Sonstigesunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-INTA-04 Standardprüfung
Blockiert Tee das Eisen aus der Nahrung?
The effect of tea on iron absorption.
Kurzüberblick
Disler PB et al.. Gut 1975 · PMID 1168162 · DOI 10.1136/gut.16.3.193
Tee zu den Mahlzeiten verringerte bei Freiwilligen die Aufnahme von pflanzlichem Eisen (Nicht-Häm-Eisen).
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Tee und Eisenaufnahme
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Resorptionsstudien an Freiwilligen
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Im Abstract nicht angegeben
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Tee hemmte die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Im Abstract nicht angegeben
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Menschen mit Risiko für Eisenmangel können Tee besser zwischen statt zu den Mahlzeiten trinken
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Alt; kurzfristig
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt einen anderen Schaden als Verstopfung/Reflux
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Auswirkungen auf den langfristigen Eisenstatus
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Disler PB et al.
- Fachzeitschrift
- Gut
- Jahr
- 1975
- Identifikator
- PMID 1168162 DOI 10.1136/gut.16.3.193
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
im Abstract nicht angegeben
2. Forschungsfrage
Wirkung von Tee auf die Eisenaufnahme
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Sonstiges – Studien zur Eisenaufnahme beim Menschen an Freiwilligen
- Population
Freiwillige Versuchspersonen
- Land
Im Abstract nicht angegeben
- Zeitraum
Nicht angegeben
- Stichprobengröße
im Abstract nicht angegeben
- Ein- und Ausschlusskriterien
im Abstract nicht angegeben
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Tee zusammen mit Eisenlösungen oder Mahlzeiten
- Vergleichsgruppe
Dieselben Eisenquellen ohne Tee
- Endpunkte
Eisenaufnahme
- Statistische Methoden
im Abstract nicht angegeben
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Tee hemmte die Aufnahme von Eisen aus FeCl3- und FeSO4-Lösungen, Brot, einer Reismahlzeit mit Kartoffel-Zwiebel-Suppe und ungekochtem Hämoglobin, mit oder ohne Ascorbinsäure; keine Hemmung bei gekochtem Hämoglobin. Die Hemmung wurde auf unlösliche Eisen-Tannat-Komplexe zurückgeführt.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Gerbstoffhaltige Getränke wie Tee zu den Mahlzeiten zu trinken, kann zu Eisenmangel beitragen, wenn die Ernährung überwiegend aus pflanzlichen Lebensmitteln besteht.
6. Stärken
- Direkte Messung am Menschen
- Mehrere Lebensmittelmatrizes
7. Schwächen
- Alte Studie
- Stichprobengröße im Abstract nicht angegeben
- Kurzfristige Aufnahme, nicht Eisenstatus
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- none applicable
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- nicht beurteilbar
- Begründung
Experimentelle Resorptionsstudie; Details nicht im Abstract.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Zeigt eine verringerte Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen pro Mahlzeit; die Langzeitwirkung auf den Eisenstatus hängt von der gesamten Ernährung ab.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Ein berechtigtes Bedenken zu Tee (Eisenaufnahme), das Elawady nicht anspricht, das aber für eine faire Bewertung relevant ist.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Die Wirkung ist vor allem für Ernährungsweisen mit wenig Häm-Eisen und für Menschen mit Risiko für Eisenmangel relevant.
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch.
13. Methodisches Gesamturteil
Valide, klassische Evidenz, dass Tee zu den Mahlzeiten die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen senkt.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | nicht beurteilbar |
| Präzision der Ergebnisse | nicht anwendbar |
| Direkte Relevanz | indirekt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Auswirkung auf Bevölkerungsebene in Ägypten.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Tee ist das zweitgefährlichste und schlechteste Getränk überhaupt (nach kohlensäurehaltigen Getränken); obwohl er voller Antioxidantien ist, ist er ein schlechtes Getränk, das Verstopfung und Sodbrennen (sauren Reflux) und damit Probleme im übrigen Körper verursacht. – Studien, die die Behauptung unterstützen