Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-CHK-08 Standardprüfung
Fleischarten und Sterberisiko
Association between total, processed, red and white meat consumption and all-cause, CVD and IHD mortality: a meta-analysis of cohort studies.
Kurzüberblick
Abete I et al.. Br J Nutr 2014 · PMID 24932617 · DOI 10.1017/S000711451400124X
Verarbeitetes und rotes Fleisch gingen mit einem höheren Sterberisiko einher, weißes Fleisch (einschließlich Geflügel) nicht.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Fleischarten und Sterblichkeit
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse von Kohortenstudien
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
1.674.272 Personen; 13 Kohorten
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Verarbeitetes Fleisch: +22 % Gesamtsterblichkeit, +18 % Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (höchste vs. niedrigste Kategorie); rotes Fleisch +16 % Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen; kein Zusammenhang für Fleisch insgesamt und weißes Fleisch.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Random-Effects-Modell; Dosis-Wirkungs-Beziehung
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Geflügel ist in diesen Studien nicht mit einem früheren Tod verbunden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Hohe Heterogenität; älter
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Die Definition von weißem Fleisch variiert.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Abete I et al.
- Fachzeitschrift
- Br J Nutr
- Jahr
- 2014
- Identifikator
- PMID 24932617 DOI 10.1017/S000711451400124X
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Keine angegeben
2. Forschungsfrage
Fleischarten und Sterblichkeit
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Metaanalyse – Metaanalyse von Kohortenstudien
- Population
13 Kohorten
- Land
Multinational
- Zeitraum
Nicht angegeben
- Stichprobengröße
1.674.272 Personen
- Ein- und Ausschlusskriterien
Prospektive Kohorten
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Fleisch insgesamt, verarbeitetes, rotes, weißes Fleisch
- Vergleichsgruppe
Niedrigste Kategorie
- Endpunkte
Gesamtsterblichkeit, Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und durch ischämische Herzkrankheit
- Statistische Methoden
Random-Effects-Modell; Dosis-Wirkungs-Beziehung
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Verarbeitetes Fleisch: +22 % Gesamtsterblichkeit, +18 % Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen (höchste vs. niedrigste Kategorie); rotes Fleisch +16 % Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen; kein Zusammenhang für Fleisch insgesamt und weißes Fleisch.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Verarbeitetes Fleisch könnte die Sterblichkeit erhöhen; wegen der Heterogenität mit Vorsicht zu interpretieren.
6. Stärken
- Groß
7. Schwächen
- Hohe Heterogenität
- Älter
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- AMSTAR 2
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Vereinfacht.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Kein Effekt für weißes Fleisch.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
11. Unabhängige Gegenbefunde
Nicht zutreffend.
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch.
13. Methodisches Gesamturteil
Kein Sterblichkeitssignal für weißes Fleisch.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Keine.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Hähnchen ist verboten, weil es an sich schädlich ist, nicht wegen der Art seiner Aufzucht (es sei „das Schwein unter den Vögeln“); seine Fasern und Abfallprodukte seien schwer verdaulich. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken