Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-ABX-20 Standardprüfung
Antibiotika und Resistenz bei der einzelnen Person
Effect of antibiotic prescribing in primary care on antimicrobial resistance in individual patients: systematic review and meta-analysis.
Kurzüberblick
Costelloe C et al.. BMJ 2010 · PMID 20483949 · DOI 10.1136/bmj.c2096
Nach einem Antibiotikum sind resistente Bakterien über Monate häufiger.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Ja · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Review.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
24 Studien.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Resistenz steigt.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
OR 2,5.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Jede Behandlung zählt.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsstudien.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Costelloe C, Metcalfe C, Lovering A, Mant D, Hay AD
- Fachzeitschrift
- BMJ
- Jahr
- 2010
- Identifikator
- PMID 20483949 DOI 10.1136/bmj.c2096
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
im Abstract/Eintrag nicht angegeben (Förderung: Department of Health)
2. Forschungsfrage
Verursachen Verordnungen in der Primärversorgung Resistenzen bei der einzelnen Person?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse
- Population
Patientinnen und Patienten
- Land
Multinational
- Zeitraum
bis 2009
- Stichprobengröße
24 Studien
- Ein- und Ausschlusskriterien
Beobachtungsstudien und RCTs
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Antibiotika-Verordnung
- Vergleichsgruppe
Keine
- Endpunkte
Resistenz
- Statistische Methoden
Gepoolte OR
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Harnwege: OR 2,5 (2,1–2,9) innerhalb von 2 Monaten, 1,33 innerhalb von 12 Monaten; Atemwege OR 2,4.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Resistenzen entwickeln sich; sie können bis zu 12 Monate bestehen bleiben.
6. Stärken
- Systematisch
7. Schwächen
- Überwiegend Beobachtungsstudien
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- AMSTAR 2
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
9. Bewertung der statistischen Interpretation
10. Relevanz für die konkrete Aussage
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch.
13. Methodisches Gesamturteil
Robust.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Etwa 30 % der ambulanten Antibiotika-Verordnungen in den USA (2010–2011) waren unnötig – etwa 47 Millionen Verordnungen pro Jahr, meist bei Virusinfektionen. – Studien, die die Behauptung unterstützen
Verwendung durch das Tayebat-Archiv
Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.
- Aussage des Archivs zur Studie
Nur im Literaturverzeichnis.
- A. Was wurde tatsächlich untersucht?
Individuelle Resistenz.
- B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?
Resistenz nach Verordnung.
- C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?
Wie gefunden.
- D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?
Stützt einen Schaden durch übermäßigen Einsatz.
- E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?
Gerechtfertigt.
- Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
- nicht anwendbar