Indien

Teilweises Länderprofil IN Südasien

Auswählbar sind alle Länder. Eine wissenschaftliche Länderbewertung liegt aber nur dort vor, wo wir belastbare Quellen gefunden und geprüft haben.

Geltende Rahmen: Indien · Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Auf einen Blick

Datenlage je Themenbereich
ThemenbereichGeltende Rahmen
Pestizide und PestizidrückständeIndien Datenqualität: niedrig
Tierarzneimittel und AntibiotikaIndien Datenqualität: niedrig
Hormonelle WachstumsfördererIndien Datenqualität: sehr niedrig
Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat)Indien Datenqualität: sehr niedrig
Mykotoxine (Schimmelpilzgifte)Indien Datenqualität: mittel
Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.)nur internationaler Rahmen Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO) Datenqualität: mittel
Zusatzstoffe und VerarbeitungIndien Datenqualität: sehr niedrig
Tierhaltung und FuttermittelIndien Datenqualität: sehr niedrig
Kontrollen, Importe, Rückrufe, KennzeichnungIndien Datenqualität: niedrig
TrinkwasserIndien Datenqualität: mittel

Nationales Profil: Indien

Indien legt nach dem Food Safety and Standards Act 2006 Grenzwerte für Pestizidrückstände, Antibiotika und Kontaminanten fest. Pestizide ohne spezifischen Grenzwert müssen unter 0,01 mg/kg bleiben. Seit April 2025 dürfen mehrere Antibiotika, darunter Colistin und Chloramphenicol, in keiner Stufe der Erzeugung von Milch, Fleisch, Geflügel, Eiern oder Fisch eingesetzt werden. Colistin war bereits 2019 für Lebensmittel liefernde Tiere und Futtermittel verboten worden. In der repräsentativen Milcherhebung der FSSAI von 2018 überschritten 5,7 % der Proben den Grenzwert für Aflatoxin M1 und 1,2 % die Antibiotikagrenzwerte. Etwa 3 % der auf Pestizide untersuchten Lebensmittelproben überschritten die Grenzwerte (2022-25). Kleine Studien zeigen, dass Antibiotika in Geflügelbetrieben häufig eingesetzt werden, auch zur Vorbeugung. Nationale Daten zu den bei Tieren eingesetzten Antibiotikamengen wurden nicht gefunden.

Rechercheumfang: Durchsucht wurden FSSAI-Dokumente (FSS Act 2006, Kompendium zu Kontaminanten/Toxinen/Rückständen 2020, Milcherhebungen 2018 und 2022), USDA FAS GAIN (Änderung von 2026), parlamentarische Antworten, wie sie in Berichten von Nachrichtenagenturen zitiert werden, BIS IS 10500, die API des WHO GHO (JMP) und PubMed (Antibiotikaeinsatz bei Geflügel). Die FSSAI-Website ist eine JavaScript-Anwendung, und ppqs.gov.in (CIB&RC-Liste verbotener Pestizide), cibrc.nic.in, eparlib.nic.in, rsdebate.nic.in und static.pib.gov.in waren gesperrt oder nicht erreichbar; daher wurden die Amtsblatttexte des Colistin-Verbots von 2019 und der Rückstandsänderungen von 2024/2026 sowie die amtliche Liste verbotener Pestizide nicht gelesen. Mikrobiologie (Salmonellen, Campylobacter, Ausbruchsüberwachung), Lebensmittelzusatzstoff-Vorschriften im Detail, Futtermittelregulierung, Einfuhrvorschriften und nationale Mengen des Einsatzes antimikrobieller Mittel bei Tieren wurden nicht abgedeckt.

Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

Pestizide und Pestizidrückstände – Indien

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
FSS Act 2006, Abschnitt 21: Rückstände oberhalb der geregelten Toleranzgrenzen sind verboten; außer registrierten Begasungsmitteln darf kein Insektizid direkt auf Lebensmittel angewendet werden. FSS (Contaminants, Toxins and Residues) Regulations 2011, Reg. 2.3.1: kulturspezifische Rückstandshöchstgehalte; für Pestizide ohne festgelegten MRL gilt eine Toleranzgrenze von 0,01 mg/kg. Die Zulassung von Pestiziden erfolgt nach dem Insecticides Act 1968 (Central Insecticides Board and Registration Committee); die amtliche Liste verbotener bzw. beschränkter Stoffe war nicht zugänglich.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
In den gelesenen Quellen nicht dokumentiert. Das MPRNL meldet den Bundesstaaten Nachweise nicht zugelassener (Off-Label-) und verbotener Pestizide, die Zahlen waren jedoch nicht verfügbar.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
FSSAI (Antwort im Rajya Sabha, Aug. 2025): 86.401 Lebensmittelproben 2022-25 auf Pestizidrückstände analysiert, 2,8 % über den Rückstandshöchstgehalten. MPRNL (Landwirtschaftsministerium) 2018-2023: mehr als 130.000 Proben von Gemüse, Obst, Gewürzen, Getreide, tierischen Erzeugnissen, Tee und Wasser; Rückstände in 28 % nachgewiesen; 3,5 % über den FSSAI-Rückstandshöchstgehalten.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Es wurde keine amtliche Bewertung des ernährungsbedingten Risikos gelesen.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Beide Zahlen sind über mehrere Jahre und Warengruppen aggregiert; das Probenahmedesign (zufällig oder gezielt) ist nicht angegeben; die FSSAI-Zahlen schließen gezielte Vollzugskampagnen ein. Das MPRNL-Abstract macht keine Angaben zur Repräsentativität.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Pestizide: Proben über dem Höchstgehalt
pest_mrl_exceed_pct
Überwachungs- und Vollzugsprobenahme der FSSAI
Mehrjähriges Aggregat; Zusammensetzung der Warengruppen unbekannt.
2.8 % der Proben über dem Rückstandshöchstgehalt (MRL)2022-202586.401gemischtalle LebensmittelRS-IN-07
Pestizide: Proben über dem Höchstgehalt
pest_mrl_exceed_pct
MPRNL (Landwirtschaftsministerium)
n angegeben als „mehr als 1,30 lakh“.
3.5 % der Proben über dem FSSAI-Rückstandshöchstgehalt (MRL)2018-2023130.000unbekanntinländische ErzeugnisseRS-IN-08
Pestizide: Proben mit messbaren Rückständen
pest_quantified_pct
MPRNL (Landwirtschaftsministerium)
„Nachgewiesen“, Berichtsgrenze nicht angegeben.
28 % der Proben mit nachgewiesenen Rückständen2018-2023130.000unbekanntinländische ErzeugnisseRS-IN-08

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Obst und Gemüse: Etwa 3 % der untersuchten Proben überschritten bei der nationalen Überwachung die Rückstandshöchstgehalte; Obst und Gemüse sind die wichtigsten beprobten Warengruppen.

Quellen: RS-IN-01, RS-IN-02, RS-IN-07, RS-IN-08, RS-IN-21

Tierarzneimittel und Antibiotika – Indien

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
FSS (Contaminants, Toxins and Residues) Regulations, Reg. 2.3.2, legen Toleranzgrenzen pro Arzneimittel und Gewebe fest (z. B. Meeresfrüchte: Tetracyclin 0,1 mg/kg) sowie einen Grenzwert für Fremdstoffe von 0,001 mg/kg (Chloramphenicol 0,0003 mg/kg) für verbotene Stoffe. Die First Amendment Regulations 2024 (in Kraft seit 1. Apr. 2025, laut CSE-Analyse) verbieten Glykopeptide, Nitrofurane, Nitroimidazole, Carbadox, Chloramphenicol, Colistin, Streptomycin/Dihydrostreptomycin und Sulfamethoxazol in jeder Stufe der Erzeugung von Milch, Fleisch, Geflügel, Eiern und Aquakulturerzeugnissen und fügen der Toleranzliste sechs Antibiotika hinzu (insgesamt 27). Eine Bekanntmachung des MoHFW vom 19. Jul. 2019 (Drugs and Cosmetics Act) verbot Herstellung, Verkauf und Vertrieb von Colistin für der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere, Geflügel, Aquakultur und Futterzusätze.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Kleine begutachtete (peer-reviewed) Erhebungen: Ludhiana (Punjab) 2025, Antibiotikaeinsatz in 85 % von 20 Geflügelbetrieben und 70 % von 20 Rinderbetrieben; Assam/Karnataka 2024, alle 11 Tierärztinnen und Tierärzte setzten in Geflügelbetrieben Tetracycline, Aminoglykoside und Cephalexin ein, 72,6 % von 62 Landwirtinnen und Landwirten würden alle Tiere behandeln, wenn eines krank ist, 45,5 % der Tierärztinnen und Tierärzte gaben an, dass Antibiotika das Wachstum fördern. Punjab 2017: multiresistente (MDR) E. coli in 94 % der Isolate von Masthähnchen und 60 % der Isolate von Legehennen. Es wurden keine nationalen Mengendaten (Tonnen oder mg/PCU) gefunden.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
NMSQS 2018: Antibiotikarückstände über den Grenzwerten in 77 von 6.432 Milchproben (1,2 %). Milchüberwachung Okt. 2022 (12 Bundesstaaten): 3 von 798 Proben wegen Meloxicam oder Sulfadimidin über den Grenzwerten unsicher, alle aus loser Rohmilch; alle 394 pasteurisierten Proben konform.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Studien bringen den Antibiotikaeinsatz in Betrieben mit resistenten E. coli bei Geflügel, Rindern und Beschäftigten in landwirtschaftlichen Betrieben in Verbindung; es wurde keine amtliche Risikobewertung von Rückständen gelesen.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Rückstandsdaten stammen hauptsächlich aus Milch; für Fleisch, Eier oder Fisch wurden keine Ergebnisse einer nationalen Rückstandsüberwachung gefunden. Studien zur Praxis sind klein, regional und beruhen auf Selbstauskünften. Die CSE-Beschreibung der Änderung von 2024 ist eine Sekundärquelle.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Tierarzneimittel: nicht konforme Proben
vetdrug_noncompliant_pct
FSSAI National Milk Safety and Quality Survey 2018
Städte mit >50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern; die FSSAI bezeichnet das Design als repräsentativ.
1.2 % der Milchproben mit Antibiotikarückständen über den Grenzwerten20186.432repräsentativinländische ErzeugnisseRS-IN-05
Tierarzneimittel: nicht konforme Proben
vetdrug_noncompliant_pct
FSSAI-Milchüberwachung in Bundesstaaten mit Lumpy-Skin-Krankheit und in Kontrollbundesstaaten
3/798; Meloxicam (2), Sulfadimidin (1).
0.4 % der Milchproben, die wegen Tierarzneimittelrückständen unsicher waren2022798gezieltinländische ErzeugnisseRS-IN-06

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: 1,2 % der Milchproben überschritten 2018 die Antibiotikagrenzwerte; 2022 waren es 3 von 798 Proben loser Rohmilch, bei pasteurisierten Proben keine.
  • Geflügel: Regionale Studien dokumentieren routinemäßigen und vorbeugenden Antibiotikaeinsatz in Geflügelbetrieben; Colistin ist seit 2019 für Lebensmittel liefernde Tiere verboten.
  • Fisch und Meeresfrüchte: Toleranzgrenzen für Antibiotika in Meeresfrüchten; Nitrofurane, Chloramphenicol, Malachitgrün und Kristallviolett nicht zugelassen.

Quellen: RS-IN-02, RS-IN-04, RS-IN-09, RS-IN-05, RS-IN-06, RS-IN-13, RS-IN-14, RS-IN-15

Hormonelle Wachstumsförderer – Indien

Datenqualität: sehr niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
FSS Act, Abschnitt 20: Hormone in Lebensmitteln oberhalb der geregelten Mengen sind verboten. Clenbuterol, Diethylstilbestrol sowie „Stilbene und andere Steroide“ sind in keiner Verarbeitungsstufe von Fleisch, Geflügel, Eiern und Meeresfrüchten zugelassen (Grenzwert für Fremdstoffe 0,001 mg/kg). Oxytocin: Die Bekanntmachung GSR 411(E) vom 27. Apr. 2018 beschränkte die Herstellung für den Inlandsgebrauch auf das staatliche Unternehmen KAPL und verwies auf Missbrauch bei Milchkühen; der Delhi High Court hob sie am 14. Dez. 2018 auf; der Supreme Court verwies die Berufung der Zentralregierung im Aug. 2019 an einen größeren Spruchkörper. Oxytocin wurde in Schedule H1 (Verkaufsaufzeichnungen) aufgenommen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Die Regierung verwies auf Oxytocin-Injektionen bei Milchkühen zur Förderung des Milchflusses; die IMA erklärte, der Großteil der tierärztlichen Verwendung stamme aus illegalen Importen. Keine quantitativen Daten gefunden.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Es wurden keine Rückstandsdaten zu Hormonen oder Oxytocin in Milch gefunden.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
In den gelesenen Quellen nicht bewertet.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Endgültige Entscheidung des Supreme Court zu Oxytocin nicht gefunden. Status von bST nicht recherchiert.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: Der Missbrauch von Oxytocin bei Milchtieren ist ein politisches Anliegen; die Herstellungsbeschränkung von 2018 wurde vom Delhi High Court aufgehoben; keine Rückstandsdaten gefunden.

Quellen: RS-IN-01, RS-IN-02, RS-IN-10, RS-IN-11, RS-IN-12

Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat) – Indien

Datenqualität: sehr niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
FSS (Contaminants, Toxins and Residues) Regulations 2011, Reg. 2.1 metallische Kontaminanten (z. B. Blei, Cadmium, Quecksilber, Arsen, Zinn). Die FSS (CTR) Amendment Regulations 2026 (bekannt gemacht am 14. Mai 2026, in Kraft ab 1. Dez. 2026) überarbeiten die Grenzwerte für Blei, Arsen, Cadmium und Aflatoxine in Hülsenfrüchten, Speiseölen, Meeresfrüchten und anderen Lebensmitteln; Werte nicht gelesen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht zutreffend.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
FSSAI-Milchüberwachung Okt. 2022 (gezielt, 12 Bundesstaaten): keine Überschreitungen bei Schwermetallen in 798 Proben (7 Metalle). Es wurden keine weiteren nationalen Ergebnisse zur Kontaminantenüberwachung gefunden.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Nicht bewertet.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Aktuelle Grenzwerte (nach der Änderung von 2026) nicht überprüft.

Quellen: RS-IN-02, RS-IN-03, RS-IN-06

Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) – Indien

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
FSS (CTR) Regulations: Grenzwerte für Gesamtaflatoxine, Aflatoxin B1, Aflatoxin M1 (flüssige Milch 0,5 ug/kg; Milchpulver), Ochratoxin A, Patulin, Deoxynivalenol. Die Aflatoxin-Grenzwerte wurden durch die Änderung von 2026 überarbeitet (in Kraft ab 1. Dez. 2026).
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
FSSAI (2019): Aflatoxin M1 gelangt über Futtermittel und Futterpflanzen in die Milch, die damals nicht geregelt waren.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
NMSQS 2018: Aflatoxin M1 über dem Grenzwert in 368 von 6.432 Milchproben (5,7 %); Tamil Nadu 88/551, Delhi 38/262, Kerala 37/187; häufiger in verarbeiteter als in roher Milch.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Die FSSAI erklärte, die Gehalte in den beanstandeten Proben seien „nicht hoch“ und stellten „wahrscheinlich keine ernste Gefahr“ dar; keine formale Risikobewertung gelesen.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Einzelne nationale Erhebung (2018) mit dokumentiertem Design; keine spätere nationale Erhebung zu Aflatoxin M1 gefunden.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Aflatoxin M1: Proben über dem Grenzwert
aflatoxin_m1_exceed_pct
FSSAI National Milk Safety and Quality Survey 2018
Grenzwert 0,5 ug/kg (FSSAI-Verordnung). Städtische Gebiete mit >50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern.
5.7 % der Proben flüssiger Milch über dem Grenzwert für Aflatoxin M120186.432repräsentativinländische ErzeugnisseRS-IN-05

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: 5,7 % der Milchproben überschritten 2018 den Grenzwert für Aflatoxin M1; die FSSAI führte dies auf kontaminierte Futtermittel zurück.

Quellen: RS-IN-02, RS-IN-03, RS-IN-05

Zusatzstoffe und Verarbeitung – Indien

Datenqualität: sehr niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
FSS Act, Abschnitt 19: Lebensmittel dürfen Zusatzstoffe oder Verarbeitungshilfsstoffe nur enthalten, soweit Verordnungen dies erlauben (FSS Food Products Standards and Food Additives Regulations 2011; Text nicht gelesen).
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht dokumentiert.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
NMSQS 2018: Maltodextrin in 156 und Zucker in 78 von 6.432 Milchproben (hauptsächlich verarbeitete Milch); 12 Proben verfälscht (Wasserstoffperoxid 6, Reinigungsmittel 3, Harnstoff 2, Neutralisationsmittel 1).
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
FSSAI: Maltodextrin und Zucker nicht unsicher; die 12 verfälschten Proben unsicher.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Die Zusatzstoffregelung selbst wurde nicht geprüft.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: Verfälschungen, die Milch unsicher machten, wurden in 12 von 6.432 Proben gefunden (2018).

Quellen: RS-IN-01, RS-IN-05

Tierhaltung und Futtermittel – Indien

Datenqualität: sehr niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Colistin als Futterzusatz für Tiere verboten (2019). Die FSSAI erklärte 2019, dass Rinderfutter und Futterpflanzen nicht geregelt seien; aktuelle Futtermittelvorschriften wurden nicht überprüft.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Regionale Studien zeigen häufigen prophylaktischen Antibiotikaeinsatz bei Geflügel; eine Studie berichtet, dass einige Tierärztinnen und Tierärzte Antibiotika für wachstumsfördernd halten.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine Daten zur Futtermittelüberwachung gefunden.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Nicht bewertet.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Vorschriften zu Käfig-/Stallhaltung und Aquakultur wurden über die Antibiotikaliste für die Küstenaquakultur von 2024 (Sekundärquelle) hinaus nicht recherchiert.

Quellen: RS-IN-05, RS-IN-09, RS-IN-14, RS-IN-04

Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung – Indien

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Mit dem FSS Act 2006 wurde die FSSAI geschaffen; etwa 98 % der Lebensmittelunternehmen unterstehen den Lebensmittelsicherheitsbehörden der Bundesstaaten/Unionsterritorien, die den größten Teil des Vollzugs übernehmen. Die FSSAI führt einen nationalen jährlichen Überwachungsplan mit monatlichen Kampagnen durch.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Gewürzfall 2024: Nach Rückrufen von MDH- und Everest-Produkten in Hongkong und Singapur wegen Ethylenoxid (April 2024) führte die FSSAI eine landesweite Probenahmekampagne durch; laut Medienberichten fand die FSSAI kein EtO in den im Inland untersuchten MDH- und Everest-Proben sowie in über 300 weiteren Gewürzproben, und 111 Lizenzen wurden ausgesetzt (Medienangaben, amtlich nicht bestätigt).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
2025-26 (vorläufig): 223.808 Lebensmittelproben analysiert, 40.023 „nicht konform“ (17,9 %), umfasst verfälschte, minderwertige, unsichere und falsch gekennzeichnete Lebensmittel ohne Aufschlüsselung; 520.566 Inspektionen.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Nicht zutreffend.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Vollzugsprobenahme, nicht repräsentativ; „nicht konform“ vermischt Sicherheits- und Kennzeichnungsmängel; Zahl aus einem Medienbericht über Antworten im Lok Sabha.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Amtliche Stichproben: nicht konform
official_sampling_noncompliant_pct
Vollzugsprobenahme der FSSAI und der Lebensmittelsicherheitsbehörden der Bundesstaaten/Unionsterritorien
Vorläufig; umfasst falsche Kennzeichnung und minderwertige Qualität.
17.9 % der Vollzugsproben nicht konform (40.023/223.808)2025-26223.808risikoorientiertalle LebensmittelRS-IN-20

Quellen: RS-IN-01, RS-IN-07, RS-IN-19, RS-IN-20

Trinkwasser – Indien

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
IS 10500:2012 (BIS, zweite Überarbeitung) legt annehmbare und zulässige Grenzwerte fest; E. coli und Gesamtcoliforme dürfen in 100 ml nicht nachweisbar sein. Die Jal Jeevan Mission zielt auf funktionsfähige Hauswasseranschlüsse, die 55 Liter pro Person und Tag in IS-10500-Qualität liefern.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
JJM: Hauswasseranschlüsse im ländlichen Raum stiegen von 3,24 crore (16,71 %) im Aug. 2019 auf 15,79 crore (81,57 %) am 29. Jan. 2026 (Erklärung des Ministeriums).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
WHO/UNICEF JMP: sicher verwaltete Trinkwasserversorgung für 76,4 % der Bevölkerung im Jahr 2024 (städtisch 83,0 %, ländlich 72,6 %; 61,2 % im Jahr 2015).
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Nicht bewertet.
E. Wie belastbar sind die Daten?
JJM zählt Anschlüsse, nicht die Wasserqualität; JMP-Werte sind modellierte Schätzungen.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Sicher verwaltetes Trinkwasser (WHO/UNICEF)
water_safely_managed_pct
WHO/UNICEF JMP
Städtisch 83,0, ländlich 72,6.
76.4 % der Bevölkerung mit sicher verwalteter Trinkwasserversorgung2024–unbekanntalle LebensmittelRS-IN-18

Quellen: RS-IN-16, RS-IN-17, RS-IN-18

Quellen – Indien (21)
  1. RS-IN-01: Food Safety and Standards Act, 2006 (Act No. 34 of 2006) – Ministry of Law and Justice, Government of India (FSSAI copy) (2006). https://www.fssai.gov.in/upload/uploadfiles/files/FOOD-ACT.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  2. RS-IN-02: Compendium: Food Safety and Standards (Contaminants, Toxins and Residues) Regulations, 2011 (Version V, 19.08.2020) – FSSAI (2020). https://www.fssai.gov.in/upload/uploadfiles/files/Compendium_Contaminants_Regulations_20_08_2020.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  3. RS-IN-07: FSSAI tests 86,401 food samples, finds 2.8% exceed pesticide residue limits (IANS, 7 Aug 2025) – IANS via Punjab Kesari, quoting Rajya Sabha written reply of MoS Health (2025). https://english.punjabkesari.com/india/2025/08/07/fssai-tested-86401-food-samples-for-pesticide-residues-28pc-exceeded-limits-govt (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  4. RS-IN-08: Pesticide Residues in Food Commodities in India: An overview – Indian Journal of Plant Protection 52(1) (ICAR AINP on Pesticide Residues authors) (2024). https://epubs.icar.org.in/index.php/IJPP/article/view/163473 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  5. RS-IN-21: CIB&RC / PPQS list of pesticides banned, refused registration and restricted in use; Rajya Sabha unstarred question 2425 (21 Mar 2025) – Directorate of Plant Protection, Quarantine and Storage; Rajya Sabha (2025). https://ppqs.gov.in/divisions/cib-rc/registered-products (Nicht verifiziert, abgerufen 2026-10-25)
  6. RS-IN-04: FSSAI bans use of antibiotics in production of food animals - here's what it means (Down To Earth, 27 Nov 2024) – Minocha R, Sinha R (Centre for Science and Environment) (2024). https://www.downtoearth.org.in/amp/story/food/fssai-bans-use-of-antibiotics-in-production-of-food-animals-heres-what-it-means (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  7. RS-IN-09: Smart Regulation of Antibiotic Use in India Blog: Colistin ban in India – Edinburgh Law School, University of Edinburgh (2019). https://www.law.ed.ac.uk/news-events/news/smart-regulation-antibiotic-use-india-blog-colistin-ban-india (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  8. RS-IN-05: National Milk Safety and Quality Survey 2018 - Executive Summary (released 18 Oct 2019) – FSSAI (2019). https://www.fssai.gov.in/upload/uploadfiles/files/Report_Milk_Survey_NMQS_Final_18_10_2019.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  9. RS-IN-06: Surveillance on milk (lumpy skin disease affected and control States), 27-28 Oct 2022 – FSSAI (executed by NCML) (2022). https://www.fssai.gov.in/upload/uploadfiles/files/sample.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  10. RS-IN-13: The Prevalence of Extended-Spectrum Beta-Lactamase-Producing Multidrug-Resistant Escherichia Coli in Poultry Chickens and Variation According to Farming Practices in Punjab, India – Brower CH, Mandal S, Hayer S, ... Laxminarayan R (Environ Health Perspect) (2017). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28749780/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  11. RS-IN-14: Knowledge and practices related to antibiotics among poultry producers and veterinarians in two Indian states – Sharma G, Dey TK, Hazarika RA, Shome BR, et al. (One Health) (2024). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38516289/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  12. RS-IN-15: Multidrug-resistant ESBL-producing Escherichia coli in poultry and cattle farms in India: Prevalence and survey-based risk factors – Malik H, Singh R, Kaur S, Parmar N, et al. (J Glob Antimicrob Resist) (2025). https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40716705/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  13. RS-IN-10: The Oxytocin ban: The judgment and legal issues – Srinivasan S (Indian J Med Ethics) (2019). https://ijme.in/articles/the-oxytocin-ban-the-judgment-and-legal-issues/?galley=html (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  14. RS-IN-11: Misuse of oxytocin in milch animals vs its use as essential life saving drug: SC refers Centre's appeal to larger bench (LiveLaw, 22 Aug 2019) – LiveLaw (2019). https://livelaw.in/news-updates/oxytocin-sc-refers-centre-appeal-to-larger-bench-147391 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  15. RS-IN-12: Oxytocin ban: Karnataka pharma PSU incapable of handling responsibility, says IMA (Down To Earth, 13 Feb 2019) – Kaur B (Down To Earth) (2019). https://www.downtoearth.org.in/health/oxytocin-ban-karnataka-pharma-psu-incapable-of-handling-responsibility-says-ima-63225 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  16. RS-IN-03: FSSAI Publishes Final Regulations on Contaminants, Toxins and Residues (GAIN IN2026-0044) – USDA FAS New Delhi (2026). https://agriexchange.apeda.gov.in/ImportRegulations/999992026821113746381.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  17. RS-IN-19: FSSAI finds no EtO traces in spice samples of MDH and Everest (Storyboard18, 22 May 2024) – Storyboard18 (media) (2024). https://www.storyboard18.com/quantum-brief/fssai-finds-no-eto-traces-in-spice-samples-of-mdh-and-everest-32276.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  18. RS-IN-20: Over 40,000 food samples failed safety tests in FY26, govt tells Parliament (NewKerala/IANS, Jul 2026) – Media report of MoHFW written replies in Lok Sabha (2026). https://www.newkerala.com/news/a/over-40000-food-samples-failed-safety-tests-fy26-680.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  19. RS-IN-16: IS 10500:2012 Drinking Water - Specification (Second Revision) – Bureau of Indian Standards (copy hosted by CPCB) (2012). https://cpcb.nic.in/wqm/BIS_Drinking_Water_Specification.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  20. RS-IN-17: Ministry of Jal Shakti statement on Jal Jeevan Mission progress (quoted by HumanProgress) – Ministry of Jal Shakti (quoted) (2026). https://humanprogress.org/?p=51439 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  21. RS-IN-18: WHO Global Health Observatory - JMP indicator WSH_WATER_SAFELY_MANAGED, India – WHO/UNICEF JMP via WHO GHO OData API (2026). https://ghoapi.azureedge.net/api/WSH_WATER_SAFELY_MANAGED?$filter=SpatialDim%20eq%20'IND' (geprüft, abgerufen 2026-10-25)

Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Der Codex Alimentarius, getragen von FAO und WHO, legt internationale Lebensmittelstandards fest: Rückstandshöchstgehalte für Pestizide und Tierarzneimittel, Höchstgehalte für Kontaminanten wie Aflatoxine und Blei, Regeln für Zusatzstoffe und Hygienekodizes. Diese Standards sind freiwillig. Ein Land ist nur an sein eigenes Recht gebunden, doch nach WTO-Regeln ist der Codex in Handelsstreitigkeiten der Bezugspunkt. Der Codex akzeptiert einige hormonelle Leistungsförderer und Ractopamin; die Ractopamin-Grenzwerte wurden 2012 mit 69 zu 67 Stimmen angenommen, und viele Länder, darunter die EU und China, verbieten es weiterhin. Die WHO empfiehlt, den Einsatz von Antibiotika zur Leistungsförderung und zur routinemäßigen Vorbeugung bei gesunden Tieren zu beenden; die WOAH berichtet, dass 2022 noch 22 % der meldenden Länder Leistungsförderer erlaubten. Die WHO schätzt, dass unsichere Lebensmittel 2021 etwa 866 Millionen Erkrankungen und 1,5 Millionen Todesfälle verursachten, mit der höchsten Last in Afrika und Südostasien. Es gibt keine internationale Überwachung, die Rückstände in den Lebensmitteln jedes Landes misst; solche Daten stammen aus nationalen Programmen.

Rechercheumfang: Internationaler Referenzrahmen: Codex Alimentarius (Standards, MRL-Datenbanken, CAC-Bericht 2012), WHO (Leitlinien zu antimikrobiellen Mitteln und MIA-Liste, GEMS/Food, Trinkwasserleitlinien, Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen 2015 und 2026), FAO (JECFA/JMPR, INFOSAN), WOAH ANIMUSE 9. Bericht, WHO/UNICEF JMP und IARC-Einstufungen, alle im Oktober 2026 aus Primärdokumenten gelesen. Dies sind freiwillige Referenzen, keine Gesetze eines Landes; sie werden angezeigt, wenn für ein Land kein recherchiertes Profil vorliegt. Nicht abgedeckt oder nicht überprüfbar: die Tierschutzkapitel der WOAH zur Haltung, ein 10. ANIMUSE-Bericht (nicht gefunden), der Codex-Status von bovinem Somatotropin nach 2012 anhand eines Primärberichts sowie Codex-Positionen zu PFAS (es gibt keinen Höchstgehalt).

Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

Pestizide und Pestizidrückstände – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex legt Rückstandshöchstgehalte (CXLs) für Kombinationen aus Pestizid und Erzeugnis fest. Wissenschaftliche Grundlage: Das gemeinsame FAO/WHO-Expertentreffen zu Pestizidrückständen (JMPR, seit 1963) bewertet Toxikologie (duldbare tägliche Aufnahmemenge, akute Referenzdosis) und Rückstandsdaten; das Codex-Komitee für Pestizidrückstände schlägt die Grenzwerte vor; die Codex-Alimentarius-Kommission (CAC) nimmt sie an. Die Codex-Datenbank führt MRL und Fremdstoff-MRL (EMRL), die bis zur CAC 49 (Juli 2026) angenommen wurden. Bis 2024 hatte die CAC 6.453 MRL und 63 EMRL angenommen. Ein Codex-MRL gilt am Ort des Eintritts in ein Land oder in die Handelswege. Der Codex genehmigt oder verbietet keine Pestizidwirkstoffe; Zulassungen und Verbote sind nationale Entscheidungen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Auf internationaler Ebene nicht dokumentiert. Codex und JMPR erheben keine Daten zur tatsächlichen Pestizidanwendung.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Kein internationales Überwachungsprogramm meldet MRL-Überschreitungsraten. WHO GEMS/Food sammelt Daten zu Kontaminanten und Rückständen, die von nationalen Einrichtungen freiwillig übermittelt werden (insgesamt mehr als 9 Millionen Analyseergebnisse). Diese Daten sind keine repräsentativen Stichproben und werden nicht als Überschreitungsraten pro Land veröffentlicht.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Das JMPR leitet gesundheitsbasierte Richtwerte (ADI, ARfD) und Schätzungen der ernährungsbedingten Exposition ab (IESTI für die kurzfristige, IEDI mit GEMS/Food-Cluster-Ernährungsweisen für die langfristige Aufnahme). Die Überschreitung eines MRL bedeutet die Nichteinhaltung eines gesetzlichen Grenzwerts; ob sie gesundheitlich bedenklich ist, hängt von der geschätzten Aufnahme im Verhältnis zur ADI/ARfD ab (Ansatz des JMPR). Die WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen von 2026 bezogen Pestizidrückstände wegen unzureichender Daten nicht ein.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Hoch für die rechtlichen Referenzwerte (amtliche, aktuelle Datenbank). Es gibt keine weltweit vergleichbaren Daten zur Anwendung oder zu Rückstandsgehalten. Die Überschreitungsraten der Länder hängen von den nationalen Rückstandshöchstgehalten, dem Probenahmedesign (zufällig vs. risikobasiert) und dem Laborumfang ab und lassen sich daher nicht direkt mit Codex-Werten vergleichen.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Obst und Gemüse: Codex-MRL gibt es für viele Obst- und Gemüseerzeugnisse; nationale Rückstandshöchstgehalte können niedriger oder höher sein.
  • Getreide und Reis: Codex-MRL gelten für Getreidekörner im gehandelten Zustand (landwirtschaftliches Rohprodukt).

Quellen: RS-INT-01, RS-INT-02, RS-INT-05, RS-INT-07, RS-INT-36, RS-INT-21, RS-INT-29

Tierarzneimittel und Antibiotika – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex-MRL und Risikomanagementempfehlungen (RMR) für Tierarzneimittelrückstände sind in CXM 2-2024 aufgeführt und beruhen auf JECFA-Bewertungen. RMR besagen, dass es keinen sicheren Rückstandsgehalt gibt und die Behörden Rückstände verhindern sollten, indem der Stoff bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren nicht verwendet wird: Carbadox, Chloramphenicol, Chlorpromazin, Dimetridazol, Furazolidon, Gentianaviolett, Ipronidazol, Malachitgrün, Metronidazol, Nitrofural, Olaquindox, Ronidazol und Stilbene. Antimikrobielle Resistenz: Codex CXC 61-2005 (geändert 2021) stellt fest, dass verantwortungsvoller Einsatz keine Leistungsförderung mit medizinisch wichtigen antimikrobiellen Mitteln umfasst; medizinisch wichtige antimikrobielle Mittel sollten nur zur Behandlung, Bekämpfung oder Vorbeugung unter fachlicher Aufsicht eingesetzt werden. Codex CXC 54-2004 stellt fest, dass Antibiotika ohne Sicherheitsbewertung für die öffentliche Gesundheit nicht als Leistungsförderer im Futter eingesetzt werden sollten. Die WHO-Leitlinien (2017) empfehlen eine generelle Verringerung des Einsatzes medizinisch wichtiger antimikrobieller Mittel bei der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren, eine vollständige Einschränkung für die Leistungsförderung und für die Vorbeugung bei gesunden Tieren (starke Empfehlungen, Evidenz geringer Qualität) und schlagen vor, kritisch wichtige antimikrobielle Mittel nicht zur Gruppenbehandlung und solche höchster Priorität nicht zur Behandlung einzusetzen (bedingte Empfehlung, Evidenz sehr geringer Qualität). Die WHO-MIA-Liste (2024) stuft Cephalosporine der 3./4. Generation, Chinolone, Polymyxine (z. B. Colistin) und Phosphonsäurederivate (Fosfomycin) als kritisch wichtig mit höchster Priorität (HPCIA) ein.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
WOAH ANIMUSE, 9. Bericht (2025, Datenjahr 2022): 70.648 Tonnen antimikrobielle Mittel für Tiere, gemeldet von 107 Teilnehmenden (korrigierte Schätzung bis zu 74.035 t). Biomassebereinigter Einsatz 89-93 mg/kg (71 % der weltweiten Tierbiomasse abgedeckt); terrestrische Lebensmittel liefernde Tiere 95-98 mg/kg; aquatische 21 mg/kg. Trendpanel aus 85 Teilnehmenden (62 % der Biomasse): 102 mg/kg im Jahr 2020 auf 97 mg/kg im Jahr 2022 (-5 %). Regionale Veränderungen 2020-2022: Afrika -20 %, Amerika -4 %, Europa -23 %, Asien-Pazifik -2 %, Naher Osten +43 % (die Teilnehmenden aus dem Nahen Osten decken nur 17 % der Biomasse der Region ab). Tetracycline (28,29 %) und Penicilline (17,75 %) waren die größten Klassen; Fluorchinolone 3,7 %, Polymyxine 1,8 %, Cephalosporine der 3./4. Generation 0,9 %. Im Jahr 2022 meldeten 34 von 157 Mitgliedern (22 %) noch den Einsatz antimikrobieller Leistungsförderer; 112 (71 %) meldeten, dass er nicht mehr zugelassen ist. Colistin als Leistungsförderer wurde noch von 8 Teilnehmenden gemeldet. Regionale mg/kg-Werte nach Ländern werden im Bericht nicht veröffentlicht; nur 38 von 111 quantitativ Meldenden machten ihre nationalen Berichte öffentlich, und 39 Mitglieder hatten bis Januar 2025 öffentliche Berichte im ANIMUSE-Portal.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Kein internationales Programm misst Tierarzneimittelrückstände in Lebensmitteln. Die Rückstandsüberwachung ist national (siehe Länderprofile). Codex CXG 71-2009 gibt Hinweise für die Gestaltung nationaler Rückstandskontrollprogramme.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
JECFA-Bewertungen (ADI, empfohlene MRL) sind die wissenschaftliche Grundlage der Codex-MRL für Tierarzneimittel. Systematische Reviews der WHO (2017): Wo der Einsatz antimikrobieller Mittel bei Tieren eingeschränkt wurde, war die AMR-Prävalenz bei Bakterien von Tieren um 10-20 % und die Multiresistenz um 24-32 % niedriger; beim Menschen (13 Studien in Metaanalyse) war die AMR-Prävalenz in den Interventionsgruppen um 24 % niedriger. Die WHO-Schätzungen zu lebensmittelbedingten Erkrankungen von 2026 bezogen antimikrobiell resistente Bakterien wegen unzureichender Daten nicht ein.
E. Wie belastbar sind die Daten?
ANIMUSE-Daten sind überwiegend Verkaufs- und Importdaten, kein Einsatz auf Betriebsebene. Die Abdeckung unterscheidet sich nach Region; Teilnehmende und Methoden ändern sich von Jahr zu Jahr. Werte in mg/kg Biomasse sind Schätzungen; die WOAH gibt Spannen an. Daten auf Länderebene sind nur für Mitglieder öffentlich, die sie veröffentlichen wollen.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Antibiotika-Absatz Tiere (mg/kg Biomasse)
amu_mg_per_kg_biomass
WOAH ANIMUSE 9. Bericht – Trendpanel
Weltweit, 85 Teilnehmende mit durchgehenden Meldungen 2020-2022, 62 % der weltweiten Tierbiomasse; überwiegend Verkaufs-/Importdaten. Wert 2020: 102 mg/kg. n = Anzahl der teilnehmenden Länder/Gebiete, nicht Proben.
97 mg antimikrobieller Wirkstoff pro kg geschätzter Tierbiomasse202285gemischtalle LebensmittelRS-INT-24
Antibiotika-Absatz Tiere (mg/kg Biomasse)
amu_mg_per_kg_biomass
WOAH ANIMUSE 9. Bericht – Querschnitt 2022
Weltweite Spanne 89-93 mg/kg je nach Abdeckungskorrektur; 107 Teilnehmende, 71 % der weltweiten Tierbiomasse; nur der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere. „value“ ist die Untergrenze, „value_upper“ die Obergrenze.
89 mg antimikrobieller Wirkstoff pro kg geschätzter Tierbiomasse (Spanne)2022107gemischtalle LebensmittelRS-INT-24
Antibiotika-Absatz Tiere (Tonnen)
amu_tonnes
WOAH ANIMUSE 9. Bericht
Gemeldete Gesamtmenge; die abdeckungskorrigierte Schätzung der WOAH beträgt bis zu 74.035 t. n = Teilnehmende.
70648 Tonnen antimikrobieller Wirkstoffe (gemeldet)2022107gemischtalle LebensmittelRS-INT-24
Länder mit Leistungsförderern (Anteil)
agp_use_members_pct
WOAH ANIMUSE 9. Bericht
34 von 157 Teilnehmenden; selbst gemeldeter rechtlicher/praktischer Status, kein gemessener Einsatz.
22 % der meldenden WOAH-Mitglieder, die noch antimikrobielle Leistungsförderer verwenden2022157gemischtalle LebensmittelRS-INT-24

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Geflügel: Codex-/WHO-Texte gelten für alle Lebensmittel liefernden Tiere; die WHO empfiehlt 2017 keinen routinemäßigen vorbeugenden Einsatz in gesunden Herden.
  • Fisch und Meeresfrüchte: WOAH 2022: aquatische Lebensmittel liefernde Tiere 21 mg/kg; Fluorchinolone machten 15,8 % des Einsatzes bei Wassertieren aus (3,9 mg/kg). Codex-RMR: Malachitgrün und Gentianaviolett sollten nicht verwendet werden.

Quellen: RS-INT-08, RS-INT-10, RS-INT-11, RS-INT-17, RS-INT-18, RS-INT-19, RS-INT-20, RS-INT-24, RS-INT-35, RS-INT-29

Hormonelle Wachstumsförderer – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex (CXM 2-2024) behandelt mehrere hormonelle Leistungsförderer bei Anwendung nach guter Praxis als akzeptabel: Für Estradiol-17beta, Progesteron und Testosteron bei Rindern ist ein MRL „nicht erforderlich“ (JECFA: Rückstände aus der Verwendung als Leistungsförderer stellen wahrscheinlich keine Gefahr dar). Numerische MRL gibt es für Trenbolonacetat (Rindermuskel 2, Leber 10 ug/kg), Zeranol (Muskel 2, Leber 10 ug/kg) und Melengestrolacetat (Muskel 1, Leber 10, Niere 2, Fett 18 ug/kg). Beta-Agonisten: Die Ractopamin-MRL für Rinder und Schweine (Muskel 10, Leber 40, Niere 90, Fett 10 ug/kg; ADI 0-1 ug/kg bw) wurden auf der CAC 35 im Juli 2012 in geheimer Abstimmung mit 69 zu 67 Stimmen bei 7 Enthaltungen ohne Konsens angenommen; China, Norwegen und die EU ließen ihre Ablehnung festhalten, und die EU erklärte, ihr Verbot bleibe bestehen. Zilpaterol-MRL für Rinder (Niere 3,3, Leber 3,5, Muskel 0,5 ug/kg) wurden auf der CAC 46 (2023) angenommen. Stilbene (z. B. Diethylstilbestrol): Codex-Risikomanagementempfehlung (RMR) – kein sicherer Gehalt, sollten nicht verwendet werden. Somatotropine: porcines Somatotropin ADI/MRL „nicht festgelegt“ (CAC 26, 2003). Entwürfe von MRL für bovines Somatotropin (bST/rbST, Milchkühe) wurden laut CAC-Bericht von 2012 seit 1999 „auf Stufe 8 zurückgehalten“; CXM 2-2024 enthält keinen bST-MRL. Codex-MRL verpflichten kein Land, diese Stoffe zuzulassen. Im WTO-Hormonstreit EC-Hormones (DS26) befand das Berufungsgremium (1998) das Einfuhrverbot der EG für unvereinbar mit Artikel 5.1 des SPS-Übereinkommens (Risikobewertung), das Verbot blieb jedoch Teil des EU-Rechts.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
International nicht dokumentiert. Die Verwendung von Hormonimplantaten, Beta-Agonisten und bST ist in einigen Ländern zugelassen und in anderen verboten (siehe Länderprofile).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine internationale Rückstandsüberwachung. Nationale Programme untersuchen auf Hormone und Beta-Agonisten.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
JECFA-Bewertungen bilden die Grundlage der Codex-Werte (z. B. Ractopamin ADI 0-1 ug/kg bw; Estradiol-17beta ADI 0-0,05 ug/kg bw). Auf der CAC 35 (2012) erklärte die EU-Delegation, die EFSA sei zu dem Schluss gekommen, dass die Daten nicht ausreichten, um MRL für Ractopamin vorzuschlagen, und dass Risiken für die menschliche Gesundheit nicht hinreichend ausgeschlossen seien. Dieses Profil hält die Positionen fest; es löst die wissenschaftliche Meinungsverschiedenheit nicht auf.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Hoch für den rechtlichen Status der Codex-Texte (Primärdokumente). Die wissenschaftliche Bewertung unterscheidet sich zwischen JECFA und einigen nationalen Behörden; der Ractopamin-Standard wurde mit knapper Mehrheit angenommen, nicht im Konsens.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Rotes Fleisch: Es gibt Codex-Werte für hormonelle Leistungsförderer und Ractopamin/Zilpaterol bei Rindern (und Ractopamin bei Schweinen).
  • Milchprodukte: Kein Codex-MRL für bovines Somatotropin (rbST), Stand CXM 2-2024.
  • Geflügel: Der Codex führt keine MRL für hormonelle Leistungsförderer bei Geflügel.

Quellen: RS-INT-08, RS-INT-09, RS-INT-05, RS-INT-06, RS-INT-35

Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Der Codex General Standard for Contaminants and Toxins in Food and Feed (CXS 193-1995, zuletzt geändert 2025) führt Höchstgehalte für den internationalen Handel auf. Beispiele (mg/kg): Blei – Milch 0,02, Fleisch von Rindern/Schweinen/Schafen 0,1, Geflügelfleisch 0,1, Fisch 0,3, Getreidekörner 0,2, Blattgemüse 0,3, Fruchtgemüse 0,05, Säuglingsanfangsnahrung 0,01; anorganisches Arsen – geschälter Reis 0,35, polierter Reis 0,2; Methylquecksilber – Thunfisch 1,2, Hai 1,6, Marlin 1,7, Alfonsino 1,5, Granatbarsch 0,8, Rosa Kingklip 1,0. CXS 193 enthält keine Höchstgehalte für Dioxine, PCB oder PFAS; der Codex hat Verfahrensleitlinien zur Verringerung von Dioxinen und PCB in Lebens- und Futtermitteln (CXC 62-2006) sowie zur Verringerung von Blei (CXC 56-2004) und Arsen in Reis (CXC 77-2017).
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht zutreffend (Kontaminanten werden nicht absichtlich eingesetzt).
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
WHO GEMS/Food enthält mehr als 9 Millionen Analyseergebnisse, die von nationalen Einrichtungen übermittelt wurden (Datensätze nach Region, z. B. WHO-Region Östlicher Mittelmeerraum insgesamt 15.064, zum Zugriffsdatum keine im vergangenen Jahr hinzugekommen). Die Daten können online durchsucht werden, sind aber keine repräsentativen Erhebungen und werden nicht als nationale Konformitätsraten zusammengefasst.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
JECFA zog 2010 seine tolerierbaren wöchentlichen Aufnahmemengen für Blei und anorganisches Arsen zurück, weil sie nicht mehr als gesundheitlich schützend galten (Blei: Auswirkungen auf IQ und Blutdruck; anorganisches Arsen: BMDL für Lungenkrebs). WHO-Schätzungen 2026 zu lebensmittelbedingten Erkrankungen (Datenjahr 2021): Chemische Gefahren machten 73 % der lebensmittelbedingten Todesfälle aus, vor allem anorganisches Arsen (42 %) und Blei (31 %); anorganisches Arsen und Blei gehörten zu den führenden Ursachen lebensmittelbedingter DALYs. PFAS wurden mangels Daten nicht einbezogen. Die IARC stuft TCDD-Dioxin und PCB-126 in Gruppe 1 ein (Band 100F).
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex-Höchstgehalte: hoch (Primärtext). Schätzungen der Krankheitslast: modellbasiert mit weiten Unsicherheitsintervallen. GEMS/Food-Daten: heterogen, nicht repräsentativ.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Anteil chemischer Ursachen an lebensmittelbedingten Todesfällen
fbd_chemical_deaths_share_pct
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026
Globale modellbasierte Schätzung (kein Probenahmeergebnis); 9 chemische Gefahren einbezogen; anorganisches Arsen 42 % und Blei 31 % der chemisch bedingten Todesfälle.
73 % der lebensmittelbedingten Todesfälle durch chemische Gefahren2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-29

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Fisch und Meeresfrüchte: Codex-Höchstgehalte für Methylquecksilber gelten für bestimmte große Raubfischarten; Höchstgehalt für Blei in Fisch 0,3 mg/kg.
  • Getreide und Reis: Codex-Höchstgehalt für anorganisches Arsen: polierter Reis 0,2 mg/kg, geschälter Reis 0,35 mg/kg.
  • Milchprodukte: Codex-Höchstgehalt für Blei in Milch 0,02 mg/kg.

Quellen: RS-INT-12, RS-INT-41, RS-INT-21, RS-INT-22, RS-INT-29, RS-INT-31, RS-INT-33

Mykotoxine (Schimmelpilzgifte) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. CXS 193-1995: Aflatoxin M1 in Milch 0,5 ug/kg. Gesamtaflatoxine (ug/kg): Mandeln, Haselnüsse, Pistazien, Paranüsse 10 (verzehrfertig) / 15 (zur Weiterverarbeitung); Erdnüsse zur Weiterverarbeitung 15; getrocknete Feigen 10; Chili und Muskatnuss 20; Maiskörner zur Weiterverarbeitung 15; Maismehl/-grieß 10; geschälter Reis 20; polierter Reis 5; Sorghum zur Weiterverarbeitung 10; Lebensmittel auf Getreidebasis für Säuglinge und Kleinkinder 5. Höchstgehalte gibt es auch für Deoxynivalenol, Fumonisine, Ochratoxin A und Patulin. Codex-Verfahrensleitlinien behandeln Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere (CXC 45-1997), Erdnüsse (CXC 55-2004), Schalenfrüchte (CXC 59-2005), Getreide (CXC 51-2003), getrocknete Feigen und Gewürze.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht zutreffend.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
GEMS/Food enthält etwa 1,09 Millionen Datensätze zu Gesamtaflatoxinen und etwa 0,19 Millionen Datensätze zu Aflatoxin B1 (alle Regionen, freiwillig übermittelt). Eine repräsentative globale Prävalenzzahl gibt es nicht.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Die IARC stuft Aflatoxine als krebserregend für den Menschen ein (Gruppe 1; Monographs Band 100F). JECFA (2001), zitiert in CXS 193: Das bei Aflatoxin-M1-Grenzwerten von 0,05 oder 0,5 ug/kg vorhergesagte zusätzliche Leberkrebsrisiko ist sehr gering; Träger von Hepatitis B könnten von einer geringeren Aflatoxinaufnahme profitieren. Die WHO-Schätzungen der Krankheitslast von 2026 schlossen Wachstumsstörungen durch Aflatoxin-Exposition aus.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex-Höchstgehalte: hoch. Vorkommensdaten: nicht repräsentativ; starke regionale und klimatische Schwankungen.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: Codex-Höchstgehalt für Aflatoxin M1 in Milch 0,5 ug/kg; nationale Grenzwerte können niedriger sein (siehe Länderprofile).
  • Hülsenfrüchte und Nüsse: Codex-Höchstgehalte für Gesamtaflatoxine 10-15 ug/kg für Schalenfrüchte und Erdnüsse, je nach Verarbeitung.
  • Getreide und Reis: Codex-Höchstgehalte für Gesamtaflatoxine bei Mais (15 / 10 ug/kg) und Reis (20 geschält / 5 poliert).

Quellen: RS-INT-12, RS-INT-41, RS-INT-21, RS-INT-33, RS-INT-29

Krankheitserreger (Salmonellen, Campylobacter u. a.) – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Die Codex General Principles of Food Hygiene (CXC 1-1969, überarbeitet 2020 und 2022) legen gute Hygienepraxis und HACCP fest. Spezifische Verfahrensleitlinien und Leitlinien: Campylobacter und Salmonellen in Hühnerfleisch (CXG 78-2011, Ansatz vom Erzeuger bis zum Verbraucher ohne numerische Ziele), Eier und Eiprodukte (CXC 15-1976, rev. 2007: Überwachung und Impfung gegen Salmonella Enteritidis können das Risiko verringern, wo SE mit Geflügel oder Eiern in Verbindung steht), Fleischhygiene (CXC 58-2005), Milch und Milcherzeugnisse (CXC 57-2004), frisches Obst und Gemüse (CXC 53-2003), Listeria monocytogenes (CXG 61-2007), STEC in Rindfleisch, Blattgemüse, Rohmilch und Sprossen (CXG 99-2023). JEMRA erstellt mikrobiologische Risikobewertungen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
International nicht dokumentiert; Bekämpfungsprogramme sind national.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine internationale Überwachung der Prävalenz von Krankheitserregern in Lebensmitteln. WHO-Schätzungen der Krankheitslast (Ausgabe 2026, Datenjahr 2021, 42 Gefahren): 866 Millionen Erkrankungen (95-%-UI 680-1090 Millionen), 1,52 Millionen Todesfälle (0,783-2,51 Millionen), 57,1 Millionen DALYs (39,4-81,1 Millionen). Biologische Gefahren verursachten etwa 860 Millionen Erkrankungen. Nicht-typhoidale Salmonella enterica, anorganisches Arsen und Blei verursachten die meisten DALYs. Kinder unter 5 Jahren (9 % der Bevölkerung) hatten fast ein Drittel der Fälle. Die ersten WHO-Schätzungen (2015, Datenjahr 2010, 31 Gefahren) ergaben 33 Millionen DALYs; laut WHO ersetzt die Ausgabe 2026 alle früheren Schätzungen. Nationale Schätzungen für jeden WHO-Mitgliedstaat sind im WHO Global Health Observatory verfügbar.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Die Last lebensmittelbedingter Erkrankungen ist in den Regionen Afrika und Südostasien am höchsten (fast drei Viertel der Erkrankungen, 60 % der Todesfälle). Laut WHO könnten viele Fälle durch verbesserte Wasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene, Pasteurisierung und Zugang zur Gesundheitsversorgung verhindert werden.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Die Schätzungen der Krankheitslast sind modellbasiert (systematische Reviews, Metaregression, Expertenbefragung für die Zuordnung zu Lebensmitteln) und mit großer Unsicherheit behaftet. Sie sind keine gemessenen Fallzahlen und sollten nicht mit nationalen Überwachungszahlen in eine Rangfolge gebracht werden. Viele Gefahren (z. B. AMR-Bakterien) sind nicht enthalten.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Lebensmittelbedingte Erkrankungen (Mio.)
fbd_illnesses_million
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG)
Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 680-1090 Millionen.
866 Millionen lebensmittelbedingte Erkrankungen pro Jahr2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-31
Lebensmittelbedingte Todesfälle (Mio.)
fbd_deaths_million
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG)
Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 0,783-2,51 Millionen.
1.52 Millionen lebensmittelbedingte Todesfälle pro Jahr2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-31
Lebensmittelbedingte Krankheitslast (DALY, Mio.)
fbd_dalys_million
WHO-Schätzungen der Last lebensmittelbedingter Erkrankungen, Ausgabe 2026 (FERG)
Globale modellbasierte Schätzung, 42 Gefahren; 95-%-UI 39,4-81,1 Millionen.
57.1 Millionen DALYs2021–gemischtalle LebensmittelRS-INT-31
Lebensmittelbedingte Krankheitslast (DALY, Mio.)
fbd_dalys_million
Erste Schätzungen der WHO FERG (2015)
31 Gefahren; durch die Ausgabe 2026 ersetzt und nicht direkt vergleichbar (andere Auswahl an Gefahren und andere Methoden).
33 Millionen DALYs2010–gemischtalle LebensmittelRS-INT-27

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Geflügel: Codex CXG 78-2011 zielt auf Campylobacter und Salmonellen in Hühnerfleisch; keine numerischen internationalen Ziele.
  • Eier: Codex CXC 15-1976 (rev. 2007) behandelt die Bekämpfung von Salmonella Enteritidis einschließlich Impfung.
  • Obst und Gemüse: Codex CXC 53-2003 und CXG 99-2023 (STEC in Blattgemüse und Sprossen).

Quellen: RS-INT-41, RS-INT-14, RS-INT-15, RS-INT-16, RS-INT-04, RS-INT-27, RS-INT-28, RS-INT-29, RS-INT-30, RS-INT-31

Zusatzstoffe und Verarbeitung – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex General Standard for Food Additives (GSFA, CXS 192-1995, überarbeitet bis 2026): Nur aufgeführte Zusatzstoffe gelten nach dem Standard als geeignet; ein Zusatzstoff wird nur berücksichtigt, wenn JECFA eine ADI festgelegt (oder ihn nach anderen Kriterien als sicher befunden) und der Codex ihm eine INS-Nummer zugeteilt hat. Verwendungsmengen werden pro Lebensmittelkategorie festgelegt. Die Länder führen eigene Positivlisten, die enger oder weiter sein können.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
International nicht dokumentiert.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
Keine internationale Überwachung der Verwendungsmengen von Zusatzstoffen; JECFA schätzt die Aufnahme bei der Bewertung von Zusatzstoffen.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Aspartam (INS 951): Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stufte es 2023 als möglicherweise krebserregend für den Menschen ein (Gruppe 2B, begrenzte Evidenz); JECFA (2023) behielt die ADI von 0-40 mg/kg bw bei. IARC-Einstufungen beschreiben die Stärke der Evidenz für eine Gefahr, nicht die Größe des Risikos. Verarbeitetes Fleisch (eine Verarbeitungskategorie, kein Zusatzstoff): IARC Gruppe 1 (Darmkrebs; etwa 18 % höheres Risiko pro täglich verzehrten 50 g). Rotes Fleisch: IARC Gruppe 2A. Diese Einstufungen sind hier als internationale Referenz aufgeführt; die Evidenz zu einzelnen Behauptungen wird in den Studiendateien des Projekts behandelt.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Hoch für die rechtliche Referenz (Primärtext). IARC und JECFA beantworten unterschiedliche Fragen (Gefahr vs. Risiko bei gegebener Aufnahme).

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Rotes Fleisch: IARC: verarbeitetes Fleisch Gruppe 1, rotes Fleisch Gruppe 2A (2015, Monographs Vol. 114).

Quellen: RS-INT-13, RS-INT-39, RS-INT-34, RS-INT-32, RS-INT-35

Tierhaltung und Futtermittel – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: niedrig Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex Code of Practice on Good Animal Feeding (CXC 54-2004, geändert 2024): Antibiotika sollten ohne Sicherheitsbewertung für die öffentliche Gesundheit nicht als Leistungsförderer im Futter eingesetzt werden; tierische Erzeugnisse, die den BSE-Erreger übertragen könnten, sollten nicht an Wiederkäuer verfüttert werden; unerwünschte Stoffe (z. B. Mykotoxine, Kontaminanten) in Futtermitteln sollten erkannt und minimiert werden; Rückverfolgbarkeit und Aufzeichnungen für Futtermittel. CXS 193 enthält Höchstgehalte für Futtermittel nur dort, wo der Übergang in Lebensmittel tierischen Ursprungs relevant ist. Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere wird von CXC 45-1997 abgedeckt. WOAH-Standards: Kapitel 6.10 des Terrestrial Code über den verantwortungsvollen und umsichtigen Einsatz antimikrobieller Mittel (im ANIMUSE-Bericht zitiert). Die Tierschutzkapitel der WOAH zur Haltung (z. B. Käfige) wurden in dieser Recherche nicht überprüft.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
WOAH ANIMUSE (Daten 2022): 22 % der meldenden Mitglieder erlaubten oder verwendeten noch antimikrobielle Leistungsförderer; am häufigsten gemeldet wurden Bacitracin, Tylosin und Avilamycin.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
International nicht dokumentiert.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Siehe vet_drugs (antimikrobielle Resistenz) und mycotoxins (Übergang von Aflatoxin M1 aus Futtermitteln in die Milch).
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex-Text: hoch. Keine internationalen Daten zu Haltungssystemen oder zur Einhaltung von Futtermittelvorschriften.

Hinweise zu Lebensmitteln

  • Milchprodukte: Aflatoxin B1 in Futtermitteln für Milchtiere geht als Aflatoxin M1 in die Milch über (CXC 45-1997; CXS 193).

Quellen: RS-INT-17, RS-INT-12, RS-INT-24

Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: mittel Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Codex-Texte sind freiwillige Referenzen. Verbindlich werden sie erst, wenn ein Land sie in nationales Recht übernimmt. Nach dem SPS-Übereinkommen der WTO wird bei Maßnahmen, die auf dem Codex beruhen, Vereinbarkeit vermutet; strengere nationale Vorschriften sind zulässig, wenn sie wissenschaftlich begründet sind. Was in einem bestimmten Land erlaubt ist, entscheidet das nationale Recht. Codex-Texte zur Inspektion und Zertifizierung bei Einfuhr und Ausfuhr von Lebensmitteln (z. B. CXG 20-1995, CXG 26-1997, Gleichwertigkeit CXG 53-2003, Rückverfolgbarkeit CXG 60-2006) dienen als Leitfaden für nationale Kontrollsysteme. Es gibt keine internationale Lebensmittelaufsichtsbehörde: Amtliche Kontrollen, Rückrufe und Grenzkontrollen sind national. INFOSAN (FAO/WHO) ist ein freiwilliges Netzwerk nationaler Lebensmittelsicherheitsbehörden aus fast allen Mitgliedern von FAO und WHO; es tauscht Informationen über Vorfälle mit international gehandelten Lebensmitteln aus. SPS-Übereinkommen der WTO: Codex-Standards sind in Handelsstreitigkeiten der Maßstab für Lebensmittelsicherheitsmaßnahmen.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Nicht zutreffend.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
INFOSAN veröffentlicht keine mit RASFF vergleichbaren Warnmeldungsstatistiken pro Land. Nicht dokumentiert.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Nicht zutreffend.
E. Wie belastbar sind die Daten?
Codex- und WTO-Texte: hoch. Die Umsetzung variiert von Land zu Land.

Quellen: RS-INT-05, RS-INT-03, RS-INT-41, RS-INT-38, RS-INT-37

Trinkwasser – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO)

Datenqualität: hoch Zuletzt geprüft: 25. Oktober 2026

A. Was ist gesetzlich erlaubt oder verboten?
Nur internationale Referenz. Die WHO-Leitlinien für Trinkwasserqualität (4. Auflage einschließlich des 1. und 2. Nachtrags, 2022) sind ein wissenschaftlicher Ausgangspunkt für nationale Standards; die WHO befürwortet keinen einheitlichen internationalen Standard. Ausgewählte Leitwerte: E. coli oder thermotolerante Coliforme in keiner 100-ml-Probe nachweisbar; Arsen 0,01 mg/l (vorläufig); Blei 0,01 mg/l (vorläufig); Cadmium 0,003 mg/l; Nitrat 50 mg/l (als NO3-); Nitrit 3 mg/l (als NO2-). Die WHO empfiehlt Wassersicherheitspläne und eine unabhängige Überwachung. Codex CXC 48-2001 behandelt die Hygiene von in Flaschen abgefülltem/verpacktem Trinkwasser.
B. Was wird tatsächlich in der Produktion eingesetzt?
Das WHO/UNICEF JMP definiert „sicher verwaltetes“ Trinkwasser als Wasser aus einer verbesserten Quelle, das auf dem Grundstück zugänglich, bei Bedarf verfügbar und frei von fäkaler und vorrangiger chemischer Verunreinigung ist. Weltweit 2024: 73,7 % der Bevölkerung nutzten eine sicher verwaltete Trinkwasserversorgung (WHO GHO); laut JMP fehlt sie noch immer 1 von 4 Menschen (2,1 Milliarden), darunter 106 Millionen, die unbehandeltes Oberflächenwasser trinken. Städtisch 83,5 %, ländlich 60,5 %.
C. Welche Rückstände oder Belastungen wurden gemessen?
JMP-Schätzungen kombinieren Haushaltsbefragungen, Volkszählungen und Verwaltungs- oder Regulierungsdaten; Wasserqualitätstests sind in einigen Haushaltsbefragungen enthalten (z. B. MICS). Daten auf Länderebene werden unter washdata.org/data und im WHO Global Health Observatory veröffentlicht.
D. Welche Gesundheitsrisiken sind nachgewiesen?
Die WHO (2026) stellt fest, dass viele lebensmittelbedingte Erkrankungen und Todesfälle durch Maßnahmen wie verbesserte Wasserversorgung, Sanitärversorgung und Hygiene verhindert werden könnten. Die GDWQ-Leitwerte sind gesundheitsbasiert (z. B. Nitrat 50 mg/l auf Grundlage kurzfristiger Wirkungen).
E. Wie belastbar sind die Daten?
Das JMP ist die weltweit vergleichbare Referenz (eine Definition für alle Länder). Die Schätzungen sind modelliert; die Komponente Wasserqualität fehlt für viele Länder oder ist geschätzt.
Kennzahlen
KennzahlWertJahrProbenStichprobendesignGeltungsbereichQuelle
Sicher verwaltetes Trinkwasser (WHO/UNICEF)
water_safely_managed_pct
WHO/UNICEF JMP (über WHO GHO, Indikator WSH_WATER_SAFELY_MANAGED)
Globale modellierte Schätzung (GHO-Wert 73,735). Weltaggregat der Weltbank-WDI: 73,67 %. JMP-Text: „1 von 4 ... hat noch immer keinen Zugang“.
73.7 % der Bevölkerung mit sicher verwalteter Trinkwasserversorgung2024–gemischtalle LebensmittelRS-INT-26

Quellen: RS-INT-23, RS-INT-41, RS-INT-25, RS-INT-26, RS-INT-40, RS-INT-29

Quellen – Internationaler Bezugsrahmen (Codex, WHO, FAO) (41)
  1. RS-INT-01: About Codex (Codex Alimentarius website) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/about-codex/about-us (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  2. RS-INT-02: About Codex texts – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/about-codex-texts (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  3. RS-INT-05: Agreement on the Application of Sanitary and Phytosanitary Measures (SPS Agreement) – World Trade Organization (1994 (in force 1995)). https://www.wto.org/english/docs_e/legal_e/15sps_01_e.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  4. RS-INT-07: Codex Pesticide Residues in Food and Feed Database – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/codex-online-databases/pesticides-residues (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  5. RS-INT-36: Joint FAO/WHO Meeting on Pesticide Residues (JMPR) - WHO page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/groups/joint-fao-who-meeting-on-pesticide-residues-(jmpr) (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  6. RS-INT-21: GEMS/Food - Food Contamination Monitoring and Assessment Programme (WHO web page) and GEMS/Food Contaminants database landing page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/teams/nutrition-and-food-safety/databases/global-environment-monitoring-system-food-contamination (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  7. RS-INT-29: News release: Unsafe food causes 866 million illnesses and 1.5 million deaths annually, young children at highest risk (4 June 2026) – World Health Organization (2026). https://www.who.int/news/item/04-06-2026-unsafe-food-causes-866-million-illnesses-and-1.5-million-deaths-annually--young-children-at-highest-risk (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  8. RS-INT-08: CXM 2-2024 Maximum Residue Limits (MRLs) and Risk Management Recommendations (RMRs) for Residues of Veterinary Drugs in Foods – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2024). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/MRL2e.pdf?lang=en&id=41 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  9. RS-INT-10: CXC 61-2005 Code of Practice to Minimize and Contain Foodborne Antimicrobial Resistance (amended 2021) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2005, amended 2021). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_061e.pdf?lang=en&id=302 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  10. RS-INT-11: CXG 94-2021 Guidelines on integrated monitoring and surveillance of foodborne antimicrobial resistance; CXG 77-2011 Guidelines for Risk Analysis of Foodborne AMR (rev. 2021) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2021). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_94e.pdf?lang=en&id=8037 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  11. RS-INT-17: CXC 54-2004 Code of Practice on Good Animal Feeding (amended 2008, 2024) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2004, amended 2024). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_054e.pdf?lang=en&id=414 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  12. RS-INT-18: CXG 71-2009 Guidelines for the Design and Implementation of National Regulatory Food Safety Assurance Programmes Associated with the Use of Veterinary Drugs in Food Producing Animals (rev. 2012, 2014) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2009, rev. 2014). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_071e_2014.pdf?lang=en&id=7006 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  13. RS-INT-19: WHO guidelines on use of medically important antimicrobials in food-producing animals – World Health Organization (2017). https://www.who.int/publications/i/item/9789241550130 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  14. RS-INT-20: WHO List of Medically Important Antimicrobials: a risk management tool for mitigating antimicrobial resistance due to non-human use (WHO MIA List, 7th revision) – World Health Organization (2024). https://cdn.who.int/media/docs/default-source/gcp/who-mia-list-2024-lv.pdf?sfvrsn=3320dd3d_2 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  15. RS-INT-24: Annual Report on Antimicrobial Agents Intended for Use in Animals, 9th report (ANIMUSE) – World Organisation for Animal Health (WOAH) (2025). https://www.woah.org/app/uploads/2025/05/en-woah-amu-report-2025-final.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  16. RS-INT-35: Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) - WHO page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/groups/joint-fao-who-expert-committee-on-food-additives-(jecfa) (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  17. RS-INT-09: REP12/CAC Report of the 35th Session of the Codex Alimentarius Commission, Rome, 2-7 July 2012 – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2012). https://www.fao.org/input/download/report/772/REP12_CACe.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  18. RS-INT-06: DS26: European Communities - Measures Concerning Meat and Meat Products (Hormones) - case summary – World Trade Organization (1996-2014). https://www.wto.org/english/tratop_e/dispu_e/cases_e/ds26_e.htm (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  19. RS-INT-12: CXS 193-1995 General Standard for Contaminants and Toxins in Food and Feed (last amended 2025) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1995, amended 2025). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXS_193e.pdf?lang=en&id=18 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  20. RS-INT-41: Codex 'Find a Codex text' list (LoadFilter endpoint behind codex.fao.org/codex-texts/find-a-codex-text) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/find-a-codex-text (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  21. RS-INT-22: GEMS/Food overview fact sheet 'Monitoring exposure to food chemicals' – World Health Organization (2017). https://cdn.who.int/media/docs/default-source/food-safety/gems-food/gems-overview-2017.pdf?sfvrsn=d33fae48_2 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  22. RS-INT-31: WHO estimates of the global, regional, and national burden of 42 foodborne infectious and chemical hazards, 2000-21: an updated data synthesis – Lake RJ, Devleesschauwer B, Majowicz S, et al. (2026). https://doi.org/10.1016/j.langlo.2026.103994 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  23. RS-INT-33: IARC Monographs Volume 100F: Chemical Agents and Related Occupations (A Review of Human Carcinogens) - publication page – International Agency for Research on Cancer (IARC) (2012). https://publications.iarc.who.int/123 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  24. RS-INT-14: CXC 1-1969 General Principles of Food Hygiene (revised 2020, 2022) – FAO and WHO / Codex Alimentarius Commission (1969, rev. 2022 (publ. 2023)). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_001e.pdf?lang=en&id=23 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  25. RS-INT-15: CXG 78-2011 Guidelines for the Control of Campylobacter and Salmonella in Chicken Meat – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2011). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXG_078e.pdf?lang=en&id=449 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  26. RS-INT-16: CXC 15-1976 Code of Hygienic Practice for Eggs and Egg Products (rev. 2007) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1976, rev. 2007). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXC_015e.pdf?lang=en&id=355 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  27. RS-INT-04: Codex and science (FAO/WHO scientific advice bodies) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/about-codex/about-us/science (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  28. RS-INT-27: World Health Organization Global Estimates and Regional Comparisons of the Burden of Foodborne Disease in 2010 – Havelaar AH, Kirk MD, Torgerson PR, et al. (WHO FERG) (2015). https://doi.org/10.1371/journal.pmed.1001923 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  29. RS-INT-28: WHO estimates of the global burden of foodborne diseases: Foodborne Disease Burden Epidemiology Reference Group 2007-2015 – World Health Organization (2015). https://www.who.int/publications/i/item/9789241565165 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  30. RS-INT-30: WHO estimates of the global burden of foodborne diseases 2000-2021 (2026 edition) - programme page – World Health Organization (2026). https://www.who.int/teams/nutrition-and-food-safety/monitoring-nutritional-status-and-food-safety-and-events/foodborne-disease-estimates/2026-edition (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  31. RS-INT-13: CXS 192-1995 General Standard for Food Additives (GSFA), revised up to 2026, and GSFA online database – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (1995, rev. 2026). https://codex.fao.org/restapi/searchstandard/CXS_192e.pdf?lang=en&id=353 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  32. RS-INT-39: Codex online databases (Veterinary Drug Residues in Foods; GSFA) – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission (2026). https://codex.fao.org/codex-texts/codex-online-databases (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  33. RS-INT-34: News release: Aspartame hazard and risk assessment results released (14 July 2023) – World Health Organization / IARC / JECFA (2023). https://www.who.int/news/item/14-07-2023-aspartame-hazard-and-risk-assessment-results-released (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  34. RS-INT-32: IARC Press Release No. 240: IARC Monographs evaluate consumption of red meat and processed meat (Monographs Vol. 114) – International Agency for Research on Cancer (IARC) (2015). https://www.iarc.who.int/wp-content/uploads/2018/07/pr240_E.pdf (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  35. RS-INT-03: Codex and trade – FAO/WHO Codex Alimentarius Commission Secretariat (2026). https://codex.fao.org/about-codex/about-us/trade (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  36. RS-INT-38: International Food Safety Authorities Network (INFOSAN) - FAO page – FAO and WHO (2026). https://www.fao.org/food-safety/emergencies/infosan/en (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  37. RS-INT-37: FAO Food safety and quality - programme page – Food and Agriculture Organization of the United Nations (2026). https://www.fao.org/food-safety/en/ (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  38. RS-INT-23: Guidelines for drinking-water quality: fourth edition incorporating the first and second addenda – World Health Organization (2022). https://www.who.int/publications/i/item/9789240045064 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  39. RS-INT-25: JMP: Drinking water service ladder and 'Progress on household drinking water, sanitation and hygiene 2000-2024: special focus on inequalities' – WHO/UNICEF Joint Monitoring Programme (JMP) (2025). https://washdata.org/reports/jmp-2025-wash-households (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  40. RS-INT-26: WHO Global Health Observatory OData API - indicator WSH_WATER_SAFELY_MANAGED (global, total) – World Health Organization (data from WHO/UNICEF JMP) (2026). https://ghoapi.azureedge.net/api/WSH_WATER_SAFELY_MANAGED?$filter=SpatialDimType%20eq%20'GLOBAL' (geprüft, abgerufen 2026-10-25)
  41. RS-INT-40: World Bank WDI API - SH.H2O.SMDW.ZS, World aggregate – World Bank (source: WHO/UNICEF JMP) (2026). https://api.worldbank.org/v2/country/WLD/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS?format=json&date=2015:2024 (geprüft, abgerufen 2026-10-25)

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