Metaanalyseunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-SRC-121 Standardprüfung

Wie verbreitet H. pylori weltweit ist

Global Prevalence of Helicobacter pylori Infection: Systematic Review and Meta-Analysis.

Kurzüberblick

Hooi JKY et al.. Gastroenterology 2017 · PMID 28456631 · DOI 10.1053/j.gastro.2017.04.022

Etwa 70 % der Menschen in Afrika tragen H. pylori in sich, daher sind die meisten positiven Tests dort korrekt.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Die weltweite Prävalenz schätzen

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

184 Studien

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Am höchsten in Afrika

Wie groß war der beobachtete Effekt?

70,1 % Afrika

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Positive Tests sind dort meist richtig, wo die Infektion häufig ist

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Heterogene Studien

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht 70 % falsch positiven

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Mittel

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Ägypten-spezifische Zahl

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Hooi JKY et al.
Fachzeitschrift
Gastroenterology
Jahr
2017
Identifikator
PMID 28456631 DOI 10.1053/j.gastro.2017.04.022
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref works record checked
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Förderung durch das NIDDK; keine Interessenerklärung im Eintrag.

2. Forschungsfrage

Wie hoch ist die weltweite Prävalenz der H.-pylori-Infektion?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse von Prävalenzstudien
Population

Bevölkerungen in 62 Ländern

Land

International

Zeitraum

Studien 1970-2016

Stichprobengröße

184 Studien

Ein- und Ausschlusskriterien

Prävalenzstudien

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

nicht anwendbar

Vergleichsgruppe

Regionen/Länder

Endpunkte

Prävalenz

Statistische Methoden

Random-Effects-Pooling

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Afrika hatte die höchste gepoolte Prävalenz (70,1 %; 95-%-KI 62,6-77,7), Ozeanien die niedrigste (24,4 %); Länderschätzungen von 18,9 % (Schweiz) bis 87,7 % (Nigeria); etwa 4,4 Milliarden Menschen waren 2015 infiziert.

Absolute Risiken

nicht anwendbar

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ist infiziert, mit großen regionalen Unterschieden.

6. Stärken

  • Große globale Synthese

7. Schwächen

  • Heterogene Methoden; Ägypten-spezifische Schätzung nicht im Abstract

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Heterogenität.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Eine hohe Prävalenz erhöht den positiven prädiktiven Wert jedes Tests (siehe stats/C-SRC-50_ppv_hpylori.py).

10. Relevanz für die konkrete Aussage

In Regionen mit hoher Prävalenz wie Afrika (70,1 %) sind die meisten positiven Tests richtig positiv, was „700 von 1000 positiven sind falsch“ widerspricht.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Die Prävalenz ist in Europa niedriger; der positive prädiktive Wert ist dort niedriger.

13. Methodisches Gesamturteil

Kontext für prädiktive Werte.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

15. Verknüpfte Faktenchecks