Fall-Kontroll-Studievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-ABX-17 Standardprüfung

Antibiotika und Brustkrebs

Antibiotic use in relation to the risk of breast cancer.

Kurzüberblick

Velicer CM et al.. JAMA 2004 · PMID 14970061 · DOI 10.1001/jama.291.7.827

Mehr Antibiotika-Anwendung war mit Brustkrebs verbunden, aber Ursache und Wirkung ließen sich nicht bestimmen.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: niedrig

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Zusammenhang.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Fall-Kontroll-Studie.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

2266 Fälle.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Zusammenhang.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

OR bis zu 2,14.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Kein Beweis.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Unzureichende Adjustierung.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Unklar.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Mittel.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kausalität.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Velicer CM, Heckbert SR, Lampe JW, Potter JD, Robertson CA, Taplin SH
Fachzeitschrift
JAMA
Jahr
2004
Identifikator
PMID 14970061 DOI 10.1001/jama.291.7.827
Verifizierung
verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract/Eintrag nicht angegeben (Förderung: NCI NIH HHS)

2. Forschungsfrage

Antibiotika-Anwendung und Brustkrebs

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Fall-Kontroll-Studie – Fall-Kontroll-Studie (Apothekendaten einer Krankenversicherung)
Population

Frauen >19 Jahre

Land

USA

Zeitraum

1993–2001

Stichprobengröße

2266 Fälle; 7953 Kontrollen

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Kumulative Tage mit Antibiotika

Vergleichsgruppe

Keine

Endpunkte

Neu auftretender/tödlicher Brustkrebs

Statistische Methoden

OR adjustiert für Alter, Versicherungsdauer

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

ORs von 1,45 bis 2,14 über zunehmende Anwendungskategorien; P für Trend <,001.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

„Aus dieser Studie lässt sich nicht bestimmen, ob die Anwendung von Antibiotika ursächlich mit Brustkrebs zusammenhängt.“

6. Stärken

  • Apothekendaten

7. Schwächen

  • Minimale Adjustierung
  • Confounding durch die Indikation

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
hoch
Begründung

Nur für Alter und Versicherungsdauer adjustiert.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-ABX-10.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Mittel.

13. Methodisches Gesamturteil

Schwache Evidenz.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätniedrig
Biasrisikohoch
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitnicht repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzunbekannt
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Replikation.

15. Verknüpfte Faktenchecks

Verwendung durch das Tayebat-Archiv

Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.

Aussage des Archivs zur Studie

Nur im Literaturverzeichnis.

A. Was wurde tatsächlich untersucht?

Brustkrebs.

B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?

Zusammenhang.

C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?

Kausalität ungeklärt.

D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?

Impliziter Schaden.

E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?

Nicht erörtert; die Kausalität wird von den Autorinnen und Autoren ausdrücklich als ungeklärt bezeichnet.

Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
nicht anwendbar