Ausbruchsberichtunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-VEG-135 Standardprüfung

Deutschland 2011: Sprossen als wahrscheinliche Quelle

Epidemic profile of Shiga-toxin-producing Escherichia coli O104:H4 outbreak in Germany.

Kurzüberblick

Frank C et al.. N Engl J Med 2011 · PMID 21696328 · DOI 10.1056/NEJMoa1106483

Der Ausbruch verursachte 3.816 Erkrankungsfälle und 54 Todesfälle; als wahrscheinlichster Überträger wurden Sprossen identifiziert.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Den Ausbruch von 2011 beschreiben.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Ausbruchsbericht.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

3.816 Fälle.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Sprossen wahrscheinlichster Träger.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

54 Todesfälle.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Gurken waren nicht die Ursache.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Deskriptiv.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht dem Gurken-Teil.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Deutsch.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Nicht zutreffend.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Frank C et al.
Fachzeitschrift
N Engl J Med
Jahr
2011
Identifikator
PMID 21696328 DOI 10.1056/NEJMoa1106483
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Wie sah das epidemische Profil des deutschen STEC-O104:H4-Ausbruchs 2011 aus?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Ausbruchsbericht – Ausbruchsbeschreibung aus der nationalen Überwachung und einer Krankenhauskohorte
Population

Gemeldete Fälle in Deutschland

Land

Deutschland

Zeitraum

1. Mai-4. Juli 2011

Stichprobengröße

3.816 Fälle (845 HUS; 54 Todesfälle)

Ein- und Ausschlusskriterien

im Abstract nicht angegeben

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Ausbruchsstamm

Vergleichsgruppe

keiner

Endpunkte

Fälle, HUS, Todesfälle; Inkubationszeit

Statistische Methoden

Deskriptiv

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

3.816 Fälle einschließlich 54 Todesfällen; 845 (22 %) HUS; mediane Inkubationszeit 8 Tage; der Verzehr von Sprossen wurde als wahrscheinlichster Träger der Infektion identifiziert.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

HUS trat überwiegend bei Erwachsenen auf, meist bei Frauen; bei mehr als 20 % der erfassten Fälle entwickelte sich ein HUS.

6. Stärken

  • Nationale Daten

7. Schwächen

  • Deskriptiv

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
none applicable
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
nicht beurteilbar
Begründung

Ausbruchsbericht.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

nicht zutreffend

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Nennt Sprossen (nicht Gurken) als wahrscheinlichsten Träger.

11. Unabhängige Gegenbefunde

keine

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Deutsch.

13. Methodisches Gesamturteil

Widerspricht dem Gurken-Teil der Behauptung.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikonicht beurteilbar
Präzision der Ergebnissenicht anwendbar
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

keine

15. Verknüpfte Faktenchecks