Metaanalyseunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-BAR-112 Standardprüfung

Wie oft sich nach Schlauchmagen eine Refluxkrankheit entwickelt

Incidence of Post-operative Gastro-esophageal Reflux Disorder in Patients Undergoing Laparoscopic Sleeve Gastrectomy: A Systematic Review and Meta-analysis.

Kurzüberblick

Trujillo et al.. Obes Surg 2024 · PMID 38483740 · DOI 10.1007/s11695-024-07163-y

Etwa 1 von 3 Patientinnen und Patienten entwickelte nach einem Schlauchmagen eine Refluxkrankheit (etwa 6 von 10 in Studien mit systematischer Untersuchung).

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Häufigkeit von GERD nach laparoskopischer Schlauchmagen-OP

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

20.495

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Insgesamt 35 %

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Anteil 0,35

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Reflux ist häufig

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Sehr heterogen

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt die Aussage zum Reflux; nicht „unvermeidlich“

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Anwendbar

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Schweregrad

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Trujillo et al.
Fachzeitschrift
Obes Surg
Jahr
2024
Identifikator
PMID 38483740 DOI 10.1007/s11695-024-07163-y
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26 + Crossref API
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Welcher Anteil der Patientinnen und Patienten entwickelt nach laparoskopischer Schlauchmagen-OP GERD?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse von Beobachtungsstudien und klinischen Studien
Population

Patientinnen und Patienten nach laparoskopischer Schlauchmagen-OP

Land

Multinational

Zeitraum

im Abstract nicht angegeben

Stichprobengröße

22 Studien, 20.495 Teilnehmende

Ein- und Ausschlusskriterien

Beobachtungsstudien und Studien, die GERD nach laparoskopischer Schlauchmagen-OP berichten

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Laparoskopische Schlauchmagen-OP

Vergleichsgruppe

Keiner

Endpunkte

Postoperative GERD

Statistische Methoden

Metaanalyse von Anteilen mit zufälligen Effekten

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Anteil mit GERD nach der Operation 0,35 (0,30–0,41); Beobachtungsstudien 0,33 (0,27–0,38); klinische Studien 0,58 (0,39–0,75); I2 98 %.

Absolute Risiken

Etwa 35 von 100 entwickelten GERD.

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Mittleres bis hohes Risiko, nach laparoskopischer Schlauchmagen-OP GERD zu entwickeln.

6. Stärken

  • Große Stichprobe

7. Schwächen

  • Extreme Heterogenität (I2 98 %)
  • Definitionen unterscheiden sich

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Überschneidung mit anderen Metaanalysen.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Der höhere Anteil in den Studien spiegelt wahrscheinlich eine systematische Erfassung wider.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Stützt häufige GERD nach Schlauchmagen-OP; selbst die oberen Schätzungen liegen deutlich unter 100 %.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Heterogen.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

International.

13. Methodisches Gesamturteil

Stützt „häufig“, widerspricht „unvermeidlich“.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätniedrig
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnisseniedrig
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzgemischt
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Einheitliche Definitionen.

15. Verknüpfte Faktenchecks