Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-FAST-09 Standardprüfung

Mehr Wasser trinken, um Nierensteinen vorzubeugen

Urinary volume, water and recurrences in idiopathic calcium nephrolithiasis: a 5-year randomized prospective study.

Kurzüberblick

Borghi L et al.. J Urol 1996 · PMID 8583588

Über fünf Jahre kamen die Steine bei 12 % derjenigen zurück, die viel tranken, gegenüber 27 % ohne Empfehlung.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Hohe Wasserzufuhr und Rückfall von Kalziumsteinen

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Randomisierte prospektive 5-Jahres-Studie

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

199 Patientinnen und Patienten; Menschen mit erstmaligem idiopathischem Kalziumstein (plus 101 Kontrollpersonen)

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Rückfälle halbiert.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

12 % vs. 27 %

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Menschen, die zu Steinen neigen, sollten mehr trinken.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Nicht verblindet; monozentrisch

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht C-FAST-10; schränkt C-FAST-09 ein.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Italienisch; direkt übertragbar.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Nutzen bei Menschen ohne Steine.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Borghi L et al.
Fachzeitschrift
J Urol
Jahr
1996
Identifikator
PMID 8583588
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25 (this agent)
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Hohe Wasserzufuhr und Rückfall von Kalziumsteinen

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Randomisierte kontrollierte Studie – Randomisierte prospektive 5-Jahres-Studie
Population

Menschen mit erstmaligem idiopathischem Kalziumstein (plus 101 Kontrollpersonen)

Land

Italien

Zeitraum

5 Jahre

Stichprobengröße

199 Patientinnen und Patienten

Ein- und Ausschlusskriterien

Wie im Abstract beschrieben; Details im Abstract nicht verfügbar.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Hohe Wasserzufuhr

Vergleichsgruppe

Keine Behandlung

Endpunkte

Rückfall; Übersättigung des Urins

Statistische Methoden

Gruppenvergleich

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Rückfall 12/99 vs. 27/100 (P=0,008); Zeit bis zum Rückfall 38,7 vs. 25,1 Monate.

Absolute Risiken

Rückfall 12 % vs. 27 % über 5 Jahre.

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Das Urinvolumen ist ein echter Risikofaktor für Steine; eine große Wasserzufuhr ist die Erstmaßnahme zur Vorbeugung.

6. Stärken

  • Randomisiert
  • 5-jährige Nachbeobachtung

7. Schwächen

  • Nicht verblindet
  • Monozentrisch

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
RoB 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Offene Studie.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Große absolute Verringerung.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Widerspricht C-FAST-10; schränkt C-FAST-09 ein.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Italienisch; direkt übertragbar.

13. Methodisches Gesamturteil

Wasser beugt Steinen vor.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Keine über die genannten hinaus.

15. Verknüpfte Faktenchecks