Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-SOD-111 Tiefenprüfung

Sprudelwasser über 12 Wochen verursachte keinen Schaden

Randomized trial of carbonated water consumption on snacking behavior, alcohol intake, and health indices in healthy Japanese adults.

Kurzüberblick

Hashimoto H et al.. Sci Rep 2026 · PMID 42106408 · DOI 10.1038/s41598-026-51479-x

In einer 12-wöchigen Studie mit 45 japanischen Erwachsenen verursachte das tägliche Trinken von 500 ml Sprudelwasser keine Nebenwirkungen und war mit weniger Naschen verbunden.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Die Wirkung von täglichem Sprudelwasser auf das Essverhalten und Gesundheitsmarker testen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Randomisierte Studie: Sprudelwasser vs. stilles Wasser über 12 Wochen.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

45 gesunde Erwachsene.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Weniger Snacken und weniger Alkohol, etwas geringeres Gewicht und niedrigere Leberenzyme; keine Nebenwirkungen.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Gewicht -0,72 kg (-1,37 bis -0,07).

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Reines Sprudelwasser scheint für gesunde Erwachsene sicher zu sein.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Klein, offen, viele Endpunkte.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht der Behauptung, jedes Sprudelwasser sei zu meiden.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Anwendbar.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann nicht zeigen, dass die Vorteile real sind; explorativ.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Hashimoto H et al.
Fachzeitschrift
Sci Rep
Jahr
2026
Identifikator
PMID 42106408 DOI 10.1038/s41598-026-51479-x
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26 + Crossref 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Die Autoren erklären keine konkurrierenden Interessen (PubMed-Eintrag); Finanzierung im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Verändert tägliches kohlensäurehaltiges Wasser im Vergleich zu stillem Wasser das Snacken, den Alkoholkonsum und Gesundheitswerte?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Randomisierte kontrollierte Studie – Randomisierte, offene, placebokontrollierte Parallelgruppenstudie über 12 Wochen
Population

Gesunde japanische Erwachsene im Alter von 20-64 Jahren, BMI 23,0-<30,0

Land

Japan

Zeitraum

2025-2026

Stichprobengröße

46 randomisiert; 45 abgeschlossen (22 kohlensäurehaltig, 23 stilles Wasser)

Ein- und Ausschlusskriterien

Gesunde Erwachsene mit BMI 23-<30

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Kohlensäurehaltiges Wasser 500 g/Tag mit 4,3 +- 0,1 g CO2

Vergleichsgruppe

Nicht kohlensäurehaltiges Wasser

Endpunkte

Häufigkeit des Snackens, Alkoholkonsum, Anthropometrie, Blutbiochemie, unerwünschte Ereignisse

Statistische Methoden

Unterschiede zwischen den Gruppen bei der Veränderung gegenüber dem Ausgangswert; keine Adjustierung für Multiplizität

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Die Häufigkeit des Snackens war mit kohlensäurehaltigem Wasser in Woche 4 (MD -1,39 Mal/Woche; 95-%-KI -2,82 bis -0,28) und Woche 12 (-1,49; -2,93 bis -0,05) niedriger; Alkoholkonsum -24,44 g/Woche (-44,02 bis -4,86); Körpergewicht -0,72 kg (-1,37 bis -0,07); BMI -0,26; AST -4,05 U/L; ALT -9,47 U/L. Keine unerwünschten Ereignisse im Zusammenhang mit dem Studiengetränk.

Absolute Risiken

nicht zutreffend

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Täglich kohlensäurehaltiges Wasser könnte mit günstigen Veränderungen beim Snackverhalten und beim Alkoholkonsum sowie mit mäßigen Verbesserungen anthropometrischer und Leberwerte verbunden sein; explorativ, mit Vorsicht zu interpretieren.

6. Stärken

  • Randomisiert, placebokontrolliert (stilles Wasser)
  • 12 Wochen
  • Unerwünschte Ereignisse erfasst

7. Schwächen

  • Klein
  • Offen
  • Viele Endpunkte ohne Adjustierung für Multiplizität
  • Das KI in Woche 4 ist um den Schätzwert asymmetrisch (-2,82 bis -0,28 um -1,39), was auf eine nicht normalverteilte oder adjustierte Methode hindeutet

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
RoB 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Offen; mehrere Endpunkte.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Die Vorteile sind explorativ; der für C-SOD-14 relevante Befund ist das Fehlen getränkebedingter unerwünschter Ereignisse über 12 Wochen bei 500 mL/Tag.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Widerspricht der Behauptung, jedes kohlensäurehaltige Wasser sei schädlich: 12 Wochen tägliches kohlensäurehaltiges Wasser verursachten keine unerwünschten Ereignisse und, wenn überhaupt, kleine günstige Veränderungen. Beziffert außerdem die übliche Kohlensäuremenge (4,3 g CO2 pro 500 g) für C-SOD-13.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Es wurde nichts gefunden, was einen Schaden durch reines kohlensäurehaltiges Wasser bei gesunden Menschen zeigt.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Reines kohlensäurehaltiges Wasser ist in Europa verbreitet; übertragbar.

13. Methodisches Gesamturteil

Kleine, aber direkte randomisierte Evidenz für die Sicherheit von reinem kohlensäurehaltigem Wasser bei gesunden Erwachsenen.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnisseniedrig
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitnicht repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Wirkungen bei Menschen mit Refluxkrankheit oder Reizdarm.

15. Verknüpfte Faktenchecks