Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-LEG-130 Standardprüfung

Soja-Säuglingsnahrung im Säuglingsalter und Menstruationsschmerzen

Soy-based infant formula feeding and menstrual pain in a cohort of women aged 23-35 years.

Kurzüberblick

Upson K et al.. Hum Reprod 2019 · PMID 30412246 · DOI 10.1093/humrep/dey303

Frauen, die als Babys Soja-Säuglingsnahrung erhielten, berichteten häufiger über starke Menstruationsschmerzen.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Sojanahrung und Menstruationsschmerzen prüfen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Kohorte, erinnerte Exposition.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

1.553 Frauen.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Höhere Schmerzindikatoren.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

RR 1,4–1,5.

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Eine mögliche hormonelle Langzeitwirkung von Sojanahrung.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Erinnerungsbias.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt die Sorge in C-LEG-10.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Anwendbar.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Sie betrifft keine Hülsenfrüchte, die von Kindern oder Erwachsenen gegessen werden.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Upson K et al.
Fachzeitschrift
Hum Reprod
Jahr
2019
Identifikator
PMID 30412246 DOI 10.1093/humrep/dey303 · PMC6296212
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26 + Crossref works API
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

Intramurale Förderung der NIH und ARRA-Förderung; keine Interessenkonflikte angegeben.

2. Forschungsfrage

Geht die Ernährung mit Sojanahrung im Säuglingsalter mit Menstruationsschmerzen im Erwachsenenalter einher?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Kohortenstudie – Querschnittsanalyse innerhalb einer Kohorte (SELF) mit retrospektiver Erinnerung an die Exposition
Population

Afroamerikanische Frauen im Alter von 23–35 Jahren

Land

USA (im Abstract nicht näher angegeben)

Zeitraum

Einschluss in SELF

Stichprobengröße

1.553 mit Daten zur Exposition

Ein- und Ausschlusskriterien

Teilnehmende der SELF-Studie.

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Jemals Sojanahrung im Säuglingsalter (Erinnerung mit Hilfe der Mutter)

Vergleichsgruppe

Keine Sojanahrung erhalten

Endpunkte

Indikatoren für Menstruationsschmerzen

Statistische Methoden

Log-binomiale Regression, adjustiert für Alter und Bildung der Mutter

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Jemalige Anwendung hormoneller Verhütung wegen Menstruationsschmerzen RR 1,4 (1,1–1,9); mäßige/starke Schmerzen bei „den meisten Perioden“ im frühen Erwachsenenalter RR 1,5 (1,1–2,0), nicht bei „jeder Periode“.

Absolute Risiken

Nicht berichtet

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Die Ernährung mit Sojanahrung geht mit mehreren Indikatoren für starke Menstruationsschmerzen einher.

6. Stärken

  • Große Kohorte

7. Schwächen

  • Retrospektive Erinnerung an Säuglingsernährung und Schmerzen
  • Mehrere Schmerzindikatoren
  • Nur Abstract

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Erinnerungsbias; begrenzte Adjustierung.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Mäßige RR; Multiplizität über die Indikatoren hinweg.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Stützt die Sorge, dass Sojanahrung im Säuglingsalter hormonbezogene Folgen haben könnte (C-LEG-10), im Einklang mit den Befunden von Strom 2001 zur Menstruation.

11. Unabhängige Gegenbefunde

I-LEG-10, I-LEG-129.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Wahrscheinlich anwendbar.

13. Methodisches Gesamturteil

Mäßiges, wiederholt gefundenes Signal für Ergebnisse zur Menstruation; der klinische Schaden bleibt unsicher.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzgemischt
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Kausalität.

15. Verknüpfte Faktenchecks