Systematischer Reviewunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-VEG-127 Standardprüfung

Kohlgemüse ist nicht schlecht für die Schilddrüse

Do Brassica Vegetables Affect Thyroid Function?-A Comprehensive Systematic Review.

Kurzüberblick

Galanty A et al.. Int J Mol Sci 2024 · PMID 38612798 · DOI 10.3390/ijms25073988

Ein Review von 123 Studien kam zu dem Schluss, dass täglich Kohlgemüse, besonders bei ausreichender Jodversorgung, der Schilddrüsenfunktion nicht schadet.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: niedrig

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Die Wirkungen von Kohlgewächsen auf die Schilddrüse bewerten.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Systematischer Review.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

123 Artikel.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Keine nachteilige Wirkung bei üblicher Zufuhr mit der Nahrung und ausreichender Jodversorgung.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Nicht quantifiziert.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Normale Mengen Kohl, Brokkoli oder Pak Choi sind für die Schilddrüse unbedenklich.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Gemischte Studientypen.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht der Behauptung.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Anwendbar.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann Wirkungen bei extremem Rohverzehr mit Jodmangel nicht ausschließen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Galanty A et al.
Fachzeitschrift
Int J Mol Sci
Jahr
2024
Identifikator
PMID 38612798 DOI 10.3390/ijms25073988
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

COI-Erklärung: Die Autoren erklären, dass keine Interessenkonflikte bestehen. | Förderung (PubMed-Förderliste): Diese Forschung wurde durch die folgenden Zuwendungen des polnischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft finanziert:

2. Forschungsfrage

Beeinflusst Kohlgemüse die Schilddrüsenfunktion?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Systematischer Review – Systematischer Review (PRISMA) von In-vitro-, Tier- und Humanstudien
Population

In-vitro-, Tier- und Humanstudien

Land

Mehrere

Zeitraum

im Abstract nicht angegeben

Stichprobengröße

123 Artikel

Ein- und Ausschlusskriterien

im Abstract nicht angegeben

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Kohlgemüse, Extrakte, Glucosinolate, Isothiocyanate

Vergleichsgruppe

Verschiedene

Endpunkte

Schilddrüsenmasse/-histologie, TSH, T3, T4, Jodaufnahme, Schilddrüsenkrebszellen

Statistische Methoden

Narrative Synthese

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Die überwiegende Mehrheit der Ergebnisse stellt antithyreoidale Wirkungen von Kohlgewächsen beim Menschen infrage; Kohlgemüse in der täglichen Ernährung, insbesondere bei ausreichender Jodzufuhr, hat keine nachteiligen Wirkungen auf die Schilddrüsenfunktion.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Kohlgemüse in der täglichen Ernährung, insbesondere bei ausreichender Jodversorgung, ist nicht mit nachteiligen Wirkungen auf die Schilddrüse assoziiert.

6. Stärken

  • Umfassend; mehrere Studientypen

7. Schwächen

  • Gemischte Evidenzniveaus; wenige Studien am Menschen
  • Narrative Synthese

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Keine quantitative Synthese; die Qualitätsbewertung ist im Abstract nicht beschrieben.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Keine gepoolte Schätzung.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Geht direkt auf die Sorge wegen kropfbildender Wirkung beim normalen Verzehr ein.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Chu 2010 Fall (A-VEG-07); Felker 2016 (einige Sorten haben einen hohen Goitrin-Gehalt).

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Anwendbar.

13. Methodisches Gesamturteil

Widerspricht einer Verallgemeinerung aus einem einzelnen Extremfall.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätniedrig
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissenicht anwendbar
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitunbekannt
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Studien am Menschen in Jodmangelregionen.

15. Verknüpfte Faktenchecks