Metaanalyseunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-WHT-105 Tiefenprüfung
Etwa 1 von 31 Menschen mit Eisenmangelanämie hat Zöliakie
Prevalence of Celiac Disease in Patients With Iron Deficiency Anemia-A Systematic Review With Meta-analysis.
Kurzüberblick
Mahadev S et al.. Gastroenterology 2018 · PMID 29689265 · DOI 10.1053/j.gastro.2018.04.016
Über 18 Studien hinweg hatten 3,2 % der Patientinnen und Patienten mit Eisenmangelanämie eine durch Biopsie bestätigte Zöliakie (5,5 % in besseren Studien).
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Wie oft die IDA auf Zöliakie beruht.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
2998 Patienten.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
3,2 % gepoolt.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
1 von 31.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Eine Anämie muss ärztlich abgeklärt werden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Heterogenität.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht der Erklärung mit einer Mehlschicht.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Erklärt nicht die übrigen 95 %.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Mahadev S et al.
- Fachzeitschrift
- Gastroenterology
- Jahr
- 2018
- Identifikator
- PMID 29689265 DOI 10.1053/j.gastro.2018.04.016 · PMC7057414
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref works API 2026-10-26
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
NIH-Förderung (NIDDK)
2. Forschungsfrage
Wie hoch ist die Prävalenz der biopsiebestätigten Zöliakie bei Eisenmangelanämie?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse von Prävalenzstudien
- Population
Patienten mit IDA
- Land
Vereinigtes Königreich, USA, Italien, Türkei, Iran, Israel
- Zeitraum
Suche bis Juli 2017
- Stichprobengröße
18 Studien, 2998 Patienten
- Ein- und Ausschlusskriterien
Studien, die biopsiegesicherte Zöliakie bei IDA berichten
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
IDA
- Vergleichsgruppe
keine
- Endpunkte
Prävalenz der Zöliakie
- Statistische Methoden
Gepoolte Prävalenz mit Fixed-Effects-Modell und inverser Varianz; Metaregression
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Rohe Prävalenz 4,8 % (143/2998); gewichtete gepoolte Prävalenz 3,2 % (2,6-3,9), I2 67,7 %; in 8 hochwertigen Studien 5,5 % (4,1-6,9).
- Absolute Risiken
Etwa 1 von 31 Patienten mit Eisenmangelanämie (IDA) hat Zöliakie
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Etwa 1 von 31 IDA-Patienten hat histologisch gesicherte Zöliakie; die Testung von IDA-Patienten ist gerechtfertigt.
6. Stärken
- Biopsiebestätigt
- Enthält Studien aus dem Nahen Osten
7. Schwächen
- Fixed-Effects trotz Heterogenität
- Überweisungspopulationen
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- AMSTAR 2
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Das Fixed-Effect-Modell mit I2 68 % verengt das KI.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Neu berechnet roh 4,77 % und 1 von 31 (stats/C-WHT-02).
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Die Eisenmangelanämie, die die Behauptung dem „Mehlkleber“ zuschreibt, beruht in etwa 3-5 % der Fälle auf Zöliakie, einer diagnostizierbaren Erkrankung.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Keine.
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch.
13. Methodisches Gesamturteil
Solide Evidenz für die Testung.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Keine.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Weißmehl überziehe die aufnehmenden Zotten des Dünndarms wie Klebstoff und verursache dadurch Malabsorption, die zu Reizdarmsyndrom, Eisenmangelanämie, Vitamin-D-Mangel, schwachen Knochen und Zähnen, Fettleber und Haarausfall führe. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken