Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie I-EGG-11 Tiefenprüfung

Wie häufig sind Nahrungsmittelallergien in Europa?

Prevalence estimates of eight big food allergies in Europe: Updated systematic review and meta-analysis.

Kurzüberblick

Spolidoro GCI et al.. Allergy 2023 · PMID 37405695 · DOI 10.1111/all.15801

Eine bestätigte Eiallergie betrifft etwa 0,8 % der Menschen; 2,4 % glauben, sie zu haben.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Prävalenz der acht großen Nahrungsmittelallergien in Europa

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Systematischer Review und Metaanalyse (EAACI-Update; PROSPERO CRD42021266657)

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

93 Studien; Europäische Bevölkerungen, alle Altersgruppen

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Ei: selbst berichtete Lebenszeitprävalenz 2,4 % (1,8–3,0); durch Provokationstest bestätigte Punktprävalenz 0,8 % (0,5–1,2).

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Gepoolte Prävalenz

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Eiallergie gibt es wirklich, aber sie ist selten.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Die meisten Studien mit mittlerem Biasrisiko

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht einem Schaden für alle; stützt individuelle Ausnahmen.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Hoch.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Sagt nichts direkt über Schnarchen oder Albträume aus.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Spolidoro GCI et al.
Fachzeitschrift
Allergy
Jahr
2023
Identifikator
PMID 37405695 DOI 10.1111/all.15801
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Im Eintrag keine angegeben

2. Forschungsfrage

Prävalenz der acht großen Nahrungsmittelallergien in Europa

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse (EAACI-Update; PROSPERO CRD42021266657)
Population

Europäische Bevölkerungen, alle Altersgruppen

Land

Europa

Zeitraum

Studien bis 2021

Stichprobengröße

93 Studien

Ein- und Ausschlusskriterien

Studien 2000–2021

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Nicht zutreffend

Vergleichsgruppe

Nicht zutreffend

Endpunkte

Selbst berichtete und durch Provokationstest bestätigte Prävalenz

Statistische Methoden

Gepoolte Prävalenz

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Ei: selbst berichtete Lebenszeitprävalenz 2,4 % (1,8–3,0); durch Provokationstest bestätigte Punktprävalenz 0,8 % (0,5–1,2).

Absolute Risiken

Prävalenz 0,8 % durch Provokationstest bestätigt

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Prävalenz im letzten Jahrzehnt weitgehend stabil; regionale Unterschiede.

6. Stärken

  • Systematisch
  • Unterscheidet zwischen Selbstangabe und Provokationstest

7. Schwächen

  • Die meisten Studien mit mittlerem Biasrisiko

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Vereinfacht.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Selbstangaben überschätzen die tatsächliche Allergie.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-EGG-01 (individuelle Ausnahme).

11. Unabhängige Gegenbefunde

Nicht zutreffend.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch.

13. Methodisches Gesamturteil

Zeigt, dass Eiallergie selten ist.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Nicht-IgE-vermittelte Unverträglichkeit.

15. Verknüpfte Faktenchecks