Metaanalyseunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-FAST-118 Standardprüfung

Achtsames Essen und wie viel Menschen essen

Effects of mindfulness and mindful eating on food intake and appetite: a systematic review and meta-analysis.

Kurzüberblick

Ahmadyar K et al.. Clin Psychol Rev 2026 · PMID 42341365 · DOI 10.1016/j.cpr.2026.102780

Aufmerksamkeit beim Essen verringerte in Experimenten die gegessene Menge leicht.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Die Effekte achtsamen Essens auf die Aufnahme testen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse von 41 Artikeln.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

Erwachsene und Kinder in Experimenten.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Aufnahme verringert; Appetitbewertungen unverändert.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

SMD -0,24 (-0,35 bis -0,12).

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Aufmerksames Essen kann helfen, Überessen zu vermeiden.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Überwiegend Laborstudien.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt teilweise das Hören auf Hunger/Sättigung.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Gilt; gleiche Physiologie.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Langfristige Gewichts- oder Gesundheitsergebnisse.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Ahmadyar K et al.
Fachzeitschrift
Clin Psychol Rev
Jahr
2026
Identifikator
PMID 42341365 DOI 10.1016/j.cpr.2026.102780
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref update-to/updated-by check
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Keine Interessenkonflikte angegeben.

2. Forschungsfrage

Verändern Interventionen zu Achtsamkeit, achtsamem Essen und intuitivem Essen die Nahrungsaufnahme und den Appetit?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse experimenteller Studien
Population

Erwachsene und Kinder

Land

International

Zeitraum

im Abstract nicht angegeben

Stichprobengröße

41 Artikel (46 Studien zur Aufnahme)

Ein- und Ausschlusskriterien

im Abstract nicht angegeben

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Achtsamkeit / achtsames Essen (keine geeigneten Interventionen zum intuitiven Essen gefunden)

Vergleichsgruppe

Kontrolle ohne Achtsamkeit

Endpunkte

Nahrungsaufnahme; Bewertungen von Hunger und Sättigung

Statistische Methoden

Random-Effects-SMD

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Achtsamkeit/achtsames Essen verringerte die Nahrungsaufnahme (SMD -0,24, 95-%-KI -0,35 bis -0,12; 46 Studien); keine signifikante Wirkung auf den Appetit (11 Studien); größere Effekte in Laborstudien.

Absolute Risiken

nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Achtsamkeit und achtsames Essen verringern die Nahrungsaufnahme in kontrollierten Umgebungen verlässlich; kein Beleg, dass sie den Appetit beeinflussen.

6. Stärken

  • Große Zahl von Experimenten

7. Schwächen

  • Überwiegend kurze Laborstudien
  • Keine Studien zum intuitiven Essen gefunden

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Laborbasierte, kurzfristige Endpunkte.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Kleiner Effekt (SMD -0,24).

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Das Beachten von Hunger- und Sättigungssignalen (achtsames Essen) verringert die Aufnahme mäßig – teilweise Stützung für „essen, wenn man Hunger hat, aufhören, wenn man satt ist“.

11. Unabhängige Gegenbefunde

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Universelle Biologie; gilt in Europa und Ägypten.

13. Methodisches Gesamturteil

Mäßige indirekte Stützung für den Teil der Behauptung, der gesunde Erwachsene betrifft.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzindirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

15. Verknüpfte Faktenchecks