China
Teilweises Länderprofil CN Ostasien
Auswählbar sind alle Länder. Eine wissenschaftliche Länderbewertung liegt aber nur dort vor, wo wir belastbare Quellen gefunden und geprüft haben.
Geltende Rahmen: China · Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Auf einen Blick
| Themenbereich | Geltende Rahmen |
|---|---|
| Pestizide und Pestizidrückstände | China Datenqualität: niedrig |
| Tierarzneimittel und Antibiotika | China Datenqualität: niedrig |
| Hormonelle Wachstumsförderer | China Datenqualität: sehr niedrig |
| Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat) | China Datenqualität: niedrig |
| Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) | China Datenqualität: sehr niedrig |
| Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.) | China Datenqualität: mittel |
| Zusatzstoffe und Verarbeitung | China Datenqualität: niedrig |
| Tierhaltung und Futtermittel | China Datenqualität: niedrig |
| Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung | China Datenqualität: mittel |
| Trinkwasser | China Datenqualität: mittel |
Nationales Profil: China
China regelt Pestizidrückstände (GB 2763-2026: 10.749 Höchstgehalte für 585 Pestizide), Tierarzneimittelrückstände (GB 31650-2019 und GB 31650.1-2022), Kontaminanten (GB 2762-2025) und Lebensmittelzusatzstoffe (GB 2760-2024) über verbindliche nationale Normen. Antibiotische Leistungsförderer im Futter wurden 2020 zurückgezogen, und Beta-Agonisten wie Ractopamin sowie gelistete Hormone sind bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren verboten. Antibiotika werden weiterhin zur Behandlung und Vorbeugung eingesetzt: 2020 etwa 32.776 Tonnen. Amtliche Probenahmen der Marktaufsicht umfassten 2024 etwa 6,8 Millionen Chargen, und etwa 3 % waren nicht konform; das Landwirtschaftsministerium meldet in seiner Routineüberwachung etwa 98 % Konformität. Diese Probenahmeprogramme sind teilweise risikobasiert, berichten meist nur Bestehensquoten ohne vollständige Angaben zu den Methoden und sind oft nur als chinesischsprachige Pressezusammenfassungen verfügbar.
Rechercheumfang: Durchsucht wurden englisch- und chinesischsprachige Quellen: Webseiten von MARA und SAMR, Berichte von Xinhua und anderen Staatsmedien über offizielle Pressekonferenzen, Übersetzungen nationaler Normen durch USDA FAS GAIN (GB 2763, GB 31650.1, GB 2762), Einträge in FAOLEX/UNEP LEAP, ein Rundschreiben der Singapore Food Agency zum GACC-Dekret 280, die API des WHO GHO (JMP) sowie PubMed (H7N9, Antibiotikaeinsatz). Offizielle chinesische Volltexte der meisten GB-Normen sind nicht frei zugänglich; englische Fassungen lagen teilweise hinter Bezahlschranken (ChineseStandard.net, ChemLinked, LexisNexis), und die Website von USDA FAS lieferte HTTP 403, sodass mehrere Werte aus gespiegelten GAIN-Berichten stammen. Die SAMR-Veröffentlichung zu den Probenahmen des gesamten Jahres 2024 und MARA-Berichte zum Einsatz antimikrobieller Tierarzneimittel nach 2020 wurden nicht gefunden. Mikrobiologie wurde nur für die Vogelgrippe H7N9 und Lebendgeflügelmärkte abgedeckt; Überwachung von Salmonella/Campylobacter, bST bei Milchkühen, PFAS/Dioxine und detaillierte Mykotoxin-Höchstgehalte wurden nicht abgedeckt.
Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
Pestizide und Pestizidrückstände – China
Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- GB 2763-2026 (Bekanntmachung Nr. 2 von 2026 von NHC/MARA/SAMR, in Kraft seit 1. Mär. 2026) legt 10.749 Rückstandshöchstgehalte und 350 Prüfmethoden für 585 Pestizide fest; sie ersetzt GB 2763-2021 und GB 2763.1-2022. 370 neue Rückstandshöchstgehalte, überwiegend Gemüse; 23 Rückstandshöchstgehalte überarbeitet, die meisten verschärft. Einige Rückstandshöchstgehalte sind „vorläufig“, aber dennoch verbindlich. Einfuhren müssen sie einhalten. Das Lebensmittelsicherheitsgesetz (Art. 11) verlangt die beschleunigte Abschaffung extrem giftiger und hochgiftiger Pestizide mit hohen Rückständen. Rückstandsgrenzwerte werden gemeinsam von Gesundheits- und Agrarbehörden mit der SAMR festgelegt (Art. 27).
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- In dieser Recherche nicht dokumentiert (keine amtlichen Statistiken zum Pestizideinsatz gelesen).
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Nationale Routineüberwachung des MARA (Pestizide und Tierarzneimittel unter 131–149 Parametern): 2024 Gemüse 97,9 % und Obst 98,2 % konform (23.398 Proben in fünf Kategorien); Jan.–Mär. 2025 Gemüse 98,1 %, Obst 97,5 % (7.526 Proben); 1. Halbjahr 2026 insgesamt 98,2 % (15.287 Proben). Die SAMR gibt an, dass Pestizidrückstände über den Grenzwerten eines der Hauptprobleme in ihrer aufsichtlichen Probenahme sind (2025). Parameterspezifische Ergebnisse (welche Pestizide) wurden in den gelesenen Quellen nicht veröffentlicht.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Es wurde keine amtliche chinesische Bewertung des ernährungsbedingten Risikos durch Pestizide gelesen.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Design des MARA: je Produkt und Provinz werden zwei Städte auf Präfekturebene zufällig ausgewählt, je 3–4 Kreise, Probenahme in Betrieben, Anbaubasen und auf Märkten; die Parameter werden an den „Arzneimitteleinsatz in der Produktion“ und das öffentliche Interesse angepasst. Die Ergebnisse werden als Bestehensquoten in Pressezusammenfassungen ohne vollständige Methodenberichte veröffentlicht. Nicht mit EU-Zahlen zur „Überschreitung des Rückstandshöchstgehalts“ vergleichbar, weil sich Parameterlisten, Vollzugsspielräume und Stichprobenrahmen unterscheiden.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Agrarüberwachung: nicht konforme Proben agri_monitoring_noncompliant_pct Nationale Routineüberwachung landwirtschaftlicher Erzeugnisse des MARA n für Gemüse allein nicht angegeben (23.398 Proben in 5 Kategorien). Die Parameter umfassen Pestizide und andere Rückstände. | 2.1 % nicht konforme Gemüseproben (100 - 97,9 % Bestehensquote) | 2024 | – | gemischt | inländische Erzeugnisse | RS-CN-08 |
| Agrarüberwachung: nicht konforme Proben agri_monitoring_noncompliant_pct Nationale Routineüberwachung landwirtschaftlicher Erzeugnisse des MARA | 1.8 % nicht konforme Obstproben (100 - 98,2 %) | 2024 | – | gemischt | inländische Erzeugnisse | RS-CN-08 |
Hinweise zu Lebensmitteln
- Obst und Gemüse: Gemüse und Obst machen über die Hälfte aller chinesischen Pestizid-Rückstandshöchstgehalte aus (GB 2763-2026). Das MARA berichtet etwa 2 % Nichtkonformität bei Gemüse und Obst (2024).
- Getreide und Reis: GB 2763-2026 überarbeitete mehrere Rückstandshöchstgehalte für Getreide (Rohreis, Reis, Weizen, Gerste, Mais), die meisten wurden verschärft.
Quellen: RS-CN-01, RS-CN-22, RS-CN-07, RS-CN-08, RS-CN-09, RS-CN-10
Tierarzneimittel und Antibiotika – China
Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- GB 31650-2019 (vom 6. Sept. 2019): 2.191 Rückstandshöchstmengen für 267 Tierarzneimittel in Erzeugnissen von Nutztieren, Geflügel, Wassertieren und Bienen; ergänzt durch GB 31650.1-2022 (41 Arzneimittel, in Kraft seit 1. Febr. 2023). MARA-Bekanntmachung 194 (2019): Alle wachstumsfördernden Arzneimittel-Futtermittelzusatzstoffe außer traditionellen chinesischen Arzneimitteln wurden ab 1. Jan. 2020 zurückgezogen; Handelsfuttermittel mit solchen Zusatzstoffen sind ab 1. Juli 2020 verboten (Restbestände bis 31. Dez. 2020). Kokzidiostatika bleiben im Futter erlaubt. MARA-Bekanntmachung 250 (2019) listet Stoffe, die bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren verboten sind, z. B. Chloramphenicol, Nitrofurane, Nitroimidazole, Carbadox, Vancomycin, Dapson, Malachitgrün. Lomefloxacin, Pefloxacin, Ofloxacin, Norfloxacin, Olaquindox und organische Arsenverbindungen wurden durch frühere Bekanntmachungen gestoppt. Tierarzneimittelverordnung: verbotene Arzneimittel sind untersagt; Humanarzneimittel dürfen nicht bei Tieren angewendet werden; nationaler Rückstandsüberwachungsplan; der Verkauf tierischer Erzeugnisse mit verbotenen Arzneimitteln oder mit Rückständen über den Höchstmengen ist verboten.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nationale Verkaufsdaten (IVDC / China Veterinary Drug Association): 32.776,30 Tonnen antimikrobielle Mittel wurden 2020 bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren eingesetzt, 165 g je Tonne tierischer Erzeugnisse; 21,90 % unter 2017, aber 2018–2020 steigend. Der Anteil der Leistungsförderer sank von 51,78 % (2018) auf 28,69 % (2020); der Einsatz von Florfenicol, Amoxicillin, Makroliden und Beta-Lactamen nahm nach dem Verbot zu. Nationale Zahlen nach 2020 wurden nicht gefunden.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Routineüberwachung des MARA 2024: Erzeugnisse von Nutztieren und Geflügel zu 99,3 % konform, aquatische Erzeugnisse zu 96,0 % (23.398 Proben in fünf Kategorien; Parameter u. a. Tierarzneimittel und verbotene Stoffe). Jan.–März 2025: Eier 99,8 %, Schweinefleisch 99,7 %, Hähnchen 100 %, Rindfleisch 100 %, Hammelfleisch 97,8 %, Ente 97,7 %; Tilapia 97,8 %, Karpfen 98,1 %, Graskarpfen 99,1 %. SAMR 2024: Fleischerzeugnisse 0,81 %, Eiprodukte 0,12 %, Milcherzeugnisse 0,09 % nicht konform (alle Gefahren).
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Es wurde keine amtliche chinesische Risikobewertung der Exposition gegenüber Rückständen gelesen. Antimikrobielle Resistenz ist der angegebene politische Grund für das Verbot von Leistungsförderern (nationale Aktionspläne 2016–2020 und 2017–2020).
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Die AMU-Zahl beruht auf Verkäufen und ist in g je Tonne Erzeugnis angegeben, nicht direkt vergleichbar mit WOAH-Werten in mg/kg Biomasse oder EU-Werten in mg/PCU (Hinweis der Autoren). Die Rückstandsergebnisse sind Bestehensquoten ohne arzneimittelspezifische Aufschlüsselung. Die Nichtkonformität bei Wassererzeugnissen (etwa 4 %) ist die höchste unter den Kategorien des MARA, die betroffenen Stoffe wurden aber nicht angegeben.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Antibiotika-Absatz Tiere (Tonnen) amu_tonnes Nationale Verkaufsdaten für antimikrobielle Tierarzneimittel von MARA / IVDC Umfasst landlebende und aquatische Tiere, die der Lebensmittelgewinnung dienen; 165 g je Tonne tierischer Erzeugnisse. | 32776.3 Tonnen antimikrobieller Wirkstoff, verkauft für der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere | 2020 | – | unbekannt | alle Lebensmittel | RS-CN-15 |
| Agrarüberwachung: nicht konforme Proben agri_monitoring_noncompliant_pct Nationale Routineüberwachung des MARA n der Kategorie nicht angegeben. | 0.7 % nicht konformer Proben von Erzeugnissen von Nutztieren und Geflügel (100 - 99,3 %) | 2024 | – | gemischt | inländische Erzeugnisse | RS-CN-08 |
| Agrarüberwachung: nicht konforme Proben agri_monitoring_noncompliant_pct Nationale Routineüberwachung des MARA n der Kategorie nicht angegeben. | 4 % nicht konformer Proben aquatischer Erzeugnisse (100 - 96,0 %) | 2024 | – | gemischt | inländische Erzeugnisse | RS-CN-08 |
Hinweise zu Lebensmitteln
- Geflügel: Hähnchenproben in der MARA-Überwachung Jan.–Mär. 2025 alle konform; Ente 97,7 %.
- Eier: Eier zu 99,8 % konform (MARA, Jan.–Mär. 2025); Eiprodukte 0,12 % nicht konform (SAMR 2024).
- Fisch und Meeresfrüchte: Wassererzeugnisse hatten die niedrigste Bestehensquote des MARA (96,0 % im Jahr 2024; 97,2 % Jan.–Mär. 2025). Malachitgrün und Nitrofurane sind verboten.
- Honig, Zucker, Süßwaren: GB 31650.1-2022 legt Grenzwerte von 5 ug/kg für mehrere Fluorchinolone in Honig fest.
Quellen: RS-CN-02, RS-CN-03, RS-CN-11, RS-CN-12, RS-CN-13, RS-CN-14, RS-CN-15, RS-CN-08, RS-CN-09
Hormonelle Wachstumsförderer – China
Datenqualität: sehr niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Bekanntmachung 250 (2019) verbietet bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren: Beta-Agonisten und ihre Salze und Ester als Stoffklasse (diese Klasse umfasst Ractopamin und Clenbuterol; Ractopamin ist in der gelesenen Liste nicht einzeln genannt), die Steroidhormone Melengestrolacetat, Methyltestosteron, Trenbolon, Zeranol sowie die Stilbene Diethylstilbestrol, Dienestrol und Hexestrol. Tierarzneimittelverordnung Art. 41: Hormonpräparate dürfen Futter oder Tränkwasser nicht zugesetzt werden.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nicht dokumentiert. Der illegale Einsatz von Beta-Agonisten („Magerfleischpulver“) ist ein bekanntes Vollzugsthema, es wurden aber keine amtlichen Prävalenzdaten gelesen.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Es wurden keine hormonspezifischen Überwachungsergebnisse gefunden; die Bestehensquoten des MARA bei Nutztieren (99,3 % im Jahr 2024) umfassen Parameter für verbotene Stoffe ohne Aufschlüsselung.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- In den gelesenen Quellen nicht bewertet.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Keine veröffentlichten Daten auf Stoffebene. Status von bST/rbST bei Milchvieh nicht recherchiert.
Hinweise zu Lebensmitteln
- Rotes Fleisch: Beta-Agonisten (inkl. Ractopamin als Vertreter der Stoffklasse) und Wachstumshormone wie Trenbolon und Zeranol sind bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren verboten.
Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat) – China
Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- GB 2762-2025 (veröffentlicht am 25. Sep. 2025, in Kraft ab 2. Sep. 2026; ersetzt GB 2762-2022) legt Höchstgehalte für Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen, Zinn, Nickel, Chrom, Nitrit/Nitrat, Benzo[a]pyren, N-Nitrosodimethylamin, PCB und 3-MCPD fest. Beispiele: Methylquecksilber 0,5 mg/kg in Wassertieren (1,0 mg/kg Raubfische, 1,2 Thunfisch); Blei 0,02 mg/kg in roher und wärmebehandelter Milch; anorganisches Arsen 0,35 mg/kg in Rohreis und Braunreis, 0,2 mg/kg in Reis; PCB (7 Indikator-Kongenere) 20 ug/kg in Erzeugnissen aus Wassertieren. Im Standard sind keine Höchstgehalte für Dioxine oder PFAS enthalten.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nicht anwendbar.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- In den gelesenen Quellen wurden keine nationalen Überwachungsergebnisse zu Kontaminanten gefunden.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- In den gelesenen Quellen nicht bewertet.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Werte aus einer inoffiziellen Übersetzung des USDA; die Tabellenextraktion war teilweise verstümmelt, daher wurden nur eindeutig zugeordnete Werte verwendet.
Hinweise zu Lebensmitteln
- Fisch und Meeresfrüchte: Methylquecksilber-Grenzwerte 0,5–1,5 mg/kg je nach Artengruppe; PCB-Grenzwert 20 ug/kg.
- Getreide und Reis: Grenzwerte für anorganisches Arsen in Reis 0,2–0,35 mg/kg.
- Milchprodukte: Bleigrenzwert 0,02 mg/kg für Rohmilch, pasteurisierte und sterilisierte Milch.
Quellen: RS-CN-04
Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) – China
Datenqualität: sehr niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- GB 2761-2017 (in Kraft seit 2017) legt Höchstgehalte für Aflatoxin B1, Aflatoxin M1, Deoxynivalenol, Patulin, Ochratoxin A und Zearalenon fest. Die Zahlenwerte der Grenzwerte konnten nicht anhand einer zugänglichen Quelle überprüft werden. 2025 wurde über einen überarbeiteten Entwurf berichtet (nicht überprüft).
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nicht anwendbar.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- SAMR: Die Aflatoxin-B1-Nichtkonformität in Erdnussöl sank von 3,33 % (2021) auf 0,76 % (2025) und ging damit vier Jahre in Folge zurück (Probenzahlen nicht angegeben).
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- In den gelesenen Quellen nicht bewertet.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Nur eine produktspezifische Zahl aus einer Pressezusammenfassung; keine Erhebungsdaten zu Aflatoxin M1 in Milch gefunden.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mykotoxine: nicht konforme Proben mycotoxin_noncompliant_pct Nationale aufsichtliche Probenahme der SAMR 3,33 % im Jahr 2021. Stichprobengröße nicht veröffentlicht. | 0.76 % der Erdnussölproben nicht konform bei Aflatoxin B1 | 2025 | – | gemischt | inländische Erzeugnisse | RS-CN-06 |
Hinweise zu Lebensmitteln
- Hülsenfrüchte und Nüsse: Aflatoxin-B1-Nichtkonformität in Erdnussöl 0,76 % im Jahr 2025 (3,33 % im Jahr 2021).
Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.) – China
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Schließungen von Lebendgeflügelmärkten (LPM) wurden ab April 2013 als Maßnahme der öffentlichen Gesundheit gegen die Vogelgrippe A(H7N9) eingesetzt (Shanghai, Hangzhou, Huzhou, Nanjing und später weitere Gebiete). Ein bivalenter inaktivierter H5/H7-Impfstoff für Hühner wurde im September 2017 eingeführt.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Saisonale oder dauerhafte LPM-Schließungen, Ruhetage für Märkte und Verbote, lebendes Geflügel über Nacht zu halten, sind in der Literatur beschrieben; das aktuelle nationale Regelwerk wurde nicht gelesen.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Fünf Wellen von H7N9-Infektionen beim Menschen mit 1.567 Fällen (766 in der fünften Welle, 2016–17). Nach der Impfung von Geflügel sank die H7N9-Isolationsrate bei Geflügel um 93,3 %, und vom 1. Okt. 2017 bis 30. Sep. 2018 wurden drei Fälle beim Menschen gemeldet. LPM-Schließungen 2013 verringerten die täglichen Infektionen in vier Städten um 97–99 % (Modellierung).
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- H7N9 verursachte schwere Erkrankungen beim Menschen, vor allem nach Kontakt mit Lebendgeflügelmärkten; Schließungen waren kurzfristig wirksam, aber schwer durchzuhalten.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Modellierungs- und beobachtende Vorher-nachher-Studien; Daten zu lebensmittelbedingten Salmonellen oder Campylobacter wurden für China nicht recherchiert.
Hinweise zu Lebensmitteln
- Geflügel: Das Risiko der Vogelgrippe H7N9 war mit Lebendgeflügelmärkten verbunden, nicht mit gegartem Hähnchenfleisch; die Maßnahmen zielten auf die Märkte und die Impfung von Geflügel.
Zusatzstoffe und Verarbeitung – China
Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- GB 2760-2024 (herausgegeben am 8. Feb. 2024, in Kraft seit 8. Feb. 2025; ersetzt GB 2760-2014) listet zugelassene Zusatzstoffe, Verwendungsgrundsätze und Höchstmengen nach Lebensmittelkategorie und berücksichtigt seit 2015 veröffentlichte Zulassungen. Lebensmittelsicherheitsgesetz: Arten, Anwendungsbereich und Dosierung von Zusatzstoffen sind Teil verbindlicher nationaler Standards (Art. 26). Die SAMR listet Nicht-Lebensmittelstoffe, die illegal zugesetzt werden könnten, und veröffentlicht Prüfmethoden.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Die SAMR nennt den Missbrauch von Lebensmittelzusatzstoffen als eines der Hauptprobleme bei der Probenahme (2025).
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- SAMR: illegales Ethylmaltol in Speiseöl 2,08 % (2020) -> 0,08 % (2025); Aluminiumrückstände in Glasnudeln 2,56 % -> 0,86 % und in frittiertem Teiggebäck aus der Gastronomie 9,65 % -> 2,71 % (2020 -> 2025).
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- In den gelesenen Quellen nicht bewertet.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Zahlen aus Pressezusammenfassungen ohne Probenzahlen.
Tierhaltung und Futtermittel – China
Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Arzneimittelhaltige Futtermittelzusatzstoffe zur Leistungsförderung zurückgezogen (Bekanntmachung 194, 2019–2020); Hormone und verbotene Arzneimittel dürfen Futter oder Tränkwasser nicht zugesetzt werden (Tierarzneimittelverordnung Art. 41).
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Leistungsförderer machten 2020, im Übergangsjahr vor dem vollständigen Inkrafttreten des Futtermittelverbots, noch 28,69 % der antimikrobiellen Mengen aus.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Keine Ergebnisse der Futtermittelüberwachung gelesen.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Nicht bewertet.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Vorschriften zu Käfigen/Haltung und zur Aquakultur wurden nicht recherchiert.
Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung – China
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Lebensmittelsicherheitsgesetz (2009; überarbeitet 2015; geändert 2018, 2021, 2025): Die SAMR beaufsichtigt Produktion und Handel; die NHC führt Risikoüberwachung und -bewertung durch und erlässt mit der SAMR Standards; landwirtschaftliche Primärerzeugnisse fallen unter das Gesetz über die Qualitätssicherheit landwirtschaftlicher Erzeugnisse (MARA). Die Änderung von 2025 (in Kraft seit 1. Dez. 2025) führt eine Lizenzierung für den Straßentransport wichtiger flüssiger Lebensmittel in Großbehältern und eine Registrierung von flüssiger Säuglingsnahrung ein. Einfuhren: GACC-Dekret 280 (in Kraft ab 1. Jun. 2026, ersetzt Dekret 248) verlangt die Registrierung ausländischer Lebensmittelhersteller; 17 Kategorien (inkl. Fleisch, Eier, Milchprodukte, Wassererzeugnisse) benötigen eine Prüfung und Empfehlung durch die Behörde des Ausfuhrlandes.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Die Probenahme umfasst 39 Lebensmittelkategorien und 2.066 Prüfparameter; Hersteller von Säuglingsnahrung werden monatlich beprobt; bei Produkten mit früher hoher Nichtkonformität wird die Probenahme verstärkt.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Aufsichtliche Probenahme der SAMR: 2024 6.794.937 Chargen, 97,04 % konform; bis Ende Nov. 2025 6.176.900 Chargen, 2,79 % nicht konform; Risikoüberwachung bis Mitte Nov. 2025 234.400 Chargen, 4,36 % Problemquote. Die GACC verweigerte 2024 4.200 Chargen eingeführter Lebensmittel die Einfuhr (+78,12 %).
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Nicht anwendbar.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Sehr große Programme, aber teils risikobasiert und in Pressezusammenfassungen als Gesamtwerte berichtet; die nationale Zahl für 2024 stammt aus einem Universitätsbericht, der von einer Zeitung zitiert wurde. Nicht mit repräsentativen Erhebungen vergleichbar.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Amtliche Stichproben: nicht konform official_sampling_noncompliant_pct Nationale aufsichtliche Probenahme der SAMR im Rahmen der Marktregulierung (alle Lebensmittel, alle Gefahren) Umfasst eingeführte Lebensmittel auf dem Markt; risikobasierte Elemente. | 2.96 % nicht konforme Chargen der aufsichtlichen Probenahme (100 - 97,04 %) | 2024 | 6.794.937 | gemischt | alle Lebensmittel | RS-CN-08 |
| Amtliche Stichproben: nicht konform official_sampling_noncompliant_pct Nationale aufsichtliche Probenahme der SAMR im Rahmen der Marktregulierung Teiljahr. | 2.79 % nicht konforme Chargen der aufsichtlichen Probenahme | 2025 (Jan-Nov) | 6.176.900 | gemischt | alle Lebensmittel | RS-CN-06 |
Hinweise zu Lebensmitteln
- Milchprodukte: SAMR 2024: Milchprodukte 0,09 % nicht konform.
- Getreide und Reis: SAMR 2024: Getreideerzeugnisse 0,54 % nicht konform.
Quellen: RS-CN-22, RS-CN-23, RS-CN-19, RS-CN-06, RS-CN-07, RS-CN-08
Trinkwasser – China
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- GB 5749-2022 (herausgegeben am 15. Mär. 2022, in Kraft seit 1. Apr. 2023; ersetzt GB 5749-2006): 97 Indikatoren (43 regelmäßige, 54 erweiterte), zuvor 106.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nicht anwendbar.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- WHO/UNICEF JMP: sicher verwaltetes Trinkwasser, städtische Bevölkerung 96,4 % (2024); keine nationale oder ländliche Schätzung für sicher verwaltetes Trinkwasser verfügbar; mindestens Grundversorgung 96,1 % national, 93,8 % ländlich (2024).
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Nicht bewertet.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Eine fehlende nationale Schätzung für sicher verwaltetes Trinkwasser schränkt die Vergleichbarkeit ein; Konformitätsdaten zu GB 5749 wurden nicht gefunden.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sicher verwaltetes Trinkwasser (WHO/UNICEF) water_safely_managed_pct WHO/UNICEF JMP Nur städtisch; nationaler Wert nicht veröffentlicht. | 96.4 % der städtischen Bevölkerung, die sicher verwaltetes Trinkwasser nutzt | 2024 | – | unbekannt | alle Lebensmittel | RS-CN-24 |
| Mindestens grundlegende Trinkwasserversorgung water_basic_pct WHO/UNICEF JMP Ländlich 93,8 %. | 96.1 % der Gesamtbevölkerung mit mindestens Trinkwasser-Grundversorgung | 2024 | – | unbekannt | alle Lebensmittel | RS-CN-24 |
Quellen – China (25)
- RS-CN-01: Revised National Food Safety Standard Maximum Residue Limits for Pesticides in Foods Published (GAIN CH2026-0049) – USDA FAS Beijing (2026). https://agriexchange.apeda.gov.in/ImportRegulations/100772026421153547143.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-22: Food Safety Law of the People's Republic of China (Amended in 2021), English translation – NPC Standing Committee; translation by LexisNexis China (2021). https://www.lexiscn.com/law/law-english-1-4096926-T.html?eng=0 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-07: By mid-November 5.7 million batches sampled - whole-chain sampling (Economic Daily via Xinhua, 2 Dec 2025) – Economic Daily / Xinhua, quoting SAMR and MARA officials (2025). https://www.news.cn/fortune/20251202/3cc699828cc745e1beeef70ca7a273f7/c.html (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-08: Jiangnan University report: 2024 national food safety sampling pass rate 97.04% (Beijing News, 28 Dec 2025) – Beijing News, reporting Jiangnan University / China Food Safety News report (2025). https://www.bjnews.com.cn/detail/1766893820168518.html (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-09: 2025 first national routine monitoring of agricultural product quality and safety: pass rate 98.3% (Xinhua, 17 Apr 2025) – Xinhua News Agency, reporting MARA (2025). https://www.news.cn/politics/20250417/310f22c60b494363acc20065e81dd8fe/c.html (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-10: First-half 2026 agricultural product quality and safety monitoring pass rate 98.2% (CCTV via Guangming, 23 Jul 2026) – CCTV News via Guangming Online, reporting MARA (2026). https://m.gmw.cn/2026-07/23/content_1304536990.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-02: Maximum Residue Limits for 41 Vet Drugs in Foods Published (GAIN CH2023-0012) – USDA FAS Beijing (2023). https://agriexchange.apeda.gov.in/ImportRegulations/Maximum%20Residue%20Limits%20for%2041%20Vet%20Drugs%20in%20Foods%20PublishedBeijingChina%20%20Peoples%20Republic%20ofCH20230012.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
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- RS-CN-12: MARA Announcement No. 250 (27 Dec 2019) - revised list of drugs and other compounds prohibited for use in food animals – Ministry of Agriculture and Rural Affairs (MARA); FAOLEX copy (2019). https://faolex.fao.org/docs/pdf/chn192931.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-13: Aquaculture drug-use leaflet 2020 No. 1: list of drugs and compounds prohibited in food animals (as of 30 Jun 2020) – MARA Fisheries Bureau; Chinese Academy of Fishery Sciences; National Fisheries Technology Extension Center (copy hosted by Shantou government) (2020). https://www.shantou.gov.cn/attachment/0/17/17883/1833235.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-14: Regulations on the Administration of Veterinary Drugs (State Council Order 404, 2016 revision text) – State Council of the PRC (copy on waizi.org.cn) (2016). https://www.waizi.org.cn/law/9908.html (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-15: Current status and trends in antimicrobial use in food animals in China, 2018-2020 – Zhao Q, Jiang Z, Li T, ... Wang H, Wu C (One Health Advances 1:29) (2023). https://onehealthadv.biomedcentral.com/articles/10.1186/s44280-023-00029-5 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-04: Revised National Food Safety Standard on Maximum Levels of Contaminants in Foods Released (GAIN CH2025-0202), incl. unofficial translation of GB 2762-2025 – USDA FAS Beijing (2025). https://agriexchange.apeda.gov.in/ImportRegulations/1007720251120114512253.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-05: GB 2761-2017 National Food Safety Standard - Maximum Levels of Mycotoxins in Foods (English translation preview) – ChineseStandard.net (commercial translation vendor) (2017). https://www.chinesestandard.net/PDF/English.aspx/GB2761-2017 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
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- RS-CN-23: NPC Standing Committee 'small-incision' amendment of the Food Safety Law (Xinhua, 12 Sep 2025) – Xinhua News Agency (2025). https://www.news.cn/politics/20250912/5cfbe712dbfc4d8a8d78301d31287366/c.html (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-19: Trade Circular: China's revised registration requirements for overseas food manufacturers - GACC Decree No. 280 – Singapore Food Agency (SFA) (2026). https://www.sfa.gov.sg/news-publications/circulars-and-notices/circulars/trade-circular-on-update-on-china-s-revised-registration-requirements-for-overseas-food-manufacturers---gacc-decree-no--280 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-20: GB 5749-2022 Standards for drinking water quality (English translation preview) – ChineseStandard.net, citing SAMR/SAC (2022). https://www.chinesestandard.net/PDF.aspx/GB5749-2022 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-CN-24: WHO Global Health Observatory - JMP indicators WSH_WATER_SAFELY_MANAGED and WSH_WATER_BASIC, China – WHO/UNICEF JMP via WHO GHO OData API (2026). https://ghoapi.azureedge.net/api/WSH_WATER_SAFELY_MANAGED?$filter=SpatialDim%20eq%20'CHN' (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Der Codex Alimentarius, getragen von FAO und WHO, legt internationale Lebensmittelstandards fest: Rückstandshöchstgehalte für Pestizide und Tierarzneimittel, Höchstgehalte für Kontaminanten wie Aflatoxine und Blei, Regeln für Zusatzstoffe und Hygienekodizes. Diese Standards sind freiwillig. Ein Land ist nur an sein eigenes Recht gebunden, doch nach WTO-Regeln ist der Codex in Handelsstreitigkeiten der Bezugspunkt. Der Codex akzeptiert einige hormonelle Leistungsförderer und Ractopamin; die Ractopamin-Grenzwerte wurden 2012 mit 69 zu 67 Stimmen angenommen, und viele Länder, darunter die EU und China, verbieten es weiterhin. Die WHO empfiehlt, den Einsatz von Antibiotika zur Leistungsförderung und zur routinemäßigen Vorbeugung bei gesunden Tieren zu beenden; die WOAH berichtet, dass 2022 noch 22 % der meldenden Länder Leistungsförderer erlaubten. Die WHO schätzt, dass unsichere Lebensmittel 2021 etwa 866 Millionen Erkrankungen und 1,5 Millionen Todesfälle verursachten, mit der höchsten Last in Afrika und Südostasien. Es gibt keine internationale Überwachung, die Rückstände in den Lebensmitteln jedes Landes misst; solche Daten stammen aus nationalen Programmen.
Rechercheumfang: Internationaler Referenzrahmen: Codex Alimentarius (Standards, MRL-Datenbanken, CAC-Bericht 2012), WHO (Leitlinien zu antimikrobiellen Mitteln und MIA-Liste, GEMS/Food, Trinkwasserleitlinien, Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen 2015 und 2026), FAO (JECFA/JMPR, INFOSAN), WOAH ANIMUSE 9. Bericht, WHO/UNICEF JMP und IARC-Einstufungen, alle im Oktober 2026 aus Primärdokumenten gelesen. Dies sind freiwillige Referenzen, keine Gesetze eines Landes; sie werden angezeigt, wenn für ein Land kein recherchiertes Profil vorliegt. Nicht abgedeckt oder nicht überprüfbar: die Tierschutzkapitel der WOAH zur Haltung, ein 10. ANIMUSE-Bericht (nicht gefunden), der Codex-Status von bovinem Somatotropin nach 2012 anhand eines Primärberichts sowie Codex-Positionen zu PFAS (es gibt keinen Höchstgehalt).
Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
Pestizide und Pestizidrückstände – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex legt Rückstandshöchstgehalte (CXLs) für Kombinationen aus Pestizid und Erzeugnis fest. Wissenschaftliche Grundlage: Das gemeinsame FAO/WHO-Expertentreffen zu Pestizidrückständen (JMPR, seit 1963) bewertet Toxikologie (duldbare tägliche Aufnahmemenge, akute Referenzdosis) und Rückstandsdaten; das Codex-Komitee für Pestizidrückstände schlägt die Grenzwerte vor; die Codex-Alimentarius-Kommission (CAC) nimmt sie an. Die Codex-Datenbank führt MRL und Fremdstoff-MRL (EMRL), die bis zur CAC 49 (Juli 2026) angenommen wurden. Bis 2024 hatte die CAC 6.453 MRL und 63 EMRL angenommen. Ein Codex-MRL gilt am Ort des Eintritts in ein Land oder in die Handelswege. Der Codex genehmigt oder verbietet keine Pestizidwirkstoffe; Zulassungen und Verbote sind nationale Entscheidungen.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Auf internationaler Ebene nicht dokumentiert. Codex und JMPR erheben keine Daten zur tatsächlichen Pestizidanwendung.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Kein internationales Überwachungsprogramm meldet MRL-Überschreitungsraten. WHO GEMS/Food sammelt Daten zu Kontaminanten und Rückständen, die von nationalen Einrichtungen freiwillig übermittelt werden (insgesamt mehr als 9 Millionen Analyseergebnisse). Diese Daten sind keine repräsentativen Stichproben und werden nicht als Überschreitungsraten pro Land veröffentlicht.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Das JMPR leitet gesundheitsbasierte Richtwerte (ADI, ARfD) und Schätzungen der ernährungsbedingten Exposition ab (IESTI für die kurzfristige, IEDI mit GEMS/Food-Cluster-Ernährungsweisen für die langfristige Aufnahme). Die Überschreitung eines MRL bedeutet die Nichteinhaltung eines gesetzlichen Grenzwerts; ob sie gesundheitlich bedenklich ist, hängt von der geschätzten Aufnahme im Verhältnis zur ADI/ARfD ab (Ansatz des JMPR). Die WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen von 2026 bezogen Pestizidrückstände wegen unzureichender Daten nicht ein.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Hoch für die rechtlichen Referenzwerte (amtliche, aktuelle Datenbank). Es gibt keine weltweit vergleichbaren Daten zur Anwendung oder zu Rückstandsgehalten. Die Überschreitungsraten der Länder hängen von den nationalen Rückstandshöchstgehalten, dem Probenahmedesign (zufällig vs. risikobasiert) und dem Laborumfang ab und lassen sich daher nicht direkt mit Codex-Werten vergleichen.
Hinweise zu Lebensmitteln
- Obst und Gemüse: Codex-MRL gibt es für viele Obst- und Gemüseerzeugnisse; nationale Rückstandshöchstgehalte können niedriger oder höher sein.
- Getreide und Reis: Codex-MRL gelten für Getreidekörner im gehandelten Zustand (landwirtschaftliches Rohprodukt).
Quellen: RS-INT-01, RS-INT-02, RS-INT-05, RS-INT-07, RS-INT-36, RS-INT-21, RS-INT-29
Tierarzneimittel und Antibiotika – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex-MRL und Risikomanagementempfehlungen (RMR) für Tierarzneimittelrückstände sind in CXM 2-2024 aufgeführt und beruhen auf JECFA-Bewertungen. RMR besagen, dass es keinen sicheren Rückstandsgehalt gibt und die Behörden Rückstände verhindern sollten, indem der Stoff bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren nicht verwendet wird: Carbadox, Chloramphenicol, Chlorpromazin, Dimetridazol, Furazolidon, Gentianaviolett, Ipronidazol, Malachitgrün, Metronidazol, Nitrofural, Olaquindox, Ronidazol und Stilbene. Antimikrobielle Resistenz: Codex CXC 61-2005 (geändert 2021) stellt fest, dass verantwortungsvoller Einsatz keine Leistungsförderung mit medizinisch wichtigen antimikrobiellen Mitteln umfasst; medizinisch wichtige antimikrobielle Mittel sollten nur zur Behandlung, Bekämpfung oder Vorbeugung unter fachlicher Aufsicht eingesetzt werden. Codex CXC 54-2004 stellt fest, dass Antibiotika ohne Sicherheitsbewertung für die öffentliche Gesundheit nicht als Leistungsförderer im Futter eingesetzt werden sollten. Die WHO-Leitlinien (2017) empfehlen eine generelle Verringerung des Einsatzes medizinisch wichtiger antimikrobieller Mittel bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren, eine vollständige Einschränkung für die Leistungsförderung und für die Vorbeugung bei gesunden Tieren (starke Empfehlungen, Evidenz geringer Qualität) und schlagen vor, kritisch wichtige antimikrobielle Mittel nicht zur Gruppenbehandlung und solche höchster Priorität nicht zur Behandlung einzusetzen (bedingte Empfehlung, Evidenz sehr geringer Qualität). Die WHO-MIA-Liste (2024) stuft Cephalosporine der 3./4. Generation, Chinolone, Polymyxine (z. B. Colistin) und Phosphonsäurederivate (Fosfomycin) als kritisch wichtig mit höchster Priorität (HPCIA) ein.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- WOAH ANIMUSE, 9. Bericht (2025, Datenjahr 2022): 70.648 Tonnen antimikrobielle Mittel für Tiere, gemeldet von 107 Teilnehmenden (korrigierte Schätzung bis zu 74.035 t). Biomassebereinigter Einsatz 89-93 mg/kg (71 % der weltweiten Tierbiomasse abgedeckt); terrestrische Lebensmittel liefernde Tiere 95-98 mg/kg; aquatische 21 mg/kg. Trendpanel aus 85 Teilnehmenden (62 % der Biomasse): 102 mg/kg im Jahr 2020 auf 97 mg/kg im Jahr 2022 (-5 %). Regionale Veränderungen 2020-2022: Afrika -20 %, Amerika -4 %, Europa -23 %, Asien-Pazifik -2 %, Naher Osten +43 % (die Teilnehmenden aus dem Nahen Osten decken nur 17 % der Biomasse der Region ab). Tetracycline (28,29 %) und Penicilline (17,75 %) waren die größten Klassen; Fluorchinolone 3,7 %, Polymyxine 1,8 %, Cephalosporine der 3./4. Generation 0,9 %. Im Jahr 2022 meldeten 34 von 157 Mitgliedern (22 %) noch den Einsatz antimikrobieller Leistungsförderer; 112 (71 %) meldeten, dass er nicht mehr zugelassen ist. Colistin als Leistungsförderer wurde noch von 8 Teilnehmenden gemeldet. Regionale mg/kg-Werte nach Ländern werden im Bericht nicht veröffentlicht; nur 38 von 111 quantitativ Meldenden machten ihre nationalen Berichte öffentlich, und 39 Mitglieder hatten bis Januar 2025 öffentliche Berichte im ANIMUSE-Portal.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Kein internationales Programm misst Tierarzneimittelrückstände in Lebensmitteln. Die Rückstandsüberwachung ist national (siehe Länderprofile). Codex CXG 71-2009 gibt Hinweise für die Gestaltung nationaler Rückstandskontrollprogramme.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- JECFA-Bewertungen (ADI, empfohlene MRL) sind die wissenschaftliche Grundlage der Codex-MRL für Tierarzneimittel. Systematische Reviews der WHO (2017): Wo der Einsatz antimikrobieller Mittel bei Tieren eingeschränkt wurde, war die AMR-Prävalenz bei Bakterien von Tieren um 10-20 % und die Multiresistenz um 24-32 % niedriger; beim Menschen (13 Studien in Metaanalyse) war die AMR-Prävalenz in den Interventionsgruppen um 24 % niedriger. Die WHO-Schätzungen zu lebensmittelbedingten Erkrankungen von 2026 bezogen antimikrobiell resistente Bakterien wegen unzureichender Daten nicht ein.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- ANIMUSE-Daten sind überwiegend Verkaufs- und Importdaten, kein Einsatz auf Betriebsebene. Die Abdeckung unterscheidet sich nach Region; Teilnehmende und Methoden ändern sich von Jahr zu Jahr. Werte in mg/kg Biomasse sind Schätzungen; die WOAH gibt Spannen an. Daten auf Länderebene sind nur für Mitglieder öffentlich, die sie veröffentlichen wollen.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Antibiotika-Absatz Tiere (mg/kg Biomasse) amu_mg_per_kg_biomass WOAH ANIMUSE 9. Bericht – Trendpanel Weltweit, 85 Teilnehmende mit durchgehenden Meldungen 2020-2022, 62 % der weltweiten Tierbiomasse; überwiegend Verkaufs-/Importdaten. Wert 2020: 102 mg/kg. n = Anzahl der teilnehmenden Länder/Gebiete, nicht Proben. | 97 mg antimikrobieller Wirkstoff pro kg geschätzter Tierbiomasse | 2022 | 85 | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-24 |
| Antibiotika-Absatz Tiere (mg/kg Biomasse) amu_mg_per_kg_biomass WOAH ANIMUSE 9. Bericht – Querschnitt 2022 Weltweite Spanne 89-93 mg/kg je nach Abdeckungskorrektur; 107 Teilnehmende, 71 % der weltweiten Tierbiomasse; nur der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere. „value“ ist die Untergrenze, „value_upper“ die Obergrenze. | 89 mg antimikrobieller Wirkstoff pro kg geschätzter Tierbiomasse (Spanne) | 2022 | 107 | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-24 |
| Antibiotika-Absatz Tiere (Tonnen) amu_tonnes WOAH ANIMUSE 9. Bericht Gemeldete Gesamtmenge; die abdeckungskorrigierte Schätzung der WOAH beträgt bis zu 74.035 t. n = Teilnehmende. | 70648 Tonnen antimikrobieller Wirkstoffe (gemeldet) | 2022 | 107 | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-24 |
| Länder mit Leistungsförderern (Anteil) agp_use_members_pct WOAH ANIMUSE 9. Bericht 34 von 157 Teilnehmenden; selbst gemeldeter rechtlicher/praktischer Status, kein gemessener Einsatz. | 22 % der meldenden WOAH-Mitglieder, die noch antimikrobielle Leistungsförderer verwenden | 2022 | 157 | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-24 |
Hinweise zu Lebensmitteln
- Geflügel: Codex-/WHO-Texte gelten für alle Lebensmittel liefernden Tiere; die WHO empfiehlt 2017 keinen routinemäßigen vorbeugenden Einsatz in gesunden Herden.
- Fisch und Meeresfrüchte: WOAH 2022: aquatische Lebensmittel liefernde Tiere 21 mg/kg; Fluorchinolone machten 15,8 % des Einsatzes bei Wassertieren aus (3,9 mg/kg). Codex-RMR: Malachitgrün und Gentianaviolett sollten nicht verwendet werden.
Quellen: RS-INT-08, RS-INT-10, RS-INT-11, RS-INT-17, RS-INT-18, RS-INT-19, RS-INT-20, RS-INT-24, RS-INT-35, RS-INT-29
Hormonelle Wachstumsförderer – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex (CXM 2-2024) behandelt mehrere hormonelle Leistungsförderer bei Anwendung nach guter Praxis als akzeptabel: Für Estradiol-17beta, Progesteron und Testosteron bei Rindern ist ein MRL „nicht erforderlich“ (JECFA: Rückstände aus der Verwendung als Leistungsförderer stellen wahrscheinlich keine Gefahr dar). Numerische MRL gibt es für Trenbolonacetat (Rindermuskel 2, Leber 10 ug/kg), Zeranol (Muskel 2, Leber 10 ug/kg) und Melengestrolacetat (Muskel 1, Leber 10, Niere 2, Fett 18 ug/kg). Beta-Agonisten: Die Ractopamin-MRL für Rinder und Schweine (Muskel 10, Leber 40, Niere 90, Fett 10 ug/kg; ADI 0-1 ug/kg bw) wurden auf der CAC 35 im Juli 2012 in geheimer Abstimmung mit 69 zu 67 Stimmen bei 7 Enthaltungen ohne Konsens angenommen; China, Norwegen und die EU ließen ihre Ablehnung festhalten, und die EU erklärte, ihr Verbot bleibe bestehen. Zilpaterol-MRL für Rinder (Niere 3,3, Leber 3,5, Muskel 0,5 ug/kg) wurden auf der CAC 46 (2023) angenommen. Stilbene (z. B. Diethylstilbestrol): Codex-Risikomanagementempfehlung (RMR) – kein sicherer Gehalt, sollten nicht verwendet werden. Somatotropine: porcines Somatotropin ADI/MRL „nicht festgelegt“ (CAC 26, 2003). Entwürfe von MRL für bovines Somatotropin (bST/rbST, Milchkühe) wurden laut CAC-Bericht von 2012 seit 1999 „auf Stufe 8 zurückgehalten“; CXM 2-2024 enthält keinen bST-MRL. Codex-MRL verpflichten kein Land, diese Stoffe zuzulassen. Im WTO-Hormonstreit EC-Hormones (DS26) befand das Berufungsgremium (1998) das Einfuhrverbot der EG für unvereinbar mit Artikel 5.1 des SPS-Übereinkommens (Risikobewertung), das Verbot blieb jedoch Teil des EU-Rechts.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- International nicht dokumentiert. Die Verwendung von Hormonimplantaten, Beta-Agonisten und bST ist in einigen Ländern zugelassen und in anderen verboten (siehe Länderprofile).
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Keine internationale Rückstandsüberwachung. Nationale Programme untersuchen auf Hormone und Beta-Agonisten.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- JECFA-Bewertungen bilden die Grundlage der Codex-Werte (z. B. Ractopamin ADI 0-1 ug/kg bw; Estradiol-17beta ADI 0-0,05 ug/kg bw). Auf der CAC 35 (2012) erklärte die EU-Delegation, die EFSA sei zu dem Schluss gekommen, dass die Daten nicht ausreichten, um MRL für Ractopamin vorzuschlagen, und dass Risiken für die menschliche Gesundheit nicht hinreichend ausgeschlossen seien. Dieses Profil hält die Positionen fest; es löst die wissenschaftliche Meinungsverschiedenheit nicht auf.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Hoch für den rechtlichen Status der Codex-Texte (Primärdokumente). Die wissenschaftliche Bewertung unterscheidet sich zwischen JECFA und einigen nationalen Behörden; der Ractopamin-Standard wurde mit knapper Mehrheit angenommen, nicht im Konsens.
Hinweise zu Lebensmitteln
- Rotes Fleisch: Es gibt Codex-Werte für hormonelle Leistungsförderer und Ractopamin/Zilpaterol bei Rindern (und Ractopamin bei Schweinen).
- Milchprodukte: Kein Codex-MRL für bovines Somatotropin (rbST), Stand CXM 2-2024.
- Geflügel: Der Codex führt keine MRL für hormonelle Leistungsförderer bei Geflügel.
Quellen: RS-INT-08, RS-INT-09, RS-INT-05, RS-INT-06, RS-INT-35
Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex General Standard for Contaminants and Toxins in Food and Feed (CXS 193-1995, zuletzt geändert 2025) führt Höchstgehalte für den internationalen Handel auf. Beispiele (mg/kg): Blei – Milch 0,02, Fleisch von Rindern/Schweinen/Schafen 0,1, Geflügelfleisch 0,1, Fisch 0,3, Getreidekörner 0,2, Blattgemüse 0,3, Fruchtgemüse 0,05, Säuglingsanfangsnahrung 0,01; anorganisches Arsen – geschälter Reis 0,35, polierter Reis 0,2; Methylquecksilber – Thunfisch 1,2, Hai 1,6, Marlin 1,7, Alfonsino 1,5, Granatbarsch 0,8, Rosa Kingklip 1,0. CXS 193 enthält keine Höchstgehalte für Dioxine, PCB oder PFAS; der Codex hat Verfahrensleitlinien zur Verringerung von Dioxinen und PCB in Lebens- und Futtermitteln (CXC 62-2006) sowie zur Verringerung von Blei (CXC 56-2004) und Arsen in Reis (CXC 77-2017).
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nicht zutreffend (Kontaminanten werden nicht absichtlich eingesetzt).
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- WHO GEMS/Food enthält mehr als 9 Millionen Analyseergebnisse, die von nationalen Einrichtungen übermittelt wurden (Datensätze nach Region, z. B. WHO-Region Östlicher Mittelmeerraum insgesamt 15.064, zum Zugriffsdatum keine im vergangenen Jahr hinzugekommen). Die Daten können online durchsucht werden, sind aber keine repräsentativen Erhebungen und werden nicht als nationale Konformitätsraten zusammengefasst.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- JECFA zog 2010 seine tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmemengen für Blei und anorganisches Arsen zurück, weil sie nicht mehr als gesundheitlich schützend galten (Blei: Auswirkungen auf IQ und Blutdruck; anorganisches Arsen: BMDL für Lungenkrebs). WHO-Schätzungen 2026 zu lebensmittelbedingten Erkrankungen (Datenjahr 2021): Chemische Gefahren machten 73 % der lebensmittelbedingten Todesfälle aus, vor allem anorganisches Arsen (42 %) und Blei (31 %); anorganisches Arsen und Blei gehörten zu den führenden Ursachen lebensmittelbedingter DALYs. PFAS wurden mangels Daten nicht einbezogen. Die IARC stuft TCDD-Dioxin und PCB-126 in Gruppe 1 ein (Band 100F).
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Codex-Höchstgehalte: hoch (Primärtext). Schätzungen der Krankheitslast: modellbasiert mit weiten Unsicherheitsintervallen. GEMS/Food-Daten: heterogen, nicht repräsentativ.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anteil chemischer Ursachen an lebensmittelbedingten Todesfällen fbd_chemical_deaths_share_pct WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 Globale modellbasierte Schätzung (kein Probenahmeergebnis); 9 chemische Gefahren einbezogen; anorganisches Arsen 42 % und Blei 31 % der chemisch bedingten Todesfälle. | 73 % der lebensmittelbedingten Todesfälle durch chemische Gefahren | 2021 | – | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-29 |
Hinweise zu Lebensmitteln
- Fisch und Meeresfrüchte: Codex-Höchstgehalte für Methylquecksilber gelten für bestimmte große Raubfischarten; Höchstgehalt für Blei in Fisch 0,3 mg/kg.
- Getreide und Reis: Codex-Höchstgehalt für anorganisches Arsen: polierter Reis 0,2 mg/kg, geschälter Reis 0,35 mg/kg.
- Milchprodukte: Codex-Höchstgehalt für Blei in Milch 0,02 mg/kg.
Quellen: RS-INT-12, RS-INT-41, RS-INT-21, RS-INT-22, RS-INT-29, RS-INT-31, RS-INT-33
Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. CXS 193-1995: Aflatoxin M1 in Milch 0,5 ug/kg. Gesamtaflatoxine (ug/kg): Mandeln, Haselnüsse, Pistazien, Paranüsse 10 (verzehrfertig) / 15 (zur Weiterverarbeitung); Erdnüsse zur Weiterverarbeitung 15; getrocknete Feigen 10; Chili und Muskatnuss 20; Maiskörner zur Weiterverarbeitung 15; Maismehl/-grieß 10; geschälter Reis 20; polierter Reis 5; Sorghum zur Weiterverarbeitung 10; Lebensmittel auf Getreidebasis für Säuglinge und Kleinkinder 5. Höchstgehalte gibt es auch für Deoxynivalenol, Fumonisine, Ochratoxin A und Patulin. Codex-Verfahrensleitlinien behandeln Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere (CXC 45-1997), Erdnüsse (CXC 55-2004), Schalenfrüchte (CXC 59-2005), Getreide (CXC 51-2003), getrocknete Feigen und Gewürze.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nicht zutreffend.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- GEMS/Food enthält etwa 1,09 Millionen Datensätze zu Gesamtaflatoxinen und etwa 0,19 Millionen Datensätze zu Aflatoxin B1 (alle Regionen, freiwillig übermittelt). Eine repräsentative globale Prävalenzzahl gibt es nicht.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Die IARC stuft Aflatoxine als krebserregend für den Menschen ein (Gruppe 1; Monographs Band 100F). JECFA (2001), zitiert in CXS 193: Das bei Aflatoxin-M1-Grenzwerten von 0,05 oder 0,5 ug/kg vorhergesagte zusätzliche Leberkrebsrisiko ist sehr gering; Träger von Hepatitis B könnten von einer geringeren Aflatoxinaufnahme profitieren. Die WHO-Schätzungen der Krankheitslast von 2026 schlossen Wachstumsstörungen durch Aflatoxin-Exposition aus.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Codex-Höchstgehalte: hoch. Vorkommensdaten: nicht repräsentativ; starke regionale und klimatische Schwankungen.
Hinweise zu Lebensmitteln
- Milchprodukte: Codex-Höchstgehalt für Aflatoxin M1 in Milch 0,5 ug/kg; nationale Grenzwerte können niedriger sein (siehe Länderprofile).
- Hülsenfrüchte und Nüsse: Codex-Höchstgehalte für Gesamtaflatoxine 10-15 ug/kg für Schalenfrüchte und Erdnüsse, je nach Verarbeitung.
- Getreide und Reis: Codex-Höchstgehalte für Gesamtaflatoxine bei Mais (15 / 10 ug/kg) und Reis (20 geschält / 5 poliert).
Quellen: RS-INT-12, RS-INT-41, RS-INT-21, RS-INT-33, RS-INT-29
Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Die Codex General Principles of Food Hygiene (CXC 1-1969, überarbeitet 2020 und 2022) legen gute Hygienepraxis und HACCP fest. Spezifische Verfahrensleitlinien und Leitlinien: Campylobacter und Salmonellen in Hühnerfleisch (CXG 78-2011, Ansatz vom Erzeuger bis zum Verbraucher ohne numerische Ziele), Eier und Eiprodukte (CXC 15-1976, rev. 2007: Überwachung und Impfung gegen Salmonella Enteritidis können das Risiko verringern, wo SE mit Geflügel oder Eiern in Verbindung steht), Fleischhygiene (CXC 58-2005), Milch und Milcherzeugnisse (CXC 57-2004), frisches Obst und Gemüse (CXC 53-2003), Listeria monocytogenes (CXG 61-2007), STEC in Rindfleisch, Blattgemüse, Rohmilch und Sprossen (CXG 99-2023). JEMRA erstellt mikrobiologische Risikobewertungen.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- International nicht dokumentiert; Bekämpfungsprogramme sind national.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Keine internationale Überwachung der Prävalenz von Krankheitserregern in Lebensmitteln. WHO-Schätzungen der Krankheitslast (Ausgabe 2026, Datenjahr 2021, 42 Gefahren): 866 Millionen Erkrankungen (95-%-UI 680-1090 Millionen), 1,52 Millionen Todesfälle (0,783-2,51 Millionen), 57,1 Millionen DALYs (39,4-81,1 Millionen). Biologische Gefahren verursachten etwa 860 Millionen Erkrankungen. Nicht-typhoidale Salmonella enterica, anorganisches Arsen und Blei verursachten die meisten DALYs. Kinder unter 5 Jahren (9 % der Bevölkerung) hatten fast ein Drittel der Fälle. Die ersten WHO-Schätzungen (2015, Datenjahr 2010, 31 Gefahren) ergaben 33 Millionen DALYs; laut WHO ersetzt die Ausgabe 2026 alle früheren Schätzungen. Nationale Schätzungen für jeden WHO-Mitgliedstaat sind im WHO Global Health Observatory verfügbar.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Die Last lebensmittelbedingter Erkrankungen ist in den Regionen Afrika und Südostasien am höchsten (fast drei Viertel der Erkrankungen, 60 % der Todesfälle). Laut WHO könnten viele Fälle durch verbesserte Wasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene, Pasteurisierung und Zugang zur Gesundheitsversorgung verhindert werden.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Die Schätzungen der Krankheitslast sind modellbasiert (systematische Reviews, Metaregression, Expertenbefragung für die Zuordnung zu Lebensmitteln) und mit großer Unsicherheit behaftet. Sie sind keine gemessenen Fallzahlen und sollten nicht mit nationalen Überwachungszahlen in eine Rangfolge gebracht werden. Viele Gefahren (z. B. AMR-Bakterien) sind nicht enthalten.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lebensmittelbedingte Erkrankungen (Mio.) fbd_illnesses_million WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG) Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 680-1090 Millionen. | 866 Millionen lebensmittelbedingte Erkrankungen pro Jahr | 2021 | – | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-31 |
| Lebensmittelbedingte Todesfälle (Mio.) fbd_deaths_million WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG) Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 0,783-2,51 Millionen. | 1.52 Millionen lebensmittelbedingte Todesfälle pro Jahr | 2021 | – | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-31 |
| Lebensmittelbedingte Krankheitslast (DALY, Mio.) fbd_dalys_million WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG) Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 39,4-81,1 Millionen. | 57.1 Millionen DALYs | 2021 | – | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-31 |
| Lebensmittelbedingte Krankheitslast (DALY, Mio.) fbd_dalys_million Erste Schätzungen der WHO FERG (2015) 31 Gefahren; durch die Ausgabe 2026 ersetzt und nicht direkt vergleichbar (andere Auswahl an Gefahren und andere Methoden). | 33 Millionen DALYs | 2010 | – | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-27 |
Hinweise zu Lebensmitteln
- Geflügel: Codex CXG 78-2011 zielt auf Campylobacter und Salmonellen in Hühnerfleisch; keine numerischen internationalen Ziele.
- Eier: Codex CXC 15-1976 (rev. 2007) behandelt die Bekämpfung von Salmonella Enteritidis einschließlich Impfung.
- Obst und Gemüse: Codex CXC 53-2003 und CXG 99-2023 (STEC in Blattgemüse und Sprossen).
Quellen: RS-INT-41, RS-INT-14, RS-INT-15, RS-INT-16, RS-INT-04, RS-INT-27, RS-INT-28, RS-INT-29, RS-INT-30, RS-INT-31
Zusatzstoffe und Verarbeitung – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex General Standard for Food Additives (GSFA, CXS 192-1995, überarbeitet bis 2026): Nur aufgeführte Zusatzstoffe gelten nach dem Standard als geeignet; ein Zusatzstoff wird nur berücksichtigt, wenn JECFA eine ADI festgelegt (oder ihn nach anderen Kriterien als sicher befunden) und der Codex ihm eine INS-Nummer zugeteilt hat. Verwendungsmengen werden pro Lebensmittelkategorie festgelegt. Die Länder führen eigene Positivlisten, die enger oder weiter sein können.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- International nicht dokumentiert.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- Keine internationale Überwachung der Verwendungsmengen von Zusatzstoffen; JECFA schätzt die Aufnahme bei der Bewertung von Zusatzstoffen.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Aspartam (INS 951): Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stufte es 2023 als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein (Gruppe 2B, begrenzte Evidenz); JECFA (2023) behielt die ADI von 0-40 mg/kg bw bei. IARC-Einstufungen beschreiben die Stärke der Evidenz für eine Gefahr, nicht die Größe des Risikos. Verarbeitetes Fleisch (eine Verarbeitungskategorie, kein Zusatzstoff): IARC Gruppe 1 (Darmkrebs; etwa 18 % höheres Risiko pro täglich verzehrten 50 g). Rotes Fleisch: IARC Gruppe 2A. Diese Einstufungen sind hier als internationale Referenz aufgeführt; die Evidenz zu einzelnen Behauptungen wird in den Studiendateien des Projekts behandelt.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Hoch für die rechtliche Referenz (Primärtext). IARC und JECFA beantworten unterschiedliche Fragen (Gefahr vs. Risiko bei gegebener Aufnahme).
Hinweise zu Lebensmitteln
- Rotes Fleisch: IARC: verarbeitetes Fleisch Gruppe 1, rotes Fleisch Gruppe 2A (2015, Monographs Vol. 114).
Quellen: RS-INT-13, RS-INT-39, RS-INT-34, RS-INT-32, RS-INT-35
Tierhaltung und Futtermittel – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex Code of Practice on Good Animal Feeding (CXC 54-2004, geändert 2024): Antibiotika sollten ohne Sicherheitsbewertung für die öffentliche Gesundheit nicht als Leistungsförderer im Futter eingesetzt werden; tierische Erzeugnisse, die den BSE-Erreger übertragen könnten, sollten nicht an Wiederkäuer verfüttert werden; unerwünschte Stoffe (z. B. Mykotoxine, Kontaminanten) in Futtermitteln sollten erkannt und minimiert werden; Rückverfolgbarkeit und Aufzeichnungen für Futtermittel. CXS 193 enthält Höchstgehalte für Futtermittel nur dort, wo der Übergang in Lebensmittel tierischen Ursprungs relevant ist. Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere wird von CXC 45-1997 abgedeckt. WOAH-Standards: Kapitel 6.10 des Terrestrial Code über den verantwortungsvollen und umsichtigen Einsatz antimikrobieller Mittel (im ANIMUSE-Bericht zitiert). Die Tierschutzkapitel der WOAH zur Haltung (z. B. Käfige) wurden in dieser Recherche nicht überprüft.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- WOAH ANIMUSE (Daten 2022): 22 % der meldenden Mitglieder erlaubten oder verwendeten noch antimikrobielle Leistungsförderer; am häufigsten gemeldet wurden Bacitracin, Tylosin und Avilamycin.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- International nicht dokumentiert.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Siehe vet_drugs (antimikrobielle Resistenz) und mycotoxins (Übergang von Aflatoxin M1 aus Futtermitteln in die Milch).
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Codex-Text: hoch. Keine internationalen Daten zu Haltungssystemen oder zur Einhaltung von Futtermittelvorschriften.
Hinweise zu Lebensmitteln
- Milchprodukte: Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere geht als Aflatoxin M1 in die Milch über (CXC 45-1997; CXS 193).
Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex-Texte zur Inspektion und Zertifizierung bei Einfuhr und Ausfuhr von Lebensmitteln (z. B. CXG 20-1995, CXG 26-1997, Gleichwertigkeit CXG 53-2003, Rückverfolgbarkeit CXG 60-2006) dienen als Leitfaden für nationale Kontrollsysteme. Es gibt keine internationale Lebensmittelaufsichtsbehörde: Amtliche Kontrollen, Rückrufe und Grenzkontrollen sind national. INFOSAN (FAO/WHO) ist ein freiwilliges Netzwerk nationaler Lebensmittelsicherheitsbehörden aus fast allen Mitgliedern von FAO und WHO; es tauscht Informationen über Vorfälle mit international gehandelten Lebensmitteln aus. SPS-Übereinkommen der WTO: Codex-Standards sind in Handelsstreitigkeiten der Maßstab für Lebensmittelsicherheitsmaßnahmen.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Nicht zutreffend.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- INFOSAN veröffentlicht keine mit RASFF vergleichbaren Warnmeldungsstatistiken pro Land. Nicht dokumentiert.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Nicht zutreffend.
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Codex- und WTO-Texte: hoch. Die Umsetzung variiert von Land zu Land.
Quellen: RS-INT-05, RS-INT-03, RS-INT-41, RS-INT-38, RS-INT-37
Trinkwasser – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)
Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026
- A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
- Nur internationale Referenz. Die WHO-Leitlinien für Trinkwasserqualität (4. Auflage einschließlich des 1. und 2. Nachtrags, 2022) sind ein wissenschaftlicher Ausgangspunkt für nationale Standards; die WHO befürwortet keinen einheitlichen internationalen Standard. Ausgewählte Leitwerte: E. coli oder thermotolerante Coliforme in keiner 100-ml-Probe nachweisbar; Arsen 0,01 mg/l (vorläufig); Blei 0,01 mg/l (vorläufig); Cadmium 0,003 mg/l; Nitrat 50 mg/l (als NO3-); Nitrit 3 mg/l (als NO2-). Die WHO empfiehlt Wassersicherheitspläne und eine unabhängige Überwachung. Codex CXC 48-2001 behandelt die Hygiene von in Flaschen abgefülltem/verpacktem Trinkwasser.
- B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
- Das WHO/UNICEF JMP definiert „sicher verwaltetes“ Trinkwasser als Wasser aus einer verbesserten Quelle, das auf dem Grundstück zugänglich, bei Bedarf verfügbar und frei von fäkaler und vorrangiger chemischer Verunreinigung ist. Weltweit 2024: 73,7 % der Bevölkerung nutzten eine sicher verwaltete Trinkwasserversorgung (WHO GHO); laut JMP fehlt sie noch immer 1 von 4 Menschen (2,1 Milliarden), darunter 106 Millionen, die unbehandeltes Oberflächenwasser trinken. Städtisch 83,5 %, ländlich 60,5 %.
- C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
- JMP-Schätzungen kombinieren Haushaltsbefragungen, Volkszählungen und Verwaltungs- oder Regulierungsdaten; Wasserqualitätstests sind in einigen Haushaltsbefragungen enthalten (z. B. MICS). Daten auf Länderebene werden unter washdata.org/data und im WHO Global Health Observatory veröffentlicht.
- D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
- Die WHO (2026) stellt fest, dass viele lebensmittelbedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Maßnahmen wie verbesserte Wasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene verhindert werden könnten. Die GDWQ-Leitwerte sind gesundheitsbasiert (z. B. Nitrat 50 mg/l auf Grundlage kurzfristiger Wirkungen).
- E. Wie belastbar sind die Daten?
- Das JMP ist die weltweit vergleichbare Referenz (eine Definition für alle Länder). Die Schätzungen sind modelliert; die Komponente Wasserqualität fehlt für viele Länder oder ist geschätzt.
| Kennzahl | Wert | Jahr | Proben | Stichprobendesign | Geltungsbereich | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sicher verwaltetes Trinkwasser (WHO/UNICEF) water_safely_managed_pct WHO/UNICEF JMP (über WHO GHO, Indikator WSH_WATER_SAFELY_MANAGED) Globale modellierte Schätzung (GHO-Wert 73,735). Weltaggregat der Weltbank-WDI: 73,67 %. JMP-Text: „1 von 4 ... hat noch immer keinen Zugang“. | 73.7 % der Bevölkerung mit sicher verwalteter Trinkwasserversorgung | 2024 | – | gemischt | alle Lebensmittel | RS-INT-26 |
Quellen: RS-INT-23, RS-INT-41, RS-INT-25, RS-INT-26, RS-INT-40, RS-INT-29
Quellen – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO) (41)
- RS-INT-01: About Codex (Codex Alimentarius website) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/about-codex/about-us (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-02: About Codex texts – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/about-codex-texts (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-05: Agreement on the Application of Sanitary and Phytosanitary Measures (SPS Agreement) – World Trade Organization (1994 (in force 1995)). https://www.wto.org/english/docs_e/legal_e/15sps_01_e.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-07: Codex Pesticide Residues in Food and Feed Database – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/codex-online-databases/pesticides-residues (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-36: Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR) - WHO page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/groups/joint-fao-who-meeting-on-pesticide-residues-(jmpr) (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-21: GEMS/Food - Food Contamination Monitoring and Assessment Programme (WHO web page) and GEMS/Food Contaminants database landing page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/teams/nutrition-and-food-safety/databases/global-environment-monitoring-system-food-contamination (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-29: News release: Unsafe food causes 866 million illnesses and 1.5 million deaths annually, young children at highest risk (4 June 2026) – World Health Organization (2026). https://www.who.int/news/item/04-06-2026-unsafe-food-causes-866-million-illnesses-and-1.5-million-deaths-annually--young-children-at-highest-risk (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-08: CXM 2-2024 Maximum Residue Limits (MRLs) and Risk Management Recommendations (RMRs) for Residues of Veterinary Drugs in Foods – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2024). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/MRL2e.pdf?lang=en&id=41 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-10: CXC 61-2005 Code of Practice to Minimize and Contain Foodborne Antimicrobial Resistance (amended 2021) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2005, amended 2021). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_061e.pdf?lang=en&id=302 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-11: CXG 94-2021 Guidelines on integrated monitoring and surveillance of foodborne antimicrobial resistance; CXG 77-2011 Guidelines for Risk Analysis of Foodborne AMR (rev. 2021) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2021). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_94e.pdf?lang=en&id=8037 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-17: CXC 54-2004 Code of Practice on Good Animal Feeding (amended 2008, 2024) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2004, amended 2024). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_054e.pdf?lang=en&id=414 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-18: CXG 71-2009 Guidelines for the Design and Implementation of National Regulatory Food Safety Assurance Programmes Associated with the Use of Veterinary Drugs in Food Producing Animals (rev. 2012, 2014) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2009, rev. 2014). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_071e_2014.pdf?lang=en&id=7006 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-19: WHO guidelines on use of medically important antimicrobials in food-producing animals – World Health Organization (2017). https://www.who.int/publications/i/item/9789241550130 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-20: WHO List of Medically Important Antimicrobials: a risk management tool for mitigating antimicrobial resistance due to non-human use (WHO MIA List, 7th revision) – World Health Organization (2024). https://cdn.who.int/media/docs/default-source/gcp/who-mia-list-2024-lv.pdf?sfvrsn=3320dd3d_2 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-24: Annual Report on Antimicrobial Agents Intended for Use in Animals, 9th report (ANIMUSE) – World Organisation for Animal Health (WOAH) (2025). https://www.woah.org/app/uploads/2025/05/en-woah-amu-report-2025-final.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-35: Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) - WHO page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/groups/joint-fao-who-expert-committee-on-food-additives-(jecfa) (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-09: REP12/CAC Report of the 35th Session of the Codex Alimentarius Commission, Rome, 2-7 July 2012 – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2012). https://www.fao.org/input/download/report/772/REP12_CACe.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-06: DS26: European Communities - Measures Concerning Meat and Meat Products (Hormones) - case summary – World Trade Organization (1996-2014). https://www.wto.org/english/tratop_e/dispu_e/cases_e/ds26_e.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-12: CXS 193-1995 General Standard for Contaminants and Toxins in Food and Feed (last amended 2025) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1995, amended 2025). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXS_193e.pdf?lang=en&id=18 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
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- RS-INT-22: GEMS/Food overview fact sheet 'Monitoring exposure to food chemicals' – World Health Organization (2017). https://cdn.who.int/media/docs/default-source/food-safety/gems-food/gems-overview-2017.pdf?sfvrsn=d33fae48_2 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-31: WHO estimates of the global, regional, and national burden of 42 foodborne infectious and chemical hazards, 2000-21: an updated data synthesis – Lake RJ, Devleesschauwer B, Majowicz S, et al. (2026). https://doi.org/10.1016/j.langlo.2026.103994 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-33: IARC Monographs Volume 100F: Chemical Agents and Related Occupations (A Review of Human Carcinogens) - publication page – International Agency for Research on Cancer (IARC) (2012). https://publications.iarc.who.int/123 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-14: CXC 1-1969 General Principles of Food Hygiene (revised 2020, 2022) – FAO and WHO / Codex Alimentarius Commission (1969, rev. 2022 (publ. 2023)). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_001e.pdf?lang=en&id=23 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-15: CXG 78-2011 Guidelines for the Control of Campylobacter and Salmonella in Chicken Meat – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2011). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_078e.pdf?lang=en&id=449 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
- RS-INT-16: CXC 15-1976 Code of Hygienic Practice for Eggs and Egg Products (rev. 2007) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1976, rev. 2007). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_015e.pdf?lang=en&id=355 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
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