Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-DRY-06 Standardprüfung

Männer mit höheren IGF-1-Spiegeln erkranken etwas häufiger an Prostatakrebs

A Meta-analysis of Individual Participant Data Reveals an Association between Circulating Levels of IGF-I and Prostate Cancer Risk.

Kurzüberblick

Travis RC et al.. Cancer Res 2016 · PMID 26921328 · DOI 10.1158/0008-5472.CAN-15-1551

Oberstes vs. unterstes Fünftel: OR 1,29.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

IGF und Prostatakrebs.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

IPD-Metaanalyse.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

10.554 Fälle.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

IGF-I assoziiert.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

OR 1,29 (1,16–1,43).

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Ein realer, aber mäßiger Zusammenhang.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Untersucht nicht Milch.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt die eine Hälfte des Mechanismus.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Hoch.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Dass Milch Krebs verursacht.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Travis RC et al.
Fachzeitschrift
Cancer Res
Jahr
2016
Identifikator
PMID 26921328 DOI 10.1158/0008-5472.CAN-15-1551
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

In PubMed aufgeführte Fördermittel: Cancer Research UK, NCI NIH HHS

2. Forschungsfrage

Zirkulierende IGFs und Prostatakrebsrisiko.

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Metaanalyse individueller Teilnehmerdaten (IPD) aus 17 prospektiven und 2 Querschnittsstudien.
Population

Männer in 19 Studien

Land

Multinational

Zeitraum

entfällt

Stichprobengröße

Bis zu 10.554 Fälle und 13.618 Kontrollen

Ein- und Ausschlusskriterien

Studien mit IGF-Messungen.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

IGF-I, IGF-II, IGFBP-1/2/3

Vergleichsgruppe

Unterstes Fünftel

Endpunkte

Prostatakrebs.

Statistische Methoden

Bedingte logistische Regression.

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Prospektive Studien, höchstes vs. niedrigstes Fünftel: IGF-I OR 1,29 (1,16–1,43); IGFBP-1 0,81 (0,68–0,96); IGFBP-3 1,25 (1,12–1,40); nach gegenseitiger Adjustierung blieb nur IGF-I assoziiert.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Starke Evidenz, dass IGF-I sehr wahrscheinlich an der Entstehung von Prostatakrebs beteiligt ist.

6. Stärken

  • Pooling individueller Teilnehmerdaten (IPD)
  • Prospektiv gewonnene Seren

7. Schwächen

  • Behandelt nicht die Ernährung
  • Beobachtungsstudie

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
niedrig
Begründung

Starkes Beobachtungsdesign.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Mäßige OR, präzise.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Stützt den Zusammenhang IGF-I–Prostatakrebs (C-DRY-06, C-DRY-04).

11. Unabhängige Gegenbefunde

Keine.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch.

13. Methodisches Gesamturteil

Robuster Zusammenhang mit einem Biomarker.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoniedrig
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Beitrag der Ernährung.

15. Verknüpfte Faktenchecks