Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-DRY-11 Standardprüfung

Milch mit geringerem Darmkrebsrisiko verbunden

Dairy products and colorectal cancer risk: a systematic review and meta-analysis of cohort studies.

Kurzüberblick

Aune D et al.. Ann Oncol 2012 · PMID 21617020 · DOI 10.1093/annonc/mdr269

Milchprodukte insgesamt RR 0,83 pro 400 g/Tag.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Milchprodukte und Darmkrebs.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

19 Kohorten.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Geringeres Risiko bei Milch/Milchprodukten.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

RR 0,83 (0,78–0,88).

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Möglicher Nutzen.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Beobachtungsstudien.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Zeigt eine Abwägung, die das Archiv weglässt.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Umfasst Europa.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kausalität.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Aune D et al.
Fachzeitschrift
Ann Oncol
Jahr
2012
Identifikator
PMID 21617020 DOI 10.1093/annonc/mdr269
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Milchprodukte und Darmkrebsrisiko.

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Systematischer Review und Dosis-Wirkungs-Metaanalyse von Kohorten (WCRF).
Population

Erwachsene in 19 Kohorten

Land

Multinational

Zeitraum

Suche bis Mai 2010

Stichprobengröße

19 Kohorten

Ein- und Ausschlusskriterien

Prospektive Studien.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Milchprodukte insgesamt, Milch, Käse

Vergleichsgruppe

Pro Dosis

Endpunkte

Darmkrebs (kolorektales Karzinom).

Statistische Methoden

Random-Effects-Modell.

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Milchprodukte insgesamt RR 0,83 (0,78–0,88) pro 400 g/Tag; Milch 0,91 (0,85–0,94) pro 200 g/Tag; Käse 0,96 (0,83–1,12) pro 50 g/Tag; auf Kolonkarzinom beschränkt.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Milch und Milchprodukte insgesamt, nicht aber Käse, waren mit einem geringeren Darmkrebsrisiko verbunden.

6. Stärken

  • Dosis-Wirkungs-Analyse; geringe Heterogenität

7. Schwächen

  • Beobachtungsstudien

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Standardmethoden.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Konsistenter inverser Zusammenhang.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Schränkt C-DRY-04 ein (Abwägung von Nutzen und Schaden).

11. Unabhängige Gegenbefunde

entfällt

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Umfasst Europa.

13. Methodisches Gesamturteil

Milchprodukte mit geringerem Darmkrebsrisiko verbunden.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Kausalität (Calcium).

15. Verknüpfte Faktenchecks