Sonstigesunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-VEG-133 Standardprüfung

Rohes Obst und Gemüse verursacht einen wachsenden Anteil der Ausbrüche in den USA

Produce-associated foodborne disease outbreaks, USA, 1998-2013.

Kurzüberblick

Bennett SD et al.. Epidemiol Infect 2018 · PMID 29923474 · DOI 10.1017/S0950268818001620

Rohes Obst und Gemüse verursachte von 1998 bis 2013 972 Ausbrüche; der Anteil an den Ausbrüchen mit bekanntem Lebensmittel stieg von 8 % auf 16 %; Blattgemüse aus dem Feldanbau stand an erster Stelle.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Ausbrüche durch rohe Produkte analysieren.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Analyse von Überwachungsdaten.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

972 Ausbrüche.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Zunehmender Anteil; Reihenkulturen am häufigsten.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

72 Todesfälle / 34.674 Erkrankungen.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Die Sicherheit von Produkten ist wichtig, aber schwere Verläufe sind selten.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Nur Ausbruchsdaten.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt die Behauptung.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

USA.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann kein Risiko pro Portion angeben.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Bennett SD et al.
Fachzeitschrift
Epidemiol Infect
Jahr
2018
Identifikator
PMID 29923474 DOI 10.1017/S0950268818001620
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

COI-Erklärung: Keine.

2. Forschungsfrage

Welche Trends und Ursachen gibt es bei Ausbrüchen durch rohe Produkte in den USA?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Sonstiges – Analyse nationaler Daten zur Ausbruchsüberwachung (CDC FDOSS)
Population

Durch Lebensmittel übertragene Ausbrüche in den USA

Land

USA

Zeitraum

1998-2013

Stichprobengröße

972 Ausbrüche durch rohe Produkte; 34.674 Erkrankungen

Ein- und Ausschlusskriterien

im Abstract nicht angegeben

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Arten roher Produkte

Vergleichsgruppe

Alle durch Lebensmittel übertragenen Ausbrüche

Endpunkte

Ausbrüche, Erkrankungen, Krankenhauseinweisungen, Todesfälle

Statistische Methoden

Deskriptive Trends

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

972 Ausbrüche durch rohe Produkte mit 34.674 Erkrankungen, 2.315 Krankenhauseinweisungen, 72 Todesfällen; der Anteil der Ausbrüche mit bekanntem Lebensmittel, die auf rohe Produkte zurückgeführt wurden, stieg von 8 % (1998-2001) auf 16 % (2010-2013); Gemüse aus Reihenkulturen 38 %, Obst 35 %, Samengemüse 11 %; Norovirus 54 %, Salmonella 21 %, STEC 10 %; Fehler bei der Lebensmittelhandhabung in 39 %.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Der Anteil der Ausbrüche, die auf rohe Produkte zurückgehen, hat zugenommen; Sicherheitsmaßnahmen sollten Betriebe, Verarbeitung und Zubereitung betreffen.

6. Stärken

  • Nationale Daten, 16 Jahre

7. Schwächen

  • Nur Ausbruchsdaten

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
none applicable
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Überwachungsbias.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Letalität 0,21 % (stats/C-VEG-03_outbreaks.py).

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Stützt die wachsende Bedeutung von Produkten (einschließlich Blattgemüse aus Reihenkulturen und kürbisartigem Samengemüse) in den Ausbruchsdaten.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Niedrige Letalität.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

USA.

13. Methodisches Gesamturteil

Stützt die Behauptung.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

keine

15. Verknüpfte Faktenchecks