Sonstigesunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie I-EGG-14 Tiefenprüfung

EU-Zoonosenbericht 2024

The European Union One Health 2024 Zoonoses Report.

Kurzüberblick

EFSA, ECDC. EFSA J 2025 · PMID 41377167 · DOI 10.2903/j.efsa.2025.9759

Campylobacter und Salmonellen sind die häufigsten lebensmittelbedingten Infektionen in der EU; etwa 5 % der Proben frischen Hähnchenfleischs und 0,3 % der Eierproben enthielten Salmonellen.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Vorkommen von Zoonosen und Zoonoseerregern bei Menschen, in Lebensmitteln, Tieren und Futtermitteln in der EU, 2024

Wie wurde die Studie durchgeführt?

EU-Surveillance-Bericht nach der Zoonosen-Richtlinie 2003/99/EG

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

z. B. 95.954 Proben frischen Masthähnchenfleischs; 12.327 Eierproben; 27 EU-Mitgliedstaaten, Vereinigtes Königreich (Nordirland), 8 Nicht-Mitgliedstaaten

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Campylobacteriose 63,7 % der bestätigten Zoonosefälle, Salmonellose an zweiter Stelle. Salmonellen-positiv: frisches Fleisch von Masthähnchen 4,9 %, Puten 4,7 %, Eier und Eiprodukte 0,31 %. Salmonellen-Prävalenz in Herden erwachsener Legehennen 4,0 %, Ziel-Serovare 1,6 %. Salmonellen in Eiern und Eiprodukten = die bedenklichste Kombination aus Erreger und Lebensmittel; Masthähnchenfleisch war am häufigsten an Campylobacter-Ausbrüchen mit starker Evidenz beteiligt. Campylobacter-Prozesshygienekriterium 1000 KBE/g an der Halshaut.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Deskriptiv; Trendanalysen

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Keime auf Geflügel sind ein reales, aber beherrschbares Risiko.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Unterschiede in der Meldung zwischen Ländern; Probenahme durch Unternehmer und Behörden unterscheidet sich

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt, dass die Erreger vorkommen; widerspricht übertriebenen Prävalenzangaben.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Direkt EU.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Nicht repräsentativ für Ägypten.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
EFSA, ECDC
Fachzeitschrift
EFSA J
Jahr
2025
Identifikator
PMID 41377167 DOI 10.2903/j.efsa.2025.9759
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25 ; full text read via Europe PMC fullTextXML (PMC12686834)
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
Volltext
Interessenkonflikte und Finanzierung

Institutioneller Bericht

2. Forschungsfrage

Vorkommen von Zoonosen und Zoonoseerregern bei Menschen, in Lebensmitteln, Tieren und Futtermitteln in der EU, 2024

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Sonstiges – EU-Surveillance-Bericht nach der Zoonosen-Richtlinie 2003/99/EG
Population

27 EU-Mitgliedstaaten, Vereinigtes Königreich (Nordirland), 8 Nicht-Mitgliedstaaten

Land

EU

Zeitraum

2024

Stichprobengröße

z. B. 95.954 Proben frischen Masthähnchenfleischs; 12.327 Eierproben

Ein- und Ausschlusskriterien

Monitoringdaten von Behörden und Lebensmittelunternehmern

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Nicht zutreffend

Vergleichsgruppe

Vorjahre

Endpunkte

Fälle beim Menschen; Prävalenz in Lebensmitteln/Tieren; Ausbrüche

Statistische Methoden

Deskriptiv; Trendanalysen

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Campylobacteriose 63,7 % der bestätigten Zoonosefälle, Salmonellose an zweiter Stelle. Salmonellen-positiv: frisches Fleisch von Masthähnchen 4,9 %, Puten 4,7 %, Eier und Eiprodukte 0,31 %. Salmonellen-Prävalenz in Herden erwachsener Legehennen 4,0 %, Ziel-Serovare 1,6 %. Salmonellen in Eiern und Eiprodukten = die bedenklichste Kombination aus Erreger und Lebensmittel; Masthähnchenfleisch war am häufigsten an Campylobacter-Ausbrüchen mit starker Evidenz beteiligt. Campylobacter-Prozesshygienekriterium 1000 KBE/g an der Halshaut.

Absolute Risiken

Nicht zutreffend

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Zunehmende Trends bei Campylobacteriose, Salmonellose, Listeriose und STEC über 5 Jahre; 14 Mitgliedstaaten erreichten alle Salmonellen-Ziele für Geflügel.

6. Stärken

  • Amtliche harmonisierte EU-Daten

7. Schwächen

  • Unterschiede in der Meldung zwischen Ländern
  • Probenahme durch Unternehmer und Behörden unterscheidet sich

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
none applicable
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
nicht beurteilbar
Begründung

Surveillance-Daten; Untererfassung wahrscheinlich.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Prävalenz positiver Proben, nicht das Verbraucherrisiko pro Portion.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-CHK-08, C-CHK-09, C-EGG-09.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Nicht zutreffend.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Direkt EU.

13. Methodisches Gesamturteil

Maßgebliche Ausgangsbasis für die EU.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Vergleichbare Daten für Ägypten.

15. Verknüpfte Faktenchecks