Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-GRN-115 Standardprüfung

Reisverzehr war bei 200.000 US-Amerikanerinnen und -Amerikanern nicht mit Herzkrankheiten verbunden

Rice consumption and risk of cardiovascular disease: results from a pooled analysis of 3 U.S. cohorts.

Kurzüberblick

Muraki I et al.. Am J Clin Nutr 2015 · PMID 25527760 · DOI 10.3945/ajcn.114.087551

Weißen oder braunen Reis 5-mal oder öfter pro Woche zu essen war nicht mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko verbunden.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Reis und Herz-Kreislauf-Erkrankungen testen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Drei Kohorten.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

207.556 Erwachsene.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Kein Zusammenhang.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

HR 0,98 für weißen Reis.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Moderater Reisverzehr ist kein Herzrisiko.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Niedriger Verzehr in den USA.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt moderaten Reisverzehr; nicht „unbegrenzt“.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Moderat.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Betrifft weder Diabetes noch sehr hohen Verzehr.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Muraki I et al.
Fachzeitschrift
Am J Clin Nutr
Jahr
2015
Identifikator
PMID 25527760 DOI 10.3945/ajcn.114.087551 · PMC4266886
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref works API 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

NIH-Förderung

2. Forschungsfrage

Ist der gewohnheitsmäßige Verzehr von weißem oder braunem Reis mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Kohortenstudie – Gepoolte Analyse von drei prospektiven Kohorten (NHS, NHS II, HPFS)
Population

US-amerikanische Frauen und Männer ohne Herz-Kreislauf-Erkrankung und Krebs

Land

USA

Zeitraum

1984-2011

Stichprobengröße

207.556; 12.391 Fälle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Ein- und Ausschlusskriterien

Zu Beginn frei von Herz-Kreislauf-Erkrankung/Krebs

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Weißer, brauner und gesamter Reis (FFQ)

Vergleichsgruppe

<1 Portion/Woche

Endpunkte

Tödliche und nicht tödliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Statistische Methoden

Cox-Modelle

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

>=5 Portionen/Woche vs. <1/Woche: weißer Reis HR 0,98 (0,84-1,14); brauner Reis 1,01 (0,79-1,28); Reis insgesamt 0,99 (0,90-1,08). Nur Weiße: weißer Reis 1,04 (0,88-1,22).

Absolute Risiken

im Abstract nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Ein höherer gewohnheitsmäßiger Verzehr von weißem oder braunem Reis ist bei den derzeitigen Verzehrmengen in den USA nicht mit dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

6. Stärken

  • Sehr groß
  • Lange Nachbeobachtung
  • Wiederholte Ernährungserhebungen

7. Schwächen

  • Niedriger Reisverzehr in der US-Bevölkerung
  • FFQ

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
niedrig
Begründung

Gut adjustierte Kohorten.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Präzises Nullergebnis (KI 0,84-1,14).

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Stützt, dass ein moderater Reisverzehr (auch im Zusammenhang mit Arsen) nicht mit Herzerkrankungen verbunden ist.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Geringere Verzehrmengen als in Ägypten; der Endpunkt T2D wurde hier nicht untersucht.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Moderat.

13. Methodisches Gesamturteil

Nullergebnis von guter Qualität.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoniedrig
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Bevölkerungen mit hohem Verzehr.

15. Verknüpfte Faktenchecks