Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-UPF-106 Standardprüfung

Hochverarbeitete Lebensmittel und Herzerkrankungen

Ultra-processed foods and cardiovascular disease: analysis of three large US prospective cohorts and a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies.

Kurzüberblick

Mendoza K et al.. Lancet Reg Health Am 2024 · PMID 39286398 · DOI 10.1016/j.lana.2024.100859

Menschen, die am meisten hochverarbeitete Lebensmittel aßen, hatten 11 % mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen; gesüßte Getränke und verarbeitetes Fleisch trieben den Zusammenhang, während manche UPF wie Frühstückscerealien und Joghurt nicht damit zusammenhingen.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

UPF mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung bringen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Drei Kohortenstudien plus Metaanalyse.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

Etwa 207.000 Erwachsene; 22 Studien.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und KHK bei mehr UPF; Unterschiede je nach Lebensmittelgruppe.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Herz-Kreislauf-Erkrankungen HR 1,11 (1,06–1,16).

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Am wichtigsten ist es, zuckerhaltige Getränke und verarbeitetes Fleisch zu verringern.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Beobachtend.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Stützt C-UPF-03 für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Schließt europäische Daten ein.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann keine Kausalität beweisen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Mendoza K et al.
Fachzeitschrift
Lancet Reg Health Am
Jahr
2024
Identifikator
PMID 39286398 DOI 10.1016/j.lana.2024.100859 · PMC11403639
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref works API 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

COI-Erklärung im Datensatz: The authors declare no conflict of interest.

2. Forschungsfrage

Sind die gesamte und die gruppenspezifische UPF-Aufnahme mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, KHK und Schlaganfall verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Kohortenstudie – Drei prospektive Kohortenstudien (NHS, NHSII, HPFS) sowie systematischer Review und Metaanalyse von 22 prospektiven Studien
Population

Erwachsene in den USA (Kohortenstudien); multinational (Metaanalyse)

Land

USA; multinational

Zeitraum

Literatur bis 5. April 2024

Stichprobengröße

206.957 in Kohortenstudien (16.800 Fälle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen); 22 Studien in der Metaanalyse

Ein- und Ausschlusskriterien

Prospektive Studien

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Gesamt-UPF und gruppenspezifische UPF

Vergleichsgruppe

Niedrigste Aufnahme

Endpunkte

Herz-Kreislauf-Erkrankungen, KHK, Schlaganfall

Statistische Methoden

Cox-Modelle, gepoolt mit Fixed-Effect-Modell; Metaanalyse mit Random-Effects-Modell; NutriGrade

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Kohortenstudien, höchstes vs. niedrigstes Quintil: Herz-Kreislauf-Erkrankungen HR 1,11 (1,06–1,16), KHK 1,16 (1,09–1,24), Schlaganfall 1,04 (0,96–1,12). Mit Zucker oder künstlich gesüßte Getränke und verarbeitetes Fleisch waren mit mehr Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden; Brot/Frühstückscerealien, Joghurt/Milchdesserts und herzhafte Snacks waren invers verbunden. Metaanalyse: Herz-Kreislauf-Erkrankungen +17 % (11–24 %), KHK +23 % (12–34 %), Schlaganfall +9 % (3–15 %); Meta-Evidenz hoch für KHK, moderat für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, niedrig für Schlaganfall.

Absolute Risiken

im Abstract nicht angegeben

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Die gesamte UPF-Aufnahme war nachteilig mit dem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und KHK verbunden; gruppenspezifische UPF zeigten gegenläufige Zusammenhänge.

6. Stärken

  • Große Kohorten + aktualisierte Metaanalyse
  • Subgruppenanalyse

7. Schwächen

  • Beobachtend
  • Überschneidung zwischen Kohortenstudien und Metaanalyse

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
ROBINS-E
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Beobachtungsstudie.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

Konsistente mäßige Zusammenhänge; die Heterogenität zwischen Untergruppen ist wichtig.

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Stützt den Zusammenhang der gesamten UPF mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen; zeigt, dass einige UPF-Gruppen neutral oder invers verbunden sind.

11. Unabhängige Gegenbefunde

I-UPF-105 Fang für die Sterblichkeit.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Die Metaanalyse schließt europäische Kohortenstudien ein.

13. Methodisches Gesamturteil

Stützt den Teil von C-UPF-03 zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Zusammenhang.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitäthoch
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissehoch
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitrepliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzkonsistent
Regionale Übertragbarkeitmoderat
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Kausale Mechanismen.

15. Verknüpfte Faktenchecks