Unklar / unzureichende Evidenz Evidenzsicherheit: niedrig vorläufig C-UPF-07

Künstliche Süßstoffe (Aspartam, Acesulfam-K, Sucralose) sind mit einem höheren Krebs- und Herz-Kreislauf-Risiko verbunden.

Fazit: Möglicher, aber unbewiesener Zusammenhang.

Originalaussage

ترفع خطر أمراض القلب ... والسرطان ... عبر آلياتٍ تشمل المستحلبات الصناعية، المحليات، والمضافات.

keine wörtliche Aussage – sinngemäße Wiedergabe. Übersetzung durch das Projekt; maßgeblich ist der arabische Wortlaut.

Übersetzung

Künstliche Süßstoffe (Aspartam, Acesulfam-K, Sucralose) sind mit einem höheren Krebs- und Herz-Kreislauf-Risiko verbunden.

Herkunft

Quellenstatus
Archiv-Redaktion
Zuschreibung
Archivredaktion (Studienauswahl und Darstellung stammen vom Archiv, nicht unbedingt von Elawady)
Herkunft
https://eltayebat.com/rule/ultra-processed-foods/
Unsicherheit der Zuschreibung
Die Startseite des Archivs gibt an, dass der Abschnitt über verbotene Lebensmittel durch Forschung gestützt wird, „unabhängig von den Worten von Dr. Diaa“. Es wurden keine Belege gefunden, dass Elawady selbst diese Studien zitiert hat.
Behaupteter Wirkmechanismus

Toxizität der Süßstoffe, Wirkungen auf das Mikrobiom.

Behaupteter gesundheitlicher Effekt

Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Betroffene Bevölkerungsgruppe

Erwachsene

Geografische Einschränkung durch Elawady

keine gefunden

Wissenschaftliche Bewertung

Unklar / unzureichende Evidenz – Die Datenlage lässt keine Bewertung in die eine oder andere Richtung zu.

Evidenzsicherheit: niedrig – Weitere Forschung wird die Einschätzung wahrscheinlich deutlich beeinflussen.

1. Was wurde behauptet?

Süßstoffe erhöhen das Krebs- und Herzrisiko.

2. Was ist daran nachweislich richtig?

Debras 2022 (A-UPF-18): Menschen mit höherem Süßstoffkonsum hatten Krebs HR 1,13 (1,03–1,25); Debras 2022 (A-UPF-19): Süßstoffe insgesamt und Herz-Kreislauf-Erkrankungen HR 1,09 (1,01–1,18), zerebrovaskulär 1,18.

3. Was ist falsch oder übertrieben?

Evidenz aus einer einzigen Kohorte; die absoluten Unterschiede in der Häufigkeit sind klein (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen 346 vs. 314 pro 100.000 Personenjahre); nicht als ursächlich belegt.

4. Was bleibt ungeklärt?

Kausalität.

5. Welche Studien sprechen dafür?

A-UPF-18, A-UPF-19.

6. Welche Studien sprechen dagegen?

I-SOD-09 (JECFA bestätigte den ADI-Wert).

7. Was gilt für Deutschland und Europa?

In der EU zugelassene Süßstoffe haben ADI-Werte; der Stand der Neubewertung durch die EFSA wurde in dieser Prüfung nicht kontrolliert.

8. Was ist über Ägypten bekannt?

Keine Daten aus Ägypten.

9. Welche praktische Schlussfolgerung ist angemessen?

Keine sichere Schlussfolgerung; auf Süßstoffe zu verzichten ist freiwillig, medizinisch nicht erforderlich.

Bewertungsdetails

Begründung der Evidenzsicherheit

Zusammenhänge aus einer großen französischen Kohorte (HRs 1,09–1,40 bei mäßigen absoluten Unterschieden); umgekehrte Kausalität und Residual Confounding möglich; die IARC fand nur „begrenzte“ Evidenz für Aspartam und Leberkrebs; das JECFA behielt den ADI-Wert bei.

Quellenqualität

Das Archiv führt die NutriNet-Santé-Studien ohne Einordnung auf; die Zusammenfassung legt ursächliche Mechanismen nahe.

Regionale Übertragbarkeit

Hoch (französische Kohorte; in der EU zugelassene Süßstoffe).

Individuelle Ausnahmen

Nicht zutreffend.

Regionaler Geltungsanspruch
allgemein (biologisch/medizinisch)
Zuletzt überprüft
25. Oktober 2026 vorläufig

Einfach erklärt

Eine große französische Studie fand etwas mehr Krebs und Herzerkrankungen bei Menschen, die mehr künstliche Süßstoffe aufnahmen. Diese einzelne Studie kann nicht beweisen, dass die Süßstoffe die Ursache sind. Internationale Fachleute kamen zu dem Schluss, dass Aspartam innerhalb der akzeptierten Tagesmenge sicher ist, und forderten zugleich mehr Forschung.

Studien zu dieser Behauptung

Studien, die die Behauptung unterstützen (0)

Keine Studien in dieser Gruppe.

Studien, die der Behauptung widersprechen oder sie einschränken (1)

  • IARC und JECFA zu Aspartam

    WHO / IARC / JECFA. WHO news release 2023
    Risikobewertungunabhängige GegenprüfungVolltext geprüft★ wichtige Studie

    Die IARC sprach auf Grundlage begrenzter Evidenz von „möglicherweise krebserregend“; das JECFA behielt die sichere Tagesgrenze von 40 mg/kg bei.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: hoch · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Krebserzeugende Gefahr und akzeptable Aufnahmemenge von Aspartam.

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Gemeinsame Gefahrenbewertung (IARC) und Risikobewertung (JECFA) (Pressemitteilung vollständig gelesen).

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    Nicht zutreffend; Allgemeinbevölkerung

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    IARC: Gruppe 2B (begrenzte Evidenz beim Menschen für hepatozelluläres Karzinom; begrenzt bei Tieren; begrenzt mechanistisch). JECFA: kein ausreichender Grund, den ADI-Wert von 0–40 mg/kg Körpergewicht zu ändern; ein Erwachsener mit 70 kg müsste >9–14 Dosen/Tag (je 200–300 mg) trinken, um ihn zu überschreiten. IARC-Einstufungen spiegeln die Stärke der Evidenz wider, nicht das Risiko bei einer bestimmten Exposition.

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    ADI 0–40 mg/kg Körpergewicht

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Die normale Aufnahme liegt für die meisten Menschen innerhalb der sicheren Grenze.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Begrenzte Evidenzbasis

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Stützt C-UPF-08 (Tatsache); schränkt C-UPF-07 ein.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Trifft zu; Aspartam (E951) in der EU zugelassen.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Dass Aspartam Krebs verursacht.

    Wissenschaftliche Details →

Studien mit gemischten oder unklaren Ergebnissen (2)

  • Künstliche Süßstoffe und Krebs in Frankreich

    Debras C et al.. PLoS Med 2022 · PMID 35324894 · DOI 10.1371/journal.pmed.1003950
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Menschen mit höherem Süßstoffkonsum hatten 13 % mehr Krebs.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Ist die Aufnahme künstlicher Süßstoffe mit Krebs verbunden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Prospektive Kohorte mit 24-h-Protokollen auf Markenebene.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    102.865; 3.358 Krebsfälle; Erwachsene

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Höherer Konsum vs. kein Konsum: Krebs gesamt HR 1,13 (1,03–1,25); Aspartam 1,15 (1,03–1,28); Acesulfam-K 1,13 (1,01–1,26); Brustkrebs (Aspartam) 1,22 (1,01–1,48); adipositasbedingte Krebsarten 1,13 (1,00–1,28).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,13 (1,03–1,25)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Mögliches Signal.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Selektionsbias, Residual Confounding, umgekehrte Kausalität (laut Autoren)

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Gemischt für C-UPF-07.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

  • Künstliche Süßstoffe und Herzkrankheiten in Frankreich

    Debras C et al.. BMJ 2022 · PMID 36638072 · DOI 10.1136/bmj-2022-071204
    Kohortenstudievom Tayebat-Archiv zitiertnur Abstract geprüft

    Höhere Süßstoffaufnahme: 9 % höheres Herz-Kreislauf-Risiko.

    Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat · Evidenzsicherheit: siehe Gesamtbewertung der Behauptung

    Originalpublikation · Wissenschaftliche Details

    Studie einfach erklärt
    Was wollten die Forschenden herausfinden?

    Sind künstliche Süßstoffe mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden?

    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Prospektive Kohorte mit wiederholten 24-h-Protokollen.

    Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?

    103.388; 1.502 Herz-Kreislauf-Ereignisse; Erwachsene, 79,8 % Frauen

    Was wurde tatsächlich festgestellt?

    Süßstoffe gesamt Herz-Kreislauf-Erkrankungen HR 1,09 (1,01–1,18); zerebrovaskulär 1,18 (1,06–1,31); Aspartam zerebrovaskulär 1,17 (1,03–1,33); Acesulfam-K KHK 1,40 (1,06–1,84); Sucralose KHK 1,31 (1,00–1,71).

    Wie groß war der beobachtete Effekt?

    HR 1,09 (1,01–1,18)

    Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?

    Kleines mögliches Signal.

    Welche Einschränkungen hat die Studie?

    Umgekehrte Kausalität; Residual Confounding

    Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?

    Gemischt für C-UPF-07.

    Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?

    Hoch.

    Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?

    Kausalität.

    Wissenschaftliche Details →

Regionale Einordnung

Deutschland / EU

In der EU zugelassene Süßstoffe haben ADI-Werte; der Stand der Neubewertung durch die EFSA wurde in dieser Prüfung nicht kontrolliert.

Ägypten

Keine Daten aus Ägypten.

Was gilt in meinem Land?

Allgemeine wissenschaftliche Bewertung

Unklar / unzureichende Evidenz Möglicher, aber unbewiesener Zusammenhang.

Für diese Aussage sind folgende Bereiche der Lebensmittelsicherheit relevant:

  • Zusatzstoffe und Verarbeitung
  • Kontrollen, Importe, Rückrufe, Kennzeichnung

Wählen Sie ein Land, um die geprüften Informationen dafür zu sehen.

Aussagegrenzen: Rechtliche Regeln beschreiben, was erlaubt ist, nicht, was jedes einzelne Lebensmittel enthält. Messdaten stammen aus Stichproben und sind nur mit ihren Methodenangaben aussagekräftig.

Aufenthalts- bzw. Einkaufsland Mit anderem Land vergleichen

Quellenverzeichnis

  1. Aspartame hazard and risk assessment results released (IARC and WHO/FAO JECFA, 14 July 2023) — news release. WHO / IARC / JECFA. WHO news release 2023
  2. Artificial sweeteners and cancer risk: Results from the NutriNet-Santé population-based cohort study.. Debras C et al.. PLoS Med 2022 · PMID 35324894 · DOI 10.1371/journal.pmed.1003950
  3. Artificial sweeteners and risk of cardiovascular diseases: results from the prospective NutriNet-Santé cohort.. Debras C et al.. BMJ 2022 · PMID 36638072 · DOI 10.1136/bmj-2022-071204

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