Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-ABX-12 Standardprüfung

Antibiotika und C. difficile

Meta-analysis of antibiotics and the risk of community-associated Clostridium difficile infection.

Kurzüberblick

Brown KA et al.. Antimicrob Agents Chemother 2013 · PMID 23478961 · DOI 10.1128/AAC.02176-12

Einige Antibiotika (z. B. Clindamycin) erhöhen das C.-difficile-Risiko stark; Tetracycline taten es nicht.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Klassen vergleichen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

7 Studien.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Unterschiedlich je nach Klasse.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

OR bis zu 16,8.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Antibiotika mit Bedacht auswählen.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Wenige Studien.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Hoch.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Brown KA, Khanafer N, Daneman N, Fisman DN
Fachzeitschrift
Antimicrob Agents Chemother
Jahr
2013
Identifikator
PMID 23478961 DOI 10.1128/AAC.02176-12 · PMC3632900
Verifizierung
verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract/Eintrag nicht angegeben (Förderung: Canadian Institutes of Health Research)

2. Forschungsfrage

Antibiotikaklasse und ambulant erworbene C.-difficile-Infektion

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Metaanalyse von 7 Beobachtungsstudien
Population

Nicht hospitalisiert

Land

Multinational

Zeitraum

bis 2013

Stichprobengröße

7 Studien

Ein- und Ausschlusskriterien

Vergleichende Studien, ambulanter Bereich

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Antibiotikaklassen

Vergleichsgruppe

Keine Antibiotika

Endpunkte

CDI

Statistische Methoden

Random-Effects-Modell

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Clindamycin OR 16,80; Fluorchinolone 5,50; Cephalosporine/Monobactame/Carbapeneme (CMCs) 5,68; Makrolide 2,65; Penicilline 2,71; Tetracycline 0,92 (n. s.).

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Hochrisiko-Antibiotika vermeiden.

6. Stärken

  • Vergleich der Klassen

7. Schwächen

  • Wenige Studien

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken

9. Bewertung der statistischen Interpretation

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-ABX-09.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch.

13. Methodisches Gesamturteil

Gut belegter Schaden.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnisseniedrig
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

15. Verknüpfte Faktenchecks

Verwendung durch das Tayebat-Archiv

Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.

Aussage des Archivs zur Studie

Nur im Literaturverzeichnis.

A. Was wurde tatsächlich untersucht?

CDI-Risiko.

B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?

Klassenspezifisches Risiko.

C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?

Hochrisiko-Klassen vermeiden.

D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?

Schaden durch Antibiotika.

E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?

Gerechtfertigt (Wahl des Medikaments).

Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
nicht anwendbar