Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-RES-108 Standardprüfung
Nicht weniger Krebs bei britischen Frauen, die Bio-Lebensmittel aßen
Organic food consumption and the incidence of cancer in a large prospective study of women in the United Kingdom.
Kurzüberblick
Bradbury KE et al.. Br J Cancer 2014 · PMID 24675385 · DOI 10.1038/bjc.2014.148
Unter 623.080 Frauen hatten diejenigen, die regelmäßig Bio-Lebensmittel aßen, kein niedrigeres Krebsrisiko insgesamt.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Ist der Verzehr von Bio-Lebensmitteln mit einer geringeren Krebshäufigkeit verbunden?
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Prospektive Kohorte (Million Women Study)
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
623.080 Frauen; 53.769 Krebserkrankungen
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Krebs insgesamt RR 1,03 (0,99-1,07); Weichteilsarkom 1,37 (0,82-2,27); Brustkrebs 1,09 (1,02-1,15); Non-Hodgkin-Lymphom 0,79 (0,65-0,96).
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Krebs insgesamt RR 1,03 (0,99-1,07); Weichteilsarkom 1,37 (0,82-2,27); Brustkrebs 1,09 (1,02-1,15); Non-Hodgkin-Lymphom 0,79 (0,65-0,96).
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Der Verzicht auf konventionelle Lebensmittel senkte das Krebsrisiko insgesamt nicht.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Bio-Verzehr nur einmal selbst berichtet; keine Rückstandsmessung
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht Rückständen als Hauptursache von Krebs bei britischen Expositionsmengen.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Britische Daten.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Der Bio-Verzehr ist ein grober Ersatz für die Rückstandsexposition.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Bradbury KE et al.
- Fachzeitschrift
- Br J Cancer
- Jahr
- 2014
- Identifikator
- PMID 24675385 DOI 10.1038/bjc.2014.148
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref 2026-10-26
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Cancer Research UK; Medical Research Council (Förderliste in PubMed)
2. Forschungsfrage
Ist der Verzehr von Bio-Lebensmitteln mit einer geringeren Krebshäufigkeit verbunden?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Kohortenstudie – Prospektive Kohorte (Million Women Study)
- Population
Britische Frauen mittleren Alters
- Land
Vereinigtes Königreich
- Zeitraum
9,3 Jahre Nachbeobachtung
- Stichprobengröße
623.080 Frauen; 53.769 Krebserkrankungen
- Ein- und Ausschlusskriterien
wie im Abstract beschrieben
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Meist/immer Bio-Lebensmittel essen
- Vergleichsgruppe
Nie
- Endpunkte
Auftreten von Krebs insgesamt und an 16 Lokalisationen
- Statistische Methoden
wie im Abstract berichtet
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Krebs insgesamt RR 1,03 (0,99-1,07); Weichteilsarkom 1,37 (0,82-2,27); Brustkrebs 1,09 (1,02-1,15); Non-Hodgkin-Lymphom 0,79 (0,65-0,96).
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Mit Bio-Lebensmitteln war kaum oder keine Abnahme der Krebshäufigkeit verbunden, außer möglicherweise beim Non-Hodgkin-Lymphom (NHL).
6. Stärken
- Sehr große Kohorte
- Viele Fälle
7. Schwächen
- Bio-Verzehr nur einmal selbst berichtet
- Keine Rückstandsmessung
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- ROBINS-E
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Beobachtend.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Präzises Nullergebnis für Krebs insgesamt.
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Größter Test der Frage, ob eine geringere Pestizidexposition über Bio-Lebensmittel Krebs verringert.
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
13. Methodisches Gesamturteil
Bei 623.080 Frauen hatten Personen, die regelmäßig Bio essen, kein geringeres Krebsrisiko insgesamt.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | hoch |
| Direkte Relevanz | indirekt |
| Reproduzierbarkeit | teilweise repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | inkonsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Pestizid-, Antibiotika- und Hormonrückstände in Lebensmitteln sind eine Hauptursache chronischer Gesundheitsprobleme (abgeleitet aus seiner Aussage zur Theorie und wiederkehrenden Bemerkungen wie „ihr seid vergiftet: die Menge an Pestiziden und Hormonen“). – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken