Metaanalyseunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-LIFE-110 Tiefenprüfung
Atemübungen und Stress
Effect of breathwork on stress and mental health: A meta-analysis of randomised-controlled trials.
Kurzüberblick
Fincham GW et al.. Sci Rep 2023 · PMID 36624160 · DOI 10.1038/s41598-022-27247-y
Atemübungen verringerten Stress, Angst und gedrückte Stimmung in kleinem bis mittlerem Ausmaß.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Atemarbeit bei Stress prüfen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse von RCTs.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
785 Erwachsene (Endpunkt Stress).
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
g -0,35 für Stress.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
g -0,35 (-0,55 bis -0,14).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Langsames Atmen kann helfen, sich ruhiger zu fühlen.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Selbstauskunft; nicht verblindet.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt einen mäßigen Nutzen.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Gilt auch hier; gleiche Physiologie.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Wirkungen auf körperliche Erkrankungen.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Fincham GW et al.
- Fachzeitschrift
- Sci Rep
- Jahr
- 2023
- Identifikator
- PMID 36624160 DOI 10.1038/s41598-022-27247-y
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref update-to/updated-by check
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Der Erstautor war als Atemlehrer ausgebildet (angegeben).
2. Forschungsfrage
Verringert Atemarbeit Stress, Angst und depressive Symptome?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse von RCTs
- Population
Erwachsene
- Land
International
- Zeitraum
Suche bis Feb. 2022
- Stichprobengröße
12 RCTs (785 Erwachsene) zu Stress; 20 zu Angst; 18 zu Depression
- Ein- und Ausschlusskriterien
im Abstract nicht angegeben
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Interventionen mit Atemarbeit
- Vergleichsgruppe
Kontrollen ohne Atemarbeit
- Endpunkte
Selbstberichteter Stress, Angst, Depression
- Statistische Methoden
Random-Effects-Hedges-g
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Stress g -0,35 (95-%-KI -0,55 bis -0,14), I2 42 %; Angst g -0,32 (p<0,0001); Depression g -0,40 (p<0,0001); bei den meisten Studien mittleres Biasrisiko.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Atemarbeit (Breathwork) kann zur Verbesserung von Stress und psychischer Gesundheit wirksam sein; Vorsicht sowie Studiendesigns mit geringem Biasrisiko sind nötig.
6. Stärken
- Nur RCTs
7. Schwächen
- Selbstberichtete Endpunkte; nicht verblindet
- Interessenkonflikt der Autorin bzw. des Autors
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- AMSTAR 2
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Mittleres Biasrisiko in den Primärstudien.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Kleiner bis mittlerer Effekt; siehe stats/I-LIFE-111_breathing.py.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Stützt einen mäßigen Nutzen von Atemübungen bei Stress und Stimmung.
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Universelle Biologie; gilt in Europa und Ägypten.
13. Methodisches Gesamturteil
Mäßige Stützung für den Teil zur psychischen Gesundheit.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Tiefes (langsames) Atmen ist gesundheitsfördernd. – Studien, die die Behauptung unterstützen
- Tägliche Bewegung, tiefes Atmen und ausreichender Schlaf ergänzen das System. – Studien, die die Behauptung unterstützen