Fallserie / Fallberichtunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-FRU-112 Standardprüfung

Vergiftung durch bitteren Flaschenkürbissaft

Gastrointestinal toxicity due to bitter bottle gourd (Lagenaria siceraria)--a report of 15 cases.

Kurzüberblick

Puri R et al.. Indian J Gastroenterol 2011 · PMID 21986853 · DOI 10.1007/s12664-011-0110-z

Fünfzehn Menschen, die bitteren Flaschenkürbissaft tranken, bekamen Erbrechen, blutende Magenschleimhautschäden und niedrigen Blutdruck; alle erholten sich.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Die Giftwirkung des bitteren Kürbisses beschreiben.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Fallserie.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

15 Patientinnen und Patienten.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Schädigung des Magen-Darm-Trakts, niedriger Blutdruck.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Nicht zutreffend.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Bitter schmeckende Flaschenkürbisse oder Kürbisse nie verzehren.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Fallserie.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Nur Kern von C-FRU-02.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Anwendbar.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Sie gilt nicht für süße Melonen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Puri R et al.
Fachzeitschrift
Indian J Gastroenterol
Jahr
2011
Identifikator
PMID 21986853 DOI 10.1007/s12664-011-0110-z
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26 + Crossref works API
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Im Abstract nicht angegeben.

2. Forschungsfrage

Welche Vergiftung folgt auf das Trinken von Saft aus bitterem Flaschenkürbis?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Fallserie / Fallbericht – Fallserie
Population

15 Patientinnen und Patienten nach Saft aus bitterem Flaschenkürbis

Land

Indien

Zeitraum

Nicht angegeben

Stichprobengröße

15

Ein- und Ausschlusskriterien

Patientinnen und Patienten mit Vergiftung nach Saft aus bitterem Flaschenkürbis.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Saft aus bitterem Flaschenkürbis (Lagenaria siceraria)

Vergleichsgruppe

Keiner

Endpunkte

Klinische und endoskopische Befunde

Statistische Methoden

Deskriptiv

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Bauchschmerzen, Erbrechen, Bluterbrechen, Durchfall und niedriger Blutdruck innerhalb von 15 Minuten bis 6 Stunden; Ösophagitis, Magenerosionen, Geschwüre, Duodenitis in der Endoskopie; alle erholten sich innerhalb von 1–4 Tagen mit unterstützender Behandlung.

Absolute Risiken

Nicht zutreffend

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Bitterer Flaschenkürbis kann Magen-Darm-Vergiftungen verursachen; unterstützende Behandlung.

6. Stärken

  • Klinische Details

7. Schwächen

  • Fallserie; bitterer Saft wurde als Alternativmedizin verwendet
  • Nur Abstract

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
none applicable
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
hoch
Begründung

Fallserie.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Nicht zutreffend.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Dokumentiert das reale, aber enge Cucurbitacin-Risiko durch bittere Kürbisgewächse (Kern von C-FRU-02); es geht nicht um normale süße Melonen.

11. Unabhängige Gegenbefunde

I-FRU-111.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Vergleichbarer deutscher Fall (I-FRU-05).

13. Methodisches Gesamturteil

Bestätigt „bitter = wegwerfen“.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätniedrig
Biasrisikohoch
Präzision der Ergebnissenicht anwendbar
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Keine.

15. Verknüpfte Faktenchecks