Metaanalyseunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft★ wichtige Studie I-SUG-01 Tiefenprüfung

Zucker und Körpergewicht: Studien und Kohorten

Dietary sugars and body weight: systematic review and meta-analyses of randomised controlled trials and cohort studies.

Kurzüberblick

Te Morenga L et al.. BMJ 2012 · PMID 23321486 · DOI 10.1136/bmj.e7492

Mehr Zucker zu essen erhöhte das Körpergewicht, weniger zu essen senkte es – über die zusätzlichen Kalorien.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Ist die Aufnahme von Nahrungszucker mit dem Körpergewicht verbunden?

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Systematischer Review und Metaanalyse von RCTs (>=2 Wochen) und Kohorten (>=1 Jahr), Cochrane-/GRADE-Methodik (laut Literatur von der WHO in Auftrag gegeben; im Abstract nicht angegeben).

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

30 Studien; 38 Kohorten; Erwachsene und Kinder

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Erwachsene, Ad-libitum-Ernährung: weniger Zucker -0,80 kg (0,39–1,21); mehr Zucker +0,75 kg (0,30–1,19); isoenergetischer Austausch 0,04 kg (-0,04 bis 0,13). Kinder: zuckergesüßte Getränke höchste vs. niedrigste Kategorie OR 1,55 (1,32–1,82) für Übergewicht nach 1 Jahr.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

-0,80 kg bei Reduktion; +0,75 kg bei Erhöhung

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Mehr Zucker bedeutet für die meisten Menschen mehr Gewicht.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Heterogenität in einer Analyse; Studien mit Kindern mit geringer Therapietreue

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Widerspricht C-SUG-01; stützt C-SOD-02.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Hoch.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Wirkungen bei isoenergetischer Ernährung (keine gefunden).

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Te Morenga L et al.
Fachzeitschrift
BMJ
Jahr
2012
Identifikator
PMID 23321486 DOI 10.1136/bmj.e7492
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

im Abstract nicht angegeben

2. Forschungsfrage

Ist die Aufnahme von Nahrungszucker mit dem Körpergewicht verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Systematischer Review und Metaanalyse von RCTs (>=2 Wochen) und Kohorten (>=1 Jahr), Cochrane-/GRADE-Methodik (laut Literatur von der WHO in Auftrag gegeben; im Abstract nicht angegeben).
Population

Erwachsene und Kinder

Land

Multinational

Zeitraum

Literatur bis Dez. 2011

Stichprobengröße

30 Studien; 38 Kohorten

Ein- und Ausschlusskriterien

Studien zur Gewichtsabnahme und durch Störfaktoren verzerrte Studien ausgeschlossen

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Mehr/weniger freie Zucker oder zuckergesüßte Getränke

Vergleichsgruppe

Geringere/höhere Aufnahme; isoenergetischer Austausch

Endpunkte

Körpergewicht/Körperfett

Statistische Methoden

Inverse-Varianz-Random-Effects-Modell

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Erwachsene, Ad-libitum-Ernährung: weniger Zucker -0,80 kg (0,39–1,21); mehr Zucker +0,75 kg (0,30–1,19); isoenergetischer Austausch 0,04 kg (-0,04 bis 0,13). Kinder: zuckergesüßte Getränke höchste vs. niedrigste Kategorie OR 1,55 (1,32–1,82) für Übergewicht nach 1 Jahr.

Absolute Risiken

nicht zutreffend

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Die Aufnahme freier Zucker oder zuckergesüßter Getränke ist eine Bestimmungsgröße des Körpergewichts, vermittelt über die Energieaufnahme.

6. Stärken

  • Evidenz aus RCTs
  • GRADE

7. Schwächen

  • Heterogenität in einer Analyse
  • Studien mit Kindern mit geringer Therapietreue

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
niedrig
Begründung

Review hoher Qualität.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Kleine, aber übereinstimmende Effekte auf das Gewicht.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Widerspricht C-SUG-01; stützt C-SOD-02.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Keine.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Hoch.

13. Methodisches Gesamturteil

Zentrale Evidenz hinter WHO 2015.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoniedrig
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Langzeitendpunkte.

15. Verknüpfte Faktenchecks