Die Entfernung von Polypen oder Mandeln in der Kindheit verdoppelt bis verdreifacht das Risiko für Erkrankungen der oberen Atemwege im späteren Leben (Byars 2018, 1,19 Millionen dänische Kinder).
Originalaussage
في دراسة بيارز ومعاونيه على 1.19 مليون طفل دنماركي (JAMA Otolaryngology 2018)، ارتفع خطر أمراض الجهاز التنفسي العلوي 2-3 أضعاف بعد استئصال اللوزتين أو الزوائد الأنفية
wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.
Übersetzung
Die Entfernung von Polypen oder Mandeln in der Kindheit verdoppelt bis verdreifacht das Risiko für Erkrankungen der oberen Atemwege im späteren Leben (Byars 2018, 1,19 Millionen dänische Kinder).
Herkunft
- Quellenstatus
- Archiv-Redaktion
- Zuschreibung
- Archivredaktion (eltayebat.com); nicht unbedingt Elawadys eigene Worte
- Herkunft
- https://eltayebat.com/rule/unnecessary-organ-removal/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Redaktionelle Zusammenfassung/Darstellung und Studienauswahl durch die Archivbetreiber; das Archiv gibt an, dass die zitierte Forschung Schäden unabhängig von Dr. Diaas Worten dokumentiert.
- Behaupteter Wirkmechanismus
Verlust von lymphatischem Gewebe während der Entwicklung des Immunsystems.
- Behaupteter gesundheitlicher Effekt
Atemwegs-, allergische und Infektionskrankheiten.
- Betroffene Bevölkerungsgruppe
Vor dem 9. Lebensjahr operierte Kinder
- Geografische Einschränkung durch Elawady
nicht zutreffend
Wissenschaftliche Bewertung
Potenziell richtig – Es gibt Hinweise, die für die Aussage sprechen, aber die Evidenz reicht für ein klares Urteil nicht aus.
Evidenzsicherheit: niedrig – Weitere Forschung wird die Einschätzung wahrscheinlich deutlich beeinflussen.
1. Was wurde behauptet?
Die Operation verdoppelt/verdreifacht spätere Atemwegserkrankungen.
2. Was ist daran nachweislich richtig?
Der Zusammenhang wurde berichtet: RR 1,99 (Adenotomie) und 2,72 (Tonsillektomie) für Erkrankungen der oberen Atemwege; Infektionen RR 1,17 (+2,14 % absolut) nach Adenotonsillektomie (A-ORG-01).
3. Was ist falsch oder übertrieben?
Ursächliche Formulierung: Die Autoren weisen darauf hin, dass Confounding möglicherweise nicht vollständig berücksichtigt ist; Kinder, die diese Operationen brauchen, könnten für Atemwegserkrankungen veranlagt sein. Absolute Risiken gibt das Archiv nicht an.
4. Was bleibt ungeklärt?
Replikation in anderen Bevölkerungen.
5. Welche Studien sprechen dafür?
6. Welche Studien sprechen dagegen?
A-ORG-03, I-ORG-04 (kurzfristiger Nutzen).
7. Was gilt für Deutschland und Europa?
Die meisten zitierten Kohorten sind skandinavisch (Dänemark, Schweden) und direkt europäisch; RCTs aus dem Vereinigten Königreich und Finnland sind direkt übertragbar. Auch Leitlinien in Europa betonen definierte Indikationen (hier nicht im Detail überprüft).
8. Was ist über Ägypten bekannt?
In dieser Prüfung wurden keine ägyptenspezifischen Daten zu Häufigkeit oder Ergebnissen von Tonsillektomie, Cholezystektomie, Hysterektomie, Splenektomie oder Schilddrüsenoperationen gefunden.
9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?
Stützt es, bei grenzwertigen Indikationen langfristige Risiken zu berücksichtigen.
Bewertungsdetails
- Begründung der Evidenzsicherheit
Eine sehr große Registerstudie mit sorgfältiger Adjustierung; Confounding durch die Indikation möglich; in der geprüften Evidenz nicht repliziert.
- Quellenqualität
Zahlen korrekt; die ursächliche Formulierung („verdoppelten bis verdreifachten das Risiko“) ist stärker als die auf Zusammenhänge bezogene Schlussfolgerung der Autoren.
- Regionale Übertragbarkeit
Dänische Daten, direkt europäisch.
- Individuelle Ausnahmen
Der absolute Risikoanstieg bei Infektionen ist klein (2,14 %).
- Regionaler Geltungsanspruch
- allgemein (biologisch/medizinisch)
- Zuletzt überprüft
- 25. Oktober 2026 vorläufig
Einfach erklärt
Das Archiv zitiert eine dänische Studie mit 1,2 Millionen Kindern: Kinder, denen Polypen oder Mandeln entfernt wurden, hatten später etwa 2- bis 3-mal mehr Erkrankungen der oberen Atemwege. Die Zahlen sind richtig. Diese Art von Studie kann aber nicht beweisen, dass die Operation die Erkrankungen verursacht hat, denn Kinder, die diese Operationen brauchen, könnten schon vorher anfälliger für Atemwegsprobleme sein. Die Studie ist ein guter Grund, nicht ohne klare Indikation zu operieren.
Studien zu dieser Behauptung
Studien, die die Behauptung unterstützen (1)
-
Dänische Kinder: Entfernung von Mandeln/Polypen und spätere Erkrankungen
Byars SG et al.. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg 2018 · PMID 29879264 · DOI 10.1001/jamaoto.2018.0614Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige StudieKinder, die operiert wurden, hatten später mehr Atemwegserkrankungen (2- bis 3-mal so häufig bei Erkrankungen der oberen Atemwege), aber die Studie kann nicht beweisen, dass die Operation dies verursacht hat.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Langfristiges Risiko
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Registerkohorte
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
1,19 Millionen
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Zusammenhänge mit späteren Atemwegs-/Infektions-/allergischen Erkrankungen
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
RR 1,99-2,72; Infektionen +2,14 % absolut
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Ein Grund, unnötige Operationen zu vermeiden
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Confounding
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt ein vorsichtiges Vorgehen, kein Verbot
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Direkt europäisch
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass die Operation die Erkrankungen verursacht
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (2)
-
Studie: Mandel-/Polypen-Operation bei Kindern mit Schlafapnoe
Marcus CL et al.. N Engl J Med 2013 · PMID 23692173 · DOI 10.1056/NEJMoa1215881Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüftDie Operation normalisierte die Schlafuntersuchungen bei 79 % vs. 46 % beim Abwarten und verbesserte Verhalten und Lebensqualität.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
OSA-Behandlung
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
RCT
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
464
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Nutzen bei Symptomen, Lebensqualität und Schlafuntersuchung; kein kognitiver Nutzen; 46 % normalisierten sich beim Abwarten
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
79 % vs. 46 %
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Die Operation hilft Kindern mit Schlafapnoe
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
7 Monate
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht der pauschalen Ablehnung der Operation, stützt aber abwartendes Beobachten als gültige Option für viele Kinder
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Übertragbar
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Langfristige Kognition
-
Cochrane-Review: Mandelentfernung bei wiederholten Halsentzündungen
Burton MJ et al.. Cochrane Database Syst Rev 2014 · PMID 25407135 · DOI 10.1002/14651858.CD001802.pub3Systematischer Reviewunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige StudieDie Operation verringerte Halsschmerzen im ersten Jahr in geringem Maß (bei Kindern etwa 0,6 Episoden weniger); vielen Kindern geht es auch ohne Operation besser.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Wirksamkeit
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Cochrane-Review
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
1143
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Geringer Nutzen
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
0,6 Episoden weniger
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Die Operation hilft etwas, vor allem in schweren Fällen
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Kurze Nachbeobachtung
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt Vorsicht, kein Verbot
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Übertragbar
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Langzeiteffekte
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (0)
Keine Studien in dieser Gruppe.
Regionale Einordnung
Deutschland / EU
Die meisten zitierten Kohorten sind skandinavisch (Dänemark, Schweden) und direkt europäisch; RCTs aus dem Vereinigten Königreich und Finnland sind direkt übertragbar. Auch Leitlinien in Europa betonen definierte Indikationen (hier nicht im Detail überprüft).
Ägypten
In dieser Prüfung wurden keine ägyptenspezifischen Daten zu Häufigkeit oder Ergebnissen von Tonsillektomie, Cholezystektomie, Hysterektomie, Splenektomie oder Schilddrüsenoperationen gefunden.
Was gilt in meinem Land?
Allgemeine wissenschaftliche Bewertung
Potenziell richtig Zusammenhang richtig; Kausalität unsicher.
Diese Aussage betrifft biologische oder medizinische Zusammenhänge. Die wissenschaftliche Bewertung oben gilt unabhängig vom Land; länderspezifische Lebensmitteldaten ändern sie nicht.
Quellenverzeichnis
- Association of Long-Term Risk of Respiratory, Allergic, and Infectious Diseases With Removal of Adenoids and Tonsils in Childhood.. Byars SG et al.. JAMA Otolaryngol Head Neck Surg 2018 · PMID 29879264 · DOI 10.1001/jamaoto.2018.0614
- A randomized trial of adenotonsillectomy for childhood sleep apnea.. Marcus CL et al.. N Engl J Med 2013 · PMID 23692173 · DOI 10.1056/NEJMoa1215881
- Tonsillectomy or adenotonsillectomy versus non-surgical treatment for chronic/recurrent acute tonsillitis.. Burton MJ et al.. Cochrane Database Syst Rev 2014 · PMID 25407135 · DOI 10.1002/14651858.CD001802.pub3