Leitlinie / Stellungnahmeunabhängige Gegenprüfungnur Abstract geprüft I-SUP-05 Standardprüfung
Vitamin-D-Leitlinie der Endocrine Society 2024
Vitamin D for the Prevention of Disease: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline.
Kurzüberblick
Demay MB et al.. J Clin Endocrinol Metab 2024 · PMID 38828931 · DOI 10.1210/clinem/dgae290
Schlägt Vitamin D für Kinder, in der Schwangerschaft, für Menschen ≥75 Jahre und bei Prädiabetes mit hohem Risiko vor.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Nein · Methodische Qualität: hoch
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Vitamin D zur Vorbeugung.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Leitlinie.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Gruppenspezifische Vorschläge.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Manche Gruppen profitieren.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Bedingt.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Widerspricht einem pauschalen Verbot.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Übertragbar.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Dosen.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Demay MB et al.
- Fachzeitschrift
- J Clin Endocrinol Metab
- Jahr
- 2024
- Identifikator
- PMID 38828931 DOI 10.1210/clinem/dgae290
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-25
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
ErratumIn: J Clin Endocrinol Metab. 2025 Feb 18;110(3):e916. doi: 10.1210/clinem/dgae854.; ErratumIn: J Clin Endocrinol Metab. 2025 Jul 15;110(8):e2810. doi: 10.1210/clinem/dgaf310.
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
im Abstract nicht angegeben
2. Forschungsfrage
Vitamin D zur Krankheitsvorbeugung bei Menschen ohne etablierte Indikation
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Leitlinie / Stellungnahme – Klinische Praxisleitlinie (Endocrine Society), GRADE
- Population
Allgemeinbevölkerung nach Altersgruppe, Schwangerschaft, Prädiabetes
- Land
International
- Zeitraum
2024
- Ein- und Ausschlusskriterien
Keine etablierte Indikation für Vitamin D oder eine 25(OH)D-Bestimmung
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Empirisches Vitamin D
- Vergleichsgruppe
Keine empirische Ergänzung
- Endpunkte
Verschiedene
- Statistische Methoden
GRADE
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Schlägt empirisches Vitamin D vor für 1- bis 18-Jährige (Rachitisprophylaxe, mögliche Verringerung von Atemwegsinfektionen), ≥75-Jährige (mögliche Senkung der Sterblichkeit), Schwangerschaft (möglicherweise weniger Präeklampsie, intrauterine Sterblichkeit, Frühgeburt, SGA, Neugeborenensterblichkeit), Prädiabetes mit hohem Risiko; für >50-Jährige eher tägliche Gaben statt intermittierender Hochdosen; gegen eine empirische Ergänzung über der DRI bei gesunden Erwachsenen <75 Jahren.
- Absolute Risiken
nicht zutreffend
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Empirische Ergänzung für bestimmte Gruppen vorgeschlagen; optimale Dosen unklar.
6. Stärken
- GRADE
- Multidisziplinär
7. Schwächen
- Bedingte Empfehlungen
- Korrekturen (Errata)
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- none applicable
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- nicht beurteilbar
- Begründung
Leitlinie.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
10. Relevanz für die konkrete Aussage
11. Unabhängige Gegenbefunde
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Hoch.
13. Methodisches Gesamturteil
Bestimmte Gruppen profitieren; von Megadosen wird abgeraten.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | hoch |
| Biasrisiko | nicht beurteilbar |
| Präzision der Ergebnisse | nicht anwendbar |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | unbekannt |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | konsistent |
| Regionale Übertragbarkeit | hoch |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Optimale Dosis.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Bestimmte Präparate hätten spezifische Schäden verursacht: mehr Hüftfrakturen (Vitamin A), Nierensteine (Vitamin C), Stürze und Frakturen (hochdosiertes Vitamin D), Typ-2-Diabetes (Selen) und keinen Nutzen bei Knieschmerzen (Glucosamin). – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken
- Niemand brauche Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel: „Nahrungsergänzungsmittel gibt es nicht“, der Körper stelle seine Vitamine selbst her, und Vitamine stünden auf der Verbotsliste. – Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken