Querschnittsstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-SRC-122 Standardprüfung

Koffein und Verstopfung

Association Between Caffeine Intake and Stool Frequency- or Consistency-Defined Constipation: Data From the National Health and Nutrition Examination Survey 2005-2010.

Kurzüberblick

Li Y et al.. J Neurogastroenterol Motil 2025 · PMID 40205901 · DOI 10.5056/jnm23181

Bei 13.941 Erwachsenen in den USA war die Koffeinaufnahme nicht mit Verstopfung verbunden.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Den Zusammenhang zwischen Koffein und Verstopfung prüfen

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Querschnittsbefragung

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

13.941 Erwachsene

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Kein Zusammenhang

Wie groß war der beobachtete Effekt?

OR 1,01 pro 100 mg

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Koffeinhaltige Getränke scheinen nicht zu verstopfen

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Nicht teespezifisch

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht der Behauptung indirekt

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Mittel

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Wirkung der Gerbstoffe im Tee

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Li Y et al.
Fachzeitschrift
J Neurogastroenterol Motil
Jahr
2025
Identifikator
PMID 40205901 DOI 10.5056/jnm23181
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref works record checked
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Keine Interessenkonflikte.

2. Forschungsfrage

Ist die Koffeinzufuhr mit Verstopfung verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Querschnittsstudie – Querschnittsanalyse (NHANES 2005-2010)
Population

Erwachsene in den USA

Land

USA

Zeitraum

2005-2010

Stichprobengröße

13.941

Ein- und Ausschlusskriterien

Erwachsene mit Fragebogen zur Darmgesundheit und Ernährungsdaten

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Koffeinzufuhr (pro 100 mg)

Vergleichsgruppe

Geringere Zufuhr

Endpunkte

Verstopfung, definiert über Stuhlfrequenz oder -konsistenz

Statistische Methoden

Gewichtete logistische Regression

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Pro 100 mg mehr Koffein: OR 1,01 (0,94-1,10) für die über die Häufigkeit definierte und 1,01 (0,98-1,05) für die über die Konsistenz definierte Verstopfung; umgekehrter Zusammenhang nur in einer Untergruppe mit hoher Cholesterinzufuhr (OR 0,80, 0,64-1,00).

Absolute Risiken

nicht anwendbar

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Der Koffeinkonsum ist nicht mit Verstopfung verbunden.

6. Stärken

  • Große nationale Stichprobe

7. Schwächen

  • Querschnittsstudie
  • Koffein aus allen Quellen, nicht speziell aus Tee

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Querschnittsstudie; der Befund in der Untergruppe ist wahrscheinlich Zufall (Multiplizität).

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Nullergebnis im Hauptschätzer mit engem Konfidenzintervall; die Interaktion in der Untergruppe (p=0,037) ist explorativ.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Indirekte Evidenz gegen „Tee verursacht Verstopfung“ über den wichtigsten Wirkstoff (Koffein). Es wurde keine teespezifische Endpunktstudie gefunden.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Gerbstoffe könnten anders wirken als Koffein (hier nicht untersucht).

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Daten aus den USA.

13. Methodisches Gesamturteil

Schwache indirekte Evidenz; die Behauptung zur Verstopfung bleibt für Tee selbst unerforscht.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitunbekannt
Konsistenz mit der Gesamtevidenzunbekannt
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Teespezifische Studien zur Verstopfung.

15. Verknüpfte Faktenchecks