Vereinigte Arabische Emirate

Teilweises Länderprofil AE GCC Westasien / Naher Osten

Auswählbar sind alle Länder. Eine wissenschaftliche Länderbewertung liegt aber nur dort vor, wo wir belastbare Quellen gefunden und geprüft haben.

Geltende Rahmen: Vereinigte Arabische Emirate · Golf-Kooperationsrat (GCC) · Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Auf einen Blick

Datenlage je Themenbereich
ThemenbereichGeltende Rahmen
Pestizide und PestizidrückständeVereinigte Arabische Emirate Datenqualität: niedrig
Golf-Kooperationsrat (GCC) Datenqualität: keine Daten
Tierarzneimittel und AntibiotikaVereinigte Arabische Emirate Datenqualität: niedrig
Golf-Kooperationsrat (GCC) Datenqualität: keine Daten
Hormonelle Wachstumsförderernur internationaler Rahmen Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO) Datenqualität: hoch
Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat)nur internationaler Rahmen Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO) Datenqualität: mittel
Mykotoxine (Schimmelpilzgifte)Vereinigte Arabische Emirate Datenqualität: sehr niedrig
Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.)Vereinigte Arabische Emirate Datenqualität: niedrig
Golf-Kooperationsrat (GCC) Datenqualität: keine Daten
Zusatzstoffe und VerarbeitungVereinigte Arabische Emirate Datenqualität: niedrig
Tierhaltung und Futtermittelnur internationaler Rahmen Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO) Datenqualität: niedrig
Kontrollen, Importe, Rückrufe, KennzeichnungVereinigte Arabische Emirate Datenqualität: niedrig
Golf-Kooperationsrat (GCC) Datenqualität: keine Daten
TrinkwasserVereinigte Arabische Emirate Datenqualität: mittel

Nationales Profil: Vereinigte Arabische Emirate

Die Vereinigten Arabischen Emirate legen Lebensmittelvorschriften auf Bundesebene fest (Ministerium für Klimawandel und Umwelt, Normungsbehörde MOIAT), während die Emirate, etwa ADAFSA in Abu Dhabi und die Dubai Municipality, Einfuhren und Märkte kontrollieren. Die Pestizidgrenzwerte folgen einer nationalen Regelung von 2024, die auf Codex- und EU-Grenzwerte verweist. Das Tierarzneimittelrecht verbietet Antibiotika zur Vorbeugung oder Leistungsförderung; Colistin wurde 2024 für die Anwendung bei Tieren verboten, Ciprofloxacin ab November 2026. Eine Studie mit 4.513 Proben eingeführten Obstes an den Häfen in Dubai (2018–2020) fand 26,8 Prozent über den EU-Grenzwerten; solche Proben wurden vom Markt ferngehalten. Studien fanden Salmonellen in 41,2 Prozent von 315 gekühlten Hähnchen aus dem Einzelhandel und in 9,7 Prozent von 380 Eierpackungen. Fast alle Einwohnerinnen und Einwohner haben sicher verwaltetes Trinkwasser (98,6 Prozent im Jahr 2024).

Rechercheumfang: Durchsucht wurden MOCCAE, das Rechtsportal der VAE (HTTP 403), MoEI (Verbindung abgelehnt), Dubai Municipality, ADAFSA, WAM (leere Seiten), WOAH-Präsentationen für den Nahen Osten, USDA FAS und PubMed (Suchanfragen auf Englisch und Arabisch). Gelesen wurden der USDA-FAIRS-Bericht 2025, zwei WOAH-Präsentationen der VAE (2023, 2025), Nachrichtenberichte über die Verbote von Colistin (2024) und Ciprofloxacin (2026) sowie das Einfuhrverbot für Erzeugnisse von 2017 und 5 über PubMed verifizierte Studien. Nicht gefunden oder nicht zugänglich: Text des Kabinettsbeschlusses 116/2024 (Pestizid-Rückstandshöchstgehalte), Text des Bundesgesetzes 10/2015, Überwachungs-/Zurückweisungsberichte von ADAFSA oder Dubai Municipality mit Probenzahlen, ANIMUSE-Mengen der VAE, eine ausdrückliche Regelung der VAE zu hormonellen Leistungsförderern und ein amtlicher Anteil der Entsalzung. Die Bereiche Hormone, Kontaminanten sowie Tierhaltung und Futtermittel sind nicht abgedeckt.

Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

Pestizide und Pestizidrückstände – Vereinigte Arabische Emirate

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
UAE.S MRL 1/2024 „Maximum Residue Limits for Pesticides in Agricultural and Food Products“ (laut Auflistung im Rechtsportal Kabinettsbeschluss 116/2024; Text nicht zugänglich). Sie folgt einer Rangfolge, die zuerst Codex-Rückstandshöchstgehalte und an zweiter Stelle EU-Rückstandshöchstgehalte heranzieht (als dritte Referenz US-Rückstandshöchstgehalte, wie für den Reis-Anhang beschrieben). Im Mai 2017 verboten die VAE die Einfuhr von Erzeugnissen aus mehreren Ländern, bei denen Überschreitungen der Rückstandsgrenzwerte festgestellt worden waren, darunter sämtliche Paprika aus Ägypten; das Verbot für ägyptische Erzeugnisse wurde im Oktober 2017 unter Auflagen aufgehoben (Rückstandsprüfbescheinigung je Sendung, registrierte Betriebe und Packstationen, Aufzeichnungen über Pestizideinsatz).
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Für die einheimische Landwirtschaft der VAE nicht dokumentiert.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Häfen in Dubai, März 2018 – Dezember 2020: 4.513 Proben eingeführten frischen Obstes aus 70 Ländern; 26,8 % über den EU-Rückstandshöchstgehalten; tropische Früchte 32,3 %, Zitrusfrüchte 25,1 %, Melonen 8,9 %. Nach Herkunft: Vietnam 61,1 %, Thailand 58,2 %, Philippinen 25,8 %, Ägypten 23,0 % (73/317), Indien 21,6 %, Kenia 19,8 %. Proben über dem Rückstandshöchstgehalt wurden vom Inverkehrbringen ausgeschlossen. Cornflakes auf dem Markt der VAE (76 SKUs): keine Überschreitungen der Rückstandshöchstgehalte nach UAES MRL 1:2024.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Keine amtliche Risikobewertung der VAE zur Aufnahme von Pestiziden über die Nahrung gefunden.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Hauptdatensatz ist eine Einfuhrstudie an den Häfen eines Emirats; Probenahmedesign (zufällig vs. risikobasiert) nicht angegeben; EU-Rückstandshöchstgehalte verwendet. Nicht repräsentativ für den Verzehr in den VAE oder für einheimische Erzeugnisse. Keine jährlichen Rückstandsberichte von ADAFSA oder Dubai Municipality gefunden.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Pestizide: Proben über dem Höchstgehalt
pest_mrl_exceed_pct
Probenahme an den Häfen in Dubai mit Kontrolleuren der Dubai Municipality (akademische Publikation)
Nur frisches Obst; EU-Rückstandshöchstgehalte; Proben über dem Rückstandshöchstgehalt zurückgewiesen.
26.8 % der Proben über dem Rückstandshöchstgehalt2018-20204.513unbekanntImporteRS-AE-07
Pestizide: Proben über dem Höchstgehalt
pest_mrl_exceed_pct
Probenahme an den Häfen in Dubai, Obst ägyptischer Herkunft
Herkunft Ägypten; 73 von 317 Proben über den EU-Rückstandshöchstgehalten.
23 % der Proben über dem Rückstandshöchstgehalt2018-2020317unbekanntHerkunft außerhalb der EURS-AE-07

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Obst und Gemüse: Eingeführtes frisches Obst an den Häfen in Dubai 2018–2020: 26,8 % über den EU-Grenzwerten (n=4.513); Obst aus Ägypten 23,0 % (n=317). Ägyptische Paprika war von Mai bis Oktober 2017 wegen Rückständen verboten.
  • Getreide und Reis: Cornflakes (76 Produkte): keine Überschreitungen.

Quellen: RS-AE-01, RS-AE-02, RS-AE-07, RS-AE-08, RS-AE-13, RS-AE-14

Tierarzneimittel und Antibiotika – Vereinigte Arabische Emirate

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Bundesgesetz Nr. 9 von 2017 über Tierarzneimittel und seine Durchführungsverordnung (Art. 15(3)): „Die Verwendung von Antibiotika zu vorbeugenden Zwecken, zur Stärkung des Immunsystems oder zur Leistungsförderung ist verboten“; Tierarzneimittel-Antibiotika sind verschreibungspflichtig. Der Verwaltungsbeschluss Nr. 6 von 2024 des MOCCAE verbietet Einfuhr, Vertrieb und Registrierung von Colistin im Veterinärbereich (in Kraft seit Februar 2024). Die Emirates Drug Establishment verbietet Tierarzneimittel mit Ciprofloxacin ab dem 1. November 2026 (neun Produkte). Rückstandsgrenzwerte: UAE.S GSO 2481:2021. Nationaler AMR-Aktionsplan (in verschiedenen amtlichen Präsentationen auf 2019 oder Februar 2021 datiert; Nachfolgeplan 2025–2031).
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Die VAE melden den Antibiotikaverbrauch an WOAH ANIMUSE; eine amtliche Präsentation berichtet für einige Produkte „einen moderaten Rückgang“ zwischen 2023 und 2024, ohne Zahlen. Keine quantitativen Verbrauchsdaten gefunden.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
ADAFSA und Dubai Municipality untersuchen eingeführte tierische Erzeugnisse auf Antibiotikarückstände (laut einer Präsentation des MOCCAE); keine Ergebnisse veröffentlicht. Resistenz: 99 % von 105 Salmonellen-Isolaten aus Hähnchen im Einzelhandel waren multiresistent; Colistin-Resistenzgene mcr-1.1 und mcr-9.1 in Isolaten aus Geflügel und Eiern nachgewiesen.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Keine Risikobewertung der VAE zu Rückständen gefunden.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Rechtsrahmen durch amtliche Präsentationen und Nachrichten dokumentiert; keine Ergebnisse der Rückstandsüberwachung veröffentlicht.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Geflügel: Antibiotika zur Vorbeugung und Leistungsförderung gesetzlich verboten; Colistin 2024 verboten. Die Resistenz von Salmonellen aus Hähnchen im Einzelhandel ist hoch.
  • Eier: Colistin-Resistenzgen mcr-9.1 in Salmonellen aus Eiern des Einzelhandels nachgewiesen (2024–2025).

Quellen: RS-AE-01, RS-AE-03, RS-AE-04, RS-AE-05, RS-AE-06, RS-AE-09, RS-AE-10

Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) – Vereinigte Arabische Emirate

Datenqualität: sehr niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
UAE.S GSO 841:1997 „Maximum Limits of Mycotoxins Permitted in Foods and Animal Feeds Aflatoxins“; UAE.S GSO 193:2021 Kontaminanten und Toxine.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
nicht anwendbar
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Biomonitoring, Schardscha: Aflatoxin M1 im Urin bei 69 % von 144 Erwachsenen nachgewiesen (ELISA); bei Männern mit Reisverzehr assoziiert. Es wurden keine Lebensmittel-Überwachungsdaten der VAE zu Aflatoxin M1 in Milch gesichtet.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Nur Expositionsindikator; keine Risikocharakterisierung gefunden.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Kleine Querschnittsstudie in einem Emirat.

Quellen: RS-AE-01, RS-AE-11

Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.) – Vereinigte Arabische Emirate

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
UAE.S 1016:2017 „Microbiological Criteria for Food Stuffs“.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
nicht dokumentiert
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Gekühlte ganze Masthähnchen-Schlachtkörper im Einzelhandel: Salmonellen in 41,2 % (130/315), unterschiedlich zwischen sechs Unternehmen; S. Infantis und S. Minnesota dominierend. Konsumeier im Einzelhandel (Abu Dhabi und Dubai, Nov. 2024 – Jan. 2025): 9,7 % (37/380 Packungen; 95-%-KI 7,2–13,1 %).
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Hohe Multiresistenz unter den Isolaten (99 %); Ciprofloxacin-Resistenz 63,8 %, Ceftriaxon 54,3 %.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Akademische Einzelhandelserhebungen einer einzigen Universitätsgruppe; keine Ergebnisse eines amtlichen nationalen Salmonellen-Programms für Geflügel gefunden.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Salmonellen: Geflügelfleisch
salmonella_poultry_meat_pct
Einzelhandelserhebung der UAE University
Gekühlte ganze Schlachtkörper; Publikationsjahr angegeben; Aufschlüsselung nach Herkunft im Abstract nicht angegeben.
41.2 % positive Schlachtkörper2024315unbekanntalle LebensmittelRS-AE-09
Salmonellen: Eier
salmonella_eggs_pct
Basiserhebung im Einzelhandel der UAE University
Neue Kennzahl-ID (siehe Forschungsprotokoll des Projekts); Positivität auf Packungsebene.
9.7 % positive Eierpackungen2024-2025380unbekanntalle LebensmittelRS-AE-10

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Geflügel: Salmonellen in 41,2 % von 315 gekühlten Schlachtkörpern aus dem Einzelhandel.
  • Eier: Salmonellen in 9,7 % von 380 Eierpackungen aus dem Einzelhandel.

Quellen: RS-AE-01, RS-AE-09, RS-AE-10

Zusatzstoffe und Verarbeitung – Vereinigte Arabische Emirate

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Titandioxid (E171) ist seit dem 31. März 2023 als Lebensmittelzusatzstoff verboten (laut USDA FAIRS). Aromen: UAE.S/GSO 707:2023.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
nicht dokumentiert
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
nichts gefunden
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
nicht recherchiert
E. Wie belastbar sind die Daten?
Nur Sekundärquelle.

Quellen: RS-AE-01

Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung – Vereinigte Arabische Emirate

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Bundesebene: MOCCAE (Lebensmittelsicherheitsgesetze, Veterinär- und Pflanzenquarantäne, Einfuhr lebender Tiere und von Rohwaren) und MOIAT (Normen). Emirate: Gemeindeverwaltungen und ADAFSA kontrollieren Einfuhren, untersuchen, genehmigen Etiketten und geben Sendungen frei. ZAD: bundesweite Registrierung aller einheimischen und eingeführten Lebensmittel vor dem Inverkehrbringen (seit 2018). Dubai: FIRS/ZADI; die Erstregistrierung eines Produkts umfasst Laboruntersuchungen im Dubai Central Laboratory „auf Grundlage der Sicherheitsrisiken des Produkts und der Einfuhrhäufigkeit“. Fleisch erfordert eine Halal-Schlachtbescheinigung.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Risikobasierte Einfuhrkontrollen; eingeführtes Obst mit positivem Rückstandsbefund wird zurückgewiesen (Studie zu den Häfen in Dubai).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Es waren keine aktuellen amtlichen Zurückweisungsstatistiken mit Probenzahlen zugänglich (WAM-Seiten lieferten keinen Text).
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
nicht anwendbar
E. Wie belastbar sind die Daten?
Nur Verfahrensbeschreibungen; keine öffentlichen Überwachungsberichte gefunden.

Quellen: RS-AE-01, RS-AE-07

Trinkwasser – Vereinigte Arabische Emirate

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
nicht recherchiert
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Die Golfstaaten setzen zunehmend auf Meerwasserentsalzung per Umkehrosmose (Übersichtsarbeit). Ein amtlicher nationaler Anteil der Entsalzung konnte nicht überprüft werden (Website des MoEI nicht erreichbar).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
WHO/UNICEF JMP: sicher verwaltetes Trinkwasser für 98,64 % der Bevölkerung (2024); mindestens Grundversorgung 100 %.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
nicht dokumentiert
E. Wie belastbar sind die Daten?
Der JMP-Indikator ist weltweit vergleichbar, aber modelliert und nicht schadstoffspezifisch.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Sicher verwaltetes Trinkwasser (WHO/UNICEF)
water_safely_managed_pct
WHO/UNICEF JMP über World Bank WDI und WHO GHO
Modellierte Schätzung.
98.64 % der Bevölkerung2024–unbekanntalle LebensmittelRS-AE-12

Quellen: RS-AE-12, RS-GCC-05

Quellen – Vereinigte Arabische Emirate (15)
  1. RS-AE-01: United Arab Emirates: FAIRS Country Report Annual (GAIN report TC2025-0008, 21 Nov 2025) – USDA Foreign Agricultural Service, Dubai (2025). https://agriexchange.apeda.gov.in/ImportRegulations/1141920251222142541207.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  2. RS-AE-02: Cabinet Resolution No. (116) of 2024 on the Technical Regulation for Maximum Residue Limits for Pesticides in Agricultural and Food Products (UAE legislation portal) – UAE Cabinet (submitted by Minister of Industry and Advanced Technology) (2024). https://uaelegislation.gov.ae/en/legislations/2688 (Nicht verifiziert, abgerufen 2026-10-25)
  3. RS-AE-07: Pesticide residues in fresh fruits imported into the United Arab Emirates – Osaili TM, Al Sallagi MS, Dhanasekaran DK et al. (incl. Dubai Municipality) (2022). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36471829/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  4. RS-AE-08: Screening of Pesticide Residues in Cornflakes Available on the UAE Market – El Darra N, Khazaal, Jammoul et al. (2026). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41412307/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  5. RS-AE-13: UAE says upcoming import ban will not affect produce availability (FoodNavigator, 3 May 2017) – FoodNavigator, quoting UAE Ministry of Climate Change and Environment (2017). https://www.foodnavigator.com/Article/2017/05/03/UAE-says-upcoming-import-ban-will-not-affect-produce-availability/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  6. RS-AE-14: Details of lifting the Gulf ban on Egyptian agricultural exports (Youm7, 22 Oct 2017) – Youm7 (Egypt), reporting Egyptian Ministry of Agriculture (2017). https://www.youm7.com/story/2017/10/22/%D9%86%D9%86%D8%B4%D8%B1-%D8%AA%D9%81%D8%A7%D8%B5%D9%8A%D9%84-%D8%B1%D9%81%D8%B9-%D8%A7%D9%84%D8%AD%D8%B8%D8%B1-%D8%A7%D9%84%D8%AE%D9%84%D9%8A%D8%AC%D9%89-%D8%B9%D9%84%D9%89-%D8%B5%D8%A7%D8%AF%D8%B1%D8%A7%D8%AA-%D8%A7%D9%84%D9%85%D9%86%D8%AA%D8%AC%D8%A7%D8%AA-%D8%A7%D9%84%D8%B2%D8%B1%D8%A7%D8%B9%D9%8A%D8%A9-%D8%A7%D9%84%D9%85%D8%B5%D8%B1%D9%8A%D8%A9/3475098 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  7. RS-AE-03: UAE country presentation on veterinary services and AMR (WOAH Regional Representation for the Middle East, 2023) – Ministry of Climate Change and Environment (MOCCAE), UAE (2023). https://rr-middleeast.woah.org/app/uploads/2023/05/20-country-presentation-uae.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  8. RS-AE-04: The UAE's efforts in combating antimicrobial resistance (presentation, 18th Conference of the WOAH Regional Commission for the Middle East, Larnaca, Nov 2025) – Alsabri S, UAE (2025). https://rr-middleeast.woah.org/app/uploads/2025/12/5_UAE-Dr-Shamma-Alsabri.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  9. RS-AE-05: From 1 February, use of colistin in the veterinary sector banned (Al Ittihad, 23 Jan 2024) – Al Ittihad (Abu Dhabi), reporting MOCCAE (2024). https://www.aletihad.ae/news/الإمارات/4458456/اعتبارا-من-أول-فبراير--حظر-استخدام--الكوليستين--في-القطاع-ال (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  10. RS-AE-06: UAE bans veterinary use of antibiotic in bid to tackle drug resistance (The National, 20 Oct 2026) – The National, reporting Emirates Drug Establishment (EDE) (2026). https://www.thenationalnews.com/news/uae/2026/10/20/uae-bans-veterinary-use-of-antibiotic-in-bid-to-tackle-drug-resistance/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  11. RS-AE-09: High prevalence and genomic features of multidrug-resistant Salmonella enterica isolated from chilled broiler chicken on retail sale in the United Arab Emirates – Habib I, Mohamed MI, Lakshmi GB et al. (UAE University) (2024). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39032201/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  12. RS-AE-10: Genomic characterization and comparative analysis of multidrug-resistant Salmonella Indiana sequence type 17 carrying mcr-9.1 in retail eggs from the United Arab Emirates – Habib I, Mohamed MI, Elbediwi M et al. (2026). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42344741/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  13. RS-AE-11: Assessing aflatoxin exposure in the United Arab Emirates (UAE): Biomonitoring AFM1 levels in urine samples and their association with dietary habits – Elabed, Khaled, Farhat et al. (2025). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39870123/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  14. RS-AE-12: World Bank WDI API – SH.H2O.SMDW.ZS and SH.H2O.BASW.ZS for ARE (source: WHO/UNICEF JMP); cross-checked with WHO GHO WSH_WATER_SAFELY_MANAGED – World Bank / WHO-UNICEF Joint Monitoring Programme (2024). https://api.worldbank.org/v2/country/ARE/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS?format=json (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  15. RS-GCC-05: Foodborne disease and food control in the Gulf States – Todd ECD (2017). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32288324/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)

Golf-Kooperationsrat (GCC)

Die sechs Staaten des Golf-Kooperationsrats (GCC) (Bahrain, Kuwait, Oman, Katar, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) teilen technische Vorschriften, die von der GCC Standardization Organization (GSO) verfasst werden. Dazu gehören Höchstgehalte für Pestizidrückstände (GSO 382:2021), für Tierarzneimittelrückstände (GSO 2481:2021) und mikrobiologische Kriterien wie Salmonellen-Grenzwerte (GSO 1016/2015). Jedes Land übernimmt diese Regeln in nationales Recht und kann eigene hinzufügen. Ein GCC-Leitfaden von 2016 beschreibt risikobasierte Einfuhrkontrollen, bei denen Lebensmittel als hohes, mittleres oder niedriges Risiko eingestuft werden. Der GCC veröffentlicht keine eigenen Überwachungsdaten; Ergebnisse stammen, soweit vorhanden, von nationalen Behörden oder aus Forschungsstudien.

Rechercheumfang: Durchsucht wurden der Shop der GCC Standardization Organization (GSO), WTO-SPS-Anhänge, nationale Portale, die GSO-Normen bereitstellen, und PubMed (englische und arabische Suchanfragen). Gelesen wurden die GSO-Katalogeinträge zu GSO 382:2021 (Pestizid-MRL) und GSO 2481:2021 (Tierarzneimittel-MRL), eine inoffizielle englische Übersetzung von GSO 1016/2015 (mikrobiologische Kriterien) und der GCC Guide for Control on Imported Foods von 2016. Die Volltexte von GSO 382 und GSO 2481 werden von der GSO verkauft und wurden nicht gelesen. Ein GSO-Text zu hormonellen Leistungsförderern wurde nicht gefunden; die Bereiche Hormone, Kontaminanten, Mykotoxine, Zusatzstoffe, Tierhaltung/Futtermittel (husbandry_feed) und Trinkwasser sind auf GCC-Ebene nicht abgedeckt. GSO-Normen gelten erst, wenn ein Mitgliedstaat sie übernimmt (z. B. als UAE.S GSO oder SFDA.FD).

Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

Pestizide und Pestizidrückstände – Golf-Kooperationsrat (GCC)

Datenqualität: keine Daten Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
GSO 382:2021 „Maximum Limits of Pesticide Residues in Agricultural and Food Products“ ist die geltende technische Vorschrift für die Golfstaaten (2. Ausgabe, genehmigt am 1. Juli 2021; ersetzt GSO 382:1994). Saudi-Arabien wendet sie als SFDA.FD 382 an; die VAE haben eine eigene UAE.S MRL 1/2024. Inhalt (MRL-Tabellen, Regeln für Pestizid-Erzeugnis-Kombinationen ohne gelisteten Höchstgehalt) nicht gelesen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
auf GCC-Ebene nicht dokumentiert
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Kein Überwachungsprogramm oder Bericht auf GCC-Ebene gefunden.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Keine Risikobewertung auf GCC-Ebene gefunden.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Nur Rahmen; nationale Übernahme und Durchsetzung variieren.

Quellen: RS-GCC-01

Tierarzneimittel und Antibiotika – Golf-Kooperationsrat (GCC)

Datenqualität: keine Daten Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
GSO 2481:2021 „Maximum Residues Limits (MRLs) of Veterinary Drugs in Food“ (2. Ausgabe, genehmigt am 1. Juli 2021; ersetzt GSO 2481:2015). Muster-Gesundheitsbescheinigungen des GCC für Fleisch, Milch und Eier besagen, dass „bei der Anwendung von Tierarzneimitteln (einschließlich Leistungsförderern) gute tierärztliche Praxis angewendet wurde ... und alle Rückstände ... den Anforderungen des GCC entsprechen“. Ein GCC-Plan zu AMR im Bereich Tiergesundheit wurde laut einer saudischen Präsentation 2023 genehmigt (siehe SA).
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
auf GCC-Ebene nicht dokumentiert
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine Daten auf GCC-Ebene gefunden.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Keine Risikobewertung auf GCC-Ebene gefunden.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Volltext von GSO 2481 nicht gelesen; es konnte nicht geprüft werden, ob die Norm verbotene Stoffe auflistet.

Quellen: RS-GCC-02, RS-GCC-04

Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.) – Golf-Kooperationsrat (GCC)

Datenqualität: keine Daten Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
GSO 1016/2015 „Microbiological criteria for food“ (technische Vorschrift; ersetzt GSO 1016/1998). In einer inoffiziellen englischen Übersetzung gilt für frisches gekühltes/gefrorenes Geflügel ein Salmonella-Kriterium von n=5, c=1, m=0, mit einer Fußnote, dass eine Probe zurückgewiesen wird, wenn eine Einheit positiv auf S. Typhimurium oder S. Enteritidis ist; Campylobacter jejuni n=5, c=0 für gekühltes Geflügelfleisch; rohes Geflügelhackfleisch Salmonella n=5, c=0; frische ganze Eier Salmonella n=10, c=0. Diese Werte müssen am offiziellen Text überprüft werden.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
nicht dokumentiert
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine Überwachung auf GCC-Ebene gefunden.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Eine Übersichtsarbeit von 2017 stellt fest, dass die Überwachungssysteme für lebensmittelbedingte Erkrankungen in den Golfstaaten „im Allgemeinen nicht ausreichend sind“, obwohl einige Länder Inspektion und Labore modernisiert haben.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Kriterien nur in einer schlecht formatierten inoffiziellen Übersetzung gelesen.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Geflügel: Inoffizielle Übersetzung: Salmonella n=5, c=1 für frisches Geflügel; Zurückweisung, wenn S. Typhimurium oder S. Enteritidis gefunden wird.
  • Eier: Inoffizielle Übersetzung: Salmonella n=10, c=0 für frische ganze Eier.

Quellen: RS-GCC-03, RS-GCC-05

Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung – Golf-Kooperationsrat (GCC)

Datenqualität: keine Daten Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
GCC Guide for Control on Imported Foods (Änderungen von 2016, im Juni 2016 von den für Lebensmittelsicherheit zuständigen Ministern des GCC angenommen): risikobasierte Einfuhrkontrolle; Lebensmittel werden als hohes, mittleres oder niedriges Risiko eingestuft; Dokumentenprüfung aller Sendungen, Warenuntersuchungen und Laborprobenahmen „nach Bedarf“, mit Frequenzen, die vom GCC Food Safety Committee festzulegen sind; Konformitätshistorie je Land und Hersteller; automatische Festhaltung bei wiederholt nicht konformen Lebensmitteln, bei von einem anderen Land zurückgewiesenen Lebensmitteln oder bei Lebensmitteln aus Gebieten mit internationalen Gesundheitswarnungen (INFOSAN, OIE). Ein regionales Schnellwarnsystem des GCC wurde als in Entwicklung beschrieben.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Stand der Umsetzung je Mitgliedstaat nicht verifiziert; Sekundärquellen zufolge war die Umsetzung bis auf Weiteres freiwillig.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine Statistiken zu Zurückweisungen oder Warnmeldungen auf GCC-Ebene gefunden.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
nicht zutreffend
E. Wie belastbar sind die Daten?
Der Leitfaden beschreibt nur Verfahren.

Quellen: RS-GCC-04, RS-GCC-05

Quellen – Golf-Kooperationsrat (GCC) (5)
  1. RS-GCC-01: GSO 382:2021 Maximum Limits of Pesticide Residues in Agricultural and Food Products (Gulf Technical Regulation, Edition 2) – GSO store record – GCC Standardization Organization (GSO) (2021). https://gso.org.sa/store/standards/GSO:781069/GSO%20382:2021?lang=en (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  2. RS-GCC-02: GSO 2481:2021 Maximum Residues Limits (MRLs) of Veterinary Drugs in Food (Gulf Technical Regulation, Edition 2) – GSO store record – GCC Standardization Organization (GSO) (2021). https://dgsm.gso.org.sa/store/standards/GSO:781224?lang=en (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  3. RS-GCC-04: GCC Guide for Control on Imported Foods (2016), attached to WTO SPS notification by Bahrain (17_0268_00_e) – Secretariat General of the Cooperation Council for the Arab States of the Gulf (2016). https://members.wto.org/crnattachments/2017/sps/bhr/17_0268_00_e.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  4. RS-GCC-03: GSO 1016/2015 Microbiological criteria for food (unofficial English translation, hosted by the Canadian Food Inspection Agency) – GCC Standardization Organization (GSO); translation hosted by CFIA (2015). https://inspection.canada.ca/sites/default/files/documents/2024-12/minuta-de-norma-para-os-criterios-microbiologicos-dos-paises-arabes-do-golfo-versao-em-ingles.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  5. RS-GCC-05: Foodborne disease and food control in the Gulf States – Todd ECD (2017). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32288324/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)

Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Der Codex Alimentarius, getragen von FAO und WHO, legt internationale Lebensmittelstandards fest: Rückstandshöchstgehalte für Pestizide und Tierarzneimittel, Höchstgehalte für Kontaminanten wie Aflatoxine und Blei, Regeln für Zusatzstoffe und Hygienekodizes. Diese Standards sind freiwillig. Ein Land ist nur an sein eigenes Recht gebunden, doch nach WTO-Regeln ist der Codex in Handelsstreitigkeiten der Bezugspunkt. Der Codex akzeptiert einige hormonelle Leistungsförderer und Ractopamin; die Ractopamin-Grenzwerte wurden 2012 mit 69 zu 67 Stimmen angenommen, und viele Länder, darunter die EU und China, verbieten es weiterhin. Die WHO empfiehlt, den Einsatz von Antibiotika zur Leistungsförderung und zur routinemäßigen Vorbeugung bei gesunden Tieren zu beenden; die WOAH berichtet, dass 2022 noch 22 % der meldenden Länder Leistungsförderer erlaubten. Die WHO schätzt, dass unsichere Lebensmittel 2021 etwa 866 Millionen Erkrankungen und 1,5 Millionen Todesfälle verursachten, mit der höchsten Last in Afrika und Südostasien. Es gibt keine internationale Überwachung, die Rückstände in den Lebensmitteln jedes Landes misst; solche Daten stammen aus nationalen Programmen.

Rechercheumfang: Internationaler Referenzrahmen: Codex Alimentarius (Standards, MRL-Datenbanken, CAC-Bericht 2012), WHO (Leitlinien zu antimikrobiellen Mitteln und MIA-Liste, GEMS/Food, Trinkwasserleitlinien, Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen 2015 und 2026), FAO (JECFA/JMPR, INFOSAN), WOAH ANIMUSE 9. Bericht, WHO/UNICEF JMP und IARC-Einstufungen, alle im Oktober 2026 aus Primärdokumenten gelesen. Dies sind freiwillige Referenzen, keine Gesetze eines Landes; sie werden angezeigt, wenn für ein Land kein recherchiertes Profil vorliegt. Nicht abgedeckt oder nicht überprüfbar: die Tierschutzkapitel der WOAH zur Haltung, ein 10. ANIMUSE-Bericht (nicht gefunden), der Codex-Status von bovinem Somatotropin nach 2012 anhand eines Primärberichts sowie Codex-Positionen zu PFAS (es gibt keinen Höchstgehalt).

Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

Pestizide und Pestizidrückstände – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex legt Rückstandshöchstgehalte (CXLs) für Kombinationen aus Pestizid und Erzeugnis fest. Wissenschaftliche Grundlage: Das gemeinsame FAO/WHO-Expertentreffen zu Pestizidrückständen (JMPR, seit 1963) bewertet Toxikologie (duldbare tägliche Aufnahmemenge, akute Referenzdosis) und Rückstandsdaten; das Codex-Komitee für Pestizidrückstände schlägt die Grenzwerte vor; die Codex-Alimentarius-Kommission (CAC) nimmt sie an. Die Codex-Datenbank führt MRL und Fremdstoff-MRL (EMRL), die bis zur CAC 49 (Juli 2026) angenommen wurden. Bis 2024 hatte die CAC 6.453 MRL und 63 EMRL angenommen. Ein Codex-MRL gilt am Ort des Eintritts in ein Land oder in die Handelswege. Der Codex genehmigt oder verbietet keine Pestizidwirkstoffe; Zulassungen und Verbote sind nationale Entscheidungen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Auf internationaler Ebene nicht dokumentiert. Codex und JMPR erheben keine Daten zur tatsächlichen Pestizidanwendung.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Kein internationales Überwachungsprogramm meldet MRL-Überschreitungsraten. WHO GEMS/Food sammelt Daten zu Kontaminanten und Rückständen, die von nationalen Einrichtungen freiwillig übermittelt werden (insgesamt mehr als 9 Millionen Analyseergebnisse). Diese Daten sind keine repräsentativen Stichproben und werden nicht als Überschreitungsraten pro Land veröffentlicht.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Das JMPR leitet gesundheitsbasierte Richtwerte (ADI, ARfD) und Schätzungen der ernährungsbedingten Exposition ab (IESTI für die kurzfristige, IEDI mit GEMS/Food-Cluster-Ernährungsweisen für die langfristige Aufnahme). Die Überschreitung eines MRL bedeutet die Nichteinhaltung eines gesetzlichen Grenzwerts; ob sie gesundheitlich bedenklich ist, hängt von der geschätzten Aufnahme im Verhältnis zur ADI/ARfD ab (Ansatz des JMPR). Die WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen von 2026 bezogen Pestizidrückstände wegen unzureichender Daten nicht ein.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Hoch für die rechtlichen Referenzwerte (amtliche, aktuelle Datenbank). Es gibt keine weltweit vergleichbaren Daten zur Anwendung oder zu Rückstandsgehalten. Die Überschreitungsraten der Länder hängen von den nationalen Rückstandshöchstgehalten, dem Probenahmedesign (zufällig vs. risikobasiert) und dem Laborumfang ab und lassen sich daher nicht direkt mit Codex-Werten vergleichen.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Obst und Gemüse: Codex-MRL gibt es für viele Obst- und Gemüseerzeugnisse; nationale Rückstandshöchstgehalte können niedriger oder höher sein.
  • Getreide und Reis: Codex-MRL gelten für Getreidekörner im gehandelten Zustand (landwirtschaftliches Rohprodukt).

Quellen: RS-INT-01, RS-INT-02, RS-INT-05, RS-INT-07, RS-INT-36, RS-INT-21, RS-INT-29

Tierarzneimittel und Antibiotika – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex-MRL und Risikomanagementempfehlungen (RMR) für Tierarzneimittelrückstände sind in CXM 2-2024 aufgeführt und beruhen auf JECFA-Bewertungen. RMR besagen, dass es keinen sicheren Rückstandsgehalt gibt und die Behörden Rückstände verhindern sollten, indem der Stoff bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren nicht verwendet wird: Carbadox, Chloramphenicol, Chlorpromazin, Dimetridazol, Furazolidon, Gentianaviolett, Ipronidazol, Malachitgrün, Metronidazol, Nitrofural, Olaquindox, Ronidazol und Stilbene. Antimikrobielle Resistenz: Codex CXC 61-2005 (geändert 2021) stellt fest, dass verantwortungsvoller Einsatz keine Leistungsförderung mit medizinisch wichtigen antimikrobiellen Mitteln umfasst; medizinisch wichtige antimikrobielle Mittel sollten nur zur Behandlung, Bekämpfung oder Vorbeugung unter fachlicher Aufsicht eingesetzt werden. Codex CXC 54-2004 stellt fest, dass Antibiotika ohne Sicherheitsbewertung für die öffentliche Gesundheit nicht als Leistungsförderer im Futter eingesetzt werden sollten. Die WHO-Leitlinien (2017) empfehlen eine generelle Verringerung des Einsatzes medizinisch wichtiger antimikrobieller Mittel bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren, eine vollständige Einschränkung für die Leistungsförderung und für die Vorbeugung bei gesunden Tieren (starke Empfehlungen, Evidenz geringer Qualität) und schlagen vor, kritisch wichtige antimikrobielle Mittel nicht zur Gruppenbehandlung und solche höchster Priorität nicht zur Behandlung einzusetzen (bedingte Empfehlung, Evidenz sehr geringer Qualität). Die WHO-MIA-Liste (2024) stuft Cephalosporine der 3./4. Generation, Chinolone, Polymyxine (z. B. Colistin) und Phosphonsäurederivate (Fosfomycin) als kritisch wichtig mit höchster Priorität (HPCIA) ein.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
WOAH ANIMUSE, 9. Bericht (2025, Datenjahr 2022): 70.648 Tonnen antimikrobielle Mittel für Tiere, gemeldet von 107 Teilnehmenden (korrigierte Schätzung bis zu 74.035 t). Biomassebereinigter Einsatz 89-93 mg/kg (71 % der weltweiten Tierbiomasse abgedeckt); terrestrische Lebensmittel liefernde Tiere 95-98 mg/kg; aquatische 21 mg/kg. Trendpanel aus 85 Teilnehmenden (62 % der Biomasse): 102 mg/kg im Jahr 2020 auf 97 mg/kg im Jahr 2022 (-5 %). Regionale Veränderungen 2020-2022: Afrika -20 %, Amerika -4 %, Europa -23 %, Asien-Pazifik -2 %, Naher Osten +43 % (die Teilnehmenden aus dem Nahen Osten decken nur 17 % der Biomasse der Region ab). Tetracycline (28,29 %) und Penicilline (17,75 %) waren die größten Klassen; Fluorchinolone 3,7 %, Polymyxine 1,8 %, Cephalosporine der 3./4. Generation 0,9 %. Im Jahr 2022 meldeten 34 von 157 Mitgliedern (22 %) noch den Einsatz antimikrobieller Leistungsförderer; 112 (71 %) meldeten, dass er nicht mehr zugelassen ist. Colistin als Leistungsförderer wurde noch von 8 Teilnehmenden gemeldet. Regionale mg/kg-Werte nach Ländern werden im Bericht nicht veröffentlicht; nur 38 von 111 quantitativ Meldenden machten ihre nationalen Berichte öffentlich, und 39 Mitglieder hatten bis Januar 2025 öffentliche Berichte im ANIMUSE-Portal.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Kein internationales Programm misst Tierarzneimittelrückstände in Lebensmitteln. Die Rückstandsüberwachung ist national (siehe Länderprofile). Codex CXG 71-2009 gibt Hinweise für die Gestaltung nationaler Rückstandskontrollprogramme.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
JECFA-Bewertungen (ADI, empfohlene MRL) sind die wissenschaftliche Grundlage der Codex-MRL für Tierarzneimittel. Systematische Reviews der WHO (2017): Wo der Einsatz antimikrobieller Mittel bei Tieren eingeschränkt wurde, war die AMR-Prävalenz bei Bakterien von Tieren um 10-20 % und die Multiresistenz um 24-32 % niedriger; beim Menschen (13 Studien in Metaanalyse) war die AMR-Prävalenz in den Interventionsgruppen um 24 % niedriger. Die WHO-Schätzungen zu lebensmittelbedingten Erkrankungen von 2026 bezogen antimikrobiell resistente Bakterien wegen unzureichender Daten nicht ein.
E. Wie belastbar sind die Daten?
ANIMUSE-Daten sind überwiegend Verkaufs- und Importdaten, kein Einsatz auf Betriebsebene. Die Abdeckung unterscheidet sich nach Region; Teilnehmende und Methoden ändern sich von Jahr zu Jahr. Werte in mg/kg Biomasse sind Schätzungen; die WOAH gibt Spannen an. Daten auf Länderebene sind nur für Mitglieder öffentlich, die sie veröffentlichen wollen.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Antibiotika-Absatz Tiere (mg/kg Biomasse)
amu_mg_per_kg_biomass
WOAH ANIMUSE 9. Bericht – Trendpanel
Weltweit, 85 Teilnehmende mit durchgehenden Meldungen 2020-2022, 62 % der weltweiten Tierbiomasse; überwiegend Verkaufs-/Importdaten. Wert 2020: 102 mg/kg. n = Anzahl der teilnehmenden Länder/Gebiete, nicht Proben.
97 mg antimikrobieller Wirkstoff pro kg geschätzter Tierbiomasse202285gemischtalle LebensmittelRS-INT-24
Antibiotika-Absatz Tiere (mg/kg Biomasse)
amu_mg_per_kg_biomass
WOAH ANIMUSE 9. Bericht – Querschnitt 2022
Weltweite Spanne 89-93 mg/kg je nach Abdeckungskorrektur; 107 Teilnehmende, 71 % der weltweiten Tierbiomasse; nur der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere. „value“ ist die Untergrenze, „value_upper“ die Obergrenze.
89 mg antimikrobieller Wirkstoff pro kg geschätzter Tierbiomasse (Spanne)2022107gemischtalle LebensmittelRS-INT-24
Antibiotika-Absatz Tiere (Tonnen)
amu_tonnes
WOAH ANIMUSE 9. Bericht
Gemeldete Gesamtmenge; die abdeckungskorrigierte Schätzung der WOAH beträgt bis zu 74.035 t. n = Teilnehmende.
70648 Tonnen antimikrobieller Wirkstoffe (gemeldet)2022107gemischtalle LebensmittelRS-INT-24
Länder mit Leistungsförderern (Anteil)
agp_use_members_pct
WOAH ANIMUSE 9. Bericht
34 von 157 Teilnehmenden; selbst gemeldeter rechtlicher/praktischer Status, kein gemessener Einsatz.
22 % der meldenden WOAH-Mitglieder, die noch antimikrobielle Leistungsförderer verwenden2022157gemischtalle LebensmittelRS-INT-24

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Geflügel: Codex-/WHO-Texte gelten für alle Lebensmittel liefernden Tiere; die WHO empfiehlt 2017 keinen routinemäßigen vorbeugenden Einsatz in gesunden Herden.
  • Fisch und Meeresfrüchte: WOAH 2022: aquatische Lebensmittel liefernde Tiere 21 mg/kg; Fluorchinolone machten 15,8 % des Einsatzes bei Wassertieren aus (3,9 mg/kg). Codex-RMR: Malachitgrün und Gentianaviolett sollten nicht verwendet werden.

Quellen: RS-INT-08, RS-INT-10, RS-INT-11, RS-INT-17, RS-INT-18, RS-INT-19, RS-INT-20, RS-INT-24, RS-INT-35, RS-INT-29

Hormonelle Wachstumsförderer – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex (CXM 2-2024) behandelt mehrere hormonelle Leistungsförderer bei Anwendung nach guter Praxis als akzeptabel: Für Estradiol-17beta, Progesteron und Testosteron bei Rindern ist ein MRL „nicht erforderlich“ (JECFA: Rückstände aus der Verwendung als Leistungsförderer stellen wahrscheinlich keine Gefahr dar). Numerische MRL gibt es für Trenbolonacetat (Rindermuskel 2, Leber 10 ug/kg), Zeranol (Muskel 2, Leber 10 ug/kg) und Melengestrolacetat (Muskel 1, Leber 10, Niere 2, Fett 18 ug/kg). Beta-Agonisten: Die Ractopamin-MRL für Rinder und Schweine (Muskel 10, Leber 40, Niere 90, Fett 10 ug/kg; ADI 0-1 ug/kg bw) wurden auf der CAC 35 im Juli 2012 in geheimer Abstimmung mit 69 zu 67 Stimmen bei 7 Enthaltungen ohne Konsens angenommen; China, Norwegen und die EU ließen ihre Ablehnung festhalten, und die EU erklärte, ihr Verbot bleibe bestehen. Zilpaterol-MRL für Rinder (Niere 3,3, Leber 3,5, Muskel 0,5 ug/kg) wurden auf der CAC 46 (2023) angenommen. Stilbene (z. B. Diethylstilbestrol): Codex-Risikomanagementempfehlung (RMR) – kein sicherer Gehalt, sollten nicht verwendet werden. Somatotropine: porcines Somatotropin ADI/MRL „nicht festgelegt“ (CAC 26, 2003). Entwürfe von MRL für bovines Somatotropin (bST/rbST, Milchkühe) wurden laut CAC-Bericht von 2012 seit 1999 „auf Stufe 8 zurückgehalten“; CXM 2-2024 enthält keinen bST-MRL. Codex-MRL verpflichten kein Land, diese Stoffe zuzulassen. Im WTO-Hormonstreit EC-Hormones (DS26) befand das Berufungsgremium (1998) das Einfuhrverbot der EG für unvereinbar mit Artikel 5.1 des SPS-Übereinkommens (Risikobewertung), das Verbot blieb jedoch Teil des EU-Rechts.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
International nicht dokumentiert. Die Verwendung von Hormonimplantaten, Beta-Agonisten und bST ist in einigen Ländern zugelassen und in anderen verboten (siehe Länderprofile).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine internationale Rückstandsüberwachung. Nationale Programme untersuchen auf Hormone und Beta-Agonisten.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
JECFA-Bewertungen bilden die Grundlage der Codex-Werte (z. B. Ractopamin ADI 0-1 ug/kg bw; Estradiol-17beta ADI 0-0,05 ug/kg bw). Auf der CAC 35 (2012) erklärte die EU-Delegation, die EFSA sei zu dem Schluss gekommen, dass die Daten nicht ausreichten, um MRL für Ractopamin vorzuschlagen, und dass Risiken für die menschliche Gesundheit nicht hinreichend ausgeschlossen seien. Dieses Profil hält die Positionen fest; es löst die wissenschaftliche Meinungsverschiedenheit nicht auf.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Hoch für den rechtlichen Status der Codex-Texte (Primärdokumente). Die wissenschaftliche Bewertung unterscheidet sich zwischen JECFA und einigen nationalen Behörden; der Ractopamin-Standard wurde mit knapper Mehrheit angenommen, nicht im Konsens.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Rotes Fleisch: Es gibt Codex-Werte für hormonelle Leistungsförderer und Ractopamin/Zilpaterol bei Rindern (und Ractopamin bei Schweinen).
  • Milchprodukte: Kein Codex-MRL für bovines Somatotropin (rbST), Stand CXM 2-2024.
  • Geflügel: Der Codex führt keine MRL für hormonelle Leistungsförderer bei Geflügel.

Quellen: RS-INT-08, RS-INT-09, RS-INT-05, RS-INT-06, RS-INT-35

Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex General Standard for Contaminants and Toxins in Food and Feed (CXS 193-1995, zuletzt geändert 2025) führt Höchstgehalte für den internationalen Handel auf. Beispiele (mg/kg): Blei – Milch 0,02, Fleisch von Rindern/Schweinen/Schafen 0,1, Geflügelfleisch 0,1, Fisch 0,3, Getreidekörner 0,2, Blattgemüse 0,3, Fruchtgemüse 0,05, Säuglingsanfangsnahrung 0,01; anorganisches Arsen – geschälter Reis 0,35, polierter Reis 0,2; Methylquecksilber – Thunfisch 1,2, Hai 1,6, Marlin 1,7, Alfonsino 1,5, Granatbarsch 0,8, Rosa Kingklip 1,0. CXS 193 enthält keine Höchstgehalte für Dioxine, PCB oder PFAS; der Codex hat Verfahrensleitlinien zur Verringerung von Dioxinen und PCB in Lebens- und Futtermitteln (CXC 62-2006) sowie zur Verringerung von Blei (CXC 56-2004) und Arsen in Reis (CXC 77-2017).
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht zutreffend (Kontaminanten werden nicht absichtlich eingesetzt).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
WHO GEMS/Food enthält mehr als 9 Millionen Analyseergebnisse, die von nationalen Einrichtungen übermittelt wurden (Datensätze nach Region, z. B. WHO-Region Östlicher Mittelmeerraum insgesamt 15.064, zum Zugriffsdatum keine im vergangenen Jahr hinzugekommen). Die Daten können online durchsucht werden, sind aber keine repräsentativen Erhebungen und werden nicht als nationale Konformitätsraten zusammengefasst.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
JECFA zog 2010 seine tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmemengen für Blei und anorganisches Arsen zurück, weil sie nicht mehr als gesundheitlich schützend galten (Blei: Auswirkungen auf IQ und Blutdruck; anorganisches Arsen: BMDL für Lungenkrebs). WHO-Schätzungen 2026 zu lebensmittelbedingten Erkrankungen (Datenjahr 2021): Chemische Gefahren machten 73 % der lebensmittelbedingten Todesfälle aus, vor allem anorganisches Arsen (42 %) und Blei (31 %); anorganisches Arsen und Blei gehörten zu den führenden Ursachen lebensmittelbedingter DALYs. PFAS wurden mangels Daten nicht einbezogen. Die IARC stuft TCDD-Dioxin und PCB-126 in Gruppe 1 ein (Band 100F).
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex-Höchstgehalte: hoch (Primärtext). Schätzungen der Krankheitslast: modellbasiert mit weiten Unsicherheitsintervallen. GEMS/Food-Daten: heterogen, nicht repräsentativ.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Anteil chemischer Ursachen an lebensmittelbedingten Todesfällen
fbd_chemical_deaths_share_pct
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026
Globale modellbasierte Schätzung (kein Probenahmeergebnis); 9 chemische Gefahren einbezogen; anorganisches Arsen 42 % und Blei 31 % der chemisch bedingten Todesfälle.
73 % der lebensmittelbedingten Todesfälle durch chemische Gefahren2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-29

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Fisch und Meeresfrüchte: Codex-Höchstgehalte für Methylquecksilber gelten für bestimmte große Raubfischarten; Höchstgehalt für Blei in Fisch 0,3 mg/kg.
  • Getreide und Reis: Codex-Höchstgehalt für anorganisches Arsen: polierter Reis 0,2 mg/kg, geschälter Reis 0,35 mg/kg.
  • Milchprodukte: Codex-Höchstgehalt für Blei in Milch 0,02 mg/kg.

Quellen: RS-INT-12, RS-INT-41, RS-INT-21, RS-INT-22, RS-INT-29, RS-INT-31, RS-INT-33

Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. CXS 193-1995: Aflatoxin M1 in Milch 0,5 ug/kg. Gesamtaflatoxine (ug/kg): Mandeln, Haselnüsse, Pistazien, Paranüsse 10 (verzehrfertig) / 15 (zur Weiterverarbeitung); Erdnüsse zur Weiterverarbeitung 15; getrocknete Feigen 10; Chili und Muskatnuss 20; Maiskörner zur Weiterverarbeitung 15; Maismehl/-grieß 10; geschälter Reis 20; polierter Reis 5; Sorghum zur Weiterverarbeitung 10; Lebensmittel auf Getreidebasis für Säuglinge und Kleinkinder 5. Höchstgehalte gibt es auch für Deoxynivalenol, Fumonisine, Ochratoxin A und Patulin. Codex-Verfahrensleitlinien behandeln Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere (CXC 45-1997), Erdnüsse (CXC 55-2004), Schalenfrüchte (CXC 59-2005), Getreide (CXC 51-2003), getrocknete Feigen und Gewürze.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht zutreffend.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
GEMS/Food enthält etwa 1,09 Millionen Datensätze zu Gesamtaflatoxinen und etwa 0,19 Millionen Datensätze zu Aflatoxin B1 (alle Regionen, freiwillig übermittelt). Eine repräsentative globale Prävalenzzahl gibt es nicht.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Die IARC stuft Aflatoxine als krebserregend für den Menschen ein (Gruppe 1; Monographs Band 100F). JECFA (2001), zitiert in CXS 193: Das bei Aflatoxin-M1-Grenzwerten von 0,05 oder 0,5 ug/kg vorhergesagte zusätzliche Leberkrebsrisiko ist sehr gering; Träger von Hepatitis B könnten von einer geringeren Aflatoxinaufnahme profitieren. Die WHO-Schätzungen der Krankheitslast von 2026 schlossen Wachstumsstörungen durch Aflatoxin-Exposition aus.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex-Höchstgehalte: hoch. Vorkommensdaten: nicht repräsentativ; starke regionale und klimatische Schwankungen.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: Codex-Höchstgehalt für Aflatoxin M1 in Milch 0,5 ug/kg; nationale Grenzwerte können niedriger sein (siehe Länderprofile).
  • Hülsenfrüchte und Nüsse: Codex-Höchstgehalte für Gesamtaflatoxine 10-15 ug/kg für Schalenfrüchte und Erdnüsse, je nach Verarbeitung.
  • Getreide und Reis: Codex-Höchstgehalte für Gesamtaflatoxine bei Mais (15 / 10 ug/kg) und Reis (20 geschält / 5 poliert).

Quellen: RS-INT-12, RS-INT-41, RS-INT-21, RS-INT-33, RS-INT-29

Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Die Codex General Principles of Food Hygiene (CXC 1-1969, überarbeitet 2020 und 2022) legen gute Hygienepraxis und HACCP fest. Spezifische Verfahrensleitlinien und Leitlinien: Campylobacter und Salmonellen in Hühnerfleisch (CXG 78-2011, Ansatz vom Erzeuger bis zum Verbraucher ohne numerische Ziele), Eier und Eiprodukte (CXC 15-1976, rev. 2007: Überwachung und Impfung gegen Salmonella Enteritidis können das Risiko verringern, wo SE mit Geflügel oder Eiern in Verbindung steht), Fleischhygiene (CXC 58-2005), Milch und Milcherzeugnisse (CXC 57-2004), frisches Obst und Gemüse (CXC 53-2003), Listeria monocytogenes (CXG 61-2007), STEC in Rindfleisch, Blattgemüse, Rohmilch und Sprossen (CXG 99-2023). JEMRA erstellt mikrobiologische Risikobewertungen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
International nicht dokumentiert; Bekämpfungsprogramme sind national.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine internationale Überwachung der Prävalenz von Krankheitserregern in Lebensmitteln. WHO-Schätzungen der Krankheitslast (Ausgabe 2026, Datenjahr 2021, 42 Gefahren): 866 Millionen Erkrankungen (95-%-UI 680-1090 Millionen), 1,52 Millionen Todesfälle (0,783-2,51 Millionen), 57,1 Millionen DALYs (39,4-81,1 Millionen). Biologische Gefahren verursachten etwa 860 Millionen Erkrankungen. Nicht-typhoidale Salmonella enterica, anorganisches Arsen und Blei verursachten die meisten DALYs. Kinder unter 5 Jahren (9 % der Bevölkerung) hatten fast ein Drittel der Fälle. Die ersten WHO-Schätzungen (2015, Datenjahr 2010, 31 Gefahren) ergaben 33 Millionen DALYs; laut WHO ersetzt die Ausgabe 2026 alle früheren Schätzungen. Nationale Schätzungen für jeden WHO-Mitgliedstaat sind im WHO Global Health Observatory verfügbar.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Die Last lebensmittelbedingter Erkrankungen ist in den Regionen Afrika und Südostasien am höchsten (fast drei Viertel der Erkrankungen, 60 % der Todesfälle). Laut WHO könnten viele Fälle durch verbesserte Wasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene, Pasteurisierung und Zugang zur Gesundheitsversorgung verhindert werden.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Die Schätzungen der Krankheitslast sind modellbasiert (systematische Reviews, Metaregression, Expertenbefragung für die Zuordnung zu Lebensmitteln) und mit großer Unsicherheit behaftet. Sie sind keine gemessenen Fallzahlen und sollten nicht mit nationalen Überwachungszahlen in eine Rangfolge gebracht werden. Viele Gefahren (z. B. AMR-Bakterien) sind nicht enthalten.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Lebensmittelbedingte Erkrankungen (Mio.)
fbd_illnesses_million
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG)
Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 680-1090 Millionen.
866 Millionen lebensmittelbedingte Erkrankungen pro Jahr2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-31
Lebensmittelbedingte Todesfälle (Mio.)
fbd_deaths_million
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG)
Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 0,783-2,51 Millionen.
1.52 Millionen lebensmittelbedingte Todesfälle pro Jahr2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-31
Lebensmittelbedingte Krankheitslast (DALY, Mio.)
fbd_dalys_million
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG)
Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 39,4-81,1 Millionen.
57.1 Millionen DALYs2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-31
Lebensmittelbedingte Krankheitslast (DALY, Mio.)
fbd_dalys_million
Erste Schätzungen der WHO FERG (2015)
31 Gefahren; durch die Ausgabe 2026 ersetzt und nicht direkt vergleichbar (andere Auswahl an Gefahren und andere Methoden).
33 Millionen DALYs2010–gemischtalle LebensmittelRS-INT-27

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Geflügel: Codex CXG 78-2011 zielt auf Campylobacter und Salmonellen in Hühnerfleisch; keine numerischen internationalen Ziele.
  • Eier: Codex CXC 15-1976 (rev. 2007) behandelt die Bekämpfung von Salmonella Enteritidis einschließlich Impfung.
  • Obst und Gemüse: Codex CXC 53-2003 und CXG 99-2023 (STEC in Blattgemüse und Sprossen).

Quellen: RS-INT-41, RS-INT-14, RS-INT-15, RS-INT-16, RS-INT-04, RS-INT-27, RS-INT-28, RS-INT-29, RS-INT-30, RS-INT-31

Zusatzstoffe und Verarbeitung – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex General Standard for Food Additives (GSFA, CXS 192-1995, überarbeitet bis 2026): Nur aufgeführte Zusatzstoffe gelten nach dem Standard als geeignet; ein Zusatzstoff wird nur berücksichtigt, wenn JECFA eine ADI festgelegt (oder ihn nach anderen Kriterien als sicher befunden) und der Codex ihm eine INS-Nummer zugeteilt hat. Verwendungsmengen werden pro Lebensmittelkategorie festgelegt. Die Länder führen eigene Positivlisten, die enger oder weiter sein können.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
International nicht dokumentiert.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine internationale Überwachung der Verwendungsmengen von Zusatzstoffen; JECFA schätzt die Aufnahme bei der Bewertung von Zusatzstoffen.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Aspartam (INS 951): Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stufte es 2023 als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein (Gruppe 2B, begrenzte Evidenz); JECFA (2023) behielt die ADI von 0-40 mg/kg bw bei. IARC-Einstufungen beschreiben die Stärke der Evidenz für eine Gefahr, nicht die Größe des Risikos. Verarbeitetes Fleisch (eine Verarbeitungskategorie, kein Zusatzstoff): IARC Gruppe 1 (Darmkrebs; etwa 18 % höheres Risiko pro täglich verzehrten 50 g). Rotes Fleisch: IARC Gruppe 2A. Diese Einstufungen sind hier als internationale Referenz aufgeführt; die Evidenz zu einzelnen Behauptungen wird in den Studiendateien des Projekts behandelt.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Hoch für die rechtliche Referenz (Primärtext). IARC und JECFA beantworten unterschiedliche Fragen (Gefahr vs. Risiko bei gegebener Aufnahme).

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Rotes Fleisch: IARC: verarbeitetes Fleisch Gruppe 1, rotes Fleisch Gruppe 2A (2015, Monographs Vol. 114).

Quellen: RS-INT-13, RS-INT-39, RS-INT-34, RS-INT-32, RS-INT-35

Tierhaltung und Futtermittel – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex Code of Practice on Good Animal Feeding (CXC 54-2004, geändert 2024): Antibiotika sollten ohne Sicherheitsbewertung für die öffentliche Gesundheit nicht als Leistungsförderer im Futter eingesetzt werden; tierische Erzeugnisse, die den BSE-Erreger übertragen könnten, sollten nicht an Wiederkäuer verfüttert werden; unerwünschte Stoffe (z. B. Mykotoxine, Kontaminanten) in Futtermitteln sollten erkannt und minimiert werden; Rückverfolgbarkeit und Aufzeichnungen für Futtermittel. CXS 193 enthält Höchstgehalte für Futtermittel nur dort, wo der Übergang in Lebensmittel tierischen Ursprungs relevant ist. Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere wird von CXC 45-1997 abgedeckt. WOAH-Standards: Kapitel 6.10 des Terrestrial Code über den verantwortungsvollen und umsichtigen Einsatz antimikrobieller Mittel (im ANIMUSE-Bericht zitiert). Die Tierschutzkapitel der WOAH zur Haltung (z. B. Käfige) wurden in dieser Recherche nicht überprüft.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
WOAH ANIMUSE (Daten 2022): 22 % der meldenden Mitglieder erlaubten oder verwendeten noch antimikrobielle Leistungsförderer; am häufigsten gemeldet wurden Bacitracin, Tylosin und Avilamycin.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
International nicht dokumentiert.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Siehe vet_drugs (antimikrobielle Resistenz) und mycotoxins (Übergang von Aflatoxin M1 aus Futtermitteln in die Milch).
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex-Text: hoch. Keine internationalen Daten zu Haltungssystemen oder zur Einhaltung von Futtermittelvorschriften.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere geht als Aflatoxin M1 in die Milch über (CXC 45-1997; CXS 193).

Quellen: RS-INT-17, RS-INT-12, RS-INT-24

Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex-Texte zur Inspektion und Zertifizierung bei Einfuhr und Ausfuhr von Lebensmitteln (z. B. CXG 20-1995, CXG 26-1997, Gleichwertigkeit CXG 53-2003, Rückverfolgbarkeit CXG 60-2006) dienen als Leitfaden für nationale Kontrollsysteme. Es gibt keine internationale Lebensmittelaufsichtsbehörde: Amtliche Kontrollen, Rückrufe und Grenzkontrollen sind national. INFOSAN (FAO/WHO) ist ein freiwilliges Netzwerk nationaler Lebensmittelsicherheitsbehörden aus fast allen Mitgliedern von FAO und WHO; es tauscht Informationen über Vorfälle mit international gehandelten Lebensmitteln aus. SPS-Übereinkommen der WTO: Codex-Standards sind in Handelsstreitigkeiten der Maßstab für Lebensmittelsicherheitsmaßnahmen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht zutreffend.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
INFOSAN veröffentlicht keine mit RASFF vergleichbaren Warnmeldungsstatistiken pro Land. Nicht dokumentiert.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Nicht zutreffend.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex- und WTO-Texte: hoch. Die Umsetzung variiert von Land zu Land.

Quellen: RS-INT-05, RS-INT-03, RS-INT-41, RS-INT-38, RS-INT-37

Trinkwasser – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Die WHO-Leitlinien für Trinkwasserqualität (4. Auflage einschließlich des 1. und 2. Nachtrags, 2022) sind ein wissenschaftlicher Ausgangspunkt für nationale Standards; die WHO befürwortet keinen einheitlichen internationalen Standard. Ausgewählte Leitwerte: E. coli oder thermotolerante Coliforme in keiner 100-ml-Probe nachweisbar; Arsen 0,01 mg/l (vorläufig); Blei 0,01 mg/l (vorläufig); Cadmium 0,003 mg/l; Nitrat 50 mg/l (als NO3-); Nitrit 3 mg/l (als NO2-). Die WHO empfiehlt Wassersicherheitspläne und eine unabhängige Überwachung. Codex CXC 48-2001 behandelt die Hygiene von in Flaschen abgefülltem/verpacktem Trinkwasser.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Das WHO/UNICEF JMP definiert „sicher verwaltetes“ Trinkwasser als Wasser aus einer verbesserten Quelle, das auf dem Grundstück zugänglich, bei Bedarf verfügbar und frei von fäkaler und vorrangiger chemischer Verunreinigung ist. Weltweit 2024: 73,7 % der Bevölkerung nutzten eine sicher verwaltete Trinkwasserversorgung (WHO GHO); laut JMP fehlt sie noch immer 1 von 4 Menschen (2,1 Milliarden), darunter 106 Millionen, die unbehandeltes Oberflächenwasser trinken. Städtisch 83,5 %, ländlich 60,5 %.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
JMP-Schätzungen kombinieren Haushaltsbefragungen, Volkszählungen und Verwaltungs- oder Regulierungsdaten; Wasserqualitätstests sind in einigen Haushaltsbefragungen enthalten (z. B. MICS). Daten auf Länderebene werden unter washdata.org/data und im WHO Global Health Observatory veröffentlicht.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Die WHO (2026) stellt fest, dass viele lebensmittelbedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Maßnahmen wie verbesserte Wasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene verhindert werden könnten. Die GDWQ-Leitwerte sind gesundheitsbasiert (z. B. Nitrat 50 mg/l auf Grundlage kurzfristiger Wirkungen).
E. Wie belastbar sind die Daten?
Das JMP ist die weltweit vergleichbare Referenz (eine Definition für alle Länder). Die Schätzungen sind modelliert; die Komponente Wasserqualität fehlt für viele Länder oder ist geschätzt.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Sicher verwaltetes Trinkwasser (WHO/UNICEF)
water_safely_managed_pct
WHO/UNICEF JMP (über WHO GHO, Indikator WSH_WATER_SAFELY_MANAGED)
Globale modellierte Schätzung (GHO-Wert 73,735). Weltaggregat der Weltbank-WDI: 73,67 %. JMP-Text: „1 von 4 ... hat noch immer keinen Zugang“.
73.7 % der Bevölkerung mit sicher verwalteter Trinkwasserversorgung2024–gemischtalle LebensmittelRS-INT-26

Quellen: RS-INT-23, RS-INT-41, RS-INT-25, RS-INT-26, RS-INT-40, RS-INT-29

Quellen – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO) (41)
  1. RS-INT-01: About Codex (Codex Alimentarius website) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/about-codex/about-us (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  2. RS-INT-02: About Codex texts – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/about-codex-texts (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  3. RS-INT-05: Agreement on the Application of Sanitary and Phytosanitary Measures (SPS Agreement) – World Trade Organization (1994 (in force 1995)). https://www.wto.org/english/docs_e/legal_e/15sps_01_e.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  4. RS-INT-07: Codex Pesticide Residues in Food and Feed Database – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/codex-online-databases/pesticides-residues (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  5. RS-INT-36: Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR) - WHO page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/groups/joint-fao-who-meeting-on-pesticide-residues-(jmpr) (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  6. RS-INT-21: GEMS/Food - Food Contamination Monitoring and Assessment Programme (WHO web page) and GEMS/Food Contaminants database landing page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/teams/nutrition-and-food-safety/databases/global-environment-monitoring-system-food-contamination (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  7. RS-INT-29: News release: Unsafe food causes 866 million illnesses and 1.5 million deaths annually, young children at highest risk (4 June 2026) – World Health Organization (2026). https://www.who.int/news/item/04-06-2026-unsafe-food-causes-866-million-illnesses-and-1.5-million-deaths-annually--young-children-at-highest-risk (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  8. RS-INT-08: CXM 2-2024 Maximum Residue Limits (MRLs) and Risk Management Recommendations (RMRs) for Residues of Veterinary Drugs in Foods – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2024). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/MRL2e.pdf?lang=en&id=41 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  9. RS-INT-10: CXC 61-2005 Code of Practice to Minimize and Contain Foodborne Antimicrobial Resistance (amended 2021) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2005, amended 2021). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_061e.pdf?lang=en&id=302 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  10. RS-INT-11: CXG 94-2021 Guidelines on integrated monitoring and surveillance of foodborne antimicrobial resistance; CXG 77-2011 Guidelines for Risk Analysis of Foodborne AMR (rev. 2021) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2021). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_94e.pdf?lang=en&id=8037 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  11. RS-INT-17: CXC 54-2004 Code of Practice on Good Animal Feeding (amended 2008, 2024) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2004, amended 2024). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_054e.pdf?lang=en&id=414 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  12. RS-INT-18: CXG 71-2009 Guidelines for the Design and Implementation of National Regulatory Food Safety Assurance Programmes Associated with the Use of Veterinary Drugs in Food Producing Animals (rev. 2012, 2014) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2009, rev. 2014). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_071e_2014.pdf?lang=en&id=7006 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  13. RS-INT-19: WHO guidelines on use of medically important antimicrobials in food-producing animals – World Health Organization (2017). https://www.who.int/publications/i/item/9789241550130 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  14. RS-INT-20: WHO List of Medically Important Antimicrobials: a risk management tool for mitigating antimicrobial resistance due to non-human use (WHO MIA List, 7th revision) – World Health Organization (2024). https://cdn.who.int/media/docs/default-source/gcp/who-mia-list-2024-lv.pdf?sfvrsn=3320dd3d_2 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  15. RS-INT-24: Annual Report on Antimicrobial Agents Intended for Use in Animals, 9th report (ANIMUSE) – World Organisation for Animal Health (WOAH) (2025). https://www.woah.org/app/uploads/2025/05/en-woah-amu-report-2025-final.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  16. RS-INT-35: Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) - WHO page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/groups/joint-fao-who-expert-committee-on-food-additives-(jecfa) (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  17. RS-INT-09: REP12/CAC Report of the 35th Session of the Codex Alimentarius Commission, Rome, 2-7 July 2012 – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2012). https://www.fao.org/input/download/report/772/REP12_CACe.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  18. RS-INT-06: DS26: European Communities - Measures Concerning Meat and Meat Products (Hormones) - case summary – World Trade Organization (1996-2014). https://www.wto.org/english/tratop_e/dispu_e/cases_e/ds26_e.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  19. RS-INT-12: CXS 193-1995 General Standard for Contaminants and Toxins in Food and Feed (last amended 2025) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1995, amended 2025). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXS_193e.pdf?lang=en&id=18 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  20. RS-INT-41: Codex 'Find a Codex text' list (LoadFilter endpoint behind codex.fao.org/codex-texts/find-a-codex-text) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/find-a-codex-text (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  21. RS-INT-22: GEMS/Food overview fact sheet 'Monitoring exposure to food chemicals' – World Health Organization (2017). https://cdn.who.int/media/docs/default-source/food-safety/gems-food/gems-overview-2017.pdf?sfvrsn=d33fae48_2 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  22. RS-INT-31: WHO estimates of the global, regional, and national burden of 42 foodborne infectious and chemical hazards, 2000-21: an updated data synthesis – Lake RJ, Devleesschauwer B, Majowicz S, et al. (2026). https://doi.org/10.1016/j.langlo.2026.103994 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  23. RS-INT-33: IARC Monographs Volume 100F: Chemical Agents and Related Occupations (A Review of Human Carcinogens) - publication page – International Agency for Research on Cancer (IARC) (2012). https://publications.iarc.who.int/123 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  24. RS-INT-14: CXC 1-1969 General Principles of Food Hygiene (revised 2020, 2022) – FAO and WHO / Codex Alimentarius Commission (1969, rev. 2022 (publ. 2023)). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_001e.pdf?lang=en&id=23 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  25. RS-INT-15: CXG 78-2011 Guidelines for the Control of Campylobacter and Salmonella in Chicken Meat – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2011). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_078e.pdf?lang=en&id=449 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  26. RS-INT-16: CXC 15-1976 Code of Hygienic Practice for Eggs and Egg Products (rev. 2007) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1976, rev. 2007). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_015e.pdf?lang=en&id=355 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  27. RS-INT-04: Codex and science (FAO/WHO scientific advice bodies) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/about-codex/about-us/science (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  28. RS-INT-27: World Health Organization Global Estimates and Regional Comparisons of the Burden of Foodborne Disease in 2010 – Havelaar AH, Kirk MD, Torgerson PR, et al. (WHO FERG) (2015). https://doi.org/10.1371/journal.pmed.1001923 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  29. RS-INT-28: WHO estimates of the global burden of foodborne diseases: Foodborne Disease Burden Epidemiology Reference Group 2007-2015 – World Health Organization (2015). https://www.who.int/publications/i/item/9789241565165 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  30. RS-INT-30: WHO estimates of the global burden of foodborne diseases 2000-2021 (2026 edition) - programme page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/teams/nutrition-and-food-safety/monitoring-nutritional-status-and-food-safety-and-events/foodborne-disease-estimates/2026-edition (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  31. RS-INT-13: CXS 192-1995 General Standard for Food Additives (GSFA), revised up to 2026, and GSFA online database – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1995, rev. 2026). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXS_192e.pdf?lang=en&id=353 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  32. RS-INT-39: Codex online databases (Veterinary Drug Residues in Foods; GSFA) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/codex-online-databases (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  33. RS-INT-34: News release: Aspartame hazard and risk assessment results released (14 July 2023) – World Health Organization / IARC / JECFA (2023). https://www.who.int/news/item/14-07-2023-aspartame-hazard-and-risk-assessment-results-released (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  34. RS-INT-32: IARC Press Release No. 240: IARC Monographs evaluate consumption of red meat and processed meat (Monographs Vol. 114) – International Agency for Research on Cancer (IARC) (2015). https://www.iarc.who.int/wp-content/uploads/2018/07/pr240_E.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  35. RS-INT-03: Codex and trade – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/about-codex/about-us/trade (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  36. RS-INT-38: International Food Safety Authorities Network (INFOSAN) - FAO page – FAO and WHO (2026). https://www.fao.org/food-safety/emergencies/infosan/en (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  37. RS-INT-37: FAO Food safety and quality - programme page – Food and Agriculture Organization of the United Nations (2026). https://www.fao.org/food-safety/en/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  38. RS-INT-23: Guidelines for drinking-water quality: fourth edition incorporating the first and second addenda – World Health Organization (2022). https://www.who.int/publications/i/item/9789240045064 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  39. RS-INT-25: JMP: Drinking water service ladder and 'Progress on household drinking water, sanitation and hygiene 2000-2024: special focus on inequalities' – WHO/UNICEF Joint Monitoring Programme (JMP) (2025). https://washdata.org/reports/jmp-2025-wash-households (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  40. RS-INT-26: WHO Global Health Observatory OData API - indicator WSH_WATER_SAFELY_MANAGED (global, total) – World Health Organization (data from WHO/UNICEF JMP) (2026). https://ghoapi.azureedge.net/api/WSH_WATER_SAFELY_MANAGED?$filter=SpatialDimType%20eq%20'GLOBAL' (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  41. RS-INT-40: World Bank WDI API - SH.H2O.SMDW.ZS, World aggregate – World Bank (source: WHO/UNICEF JMP) (2026). https://api.worldbank.org/v2/country/WLD/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS?format=json&date=2015:2024 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)

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