Risikobewertungunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-CAN-05 Standardprüfung
Infektionen verursachen weltweit etwa 2,2 Millionen Krebsfälle pro Jahr
Global burden of cancer attributable to infections in 2018: a worldwide incidence analysis.
Kurzüberblick
de Martel C et al.. Lancet Glob Health 2020 · PMID 31862245 · DOI 10.1016/S2214-109X(19)30488-7
H. pylori, HPV und Hepatitis-B/C-Viren verursachen die meisten infektionsbedingten Krebserkrankungen.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Infektionsbedingte Krebsfälle schätzen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
PAF.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Global.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
2,2 Millionen Fälle.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
ASIR 25/100.000.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Impfung (HBV, HPV) und Behandlung von Infektionen beugen Krebs vor.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Modellierung.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Nicht jeder Krebs ist ernährungsbedingt.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Individuelle Ursache.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- de Martel C et al.
- Fachzeitschrift
- Lancet Glob Health
- Jahr
- 2020
- Identifikator
- PMID 31862245 DOI 10.1016/S2214-109X(19)30488-7
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed esummary + efetch 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Förderung: IARC
2. Forschungsfrage
Infektionen zurechenbare Krebslast.
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Risikobewertung – Globale Analyse zurechenbarer Anteile (GLOBOCAN 2018)
- Population
Global
- Land
Global
- Zeitraum
2018
- Stichprobengröße
Global
- Ein- und Ausschlusskriterien
10 krebserregende Erreger
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Infektionen (H. pylori, HPV, HBV, HCV usw.)
- Endpunkte
Infektionen zurechenbare Krebsfälle
- Statistische Methoden
PAF
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
2,2 Millionen Infektionen zurechenbare Krebsfälle im Jahr 2018 (ASIR 25,0/100.000); H. pylori 810.000, HPV 690.000, HBV 360.000, HCV 160.000.
- Absolute Risiken
2,2 Millionen Fälle im Jahr 2018
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Auf Infektionen ausgerichtete Prävention kann die Krebslast deutlich senken.
6. Stärken
- Globale Abdeckung
7. Schwächen
- Modellbasierte Anteile
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- none applicable
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Modellierung.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Infektionen sind eine wichtige, von der Ernährung unabhängige Ursache (für Ägypten über HCV/HBV – Leberkrebs – besonders relevant).
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Infektionen als nicht ernährungsbedingte Ursache.
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch; relevant für Ägypten.
13. Methodisches Gesamturteil
Kontext.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Krebs ist der eigene Plan des Körpers („ein Selbstplan“): Körperzellen erhalten den Befehl, sich umzuwandeln, weil dies für das Leben der Person notwendig war; er wird nicht durch äußere Einflüsse verursacht. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Chronische Krankheit sei überwiegend eine kumulative Reaktion auf das, was täglich in den Körper gelangt – verunreinigte Lebensmittel, Medikamente und Kosmetika –, kein Schicksal, das von außen kommt. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken