachungspläne): Ägypten nur für „Därme“ mit „X“ gekennzeichnet (kein genehmigter Plan für Rinder, Geflügel, Aquakultur, Milch, Eier, Honig). Anhang IX (Fischereierzeugnisse): Ägypten „nur Wildfang“. Anhang XI: Ägypten „nur Froschschenkel“.
  19. Council Directive 1999/74/EC laying down minimum standards for the protection of laying hens; and Commission Delegated Regulation (EU) 2023/2465 on marketing standards for eggs – Council of the EU / European Commission, 1999/2023. https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/1999/74/oj ; https://eur-lex.europa.eu/eli/reg_del/2023/2465/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Beide in Kraft. 1999/74: Haltung in nicht ausgestalteten Käfigen „ab 1. Januar 2012 verboten“. 2023/2465: Eier werden mit einem Erzeugercode gekennzeichnet, der Haltungsform und Erzeugungsbetrieb angibt; die Bedeutung des Erzeugercodes muss auf oder in der Verpackung erläutert werden.
  20. The 2024 European Union report on pesticide residues in food – EFSA, 2026. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42095190/ (Art: monitoring_data; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Abstract: EU-koordiniertes Programm 9842 Proben, 1,2 % beanstandet; nationale Programme 86.449 Proben, 1,8 % beanstandet; Programm für verstärkte Einfuhrkontrollen 39.433 Proben, 3,6 % beanstandet; „das geschätzte ernährungsbedingte Risiko erwies sich für die meisten Bevölkerungsgruppen der EU als gering“. Volltext (Europe PMC): EU MACP (EU-koordiniertes mehrjähriges Kontrollprogramm) 97,6 % innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte; 46,6 % inländisch, 29,3 % andere meldende Länder, 20,1 % Drittländer; ein Pestizid wurde in 14,1 % von 759 Proben quantifiziert: „Die meisten Quantifizierungen betrafen Orangen … aus Ägypten“ (0,01–0,13 mg/kg, keine beanstandet); Imidacloprid-Befunde in „Granatäpfeln aus Peru und Ägypten, Kartoffeln aus Ägypten“. Bei zugelassenen Anwendungen waren die Beanstandungsanteile für Herkunft aus der EU und aus Drittländern ähnlich („unabhängig vom Ursprungsland sehr ähnlich“).
  21. The European Union One Health 2024 Zoonoses Report – EFSA and ECDC, 2025. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41377167/ (Art: monitoring_data; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Volltext (Europe PMC PMC12686834): Herden adulter Legehennen 2024, Salmonellen-Herdenprävalenz in der EU 4,0 % (3,9 % 2023), Zielserovare 1,6 %; Masthähnchenherden Salmonellen 4,3 %, Zielserovare 0,29 %; „Vierzehn Mitgliedstaaten und das Vereinigte Königreich (Nordirland) erreichten alle Ziele“; Salmonellen in „Eiern und Eiprodukten“ die Kombination aus Erreger und Lebensmittel, die am meisten Anlass zur Sorge gab; amtliche Verifizierungsproben zu Lebensmittelsicherheitskriterien: 4,9 % positiv bei der Herstellung vs. 2,3 % im Vertrieb. Reiseassoziierte Salmonellose, außerhalb der EU erworben (n=5473): Türkei 25,5 %, Ägypten 11,5 % (628/5473).
  22. EFSA news 'Veterinary drug residues in food: what's the latest in the EU?' (report on 2024 monitoring data; technical report doi 10.2903/sp.efsa.2026.EN-9913) – EFSA, 2026. https://www.efsa.europa.eu/en/news/veterinary-drug-residues-food-whats-latest-eu (Art: monitoring_data; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Meldung vom 10. Februar 2026: Daten für 2024 aus EU-Mitgliedstaaten sowie Island und Norwegen; „0,13 % (629 von 493.664 Proben)“ beanstandet (0,11 % im Vorjahr); risikobasierter Produktionsplan 0,16 %, randomisierter Überwachungsplan 0,22 %, risikobasierter Plan für Einfuhren aus Drittländern 0,2 %.
  23. European Sales and Use of Antimicrobials for Veterinary Medicine (ESUAvet) – Annual surveillance report for 2024 (EMA/CVMP/ESUAVET/376993/2025) – European Medicines Agency, 2025. https://www.ema.europa.eu/en/documents/report/european-sales-use-antimicrobials-veterinary-medicine-annual-surveillance-report-2024_en.pdf (Art: monitoring_data; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Ausgangswert 2018 118,3 mg/PCU, Ziel 2030 59,2 mg/PCU (50 % Reduktion, Farm to Fork). „Im Jahr 2024 lag die aggregierte Abgabe in der EU bei 89,6 mg/PCU, eine Verringerung um 24,3 % gegenüber 2018.“
  24. BVL Pressemitteilung 'Antibiotikaabgabe in der Tiermedizin weiter auf niedrigem Niveau' (data year 2025) – Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), 2026. https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/05_tierarzneimittel/2026/PM_Antibiotika-Abgabemengen.html (Art: monitoring_data; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Stand 06.10.2026: 562 t Antibiotika in der Tiermedizin in Deutschland im Jahr 2025 abgegeben (−0,3 t gegenüber 2024); 67 % weniger als 2011 (1.706 t); Colistin 31 t (2024) → 26 t (2025); Fluorchinolone +~18 % auf 6,3 t.
  25. BfR Stellungnahme 031/2024: Ergebnisse des Nationalen Rückstandskontrollplans und des Einfuhrüberwachungsplans 2022 – Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), 2024. https://bfr.bund.de/cm/343/ergebnisse-des-nationalen-rueckstandskontrollplans-und-des-einfuhrueberwachungsplans-2022.pdf (Art: official_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    NRKP 2022: 53.267 Planproben, 191 (0,36 %) beanstandet (2021: 0,32 %); EÜP (Einfuhrüberwachungsplan) 2022: 1.055 Einfuhrproben, 2 (0,19 %) beanstandet. Gruppe A (anabole/nicht zugelassene Stoffe): 38.585 Proben, 1 beanstandet. Dioxine/PCB: „nur eine von etwa 180 Eierproben“ überschritt die Höchstgehalte. BfR: gesundheitliche Beeinträchtigung für die meisten Proben „nicht zu erwarten“; einige antibakterielle Rückstände könnten weniger empfindliche Bakterien selektieren.
  26. Nationale Berichterstattung 'Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln' – Zusammenfassung der Ergebnisse des Jahres 2024 – BVL, 2026. https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/01_Lebensmittel/nbpsm/00_Berichte/NBPSMR_2024.pdf?__blob=publicationFile&v=2 (Art: monitoring_data; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Stand 15. Januar 2026: 16.423 Proben. Herkunft: 6.668 Deutschland, 4.368 andere EU, 2.694 Drittländer, 2.629 unbekannt. MRL-Überschreitungen (Überwachungsprobenahme): Deutschland 1,0 %, andere EU 1,5 %, Drittländer 6,7 % (2023: 8,5 %); Beanstandungen 0,4 % / 0,4 % / 4,3 %. Keine quantifizierbaren Rückstände: Deutschland 57,8 %, andere EU 38,3 %, Drittländer 40,1 %. Ägyptenspezifisch: Süßkartoffeln aus Ägypten Beanstandungsquote 10,9 % (5 von 46 Proben, hauptsächlich Mepiquat); eine Mangoprobe aus Ägypten wegen vier Stoffen beanstandet; Weinblätter aus Ägypten als häufig auffällig aufgeführt (daher in Verordnung 2019/1793).
  27. Bericht des BMG und des UBA an die Verbraucherinnen und Verbraucher über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasser) in Deutschland (2020–2022), Reihe Umwelt & Gesundheit 03/2025 – Bundesministerium für Gesundheit / Umweltbundesamt, 2025. https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/bericht-des-bundesministeriums-fuer-gesundheit-des-5 (Art: official_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Zeitraum 1.1.2020–31.12.2022; 2.507 große Wasserversorgungsgebiete, die 2022 74,1 Millionen Menschen (88,6 %) versorgten; „Bei den meisten mikrobiologischen und chemischen Qualitätsparametern erfüllten über 99 % der untersuchten Proben“ die Anforderungen der TrinkwV.
  28. Risk to human health related to the presence of perfluoroalkyl substances in food – EFSA CONTAM Panel, 2020. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32994824/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    TWI 4,4 ng/kg KG pro Woche für die Summe aus PFOA, PFNA, PFHxS, PFOS; „Fischfleisch“, „Obst und Obsterzeugnisse“ sowie „Eier und Eiprodukte“ trugen am meisten zur Exposition bei; „Teile der europäischen Bevölkerung überschreiten diese TWI, was Anlass zur Sorge gibt.“
  29. Risk for animal and human health related to the presence of dioxins and dioxin-like PCBs in feed and food – EFSA CONTAM Panel, 2018. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32625737/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    TWI 2 pg TEQ/kg KG/Woche; mittlere Aufnahme und P95 bei Jugendlichen/Erwachsenen/älteren Menschen 2,1–10,5 bzw. 5,3–30,4 pg TEQ/kg KG/Woche, „was eine erhebliche Überschreitung der TWI bedeutet“; PCDD/F und DL-PCB gehen in Milch und Eier über.
  30. National Food Safety Authority (NFSA) of Egypt – official website (Law No. 1 of 2017) – National Food Safety Authority, Egypt, 2017. https://www.nfsa.gov.eg/ (Art: official_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Gesetz Nr. 1 von 2017 zur Errichtung der NFSA, veröffentlicht im Amtsblatt am 10. Januar 2017; die NFSA wurde als einheitliche Stelle geschaffen, weil sich zuvor mehr als 17 Stellen unter mehreren Ministerien die Aufgaben der Lebensmittelsicherheit teilten.
  31. NFSA legislation index (القوانين والتشريعات والقرارات الغذائية) – National Food Safety Authority, Egypt, 2017-2023. https://nfsa.gov.eg/ar-eg/SitePages/Index/%D8%A7%D9%84%D9%82%D9%88%D8%A7%D9%86%D9%8A%D9%86%20%D9%88%D8%A7%D9%84%D8%AA%D8%B4%D8%B1%D9%8A%D8%B9%D8%A7%D8%AA%20%D9%88%D8%A7%D9%84%D9%82%D8%B1%D8%A7%D8%B1%D8%A7%D8%AA%20%D8%A7%D9%84%D8%BA%D8%B0%D8%A7%D8%A6%D9%8A%D8%A92 (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Listet u. a.: Durchführungsbestimmungen (Kabinettsbeschluss 412/2019); Entscheidung 13/2020 verbindliche technische Regeln zu Höchstgehalten für Tierarzneimittelrückstände in Lebensmitteln; Entscheidung 6/2021 über zulässige Pestizidrückstände; Entscheidung 6/2022 über Höchstgehalte für chemische Kontaminanten; Entscheidung 1/2021 mikrobiologische Kriterien; Entscheidung 4/2020 Lebensmittelzusatzstoffe; Entscheidung 11/2020 Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit in Lebensmittelbetrieben; Entscheidung 16/2022 Rückverfolgbarkeit (geändert 3/2023); Entscheidung 1/2022 technische Anforderungen an Fischexporte in die EU; Entscheidung 7/2020 risikobasierte Einfuhrkontrolle.
  32. DG SANTE audit CT-2025-0205, Egypt, October 2025: Pesticides (controls of pesticide residues in food of plant origin intended for export to the EU); published 26-02-2026 – European Commission, DG SANTE, 2026. https://ec.europa.eu/food/audits-analysis/audit-report/details/4976 (Art: audit_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Vollständig gelesen (PDF-Download 17197). Umfang: Orangen, Zimtäpfel, Paprika, Weinblätter, Erdbeeren. EFSA-Daten 2023: Beanstandungsquote bei Lebensmitteln ägyptischen Ursprungs 4,61 %, MRL-Überschreitung 8,14 %, gegenüber durchschnittlich 3,4 % bzw. 6,2 % bei Nicht-EU-Exporteuren. Die Beanstandungsquote bei Orangen an der EU-Einfuhr sank von 15 % (2. Halbjahr 2022) auf 1,41 % (1. Halbjahr 2025); Paprika ~8 % (4,59–13,16 %); alle beprobten Sendungen mit Weinblättern zurückgewiesen. 3.408 Pflanzenschutzmittel-Formulierungen mit 296 Wirkstoffen in Ägypten registriert; 118 Stoffe in in Ägypten registrierten Pflanzenschutzmitteln in der EU nicht genehmigt; Chlorpyrifos in Ägypten seit Juni 2022 verboten; ägyptische MRL-Liste stützt sich in erster Linie auf den Codex, einige Werte höher als in der EU. Die nationale Überwachung „zeigt relativ niedrige Beanstandungsquoten … Da die Bewertungsmaßstäbe jedoch unterschiedlich sind, sind die Ergebnisse nicht vollständig vergleichbar.“ Exportkontrollen (Registrierung, Rückverfolgbarkeit, Probenahme vor dem Export) sind zusätzliche Programme für die Exportkette; gefrorene/verarbeitete Erzeugnisse können von nicht registrierten Erzeugern stammen; „Ab Januar 2026 wird das Mandat den Binnenmarkt einschließen“ (NFSA). „der mögliche Handel mit illegalen Pflanzenschutzmitteln gibt weiterhin Anlass zur Sorge“.
  33. DG SANTE audit 2024-8055, Egypt, November 2024: Food of non-animal origin intended for export to the EU (microbiological risks); published 22-04-2025 – European Commission, DG SANTE, 2025. https://ec.europa.eu/food/audits-analysis/audit-report/details/4863 (Art: audit_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Zusammenfassung: Das amtliche Kontrollsystem für exportierte Lebensmittel nicht tierischen Ursprungs (FNAO) umfasst Betriebe, Verarbeiter und Exporteure; GAP-Inspektion/-Zertifizierung für neun Haupterzeugnisse einschl. Erdbeeren; bei Kräutern und Gewürzen beschränken sich die Kontrollen in den Betrieben meist auf Stichprobeninspektionen; System nach der Ernte „gut etabliert, umfassend und effizient“; „Der Bericht enthält keine Empfehlungen an Ägypten.“
  34. DG SANTE audit 2024-8106, Egypt, May–June 2024: Fishery products intended for export to the EU; published 23-09-2024 – European Commission, DG SANTE, 2024. https://ec.europa.eu/food/audits-analysis/audit-report/details/4800 (Art: audit_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Nach dem Audit von 2021 zog Ägypten alle Betriebe von der EU-Liste zurück und setzte die Zertifizierung aus; seit 2021 „haben keine Exporte von Fischereierzeugnissen stattgefunden“; seitdem keine RASFF-Meldungen zu ägyptischen Fischereierzeugnissen. Probenahmeplan 2023: Schwermetalle 22 Proben (alle konform), Dioxine/PCB 14 Proben; PFAS damals „nicht Gegenstand der Kontrolle“ (nicht im Einklang mit der Verordnung 2019/627); Referenzmethode für Histamin nicht angewandt. Die Mängel schwächen die Garantien.
  35. DG SANTE audit 2022-7391, Egypt, September 2022: Contaminants (aflatoxin in peanuts for export to the EU); published 17-02-2023 – European Commission, DG SANTE, 2023. https://ec.europa.eu/food/audits-analysis/audit-report/details/4574 (Art: audit_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Ägypten verfügt über den erforderlichen rechtlichen/organisatorischen Rahmen; akkreditierte Labore arbeiten gut; aber die amtlichen Kontrollen bei den Primärerzeugern überprüfen die GAP zur Vermeidung von Aflatoxinen nicht; Packbetriebe dürfen exportieren, auch wenn sie nicht alle Bedingungen der Bescheinigung erfüllen („wirft Bedenken hinsichtlich der Zuverlässigkeit des Bescheinigungssystems auf“); Anstieg der RASFF-Meldungen möglicherweise im Zusammenhang mit stark gestiegenem Exportvolumen; eine kleine Zahl von Unternehmen ist für die meisten Zurückweisungen verantwortlich.
  36. DG SANTE audit 2021-7328, Egypt, May–June 2021 (remote): Fishery products; published 04-01-2022 – European Commission, DG SANTE, 2022. https://ec.europa.eu/food/audits-analysis/audit-report/details/4439 (Art: audit_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Fernaudit; „erhebliche Mängel in praktisch allen für dieses Audit relevanten Bereichen“ (Rechtsvorschriften, schriftliche Verfahren, Schulung, Kontrollen der Primärproduktion, Anlandestellen, Zusatzstoffe).
  37. DG SANTE audit 2019-6697, Egypt, Jan–Feb 2019: Microbiological contamination in food of non-animal origin; published 03-07-2019 – European Commission, DG SANTE, 2019. https://ec.europa.eu/food/audits-analysis/audit-report/details/4148 (Art: audit_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Kontrollsystem für mikrobiologische Risiken bei exportierten Lebensmitteln nicht tierischen Ursprungs (FNAO) „in einer Phase des Übergangs und der Reformen“; Hygienepraktiken in den besuchten Betrieben/bei Exporteuren im Einklang mit den EU-Anforderungen; der Hintergrundteil nennt den STEC-O104:H4-Ausbruch 2011 in Deutschland (etwa 4.000 Erkrankte, mehr als 56 Todesfälle).
  38. DG SANTE audit 2011-6265, Egypt, August 2011: trace back the source of infection of the recent E. coli O104:H4 strain outbreaks in the EU (detail page) – European Commission, DG SANTE, 2011. https://ec.europa.eu/food/audits-analysis/audit-report/details/2769 (Art: audit_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Die Detailseite bestätigt ein EU-Audit in Ägypten im August 2011 zur Rückverfolgung der Quelle der O104:H4-Ausbrüche (veröffentlicht am 26-10-2011).
  39. RASFF Window – public notification search (consolidated), queried for notifications with 'Egypt' in the subject and origin country EG, validation years 2023–2025 – European Commission (RASFF), 2026. https://webgate.ec.europa.eu/rasff-window/screen/search (Art: database; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Eigene Abfrage der öffentlichen Backend-Schnittstelle (POST .../rasff-window/backend/public/notification/search/consolidated/) am 2026-10-25: 2023: 113 Meldungen; 2024: 153; 2025: 119. Stichwortbasierte Einordnung der Betreffzeilen (näherungsweise): Pestizidrückstände 73 / 70 / 82; Aflatoxine 15 / 47 / 14; mikrobiologisch 11 / 13 / 4; Sonstiges (Zusatzstoffe, Pyrrolizidinalkaloide, Fremdkörper, Bescheinigungen usw.) 14 / 23 / 19. Produktkategorien 2023–2025: Obst und Gemüse 217, Nüsse/Nusserzeugnisse/Samen 86, Kräuter und Gewürze 41; nur eine Meldung zu einem tierischen Erzeugnis (Blei in gesalzenen Rinderdärmen, 2023); keine zu Geflügel, Eiern, Milch oder Fisch.
  40. Pesticide Residues in Egyptian Strawberries Inspected at the EU Border (2021-2024) – Sikorska-Zimny KM et al., 2025. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41471804/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Ägyptische Erdbeeren, kontrolliert an der polnischen Grenze: Die Nachweisraten stiegen von 63 % (2022) auf über 90 % (2023–2024); in jedem Jahr einige Proben ohne Rückstände; elf MRL-Überschreitungen; bis zu elf Pestizide in einer einzigen Probe.
  41. Pesticide Residues in Vegetables and Fruits from Farmer Markets and Associated Dietary Risks – El-Sheikh EA et al., 2022. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36432173/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Bauernmärkte, Gouvernement Sharkia, Ägypten; LC-MS/MS und GC-MS/MS; 40 Pestizide nachgewiesen; 35 (40,7 %) von 86 in Gemüse nachgewiesenen Rückständen und 35 (38,9 %) von 90 in Obst nachgewiesenen Rückständen überschritten die MRL; akutes/chronisches Risiko festgestellt für Lambda-Cyhalothrin (Spinat), Fipronil (Zucchini), Dimethoat (Kaki), Omethoat (Erdbeere).
  42. Assessment of antibiotic residues in chicken meat – Kamouh HM et al., 2024. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38633178/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    100 im Einzelhandel in Ägypten verkaufte Hähnchenfleischproben (Brust, Schenkel, Muskelmagen, Leber; je 25); mikrobieller Hemmtest + HPLC; 23 % positiv für Oxytetracyclin, 21 % Gentamicin, 17 % Ciprofloxacin; 30 Minuten Kochen verringerte die Rückstände um 88,2 %, 95,2 % bzw. 31,3 %.
  43. Health risk assessment of enrofloxacin, oxytetracycline, and sulfadimidine residues in broiler chicken carcasses marketed in Mit Ghamr, Egypt – Noah SM et al., 2026. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42527435/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    180 Gewebeproben (60 Brust, 60 Schenkel, 60 Leber) aus Geflügelgeschäften; HPLC; nachgewiesen Enrofloxacin 51,67 %, Oxytetracyclin 71,67 %, Sulfadimidin 16,67 %; von den positiven Proben überschritten 54,84 %, 55,81 % bzw. 70 % die MRL; Gefährdungsquotienten 0,0002–0,050 – „kein signifikantes Gesundheitsrisiko weder für Erwachsene noch für Kinder“.
  44. Antibiotic residues correlate with antibiotic resistance of Salmonella typhimurium isolated from edible chicken meat – Ali HR et al., 2025. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40307359/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Gekühltes Hähnchenfleisch, Provinz Fayoum: 22,2 % von Fleisch/Leber mit S. Typhimurium kontaminiert, alle Isolate arzneimittelresistent; Rückstände von Tylosin, Chloramphenicol, Oxytetracyclin (und 4-epi-OTC) nachgewiesen; Isolate aus Proben über dem MRL gegen dasselbe Antibiotikum resistent.
  45. Antimicrobial use in animal farms in Egypt: rates, patterns, and determinants – ElSayed N et al., 2025. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39828782/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Befragung von 111 von 150 Betrieben (74 %) in 15 Gouvernements: Alle setzten antimikrobielle Mittel ein; 65 % berichteten einen nicht therapeutischen Einsatz; Penicilline 81 %, Makrolide 78 %, Tetracycline 72 %; die Hälfte setzte Colistin ein, 55 % davon nicht therapeutisch; der nicht therapeutische Einsatz hatte keinen Einfluss auf die Futterverwertung; Autorinnen und Autoren: „Ägyptische Leitlinien für den Einsatz antimikrobieller Mittel in der Tierhaltung werden dringend benötigt“.
  46. Hormonal residues in chicken and cattle meat: A risk threat the present and future consumer health – Kamaly HF et al., 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37956705/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    92 Hähnchen- und 56 Rindfleischproben, Stadt Assiut 2022; ELISA auf Östradiol, Progesteron, Testosteron; die Autorinnen und Autoren berichten eine geschätzte Östradiolaufnahme über der ADI in fast allen Proben und einen HI >1; „in Ägypten … wurden bis jetzt keine sicheren Grenzwerte festgelegt“.
  47. Antimicrobial Resistance of Salmonella enteritidis and Salmonella typhimurium Isolated from Laying Hens, Table Eggs, and Humans ... – Abou Elez RMM et al., 2021. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34944331/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Gouvernement Sharkia: Salmonellen in 19,3 % der untersuchten Proben; Legehennen 33,1 %; S. Enteritidis 5,8 %, S. Typhimurium 2,8 %; MDR (multiresistent) bei 83,8 % der Isolate.
  48. Prevalence of Non-typhoidal Salmonellae in the Retail Chicken Meat in Alexandria, Egypt – Barac D et al., 2024. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39678989/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    60 rohe Hähnchenschlachtkörper-Proben von sechs Märkten: 33,3 % Salmonellen; Leber und Muskelmagen 60 %; ein Supermarkt wies keine Salmonellen auf; die Autorinnen und Autoren führen die Kontamination weitgehend auf den Umgang auf den Märkten zurück.
  49. Ecological prevalence, genetic diversity, and multidrug resistance of Salmonella enteritidis recovered from broiler and layer chicken farms – Elsayed MM et al., 2024. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38215504/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Salmonellen in 20 (17 %) von 117 Proben aus kleinen Masthähnchenherden; Isolate multiresistent (MDR).
  50. A Public Health Insight into Salmonella in Poultry in Africa: A Review of the Past Decade: 2010-2020 – Ramtahal MA et al., 2022. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35696336/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Nach PRISMA durchgeführter narrativer Übersichtsartikel; die Prävalenz multiresistenter Salmonellen reichte von 12,1 % (Simbabwe) bis 100 % in Ägypten, Äthiopien, Nigeria, Senegal, Südafrika; der Einsatz antimikrobieller Mittel wurde nur in 11,5 % der Studien beschrieben.
  51. Dietary intake of dioxins and dioxin-like PCBs, due to the consumption of dairy products, fish/seafood and meat from Ismailia city, Egypt – Loutfy N et al., 2006. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16806402/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    HRGC/HRMS; Aufnahme 6,04–6,68 pg WHO-TEQ/kg KG/Tag einschl. DL-PCB aus Milchprodukten, Fisch/Meeresfrüchten, Fleisch; Milchprodukte (hauptsächlich Käse) trugen 89 % der PCDD/F-Aufnahme bei; „höher als die maximale TDI der WHO von 4 pg TEQ/kg KG/Tag“. Eier wurden nicht gemessen (für die Schätzung wurden EU-Daten verwendet).
  52. Aflatoxin M1 in Africa: Exposure Assessment, Regulations, and Prevention Strategies - A Review – Zinedine A et al., 2021. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34611756/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Ägypten, Kenia und Nigeria haben in Afrika die meisten AFM1-Untersuchungen; einige Berichte zeigten, dass 100 % der Proben den EU-Grenzwert (50 ng/kg) überschritten, z. B. in Ägypten; AFM1 bis 8.000 ng/kg in Milch aus Ägypten berichtet.
  53. The prevalence of aflatoxin M1 in milk of Middle East region: A systematic review, meta-analysis and probabilistic health risk assessment – Rahmani J et al., 2018. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29902498/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    49 Artikel, 7484 Datenpunkte (1995–2017); AFM1-Prävalenz in Rohmilch in Ägypten 38 %; Länderrangfolge nach Konzentration in Rohmilch Syrien > Türkei > Iran > Ägypten > Libanon > Palästina; Gefährdungsindex für ägyptische Rohmilch 0,18 (Erwachsene), 0,84 (Kinder).
  54. A Comprehensive Systematic Review and Meta-Analysis on the Prevalence of Aflatoxin M1 in Dairy Products in Selected Middle East Countries – Arghavan B et al., 2025. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39840829/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    193 Studien, 297.530 Proben (bis Aug. 2023); AFM1 in insgesamt 87 % der Milcherzeugnisse; Rangfolge nach Prävalenz Iran > Jordanien > Türkei > Kuwait > Libanon > Syrien > Ägypten > Zypern > VAE.
  55. Assessment of some chemical residues in Egyptian raw milk and traditional cheese – Ibrahim AA et al., 2024. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38549581/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Rohmilch: erhöhter Bleigehalt in 46 % und Cadmium in 4 % der Proben; p,p'-DDE in 45 % der Rohmilch- und 29 % der Ras-Käse-Proben; AFM1 überschritt die zulässigen Grenzwerte nur in 7 % der Milch- und 2,9 % der Ras-Käse-Proben (ELISA).
  56. Heavy Metal Residues in Some Fishes from Manzala Lake, Egypt, and Their Health-Risk Assessment – Sallam KI et al., 2019. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31242536/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    600 Fische (je 200 Nil-Tilapia, Großkopfmeeräsche, Afrikanischer Raubwels); mittlerer Pb-Gehalt 0,704, 0,635, 0,64 µg/g; Hg 0,045, 0,0145, 0,017 µg/g; Cd 0,024, 0,006, 0,020 µg/g Frischgewicht; Gesundheitsrisikoindizes deuten auf eine mögliche Gefährdung hin.
  57. Carcinogenic and non-carcinogenic health risks associated with the consumption of fishes contaminated with heavy metals from Manzala Lake, Egypt – Abd-Elghany SM et al., 2024. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38657491/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Mittlerer Pb-Gehalt 1,01, 0,87, 0,95 mg/kg; Cd 0,05, 0,12, 0,06 mg/kg; Hg 0,01, 0,15, 0,29 mg/kg; As 3,16–4,74 mg/kg (Tilapia, Meeräsche, Wels); „die Gehalte … überschritten in den meisten Proben ihre zulässigen Höchstwerte“; THQ >1 für Hg und Cd.
  58. Exposure assessment of pesticide residues, heavy metals, and veterinary drugs through consumption of Egyptian fish samples – Ghuniem MM et al., 2024. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39309634/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    48 Fischproben, Gouvernement Kafr El-Sheikh; LC-MS/MS, ICP-MS, GC-MS; mittlerer Gehalt Cd 0,02, Hg 0,051, Pb 0,031 mg/kg; „Alle Gehalte an Cadmium, Quecksilber und Blei … deutlich niedriger als die nach ägyptischen und europäischen Normen zulässigen Höchstwerte“; Antibiotika- und Pestizidrückstände in keiner Probe nachgewiesen.
  59. One health risk assessment of heavy-metal contamination in Nile tilapia (Oreochromis niloticus) from contrasting aquaculture systems in Egypt – Farahat Abdelmawla M et al., 2026. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42662802/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Aquakultur, die auf landwirtschaftliches Drainagewasser angewiesen ist; im Wasser des Kitchener Drain überschritten Pb, Cd, Cr, Hg die WHO-Grenzwerte um das 5- bis 54-Fache; Pb in der Leber bis 4,90 mg/kg; „Das Muskelfleisch blieb innerhalb der FAO/WHO-Grenzwerte“; alle THQ <1; geringer Abstand beim Pb (0,28 vs. 0,3 mg/kg).
  60. Systems-thinking approach to identify and assess feasibility of potential interventions to reduce antibiotic use in tilapia farming in Egypt – Desbois AP et al., 2021. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34276104/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Volltext (Europe PMC PMC8164158): „Ägypten erzeugt mehr Fisch aus Aquakultur als das übrige Afrika zusammen … 1,56 Millionen Tonnen im Jahr 2018 (FAO, 2020)“; Mastteiche überwiegend mit landwirtschaftlichem Drainagewasser gespeist (ca. 70 % der Betriebe), Nil ca. 20 %, Grundwasser ca. 10 %; Antibiotika gelangen über Fütterungsarzneimittel/Teichwasser und über Drainagewasser in die Teiche; Teiche mit eingeschlechtlicher Brut besetzt.
  61. World Bank World Development Indicators API – SH.H2O.SMDW.ZS, SH.H2O.BASW.ZS, SH.STA.SMSS.ZS (source: WHO/UNICEF JMP) – World Bank / WHO-UNICEF Joint Monitoring Programme, 2026. https://api.worldbank.org/v2/country/EGY;DEU/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS?format=json (Art: database; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Sicher bewirtschaftetes Trinkwasser 2024: Ägypten 78,94 %, Deutschland 99,92 %; zumindest Basisversorgung mit Trinkwasser 2024: Ägypten 97,30 %, Deutschland 100 %; sicher bewirtschaftete Sanitärversorgung 2024: Ägypten 57,34 %.
  62. Prevalence of glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency in neonates in Egypt – Elella SA et al., 2017. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28988250/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Volltext (Europe PMC PMC6074198): 2015 an einem Universitätsklinikum geborene Säuglinge, mit quantitativem fluorometrischem Test gescreent; G6PD-Mangel bei 119 (4,3 %) Neugeborenen; 6,2 % (91/1453) der Jungen und 2,1 % (28/1329) der Mädchen.
  63. Prevalence of and mothers' knowledge, attitude and practice towards glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency among neonates with jaundice: a cross-sectional study – Kasemy ZA et al., 2020. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32102818/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    487 ägyptische Neugeborene mit indirekter Hyperbilirubinämie (2018–2019): G6PD-Mangel 10,10 %; Risikofaktoren männliches Geschlecht, Familienanamnese, Blutsverwandtschaft der Eltern.
  64. The global prevalence of glucose-6-phosphate dehydrogenase deficiency: a systematic review and meta-analysis – Nkhoma ET et al., 2009. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19233695/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    ~400 Millionen Betroffene weltweit; 280 Prävalenzschätzungen aus 88 Ländern; höchste Prävalenz in Afrika südlich der Sahara; hohe Heterogenität, weitgehend aufgrund unterschiedlicher Erhebungsmethoden.
  65. [Increase in genetically determined anemia as a result of migration in Germany] – Zur B et al., 2016. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26899228/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Hämoglobinopathien und G6PD-Mangel „sind in Deutschland keine seltenen Erkrankungen mehr“, wegen der Zuwanderung aus endemischen Regionen, in denen Prävalenzen von 40 % und mehr gefunden wurden.
  66. Favism: Clinical Features at Different Ages – Beretta A et al., 2023. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36678214/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Favismus = Hämolyse nach dem Verzehr von Saubohnen bei Menschen mit G6PD-Mangel; große Variabilität zwischen und innerhalb von Personen; am schwersten bei den jüngsten Kindern und bei Schwangeren; Todesfälle bei Säuglingen berichtet.
  67. Analysis of Reported Aflatoxin Levels in EU's Rapid Alert System for Food and Feed (RASFF) Notifications – Kow R et al., 2025. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41008222/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    RASFF-Aflatoxin-Meldungen 2010–2023: Erdnüsse 34,4 %, Pistazien 17,3 %, Feigen 12,5 % der Meldungen; länderspezifische Muster.
  68. German outbreak of Escherichia coli O104:H4 associated with sprouts – Buchholz U et al., 2011. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22029753/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Sprossen als wahrscheinlichstes Vehikel ermittelt (Restaurant-Kohorte RR 14,2; Sprossenverzehr erklärte 100 % der Fälle); Rückverfolgung zu Erzeuger A; der Ausbruchsstamm wurde auf den Samen der betroffenen Charge nicht gefunden.
  69. Outbreak of Shiga toxin-producing Escherichia coli (STEC) O104:H4 infection in Germany causes a paradigm shift ... – Beutin L et al., 2012. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22289607/ (Art: peer_reviewed; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    3.842 Fälle; „Epidemiologische Untersuchungen ergaben Bockshornkleesamen als Eintragsquelle … die mikrobiologische Untersuchung der Samen auf diesen Erreger ergab jedoch negative Ergebnisse.“
  70. Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) vom 6. Mai 2024 (BGBl. 2024 I Nr. 149), § 5 Allgemeine Informationspflichten; § 7 Beschränkte Verantwortlichkeit – Bundesrepublik Deutschland, 2024. https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html ; https://www.gesetze-im-internet.de/ddg/__7.html (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    § 5 Abs. 1: Anbieter „geschäftsmäßige[r], in der Regel gegen Entgelt angebotene[r] digitale[r] Dienste“ müssen Name und Anschrift, Angaben zur schnellen elektronischen Kontaktaufnahme einschl. E-Mail, Registerangaben, USt-IdNr. usw. „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar … ständig verfügbar“ halten. § 7 Abs. 1: Die Artikel 4–8 der Verordnung (EU) 2022/2065 gelten für alle Diensteanbieter. Fassung zuletzt geändert durch Art. 1 G v. 12.5.2026.
  71. Leitfaden zur Impressumspflicht im Internet (2024) – Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM), 2024. https://www.nlm.de/fileadmin/dateien/pdf/leitfaden_impressumspflicht_2024.pdf (Art: official_report; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Die Impressumspflicht ergibt sich aus § 18 MStV und § 5 DDG; journalistisch-redaktionelle Angebote müssen zusätzlich nach § 18 Abs. 2 MStV einen „Verantwortlichen“ benennen (Name, Anschrift; ständiger Aufenthalt in Deutschland, unbeschränkte Geschäftsfähigkeit usw.); andere Telemedien, die nicht ausschließlich persönlichen oder familiären Zwecken dienen, benötigen nach § 18 Abs. 1 MStV ein einfaches Impressum (Name, ladungsfähige Anschrift); rein private Nutzung wird „sehr eng ausgelegt“, im Zweifel wird ein Impressum empfohlen; Erreichbarkeit mit höchstens zwei Klicks; Bußgelder bis 50.000 EUR (§ 115 MStV / § 33 DDG).
  72. Regulation (EU) 2016/679 (General Data Protection Regulation) – European Parliament and Council, 2016. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2016/679/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Art. 6 Abs. 1 Buchst. f (Wortlaut gelesen): Verarbeitung rechtmäßig, wenn sie „zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich [ist], sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person … überwiegen“; Art. 13: Informationspflicht bei Erhebung von personenbezogenen Daten bei der betroffenen Person. Relevant für Serverprotokolle mit IP-Adressen.
  73. Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG, formerly TTDSG) § 25 Schutz der Privatsphäre bei Endeinrichtungen – Bundesrepublik Deutschland, 2021/2024. https://www.gesetze-im-internet.de/ttdsg/__25.html (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    § 25 Abs. 1: Speichern von Informationen in der Endeinrichtung des Endnutzers bzw. Zugriff darauf nur mit Einwilligung; § 25 Abs. 2 Nr. 2: keine Einwilligung erforderlich, wenn „unbedingt erforderlich“, um einen vom Nutzer ausdrücklich gewünschten digitalen Dienst zur Verfügung zu stellen.
  74. Urheberrechtsgesetz (UrhG) § 51 Zitate; § 62 Änderungsverbot; § 63 Quellenangabe – Bundesrepublik Deutschland, 1965 (current). https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__51.html ; https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__62.html ; https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__63.html (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    § 51: Zitieren eines veröffentlichten Werkes zulässig, „sofern die Nutzung in ihrem Umfang durch den besonderen Zweck gerechtfertigt ist“, insbesondere Stellen in einem selbständigen Werk. § 62 Abs. 1: keine Änderungen; § 62 Abs. 2: Übersetzungen und Auszüge zulässig, soweit der Zweck es erfordert. § 63 Abs. 1: „ist stets die Quelle deutlich anzugeben“.
  75. UrhG § 44b Text und Data Mining; Directive (EU) 2019/790 Art. 4 – Bundesrepublik Deutschland / European Union, 2019/2021. https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__44b.html ; https://eur-lex.europa.eu/eli/dir/2019/790/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    § 44b Abs. 3: Nutzungen für Text und Data Mining (TDM) nur zulässig, wenn der Rechtsinhaber sie sich nicht vorbehalten hat; ein Vorbehalt bei online zugänglichen Werken ist nur wirksam, wenn er maschinenlesbar ist. Entspricht Art. 4 Abs. 3 der Richtlinie 2019/790.
  76. eltayebat.com robots.txt (Content-Signal declarations) – Operator of eltayebat.com (Cloudflare-managed content block), 2026. https://eltayebat.com/robots.txt (Art: database; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    „Content-Signal: search=yes,ai-train=no,use=reference“; erklärt, die Einschränkungen seien „EXPRESS RESERVATIONS OF RIGHTS UNDER ARTICLE 4 OF ... DIRECTIVE 2019/790“ (ausdrückliche Rechtevorbehalte nach Artikel 4 der Richtlinie 2019/790); schließt Trainings-Crawler aus, darunter ClaudeBot, GPTBot, Google-Extended, CCBot.
  77. eltayebat.com 'About the archive' page (حول الأرشيف) – Operator of eltayebat.com, 2026. https://eltayebat.com/about/ (Art: database; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    Arabischer Text: „حقوق النشر الحقوق الأدبية للراحل ولورثته. الأرشيف غير ربحي ولا يحتوي إعلانات. أرشيف تعليمي يحفظ محتوى الراحل د. ضياء العوضي بإذن من الورثة. لا يتحمل الأرشيف مسؤولية المحتوى الطبي.“ (Urheber- und Persönlichkeitsrechte liegen beim Verstorbenen und seinen Erben; nicht gewinnorientiert, keine Werbung; mit Erlaubnis der Erben; keine Verantwortung für medizinische Inhalte).
  78. Heilmittelwerbegesetz (HWG) § 1 Anwendungsbereich – Bundesrepublik Deutschland, 1965 (current). https://www.gesetze-im-internet.de/heilmwerbg/__1.html (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    § 1 Abs. 1: gilt für „Werbung“ für Arzneimittel, Medizinprodukte und andere Mittel, Verfahren, Behandlungen, sofern sich die Werbeaussage auf die Erkennung, Beseitigung oder Linderung von Krankheiten bezieht.
  79. Regulation (EU) 2022/2065 (Digital Services Act) – European Parliament and Council, 2022. https://eur-lex.europa.eu/eli/reg/2022/2065/oj (Art: regulation; verifiziert: ja; abgerufen 2026-10-25)
    In Kraft. Art. 4–8: Haftungsbefreiungen für Vermittlungsdienste (reine Durchleitung, Caching, Hosting); in § 7 DDG in Bezug genommen.