Randomisierte kontrollierte Studievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft A-SUP-21 Standardprüfung

Hohe monatliche Vitamin-D-Dosen und Stürze

Monthly High-Dose Vitamin D Treatment for the Prevention of Functional Decline: A Randomized Clinical Trial.

Kurzüberblick

Bischoff-Ferrari HA et al.. JAMA Intern Med 2016 · PMID 26747333 · DOI 10.1001/jamainternmed.2015.7148

Mit den höheren monatlichen Dosen stürzten mehr Menschen.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Funktion und Stürze.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

RCT.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

200.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Mehr Stürze.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

67 % vs. 48 %.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Hohe Einzeldosen (Boli) meiden.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Klein.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt teilweise.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Schweizerisch.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Tägliche Dosen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Bischoff-Ferrari HA, Dawson-Hughes B, Orav EJ, Staehelin HB, Meyer OW, Theiler R, Dick W, Willett WC, Egli A
Fachzeitschrift
JAMA Intern Med
Jahr
2016
Identifikator
PMID 26747333 DOI 10.1001/jamainternmed.2015.7148
Verifizierung
verifiziert – PubMed E-utilities efetch, 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Verringert hochdosiertes monatliches Vitamin D den funktionellen Abbau?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Randomisierte kontrollierte Studie – Einjährige doppelblinde RCT
Population

≥70 Jahre mit früherem Sturz

Land

Schweiz

Zeitraum

2009–2011

Stichprobengröße

200

Ein- und Ausschlusskriterien

siehe Abstract

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

60.000 IE D3 oder 24.000 IE + Calcifediol monatlich

Vergleichsgruppe

24.000 IE monatlich

Endpunkte

Funktion der unteren Extremitäten; Stürze

Statistische Methoden

ITT

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Kein Unterschied in der Funktion (P=0,26); Stürze 66,9 % und 66,1 % vs. 47,9 % (P=0,048).

Absolute Risiken

im Abstract nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Höhere monatliche Dosen verbesserten die Funktion nicht und erhöhten Stürze.

6. Stärken

  • RCT

7. Schwächen

  • Klein
  • Stürze als sekundärer Endpunkt

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
RoB 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Kleine RCT; Stürze sekundärer Endpunkt.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Siehe Ergebnisse.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

C-SUP-07.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch: Biologie und Studienpopulationen sind mit europäischen Erwachsenen vergleichbar.

13. Methodisches Gesamturteil

Stützt Vorsicht bei hohen intermittierenden Dosen.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnisseniedrig
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)im Wesentlichen korrekt, aber unvollständig

14. Offene Fragen

15. Verknüpfte Faktenchecks

Verwendung durch das Tayebat-Archiv

Hinweis: Laut Archiv wurden die Studien von den Archivbetreibern zusammengestellt. Ob Dr. Elawady selbst diese Studie angeführt hat, ist nicht belegt.

Aussage des Archivs zur Studie

In der Archiv-Bibliografie der Regel zu oralen Nahrungsergänzungsmitteln ohne eigene Interpretation aufgeführt; implizit zur Stützung der Regelzusammenfassung verwendet, wonach Präparate in großen Studien „versagt oder geschadet“ haben.

A. Was wurde tatsächlich untersucht?

Verringert hochdosiertes monatliches Vitamin D den funktionellen Abbau?

B. Was haben die Autorinnen und Autoren festgestellt?

Kein Unterschied in der Funktion (P=0,26); Stürze 66,9 % und 66,1 % vs. 47,9 % (P=0,048).

C. Welche Schlussfolgerungen ziehen sie selbst?

Höhere monatliche Dosen verbesserten die Funktion nicht und erhöhten Stürze.

D. Welche Aussage leitet das Archiv daraus ab?

Stützt einen dosisabhängigen Schaden.

E. Ist diese Ableitung wissenschaftlich gerechtfertigt?

Teilweise.

Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)
im Wesentlichen korrekt, aber unvollständig