Querschnittsstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-LEG-128 Standardprüfung

Blutarmut bei ägyptischen Kleinkindern

Anaemia among Egyptian Children between 2000 and 2005: trends and predictors.

Kurzüberblick

Austin AM et al.. Matern Child Nutr 2012 · PMID 21951327 · DOI 10.1111/j.1740-8709.2011.00339.x

Die gemessene Blutarmut bei ägyptischen Kindern im Alter von 1–3 Jahren stieg von 37 % im Jahr 2000 auf über 52 % im Jahr 2005.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Anämie bei Kindern verfolgen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Nationale Erhebungen.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

Ägyptische Kinder im Alter von 12–36 Monaten.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Über die Hälfte 2005 anämisch.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

+15 Punkte.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Kinder mit Blässe oder Müdigkeit brauchen einen Bluttest.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Ältere Daten.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht der Argumentation von C-LEG-09.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Auf Ägypten bezogen.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Sie prüft die Behauptung zu Blähungen nicht.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Austin AM et al.
Fachzeitschrift
Matern Child Nutr
Jahr
2012
Identifikator
PMID 21951327 DOI 10.1111/j.1740-8709.2011.00339.x · PMC6860748
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26 + Crossref works API
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Kein Interessenkonflikt angegeben.

2. Forschungsfrage

Wie veränderte sich die Anämie bei ägyptischen Kindern zwischen 2000 und 2005, und was sagte sie voraus?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Querschnittsstudie – Wiederholte Querschnittsanalyse der ägyptischen Demographic and Health Surveys
Population

Ägyptische Kinder im Alter von 12–36 Monaten

Land

Ägypten

Zeitraum

2000 und 2005

Stichprobengröße

Nationale Erhebungsstichproben (Umfang nicht im Abstract)

Ein- und Ausschlusskriterien

Kinder der EDHS mit gemessenem Hämoglobin.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Lebensmittelverzehr, Krankheit, soziodemografische Merkmale

Vergleichsgruppe

Erhebungsjahre

Endpunkte

Anämie (Hb <11 g/dL)

Statistische Methoden

Trend- und Regressionsanalysen

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Die Anämie stieg von 37,04 % auf über 52 %; jüngeres Alter (<24 Monate), kürzlich zurückliegende Krankheit und Wohnort in Oberägypten sagten Anämie voraus; der Verzehr nährstoffreicher Lebensmittel nahm ab, und Durchfall nahm zu.

Absolute Risiken

Prävalenz >52 % im Jahr 2005

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Die Verlagerung hin zu weniger nährstoffreichen Lebensmitteln und mehr Durchfall hat wahrscheinlich dazu beigetragen; eine Anreicherung kann helfen.

6. Stärken

  • National repräsentative Daten
  • Hämoglobin gemessen

7. Schwächen

  • Ältere Daten
  • Ökologische Deutung der Ursachen
  • Nur Abstract

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
none applicable
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Querschnittsstudie.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Anstieg um mindestens 15 Prozentpunkte in fünf Jahren.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Eine reale, im Labor gemessene Anämie ist bei ägyptischen Kindern weit verbreitet; Symptome dürfen nicht Blähungen zugeschrieben werden (Sicherheit zu C-LEG-09).

11. Unabhängige Gegenbefunde

Keine.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Auf Ägypten bezogen.

13. Methodisches Gesamturteil

Kontextevidenz zur Sicherheit.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Aktuelle Prävalenz.

15. Verknüpfte Faktenchecks