Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-SUP-105 Tiefenprüfung
WHO: Eisen und Folsäure für jede Schwangerschaft
Daily iron and folic acid supplementation during pregnancy (WHO e-Library of Evidence for Nutrition Actions, intervention page, last updated 26 July 2024)
Kurzüberblick
World Health Organization. WHO eLENA (web page) 2024
Die WHO empfiehlt Schwangeren die tägliche Einnahme von Eisen (30-60 mg) und Folsäure (0,4 mg), wobei mit der Folsäure idealerweise vor der Empfängnis begonnen werden sollte.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Die Empfehlung der WHO zu Eisen und Folsäure in der Schwangerschaft darlegen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Leitlinienempfehlung auf Grundlage systematischer Reviews.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Nicht zutreffend.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Tägliches Eisen und Folsäure werden für alle Schwangeren empfohlen.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Nicht zutreffend.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Die Einnahme von Eisen und Folsäure in der Schwangerschaft ist empfohlene Standardversorgung.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Nur eine Zusammenfassungsseite; die nationale Praxis unterscheidet sich.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht direkt einem Verbot von Eisen oder Folsäure in der Schwangerschaft.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Weltweit.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- World Health Organization
- Fachzeitschrift
- WHO eLENA (web page)
- Jahr
- 2024
- Identifikator
- Verifizierung
- verifiziert – WHO eLENA web page fetched 2026-10-26 (HTTP 200); recommendation text read
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
WHO-Leitlinienprozess (Interessenerklärungen hier nicht geprüft)
2. Forschungsfrage
Sollten Schwangere täglich orales Eisen und Folsäure erhalten?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Leitlinie / Stellungnahme – Zusammenfassung einer WHO-Leitlinienempfehlung (eLENA-Interventionsseite; Empfehlung aus ‚WHO recommendations on antenatal care for a positive pregnancy experience‘, 2016)
- Population
Schwangere
- Land
Weltweit
- Zeitraum
Seite zuletzt aktualisiert am 26. Juli 2024
- Stichprobengröße
Nicht zutreffend
- Ein- und Ausschlusskriterien
Nicht zutreffend
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Tägliches orales Eisen (30–60 mg elementar) und Folsäure (400 Mikrogramm)
- Vergleichsgruppe
Keine Supplementierung
- Endpunkte
Mütterliche Anämie, Wochenbettsepsis, niedriges Geburtsgewicht, Frühgeburt, Neuralrohrdefekte
- Statistische Methoden
Nicht zutreffend (Leitlinie)
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Die Seite gibt an, dass schätzungsweise mehr als 40 % der Schwangeren weltweit eine Anämie haben, mindestens die Hälfte davon durch Eisenmangel. WHO-Empfehlung: Eine tägliche orale Supplementierung mit Eisen und Folsäure, mit 30 mg bis 60 mg elementarem Eisen und 400 Mikrogramm (0,4 mg) Folsäure, wird für Schwangere empfohlen, um mütterliche Anämie, Wochenbettsepsis, niedriges Geburtsgewicht und Frühgeburt zu verhindern; mit Folsäure sollte so früh wie möglich (idealerweise vor der Empfängnis) begonnen werden, um Neuralrohrdefekte zu verhindern. Die Empfehlung ersetzt die WHO-Leitlinie von 2012. Als Evidenzgrundlage genannt: Cochrane-Review von Pena-Rosas 2015.
- Absolute Risiken
Nicht zutreffend
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Tägliches Eisen und Folsäure werden für alle Schwangeren empfohlen (WHO).
6. Stärken
- Offizielle WHO-Empfehlung
- Weltweiter Geltungsbereich
7. Schwächen
- Web-Zusammenfassung; vollständiges Leitlinien-PDF und GRADE-Tabellen hier nicht gelesen
- Die zitierte Evidenzgrundlage ist die Cochrane-Fassung von 2015
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- none applicable
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- nicht beurteilbar
- Begründung
Leitlinie; Qualität der Erstellung nicht bewertet (AGREE II nicht angewendet).
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Nicht zutreffend.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Gibt die medizinisch anerkannte weltweite Position wieder, die C-SUP-09 und C-SUP-10 direkt widerspricht.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Einige europäische Leitlinien empfehlen Eisen selektiv statt allgemein (hier nicht überprüft).
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Globale WHO-Empfehlung; die nationale Praxis in Europa kann selektiv sein.
13. Methodisches Gesamturteil
Maßgebliche Darstellung der Standardversorgung.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | hoch |
| Biasrisiko | nicht beurteilbar |
| Präzision der Ergebnisse | nicht anwendbar |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | nicht repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Stand der nationalen ägyptischen Schwangerenvorsorge-Empfehlungen (nicht abgerufen).
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Eisenpräparate gebe es nicht: Sie seien selbst für eine Schwangere mit Blutarmut verboten, weil eine Ernährung, die Präparate braucht, mangelhaft sei. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Niemand brauche Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel: „Nahrungsergänzungsmittel gibt es nicht“, der Körper stelle seine Vitamine selbst her, und Vitamine stünden auf der Verbotsliste. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken