Kohortenstudieunabhängige GegenprüfungAbstract geprüft★ wichtige Studie I-VEG-140 Standardprüfung
Obst und Gemüse mit hohen Rückständen hängt mit geringerem IVF-Erfolg zusammen
Association Between Pesticide Residue Intake From Consumption of Fruits and Vegetables and Pregnancy Outcomes Among Women Undergoing Infertility Treatment With Assisted Reproductive Technology.
Kurzüberblick
Chiu YH et al.. JAMA Intern Med 2018 · PMID 29084307 · DOI 10.1001/jamainternmed.2017.5038
Frauen, die am meisten Obst und Gemüse mit hohen Rückstandsmengen aßen, hatten nach einer Kinderwunschbehandlung eine um 26 % geringere Chance auf eine Lebendgeburt.
Unterstützt die Studie die konkrete Behauptung? Teilweise · Methodische Qualität: moderat
Verständliche Zusammenfassung
Studie einfach erklärt
- Was wollten die Forschenden herausfinden?
Die Aufnahme von Rückständen mit den ART-Ergebnissen in Beziehung setzen.
- Wie wurde die Studie durchgeführt?
Kohorte.
- Wie viele Menschen, Tiere oder Proben wurden untersucht?
325 Frauen.
- Was wurde tatsächlich festgestellt?
Obst und Gemüse mit hohen Rückständen mit weniger Geburten verbunden.
- Wie groß war der beobachtete Effekt?
-26 % Lebendgeburt.
- Was bedeuten die Ergebnisse im Alltag?
Die Wahl von Obst und Gemüse mit geringeren Rückständen kann für Menschen mit Kinderwunsch sinnvoll sein.
- Welche Einschränkungen hat die Studie?
Klein, ausgewählt.
- Was sagt sie über Elawadys konkrete Behauptung aus?
Teilweise Stützung.
- Gelten die Ergebnisse auch für Deutschland und Europa?
Mäßig.
- Was lässt sich aus dieser Studie ausdrücklich nicht schließen?
Kann nicht zeigen, dass Gemüse im Allgemeinen schädlich ist.
Wissenschaftliche Detailprüfung
1. Vollständige Quellenangabe
- Autorinnen und Autoren
- Chiu YH et al.
- Fachzeitschrift
- JAMA Intern Med
- Jahr
- 2018
- Identifikator
- PMID 29084307 DOI 10.1001/jamainternmed.2017.5038
- Verifizierung
- verifiziert – PubMed efetch 2026-10-26; Crossref 2026-10-26
- Zurückgezogen
- nein
- Korrekturen
- keine
- Geprüfter Umfang
- nur Abstract
- Interessenkonflikte und Finanzierung
Förderung (PubMed-Förderliste): NIDDK NIH HHS; NIEHS NIH HHS
2. Forschungsfrage
Ist die Aufnahme von Pestizidrückständen aus Obst und Gemüse vor der Empfängnis mit den Ergebnissen der ART assoziiert?
3. Studiendesign und Population
- Studiendesign
- Kohortenstudie – Prospektive Kohorte (EARTH-Studie) von Frauen in assistierter Reproduktion
- Population
Frauen in einem Kinderwunschzentrum in den USA
- Land
USA
- Zeitraum
2007-2016
- Stichprobengröße
325 Frauen, 541 ART-Zyklen
- Ein- und Ausschlusskriterien
im Abstract nicht angegeben
4. Methoden und Endpunkte
- Exposition / Intervention
Zufuhr von Obst und Gemüse mit hohen und niedrigen Pestizidrückständen
- Vergleichsgruppe
Niedrigstes Quartil
- Endpunkte
Klinische Schwangerschaft, Lebendgeburt pro Zyklus
- Statistische Methoden
Cluster-gewichtetes GEE
5. Tatsächliche Ergebnisse
- Ergebnisse
Höchstes vs. niedrigstes Quartil bei Obst und Gemüse mit hohen Rückständen (>=2,3 vs. <1,0 Portionen/Tag): 18 % (5 %-30 %) geringere Wahrscheinlichkeit einer klinischen Schwangerschaft und 26 % (13 %-37 %) geringere Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt; die Zufuhr von Obst und Gemüse mit niedrigen Rückständen war nicht assoziiert.
- Absolute Risiken
nicht berichtet
- Schlussfolgerung der Autorinnen und Autoren
Ein höherer Verzehr von Obst und Gemüse mit hohen Pestizidrückständen war mit geringeren Wahrscheinlichkeiten für eine Schwangerschaft und eine Lebendgeburt nach assistierter Reproduktion (ART) verbunden.
6. Stärken
- Prospektiv; validierte Klassifikation der Rückstände
7. Schwächen
- Kleine, ausgewählte Population mit Unfruchtbarkeit
- Einzelnes Zentrum
- Klassifikation der Rückstände indirekt
8. Risiko systematischer Verzerrungen
- Orientierendes Instrument
- ROBINS-E
- Art der Einschätzung
- vereinfachte Einschätzung (nur Abstract)
- Formale Vollbewertung
- nein
- Gesamturteil Biasrisiko
- einige Bedenken
- Begründung
Confounding und Selektion.
9. Bewertung der statistischen Interpretation
Umgerechnete Verhältnisse 0,82 (0,70-0,95) und 0,74 (0,63-0,87) (stats/C-VEG-13_pesticide_residue.py).
10. Relevanz für die konkrete Aussage
Stützendes Signal, dass Pestizidrückstände aus der Nahrung einen empfindlichen Endpunkt beeinflussen können.
11. Unabhängige Gegenbefunde
Sandoval-Insausti 2022 (kein Schaden bei der Sterblichkeit).
12. Übertragbarkeit auf Deutschland und Europa
Rückstandsprofile der USA.
13. Methodisches Gesamturteil
Stützt einen möglichen Schaden bei einer bestimmten empfindlichen Gruppe; zeigt nicht, dass Gemüse insgesamt schädlich ist.
| Mehrdimensionale Bewertung | |
|---|---|
| Authentizität der Quelle | verifiziert |
| Methodische Qualität | moderat |
| Biasrisiko | einige Bedenken |
| Präzision der Ergebnisse | moderat |
| Direkte Relevanz | direkt |
| Reproduzierbarkeit | nicht repliziert |
| Konsistenz mit der Gesamtevidenz | unbekannt |
| Regionale Übertragbarkeit | moderat |
| Angemessenheit der Interpretation (durch das Archiv) | nicht anwendbar |
14. Offene Fragen
Replikation.
15. Verknüpfte Faktenchecks
- Gemüse selbst ist wegen des hohen Pestizideinsatzes oft schädlich; Bio-Ernährung zeigt, wie viel Exposition konventionelles Gemüse verursacht. – Studien, die die Behauptung unterstützen