Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-DRY-07 Standardprüfung

Milch mit etwas mehr Parkinson verbunden, Joghurt nicht

Dairy foods intake and risk of Parkinson's disease: a dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.

Kurzüberblick

Jiang W et al.. Eur J Epidemiol 2014 · PMID 24894826 · DOI 10.1007/s10654-014-9921-4

Absolutes Risiko: 2–4 zusätzliche Fälle pro 100.000 Personenjahre pro 200 g Milch am Tag.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Milchprodukte und PD.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

304.193 Menschen.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Milch assoziiert; Joghurt nicht.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

RR 1,17 pro 200 g/Tag Milch.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Winziges absolutes Risiko.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Wenige Studien.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt einen schwachen Zusammenhang.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Mäßig.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kausalität.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Jiang W et al.
Fachzeitschrift
Eur J Epidemiol
Jahr
2014
Identifikator
PMID 24894826 DOI 10.1007/s10654-014-9921-4
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Verzehr von Milchprodukten und Parkinson-Erkrankung.

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Dosis-Wirkungs-Metaanalyse prospektiver Kohorten.
Population

304.193 Personen; 1.083 PD-Fälle

Land

Multinational

Zeitraum

Suche bis April 2014

Stichprobengröße

7 Ergebnisse

Ein- und Ausschlusskriterien

Prospektive Kohorten.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Milchprodukte, Milch, Käse, Joghurt, Butter

Vergleichsgruppe

Niedrigste Aufnahme; Dosis

Endpunkte

PD.

Statistische Methoden

Dosis-Wirkungs-Metaanalyse.

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Milchprodukte RR 1,40 (1,20–1,63); Männer 1,66, Frauen 1,15 (nicht signifikant); Milch 1,45 (1,23–1,73), Käse 1,26 (0,99–1,60), Joghurt 0,95 (0,76–1,20), Butter 0,76 (0,51–1,13); pro 200 g/Tag Milch 1,17 (1,06–1,30).

Absolute Risiken

2–4 zusätzliche PD-Fälle pro 100.000 Personenjahre pro 200 g/Tag Milch; 1–3 pro 10 g/Tag Käse.

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Milchprodukte (Milch, Käse) könnten positiv mit PD verbunden sein, besonders bei Männern.

6. Stärken

  • Dosis-Wirkungs-Analyse; absolutes Risiko berichtet

7. Schwächen

  • Wenige Studien
  • Beobachtungsstudien

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Kleine Evidenzbasis.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Mäßiges relatives, sehr kleines absolutes Risiko.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Stützt C-DRY-09; widerspricht dem Joghurtverbot (C-DRY-11).

11. Unabhängige Gegenbefunde

Kleines absolutes Risiko.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Mäßig.

13. Methodisches Gesamturteil

Schwacher, konsistenter Zusammenhang.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Mechanismus.

15. Verknüpfte Faktenchecks