Nicht viel Wasser trinken, weil es den Bauch aufbläht und den Bauchinnendruck erhöht; selbst bei Durst während langer Fastenstunden nur die Lippen befeuchten; jede Woche drei Tage hintereinander ohne Essen und Trinken zu fasten, ist nicht hart.
Originalaussage
وعدم الإفراط في شرب الماء حتى لا يتمدّد البطن ويرتفع ضغطه
wörtlich laut Quelle. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.
Übersetzung
Nicht viel Wasser trinken, weil es den Bauch aufbläht und den Bauchinnendruck erhöht; selbst bei Durst während langer Fastenstunden nur die Lippen befeuchten; jede Woche drei Tage hintereinander ohne Essen und Trinken zu fasten, ist nicht hart.
Herkunft
- Quellenstatus
- Archiv-Redaktion
- Zuschreibung
- Archivredaktion fasst Elawadys Sicht zusammen (Zusammenfassung auf der Startseite; nicht der Zitatkasten)
- Herkunft
- https://eltayebat.com/
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Von den Archivbetreibern verfasste Zusammenfassung auf der Startseite, die Elawadys Ansichten beschreibt; verweist teilweise auf sein Video zur „Darstellung der Theorie“ (aEbRfVSJIOw), sonst keine Videoangabe.
- Behaupteter Wirkmechanismus
Wasser erhöht den Druck im Bauchraum.
- Behaupteter gesundheitlicher Effekt
Vermeidung von Bauchinnendruck
- Betroffene Bevölkerungsgruppe
Allgemeinbevölkerung
- Geografische Einschränkung durch Elawady
keine gefunden
Abweichende Quellenvarianten
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- Dr Diaa Al Awady د ضياء العوضي is live! شريحة في الدماغ (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 1. Februar 2026
- Zeitstempel
- nicht verfügbar (Transkript ohne Zeitangaben)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript aus dem Archiv (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum und kann das Upload-Datum sein. Transkripte von Livestreams können vorgelesene Kommentare von Zuschauenden enthalten; die zitierte Passage wurde im Kontext geprüft und stammt von Elawady.
- Quellenstatus
- Videotranskript (eigene Worte)
- Zuschreibung
- Elawady (maschinelles Transkript)
- Video
- Dr.D Clinics - Diaa Al Awady is live! الكلي (Quelle öffnen)
- Veröffentlicht
- 20. Mai 2025
- Zeitstempel
- nicht verfügbar (Transkript ohne Zeitangaben)
- Unsicherheit der Zuschreibung
- Transkript aus dem Archiv (YouTube-Untertitel oder KI-generiert); keine Zeitstempel; „veröffentlicht“ ist das vom Archiv angegebene Datum und kann das Upload-Datum sein. Transkripte von Livestreams können vorgelesene Kommentare von Zuschauenden enthalten; die zitierte Passage wurde im Kontext geprüft und stammt von Elawady.
Wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch – Die Aussage ist in wesentlichen Teilen nicht durch die Evidenz gedeckt oder stark übertrieben.
Evidenzsicherheit: moderat – Weitere Forschung könnte die Einschätzung noch beeinflussen.
1. Was wurde behauptet?
Wassertrinken vermeiden; nur die Lippen befeuchten; mehrtägiges Trockenfasten ist akzeptabel.
2. Was ist daran nachweislich richtig?
Eine übermäßige Wasserzufuhr weit über den Bedarf hinaus ist unnötig (I-FAST-08), und extreme Mengen können eine Hyponatriämie verursachen (hier nicht geprüft).
3. Was ist falsch oder übertrieben?
Eine hohe Wasserzufuhr verhindert das Wiederauftreten von Steinen (I-FAST-09). Wasser trotz Durst zurückzuhalten, besonders bei langem Fasten oder bei Hitze, verursacht Austrocknung. Trockenfasten an drei aufeinanderfolgenden Tagen ist nicht mit dem Ramadan vergleichbar (tägliches Fasten mit nächtlicher Flüssigkeitszufuhr), und selbst im Ramadan betonen Leitlinien eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zwischen Sonnenuntergang und Morgendämmerung (I-FAST-11). Bei Menschen mit Diabetes trägt Austrocknung zu hyperosmolaren Zuständen und DKA bei (I-INS-07).
4. Was bleibt ungeklärt?
Ob irgendeine Gruppe von einer bewusst niedrigen Wasserzufuhr profitiert.
5. Welche Studien sprechen dafür?
I-FAST-08 (keine feste hohe Zufuhr nötig; begrenzt).
6. Welche Studien sprechen dagegen?
I-FAST-09, I-FAST-11, I-INS-07.
7. Was gilt für Deutschland und Europa?
Nicht regionsspezifisch.
8. Was ist über Ägypten bekannt?
Heiße Sommer in Ägypten machen eine bewusste Wassereinschränkung besonders riskant.
9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?
Bei Durst trinken, bei Hitze, Krankheit oder Sport mehr; den Durst nicht unterdrücken. Mehrtägiges Fasten ohne Wasser ist gefährlich.
Bewertungsdetails
- Begründung der Evidenzsicherheit
Keine Belege dafür, dass eine normale Wasserzufuhr den Bauchinnendruck in schädlicher Weise erhöht; Wasser wird rasch aufgenommen. Wassereinschränkung trotz Durst und mehrtägiges Trockenfasten verursachen Austrocknung mit Risiken für Nierenschäden, Steine und Kreislaufprobleme, besonders bei Hitze. Mittlere Evidenzsicherheit, weil es keine direkten Studien zur Hypothese des „Bauchinnendrucks“ gibt; der Schaden durch Austrocknung ist physiologisch sicher. Die Aussage zu 3 Tagen stammt aus einem Livestream, in dem auf die Frage einer zuschauenden Person eine kurze Antwort folgt; die Zuordnung von „nicht hart“ als Antwort ist wahrscheinlich, aber nicht sicher.
- Quellenqualität
Paraphrase auf der Startseite plus eigene Worte in Livestreams.
- Regionale Übertragbarkeit
Heißes Klima erhöht das Risiko.
- Regionaler Geltungsanspruch
- allgemein (biologisch/medizinisch)
- Zuletzt überprüft
- 25. Oktober 2026 vorläufig
Einfach erklärt
Es gibt keine Belege, dass normales Trinken dem Bauch schadet. Den Durst zu ignorieren, nur die Lippen zu befeuchten oder mehrere Tage ohne Essen und Wasser auszukommen, kann zu Austrocknung, Nierenproblemen und bei Menschen mit Diabetes zu gefährlichen Blutzuckerkrisen führen.
Studien zu dieser Behauptung
Studien, die die Behauptung unterstützen (1)
-
Brauchen wir acht Gläser Wasser am Tag?
Valtin H. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol 2002 · PMID 12376390 · DOI 10.1152/ajpregu.00365.2002Narrativer Übersichtsartikelunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftKein Beleg für 8 Gläser bei gesunden Erwachsenen in mildem Klima, aber bei Hitze, schwerer Arbeit und manchen Erkrankungen ist mehr nötig.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Gibt es Evidenz für „8 x 8“ Gläser Wasser am Tag?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Narrativer Übersichtsartikel
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; gesunde Erwachsene
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Keine Evidenz für 8 x 8.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Bei Gesunden in mildem Klima genügt meist der Durst.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Narrativ; alt
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Stützt C-FAST-09; teilweise C-FAST-10 (keine feste hohe Zufuhr), mit genannten Ausnahmen.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Gemäßigtes Klima trifft auf Deutschland zu.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Empfehlungen für heißes Klima oder für Patientinnen und Patienten.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (3)
-
Mehr Wasser trinken, um Nierensteinen vorzubeugen
Borghi L et al.. J Urol 1996 · PMID 8583588Randomisierte kontrollierte Studieunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftÜber fünf Jahre kamen die Steine bei 12 % derjenigen zurück, die viel tranken, gegenüber 27 % ohne Empfehlung.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Hohe Wasserzufuhr und Rückfall von Kalziumsteinen
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Randomisierte prospektive 5-Jahres-Studie
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
199 Patientinnen und Patienten; Menschen mit erstmaligem idiopathischem Kalziumstein (plus 101 Kontrollpersonen)
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Rückfälle halbiert.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
12 % vs. 27 %
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Menschen, die zu Steinen neigen, sollten mehr trinken.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Nicht verblindet; monozentrisch
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Italienisch; direkt übertragbar.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Nutzen bei Menschen ohne Steine.
-
IDF-DAR-Ramadan-Leitlinien 2021
Hassanein M et al.. Diabetes Res Clin Pract 2022 · PMID 35016991 · DOI 10.1016/j.diabres.2021.109185Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüftMenschen mit Diabetes, die fasten, brauchen eine individuelle Risikobewertung und ärztliche Anleitung.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Behandlung von Diabetes während des Fastens im Ramadan
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Praxisleitlinie (IDF und DaR International Alliance)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; Menschen mit Diabetes, die fasten
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Empfehlungen zur Risikoeinstufung.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
nicht zutreffend
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Nur mit ärztlichem Plan fasten.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
nur Abstract geprüft
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht den Sicherheitsfolgerungen von C-FAST-03 und C-FAST-10.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Übertragbar auf fastende Musliminnen und Muslime in Europa.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Konkrete Grenzwerte (nicht im Abstract).
-
Internationale Leitlinie zur diabetischen Ketoazidose
Umpierrez GE et al.. Diabetes Care 2024 · PMID 39052901 · DOI 10.2337/dci24-0032Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige StudieInsulin, Flüssigkeit und Kalium sind die Kernbehandlung; damit sterben weniger als 1 % der Erwachsenen.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung
Originalpublikation · Wissenschaftliche Details
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Diagnose und Behandlung von diabetischer Ketoazidose und HHS bei Erwachsenen
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Internationaler Konsensbericht auf Grundlage einer systematischen Durchsicht der Literatur seit 2009 (ADA, EASD, JBDS, AACE, DTS)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
nicht zutreffend; Erwachsene mit Diabetes
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Insulin ist der Eckpfeiler; Glukokortikoide verschlimmern die Hyperglykämie.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Sterblichkeit < 1 % mit Behandlung
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Eine Ketoazidose muss im Krankenhaus mit Insulin behandelt werden.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Konsens, keine Studie
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht direkt C-INS-08; stützt die Gefahr in C-FAST-03; widerspricht C-INS-07, C-INS-10.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mitverfasst von EASD und JBDS (Großbritannien); direkt übertragbar.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Quantitative Ergebnisse einer unbehandelten diabetischen Ketoazidose.
In dieser Gruppe ist keine Studie als besonders wichtig markiert.
Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (0)
Keine Studien in dieser Gruppe.
Regionale Einordnung
Deutschland / EU
Nicht regionsspezifisch.
Ägypten
Heiße Sommer in Ägypten machen eine bewusste Wassereinschränkung besonders riskant.
Was gilt in meinem Land?
Allgemeine wissenschaftliche Bewertung
Überwiegend falsch Wassereinschränkung gegen den Durst und mehrtägiges Trockenfasten sind riskant und nicht belegt.
Diese Aussage betrifft biologische oder medizinische Zusammenhänge. Die wissenschaftliche Bewertung oben gilt unabhängig vom Land; länderspezifische Lebensmitteldaten ändern sie nicht.
Quellenverzeichnis
- "Drink at least eight glasses of water a day." Really? Is there scientific evidence for "8 x 8"?. Valtin H. Am J Physiol Regul Integr Comp Physiol 2002 · PMID 12376390 · DOI 10.1152/ajpregu.00365.2002
- Urinary volume, water and recurrences in idiopathic calcium nephrolithiasis: a 5-year randomized prospective study.. Borghi L et al.. J Urol 1996 · PMID 8583588
- Diabetes and Ramadan: Practical guidelines 2021.. Hassanein M et al.. Diabetes Res Clin Pract 2022 · PMID 35016991 · DOI 10.1016/j.diabres.2021.109185
- Hyperglycemic Crises in Adults With Diabetes: A Consensus Report.. Umpierrez GE et al.. Diabetes Care 2024 · PMID 39052901 · DOI 10.2337/dci24-0032