Frischmilch, Joghurt (einschließlich Laban Rayeb, Ayran, Labneh) und Weiß-/Hüttenkäse seien schädlich und müssten gemieden werden, während gereifte Käsesorten (Cheddar, Mozzarella, Romi), Schmelzkäse-Dreiecke, Rahm (Qeshta), Butter und Ghee erlaubt seien.
Originalaussage
الألبان الطازجة والزبادي والجبن الأبيض — تجنّب | الأجبان الناضجة (شيدر، موتزاريلا، رومي) — مسموح | الزبدة والسمن — مسموح
keine wörtliche Aussage – sinngemäße Wiedergabe. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.
Übersetzung
Frischmilch, Joghurt (einschließlich Laban Rayeb, Ayran, Labneh) und Weiß-/Hüttenkäse seien schädlich und müssten gemieden werden, während gereifte Käsesorten (Cheddar, Mozzarella, Romi), Schmelzkäse-Dreiecke, Rahm (Qeshta), Butter und Ghee erlaubt seien.
Herkunft
- Quellenstatus
- Lebensmittelliste des Archivs
- Zuschreibung
- Lebensmittelliste des Archivs (eltayebat.com/foods; EN: /en/foods/)
- Herkunft
- https://eltayebat.com/foods/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Einstufung durch das Archiv; auf der Listenseite keine Begründung und keine Videoquelle angegeben.
- Behaupteter Wirkmechanismus
Frische Milchprodukte würden schlecht verdaut, verursachten Blähungen und Entzündungen und enthielten Hormone/Rückstände; fermentierte/gekochte/fettreiche Milchprodukte seien leichter verdaulich.
- Behaupteter gesundheitlicher Effekt
Der Verzicht auf frische Milchprodukte beuge Verdauungsproblemen, Entzündungen und den in der Archivregel genannten Krankheiten vor.
- Betroffene Bevölkerungsgruppe
Alle, einschließlich Familien (in Videos werden Pausenbrote für Kinder erwähnt).
- Geografische Einschränkung durch Elawady
keine gefunden
Abweichende Quellenvarianten
جبنة مطبوخة (مثلثات)
- Quellenstatus
- Drittseite (inoffiziell)
- Zuschreibung
- Drittanbieter-Website altayybat.com (inoffiziell)
- Herkunft
- https://altayybat.com/ar/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Inoffizielle Fan-/Zusammenfassungs-Website; niedrigste Zuordnungsstufe; keine Videoquellen angegeben.
اللبن بكل انواعه والزبادي والكريمة واللبنة ممنوعة — تسبب الانتفاخ
- Quellenstatus
- Drittseite (inoffiziell)
- Zuschreibung
- Drittanbieter-Website mytayibat.com (inoffiziell)
- Herkunft
- https://mytayibat.com/forbidden
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Inoffizielle Website; niedrigste Zuordnungsstufe.
ما تكلش جبنه الكيري اديني قلت اهو المربعات دي ما تكلهاش دي اكنها جبنه بيضا عادي بس متغلفه
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- Dr Diaa Al Awady د ضياء العوضي is live!تاني يوم رمضان (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 20. Februar 2026
- Zeitstempel
- 0:18:09 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript des Archivs (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; der Wortlaut kann Transkriptionsfehler enthalten; gesprochene Livestream-Sprache, Kontext teilweise im Gesprächston.
خلوا الجبنه القريش وبلاش الجبنه البروسيس اللي انا بنصح بيها دلوقتي
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- الحلقة الأولي من بودكاست #بدون_إثـــــــارة_جدل مع الدكتور ضياء العوضي (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 22. November 2024
- Zeitstempel
- 0:05:54 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript des Archivs (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; der Wortlaut kann Transkriptionsfehler enthalten; gesprochene Livestream-Sprache, Kontext teilweise im Gesprächston.
ما هو الزبده يا باشا من اللحمه ما هو الزبده ده من اللبن واللبن ده من دم البقره والبقره مسمومه
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- Dr Diaa Al Awady د ضياء العوضي is live! الهرم الغذائي الجديده (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 20. Januar 2026
- Zeitstempel
- 1:01:12 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript des Archivs (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; der Wortlaut kann Transkriptionsfehler enthalten; gesprochene Livestream-Sprache, Kontext teilweise im Gesprächston.
طبعا طبعا الجبنه المطبوخه اه سهله الهضم
Natürlich, natürlich: Schmelzkäse (gekochter Käse), ja, ist leicht verdaulich.
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- Dr Diaa Al Awady د ضياء العوضي is live! اصل الأمراض في فهم الاعراض✌️✌️✌️ (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 5. September 2025
- Zeitstempel
- 0:37:44 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Archiv-Transkript (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; YouTube-Original nicht geprüft; der Wortlaut kann Erkennungsfehler enthalten. Schmelzkäse wird auf der Lebensmittelliste des Archivs nicht erwähnt.
انت بتكتب ا ليه الجبنه القريش مضره باختصار انها لا تهضم
Ihr schreibt: Warum ist Hüttenkäse schädlich? Kurz gesagt, weil er nicht verdaut wird.
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- Dr Diaa Al Awady د ضياء العوضي is live! الكورتيزون حياتك (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 17. Oktober 2025
- Zeitstempel
- 0:16:35 (Fundstelle in der automatischen YouTube-Untertitelspur des Originalvideos; bestätigt den Ort im Video, nicht die sprechende Person)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Archiv-Transkript (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; YouTube-Original nicht geprüft; der Wortlaut kann Erkennungsfehler enthalten. Stimmt mit der Archivliste überein (Weißkäse/Hüttenkäse: meiden).
Wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch – Die Aussage ist in wesentlichen Teilen nicht durch die Evidenz gedeckt oder stark übertrieben.
Evidenzsicherheit: niedrig – Weitere Forschung wird die Einschätzung wahrscheinlich deutlich beeinflussen.
1. Was wurde behauptet?
Innerhalb der Milchprodukte seien frische/frisch fermentierte Produkte schädlich und müssten gemieden werden, während gereifter Käse und Schmelzkäse, Rahm, Butter und Ghee akzeptabel seien.
2. Was ist daran nachweislich richtig?
Gereifter Hartkäse und Butter enthalten sehr wenig Laktose und verursachen daher bei Menschen mit Laktosemalabsorption weniger Symptome (I-DRY-13, I-DRY-14). Eine sehr hohe Aufnahme von Frischmilch zu verringern, schadet Erwachsenen nicht, die Calcium aus anderen Quellen erhalten; Vollmilch war in einer Analyse mit einem leicht höheren Risiko für Typ-2-Diabetes verbunden (I-DRY-10).
3. Was ist falsch oder übertrieben?
(1) Joghurt gehört zu den Milchprodukten mit den günstigsten Zusammenhängen: niedrigeres Risiko für Typ-2-Diabetes (RR 0,82 pro Portion/Tag in der Metaanalyse; in den US-Kohorten war Joghurt umgekehrt assoziiert, HR 0,83 pro Portion/Tag und 0,86 nach Korrektur für Ernährungsänderungen, während Käse, 1,07, und Vollmilch, 1,10, leicht positiv waren und sich nach dieser Korrektur auf etwa 1,03 abschwächten; I-DRY-10) und kein Zusammenhang mit Parkinson (I-DRY-07) oder, in einer Metaanalyse, mit Akne (I-DRY-08). In der eigenen Schlüsselstudie des Archivs war jede Portion fermentierter Milch/Joghurt oder Käse bei Frauen mit einer um 10–15 % niedrigeren Sterblichkeit und Hüftfrakturrate verbunden, und fermentierte Milch war umgekehrt mit Markern für oxidativen Stress und Entzündung verbunden (A-DRY-01). Bei Hüftfrakturen waren Joghurt (RR 0,75) und Käse (RR 0,68) beide günstig, aber jeder Schätzwert beruht auf nur 3 Kohorten (I-DRY-03), sodass das Signal eine geringe Evidenzsicherheit hat und Käse nicht gegenüber Joghurt bevorzugt. (2) Käse, der erlaubt ist, zeigte in der eigenen Schlüssel-Metaanalyse des Archivs den stärksten Zusammenhang pro Gramm mit Prostatakrebs (RR 1,09 pro 50 g/Tag, A-DRY-02) und ist reich an Kasein einschließlich A1-Beta-Kasein. (3) Das Hormon- und Rückstandsargument (C-DRY-01) gilt stärker für fettreiche Produkte: Östron war in Butter am höchsten (1,47 ng/g vs. 0,13 ng/mL in Milch) und Progesteron in Butter und Sahne (I-DRY-17), und fettlösliche Kontaminanten gehen ins Milchfett über. (4) Auch das Laktoseargument passt nicht zur Einteilung: Kochsahne (3,9 g/100 g) und saure Sahne (3,4 g) enthalten mehr Laktose als Naturjoghurt (2,6 g) oder griechischer Joghurt (0,5 g), und die meisten Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen Joghurt mit lebenden Kulturen (I-DRY-14). (5) Die Quellen widersprechen sich bei Sahne und bei Schmelzkäse-Ecken. Die Trennlinie ist daher nicht evidenzbasiert. Das Umbrella-Review I-DRY-12 betrifft nur Milch und sagt nichts über Joghurt oder Käse.
4. Was bleibt ungeklärt?
Ob sich manche Anhängerinnen und Anhänger wegen der geringeren Lactoseaufnahme besser fühlen (plausibel) oder wegen anderer Veränderungen in der Ernährung.
5. Welche Studien sprechen dafür?
I-DRY-13 (wenig Lactose in gereiftem Käse) stützt die erlaubte Gruppe teilweise für Menschen mit Lactoseintoleranz.
6. Welche Studien sprechen dagegen?
A-DRY-01 (fermentierte Milch/Joghurt und Käse umgekehrt mit Sterblichkeit und Frakturen assoziiert), I-DRY-10, I-DRY-03, I-DRY-07, I-DRY-08, I-DRY-15 (Käse umgekehrt mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen assoziiert), A-DRY-02 (Käse und Prostatakrebs), I-DRY-17 (Hormone in Butter und Sahne am höchsten), I-DRY-14 (Laktose in Sahne; Joghurt verträglich), I-DRY-12 (nur Frischmilch-Komponente).
7. Was gilt für Deutschland und Europa?
Europäische Ernährungsleitlinien zählen Milch und fermentierte Milchprodukte wie Joghurt zu einer gesunden Ernährung (hier nicht gesondert abgerufen).
8. Was ist über Ägypten bekannt?
Der Verzicht auf Joghurt, Laban Rayeb und Weißkäse nimmt ägyptischen Familien erschwingliche traditionelle Calcium- und Eiweißquellen; gereifte/importierte Käsesorten sind teurer und salziger (Kosten/Salz hier nicht beziffert).
9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?
Die Evidenz stützt es nicht, Joghurt und Weißkäse zu verbieten und Rahm, Butter, Ghee und Schmelzkäse zu erlauben. Menschen mit Lactoseintoleranz können lactosearme Produkte wählen; für alle anderen gibt es keinen evidenzbasierten Grund für diese Aufteilung.
Bewertungsdetails
- Begründung der Evidenzsicherheit
Keine Studie vergleicht die beiden Milchproduktgruppen des Systems direkt. Die eigene Schlüsselstudie des Archivs zu Milchprodukten (A-DRY-01) sowie unabhängige Kohorten und Metaanalysen zeigen jedoch, dass die verbotene Gruppe (vor allem Joghurt) nicht schlechter – und oft günstiger – ist als die erlaubte Gruppe, und die vom Archiv angeführten Mechanismen (A1-Kasein, IGF-1, Rückstände, Milchhormone, Laktose) gelten für Käse, Sahne, Butter und Ghee gleichermaßen oder stärker. Einzelne Schätzwerte für Joghurt und Käse beruhen auf wenigen Studien, daher bleibt die Evidenzsicherheit gering.
- Quellenqualität
Lebensmittelliste des Archivs (ohne Begründung); Begründung aus Elawady-Transkripten rekonstruiert; Drittanbieter-Websites widersprechen sich bei Rahm und Schmelzkäse.
- Regionale Übertragbarkeit
Gilt für Ägypten und Europa gleichermaßen; joghurtartige Produkte (Laban Rayeb, Zabadi) sind traditionelle ägyptische Lebensmittel.
- Individuelle Ausnahmen
Menschen mit Lactoseintoleranz vertragen gereiften Käse und Butter möglicherweise besser als Milch; Menschen mit Milchallergie sollten alle Milchprodukte meiden, einschließlich Käse und Rahm (Butter/Ghee enthalten Spuren von Eiweiß).
- Regionaler Geltungsanspruch
- allgemein (biologisch/medizinisch)
- Zuletzt überprüft
- 25. Oktober 2026 vorläufig
Einfach erklärt
Das System verbietet Milch, Joghurt und Weißkäse, erlaubt aber gereiften Käse, Schmelzkäse, Sahne, Butter und Ghee. Die Forschung stützt diese Trennlinie nicht. Joghurt ist eines der Milchprodukte, die am häufigsten mit besserer Gesundheit verbunden sind, zum Beispiel mit einem niedrigeren Risiko für Typ-2-Diabetes. Selbst die eigene Hauptstudie des Archivs zur Milch fand, dass Frauen, die mehr Joghurt oder Käse aßen, seltener starben und weniger Hüftbrüche hatten. Käse, der erlaubt ist, war mindestens so stark mit Prostatakrebs verbunden wie Milch. Natürliche Hormone finden sich in größeren Mengen in Butter und Sahne, und Kochsahne enthält mehr Milchzucker als Joghurt. Der einzige stichhaltige Punkt ist, dass gereifter Käse und Butter wenig Laktose enthalten, was Menschen hilft, die Laktose nicht verdauen können.
Studien zu dieser Behauptung
Studien, die die Behauptung unterstützen (1)
-
Viele gereifte italienische Käsesorten enthalten fast keine Lactose
Facioni MS et al.. Foods 2021 · PMID 34574346 · DOI 10.3390/foods10092236Mess-/Rückstandsstudieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüftAlle bis auf einen von 25 g.U.-Käsen (selbst einige, die nur 20–35 Tage gereift waren) hatten weniger als 10 mg/kg Laktose; frischer Mozzarella hatte etwa 3.500 mg/kg.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Lactose in Käse messen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Laboranalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
25 Käsesorten.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Laktose unter 10 mg/kg in fast allen getesteten gereiften Käsen; Starterkulturen, nicht nur die Reifungsdauer, bestimmen den Laktoseabbau.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
<10 mg/kg.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Gereifter Käse eignet sich für Menschen mit Lactoseintoleranz.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Nur italienische/europäische g.U.-Käse; wenige Proben; keine Frischkäse, Schmelzkäse oder ägyptischen Käse; finanziert von einem Zertifizierungsunternehmen für Laktosefreiheit.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt das Argument der Verträglichkeit in Bezug auf Lactose.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Hoch (Italien).
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Irgendetwas über Allergie, Entzündung oder andere Krankheiten; den Laktosegehalt von Schmelzkäse-Ecken, Sahne oder Romi.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (9)
-
Joghurt mit geringerem Diabetesrisiko verbunden
Chen M et al.. BMC Med 2014 · PMID 25420418 · DOI 10.1186/s12916-014-0215-1Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige StudieJede tägliche Portion Joghurt: in der Metaanalyse etwa 18 % geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes.
Joghurt RR 0,82 pro Portion/Tag für Typ-2-Diabetes.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Arten von Milchprodukten und Diabetes.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Drei Kohorten + Metaanalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
459.790 Menschen in der Metaanalyse.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Joghurt invers mit Diabetes verbunden; Milchprodukte insgesamt, fettarme und fettreiche Milchprodukte neutral; kleine positive Zusammenhänge für Käse und Vollmilch verschwanden in einer Sensitivitätsanalyse.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
RR 0,82 (0,70–0,96).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Joghurt ist nicht schädlich und könnte von Nutzen sein.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsstudie; überwiegend weiße Beschäftigte in US-Gesundheitsberufen; selbst berichtete Ernährung; wer Joghurt isst, lebt möglicherweise gesünder.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht einem Joghurtverbot.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig bis hoch.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
-
Hüftfrakturen: Milch neutral, Joghurt und Käse mit weniger Frakturen verbunden
Bian S et al.. BMC Public Health 2018 · PMID 29357845 · DOI 10.1186/s12889-018-5041-5Metaanalyseunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige StudieJoghurt RR 0,75 und Käse RR 0,68 in jeweils 3 Kohortenstudien; Milch RR 0,91 (nicht signifikant), wobei die Dosiskurve der Kohorten bis etwa 600 g/Tag anstieg.
Joghurt (verboten) RR 0,75 für Hüftfrakturen.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Milchprodukte und Hüftfrakturen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse von 18 Studien.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Erwachsene.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Milch insgesamt ohne Zusammenhang (Kohorten), mit ansteigender nichtlinearer Dosiskurve; Joghurt und Käse in wenigen Studien mit weniger Knochenbrüchen verbunden.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Joghurt RR 0,75 (0,66–0,86).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Milch scheint Frakturen nicht zu erhöhen.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsstudien; hohe Heterogenität bei Milch; nur 3 Kohorten für Joghurt und Käse; Erinnerungsbias in Fall-Kontroll-Studien.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt keinen eindeutigen Schaden durch Milch in Bezug auf Knochenbrüche, schließt aber einen moderaten Anstieg bei hoher Aufnahme nicht völlig aus; widerspricht einem Verbot von Joghurt aus Gründen der Knochengesundheit.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Umfasst Europa.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
-
Milch mit etwas mehr Parkinson verbunden, Joghurt nicht
Jiang W et al.. Eur J Epidemiol 2014 · PMID 24894826 · DOI 10.1007/s10654-014-9921-4Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftAbsolutes Risiko: 2–4 zusätzliche Fälle pro 100.000 Personenjahre pro 200 g Milch am Tag.
Joghurt RR 0,95 (nicht signifikant) für PD.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Milchprodukte und PD.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
304.193 Menschen.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Milch assoziiert; Joghurt nicht.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
RR 1,17 pro 200 g/Tag Milch.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Winziges absolutes Risiko.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Wenige Studien.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt einen schwachen Zusammenhang.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
-
Metaanalyse: Milch mit Akne verbunden, Joghurt und Käse nicht
Aghasi M et al.. Clin Nutr 2019 · PMID 29778512 · DOI 10.1016/j.clnu.2018.04.015Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftMilch insgesamt OR 1,48.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Milchprodukte und Akne.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Beobachtungsstudien.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Milch mit Akne verbunden.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
OR 1,48 (1,31–1,66).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Möglicher Zusammenhang.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsstudien.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt einen Zusammenhang.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
-
Überblick über 41 Reviews: Milch häufiger mit Nutzen als mit Schaden verbunden
Zhang X et al.. Nutr Metab (Lond) 2021 · PMID 33413488 · DOI 10.1186/s12986-020-00527-ySystematischer Reviewunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige StudieMilch war häufiger mit Vorteilen (Herz, Schlaganfall, Darmkrebs, Diabetes, Knochen) verbunden als mit Schäden (Prostatakrebs, Parkinson, Akne); die meiste Evidenz wurde als wenig sicher eingestuft.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Milch und Gesundheit zusammenfassen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Umbrella-Review.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
41 Metaanalysen.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Überwiegend günstige Zusammenhänge; schädliche Zusammenhänge für Prostatakrebs, Parkinson, Akne, Eisenmangel bei Säuglingen und, pro zusätzlichen 200 g/Tag, für Hüftfrakturen.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Nicht gepoolt.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Es ist nicht belegt, dass Milch allgemein schädlich ist.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Umbrella-Review ohne Protokoll; überwiegend Beobachtungsstudien, niedrige/sehr niedrige Sicherheit; Überschneidungen nicht berücksichtigt; nur Milch (kein Joghurt/Käse).
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht pauschalen Schadensbehauptungen; bestätigt spezifische Signale.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität; dass Milch für alle unbedenklich ist; irgendetwas Spezifisches über Joghurt oder Käse.
-
Menschen, die Käse aßen, hatten etwas weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle
Chen GC et al.. Eur J Nutr 2017 · PMID 27517544 · DOI 10.1007/s00394-016-1292-zMetaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftHoher vs. niedriger Käseverzehr: Herz-Kreislauf-Erkrankungen RR 0,90.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Käse und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
15 Studien.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Inverser Zusammenhang.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
RR 0,90 (0,82–0,99).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Käse ist nicht mit einem Schaden für das Herz verbunden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsstudien.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Neutral gegenüber der Aufteilung des Systems.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität.
-
Großer Review: Mehr Milchprodukte gehen mit etwas mehr Prostatakrebs einher
Aune D et al.. Am J Clin Nutr 2015 · PMID 25527754 · DOI 10.3945/ajcn.113.067157Metaanalysevom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft★ wichtige StudieEtwa 7 % höheres Risiko pro 400 g Milchprodukte am Tag und 9 % pro 50 g Käse am Tag.
Käse (im System erlaubt) hatte ein RR von 1,09 pro 50 g/Tag.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Kohortenstudien zu Milchprodukten und Prostatakrebs zusammenfassen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Metaanalyse von 32 prospektiven Studien.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
Männer in vielen Ländern.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Kleine Anstiege bei Milchprodukten, Milch, fettarmer Milch und Käse.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
RR 1,07 pro 400 g/Tag Milchprodukte insgesamt; 1,09 pro 50 g/Tag Käse.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Ein kleiner relativer Risikoanstieg; das absolute Risiko wird nicht berichtet.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsstudien; Verzerrung durch Vorsorgeuntersuchungen möglich.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt einen mäßigen Zusammenhang; Käse ist nicht sicherer als Milch.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Umfasst europäische Daten.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kausalität; dass Käse sicherer ist als Milch.
-
Schwedische Studie: Sehr hoher Milchkonsum bei Frauen mit früherem Tod verbunden
Michaëlsson K et al.. BMJ 2014 · PMID 25352269 · DOI 10.1136/bmj.g6015Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertVolltext geprüft★ wichtige StudieFrauen, die 3 oder mehr Gläser am Tag tranken, hatten ein 1,93-fach erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu weniger als 1 Glas (17,7 vs. 10,7 Todesfälle pro 1.000 Personenjahre); sie hatten nicht weniger Hüftbrüche. Joghurt/fermentierte Milch und Käse zeigten das Gegenteil: eine geringere Sterblichkeit.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Prüfen, ob ein hoher Milchkonsum mit Tod und Frakturen zusammenhängt.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Zwei große Kohorten, 11–20 Jahre lang mit Ernährungsfragebögen beobachtet.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
61.433 Frauen und 45.339 Männer in Schweden.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Mehr Milch war mit einer höheren Sterblichkeit verbunden, besonders bei Frauen, und nicht mit weniger Knochenbrüchen; Joghurt/Sauermilch und Käse waren bei Frauen mit geringerer Sterblichkeit und weniger Hüftbrüchen verbunden.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Frauen HR 1,93 (1,80–2,06) für >=3 vs. <1 Glas/Tag (absolut 17,7 vs. 10,7 pro 1.000 Personenjahre); pro Glas HR 1,15 bei Frauen, 1,03 bei Männern.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Ein Warnsignal bei sehr hohem Milchkonsum, kein Beweis für einen Schaden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Beobachtungsstudie; Confounding und umgekehrte Kausalität möglich; die Schätzungen bei Frauen sind teilweise wegen der wiederholten Messung stärker; Biomarkerdaten querschnittlich; die Autorinnen und Autoren mahnen zur Vorsicht.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt die Zahlen des Archivs, aber keine ursächliche Behauptung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Europäische Daten; Aufnahmemengen höher als im Durchschnitt.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dass Milch Todesfälle oder Frakturen verursacht; dass Joghurt oder andere fermentierte Milchprodukte schädlich sind (die Studie deutet auf das Gegenteil hin).
-
Review: Milch enthält natürlicherweise Hormone
Malekinejad H et al.. Iran J Public Health 2015 · PMID 26258087Narrativer Übersichtsartikelunabhängige GegenprüfungVolltext geprüftMilch enthält kleine Mengen Hormone (mehr in Butter und Sahne als in Milch); die Autorinnen und Autoren äußern eine Krebssorge, liefern aber keine neuen Daten zu Endpunkten beim Menschen.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: sehr niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Hormone in Milchprodukten.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Narrativer Übersichtsartikel.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
entfällt
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Hormone in Mengen von ng/mL oder darunter vorhanden; höchste Östron- und Progesteronwerte in Butter und Sahne; mehrere Hormone werden schlecht aufgenommen oder rasch abgebaut.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
entfällt
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Vorhandensein ist kein Beweis für einen Schaden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Narrativ.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Schwache Stützung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Schaden bei üblicher Aufnahme; dass Butter, Sahne oder Ghee weniger Hormone enthalten als Milch (die Daten deuten bei fettlöslichen Steroiden auf das Gegenteil hin).
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (1)
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Lactoseintoleranz ist häufig und wird durch weniger Lactose behandelt
Facioni MS et al.. J Transl Med 2020 · PMID 32590986 · DOI 10.1186/s12967-020-02429-2Narrativer Übersichtsartikelunabhängige GegenprüfungVolltext geprüftDie meisten Erwachsenen weltweit bilden weniger Laktase, aber die meisten laktoseintoleranten Menschen vertragen kleine Mengen Laktose und meist auch Joghurt; der Verzicht auf alle Milchprodukte kann den Knochen schaden.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: niedrig · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ernährung bei Lactoseintoleranz.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Narrativer Übersichtsartikel.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
entfällt
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Laktose individuell reduzieren; Joghurt wird meist vertragen; gereifte Hartkäse sind nahezu laktosefrei, während Sahne und Frischkäse mehr Laktose enthalten; einen unnötigen vollständigen Verzicht vermeiden.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
70 % eingeschränkte Lactase (angegeben).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Es kommt auf die individuelle Verträglichkeit an.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Narrativ; Interessenkonflikt.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt einen individuellen, keinen allgemeinen Verzicht.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Einen allgemeinen Schaden durch Milchprodukte; dass Joghurt schlechter verträglich ist als gereifter Käse oder Sahne.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Regionale Einordnung
Deutschland / EU
Europäische Ernährungsleitlinien zählen Milch und fermentierte Milchprodukte wie Joghurt zu einer gesunden Ernährung (hier nicht gesondert abgerufen).
Ägypten
Der Verzicht auf Joghurt, Laban Rayeb und Weißkäse nimmt ägyptischen Familien erschwingliche traditionelle Calcium- und Eiweißquellen; gereifte/importierte Käsesorten sind teurer und salziger (Kosten/Salz hier nicht beziffert).
- Organisation der Lebensmittelsicherheit und amtliche Kontrollen
- Einsatz antimikrobieller Mittel bei Lebensmittel liefernden Tieren und antibiotische Leistungsförderer
- Hormone in Geflügel, Fleisch, Milch und Zuchtfisch
- Dioxine, PCB und PFAS in Eiern und anderen tierischen Lebensmitteln
- Aflatoxin M1 in Milch und Milcherzeugnissen
- Einfuhrkontrollen und die Bedeutung von RASFF-Meldungen zu ägyptischen Erzeugnissen
Was gilt in meinem Land?
Allgemeine wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch Die Aufteilung des Systems in verbotene frische Milchprodukte und erlaubten Käse, Rahm, Butter und Ghee wird durch die Evidenz nicht gestützt – abgesehen vom geringeren Lactosegehalt von gereiftem Käse und Butter.
Für diese Aussage sind folgende Bereiche der Lebensmittelsicherheit relevant:
- Tierarzneimittel und Antibiotika
- Hormonelle Wachstumsförderer
- Schadstoffe (Schwermetalle, PFAS, PCB, Dioxine, Nitrat)
- Mykotoxine (Schimmelpilzgifte)
- Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung
Milchprodukte
Wählen Sie ein Land, um die geprüften Informationen dafür zu sehen.
Aussagegrenzen: Rechtliche Regeln beschreiben, was erlaubt ist, nicht, was jedes einzelne Lebensmittel enthält. Messdaten stammen aus Stichproben und sind nur mit ihren Methodenangaben aussagekräftig.
Quellenverzeichnis
- Lactose Residual Content in PDO Cheeses: Novel Inclusions for Consumers with Lactose Intolerance.. Facioni MS et al.. Foods 2021 · PMID 34574346 · DOI 10.3390/foods10092236
- Dairy consumption and risk of type 2 diabetes: 3 cohorts of US adults and an updated meta-analysis.. Chen M et al.. BMC Med 2014 · PMID 25420418 · DOI 10.1186/s12916-014-0215-1
- Dairy product consumption and risk of hip fracture: a systematic review and meta-analysis.. Bian S et al.. BMC Public Health 2018 · PMID 29357845 · DOI 10.1186/s12889-018-5041-5
- Dairy foods intake and risk of Parkinson's disease: a dose-response meta-analysis of prospective cohort studies.. Jiang W et al.. Eur J Epidemiol 2014 · PMID 24894826 · DOI 10.1007/s10654-014-9921-4
- Dairy intake and acne development: A meta-analysis of observational studies.. Aghasi M et al.. Clin Nutr 2019 · PMID 29778512 · DOI 10.1016/j.clnu.2018.04.015
- Milk consumption and multiple health outcomes: umbrella review of systematic reviews and meta-analyses in humans.. Zhang X et al.. Nutr Metab (Lond) 2021 · PMID 33413488 · DOI 10.1186/s12986-020-00527-y
- Cheese consumption and risk of cardiovascular disease: a meta-analysis of prospective studies.. Chen GC et al.. Eur J Nutr 2017 · PMID 27517544 · DOI 10.1007/s00394-016-1292-z
- Dairy products, calcium, and prostate cancer risk: a systematic review and meta-analysis of cohort studies.. Aune D et al.. Am J Clin Nutr 2015 · PMID 25527754 · DOI 10.3945/ajcn.113.067157
- Milk intake and risk of mortality and fractures in women and men: cohort studies.. Michaëlsson K et al.. BMJ 2014 · PMID 25352269 · DOI 10.1136/bmj.g6015
- Hormones in Dairy Foods and Their Impact on Public Health - A Narrative Review Article.. Malekinejad H et al.. Iran J Public Health 2015 · PMID 26258087
- Nutritional management of lactose intolerance: the importance of diet and food labelling.. Facioni MS et al.. J Transl Med 2020 · PMID 32590986 · DOI 10.1186/s12967-020-02429-2