Mess-/Rückstandsstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-SOD-114 Tiefenprüfung
Colas sind stark sauer; Sprudelwasser nicht
The pH of beverages in the United States.
Kurzüberblick
Reddy A et al.. J Am Dent Assoc 2016 · PMID 26653863 · DOI 10.1016/j.adaj.2015.10.019
Gemessener pH-Wert: Pepsi 2,39 und Coca-Cola 2,37 (stark sauer), reines kohlensäurehaltiges Mineralwasser 5,25.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Die Säure von Getränken messen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Labor-pH-Messungen.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
379 Getränke.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Die meisten Getränke sind sauer; Colas gehören zu den sauersten; sprudelndes Mineralwasser viel weniger.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
Pepsi pH 2,39; Perrier 5,25.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Cola ist sauer und für die Zähne erosiv; sie kann Magensäure nicht neutralisieren.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Der pH-Wert allein bestimmt die Erosion nicht.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht der Bicarbonat-Behauptung; stützt die Behauptung zu Zahnschäden.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Dieselben Marken werden in Europa und Ägypten verkauft.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann Wirkungen im Körper nicht messen.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Reddy A et al.
- Fachzeitschrift
- J Am Dent Assoc
- Jahr
- 2016
- Identifikator
- PMID 26653863 DOI 10.1016/j.adaj.2015.10.019
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26 + Crossref 2026-10-26
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
Crossref führt ein Erratum des Verlags auf (10.1016/j.adaj.2016.08.021; J Am Dent Assoc 2016;147:781); der Inhalt des Erratums wurde nicht abgerufen. PubMed CommentsCorrections führt keines auf.
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
NIH-Förderung (NIDCR); die Autoren berichten keine Interessenkonflikte (Volltext)
2. Forschungsfrage
Welches erosive Potenzial, gemessen am pH-Wert, haben in den USA verkaufte Getränke?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Mess-/Rückstandsstudie – Labormessung des pH-Werts von 379 handelsüblichen Getränken (dreifach, 25 C)
- Population
Nicht zutreffend (Getränke)
- Land
USA (Birmingham, Alabama)
- Zeitraum
2015
- Stichprobengröße
379 Getränke
- Ein- und Ausschlusskriterien
Handelsübliche Getränke
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Getränkeart
- Vergleichsgruppe
Nicht zutreffend
- Endpunkte
pH
- Statistische Methoden
Mittelwert (SD) von Dreifachmessungen
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
93 % der Getränke hatten einen pH <4,0; 39 % waren extrem erosiv (pH <3,0). Tabelle im Volltext (PMC4808596, geprüft am 2026-10-26): Pepsi pH 2,39 +- 0,03; Coca-Cola Classic 2,37 +- 0,03; Perrier kohlensäurehaltiges Mineralwasser 5,25 +- 0,10; Canada Dry Club Soda 5,24 +- 0,03.
- Absolute Risiken
nicht zutreffend
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Die meisten handelsüblichen Getränke sind für das Gebiss potenziell erosiv.
6. Stärken
- Große Zahl von Produkten
- Standardisierte Messung
7. Schwächen
- Der pH-Wert ist nur ein Faktor der Erosion
- US-Produkte; Rezepturen können anderswo abweichen
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- none applicable
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- niedrig
- Begründung
Einfache Messstudie.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Colas sind (nach der Konzentration der Wasserstoffionen) etwa 700-mal saurer als reines Sprudelwasser (stats/C-SOD-14_sparkling.py).
10. Relevanz für die konkrete Aussage
C-SOD-13: Colas sind stark sauer (pH ~2,4), was der Behauptung widerspricht, sie enthielten Bicarbonat, das Magensäure neutralisiere. C-SOD-11: Softdrinks sind erosiv. C-SOD-14: Reines Sprudelwasser ist nur schwach sauer (pH ~5,2).
11. Unabhängige Gegenbefunde
Keine.
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Große Cola-Marken werden weltweit verkauft; lokale Rezepturen können leicht abweichen.
13. Methodisches Gesamturteil
Zuverlässige Produktmessungen; zentral für die Aussagen zur Chemie.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | niedrig |
| Präzision der Ergebnisse | hoch |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | moderat |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Messungen ägyptischer Produkte.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Elawady: Der Schaden von Limonade ist das kohlensäurehaltige Wasser selbst, nicht der Zucker oder Süßstoff; eine 300-ml-Pepsi liefere mehr Kohlendioxid, als der Körper an einem ganzen Tag produziert, und Colas enthielten Natriumbicarbonat, das die Magensäure neutralisiert und den Reflux verstärkt. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Erfrischungsgetränke verursachen Karies. – Studien, die die Behauptung unterstützen
- Alle kohlensäurehaltigen Wässer jeder Art (einschließlich ungesüßtem Sprudelwasser) sind schädlich und müssen gemieden werden. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken