Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-SYS-03 Standardprüfung

Zu wenig oder zu viel Schlaf hängt mit früherem Tod zusammen

Sleep duration and all-cause mortality: a systematic review and meta-analysis of prospective studies.

Kurzüberblick

Cappuccio FP et al.. Sleep 2010 · PMID 20469800 · DOI 10.1093/sleep/33.5.585

Kurzschläfer hatten ein um 12 % und Langschläfer ein um 30 % höheres Sterberisiko.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Daten zu Schlaf und Sterblichkeit zusammenfassen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

1,38 Millionen.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

U-förmiges Risiko.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

RR 1,12 kurz; 1,30 lang.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Regelmäßiger, ausreichender Schlaf ist ratsam.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Beobachtungsstudien.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerlegt „lange Aufbleiben ist harmlos“.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Hoch.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kausalität.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Cappuccio FP et al.
Fachzeitschrift
Sleep
Jahr
2010
Identifikator
PMID 20469800 DOI 10.1093/sleep/33.5.585
Verifizierung
verifiziert – PubMed esummary + efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Schlafdauer und Sterblichkeit.

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse prospektiver Kohorten
Population

Allgemeinbevölkerungen

Land

International

Zeitraum

Literatur 1966–2009

Stichprobengröße

16 Studien, 27 Kohorten, 1.382.999 Teilnehmende, 112.566 Todesfälle

Ein- und Ausschlusskriterien

Prospektiv, Nachbeobachtung >3 Jahre

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Gewohnheitsmäßig kurzer oder langer Schlaf

Vergleichsgruppe

Referenz-Schlafdauer

Endpunkte

Gesamtsterblichkeit

Statistische Methoden

Gepooltes RR, Random-Effects-Modell

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Kurzer Schlaf RR 1,12 (95-%-KI 1,06–1,18); langer Schlaf RR 1,30 (1,22–1,38); Heterogenität vorhanden.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Sowohl kurzer als auch langer Schlaf sagen den Tod voraus.

6. Stärken

  • Große gepoolte Stichprobe

7. Schwächen

  • Selbst berichteter Schlaf
  • Beobachtungsstudien; bei langem Schlaf umgekehrte Kausalität möglich

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Beobachtungsdaten als Grundlage.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Zusammenhang, kein Beweis für Kausalität; U-förmiges Muster.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Kurzer Schlaf ist mit höherer Sterblichkeit verbunden; extreme Schlafdauern in beide Richtungen.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch.

13. Methodisches Gesamturteil

Evidenz mittlerer Qualität zu einem Zusammenhang.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzgemischt
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Kausalität.

15. Verknüpfte Faktenchecks