Metaanalyseunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft I-UPF-115 Standardprüfung

Künstliche Süßstoffe und Krebs: gepoolte Studien

Can Artificial Sweeteners Increase the Risk of Cancer Incidence and Mortality: Evidence from Prospective Studies.

Kurzüberblick

Yan S et al.. Nutrients 2022 · PMID 36145117 · DOI 10.3390/nu14183742

In 25 Studien waren Süßstoffe insgesamt nicht mit Krebs verbunden; ein kleiner Zusammenhang zeigte sich nur in europäischen Studien.

Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat

Originalpublikation

Verständliche Zusammenfassung

Studie einfach erklärt
Was wollten die Forschenden herausfinden?

Studien zu Süßstoffen und Krebs zusammenführen.

Wie wurde die Studie durchgeführt?

Metaanalyse von Kohortenstudien.

Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

3,7 Millionen Menschen.

Was wurde tatsächlich festgestellt?

Kein Zusammenhang mit Krebs insgesamt; kleines Signal in Europa.

Wie groß war der beobachtete Effekt?

Europa 1,07 (1,02–1,12).

Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

Der Zusammenhang mit Krebs ist unsicher.

Welche Einschränkungen hat die Studie?

Beobachtend; Untergruppen.

Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

Gemischt für C-UPF-07.

Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

Übertragbar.

Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

Kann weder Schaden noch Sicherheit beweisen.

Wissenschaftliche Detailprüfung

1. Vollständige Quellenangabe

Autorinnen und Autoren
Yan S et al.
Fachzeitschrift
Nutrients
Jahr
2022
Identifikator
PMID 36145117 DOI 10.3390/nu14183742 · PMC9506029
Verifizierung
verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref works API 2026-10-26
Zurückgezogen
nein
Korrekturen
keine
Geprüfter Umfang
nur Abstract
Interessenkonflikte und Finanzierung

COI-Erklärung im Datensatz: The authors declare no conflict of interest.

2. Forschungsfrage

Sind künstliche Süßstoffe mit Krebshäufigkeit und -sterblichkeit verbunden?

3. Studiendesign und Population

Studiendesign
Metaanalyse – Metaanalyse prospektiver Beobachtungsstudien
Population

Erwachsene in Kohortenstudien

Land

Multinational

Zeitraum

Suche bis Juli 2022

Stichprobengröße

25 Studien; 3.739.775 Teilnehmende

Ein- und Ausschlusskriterien

Prospektive Beobachtungsstudien

4. Methoden und Endpunkte

Exposition / Intervention

Aufnahme künstlicher Süßstoffe

Vergleichsgruppe

Geringe/keine Aufnahme

Endpunkte

Krebshäufigkeit und -sterblichkeit; Gesamtsterblichkeit

Statistische Methoden

Metaanalyse mit Random-Effects-Modell; Newcastle-Ottawa

5. Tatsächliche Ergebnisse

Ergebnisse

Kein erkennbarer Zusammenhang mit Krebshäufigkeit oder -sterblichkeit insgesamt. Untergruppe Europa: Krebshäufigkeit HR/RR 1,07 (1,02–1,12; I2 25,8 %). Untergruppen zu Aspartam und gemischten Süßstoffen signifikant. Gesamtsterblichkeit HR/RR 1,13 (1,03–1,25; I2 79,7 %), J-förmig.

Absolute Risiken

im Abstract nicht angegeben

Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren

Künstliche Süßstoffe zeigten keinen erkennbaren Zusammenhang mit Krebs insgesamt; eine europäische Untergruppe und die Sterblichkeit zeigten ein höheres Risiko; es sind weitere Daten nötig.

6. Stärken

  • Große gepoolte Stichprobe

7. Schwächen

  • Befunde aus Untergruppen; hohe Heterogenität bei der Sterblichkeit
  • Beobachtend

8. Risiko systematischer Verzerrungen

Orientierendes Instrument
AMSTAR 2
Art der Einschätzung
vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
Formale Vollbewertung
nein
Gesamturteil Biasrisiko
einige Bedenken
Begründung

Nur Abstract geprüft.

9. Bewertung der statistischen Interpretation

KI log-symmetrisch (stats/C-UPF-07_sweeteners.py).

10. Relevanz für die konkrete Aussage

Nullbefund bei Krebs insgesamt; widerspricht dem Krebs-Teil außer in Untergruppen.

11. Unabhängige Gegenbefunde

Positive Zusammenhänge in NutriNet-Sante.

12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa

Europäische Untergruppe 1,07.

13. Methodisches Gesamturteil

Gemischt bei Krebs.

Mehrdimensionale Bewertung
Mehrdimensionale Bewertung
Authentizität der Quelleverifiziert
Methodische Qualitätmoderat
Biasrisikoeinige Bedenken
Präzision der Ergebnissemoderat
Direkte Relevanzdirekt
Reproduzierbarkeitteilweise repliziert
Konsistenz mit der Gesamtevidenzinkonsistent
Regionale Übertragbarkeithoch
Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv)nicht anwendbar

14. Offene Fragen

Gründe für das Signal in der europäischen Untergruppe.

15. Verknüpfte Faktenchecks