Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-SOD-04 Standardprüfung
Zuckerhaltige Getränke und Adipositas bei Kindern
Relation between consumption of sugar-sweetened drinks and childhood obesity: a prospective, observational analysis.
Kurzüberblick
Ludwig DS et al.. Lancet 2001 · PMID 11229668 · DOI 10.1016/S0140-6736(00)04041-1
Jedes zusätzliche tägliche zuckerhaltige Getränk war mit einem höheren BMI und um 60 % höheren Odds für Adipositas verbunden.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Hängt der Konsum zuckergesüßter Getränke bei Kindern mit Adipositas zusammen?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Prospektive Beobachtungsstudie an Schulkindern über 19 Monate.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
548; Schulkinder im Alter von ~11,7 J.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Pro zusätzlicher Portion: BMI +0,24 kg/m2 (0,10–0,39); Adipositas OR 1,60 (1,14–2,24); Ausgangskonsum und BMI-Veränderung +0,18 kg/m2 pro täglicher Portion (0,09–0,27).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
OR 1,60 pro Portion
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Zuckerhaltige Getränke können zur Gewichtszunahme bei Kindern beitragen.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Kleine Stichprobe; kurze Nachbeobachtung; Beobachtungsdesign, Residual Confounding möglich; selbst berichtete Ernährungsaufnahme
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt C-SOD-02.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Moderat.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Ludwig DS, Peterson KE, Gortmaker SL
- Fachzeitschrift
- Lancet
- Jahr
- 2001
- Identifikator
- PMID 11229668 DOI 10.1016/S0140-6736(00)04041-1
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Keine COI-Erklärung; Förderung durch NIH/PHS
2. Forschungsfrage
Hängt der Konsum zuckergesüßter Getränke bei Kindern mit Adipositas zusammen?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Kohortenstudie – Prospektive Beobachtungsstudie an Schulkindern über 19 Monate.
- Population
Schulkinder im Alter von ~11,7 J.
- Land
USA (Massachusetts)
- Zeitraum
1995–1997
- Stichprobengröße
548
- Ein- und Ausschlusskriterien
im Abstract nicht angegeben
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Ausgangswert und Veränderung des Konsums zuckergesüßter Getränke
- Vergleichsgruppe
Geringerer Konsum
- Endpunkte
BMI, Häufigkeit von Adipositas
- Statistische Methoden
Lineare/logistische Regression mit Clusterung
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Pro zusätzlicher Portion: BMI +0,24 kg/m2 (0,10–0,39); Adipositas OR 1,60 (1,14–2,24); Ausgangskonsum und BMI-Veränderung +0,18 kg/m2 pro täglicher Portion (0,09–0,27).
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Der Konsum zuckergesüßter Getränke ist bei Kindern mit Adipositas verbunden.
6. Stärken
- Prospektiv
- Für Störfaktoren adjustiert
7. Schwächen
- Kleine Stichprobe
- Kurze Nachbeobachtung
- Beobachtungsdesign; Residual Confounding möglich
- Selbst berichtete Ernährungsaufnahme
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- ROBINS-E
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Confounding möglich.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Moderater Effekt pro Portion.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Stützt C-SOD-02.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Keine.
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Moderat.
13. Methodisches Gesamturteil
Frühe einflussreiche Kohorte; im Einklang mit späteren Metaanalysen.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | moderat |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Keine spezifischen.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Zuckergesüßte Erfrischungsgetränke lieferten flüssige Kalorien, die nicht sättigen, und förderten daher die Gewichtszunahme bei Kindern und Erwachsenen. – Studien, die die Behauptung unterstützen
Verwendung durch das Tayebat-Archiv
Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.
- Aussage des Archivs zur Studie
Nur im Literaturverzeichnis des Archivs aufgeführt (keine Interpretationskarte des Archivs).
- A. Was wurde tatsächlich untersucht?
Zuckergesüßte Getränke und Adipositas im Kindesalter.
- B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?
Jede Portion ist mit einem höheren BMI und höheren Odds für Adipositas verbunden.
- C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?
Zuckergesüßte Getränke sind mit Adipositas im Kindesalter verbunden.
- D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?
Stützt die allgemeine Aussage zur „Gewichtszunahme“.
- E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?
Im Einklang mit dem Abstract.
- Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
- nicht anwendbar