Narrativer Übersichtsartikelvom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-FSH-19 Standardprüfung

Hilft Fischzucht den Wildfischbeständen? (2000)

Effect of aquaculture on world fish supplies.

Kurzüberblick

Naylor RL et al.. Nature 2000 · PMID 10890435 · DOI 10.1038/35016500

Die Zucht fleischfressender Fische verbraucht viel Wildfisch als Futter, aber insgesamt erhöht die Aquakultur das Fischangebot.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Wirkung auf das Angebot bewerten.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Review.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Gemischte Wirkung.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Umweltthema.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Alt.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt teilweise.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Gesundheitliche Auswirkungen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Naylor RL, Goldburg RJ, Primavera JH, Kautsky N, Beveridge MC, Clay J, Folke C, Lubchenco J, Mooney H, Troell M
Fachzeitschrift
Nature
Jahr
2000
Identifikator
PMID 10890435 DOI 10.1038/35016500
Verifizierung
verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract/Eintrag nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Entlastet die Aquakultur die Wildfischerei?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Narrativer Übersichtsartikel – Übersicht über die Auswirkungen der Aquakultur auf das weltweite Fischangebot
Land

Weltweit

Zeitraum

2000

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Arten der Aquakultur

Endpunkte

Netto-Fischangebot

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Die Zucht fleischfressender Arten erfordert große Mengen Wildfisch; „unter dem Strich trägt die weltweite Aquakulturproduktion immer noch zum Fischangebot der Welt bei“.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Der Anteil von Wildfisch im Futter muss verringert werden.

6. Stärken

  • Nature; einflussreich

7. Schwächen

  • Alt (2000)

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
none applicable
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken

9. Bewertung der statistischen Interpretation

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-FSH-11.

11. Unabhängige Gegenbefunde

I-FSH-01 (Futterumstellung).

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

13. Methodisches Gesamturteil

Umweltbezogen, nicht gesundheitsbezogen.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissenicht anwendbar
Direkte Relevanzsehr indirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzgemischt
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)teilweise zutreffend, jedoch überinterpretiert

14. Offene Fragen

15. Verknüpfte Faktenchecks

Verwendung durch das Tayebat-Archiv

Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.

Aussage des Archivs zur Studie

Naylor zeigte in Nature, dass die Zucht fleischfressender Arten tatsächlich die als Futter genutzten Wildbestände dezimiert.

A. Was wurde tatsächlich untersucht?

Netto-Fischangebot.

B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?

Fleischfressende Arten hängen von Wildfisch ab; insgesamt erhöht die Aquakultur dennoch das Angebot.

C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?

Anteil von Wildfisch verringern.

D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?

Argument des ökologischen Scheiterns.

E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?

Teilweise: Das Archiv lässt weg, dass die Aquakultur insgesamt zum Angebot beiträgt.

Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
teilweise zutreffend, jedoch überinterpretiert