Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-SOD-02 Standardprüfung
Sprudelwasser bei Verdauungsbeschwerden
Effects of carbonated water on functional dyspepsia and constipation.
Kurzüberblick
Cuomo R et al.. Eur J Gastroenterol Hepatol 2002 · PMID 12352219 · DOI 10.1097/00042737-200209000-00010
In einer kleinen Studie verbesserte Sprudelwasser Verdauungsbeschwerden und Verstopfung im Vergleich zu Leitungswasser.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: niedrig
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Wirkung von kohlensäurehaltigem Wasser bei funktioneller Dyspepsie und Verstopfung.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Doppelblinde randomisierte Studie, ~15 Tage.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
21 (10 kohlensäurehaltig, 11 Leitungswasser); Patientinnen und Patienten mit Dyspepsie und sekundärer Verstopfung
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Dyspepsie-Wert 7,9 -> 5,4 mit kohlensäurehaltigem Wasser (unverändert mit Leitungswasser); Verstopfungswert 16,0 -> 12,1; Sättigung verringert; Gallenblasenentleerung verbessert.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Dyspepsie-Wert 7,9 -> 5,4
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Für reines Sprudelwasser ist kein Schaden für die Verdauung gezeigt.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Sehr klein; Kurz; Analysen innerhalb der Gruppen
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Allgemeinen Nutzen.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Cuomo R et al.
- Fachzeitschrift
- Eur J Gastroenterol Hepatol
- Jahr
- 2002
- Identifikator
- PMID 12352219 DOI 10.1097/00042737-200209000-00010
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Nicht angegeben
2. Forschungsfrage
Wirkung von kohlensäurehaltigem Wasser bei funktioneller Dyspepsie und Verstopfung.
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Randomisierte kontrollierte Studie – Doppelblinde randomisierte Studie, ~15 Tage.
- Population
Patientinnen und Patienten mit Dyspepsie und sekundärer Verstopfung
- Land
Italien (Autorinnen und Autoren)
- Zeitraum
im Abstract nicht angegeben
- Stichprobengröße
21 (10 kohlensäurehaltig, 11 Leitungswasser)
- Ein- und Ausschlusskriterien
im Abstract nicht angegeben
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Kohlensäurehaltiges Wasser
- Vergleichsgruppe
Leitungswasser
- Endpunkte
Dyspepsie- und Verstopfungswerte, Sättigung, Magen-/Gallenblasenentleerung, Dickdarmpassage
- Statistische Methoden
Vorher-nachher innerhalb der Gruppen
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Dyspepsie-Wert 7,9 -> 5,4 mit kohlensäurehaltigem Wasser (unverändert mit Leitungswasser); Verstopfungswert 16,0 -> 12,1; Sättigung verringert; Gallenblasenentleerung verbessert.
- Absolute Risiken
nicht zutreffend
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Kohlensäurehaltiges Wasser verringert das Sättigungsgefühl und verbessert Dyspepsie, Verstopfung und Gallenblasenentleerung bei diesen Patientinnen und Patienten.
6. Stärken
- Doppelblind randomisiert
7. Schwächen
- Sehr klein
- Kurz
- Analysen innerhalb der Gruppen
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- RoB 2
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Klein; Analysevorgehen.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Geringe Präzision.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Widerspricht C-SOD-12, C-SOD-14.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Keine.
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch.
13. Methodisches Gesamturteil
Kleine Studie; plausibler Nutzen.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | niedrig |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | niedrig |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | nicht repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | unbekannt |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Replikation.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Erfrischungsgetränke ruinieren die Verdauung, lösen Reflux und Sodbrennen aus, stören die Magensäure und gehören (Pepsi) zu den Hauptursachen von Gastritis und Geschwüren. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Alle kohlensäurehaltigen Wässer jeder Art (einschließlich ungesüßtem Sprudelwasser) sind schädlich und müssen gemieden werden. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken