Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-DRY-15 Standardprüfung

Menschen, die Käse aßen, hatten etwas weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle

Cheese consumption and risk of cardiovascular disease: a meta-analysis of prospective studies.

Kurzüberblick

Chen GC et al.. Eur J Nutr 2017 · PMID 27517544 · DOI 10.1007/s00394-016-1292-z

Hoher vs. niedriger Käseverzehr: Herz-Kreislauf-Erkrankungen RR 0,90.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Unklar · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Käse und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

15 Studien.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Inverser Zusammenhang.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

RR 0,90 (0,82–0,99).

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Käse ist nicht mit einem Schaden für das Herz verbunden.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Beobachtungsstudien.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Neutral gegenüber der Aufteilung des Systems.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Mäßig.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kausalität.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Chen GC et al.
Fachzeitschrift
Eur J Nutr
Jahr
2017
Identifikator
PMID 27517544 DOI 10.1007/s00394-016-1292-z
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen

ErratumIn: Eur J Nutr. 2019 Mar;58(2):907. doi: 10.1007/s00394-018-1884-x.

Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Käseverzehr und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, KHK, Schlaganfall.

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Metaanalyse prospektiver Studien.
Population

Erwachsene in 15 prospektiven Studien

Land

Multinational

Zeitraum

Nicht angegeben

Stichprobengröße

15 Studien

Ein- und Ausschlusskriterien

Prospektive Studien; die meisten schlossen Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung zu Studienbeginn aus.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Käse

Vergleichsgruppe

Geringe Aufnahme

Endpunkte

Herz-Kreislauf-Erkrankungen insgesamt, KHK, Schlaganfall.

Statistische Methoden

Random-Effects-Modell; restringierte kubische Splines.

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Hoher vs. niedriger Käseverzehr: Herz-Kreislauf-Erkrankungen RR 0,90 (0,82–0,99), KHK 0,86 (0,77–0,96), Schlaganfall 0,90 (0,84–0,97); die größten Verringerungen bei etwa 40 g/Tag.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Nichtlinearer inverser Zusammenhang zwischen Käse und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

6. Stärken

  • Prospektive Studien

7. Schwächen

  • Beobachtungsstudien
  • Korrektur (Erratum) veröffentlicht

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Beurteilung auf Abstract-Ebene.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Mäßige inverse Zusammenhänge.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Kontext für C-DRY-11 (Käse nicht schädlich für Herz und Kreislauf); rechtfertigt kein Verbot anderer Milchprodukte.

11. Unabhängige Gegenbefunde

entfällt

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Mäßig.

13. Methodisches Gesamturteil

Käse nicht mit mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzgemischt
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Salzgehalt von Käse.

15. Verknüpfte Faktenchecks