Falsch Evidenzsicherheit: hoch vorläufig C-ABX-12

Antibiotika sollten überhaupt nicht zur Behandlung eingesetzt werden; niemand sollte aus irgendeinem Grund ein Antibiotikum nehmen (nicht einmal nach einer Zahnextraktion); der Körper kann allein damit fertig werden.

Sicherheitshinweis: Antibiotika bei schweren bakteriellen Infektionen (z. B. Sepsis, Lungenentzündung, Hirnhautentzündung, Niereninfektion, infizierte Wunden, besonders bei Menschen mit Diabetes) abzulehnen oder abzusetzen, kann tödlich sein. Ärztliche Hilfe suchen; das Krankenhaus während einer Infektion nicht gegen ärztlichen Rat verlassen. Entscheidungen über Antibiotika sollten gemeinsam mit einer Ärztin oder einem Arzt getroffen werden.
Fazit: Falsch und potenziell gefährlich: Antibiotika retten bei schweren bakteriellen Infektionen Leben.

Originalaussage

مش محتاج مضاد حيوي خالص انا لا اؤمن بالمضاد الحيوي كوسيله علاج نهائيا

wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.

Übersetzung

Antibiotika sollten überhaupt nicht zur Behandlung eingesetzt werden; niemand sollte aus irgendeinem Grund ein Antibiotikum nehmen (nicht einmal nach einer Zahnextraktion); der Körper kann allein damit fertig werden.

Herkunft

Quellenstatus
Videotranskript (eigene Worte)
Zuschreibung
Elawady (maschinelles Transkript)
Video
Dr.D Clinics - Diaa Al Awady is live! الالتهاب الخلوي ❤️❤️❤️ (Quelle öffnen)
Veröffentlicht
25. Mai 2025
Zeitstempel
0:48:05 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
Unsicherheit der Zuschreibung
Transkript des Archivs (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); der Wortlaut kann Transkriptionsfehler enthalten; keine Zeitmarken; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum. Passage im Kontext gelesen.
Behaupteter Wirkmechanismus

Der Körper heilt sich selbst; Antibiotika schädigen das Mikrobiom.

Behaupteter gesundheitlicher Effekt

Antibiotika sind in allen Fällen unnötig/schädlich.

Betroffene Bevölkerungsgruppe

Alle, einschließlich Patientinnen und Patienten mit Infektionen

Geografische Einschränkung durch Elawady

keine gefunden

Abweichende Quellenvarianten

انا قلت ما حدش ياخد مضاد حيوي لاي سبب من الاسباب حتى كنت زمان بقول اللي هيزرع درس او هيشيل درس ياخد قرص واحد لا ما تاخدش كنت غلطان ما تاخدش خالص

Quellenstatus
Videotranskript (eigene Worte)
Zuschreibung
Elawady (maschinelles Transkript)
Video
Dr Diaa Al Awady د ضياء العوضي is live! الأكل وراء كل مشاكلك (Quelle öffnen)
Veröffentlicht
20. Juli 2025
Zeitstempel
0:49:36 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
Unsicherheit der Zuschreibung
Transkript des Archivs (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); der Wortlaut kann Transkriptionsfehler enthalten; keine Zeitmarken; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum. Passage im Kontext gelesen.

حتى لو سبق ل فيديوهات قديمه وقلت فيها خد قرص ولا قرصين ما تاخدش ما تاخدش جسمك قادر

Quellenstatus
Videotranskript (eigene Worte)
Zuschreibung
Elawady (maschinelles Transkript)
Video
Dr.D Clinics - Diaa Al Awady is live! الالتهاب الخلوي ❤️❤️❤️ (Quelle öffnen)
Veröffentlicht
25. Mai 2025
Zeitstempel
0:48:32 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
Unsicherheit der Zuschreibung
Transkript des Archivs (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); der Wortlaut kann Transkriptionsfehler enthalten; keine Zeitmarken; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum. Passage im Kontext gelesen.

سالته انه ياخد مضاد حيوي وادويه السكر قال لي ولا ياخد اي حاجه دي كلها موت

Quellenstatus
Videotranskript (eigene Worte)
Zuschreibung
Elawady (maschinelles Transkript)
Video
حاله من وعي وحصار الأصحاء لجهل الاطباء (Quelle öffnen)
Veröffentlicht
25. März 2026
Zeitstempel
0:00:35 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
Unsicherheit der Zuschreibung
Gespräch mit Patientinnen und Patienten bzw. Angehörigen; Elawady berichtet, er habe einem stationär behandelten Patienten (berichteter Blutzucker 700) geraten, weder Antibiotika noch Diabetesmedikamente zu nehmen und das Krankenhaus auf eigene Verantwortung zu verlassen.

بس ده مش معناه برض ان انا بقول مضاد الحوي مالوش لازمه

Quellenstatus
Videotranskript (eigene Worte)
Zuschreibung
Elawady (maschinelles Transkript)
Video
الجزء التالت من الندوة (Quelle öffnen)
Veröffentlicht
2. März 2024
Zeitstempel
0:04:26 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
Unsicherheit der Zuschreibung
Früheres Seminar (2024): eine gemäßigtere Aussage – „das heißt nicht, dass ich sage, Antibiotika seien nutzlos“. Der Fairness halber festgehalten; spätere Videos (2025) nehmen frühere gemäßigte Ratschläge ausdrücklich zurück.
Quellenstatus
Archiv-Redaktion
Zuschreibung
Archivredaktion (eltayebat.com)
Herkunft
https://eltayebat.com/rule/antibiotic-overuse/
Unsicherheit der Zuschreibung
Das Archiv selbst vertritt eine andere Position: „Antibiotika retten Leben, wenn sie bei bestätigten bakteriellen Infektionen eingesetzt werden … Die Antwort ist nicht, auf Antibiotika zu verzichten, sondern sie den Infektionen vorzubehalten, die sie wirklich erfordern.“ Dies widerspricht Elawadys Aussagen im Transkript.

ياس يا جبله [موسيقى] ماحدش ياخد يا جماعه مضادات حيويه >> ماحدش ياخد مضادات حيويه يا جماعه >> والله العظيم خدعه ورب الكعبه خدعه يا جماعه ما حدش ياخد اعشاب ولا مضادات

Niemand sollte Antibiotika (oder Kräuter) nehmen; Antibiotika sind ein Betrug.

Quellenstatus
Videotranskript (eigene Worte)
Zuschreibung
Elawady (maschinelles Transkript)
Video
Dr Diaa Al Awady د ضياء العوضي is live!صباح الخير اتباع العوضي (Quelle öffnen)
Veröffentlicht
19. September 2025
Zeitstempel
nicht verfügbar (Transkript ohne Zeitangaben)
Unsicherheit der Zuschreibung
Archiv-Transkript (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum und kann das Upload-Datum sein. Transkripte von Livestreams können vorgelesene Zuschauerkommentare enthalten; für die zitierte Passage wurde im Kontext geprüft, dass sie von Elawady gesprochen wird.

Wissenschaftliche Bewertung

Falsch – Die Aussage widerspricht der belastbaren Evidenz.

Evidenzsicherheit: hoch – Weitere Forschung wird die Einschätzung sehr wahrscheinlich nicht ändern.

1. Was wurde behauptet?

Antibiotika sollten nie eingesetzt werden.

2. Was ist daran nachweislich richtig?

Viele Antibiotika-Verordnungen sind unnötig (A-ABX-19). Bei akuter Mittelohrentzündung bei Kindern verringern Antibiotika die Schmerzen nur mäßig (NNTB 20 nach 2–3 Tagen) und verursachen Nebenwirkungen (NNTH 14); schwere Komplikationen waren in beiden Gruppen selten (I-ABX-09). „Oft nicht nötig“ ist also für manche leichte Infektionen richtig.

3. Was ist falsch oder übertrieben?

Eine pauschale Ablehnung widerspricht starker Evidenz. Beim septischen Schock war jede Stunde Verzögerung einer wirksamen antimikrobiellen Therapie mit einer durchschnittlichen Abnahme der Überlebensrate um 7,6 % verbunden (I-ABX-08); bei 49.331 Sepsis-Patientinnen und -Patienten erhöhte jede Stunde Verzögerung der Antibiotikagabe die risikoadjustierte Sterblichkeit (OR 1,04 pro Stunde) (I-ABX-07). Die Studien zur AMR-Krankheitslast (A-ABX-18, I-ABX-01) zählen Todesfälle, die gerade deshalb eintreten, weil Antibiotika nicht mehr wirken, und die GBD-Autorinnen und -Autoren schätzen, dass eine bessere Versorgung einschließlich „verbessertem Zugang zu Antibiotika“ zwischen 2025 und 2050 92,0 Millionen Todesfälle verhindern könnte (I-ABX-01). Selbst das Archiv, das sein Material veröffentlicht, schreibt, dass Antibiotika „Leben retten“ und „unverzichtbar“ bleiben.

4. Was bleibt ungeklärt?

Hinsichtlich des Kernpunkts nichts.

5. Welche Studien sprechen dafür?

A-ABX-19, I-ABX-09 (teilweise).

6. Welche Studien sprechen dagegen?

I-ABX-07, I-ABX-08, I-ABX-01, A-ABX-18.

7. Was gilt für Deutschland und Europa?

Standardversorgung in Deutschland/EU: Antibiotika bei bestätigten oder dringend vermuteten bakteriellen Infektionen, Antibiotic Stewardship zur Vermeidung unnötigen Einsatzes.

8. Was ist über Ägypten bekannt?

Derselbe medizinische Standard; die hohe AMR-Krankheitslast in der Region macht einen angemessenen Einsatz wichtiger, nicht weniger wichtig (I-ABX-02).

9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?

Antibiotika, die gegen eine schwere bakterielle Infektion verordnet wurden, niemals ohne ärztlichen Rat ablehnen oder absetzen. Unnötige Antibiotika sollten vermieden werden.

Bewertungsdetails

Begründung der Evidenzsicherheit

Starke, konsistente Evidenz, dass rechtzeitig gegebene Antibiotika die Sterblichkeit bei schweren bakteriellen Infektionen (Sepsis/septischer Schock) senken, dazu die große Zahl von Todesfällen durch resistente (also praktisch nicht behandelbare) Infektionen. Richtig ist, dass viele leichte Infektionen (z. B. akute Mittelohrentzündung in Ländern mit hohem Einkommen) oft ohne Antibiotika abheilen.

Quellenqualität

Maschinelle Transkripte von Live-Vorträgen; die Aussage ist kategorisch und wird wiederholt.

Regionale Übertragbarkeit

Universell.

Individuelle Ausnahmen

Bei leichten, selbstlimitierenden Infektionen sind Antibiotika oft unnötig; dies ist eine ärztliche Einzelfallentscheidung.

Regionaler Geltungsanspruch
allgemein (biologisch/medizinisch)
Zuletzt überprüft
25. Oktober 2026 vorläufig

Einfach erklärt

Dr. Elawady sagte, niemand solle aus irgendeinem Grund Antibiotika nehmen, und der Körper könne sich selbst helfen. Das ist falsch und gefährlich. Bei schweren Infektionen wie einer Sepsis erhöht jede Stunde Verzögerung der Antibiotikabehandlung das Sterberisiko. Richtig ist, dass viele leichte Infektionen, etwa viele Ohrentzündungen bei Kindern, oft ohne Antibiotika abheilen und dass Antibiotika zu häufig eingesetzt werden. Der richtige Weg ist, Antibiotika dann einzusetzen, wenn sie nötig sind – nicht nie.

Studien zu dieser Behauptung

Studien, die die Behauptung unterstützen (2)

  • Unnötige Antibiotika-Verordnungen in den USA

    Fleming-Dutra KE et al.. JAMA 2016 · PMID 27139059 · DOI 10.1001/jama.2016.4151
    Querschnittsstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Etwa 30 % der ambulanten Antibiotika-Verordnungen wurden als unnötig eingestuft.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Unangemessene Anwendung schätzen.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Analyse von Erhebungsdaten.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    184.032 Besuche.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    30 % unangemessen.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    506 vs. 353/1000.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Übermäßiger Einsatz ist häufig.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Angemessenheit geschätzt.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Gering.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass Antibiotika nie nötig sind.

    Wissenschaftliche Details →

  • Antibiotika bei Ohrenentzündungen von Kindern (Cochrane 2023)

    Venekamp RP et al.. Cochrane Database Syst Rev 2023 · PMID 37965923 · DOI 10.1002/14651858.CD000219.pub5
    Systematischer Reviewunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie

    Antibiotika halfen nur wenig gegen Schmerzen und verursachten Nebenwirkungen; schwere Komplikationen waren in beiden Fällen selten.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Antibiotika bei AOM bewerten.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Cochrane-Review.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    13 RCTs.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Kleiner Nutzen, etwas Schaden.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    NNTB 20, NNTH 14.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Viele Ohrenentzündungen heilen von selbst.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Nur Länder mit hohem Einkommen.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt „oft unnötig“, nicht „niemals“.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Schwere Infektionen.

    Wissenschaftliche Details →

Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (4)

  • Schnellere Antibiotikagabe bei Sepsis rettet Leben

    Seymour CW et al.. N Engl J Med 2017 · PMID 28528569 · DOI 10.1056/NEJMoa1703058
    Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Jede Stunde Verzögerung bei Antibiotika war mit etwa 4 % höheren Odds zu sterben verbunden.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Zeitpunkt bewerten.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Kohorte.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    49.331 Sepsis-Patientinnen und -Patienten in 149 Krankenhäusern in New York (2014–2016).

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Jede Stunde Verzögerung bis zu den Antibiotika ging mit 4 % höheren Odds einher, im Krankenhaus zu sterben; eine Verzögerung des Bündelabschlusses von 1 auf 6 Stunden bedeutete etwa 3 Prozentpunkte mehr Todesfälle. Schnellere intravenöse Flüssigkeitsgabe zeigte keinen klaren Effekt.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    OR 1,04 pro Stunde.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Antibiotika sind bei Sepsis lebenswichtig.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Beobachtungsstudie; Angemessenheit der Antibiotika unbekannt; ein US-Bundesstaat.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht „niemals Antibiotika“.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Exakte kausale Größe des Nutzens pro Stunde; gilt für Sepsis, nicht für leichte Infektionen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Zeitpunkt der Antibiotikagabe bei septischem Schock

    Kumar A et al.. Crit Care Med 2006 · PMID 16625125 · DOI 10.1097/01.CCM.0000217961.75225.E9
    Kohortenstudieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft

    Jede Stunde Verzögerung verringerte das Überleben im Durchschnitt um etwa 7,6 %.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Verzögerung bewerten.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Kohorte.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    2154 Patientinnen und Patienten.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Verzögerung verschlechtert das Überleben.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    -7,6 % pro Stunde.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Antibiotika sind hier lebensrettend.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Retrospektiv.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Widerspricht der Behauptung.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Wissenschaftliche Details →

  • Todesfälle durch Antibiotikaresistenz 1990–2050

    GBD 2021 Antimicrobial Resistance Collaborators. Lancet 2024 · PMID 39299261 · DOI 10.1016/S0140-6736(24)01867-1
    Risikobewertungunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Etwa 1,14 Millionen Todesfälle wurden 2021 durch Resistenzen verursacht; bessere Versorgung und Zugang zu Antibiotika könnten zig Millionen Todesfälle verhindern.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Die AMR-Krankheitslast verfolgen.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    GBD-Modellierung.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    520 Millionen Datensätze.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    2021: 1,14 Millionen Todesfälle durch Resistenz verursacht und 4,71 Millionen Todesfälle mit einer resistenten Infektion; Todesfälle bei Kindern unter 5 Jahren sanken seit 1990 um mehr als die Hälfte, stiegen aber bei Menschen ab 70 Jahren um über 80 %.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    Prognose von 1,91 Mio. für 2050.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Resistenzen nehmen zu; der Zugang zu den richtigen Antibiotika ist wichtig.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Modellschätzungen; wenige Daten in vielen ärmeren Ländern; Prognosen hängen von Annahmen ab.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt die Krankheitslast; widerspricht dem Verzicht auf Antibiotika.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Exakte Zahlen.

    Wissenschaftliche Details →

  • Weltweite Todesfälle durch Antibiotikaresistenz (2019)

    Antimicrobial Resistance Collaborators. Lancet 2022 · PMID 35065702 · DOI 10.1016/S0140-6736(21)02724-0
    Risikobewertungvom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Etwa 1,27 Millionen Todesfälle wurden 2019 direkt durch resistente Bakterien verursacht.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    AMR-Krankheitslast schätzen.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Globale Modellierung.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    471 Millionen Datensätze.

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    1,27 Mio. zurechenbare, 4,95 Mio. assoziierte Todesfälle.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    Regionale Raten 6,5–27,3/100.000.

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Resistenzen gehören zu den führenden Todesursachen.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Modellschätzungen.

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt die Behauptung zur Krankheitslast; nicht „zusammengenommen“.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Exakte Zahlen.

    Wissenschaftliche Details →

Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (0)

Keine Studien in dieser Gruppe.

Regionale Einordnung

Deutschland / EU

Standardversorgung in Deutschland/EU: Antibiotika bei bestätigten oder dringend vermuteten bakteriellen Infektionen, Antibiotic Stewardship zur Vermeidung unnötigen Einsatzes.

Ägypten

Derselbe medizinische Standard; die hohe AMR-Krankheitslast in der Region macht einen angemessenen Einsatz wichtiger, nicht weniger wichtig (I-ABX-02).

Was gilt in meinem Land?

Allgemeine wissenschaftliche Bewertung

Falsch Falsch und potenziell gefährlich: Antibiotika retten bei schweren bakteriellen Infektionen Leben.

Diese Aussage betrifft biologische oder medizinische Zusammenhänge. Die wissenschaftliche Bewertung oben gilt unabhängig vom Land; länderspezifische Lebensmitteldaten ändern sie nicht.

Quellenverzeichnis

  1. Prevalence of Inappropriate Antibiotic Prescriptions Among US Ambulatory Care Visits, 2010-2011.. Fleming-Dutra KE et al.. JAMA 2016 · PMID 27139059 · DOI 10.1001/jama.2016.4151
  2. Antibiotics for acute otitis media in children.. Venekamp RP et al.. Cochrane Database Syst Rev 2023 · PMID 37965923 · DOI 10.1002/14651858.CD000219.pub5
  3. Time to Treatment and Mortality during Mandated Emergency Care for Sepsis.. Seymour CW et al.. N Engl J Med 2017 · PMID 28528569 · DOI 10.1056/NEJMoa1703058
  4. Duration of hypotension before initiation of effective antimicrobial therapy is the critical determinant of survival in human septic shock.. Kumar A et al.. Crit Care Med 2006 · PMID 16625125 · DOI 10.1097/01.CCM.0000217961.75225.E9
  5. Global burden of bacterial antimicrobial resistance 1990-2021: a systematic analysis with forecasts to 2050.. GBD 2021 Antimicrobial Resistance Collaborators. Lancet 2024 · PMID 39299261 · DOI 10.1016/S0140-6736(24)01867-1
  6. Global burden of bacterial antimicrobial resistance in 2019: a systematic analysis.. Antimicrobial Resistance Collaborators. Lancet 2022 · PMID 35065702 · DOI 10.1016/S0140-6736(21)02724-0

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